Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Seb

20.01.

Sebastian

Sebastian, einer der volkstümlichsten Heiligen, soll ein junger Offizier der kaiserlichen Leibgarde in Rom gewesen sein. Als der Christenhasser Diokletian eines Tages erfuhr, dass der von ihm geschätzte Soldat ein Christ war, ließ er ihn verhaften, an eine Säule binden und von Bogenschützen mit zahllosen Pfeilen durchbohren. Als tot liegengelassen, wurde der noch Lebende von der christlichen Witwe Irene (siehe 21.2.) geborgen und gesundgepflegt. Als der tot Geglaubte später mutig vor den zutiefst erschrockenen Kaiser hintrat und ihn wegen seines grausamen Vorgehens gegen die Christen anklagte, wurde er in den Circus, die Rennbahn von Rom, abgeführt und von ehemaligen Soldatenkollegen mit Stöcken zu Tode geprügelt. Sebastian ist Patron der Sterbenden, gegen die Pest, Schutzheiliger der Eisenhändler, Töpfer, Zinngießer, Gerber, Soldaten und Kriegsinvaliden. + 20.1.288. Bauernregel: "Wenn am Baum anklopft der Bastl, steigt der Saft schon in die Astl." "Sebastian, je kälter und heller, Scheunen und Fässer desto völler."

StandSoldat
StadtRom
BesonderheitenMärtyrer

31.01.

Eusebius

Eusebius, ein irischer Mönch, kam nach St.Gallen, wo er mehrere Jahre im Kloster lebte. Weil er lieber in der Einsamkeit Gott dienen wollte, ließ er sich auf dem Viktorsberg bei Rankweil (Vorarlberg) nieder, wo er von den Bewohnern, denen er geistliche und leibliche Hilfe gewährte, hoch verehrt wurde. + 31.1.884. Wetterregel: "Friert es auf Eusebius im Märzen Kälte kommen muß."

BesonderheitenEinsiedler

25.02.

Sebastian (Bastián)

Sebastian (Bastián) ab Apparitio, Sohn armer spanischer Bauersleute, arbeitete als Taglöhner in Salamanca. Um die alten Eltern besser unterstützen zu können und um der Armut zu entgehen, wanderte er nach Mexiko aus, wo er als Kaufmann ein beträchtliches Vermögen erwerben konnte. Da er trotz zweier Ehen kinderlos geblieben war, verschenkte er, als er 70 Jahre alt geworden war, seinen gesamten Besitz an arme Familien und wurde Franziskanermönch. + 25.2.1600.

Besonderheiteneinfache, arme Leute

02.08.

Eusebius

Eusebius, der erste Bischof von Vercelli (Piemont), kam von der Insel Sardinien. Er war ein konsequenter Kämpfer gegen Irrlehren. Wegen seiner ablehnenden Haltung gegenüber den Arianern, die am römischen Kaiserhof großen Einfluss gewonnen hatten, wurde er, schon 71 Jahre alt, nach Palästina verbannt und durfte erst nach sieben Jahren in seine Diözese zu-rückkehren. Hier soll er zuletzt von Arianern gesteinigt worden sein. Eusebius führte als erster abendländischer Bischof für seinen Klerus das gemeinsame Leben ("vita communis") ein. Die Geistlichen lebten in einer halb klösterlichen Gemeinschaft. + 1.8.371.

StandBischof
BesonderheitenReformer

19.08.

Sebald

Sebald war im 8. Jhdt als Glaubensbote nach Ostfranken gekommen. Woher der Missionar stammte, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Sicher ist nur, dass er vor allem in und um Nürnberg predigte, wo er auch starb und begraben wurde. Über seinem Grab wurde die Sebaldus-Kapelle errichtet. Bauernregel: "Regnet es an Sankt Sebald, nahet teure Zeit schon bald."

StadtNürnberg