Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Stand: Ehefrau Mutter

03.04.

Dorothea (Dorotea)

Dorothea (Dorotea) Copitea lebte in Barcelona und war eine vorbildliche Mutter und Gattin, die sich für ihre Familie aufopferte. + 3.41891. ehemals: Christian von Galatien: Bauernregel: „Sankt Christian fängt zu säen an.“ „Wer an Christian säet Lein’, bringt schönen Flachs in seinen Schrein.“

StadtBarcelona

30.04.

Rosamunde

Rosamunde fand in ihrem Beruf als Mutter und Gattin die Erfüllung. Als die Kinder dem Elternhaus entwachsen und der Mann gestorben war, lebte sie als Einsiedlerin in einer Klause bei Vernion an der Seine bis zu ihrem Tod um das Jahr 1100. Im ehemaligem Kalender: Walpurga von Heidenheim (Walpurgisnacht): Wetterregel: "Regen auf Walpurgisnacht hat immer ein gutes Jahr gebracht." - "Um Sankt Walpurgis fährt der Saft in die Birken." (Nach altem heidnischen Glauben gaben sich in dieser Nacht auf dem Blocksberg im Harz Hexen und Zauberer ein Stelldichein. Literarisch wurde die Walpurgisnacht u.a. durch Johann Wolfgang Goethe in seinem Drama "Faust" verewigt. - Nach altem Volksglauben sollten Lärm und allerlei Unfug in der Walpurgisnacht die bösen Geister aus Stall und Feld vertreiben.)

BesonderheitenEinsiedlerin

09.06.

Anna Maria (Annemarie, Annamaria)

Anna-Maria Taigi wurde 1769 in der Stadt Siena in der Toskana geboren. Sie stammte aus einfachen Verhältnissen, heiratete, zog in ihrer kleinen, nur zwei Zimmer umfassenden Wohnung sieben Kinder groß, war ihrem Mann eine großartige Lebensgefährtin und trotz der ärmlichen Verhältnisse, mit denen sie zurecht kommen musste, eine zufriedene Hausfrau und Mutter. Ihre bescheiden-sympathische und freundlich-heitere Art wirkten wohl-tuend auf die gesamte Umgebung. hr Haus war ständig voll mit Besuchern; die kluge Frau war "jedermanns Trost", jeder konnte sich bei ihr aussprechen, jedem hörte sie zu. So war es nicht verwunderlich, dass man ihr nachsagte, sie könne Kranke heilen. Dass gerade dieser einfachen und bescheidenen Frau immer wieder mystische Erlebnisse zuteil wurden und sie zukünftige Ereignisse voraussah, ahnte lange Zeit niemand. Am 9. Juni 1837 starb die Frau nach einer langen, schmerzvollen Krankheit., ohne dass sie jemals Verbitterung gezeigt hätte. (Annemarie, Annamaria)

Besonderheiteneinfache, arme Leute Mystikerin

16.06.

Julietta (Julitta)

Juli(e)tta von Ikonion (heute Konye,Türkei) wurde von den Christenverfolgern gekreu-zigt. Ihrem dreijährigen Söhnchen Cyrikos wurde vor den Augen der Mutter auf den Stufen der Kopf zerschmettert. + um 305.

BesonderheitenMärtyrerin

24.06.

Reingard

Reingard (Reingardis) war eine liebevolle Gattin und Mutter. (u.a. war sie die Mutter des berühmten Dichters und theologischen Schriftstellers Petrus Venerabilis, des Abtes von Cluny) Von den Menschen ihrer Umgebung wurde sie wegen ihrer Herzlichkeit und ihres bescheidenen Wesens geliebt und geachtet. Als Witwe trat sie in das Kloster Marigny in Burgund ein, wo sie am 24. Juni 1135 zur ewigen Ruhe einging

25.06.

Dorothea

Dorothea von Montau stammte aus einer wohlhabenden Bauernfamilie in Ostpreußen. Sie hatte mit 16 Jahren geheiratet, war Mutter von neun Kindern geworden und hatte die Wundmale Jesu empfangen. Als ihr Mann gestorben und die Kinder schon erwachsen waren, ging die 44-jährige nach Marienwerder, wo sie sich am Dom als Reklusin eine Zelle einrichtete. Hier wurde sie im Laufe der Zeit zur Seelenführerin und Beraterin unzähliger Menschen. Körperliche und seelische Leiden sah sie immer als Prüfungen Gottes an. - Die Bauersfrau wurde schließlich zur Patronin von Preußen erhoben

BesonderheitenMystikerin

23.07.

Birgitta (Brigitta, Birgit, Britta, Gitta, Birte) und Birger

Brigitta (Birgitta) von Schweden (Birgit, Britta), 1303 als Tochter des Landvogts Birger Pederson geboren, wurde als Hofmeisterin in die Residenz von König Magnus Erikson berufen. Vorbehaltslos sagte sie dem Landesherrn jederzeit ihre Meinung, kritisierte die Verschwendungssucht, das Raubritterunwesen, die Grausamkeit der Vögte bei der Steuer-eintreibung u.v.a. Da sie mit prophetischen Gaben ausgestattet war, hörte der Monarch oft auf sie. Doch als sie einen Angriffskrieg gegen Russland verhindern wollte, kam es zum Bruch. - Nach dem Tode ihres Gemahls rief Brigitta den "Erlöserorden" ins Leben. In Vadstena entstand das erste Kloster. Dann ging sie nach Rom und bemühte sich vergebens, den Papst zur Rückkehr aus Avignon zu bewegen. Die Frau, die niemanden und nichts fürchtete, erregte in Rom ihrer Aussagen und ihres mutigen Auftretens wegen bald großes Aufsehen. Brigitta wollte überall versöhnen, aber auch aufrütteln. Ihre Freigebigkeit war so groß, dass ihr Vermögen so weit zusammenschmolz, dass sie gerade noch den Unterhalt für sich selbst bestreiten konnte. Noch mit 70 Jahren unternahm sie, begleitet von ihrer Tochter Karin (Katharina von Schweden siehe 24.3.) und ihrem Sohn Birger, eine Pilgerfahrt nach Jerusalem. Auf Cypern hielt sie auf den Stufen der Kathedrale eine gewaltige Rede und sagte Königin Eleonora und dem sündigen Volk den Untergang voraus (Die Insel wurde bald von Genua, dann von den Türken erobert). In Neapel rief sie die exkommunizierte Königin Giovanna vergeblich zur Umkehr auf (Diese fand bald darauf im Kerker ein schreckliches Ende). Brigitta hatte die Menschen, vor allem hochgestellte Persönlichkeiten, immer wieder gewarnt, ihre Voraussagen waren auch immer wieder eingetroffen, doch kaum jemand hatte auf ihre Warnungen gehört. - Die große Kämpferin starb am 23. Juli 1373 in Rom. - Auch im protestantischen Schweden ist die ungewöhnliche Frau noch Schutzheilige des Landes. Außerdem ist sie Patronin der Pilger und gilt als Fürsprecherin für einen friedlichen Tod

BesonderheitenOrdensgründerin

27.08.

Monika

Monika war die Mutter des hl Augustinus, des großen Kirchenlehrers, und lebte mit ihrer Familie in der römischen Provinz Numidien in Nordafrika. Sie selbst war Christin, ihr Mann ein heidnischer Beamter, der sich erst auf dem Sterbebett taufen ließ. Voll Stolz verfolgte die Mutter den erfolgreichen Studiengang ihres Sohnes. Aber wegen seines unchristlichen, ziel- und haltlosen Lebenswandels war sie immer mehr von großer Sorge erfüllt. Sie folgte ihm nach Rom und Mailand und sah in seiner Bekehrung und Taufe (In der frühchristlichen Zeit wurde man erst als Erwachsener getauft) schließlich die Erfüllung ihrer Gebete. Auf der Rückreise in ihre Heimat nach Nordafrika starb sie (387). So war es der treu sorgenden Mutter nicht mehr vergönnt, den Aufstieg ihres Sohnes zum großen Philosophen und Kirchenlehrer mitzuerleben. Monika, deren Sohn Augustinus immer im Mittelpunkt ihres Lebens gestanden war, wurde zur Patronin der Mütter erhoben und ist Schutzheilige für die Errettung in die Irre geleiteter Kinder.

03.09.

Silvia (Sylvia, Sylvie)

Silvia war eine liebevolle und verantwortungsbewusste Mutter. Durch ihre Erziehung legte sie den Grundstein dafür, dass aus ihrem Sohn Gregor der G r o ß e wurde. Sie starb um das Jahr 592.

23.10.

Uta (Ute, Oda)

Uta (Oda, Ute, Uote) von Amay (heute Belgien) war eine vorbildliche Mutter und Gattin. Einer ihrer Söhne war der hl Arnulf von Metz (siehe 18.7). Sie stiftete Gotteshäuser und kümmerte sich liebevoll und großzügig um Bedürftige, vor allem um Menschen, die unverschuldet in Not geraten waren. Sie soll angeblich 107 Jahre alt geworden sein und um das Jahr 630 gestorben sein

23.11.

Felicitas (Felicia)

Felicitas (Felicia) war eine christliche römische Mutter, die gemeinsam mit ihren sieben Söhnen im Jahre 166 gefangengenommen wurde. Die Söhne wurden vor den Augen der Mutter, einer nach dem anderen, gemartert und getötet. Dann folgte die Mutter ihren Söhnen nach.

StadtRom
BesonderheitenGewaltopfer

01.12.

Natalie (Natalia, Natascha)

Natalie (Natalia) war die Gattin eines hohen römischen Offiziers in Nicomedien. Sie kümmerte sich, obwohl ihr Gatte, der hl Adrian (siehe 8.9.), bereits als Märtyrer gestorben war, unerschrocken und unter Lebensgefahr um die zum Tode verurteilten Christen, und es war wie ein Wunder, dass sie selber nie verhaftet wurde. Sie starb wahrscheinlich nach dem Jahr 300 in Konstantinopel, wo sie sich in der Nähe des Grabes ihres ermordeten Ehegatten niedergelassen hatte. (Natascha)

Datum: 23.04.

23.04.

Adalbert

Adalbert, mit seinem Taufnamen hieß er Vojtech, wurde 983 von Kaiser Otto III. zum Bischof von Prag berufen. Doch große Teile der slawischen Bevölkerung hingen nach wie vor der alten Götterreligion an, so dass der Bischof trotz seines Ansehens schwere Auseinandersetzungen durchstehen musste. Als auch noch seine Familie durch diese Kämpfe Schaden erlitt, legte er sein Amt zurück und ging nach Rom. Von dort aus wurde er zu den heidnischen Pruzzen in Ostpreußen entsandt, wo er mit der Unterstützung des Polenkönigs Boleslaw Chrobry predigte und missionierte. Doch schon nach nicht einmal einem Jahr erlitt er am 23. April 997 bei Tenkitten am Frischen Haff den Märtyrertod. Herzog Boleslaw ließ die sterblichen Überreste des Bischofs und Glaubensboten im neu erbauten Dom von Gnesen (Polen) beisetzen. 1039 wurden sie nach Prag in den Veitsdom gebracht. Adalbert ist Patron von Böhmen und von Ostpreußen. Er gilt als „europäischer“ Heiliger, weil sowohl Tschechen als auch Deutsche, Polen und Russen ihn als „ihren“ Heiligen verehren. Bauernregel: "Am Adalbertstag kann verstecken ihre Socken eine Krähe im Roggen."

StandBischof
StadtPrag

23.04.

Georg: (Jörg, Jürgen, Jürg, Jörgen, Jürn, Jörn, Jöran, Giorgio)

Georg zählt zu den bekanntesten und am meisten verehrten Heiligen. Er ist einer der 14 Nothelfer und Patron zahlreicher Berufsstände. Doch seine Lebensgeschichte wurde so sehr mit Legenden ausgeschmückt, dass nur noch wenige fassbare Fakten übrigbleiben Georgius war Oberst einer römischen Legion und sogar Tribun, bis sein Herr, Kaiser Diokletian, herausfand, dass der von ihm so geschätzte Mann ein Christ war. Auf kaiserlichen Befehl wurde der verdiente Soldat festgenommen, gefoltert, und, da er seinen Glauben nicht verleugnete, auf ein Rad gebunden, um ihm die Knochen zu brechen. Zuletzt warf man den geschundenen Körper in eine Grube mit glühendem Kalk. Das Martyrium soll sich im Jahre 304 in Nicomedien (Kleinasien) zugetragen haben, nach anderen Quellen in Lydda in Palästina. - Kaiserin Alexandra (siehe 21.4.), so heißt es, die bei dem Martyrium als Zuschauerin anwesend war, zeigte sich von der Charakterfestigkeit des christlichen Offiziers so sehr beeindruckt, dass sie selber Christin wurde. St. Georg mag zwar wegen seines hohen Ranges bekannt geworden sein, aber seine große Popularität ist wohl der Tatsache zu verdanken, dass er zur mythischen Figur, zum „Drachentöter“, d.h. zum Besieger des Bösen (der Drache steht symbolisch für den Teufel) geworden ist. Daher wählten ihn die Ritter, die - zumindest in der Theorie - den Kampf gegen das Böse auf ihre Fahnen geschrieben hatten, zu ihrem Patron. So kam es absurderweise auch dazu, dass der kaiserliche Offizier, der für seinen Glauben gestorben war, als Schutzherr für die Ritter der Kreuzzüge herhalten musste, die in ihrem Wahn, gegen das Böse - in diesem Fall gegen die „Ungläubigen“ - kämpfen zu müssen, dem Ideal eines christlichen Rittertums (als Beschützer der Bedrängten und Schwachen) vollkommen entgegengesetzt waren. Der englische König und Kreuzzugsritter Richard Löwenherz erwählte Sankt Georg zu seinem persönlichen Schutzherrn; auf einer Synode von Oxford, 1222, wurde Ritter Georg zum Schutzpatron von ganz England erhoben; das Land Georgien im Kaukasus wurde nach Sankt Georg benannt. Nur seine Erwählung zum Bauernpatron hat mit Kampf und Krieg nichts zu tun, sie kam nur des Namens wegen zustande. Georgios bedeutet nämlich „der Landmann“. (Jörg, Jürg, Jürgen, Jörn) Bauernregeln: „Ist Georgi warm und schön, wird man raues Wetter sehn.“ „Wenn vor Georgi Regen fehlt, wird man hernach damit gequält.“ „Auf St. Georgs Güte stehn alle Bäum’ in Blüte.“ „Zu Georgi hinaus, zu Michaeli wieder nach Haus.“ „Ist zu Sankt Georg das Korn so hoch, dass sich ein Rabe darin verstecken kann, so gibt es ein gutes Getreidejahr.“ „Gewitter am Sankt Jürgentag folgt gewiss noch Kälte nach.“ „Die Wiese geht ins Heu, ist Sankt Jürgentag vorbei.“ „Zu Georgi blinde Reben, später volle Trauben geben.“

StandSoldat

23.04.

Gerhard (Gerd, Gert, Gerrit, Gero, Gérard, Gerardo, Géllert)

Gerhard, geboren und aufgewachsen in Köln, wurde von Otto I. zum Bischof von Toul ernannt. Er war ein Freund und Förderer der Wissenschaften und "zeichnete sich aus durch großen apostolischen Eifer und christliche Nächstenliebe". + 23.4.994.

StandBischof
StadtKln Toul
BesonderheitenSozialengagement

23.04.

Teresa Maria

Teresa-Maria a Cruce, geboren 1846 in Campi Bisenzio (I), gründete das "Institut der Karmelitinnen von der hl Theresia", das sich ganz der Betreuung von Kindern widmet. + 23.4.1910.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement