Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Leo

11.02.

Eleonora (Eleonore, Ella, Lore, Nora)

Eleonora Weiß (Ordensname: Sr. Maria Fidelis), war 1882 in der Stadt Kempten im Allgäu als Kind eines Schneidermeisters zur Welt gekommen. Sie war ein besonders fröhliches Mädchen, das am liebsten den ganzen Tag sang. Doch als sie 8 Jahre alt war, erlag der Vater einem Lungenleiden und die Familie war ihres Ernährers beraubt. Dazu kam noch, dass die kleine Lore an einem langwierigen Augenleiden erkrankte. Als sie der Schule entwachsen war, ging sie bei einem Kaufmann in den Dienst, bis sie sich entschloss, Franziskanernonne zu werden. - Jahre hindurch erlitt sie an jedem Freitag die Leiden Christi, ohne dass sie jemandem davon erzählte. Erst nach ihrem Tod erfuhren die Mitschwestern davon. + 11.2.1923. - (Lore, Ella, Nora)

BesonderheitenMystikerin

01.03.

Leontine (Leontina, Leontia)

Leontina und Gefährtinnen starben in nicht mehr feststellbarer Zeit als Märtyrinnen zu Rom.

30.03.

Leonardo (Leonhard)

Leonardo (Leonhard) Murialdo, 1828 in Turin (Norditalien) geboren, wurde Priester und Mitarbeiter Don Boscos (siehe 31.1.). Ab 1866 leitete er ein Kolleg für Lehrlinge; 1873 gründete er, um pädagogische und seelsorgerische Pläne verwirklichen zu können, die „Turiner Genossenschaft vom hl Joseph“. Er war Prediger, Beichtvater, Lehrer und kümmerte sich um straffällig gewordene junge Menschen in den Jugendgefängnissen. Immer stärker bemühte er sich (ab etwa 1870), wenn auch vorerst vergeblich, um die Gründung bzw. Wiederbelebung einer christlichen Arbeiterbewegung. Er hatte ständig gegen Schwierigkeiten jeder Art zu kämpfen, doch ein Resignieren gab es für ihn nicht. Sein Motto lautete: „Schweigen und Handeln!“ + 30.3.1900.

19.04.

Leo

Leo IX., der bedeutendste der "deutschen Päpste" (er kam aus Egisheim im Elsaß) im Mittelalter, trat immer für Reformen ein und kämpfte vor allem gegen Simonie (Käuflichkeit kirchlicher Ämter) und Priesterehe, die damals weit verbreitet waren. + 19.4.1054.

StandPapst
BesonderheitenReformer

22.04.

Leonidas

Leonidas (Leonides), Märtyrer zu Alexandria in Ägypten während der Christenverfolgung unter Kaiser Septimius Severus, war der Vater des berühmten Kirchenschriftstellers Origines. Seine Gemahlin blieb mit sechs unversorgten Kindern in großer Armut zurück. + 202. Historisches: Bekannt geworden ist der Name durch den spartanischn König Leonidas, der, als die Perser unter König Xerxes in Griechenland einfielen, mehrere Tage lang den strategisch wichtigen Thermopylenpass, eine Engstelle zwischen Meer und Gebirge, mit einem Häufchen von todesmutigen Verteidigern gegen die erdrückende persische Übermacht halten konnte. Durch Verrat eines Einheimischen konnten die Perser die Stellung der Griechen jedoch umgehen und ihnen in den Rücken fallen. Leonidas und seine (etwa 1.000) Gefährten fielen bis zum letzten Mann. Eine an der Stelle des Gemetzels angebrachte Inschrift hatte folgenden Wortlaut: „Wanderer, kommst du nach Sparta, so erzähle, du habest uns hier liegen gesehen, wie das Gesetz es befahl.“

StadtAlexandrien
BesonderheitenMärtyrer

12.06.

Leo

Leo III., war jener Papst, der Karl den Großen als Schutzherrn von Rom anerkannte und ihn am Weihnachtstag 800 zum römischen Kaiser krönte. Damit wurde die Grundlage für die Verbindung von fränkischem (später deutschem) Königtum und römischem Kaisertum geschaffen. + 12.6.816.

StandPapst
StadtRom

25.06.

Eleonora (Eleonore, Ella, Lore, Nora, Ellen, Lenore, Leonore)

Eleonora (Ellinor), die fromme und hochgebildete Königin von England, war eine Tochter des Grafen von der Provence: Nach dem frühen Tod ihres Gemahls (1272) führte sie für ihren Sohn tatkräftig, aber gerecht, die Regentschaft. Aus eigenen Mitteln ließ sie Lehrer und Missionare ausbilden, teilte selbst Brot und Suppe an Arme aus, besuchte Kranke, kümmerte sich um in Not Geratene und förderte Wissenschaft und Literatur. Nachdem ihr Sohn Edward I. die Regierung übernommen hatte, zog sich die bei Arm und Reich hoch angesehene Landesmutter in ein Kloster zurück, wo sie am 25. Juni 1291 starb. (Ella, Ellen, Lenore, Lore, Nora).

27.07.

Pantaleon

Pantaleon wurde wegen seiner außergewöhnlichen medizinischen Kenntnisse zum Leibarzt von Kaiser Maximian ernannt. Von dessen Nachfolger Galerius wurde er, weil er von Neidern wegen seines Bekenntnissen zum Christentum denunziert worden war, im Jahr 305 zum Tode verurteilt. Reliquien kamen nach Köln, wo man später das bekannt gewordene Kloster Sankt Pantaleon errichtete. Pantaleon zählt zu den 14 Nothelfern, ist Stadtpatron von Köln, Patron der Ärzte und Schutzheiliger gegen Auszehrung, Heuschreckenplage und Verlassenheit.

30.07.

Leopold / Bogdan

Leopold von Castelnuovo (Hercegnovi) wurde im Jahr 1866 als Bogdan Mandic im damals zu Österreich gehörenden Dalmatien geboren. Mit 18 Jahren trat der Kroate in Venedig dem Kapuzinerorden bei und wollte an einer Wiedervereinigung mit der orthodoxen Kirche mitwirken. Doch dieser Wunsch wurde nicht erfüllt. Er hatte andere Aufgaben zu bewältigen, die ihn fast aufrieben. Wegen seiner aufrichtigen Liebe zu den Menschen und seinem großen Einfühlungsvermögen („Herzensschau“) wurde er bald zu einem gesuchten Beichtvater. Rund 40 Jahre lang hörte er Tag für Tag, oft bis zu 15 Stunden täglich, die Beichte und spendete den Menschen Trost, selbst dann noch, als seine Gesundheit schon stark angegriffen war. Pater Leopold besaß die Gabe der Prophetie und trug die Wundmale Christi. Als er 1942 starb, umgab ihn bereits der Ruf der Heiligkeit. 24 Jahre nach seinem Tod fand man seinen Leib noch völlig unversehrt auf. Sein innigster Wunsch aber, die Glaubensspaltung in seiner jugoslawischen Heimat überwinden zu können, war zeit seines Lebens nicht in Erfüllung gegangen. + 30.7.1942

BesonderheitenMystiker

12.08.

Leo (Leon)

Leo Dehon, ein französischer Priester, wollte der religiösen Verwahrlosung in seinem Heimatland entgegenwirken. 1868 gründete er nach vielen ihm in den Weg gelegten Schwierigkeiten die Kongregation der „Priester des heiligsten Herzen Jesu“. Besonders die Sorge um die großstädtischen Arbeiter wurde den Herz-Jesu-Priestern ans Herz gelegt. - Die Gemeinschaft hat sich bis heute über ganz Westeuropa, Nord- und Südamerika und in die Missionsgebiete ausgebreitet. Der „Vater“ der Herz-Jesu-Priester“ starb am 12.August 1925.

Besonderheiten20. Jahrhundert Sozialengagement

15.08.

Napoleon

Napoleon war ein Märtyrer, der während der Dionkletianischen Christenverfolgung um das Jahr 300 in Alexandria (Ägypten) sterben musste. Anmerkung: Napoleon Bonaparte, der Kaiser der Franzosen, erhielt diesen Namen, weil der 15. August (1769) sein Geburtstag war.

StadtAlexandrien
BesonderheitenMärtyrer

02.10.

Leodegar (Luitgar)

Leodegar (Luitgar), Bischof von Autun, hatte wegen seiner Reformtätigkeit viele Repressalien zu erleiden. 676 wurde er vom fränkischen Hausmeier Ebroin dem Schrecklichen gefangengenommen, geblendet und der Zunge beraubt. Drei Jahre später wurde er enthauptet. + 2.(3.?)10.679 (Gedenktag auch am 3.10., da sein Sterbetag entweder der 2. oder der 3.10. war). Bauernregel: "Weht der Wind an Sankt Leodegar, so kündet er an ein fruchtbares Jahr." "Fällt das Laub an Leodegar, so ist das nächste ein fruchtbares Jahr." "Laubfall an Leodegar, kündet an ein fruchtbar' Jahr."

StandBischof
StadtAutun
BesonderheitenGewaltopfer

03.10.

Leodegar

Leodegar, Bischof von Autun, Märtyrer, + 2.oder 3.10.679, siehe 2.10.

06.11.

Leonhard (Léonard, Lennart)

Leonhard (Léonard, Lennart) von Limoges stammte aus einem fränkischen Adelsgeschlecht, verzichtete aber auf eine glänzende Stellung am königlichen Hof und zog sich in eine Einsiedlerzelle bei Noblac zurück. Seine Behausung wurde im Laufe der Zeit zum Ziel von Rat Suchenden und Verzweifelten. Besonders lagen ihm die Gefangenen am Herzen. Durch seinen persönlichen Einsatz gelang es ihm immer wieder, zumal er bei der Obrigkeit großes Ansehen genoss, zahlreiche Unglückliche aus der Gefangenschaft zu befreien. - Aus der Zelle Leonhards entwickelte sich im Laufe der Zeit das Kloster St.Léonard-de-Noblac. Nach seinem Tode wurde der Menschenfreund zu einem der meistverehrten bäuerlichen Patrone (- weil man sein Attribut, die Ketten der Gefangenen, mit denen er dargestellt wurde, für Viehketten hielt), um den sich bald ein farben-prächtiges Brauchtum, z.B. die Leonardi-Umritte, entwickelte. Er starb 559. Leonhard ist Patron der Bauern, der Knechte, für alle bäuerlichen Anliegen, der Fuhrleute, Lastenträger, Kohlenträger, Obsthändler, Butterhändler, Schmied und Schlosser und der Gefangenen. Am bekanntesten wurde er als Schutzheiliger der Pferde, weshalb noch heute Leonardi-Ritte und Leonardi-Fahrten an seinem Gedenktag als beliebte Volksbräuche abgehalten werden. Bauernregel : "Hängt das Laub bis Leonardi hinein, so wird der Winter ein langer sein."

StandAdel
StadtLimoge
BesonderheitenEinsiedler Sozialengagement

10.11.

Leo

Leo I. ist neben Gregor I. der einzige Papst, der den Beinamen "der Große" trägt. Er ging als derjenige Oberhirte der Christenheit in die Geschichte ein, der durch sein unerschrockenes Auftreten Rom und Italien vor der Zerstörung durch die Hunnen gerettet hatte. Zu Beginn des 5.Jhdts war er in der Toskana zur Welt gekommen. Über seine Herkunft, seine Kinder- und Jugendzeit ist nichts überliefert, möglicherweise stammte er aus einfachen Verhältnissen. Erst als Leo Archidiakon von Papst Cölestin I. wurde, trat er in die Geschichte ein. Im Jahr 440 wurde Leo selbst zum Papst gewählt. Bald war er eine bewunderte und anerkannte Autorität als Kirchenlehrer, der sich konsequent für die Lehre von der göttlichen u n d menschlichen Natur Jesu einsetzte. Als 452 die Hunnen plündernd und mordend in Italien einfielen, trat der Papst Attila und seinen Horden mit so großer Würde und Erhabenheit entgegen, dass diese vor einer Zerstörung Roms zurückschreckten. Diese fast unglaubliche Tatsache ist historisch mehrfach bestätigt! Drei Jahre später eroberten die Vandalen unter König Geiserich die Stadt am Tiber. Diesesmal war es dem Papst nicht möglich, Rom vor einer Plünderung zu bewahren; aber durch seinen persönlichen Einsatz gelang es ihm, den Vandalenfürsten dazu zu bewegen, wenigstens das Leben der römischen Bürger zu schonen und die Stadt nicht einzuäschern. Wegen dieser erstaunlichen Ereignisse wurde der mit einer besonderen Würde ausgestattete Nachfolger Petri für die Bevölkerung zum großen Helden und Retter, den man schon zu Lebzeiten wie einen Heiligen verehrte. Papst Leo der Große war zu einer alle anderen Größen seiner Zeit überragenden Persönlichkeit geworden. Im Alter von etwa 60 Jahren starb der außer-gewöhnliche Mann am 10.November 461 und wurde in der konstantinischen Petersbasilika, der Vorgängerin des Petersdoms, bestattet. Er ist Patron der Musiker, Sänger und Organisten.

StandPapst
StadtRom

15.11.

Leopold (Leopoldine)

Leopold III., Markgraf von Österreich, trug maßgeblich zur späteren Größe seines Heimatlandes bei. Der charakterlich und geistig hochstehende Babenberger wurde um 1075 geboren. Verheiratet war er mit Agnes, der Tochter Kaiser Heinrichs V., was viel über Leopolds politische Bedeutung aussagt. Aus der sehr glücklichen Ehe mit der Kaisertochter gingen 18 Kinder hervor. - Im Investiturstreit stand der Babenberger, trotz seiner Verwandtschaft mit dem Kaiser, immer treu zum Papst. Auf Grund seines hohen Ansehens wurde dem Markgrafen sogar die Kaiserkrone angeboten, ein Ansinnen, das er aber bescheiden zurückwies. Vom Papst erhielt Markgraf Leopold wegen seines beispielgebenden Lebens den Titel "Filius Sancti Petri", d.i. "Sohn des hl Petrus". Leopold III. ist der eigentliche Begründer der Größe Österreichs. Er war der Erneuerer der Stifte Melk und Klein-Mariazell im Wienerwald sowie Gründer des Stiftes Heiligenkreuz und seiner Residenzstadt Klosterneuburg. Am 15. November 1136 kam der hervorragende Landesfürst durch einen Jagdunfall ums Leben. Kaiser Leopold I.(von Habsburg) erhob seinen Namenspatron 1663 zum Landespatron von Österreich. (Vorher war es Koloman). Weiters ist Leopold Patron von Wien, Nieder- und Oberösterreich sowie der Diözesen St.Pölten und Klagenfurt-Gurk. Bauernregel: "Sankt Leopold ist dem Altweibersommer hold."

18.11.

Leonardo und Cosimo

Leonardo Kimura, Cosimo Takeja und Gefährten waren zum Christentum übergetretene Japaner. Sie wurden am 18.November 1690 zu Nagasaki verbrannt.

StadtNagasaki
BesonderheitenMärtyrer

26.11.

Leonhard (Leonardo)

Leonhard (Leonardo) von Porto Maurizio wurde 1676 in der Nähe von Genua geboren. Er studierte Philosophie, Theologie und Medizin, trat dann aber in einen Reformzweig des Franziskanerordens ein und wurde 1702 Priester. 40 Jahre lang durchzog er als Volksmissionar fast ganz Italien und wurde wegen seiner auffallend großen Erfolge der "Apostel Italiens" genannt. Seine Predigten waren volkstümlich und ganz von der barocken Vorstellungswelt beseelt. Er förderte besonders die Kreuzwegandacht, ließ 526 Kreuzwege errichten, vor allem aber war ihm die Verehrung der Gottesmutter ein großes Anliegen. Sein irdischer Lebensweg war am 26. November 1751 zu Ende. 1923 wurde der Heilige zum Patron der Volksmissionare ernannt.

Datum: 24.08.

24.08.

Amadeus

Amadeus, Bischof von Lausanne, + 24.(27.?) 8.1159, siehe 30.8.

24.08.

Bartholomäus

Bartholomäus, der Apostel, hieß wahrscheinlich mit ursprünglichem Namen Nathanael und stammte aus Kana in Galiläa. Er war durch den Apostel Philippus zu Christus gekommen, der den neuen Jünger mit den Worten empfing: „Seht, ein wahrer Israelit, an dem kein Falsch ist.“ Nach Jesu Tod und Auferstehung zog der Apostel als Wanderprediger durch Armenien, Mesopotamien und Indien. Berühmt wurde er vor allem durch seine Fähigkeit, „Besessene“ zu heilen. So soll die Tochter des Königs von Armenien durch ihn wieder gesund geworden sein, was dazu führte, dass die ganze armenische Königsfamilie christlich wurde (Die Armenier waren das erste Volk, das in seiner Gesamtheit christlich wurde). Doch Bartholomäus starb als Märtyrer. Die heidnische Partei unter der Führung des Bruders des Königs ließ den Apostel gefangen nehmen und zur „persischen Todesstrafe“ verurteilen: Bei lebendigem Leib wurde ihm die Haut abgezogen, dann wurde er gekreuzigt. Das Jahr seines Todes lag um die Mitte des 1. Jhdts. Der Apostel ist Patron des Bistums Lüttich, der Metzger, Schneider, Buchbinder, Bauern, Winzer, Hirten, Sattler, Gerber, Schuhmacher, Stuckateure und Helfer gegen Zuckungen und Nervenkrankheiten. Historisches: Traurige Berühmtheit erlangte die Bartholomäusnacht des Jahres 1572, auch „Pariser Bluthochzeit“ (Vermählung des Calviners Heinrich von Bourbon und Navarra mit Marguerite Valois, der Schwester des katholischen Königs Karl IX.) genannt, in Frankreich. Etwa 2.000 Hugenotten (Protestanten) wurden auf Befehl der Königsmutter Caterina von Medici, die sich übergangen fühlte und um ihren Einfluss fürchtete, in Paris - und am folgenden Tag in ganz Frankreich - ermordet. Die Gründe dafür waren weitgehend politischer Natur. Bauernregeln: "Sankt Bartholomä treibt das Korn in die Höh'." "Wie sich das Wetter am Bartheltag stellt ein, so soll es den ganzen September sein." "Bartholomä, wer Korn hat, der säe, wer Gras hat, der mähe, wer Hafer hat, der reche, wer Äpfel hat, der breche." "Zu Sankt Bartholomä geht man im Sommer in die Kirche und im Herbst wieder hinaus." "Bartholomäus pflücket die Nuß." "Am Bartheltag bau's Korn, und warte nicht bis morg'n." - "Bartholomä, wenn's regnet, o weh." "Bleiben Störche und Reiher noch nach Bartholomä, dann kommt ein Winter, der tut uns nicht weh."

BesonderheitenBiblische Gestalt Märtyrer

24.08.

Emilia (Emilie, Emily, Milena, Milla)

Emilia de Vialar war ein Mädchen aus einer reichen und angesehenen Familie im Städtchen Gaillac in Südfrankreich. Als sie nach der Ausbildung in einem Mädchenpensionat nach Hause zurückgekehrt war, wurde ihr Elternhaus bald zum Sammelpunkt für Arme und Kranke. Aus dieser Sorge um die Bedürftigen entwickelte sich der Orden der "St.Josephs-Schwestern", die sich besonders der Armen und Kranken annehmen und heute hauptsächlich in Afrika und Indien tätig sind. + 24.8.1856.

BesonderheitenSozialengagement

24.08.

Johanna-Antida (Jeanne-Antide)

Johanna-Antida (Jeanne-Antide) Thouret war 1788 in Paris Vinzentiner-Schwester gewor-den. 1795 musste sie vor der Französischen Revolution in die Schweiz fliehen, um ihr Leben zu retten. Am Bieler See arbeitete sie dann als Lehrerin. 1799 gelang es ihr, nach der Rück-kehr in die Heimat, in Besançon (Franche Comté) ein Haus zu erwerben und eine Kongre-gation zu gründen, die sich karitativen Werken und der Mädchenerziehung widmen sollte. Dabei fand die Ordensfrau sogar die Unterstützung von Letizia Buonaparte, Napoleons Mutter. In Neapel, wo sie ein weiteres Ordenshaus errichtet hatte, starb Mutter Thouret nach einem erfüllten Leben im Dienste der Mitmenschen am 24. August 1826.

BesonderheitenSozialengagement

24.08.

Michaela (Miguela)

Michaela (Miguela) Desmaisières, 1809 als Tochter eines Grafen in Madrid geboren, zeigte schon als Kind, wie sehr ihr Leid und Not anderer Menschen zu Herzen gingen. Das Mitleid mit dem Nächsten sollte auch für die erwachsene Frau der Anstoß für ihr Handeln sein. So gründete die sozial denkende Gräfin in Madrid 1845 ein Haus für "gefallene" und gefährdete Mädchen und rief die Kongregation "Dienerinnen des Heiligsten Sakraments" ins Leben. Sie selbst opferte sich regelrecht auf im Einsatz für Gestrauchelte und Außenseiter, wofür sie (wegen ihres "fragwürdigen Umgangs") oft nur beschimpft, verleumdet und auch verachtet wurde. Sie starb am 24.August 1865 in Valencia während einer Choleraepidemie.

StandAdel
StadtMadrid
BesonderheitenSozialengagement