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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

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Datum: 05.04.

05.04.

Crescentia (Kreszentia)

Crescentia (Kreszentia) von Kaufbeuren kam als Anna Höß im Jahr 1682 als Kind einer sehr armen Weberfamilie im Allgäu zur Welt. Gern wäre sie ins Kloster der Franziskanerinnen in ihrer Heimatstadt eingetreten, aber ihre Aufnahmegesuche wurden immer wieder abgelehnt. Franziskanerklöster hatten keinen Besitz und waren auf die Mitgift der Schwestern und Brüder angewiesen - und die Webertochter war viel zu arm. Erst auf den ausdrücklichen Wunsch des Bürgermeisters, dem das Kloster viel zu verdanken hatte, wurde Anna Höß, inzwischen 21 Jahre alt, aufgenommen. - Doch die Oberin vergaß nie, dass die Aufnahme unter Druck erfolgt war. Der körperlich schwächlichen Novizin wurden die schwersten Arbeiten aufgebürdet, doch zur Verwunderung der Mitschwestern ertrug diese alle Quälereien, ohne sich zu beklagen. Schließlich wurde das Martyrium der Dulderin auch außerhalb des Klosters bekannt. Eine Untersuchung fand statt, die unwürdige Oberin wurde abgesetzt, die arme Webertochter aber zur Novizenmeisterin gewählt, später - 1741 - sogar zur Oberin. - Der Ruf der zarten, oft kränklichen, aber immer freundlichen Ordensfrau, die auch alle körperlichen Leiden mit unerschütterlicher Geduld ertrug - sie litt bis an ihr Lebensende unter fast unerträglichen Kopfschmerzen, die wohl psychischer Natur waren - drang schließlich auch über die Stadtgrenzen hinaus. Zuletzt standen sogar so hochgestellte Persönlichkeiten wie Kaiserin Maria Theresia, der Kurfürst von Bayern und der Kurfürst von Köln mit ihr in brieflichem Kontakt und suchten ihren Rat. Als Mutter Crescentia im Alter von 61 Jahren starb, wurde ihr Tod nicht nur im Orden, sondern auch von der ganzen Bevölkerung betrauert. Eine unüberschaubare Menschenmenge hatte sich zu ihrem Begräbnis eingefunden. + 5.4.1744

05.04.

Eva

Eva von Lüttich, Mystikerin, + 1265, siehe 14.3.

05.04.

Juliane (Juliana, Julianna, Liane, Iliane, Ileana)

Juliane von Lüttich kam als Waisenkind in das Kloster Cornelienberg (Mont Cornillon) in die Obhut einer Schwester, die auf dem Wirtschaftshof arbeitete. Das geistig außergewöhnlich rege Mädchen brachte sich selbst Lesen und Schreiben bei und wurde später, nachdem sie als Nonne in das Kloster eingetreten war, Priorin des Stiftes. Gemeinsam mit ihrer Mitschwester Eva (siehe 14.3.) wurde Juliane zur Wegbereiterin des Fronleichnamsfestes, das 1246 der Bischof von Lüttich für seine Diözese zum ersten Mal einführte. 1264 wurde das Fest von Papst Urban IV. für die gesamte Kirche vorgeschrieben. + 5.4.1258. (Liane, Iliana)

05.04.

Vinzenz (Vincent)

Vinzenz Ferrer, ein Dominikanerpriester von größter Opferbereitschaft, Lehrer an der Domschule von Valencia, war einer der gewaltigsten Bußprediger des späten Mittelalters und hatte großen Einfluss auf seine Zeit. Wegen seines anziehenden Äußeren war er oft Versuchungen ausgesetzt. + 5.4.1419. Er ist Patron der Dachdecker und der Ziegelmacher Lostag: "Bringt Sankt Vinzenz Sonnenschein, so gibt es vielen und guten Wein." "Wenn Sankt Vinzent tritt in die Hall', so bringt er uns die Nachtigall."