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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Datum: 17.04.

17.04.

Eberhard (Ebert, Evert)

: Eberhard, Graf von Wolfegg, hatte als Archidiakon ein hohes kirchliches Amt inne. Doch er verzichtete auf alle Würden und wurde Prämonstratenser-Mönch. 1175 setzte man den frommen Mann als ersten Prior der Neugründung Obermarchtal (Schwaben) ein. + 17.4.1183

17.04.

Isadora

Isadora von Lentini starb in nicht mehr feststellbarer Zeit auf Sizilien den Märtyrertod.

BesonderheitenMärtyrerin

17.04.

Rudolf

Rudolf von Bern, ein kleiner Junge, war angeblich von einem reichen Juden in einen Keller gelockt und grausam ermordet worden. Der nie wirklich geklärte, mysteriöse Tod des Knaben, den man mit vielen Wunden bedeckt im Keller des Juden aufgefunden hatte, führte in Bern zu einer Judenverfolgung und Judenvertreibung - wegen "Mitwissenschaft". + 17.4.1294. - Die Verehrung des kleinen Buben ist heute gestrichen. Historischer Exkurs (Im Laufe des späten Mittelalters erlebten Gesellschaft und Kirche einen ungeheuren moralischen Verfall. Ein großer Teil des hohen Klerus war völlig verweltlicht und hatte keinen wirklichen Bezug zur Religion. Die niedrige Geistlichkeit war zumeist ungebildet und abergläubisch - Der Aberglaube ersetzte weitgehend die Religion. Im Hohen Mittelalter waren Judentum und Islam in der Kunst nur als die "verblendeten Schwestern" mit verbundenen Augen dargestellt worden. - Jetzt änderte sich das unter dem Eindruck des gehässigen Feindbild-Zeitgeistes vollkommen. - Auch die Hexenprozesse waren ein Produkt des Spätmittelalters. Da man Katastrophen nicht erklären konn-te, ersetzte der Aberglaube die Wissenschaft. Die Juden wurden als Brunnenvergifter (Pest) und Hostienschänder beschuldigt und verdächtigt, "Ritualmörder" kleiner Christenkinder zu sein. Einzelne Geistliche - wie Nikolaus Cusanus, Bischof von Brixen (siehe 11.8.) - versuchten eine Kirchenreform in Gang zu setzen, doch sie scheiterten am kirchlichen und weltlichen Widerstand, andere Reformer wurden als "Ketzer" geächtet oder verbrannt)

StadtBern

17.04.

Wando, Wanda

Wando von Fontenelle wirkte an der Seite Wolframs von Sens (siehe 20.3) als Glaubensbote in Friesland. Als er in seine Abtei Fontenelle zurückkehrte, wurde er zum Abt gewählt. Er war besonders auf die geistige Bildung seiner Mönche bedacht und vermehrte die Bücherschätze seiner Abtei. Im Alter erblindete er und wurde völlig hilflos. + 17.4.756. (Wanda).