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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Notburga

13.09.

Notburga

Notburga von Eben war kaum dem Kindesalter entwachsen, als sie als Küchenmagd auf Schloss Rottenburg im Unterinntal in Tirol geschickt wurde. Weil sie die bei den Mahlzeiten übriggebliebenen Nahrungsreste und was sie sich selbst vom Mund abgespart hatte, stets an Arme und Bettler austeilte, wurde sie von Gräfin Ottilie, ihrer geizigen Dienstgeberin, entlassen. Nun trat die junge Magd in den Dienst bei einem Bauern ein. Die Legende erzählt, dass Notburga sich an einem Samstag (Sonnabend) nach dem Feierabendläuten geweigert habe, weiter Weizen zu schneiden und ihre Sichel wegwarf. Diese sei aber in die Luft geschwebt und dort gleichsam hängen geblieben. Als die geizige Gräfin gestorben war, holte der Graf Notburga als Wirtschafterin auf sein Schloss zurück, wo sie bis an ihr Lebensende, am 14. September 1313, wohltätig wie vorher, lebte. Notburga ist eine der wenigen heiligen Dienstmägde und eine der beliebtesten Tiroler bzw. österreichischen Heiligen. Die Lebensgeschichte der einfachen Dienstmagd, der "Vorkämpferin für die Sonntagsruhe", hat immer wieder Stoff für Lieder, Volksschauspiele und bildliche Darstellungen geliefert. Sie ist Patronin der Bauern und der Landwirtschaft, der Dienstmägde, des Feierabends, Schutzheilige für eine glückliche Geburt, gegen Viehkrankheiten und alle bäuerlichen Nöte. Bauernregel: "Ist's um Notburga hell und klar, so hoffen wir auf ein fruchtbares Jahr."

BesonderheitenSozialengagement

14.09.

Notburga

Notburga von Eben, Dienstmagd, + 14.9.1313, siehe 13.9.

31.10.

Notburga

Notburga war Ordensfrau zu Sancta Maria am Kapitol in Köln. Sie wurde schon zu Lebzeiten wie eine Heilige verehrt. + um 700

Datum: 20.01.

20.01.

Fabian, Papst

Fabian, Papst (236-251), eine hochangesehene Persönlichkeit, starb als einer der ersten Märtyrer der Christenverfolgung unter Kaiser Decius am 20.Januar 251. Wetterregeln: "An Fabian und Sebastian fängt der rechte Winter an." "An Fabian und Sebastian fangen Baum und Tag zu wachsen an." "Fabian im Nebelhut tut den Bäumen gar nicht gut."

StandPapst
StadtRom
BesonderheitenMärtyrer

20.01.

Sebastian

Sebastian, einer der volkstümlichsten Heiligen, soll ein junger Offizier der kaiserlichen Leibgarde in Rom gewesen sein. Als der Christenhasser Diokletian eines Tages erfuhr, dass der von ihm geschätzte Soldat ein Christ war, ließ er ihn verhaften, an eine Säule binden und von Bogenschützen mit zahllosen Pfeilen durchbohren. Als tot liegengelassen, wurde der noch Lebende von der christlichen Witwe Irene (siehe 21.2.) geborgen und gesundgepflegt. Als der tot Geglaubte später mutig vor den zutiefst erschrockenen Kaiser hintrat und ihn wegen seines grausamen Vorgehens gegen die Christen anklagte, wurde er in den Circus, die Rennbahn von Rom, abgeführt und von ehemaligen Soldatenkollegen mit Stöcken zu Tode geprügelt. Sebastian ist Patron der Sterbenden, gegen die Pest, Schutzheiliger der Eisenhändler, Töpfer, Zinngießer, Gerber, Soldaten und Kriegsinvaliden. + 20.1.288. Bauernregel: "Wenn am Baum anklopft der Bastl, steigt der Saft schon in die Astl." "Sebastian, je kälter und heller, Scheunen und Fässer desto völler."

StandSoldat
StadtRom
BesonderheitenMärtyrer

20.01.

Ursula Haider

Ursula Haider, mit neun Jahren Vollwaise geworden, wurde aus Mitleid in das Kloster Valduna (Vorarlberg) aufgenommen. Aus dem Waisenmädchen wurde später die hochgeachtete Äbtissin des Klosters Villingen in Württemberg. + 20.1.1498.

20.01.

Ute

Ute (Utta, Uota) war eine fromme und stets hilfsbereite Dienstmagd zu Uttenweiler in Schwaben. + 20.1. 821.

Besonderheiteneinfache, arme Leute