Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Thekla

23.09.

Thekla

Thekla von Ikonion (heute Konye/Türkei) gilt der Überlieferung nach als Erzmärtyrin, d.h. als erste christliche Märtyrin, weil sie mehrmals gemartert wurde. Wahrscheinlich starb sie aber zuletzt einen friedlichen Tod. Sie war eine Schülerin des Apostels Paulus, von dem sie getauft worden war. Bald wurde sie als Christin zum Feuertod verurteilt. Als aber plötzlich und völlig unerwartet ein heftiger Regenguss einsetzte und das Feuer zum Erlöschen brachte, ließen sie die erschrockenen Peiniger frei. In der Folge begleite die junge Frau den Apostel Paulus auf seinen Missionsreisen. Ein zweites Mal soll Thekla wegen ihres Bekenntnisses zum Christentum zum Tode verurteilt worden sein. Es wird berichtet, man habe sie wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen, die sie aber nicht anrührten. Thekla ist eine jener Frauen, die in der Frühzeit des Christentums bei der Verkündigung der Frohbotschaft aktiv mitgewirkt haben. In der Ostkirche ist die „Erzmärtyrin“ eine der meist verehrten Heiligen. Thekla ist Schutzheilige der Sterbenden, gegen Augenleiden, Feuersgefahren und gegen die Pest.

BesonderheitenMärtyrerin

28.09.

Thekla

Thekla, Äbtissin von Kitzingen, + um 790, siehe 15.10.

15.10.

Thekla

Thekla, Äbtissin von Kitzingen, war auf Wunsch des Winfried Bonifatius aus England gekommen, um bei der Missionierung Deutschlands mitzuhelfen. + um 790.

Datum: 23.02.

23.02.

Polykarp

Polykarp, wurde vom Apostel Johannes zum Bischof von Smyrna (Izmir/Türkei) eingesetzt. Nach seiner Rückkehr von einer Reise zu Papst Anicet nach Rom (156) forderte der heidnische Pöbel seiner Stadt den Tod des alten Mannes. Der 86-Jährige wurde zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Im Amphitheater sollte er vor einem sensationsgierigen Publikum öffentlich verbrannt werden. Doch die Flammen verletzten den Bischof nicht, und deshalb wurde er erstochen. Die Beschreibung seines Martyriums, die noch in seinem Todesjahr verfasst wurde, ist der älteste Bericht über das Schicksal eines christlichen Märtyrers. + 23.2.156. Polykarp ist Schutzheiliger gegen Ohrenschmerzen und Ohrenkrankheiten.

StandBischof
StadtIzmir (Smyrna)
BesonderheitenMärtyrer

23.02.

Raffaela (Raphaela, Rafaela)

Raffaela Ybarra de Villalonga gründete in der spanischen Stadt Bilbao aus eigenen Mitteln die Kongregation "Asyl der Heiligen Familie" für die Betreuung von Frauen und Mädchen, die Hilfe benötigten. Über die Probleme misshandelter oder verstoßener Ehefrauen wurde damals in der Öffentlichkeit ebenso wenig gesprochen wie über das trostlose Leben alleinstehender mittelloser Frauen und Mädchen. + 23.2.1900.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement 20. Jahrhundert

23.02.

Romana (Romina)

Romana soll die Tochter eines hohen Staatsbeamten gewesen sein. Die christliche römische Jungfrau floh aus dem Elternhaus, um ihre Jungfräulichkeit zu bewahren und einer aufgezwungenen Heirat mit einem von ihr abgelehnten Mann zu entgehen. Viele Jahre verbrachte sie als Einsiedlerin in einer Felsenhöhle bei Todi in Umbrien. + um 335. (Romina).

StadtTodi
BesonderheitenEinsiedlerin

23.02.

Willigis

Willigis war als Sohn einer Handwerkerfamilie - der Vater soll Wagner gewesen sein - zur Welt gekommen. Auf Empfehlung des Bischofs von Meißen wurde der junge Geistliche 970 Erzieher des 15-järigen späteren Kaisers Otto II. Wegen seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten und seiner Vertrauenswürdigkeit wurde Willigis 975 zum Erzbischof von Mainz und zum Erzkanzler des Reiches, und schließlich zum päpstlichen Vikar für Deutschland ernannt. Der Bischof aus dem Handwerkerstand wurde immer mehr zum klugen und uneigennützigen Berater der kaiserlichen Familie. 996 zog er mit dem jungen Kaiser Otto III. (Kaiser Otto II. war bereits 983 gestorben) nach Rom, wo Bruno von Kärnten zum Papst gekrönt wurde (Als Gregor V. war dieser der erste „deutsche Papst“). - Willigis förderte verantwortungsbewusste Kleriker, war ein bedeutender Staatsmann, der stets um ein ausgewogenes Machtverhältnis zwischen Staat und Kirche bemüht war, der die Armut bekämpfte, das Schulwesen ausbaute und sich um die Zucht in den Klöstern sorgte. Seine ganze Kraft hat er dem Kaiserhaus und dem Reich zur Verfügung gestellt. Zu Recht wurde ihm daher der Ehrentitel „Vater des Reiches“ verliehen. + 23.2.1001.

StandBischof
StadtMainz
Besonderheiteneinfache, arme Leute