Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler
Serena war eine junge Christin, die um 291 zu Spoleto den Märtyrertod erlitt.
Irene (Irena), eine betagte römische Witwe, barg und begrub heimlich und unter Lebensgefahr die sterblichen Überreste von getöteten Christen. Sie soll den hl Sebastian (siehe 20.1.) gesund gepflegt haben. + um 288.
Reinhard war zuerst Lehrer an der Klosterschule zu Stablo (heute Belgien) und wurde dann wegen seines Ansehens zum ersten Abt von Reinhausen bei Göttingen (Niedersachsen) ernannt. Nur durch sein unerschütterliches Gottvertrauen konnte er Schwierigkeiten, die unüberwindlich schienen, meistern und das wirtschaftliche Überleben der Abtei sichern. Obwohl ihn die „weltlichen“ Probleme der Klosterverwaltung ganz in Anspruch nahmen, fand er immer Zeit für seine geistlichen und geistigen Aufgaben. + nach 1168.
Irene, ein Christenmädchen, lebte mit ihren beiden jüngeren Schwestern Chiona und Agape in Thessalonike, dem heutigen Saloniki. Als Kaiser Diokletian in seinem Reich das Christentum mit Stumpf und Stiel ausrotten wollte, wurde den Christen auch in Griechenland der Prozess gemacht. Die Häuser von "Verdächtigen" wurden nach verbotenen Schriften und anderen Gegenständen durchsucht, um ihre Besitzer als Anhänger des verfemten neuen Lehre zu überführen und an das Gericht ausliefern zu können. Im Hause der drei Schwestern fanden die Häscher christliche Bücher, d.h. Teile aus der Heiligen Schrift. Daraufhin wurden die jungen Frauen vor den Richter gezerrt, und da man die Beweise für ihr "Vergehen" ja gefunden hatte, zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt und schließlich öffentlich ver-brannt. - Über das Leben der Schwestern aus Saloniki wird zwar kaum Näheres berichtet, aber über den Prozess sind bis heute (abgeschriebene) Protokollakten erhalten geblieben, die für die Geschichte der Christenverfolgungen von unschätzbarem Wert sind. +1.4.304. Historischer Exkurs Die wenigen überlieferten zeitgenössischen Quellen bestätigen die für uns oft unglaublich schei-nenden Grausamkeiten, die bei den Verhören und Foltern gegen die Christen angewendet wurden, und erinnern doch auch an die Methoden totalitärer Regime des 20. Jhdts im Umgang mit ihren Gegnern.
Verena Bütler (On: Sr.Bernarda), eine Missionsschwester aus der Schweiz, war zuerst in Ecuador, dann in Kolumbien in Krankenhäusern und Schulen tätig. Um die Krankenpflege und Schulbildung in ihrem Gastland verbessern zu können, rief sie die Genossenschaft der "Franziskaner - Missionsschwestern von Maria-Hilf" ins Leben. Die Schweizer Missionsschwester, für die Kolumbien zur zweiten Heimat geworden war, starb am 19.Mai 1924 zu Cartagena in Kolumbien.
Renate (Renata, Renée) von Lothringen, 1544 geboren, war durch Heirat Herzogin von Bayern geworden. Sie war ihren Untertanen bald eine gütige Landesmutter und Wohltäterin. Obwohl selbst Mutter von 10 Kindern, fand sie immer Zeit, sich um Arme, Kranke und Einsame zu kümmern. Fast ihr ganzes Privatvermögen gab sie für soziale Einrichtungen aus (u.a. ließ sie das Elisabeth-Spital in München errichten), sie selber gönnte sich nur das Notwendigste zum Leben. Ihr Gatte, Herzog Wilhelm V., der sie bei ihren guten Werken unterstützte, sagte einmal: „Wollte man die Liebe malen, so müsste man ein Porträt der Herzogin anfertigen; denn in ihr sind alle Eigenschaften der Liebe vereint.“ Am 20. April 1601 machte sie mit ihrem Gatten eine Wallfahrt zur Muttergottes nach Altötting, um eine gute Sterbestunde zu erbitten. In der Gnadenkapelle wurde sie plötzlich von Fieber geschüttelt; zu Hause angekommen, fühlte sie sich wieder gesund. Doch in der Nacht vom 22. auf den 23. Mai 1602 entschlief sie für immer.
Irenäus von Noyon war (vor dem Jahr 170) aus Kleinasien als Glaubensbote nach Gallien gekommen. Im Jahr 178 wurde er zum Bischof (Vorsteher der Christengemeinde) von Lyon ernannt. Auf Irenäus, der auch ein bedeutender Kirchenschriftsteller war, geht die Missionierung weiter Teile Ostgalliens zurück. Er starb um 202 (als Märtyrer?).
Verena von Zurzach wirkte als Glaubensbotin in der Schweiz. Sie soll mit der Thebaischen Legion aus Ägypten nach Helvetien gekommen sein und war vermutlich Gattin oder Tochter eines christlichen Offiziers. Als die christlichen Soldaten - sie stammten aus der Landschaft Thebais in Ägypten - auf Befehl Kaiser Diokletians niedergemetzelt worden waren (siehe 22.9.), blieb die junge Frau in Helvetien, verkündete hier das Evangelium und lebte selbst ein christliches Leben vor. Sie kümmerte sich fürsorglich um Kranke und Notleidende und konnte durch ihre werktätige Nächstenliebe viele Helveter und Alemannen für das Christen-tum gewinnen. Nach dem Tod der Glaubensbotin um 350 wurde über ihrem Grab schon bald eine Kirche errichtet. Um 800 kam ein Kloster dazu, dessen Angehörige die immer zahlreicher werdenden Wallfahrer zur Grabstätte der Heiligen betreuten. Verena wurde schließlich zu einer der am meisten verehrten Heiligen der Schweiz. Sie ist Patronin der Pfarrhaushälterinnen, Ammen, der Fischer, Schiffer und Müller sowie Schutzheilige für Menschen in Not und für reichen Kindersegen
Als Märtyrer der Französischen Revolution starben am 2.September 1792 im aufgelassenen Kloster der Karmelitinnen in Paris u.a. 95 Geistliche, deren Namen bekannt sind. 21 weitere Priester wurden am selben Tag mit anderen "Saboteuren" in der aufgelassenen Abtei von Saint Germain von Milizsoldaten und fanatisiertem Pöbel mit Bajonetten erstochen. Am 3. September waren unter den im Lazaristen-Seminar in Paris Ermordeten 72 namentlich bekannte Priester und Ordensleute. Eine genauere Zahl der Opfer der "Säuberungen" lässt sich nicht ermitteln. Die Massaker, die in den folgenden Tagen fortgesetzt wurden, gingen in die Geschichte als die "Septembermorde" ein. René Nativelle, war ein junger Kaplan, der gerade seine erste Stelle in der Pfarre Argenteuil nahe Paris angetreten hatte, + 2.9.1792, Oliver (Olivier) Lefebvre arbeitete als Seelsorger im Krankenhaus "A Misericordia" in Paris, + 2.9.1792 Salomon Leclercq (Taufname: Nicolas), war Lehrer und Sekretär der Christlichen Schul-brüder in Paris, + 2.9.1792 Apollinaris Morel (Taufname: Jean-Jacques), ein gebürtiger Schweizer, war Vikar für die deutsche Bevölkerung (rund 5 000 Katholiken) in Paris, + 2.9.1792. Gilbert Fautrel war Seelsorger im Hospiz für Findelkinder in Paris, + 3.9.1792, Denis Duval arbeitete als Seelsorger im "Krankenhaus der Unheilbaren" in Paris, +3.9.1792. Anmerkung: Als Märtyrer der Französischen Revolution starben am 2.September 1792 im aufgelassenen Kloster der Karmelitinnen in Paris u.a. 95 Geistliche, deren Namen bekannt sind. 21 weitere namentlich bekannte Priester wurden am selben Tag mit anderen „Saboteuren“ in der aufgelassenen Abtei von Saint Germain von Milizsoldaten und fanatisiertem Pöbel mit Bajonetten erstochen. Die Massaker, die in den folgenden Tagen fortgesetzt wurden, gingen in die Geschichte als die „Septembermorde“ ein. Historisches: Am 10. August 1792 hatten die Massen aus den Pariser Vorstädten, weil die Lebensmittelpreise gestiegen waren, die Tuilerien erstürmt und die Schweizer Garde niedergemetzelt. König Ludwig XVI. hatte, um Blutvergießen zu vermeiden, die Einstellung des Feuers befohlen. Der König und seine Familie, Königin Marie Antoinette und die beiden Kinder, Kronprinz Ludwig und Prinzessin Marie Thérèse, wurden in das Staatsgefängnis, den Temple, gebracht. Der führende Organisator des Umsturzes war der Volkstribun Georges Danton. Um das Volk von der katastrophalen wirtschaftlichen Lage abzulenken, benötigte man Sündenböcke, und daher ordnete er die Verhaftung und Ermordung von „Saboteuren“ an. So wurden im August und September 1792 in ganz Frankreich alle Geistlichen, die den Eid auf die „Zivilkonstitution“ verweigert hatten, von den Revolutionären verhaftet und gemeinsam mit anderen Bürgern, die sich in irgendeiner Weise „verdächtig“ gemacht hatten, in die Gefängnisse eingeliefert. Da in den Kerkern von Paris schon bald keine Platz mehr war, wurden die Inhaftierten in während der Revolution geschlossene, leere Klöster gesteckt, die schnell zu provisorischen Gefängnissen umfunktioniert wurden. Auf Befehl von Innen- und Justizminister Georges Danton wurden in der Zeit von 2. bis 6. September etwa 1.600 „Volksfeinde“, unter ihnen rund 300 Geistliche, mit Säbeln, Gewehrkolben und Bajonetten in beispiellosen Massakern hingeschlachtet. Da man für die Bluttat zu wenige Soldaten auftreiben konnte, setzte man, gegen Bezahlung, aus den Gefängnissen entlassene Kriminelle ein. Aufgeputschter Straßenpöbel machte freiwillig bei dem Gemetzel mit.
René Goupil war als Arzt und Missionshelfer bei den Huronen in Kanada tätig. Im August 1642 fiel er gemeinsam mit Isaak Jogues (siehe 19.10.) und mehreren christlichen Indianern in die Hände der feindlichen Irokesen. Die beiden Missionare wurde grausam gequält; man peinigte sie mit brennenden Holzscheiten, verstümmelte ihre Hände und überließ sie der Tortur durch Frauen und Kinder. Nach mehrmonatiger Gefangenschaft wurde René Goupil am 26.September 1642 von einem Irokesenkrieger mit dem Tomahawk der Kopf gespalten, als dieser gesehen hatte, wie der Missionar einem Kind das Kreuzzeichen auf die Stirn drückte.
Renatus (Renato) war wahrscheinlich im 4./5.Jhdt Bischof von Sorrent und Neapel. Er wurde schon im 7. Jhdt in Süditalien verehrt, doch historische Nachrichten über ihn fehlen. Wahrscheinlich ist René (Renatus), Bischof von Angers (siehe 12.11.) mit Renatus von Sorrent identisch, von dem wohl nur Reliquien nach Frankreich gelangt waren.
Reinhold (Reinaud, Renauld, Rainald) wurde 1133 Abt der berühmten Abtei Citeaux (südlich von Dijon). Am 16.12.1150 starb er auf einer Visitationsreise in der Provence.