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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Datum: 18.11.

18.11.

Alda

Alda, Jungfrau, soll eine Gefährtin der hl Genoveva von Paris (siehe 3.1.) gewesen sein. + um 500.

StadtParis

18.11.

Karolina

Karolina Kozka, ein polnisches Mädchen, wurde zu Beginn des Ersten Weltkrieges von einem russischen Soldaten, dem sie nicht gefügig war, erstochen. + 18.11.1914.

Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

18.11.

Leonardo und Cosimo

Leonardo Kimura, Cosimo Takeja und Gefährten waren zum Christentum übergetretene Japaner. Sie wurden am 18.November 1690 zu Nagasaki verbrannt.

StadtNagasaki
BesonderheitenMärtyrer

18.11.

Odo

Odo, zweiter Abt von Cluny, geboren um 878, der Begründer der sogenannten cluniazensischen Reform, machte seine Abtei zum Mittelpunkt einer Klosterreformbewegung, die im folgenden Jhdt auf das gesamte Abendland übergreifen sollte. Der so bedeutende Mann, dessen besondere Liebe der Musik galt, war äußerst bescheiden und lebte asketisch. + 18.11.942 Historisches: Die Kirche des 9.Jhdts hatte eine Periode starker Verweltlichung durchgemacht; Die Haupt-ursache dafür war ihre Abhängigkeit von weltlichen Gewalten. Grundbesitz und Einkünfte der Klöster dienten nur zu oft der Versorgung von Söhnen aus dem Adel, die oft wenig Beziehung zur Religion hatten. Um diesem Übel abzuhelfen, gründete Herzog Wilhelm von Aquitanien um 908 das Musterkloster Cluny. Hier führten mehrere heiligmäßige Äbte mit ihren Mönchen, unabhängig von weltlicher Einmischung, ein beispielhaftes Leben nach dem Vorbild Christi. Der von hier ausgehenden Reformbewegung schlossen sich etwa 3 000 Klöster an. - Im Spätmittel-alter begann aber ein neuer Niedergang des geistlichen Lebens, was schließlich zur Reformation führte. Das Kloster Cluny wurde während der Französischen Revolution zum Teil nieder-gerissen, die Kunstschätze wurden verschleudert.

StadtCluny
BesonderheitenReformer

18.11.

Rochus (Roque, Rocco)

Rochus (Roque, Rocco) González de Santa Cruz, geboren 1576 in Asunción (Paraguay), entschloss sich, Priester zu werden und ging als Missionar zu den Guaycurús-Indianern im Gran Chaco, kam wieder nach Asunción zurück und trat 1609 in den Jesuitenorden ein. Auf Bitten der Regierung wurde er zu den Guaycurús, deren Sprache er beherrschte, gesandt, um Frieden zu stiften. In den folgenden Jahren missionierte er weiter unter den Indios und gründete mehrere Reduktionen. Von einem Kaziken (Häuptling), den ein Abgefallener gegen ihn aufgehetzt hatte, wurde González gemeinsam mit seinem Begleiter Alfonso Rodriguez im November 1628 erschlagen. –
Anmerkung: Im Jahr 1609 begannen Jesuitenpatres ihr Missionswerk im Gebiet des Rio de la Plata. Da die Wandermissionen bei den halbnomadischen Stämmen aber keinen Erfolg brachten, gingen die Jesuiten dazu über, die Indios erst einmal sesshaft zu machen und in „Reduktionen“ zusammenzufassen. Hier sollten sie auf friedliche Weise christianisiert und zivilisiert werden. Am bekanntesten wurde der „Jesuitenstaat“ im heutigen Paraguay, der zwar nicht souverän war, aber doch über eine umfangreiche Verwaltungsautonomie verfügte. Die Indios brauchten keine Steuern zu zahlen, waren nur zur Arbeit verpflichtet, konnten Produktionsüberschüsse verkaufen und damit lebenswichtige Güter eintauschen. Um die Mitte des 18. Jhdts lebten im „Jesuitenstaat“ über 100.000 Guarani-Indios, die sogar über eine eigene Miliz verfügtem, um Bandeirantes (Sklavenfänger), welche die Siedlungen immer wieder überfielen, abzuwehren. Schwierigkeiten wurden aber von weißen Kaufleuten und Grundbesitzern bereitet, die im Jesuitenstaat eine Konkurrenz sahen, zumal er ihnen Arbeitkräfte abwarb. Zudem stellte die Gleich-Behandlung der Indios für die spanische und portugiesische Verwaltung eine Gefahr dar. - Als 1767 auf staatlichen Befehl die Jesuiten aus Südamerika vertrieben wurden, hatte das „heilige Experiment“ sein Ende gefunden, die Reduktionen verfielen, die Indianer zerstreuten sich. – Der bestimmt nicht kirchenfreundliche Aufklärer Montesquieu urteilte über den Jesuitenstaat folgendermaßen: „Es ist ein Ruhm für die Gesellschaft Jesu, dass sie zum ersten Mal der Welt gezeigt hat, wie eine Verbindung von Religion und Menschlichkeit möglich sei.“

18.11.

St. Peter und St. Paul

Kaiser Konstantin ließ im 4. Jhdt über den Stätten des Martyriums der „Apostelfürsten“ Petrus und Paulus großzügig ausgestaltete Basiliken errichten, deren Kirchweihfest seit dem 11. Jhdt am 18. November gefeiert wird. Der heutige Petersdom wurde an der Stelle der mit der Zeit ziemlich heruntergekommenen alten Basilika von bedeutenden Künstlern erbaut und prachtvoll ausgestattet; am 18. November 1626 wurde er eingeweiht. St. Paul stand vor den Mauern Roms und wurde wiederholt durch Brände zerstört. Der heutige Bau stammt aus dem 19. Jhdt und wurde am 10. Dezember 1854 geweiht. Seit 1870 ist der Vatikan anstelle des Laterans Hauptsitz des Papstes und der Petersdom die Hauptkirche von Rom

StadtRom