Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Tia

04.01.

Christiane (Christiana)

Christiane von Lucca war eine begnadete Seherin. Anfangs wurde sie belächelt und verspottet. Als aber ihre Prophezeiungen immer wieder eintrafen, wurde sie mit großer Ehrfurcht behandelt. Ihr Leichnam blieb 200 Jahre lang unverwest. + 4.1.1310

StadtLucca

20.01.

Sebastian

Sebastian, einer der volkstümlichsten Heiligen, soll ein junger Offizier der kaiserlichen Leibgarde in Rom gewesen sein. Als der Christenhasser Diokletian eines Tages erfuhr, dass der von ihm geschätzte Soldat ein Christ war, ließ er ihn verhaften, an eine Säule binden und von Bogenschützen mit zahllosen Pfeilen durchbohren. Als tot liegengelassen, wurde der noch Lebende von der christlichen Witwe Irene (siehe 21.2.) geborgen und gesundgepflegt. Als der tot Geglaubte später mutig vor den zutiefst erschrockenen Kaiser hintrat und ihn wegen seines grausamen Vorgehens gegen die Christen anklagte, wurde er in den Circus, die Rennbahn von Rom, abgeführt und von ehemaligen Soldatenkollegen mit Stöcken zu Tode geprügelt. Sebastian ist Patron der Sterbenden, gegen die Pest, Schutzheiliger der Eisenhändler, Töpfer, Zinngießer, Gerber, Soldaten und Kriegsinvaliden. + 20.1.288. Bauernregel: "Wenn am Baum anklopft der Bastl, steigt der Saft schon in die Astl." "Sebastian, je kälter und heller, Scheunen und Fässer desto völler."

StandSoldat
StadtRom
BesonderheitenMärtyrer

23.01.

Emerentia

Emerentia, Märtyrin, war angeblich eine Ziehschwester der hl. Agnes und wurde um das Jahr 304 zu Rom gesteinigt.

StadtRom
BesonderheitenMärtyrerin

18.02.

Constanze (Constantia, Konstanze, Constanzia)

Constanze (Constantia) war der Überlieferung nach die früh verstorbene Tochter (nach einem anderen Bericht eine jüngere Schwester) von Kaiser Konstantin dem Großen, die durch die hl Agnes von einer gefährlichen Krankheit geheilt worden war. Sie soll viel zur Anerkennung und Förderung des Christentums im Römischen Reich beigetragen haben. Aus Schmerz über ihren plötzlichen Tod ließ der Kaiser ihr zu Ehren in Rom eine prächtigen Rundbau errichten, wo ihre sterblichen Überreste beigesetzt wurden. Später wurde daraus die Kirche Santa Constanza. + an einem 18.2. um 340.

StandAdel
StadtRom

25.02.

Sebastian (Bastián)

Sebastian (Bastián) ab Apparitio, Sohn armer spanischer Bauersleute, arbeitete als Taglöhner in Salamanca. Um die alten Eltern besser unterstützen zu können und um der Armut zu entgehen, wanderte er nach Mexiko aus, wo er als Kaufmann ein beträchtliches Vermögen erwerben konnte. Da er trotz zweier Ehen kinderlos geblieben war, verschenkte er, als er 70 Jahre alt geworden war, seinen gesamten Besitz an arme Familien und wurde Franziskanermönch. + 25.2.1600.

Besonderheiteneinfache, arme Leute

01.03.

Leontine (Leontina, Leontia)

Leontina und Gefährtinnen starben in nicht mehr feststellbarer Zeit als Märtyrinnen zu Rom.

15.03.

Lucrezia (Lukretia)

Lucrezia (Lukretia) starb als Märtyrin der arabischen Christenverfolgungen in Spanien im Jahre 859 zu Córdoba

BesonderheitenMärtyrerin

21.03.

Christian

Christian war der erste Abt des 960 gegründeten, später berühmt gewordenen Klosters St.Pantaleon zu Köln. + 21.3.1002.

05.04.

Crescentia (Kreszentia)

Crescentia (Kreszentia) von Kaufbeuren kam als Anna Höß im Jahr 1682 als Kind einer sehr armen Weberfamilie im Allgäu zur Welt. Gern wäre sie ins Kloster der Franziskanerinnen in ihrer Heimatstadt eingetreten, aber ihre Aufnahmegesuche wurden immer wieder abgelehnt. Franziskanerklöster hatten keinen Besitz und waren auf die Mitgift der Schwestern und Brüder angewiesen - und die Webertochter war viel zu arm. Erst auf den ausdrücklichen Wunsch des Bürgermeisters, dem das Kloster viel zu verdanken hatte, wurde Anna Höß, inzwischen 21 Jahre alt, aufgenommen. - Doch die Oberin vergaß nie, dass die Aufnahme unter Druck erfolgt war. Der körperlich schwächlichen Novizin wurden die schwersten Arbeiten aufgebürdet, doch zur Verwunderung der Mitschwestern ertrug diese alle Quälereien, ohne sich zu beklagen. Schließlich wurde das Martyrium der Dulderin auch außerhalb des Klosters bekannt. Eine Untersuchung fand statt, die unwürdige Oberin wurde abgesetzt, die arme Webertochter aber zur Novizenmeisterin gewählt, später - 1741 - sogar zur Oberin. - Der Ruf der zarten, oft kränklichen, aber immer freundlichen Ordensfrau, die auch alle körperlichen Leiden mit unerschütterlicher Geduld ertrug - sie litt bis an ihr Lebensende unter fast unerträglichen Kopfschmerzen, die wohl psychischer Natur waren - drang schließlich auch über die Stadtgrenzen hinaus. Zuletzt standen sogar so hochgestellte Persönlichkeiten wie Kaiserin Maria Theresia, der Kurfürst von Bayern und der Kurfürst von Köln mit ihr in brieflichem Kontakt und suchten ihren Rat. Als Mutter Crescentia im Alter von 61 Jahren starb, wurde ihr Tod nicht nur im Orden, sondern auch von der ganzen Bevölkerung betrauert. Eine unüberschaubare Menschenmenge hatte sich zu ihrem Begräbnis eingefunden. + 5.4.1744

14.05.

Christian

Christian, vermutlich ein junger Soldat, starb mit mehreren Gefährten in der diokletianischen Christenverfolgung in Galatien (Kleinasien). Dem Bericht über ihre Leidensgeschichte dürften echte Akten zur Verfügung gestanden haben. + um 304. .

BesonderheitenMärtyrer

09.06.

Grazia (Gracia, Gratia, Graziella)

Grazia (Gratia) heißt das Fest "Maria, Mutter der Gnade". Es soll an die Worte des Erzengels Gabriel erinnern: "Sei gegrüßt Maria, voll der Gnade...".

05.07.

Letizia (Lätitia, Laetitia, Leticia, Lettice)

Letizia (Laetitia) heißt das Fest der sieben Freuden Mariens. Das sind: Verkündigung, Heimsuchung, Geburt Jesu, Anbetung durch die Weisen aus dem Morgenland, Wiederauffindung Jesu im Tempel, die Auferstehung Jesu und die Aufnahme Mariens in den Himmel.

13.08.

Pontian

Pontian, Papst, wurde zur Zwangsarbeit in den Bergwerken auf Sardinien verurteilt und starb an völliger Entkräftung. Sein Leib wurde ebenso wie der des Gegenpapstes Hippolyt (siehe 13.8.) nach Rom gebracht und dort am 13.8.236 beigesetzt.

StandPapst
StadtRom

04.10.

Franz (Francesco, Frank, Franko, Francis, François, Ferenc, Ferry, František, Paco)

Franz von Assisi war der Sohn eines reichen Kaufmanns, der mit einer Französin verheiratet war. Der Vater nannte ihn zärtlich „Francesco“, d.h. „mein kleiner Franzose“, weil der Junge von der Mutter ganz wie ein Franzose erzogen wurde. Giovanni Bernardone, so war sein richtiger Name, wurde ein lebenslustiger junger Ritter. Aber schon bei seinem ersten militärischen Einsatz geriet er in Kriegsgefangenschaft. Die folgende Kerkerhaft veränderte das Leben des verwöhnten Kaufmannssohnes von Grund auf. Er wollte fortan nur noch ein „Ritter Gottes“ sein und verzichtete auf das reiche väterliche Erbe. Als er alles an die Armen verschenken wollte, wurde er aber ohnehin vom erzürnten Vater enterbt. Francesco verließ seine bisherige Umgebung, um als „Poverello“, als „Ärmster unter den Armen“, zu leben. Bald schlossen sich ihm Gleichgesinnte an, meist junge Adelige und Bürgersöhne, die mit ihm predigend durch ganz Umbrien zogen. Jeder hatte zuvor Armut geloben müssen, daher nannten sie sich „Minores“, d.h. „die Minderen“. Die Bestätigung durch den Papst (1210) war die Geburtsstunde des ersten Bettelordens. Neben dem kleinen Kirchlein Santa Maria degli Angeli (Maria von den Engeln), das sie Portiuncula („kleines Teilchen“) nannten, errichteten die Mönche mit eigenen Händen ein recht ärmliches Häuschen, das zum Stammkloster der Franziskaner werden sollte. Mit seiner Jugendfreundin Clara von Assisi (siehe 11.8.) gründete Francesco 1212 einen weiblichen Zweig der Franziskaner, die Klarissinnen. Franz von Assisi hatte Einfluss auf Kirche und Gesellschaft seiner Zeit wie kaum eine andere Persönlichkeit. Er war erfüllt von einer grenzenlosen Liebe zu allen Geschöpfen. Ja, er soll sogar die Fähigkeit besessen haben, mit den Tieren zu sprechen. Im Jahr 1224 traten bei ihm zum ersten Mal die Wundmale Christi auf. Es ist dies die erste bezeugte Stigmatisierung. Der charismatische Glaubensverkünder wurde vom Volk bald wie ein Heiliger verehrt. Auf seinem Sterbelager musste er bewacht werden, da überall „Händler“ darauf lauerten, von dem Heiligen Reliquien zu ergattern, die sie teuer veräußern konnten. Am 3. Oktober 1226 starb Franz von Assisi, bereits 1228 wurde er heilig gesprochen. Seine sterblichen Überreste mussten aus Angst vor Reliquienräubern an einer geheimen Stelle vergraben werden und wurden erst Jahrhunderte später wieder aufgefunden. Der Kult um den Heiligen breitete sich mit fast unglaublicher Geschwindigkeit über das ganze Abendland aus Franziskus ist Hauptpatron Italiens, Patron der Diözese Basel, der Armen, der Kaufleute, Flachshändler, Weber, Schneider, Tuchhändler, neuerdings aber auch der Sozialarbeiter und des Umweltschutzes. - (Frank, Franco, Francis, Ferenc, Ferry, Paco, Pancho, François)

StadtAssisi
BesonderheitenOrdensgründer

08.10.

Laura (Laurentia)

Laura (Laurentia), Märtyrin zu Ancona, starb um 300 an den ihr zugefügten Misshandlungen. Bei den Griechen heißt sie Daphne

BesonderheitenMärtyrerin

12.11.

Christian (Christinus, Carsten, Karsten, Kirsten, Kristian)

Christian (Christinus) von Meseritz stammte aus einfachen Verhältnissen und hatte sich, wie einige andere bereits christliche Polen, dem Mönch Benedikt, der aus Italien als Missionar nach Polen gesandt worden war, angeschlossen. Die Männer fristeten als Glaubensboten und Einsiedlermönche unter ärmlichen Bedingungen ein recht karges Leben. Eines Abends kamen fremde Männer zu ihnen, die sie freundlich aufnahmen und sie mit dem Wenigen, das sie hatten, bewirteten. Doch die Besucher gehörten zu einer Räuberbande, zeigten plötzlich ihr wahres Gesicht, misshandelten die Mönche und suchten "Schätze". Da sie aber bei den mittellosen Missionaren nichts Wertvolles finden konnten, gerieten die Räuber in Wut und erschlugen die frommen Männer. Dies geschah in der Nacht des 12.November 1003. Die sterblichen Überreste der ermordeten Glaubens-boten wurden später im Dom von Gnesen (Polen) beigesetzt.

04.12.

Christian

Christian von Oliva wirkte als Missionsbischof bei den Pruzzen in Ostpreußen. + 4.12.1245. .

10.12.

Miltiades (Melchiades)

Miltiades (Melchiades) war von 311-314 Papst. Während seiner Amtszeit wurden die Christenverfolgungen beendet (Sieg des christenfreundlichen Kaisers Konstantin an der Milvischen Brücke; 313 Mailänder Toleranzedikt, das den Christen Religionsfreiheit zusicherte). Damit begann für die Christen eine neue Periode, eine Zeit, in der sie sich öffentlich zu ihrer Religion bekennen konnten und nicht mehr in ständiger Angst leben mussten. Miltiades erhielt von Kaiser Konstantin in Rom den Lateran geschenkt, der vorerst der Amtssitz für die Päpste wurde.

StandPapst
StadtRom

15.12.

Christiane (Christiana, Nina, Christa)

Christiane heißt "Christusbekennerin" und war anfangs nur ein Beiname. Der ursprüngliche Name der hl. Christiane von Georgien lautete wohl Nina oder Nunia. Die junge Frau war mit anderen Christen in Georgien (Grusinien) im Kaukasus in Kriegsgefangenschaft geraten. In den Jahren der Haft verliehen ihr Mut und ihr nie verzagendes Gottvertrauen den Mitgefangenen die Kraft, nicht aufzugeben. Durch ihre starke Persönlichkeit hatte die Frau die Aufmerksamkeit jener erregt, die ihr die Freiheit genommen hatten. Durch ihre Überzeugungskraft, ihren vorbildlichen Lebenswandel und ihr beeindruckendes Auftreten gelang es Christiana zuletzt sogar, die georgische Königsfamilie für den Glauben an Christus zu gewinnen. Um das Jahr 330 schloss die bewunderungswürdige Frau die Augen für immer.

18.12.

Gratian (Gatien)

Gratian (Gatien) wurde um 249 von Papst Fabian als Glaubensbote nach Gallien entsandt und dort vom Volk zum ersten Bischof von Tours gewählt. Zu Bischöfen (anfangs waren sie bloß Vorsteher der christlichen Gemeinde) wählte man damals verantwortungsvolle, angesehene Männer, die meist ein schweres Leben voll Mühsal und Gefahren vor sich hatten. Bischof Gratian konnte der Verfolgung unter Kaiser Decius entkommen und überlebte sogar die grausamste aller Christenverfolgungen unter Diokletian. + 18.12.301.

StandBischof
StadtTour
BesonderheitenMärtyrer

24.12.

Constanza (Constanze, Constantia)

Constanzia Cerioli (On: Sr.Paolina Elisabetta) gründete, 1856, als sie Witwe geworden war, aus eigenen Mitteln die Kongregation der "Schwestern und Brüder von der Heiligen Familie" für die Erziehung von Landkindern, besonders für Waisenkinder und unehelich Geborene, die überall benachteiligt wurden. Der Schwerpunkt der Ordensgemeinschaft lag in der praktischen landwirtschaftlichen Ausbildung. + 24.12. 1865.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement