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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Datum: 06.12.

06.12.

Dionysia (Denise)

Dionysia (Denise) und Gefährten starben im Jahr 484 als Märtyrer zu Tunis. Sie wurden auf Befehl des Vandalenkönigs Hunerich, eines fanatischen Arianers, zusammen mit ihrem Sohn --> Majoricus hingerichtet.

StadtTunis
BesonderheitenMärtyrer

06.12.

Henrike (Heike)

Henrike Faßbender ('Heike) war eine Franziskanernonne aus Aachen. Mit vier Gefährtinnen wollte sie 1875 auf dem Dampfer "Deutschland" in die U.S.A. (nach St.Louis) reisen, um u.a. deutsche Auswanderer seelsorgerisch zu betreuen. Als das Schiff am 6.Dezember in Seenot geriet und kein anderes Schiff in der Nähe war, um die Passagiere aufzunehmen, verzichteten die Frauen zugunsten von Familienvätern auf einen Platz in den Rettungsbooten. Die Geretteten hörten noch lange, wie die Schwestern gemeinsam mit anderen dem Untergang Geweihten laut beteten und das Lied "Näher mein Gott zu dir" sangen, bis das Schiff versank und Stille eintrat.

06.12.

Majoricus

Majoricus, der kleine Sohn der Dionysia, hatte - so heißt es in der Vita - große Angst vor dem Sterben und ging laut weinend zur Hinrichtungsstätte. Nur mit Mühe konnte das Knäblein von der Mutter beruhigt werden, sodass es zuletzt den Tod tapfer auf sich nahm.

StandKind
StadtTunis
BesonderheitenMärtyrer

06.12.

Nikolaus

Nikolaus von Myra (heute Demre in der Türkei) wuchs in einer sehr vermögenden, aber auch sehr frommen und wohltätigen Familie auf. Als beide Eltern während einer Pestepidemie gestorben waren, verteilte er sein Erbe unter den Bedürftigen und wurde Priester. Zu seiner eigenen Überraschung wurde der freigebige Mann vom Volk zum Bischof ausgerufen. In der christlichen Frühzeit wurden die Bischöfe noch von der Gemeinde gewählt. Der Bischof war ursprünglich auch nur das Oberhaupt der Christen in einer Stadt oder in einem überschaubaren Gebiet.. - Während der letzten großen Christenverfolgung unter Kaiser Galerius (um 310) wurde Nikolaus eingekerkert und schwer misshandelt, aber nicht getötet. Schwer gezeichnet von den erlittenen Folterungen trat der Bischof beim berühmten Konzil von Nicäa (325) auf. Dann schweigen die Quellen über ihn. Um die Gestalt des stets hilfsbereiten Seelsorgers entwickelte sich schon sehr früh ein reges Brauchtum. Bereits im 10.Jhdt entstand in Mitteleuropa ein Brauch, der bis heute erhalten geblieben ist: Nikolaus besucht am Vorabend seines Gedenktages die Kinder und beschenkt sie. Das Bescherungsfest für Kinder hat seinen Ursprung vielleicht darin, dass der gütige Bischof, der als Wohltäter immer unbekannt bleiben wollte, des Nachts jeweils einen Beutel mit Goldstücken durch das Fenster in die Schlafkammer dreier Töchter eines verarmten Edelmannes warf, der nicht mehr wusste, womit er seine Familie ernähren sollte. Nun hatten die Mädchen eine Aussteuer und konnten heiraten. - Darum wurden die Kinder auch ursprünglich heimlich beschenkt. Die Liebesgaben wurden (werden) abends in Schuhen, Stiefeln oder Strümpfen versteckt. Gestorben ist St. Nikolaus um das Jahr 350. - Im 10. Jhdt kam der Nikolaus-Kult durch die aus Byzanz stammende Prinzessin Theophanu, die Gemahlin von Kaiser Otto II., auch nach Mittel- und Westeuropa. - St. Nikolaus ist Patron von Russland, der Kinder, Ministranten, der Pilger, Reisenden, Kaufleute, Wirte, Weinhändler, Bierbrauer, Schnapsbrenner, Fassbinder, Schutzheiliger gegen Seenot und Wassergefahr u.a.m. Weil er seinen Mitmenschen aus den verschiedensten Nöten geholfen haben soll, wurde er als Retter bei allen Schwierigkeiten angerufen. Bauernregeln: "Regnet's an Sankt Nikolaus, wird der Winter streng, oh Graus." - "Schneit es zu Sankt Nikolo, bleibt der Winter auch schon do.