Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Werner

18.04.

Werner

Werner war ein charismatischer Prior der Zisterzienserabtei Himmerod in der Eifel, der schon zu Lebzeiten wie ein Heiliger verehrt wurde. Er starb an einem 18.April (?) im 12. Jhdt. Historischer Exkurs Bekannter geworden als der Kölner Ordensmann ist Werner von Oberwesel, dessen am 18. oder 19.April gedacht wurde. Er war ein erst 14 Jahre alter Taglöhner, der sich als Weingartenarbeiter sein Brot verdienen musste. Um Ostern 1287, es soll der 18.oder 19. April gewesen sein, wurde der allseits beliebte, sympathische junge Mann in einem Weingarten bei Bacharach am Rhein ermordet aufgefunden. Niemand konnte sich vorstellen, warum die Mordtat geschehen war. Am wahrschein-lichsten war zwar, dass der junge Bursche von herumziehenden Vagabunden erschlagen worden war. Aber bald ging das Gerücht um, so berichtet zumindest eine spätere Legende, die Juden aus dem benachbarten Oberwesel hätten den Knaben als "Ritualopfer" für das bevorstehende Passahfest getötet, da sie für die Feier das Blut eines unschuldigen Christenkindes benötigt hätten. - Merk-würdig ist aber, dass in der kurz nach 1300 verfassten "Gesta Treverorum" im Bericht von Werners Tod von einem Ritualmord überhaupt nicht die Rede ist und dieses Motiv erst Jahrzehnte später in einer breit ausgeschmückten Werner-Legende aufscheint. Weiters ist nicht uninteressant, dass eine andere Version berichtet, der junge Landarbeiter sei seiner Frömmigkeit wegen vom Dienstgeber, einem zutiefst religionsfeindlichen Mann, verspottet und zum Schluss sogar erschlagen worden. Den Leichnam habe man dann, um die Aufklärung des Totschlags zu erschweren, auf das Feld gebracht. - Obwohl der junge Weingartenarbeiter aus dem Hunsrück offiziell nie selig gesprochen wurde, verehrte ihn das Volk wie einen Heiligen.

19.04.

Werner

Werner von Oberwesel, Taglöhner, + 18./19.4. 1287, siehe 18.4.

04.06.

Werner

Werner von Ellerbach war der erste Abt des Klosters Wiblingen nahe Ulm in Schwaben. + 4.6.(?) 1126.

01.10.

Werner

Werner, Abt von Wilten bei Innsbruck, wirkte durch seinen starken apostolischen und karitativen Einsatz beispielgebend für seine Mitbrüder und wurde schon zu Lebzeiten wie ein Heiliger verehrt. + 1.10.1332.

BesonderheitenSozialengagement
Datum: 22.02.

22.02.

Kathedra Petri (Petri Stuhlfeier) ist das Gedenken an die Einsetzung des Apostels Petrus zum Bischof von Rom (und zuvor zum Bischof von Antiochia). Das Fest ist schon für das Jahr 354 bezeugt. Lostagsregeln: „Wenn ‘s friert auf Petri Stuhlfeier, so friert ‘s noch vierzehnmal heuer.“ „Die Nacht von Petri Stuhlfeier zeigt an, was 40 Tag’ wir für Wetter ha’n.“

22.02.

Isabella (Elisabeth, Isabeau, Isabelle)

Isabella (Elisabeth, Isabeau), die Schwester König Ludwigs IX. von Frankreich, gründete in der Nähe ihres Hauses in Paris-Longchamp ein Kloster und führte als Klarissin ein strenges Büßerleben. + 22.2.1270.

StandAdel
BesonderheitenBüßerin

22.02.

Marald (Marold); Maralda (Mara)

Marald (Marold), Laienbruder im Kloster Indersdorf (Bayern), fiel seine Arbeit als "Sammelbruder", die er nicht aufgeben wollte, immer schwerer. Eines Tages fand man den alten Mann, vor einem Weggkreuz kniend, tot auf. Er war an Erschöpfung gestorben. +1172.

22.02.

Margarita (Margaretha, Margarete)

Margarita (Margherita, Margareta) von Cortona, ein bildhübsches Mädchen, dessen Eltern Bauern waren, lebte als Mätresse mit einem jungen Grafen, der sie wegen des Standesunterschiedes nicht heiraten durfte, zusammen. Als ihr Geliebter von Wegelagerern ermordet worden war und sie vor seinem entstellten Leichnam stand, wurde ihr die Vergänglichkeit des Lebens bewusst. Innerlich vollkommen verändert, trat sie in ein Kloster ein und führte fortan ein Leben der Buße und des Dienstes am Nächsten. + 22.2.1297.

StandAdel
BesonderheitenBüßerin