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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Cölestin

19.05.

Cölestin

Cölestin V. (Petrus Coelestinus) war eine der merkwürdigsten Gestalten auf dem Stuhl Petri. Der Bauernsohn aus den Abruzzen, der sich zum Priester hatte weihen lassen, war in die Einsamkeit der Berge seiner Heimat geflohen. Hier suchte er das Gespräch mit Gott und die Nähe zur Natur. Die Jahrzehnte vergingen. Pietro von Morrone, wie man den Einsiedler nannte, war bereits 80 Jahre alt, als er 1294 vom Kardinalskollegium in Rom zum neuen Papst gewählt wurde. Der greise Eremit weinte und flehte die Abgesandten an, ihm doch die schwierige Aufgabe zu erlassen. Doch es half nichts, der Greis wurde zum Papst gekrönt. Schon bald stellte sich jedoch heraus, dass Cölestin V., wie er jetzt hieß, seinem hohen Amt nicht gewachsen war. Nach einem nur fünfmonatigen Pontifikat dankte er ab - und wollte zurück in seine Berge. Doch sein Leidensweg war noch nicht zu Ende. Sein Nachfolger Bonifaz VIII., ein herrischer, für das hohe Amt ganz und gar unwürdiger Mann, befürchtete, man könnte den alten Mann wieder zurückholen und als Gegenpapst aufstellen. Daher ließ er den 80-Jährigen festnehmen. Hinter den Mauern eines Schlosses musste der unglückliche Ex-Papst, der die Freiheit in der Natur so sehr liebte, seine letzten Lebensmonate verbringen. Er starb am 19. Mai 1296. Anmerkung: Cölestin V. war bisher der einzige regulär gewählte Papst, der freiwillig zurücktrat. Er hatte vorher eine Konstitution erlassen, die es einem Papst ermöglichte, aus freien Stücken zurückzutreten.

Datum: 17.01.

17.01.

Antonius der Große

Anton(ius) der Große, Einsiedler, wurde um 250 in Ägypten als Sohn wohlhabender Eltern geboren. Nach deren Tod - er war gerade 20 Jahre alt - verschenkte er sein Hab und Gut und zog sich als Einsiedler in die Wüste zurück, wo er viele Kämpfe mit "Dämonen" (d.h. Versuchungen) ausfechten musste. Zunächst brach er den Kontakt zur Welt nicht ganz ab - er kam gelegentlich nach Alexandria - doch schließlich blieb er bis an sein Lebensende in der Wüste, wo er im Alter von 105 Jahren starb. Im Laufe der Jahre sammelten sich um den wundertätigen Mann andere Einsiedler, so dass bald eine Mönchskolonie entstand. Damit wurde die bis dahin unbekannte Lebensform der Einsiedlergemeinde begründet. Später ließ der hl Pachomius (siehe 14.5.) die Einsiedelei mit Mauern umgeben, und so entstand das erste Kloster der Christenheit (Tabennísi). Antonius hatte auf seine Zeit und die nachfolgenden Generationen großen Einfluss. Tausende zogen nun nach dem Vorbild des "Mönchsvaters" als Einsiedler in die Wüste. Der heilige Mann starb um 356. - Antonius ist Patron der Korb-macher und Bürstenbinder, der Totengräber, der Metzger, der Schweinehirten, der Haustiere, besonders der Schweine, und gegen Viehseuchen. Zum Patronat der Haustiere kam der Heilige dadurch, dass er oft mit einem Schwein zu Füßen dargestellt wurde. Dieses sollte allerdings nur die Unreinheit, die Sünde, symbolisieren, die er überwunden hatte. - In Tirol wird Antonius von Ägypten zur Unterscheidung von Antonius von Padua "Fackentoni", im Münsterland "Swinetünnes" genannt. Wetterregel: Wenn an Antonius die Luft ist klar, so gibt es gern ein trockenes Jahr." - "Sankt Anton mit dem weißen Bart, wenn er nicht regnet, mit Schnee er nicht spart." - "Große Kälte am Antonitag - große Hitze am Laurenzitag (10.8.)."

BesonderheitenEinsiedler

17.01.

Mildwina (Malwina, Malvine)

Mildwina war eine Benediktinernonne von außergewöhnlicher Frömmigkeit und Güte zu Canterbury. Sie lebte im 7.Jhdt.

17.01.

Rosalind

Rosalind (Rosalina) war die charismatische Priorin des Karthäuserklosters zu Celle-Roubaud in der Provence. Sie war mit großem Einfühlungsvermögen ausgestattet und soll die Gabe der Krankenheilung besessen haben. Ihr Leichnam blieb lange Zeit unversehrt. + 17.1.1329.