Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Verona

04.02.

Veronika (Veronica, Vera, Véronique, Frauke, Verona, Veruschka)

Veronika von Jerusalem soll eine Jüngerin Jesu und eine jener frommen Frauen gewesen sein, die ihn auf seinem Leidensweg begleitet haben. Die Legende erzählt, sie habe Jesus auf dem Kreuzweg ihr Schweißtuch gereicht, in das er das Bild seines gequälten Antlitzes einprägte. In der sechsten Station des Kreuzwegs heißt es: „Jesus drückt sein Antlitz in den Schleier der Veronika ein.“ Das Tuch, das viele Wunder bewirkt haben soll, kam 707 nach Rom und wurde im Petersdom aufbewahrt. Durch die große Beliebtheit der Passionsspiele im Mittelalter wurde Veronika zu einer populären Heiligen. – Veronika wird als Schutzheilige bei schweren Verletzungen und Blutungen sowie für eine glückliche Sterbestunde angerufen. Außerdem ist sie Patronin der Pfarrhaushälterinnen, der Weißnäherinnen, Wäscherinnen, Leinenweber und Leinenhändler.

BesonderheitenBiblische Gestalt

09.07.

Veronica (Veronika, Verona, Frauke, Vera, Véronique, Veruschka)

Veronika Giuliani war im Jahre 1676 mit 16 Jahren in das Kapuziner-Kloster in Città di Castello nördlich von Perugia (I) eingetreten und dort 1694 Novizenmeisterin geworden. Am Karfreitag des Jahres 1697 empfing sie an ihrem Körper die Wundmale des Gekreuzigten, die ihr qualvolle Schmerzen bereiteten. Vergeblich versuchte sie, die Stigmata vor den Mitschwestern geheim zu halten, doch nun begann für Veronika ein richtiger Leidensweg. Die Ordensfrau musste sich den schwersten Prüfungen unterwerfen, ihr Amt zurücklegen und wurde wie eine Betrügerin behandelt. Alle Demütigungen, so berichtete der Bischof an das Offizium, ertrage sie aber mit unbeschreiblicher Gelassenheit, nie habe sie ihr fröhliches Wesen verloren. Erst nach Jahren wurden die Stigmata offiziell anerkannt. Nun wurde die vorher so verachtete Schwester zur Äbtissin gewählt und von allen mit Ehrfurcht behandelt. - Am 9 .Juli 1727 ging sie, nach einem Leben voller Höhen und Tiefen, ins ewige Leben ein. - Veronika ist Schutzheilige gegen Verleumdungen.

BesonderheitenMystikerin

29.08.

Verona

Verona war die fromme Tochter König Ludwigs des Deutschen. An ihrem Grab entsprang eine Quelle, die Fieberkranken geholfen haben soll. + um 900.

StandAdel
Datum: 24.08.

24.08.

Amadeus

Amadeus, Bischof von Lausanne, + 24.(27.?) 8.1159, siehe 30.8.

24.08.

Bartholomäus

Bartholomäus, der Apostel, hieß wahrscheinlich mit ursprünglichem Namen Nathanael und stammte aus Kana in Galiläa. Er war durch den Apostel Philippus zu Christus gekommen, der den neuen Jünger mit den Worten empfing: „Seht, ein wahrer Israelit, an dem kein Falsch ist.“ Nach Jesu Tod und Auferstehung zog der Apostel als Wanderprediger durch Armenien, Mesopotamien und Indien. Berühmt wurde er vor allem durch seine Fähigkeit, „Besessene“ zu heilen. So soll die Tochter des Königs von Armenien durch ihn wieder gesund geworden sein, was dazu führte, dass die ganze armenische Königsfamilie christlich wurde (Die Armenier waren das erste Volk, das in seiner Gesamtheit christlich wurde). Doch Bartholomäus starb als Märtyrer. Die heidnische Partei unter der Führung des Bruders des Königs ließ den Apostel gefangen nehmen und zur „persischen Todesstrafe“ verurteilen: Bei lebendigem Leib wurde ihm die Haut abgezogen, dann wurde er gekreuzigt. Das Jahr seines Todes lag um die Mitte des 1. Jhdts. Der Apostel ist Patron des Bistums Lüttich, der Metzger, Schneider, Buchbinder, Bauern, Winzer, Hirten, Sattler, Gerber, Schuhmacher, Stuckateure und Helfer gegen Zuckungen und Nervenkrankheiten. Historisches: Traurige Berühmtheit erlangte die Bartholomäusnacht des Jahres 1572, auch „Pariser Bluthochzeit“ (Vermählung des Calviners Heinrich von Bourbon und Navarra mit Marguerite Valois, der Schwester des katholischen Königs Karl IX.) genannt, in Frankreich. Etwa 2.000 Hugenotten (Protestanten) wurden auf Befehl der Königsmutter Caterina von Medici, die sich übergangen fühlte und um ihren Einfluss fürchtete, in Paris - und am folgenden Tag in ganz Frankreich - ermordet. Die Gründe dafür waren weitgehend politischer Natur. Bauernregeln: "Sankt Bartholomä treibt das Korn in die Höh'." "Wie sich das Wetter am Bartheltag stellt ein, so soll es den ganzen September sein." "Bartholomä, wer Korn hat, der säe, wer Gras hat, der mähe, wer Hafer hat, der reche, wer Äpfel hat, der breche." "Zu Sankt Bartholomä geht man im Sommer in die Kirche und im Herbst wieder hinaus." "Bartholomäus pflücket die Nuß." "Am Bartheltag bau's Korn, und warte nicht bis morg'n." - "Bartholomä, wenn's regnet, o weh." "Bleiben Störche und Reiher noch nach Bartholomä, dann kommt ein Winter, der tut uns nicht weh."

BesonderheitenBiblische Gestalt Märtyrer

24.08.

Emilia (Emilie, Emily, Milena, Milla)

Emilia de Vialar war ein Mädchen aus einer reichen und angesehenen Familie im Städtchen Gaillac in Südfrankreich. Als sie nach der Ausbildung in einem Mädchenpensionat nach Hause zurückgekehrt war, wurde ihr Elternhaus bald zum Sammelpunkt für Arme und Kranke. Aus dieser Sorge um die Bedürftigen entwickelte sich der Orden der "St.Josephs-Schwestern", die sich besonders der Armen und Kranken annehmen und heute hauptsächlich in Afrika und Indien tätig sind. + 24.8.1856.

BesonderheitenSozialengagement

24.08.

Johanna-Antida (Jeanne-Antide)

Johanna-Antida (Jeanne-Antide) Thouret war 1788 in Paris Vinzentiner-Schwester gewor-den. 1795 musste sie vor der Französischen Revolution in die Schweiz fliehen, um ihr Leben zu retten. Am Bieler See arbeitete sie dann als Lehrerin. 1799 gelang es ihr, nach der Rück-kehr in die Heimat, in Besançon (Franche Comté) ein Haus zu erwerben und eine Kongre-gation zu gründen, die sich karitativen Werken und der Mädchenerziehung widmen sollte. Dabei fand die Ordensfrau sogar die Unterstützung von Letizia Buonaparte, Napoleons Mutter. In Neapel, wo sie ein weiteres Ordenshaus errichtet hatte, starb Mutter Thouret nach einem erfüllten Leben im Dienste der Mitmenschen am 24. August 1826.

BesonderheitenSozialengagement

24.08.

Michaela (Miguela)

Michaela (Miguela) Desmaisières, 1809 als Tochter eines Grafen in Madrid geboren, zeigte schon als Kind, wie sehr ihr Leid und Not anderer Menschen zu Herzen gingen. Das Mitleid mit dem Nächsten sollte auch für die erwachsene Frau der Anstoß für ihr Handeln sein. So gründete die sozial denkende Gräfin in Madrid 1845 ein Haus für "gefallene" und gefährdete Mädchen und rief die Kongregation "Dienerinnen des Heiligsten Sakraments" ins Leben. Sie selbst opferte sich regelrecht auf im Einsatz für Gestrauchelte und Außenseiter, wofür sie (wegen ihres "fragwürdigen Umgangs") oft nur beschimpft, verleumdet und auch verachtet wurde. Sie starb am 24.August 1865 in Valencia während einer Choleraepidemie.

StandAdel
StadtMadrid
BesonderheitenSozialengagement