Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Rupert

27.03.

Rupert

Rupert, Abtbischof in Salzburg, + 27.3. um 720, siehe 24.9. Wetterregel: "Ist zu Rupert der Himmel rein, so wird er's auch im Juli sein."

StadtSalzburg

15.05.

Rupert

Rupert von Bingen (Pfalz), der Sohn der frommen Einsiedlerin Berta von Bingen (siehe 28.11.) errichtete nach einer Wallfahrt auf seinem Besitz ein Hilfswerk für Arme und Not-leidende und lebte selbst fortan als Einsiedler. Er starb, erst 20 Jahre alt, um 732 an "Fieber".

StadtBingen
BesonderheitenEinsiedler Sozialengagement

24.09.

Rupert

Rupert von Salzburg ist einer der bedeutendsten österreichischen Heiligen. Er stammte aus Worms in der heutigen Pfalz und war um 700 in das damals zu Bayern gehörende Gebiet an der Salzach gekommen. Schon 200 Jahre früher hatte hier in den Donauprovinzen des Römischen Reiches das Christentum Fuß gefasst, doch in den Wirren der Völker-wanderungszeit wurde alles wieder zunichte gemacht. In den Ruinen der Römerstadt Iuvavum gründete Rupert nun das Männerkloster St. Peter, das älteste Kloster auf österreichischem Boden, und das Frauenkloster auf dem Nonnberg, als dessen erste Äbtissin er seine Nichte Erentrudis (siehe 30.6.) einsetzte. Als Glaubensbote entfaltete Rupert bei den meist noch heidnischen Bayern mit seinen Begleitern eine überaus segensreiche missionarische Tätigkeit. Vom Bayernherzog bekam er das, was vom römischen Iuvavum übrig geblieben war und dazu einen Teil der Salzquellen geschenkt, damit die Bewohner auch eine wirtschaftliche Existenzgrundlage haben sollten. Der erfolgreiche Bayernmissionar wurde schließlich zum ersten Bischof von Salzburg ernannt, das aus den Ruinen des alten Iuvavum langsam entstanden war. Um das Jahr 720 (an einem 27.März) ging Ruperts erfolgreiches Leben zu Ende. Am 24. September 774 wurden seine sterblichen Überreste in den Salzburger Dom übergeführt. Ruperts Bedeutung für Salzburg ist kaum hoch genug einzuschätzen. Daher wurde er auch zum Patron von Land und Erzbistum Salzburg erwählt und schließlich auch zum Patron des Salzbergbaus, der seiner Stadt den Namen gegeben hat.

StandBischof
StadtSalzburg

30.10.

Rupert

Rupert Meyer, 1876 als Sohn einer kinderreichen Kaufmannsfamilie in Stuttgart geboren, war in den Jesuitenorden eingetreten. Als Divisionspfarrer wurde er in den Ersten Weltkrieg eingezogen, aus dem er als Invalide mit einem zerschossenen Bein zurückkehrte. In den Kämpfen an der Somme setzte er sich mehr als irgendein ein anderer der Lebensgefahr aus, um schwer Verwundeten und Sterbenden beistehen zu können. Jeder wunderte sich, dass der Priester den Fronteinsatz überlebte. - Nach dem Kriegsende rettete er in seiner Münchner Pfarre viele vor dem Verhungern, half mit Unterstützung wohltätiger Privatleute und auch der Behörden, die er ständig mit seinen Anliegen bestürmte, mit Kartoffeln, Kohlen, Kleidung oder Freitischen aus. - Er scheute nicht davor zurück, während der Zeit der Räterepublik, in Priesterkleidung und unter Lebensgefahr, Versammlungen der Kommunisten zu besuchen und sich dort zu Wort zu melden, auch wenn die tobende Menge ihn niederschrie und bedrohte. Hand an ihn zu legen, wagte niemand, weil man wusste, wie populär der Armeleute-Priester gerade beim einfachen Volk war. In der Zwischenkriegszeit war Pfarrer Meyer vor allem in der Männerseelsorge tätig und predigte und predigte. Man schätzt die Zahl seiner Predigten auf etwa 70 in einem Monat. Unerschrocken wie vorher gegen den Kommunismus trat er nach der Machtübernahme auch gegen den Nationalsozialismus auf. Doch schon bald, bereits 1937, wurde er von der GeStaPo verhaftet und ins KZ Sachsenhausen eingewiesen. Von den Amerikanern aus dem KZ befreit, kehrte er in aller Stille nach München zurück. Wie früher predigte er Abend für Abend, doch abgezehrt und nur noch ein Schatten seiner selbst. Während er am Allerheiligentag 1945 gerade eine Messe las, brach er bewusstlos am Altar zusammen. Wenige Stunden später war sein irdisches Leben beendet

StadtMnchen Stuttgart
Besonderheiten20. Jahrhundert

01.11.

Rupert

siehe 30.10.

Datum: 16.09.

16.09.

André

André Kim war der erste einheimische Priester in Korea. Er missionierte in seiner Heimat unter ständiger Lebensgefahr. Schon bald wurde er gefangen genommen und am 16. September 1846 unter grausamen Martern ermordet. Er war erst 25 Jahre alt.

BesonderheitenMärtyrer

16.09.

Cornelius

Cornelius, Papst, bestieg im Jahr 251 den Stuhl Petri. Obwohl er von einer starken Mehrheit gewählt worden war, konnte er nicht verhindern, dass eine kleine, aber mächtige Minderheit einen Gegenpapst, es war dies der zweite in der Geschichte, aufstellte. Doch schon nach kurzer Zeit hatte sich Cornelius, der im Streit um die Bußpraxis von abge-fallenen Christen (- d.s. solche, die aus Angst vor den Martern ihren Glauben verleugnet und den Göttern geopfert hatten) eine milde und vergebende Haltung vertrat, Anerkennung verschafft. Nach nur knapp zwei Jahren Amtszeit wurde Papst Cornelius von Kaiser Gallus während einer neuerlichen Christenverfolgung verhaftet und in die Verbannung geschickt, wo er am 14.September 253 an den erlittenen Quälereien und Demütigungen starb. Cornelius ist Patron des Hornviehs (latein. cornu = Horn) und der Landwirtschaft sowie Schutzheiliger gegen Ohrenleiden, Krämpfe, Nervenleiden und Epilepsie. Da Teile der Reliquien des Papstes in die Abtei Cornelimünster am Niederrhein kamen, war seine Verehrung in den Niederlanden und in Nordwestdeutschland besonders groß.

StandPapst
StadtRom

16.09.

Cyprian (Zyprian)

Cyprian, Bischof von Karthago, war einer der bedeutendsten Kirchenschriftsteller der Frühkirche. Dabei war er erst als Erwachsener (im Jahr 248) Christ geworden. Er ließ sich zum Priester weihen und wurde bald darauf zum Bischof von Karthago, und damit zum Oberhaupt der nordafrikanischen Kirche, gewählt. Während der Christenverfolgung unter Kaiser Decius konnte er seine Gemeinde nur von einem Versteck aus leiten. Er durfte zwar vorübergehend in seine Bischofsstadt zurückkehren, wurde aber zuletzt am 14. September 258 in Karthago enthauptet. Bauernregel: "Um Sankt Cyprian zieht man oft schon Handschuh' an."

LandAfrika
StandBischof
StadtKarthago
BesonderheitenMärtyrer

16.09.

Edith (Edgitha, Editha)

Edith (Edgitha) von Wilton war die Tochter von König Edgar. Als ihr Bruder ermordet worden war, sollte sie Königin werden. Sie lehnte dieses Ansinnen jedoch ab, denn sie lebte lieber in der Stille des Klosters. Sie starb, erst 33 Jahre alt, am 16.September 984.

16.09.

Ludmilla (Milena, Milla)

Ludmilla, Herzogin in Böhmen (Milla, Milena), wurde gemeinsam mit ihrem Gatten Boriwoj vom Slawenapostel Methodius (siehe 14.2.) für den christlichen Glauben gewonnen. Ihren Enkel Wenzel, den späteren Heiligen (siehe 28.9.) erzog sie nach christlichen Wertvorstellungen. Doch ihre Schwiegertochter Drahomira war eifersüchtig auf die beim Volk beliebte Herzogin und hasste Ludmilla wegen ihres Einflusses auf den minderjährigen Sohn. Daher ließ die der alten slawischen Götterreligion anhängende junge Herzogin die Schwiegermutter am 15.September 921 erdrosseln. (traditionell und als Bistumsheilige Gedenktag am 16.9., sonst auch am 15.9.) Wetterregeln: "Sankt Ludmilla, das fromme Kind, bringt gerne Regen und viel Wind." - "Ludmilla will oft nicht artig sein und bringt viel Wind und Regen herein."

StandAdel
BesonderheitenGewaltopfer