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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Stand: Kind

12.03.

Serafina (Fina)

Serafina (Fina) wurde 1238 als Kind armer Leute in San Gimignano in der Toskana gebo-ren. Obwohl sie selbst in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs, sparte sie sich jeden Bissen vom Mund ab, um es noch Ärmeren geben zu können. Sie starb im Alter von 15 Jahren am 12.März 1253 und wurde bereits wie eine Heilige verehrt. .

StandKind
Besonderheiteneinfache, arme Leute

20.04.

Hildegund (Hildgund)

Hildgund (Hildegund, Hildegunde) von Schönau pilgerte als 12-Jährige mit ihrem Vater ins Heilige Land. Der Vater starb auf der Rückreise, und so musste sie sich, als Knabe verkleidet, alleine durchschlagen. Zu Hause trat sie (1187) in das Kloster Schönau (nahe Heidelberg) ein. Doch noch ehe sie ihr Gelübde ablegen konnte, erkrankte sie schwer und starb. + 20.4. 1188.

05.05.

Nunzio

Nunzio Sulprizio kam als 8-jähriger Waisenjunge zu einem grobschlächtigen Onkel, für den er die schwerste Arbeiten verrichten musste. Sein sehnlichster Wunsch, Priester zu werden, konnte nicht in Erfüllung gehen, da niemand daran dachte, ihn in eine Schule zu schicken. Als dem jungen Mann nach einer schweren Verletzung ein Bein amputiert werden musste, starb er, erst 18 Jahre alt, am 5. Mai 1836 an den Folgen der Operation.

StandKind

12.05.

Imelda (Irmhild)

Imelda (Irmhilde, Irmlinde) Lambertini, trat schon als Kind auf eigenen Wunsch zu Bologna in ein Kloster ein, wo sie als „Probeschwester“ alle Pflichten mit großem Ernst und Eifer erfüllte. Sie starb aber schon am Tag nach dem Empfang der Ersten Heiligen Kommunion, nach der sie sich so sehr gesehnt hatte, vor dem Tabernakel kniend, und war doch erst 13 Jahre alt. + 12./13. 5.1333. Das Mädchen wurde zur Patronin der Erstkommunikanten erwählt

StandKind
StadtBologna

17.05.

Antonella (Antonia)

Antonina Mesino, ein 16-jähriges Mädchen aus Sardinien, wurde am 17.Mai 1935 von einem Mann, gegen dessen Zudringlichkeit sie sich wehrte, in der Nähe ihres Elternhauses erwürgt.

StandKind
BesonderheitenGewaltopfer

08.07.

Maria

Maria ("Mitzerl") Lichtenegger verlebte ihre Kindheit in St. Marein nahe der steirischen Landeshauptstadt Graz. Ihr Leben war so voller Unschuld, dass man hätte meinen können, sie sei ein Engel. Eines Tages erzählte das junge Mädchen, dass Jesus, als sie vor dem Tabernakel kniete, zu ihr gesprochen habe: "Mein Kind, wenn die schönsten Blumen blühen, die Lilien und Rosen, dann wirst du bei mir sein." Und so kam es dann auch. Im Mai 1923, sie war noch nicht 17 Jahre alt, erkrankte das Mädchen schwer. Sie musste die schlimmsten Schmerzen erdulden, doch alles ertrug sie gottergeben, immer mit einem freundlichen Lächeln für die Mitmenschen auf den Lippen. Bevor sie am 8. Juli 1923 starb, sagte sie noch: "Ich weiß, ich muss sterben, aber der Gedanke, zu meinem lieben Jesus zu kommen, erfüllt mein Herz mit Freude."

StandKind
BesonderheitenMystikerin

24.07.

Christina

Christina Mirabilis (d.i. "die Wunderbare") war ein Waisenkind und verdiente sich ihren Lebensunterhalt als Hirtin. Das einfache Mädchen soll zahlreiche (z.T. beglaubigte) mystische Erlebnisse gehabt haben. Sie starb um 1224 zu Sint Truiden (Belgien).

StandKind
BesonderheitenMystikerin

21.09.

Gerulf (Gerolf)

Gerulf, ein frommer Knabe, Sohn des Bürgermeisters von Merendre nahe Gent in Flandern, wurde auf dem Heimweg von der Firmung beraubt und ermordet. + um 750

StandKind
BesonderheitenGewaltopfer

18.10.

Justus

Justus (Just, Jost) von Beauvais erlitt als 9-Jähriger das Martyrium. Er hatte mit seinem Vater einen gefangen gehaltenen Onkel befreit und war danach mit ihnen davongerannt. Als sie merkten, dass sie verfolgt wurden, versteckten sich die beiden Erwachsenen, während der Knabe unbekümmert auf der Straße weiterging. Doch er wurde von den Verfolgern gefasst und, obwohl er noch ein Kind war, bald darauf enthauptet. + 287

StandKind
StadtBeauvais
BesonderheitenMärtyrer

06.12.

Majoricus

Majoricus, der kleine Sohn der Dionysia, hatte - so heißt es in der Vita - große Angst vor dem Sterben und ging laut weinend zur Hinrichtungsstätte. Nur mit Mühe konnte das Knäblein von der Mutter beruhigt werden, sodass es zuletzt den Tod tapfer auf sich nahm.

StandKind
StadtTunis
BesonderheitenMärtyrer

10.12.

Eulalia

Eulalia von Mérida ist eine der volkstümlichsten Heiligen Spaniens. Als die Christenverfolgungen unter Kaiser Diokletian wüteten, festigte sich in dem erst 12 Jahre alten Mädchen der Wunsch, auch für Christus zu sterben. Heimlich ging sie von zu Hause fort und stellte sich freiwillig dem Richter. Das Kind wurde zuerst gemartert und dann in einen brennenden Ofen geworfen. + 10.12304.

StandKind
BesonderheitenMärtyrerin

14.12.

Heron (Hero)

Heron (Hero), ein kleines, christlich erzogenes Mädchen (?) soll gemeinsam mit anderen christlichen Kindern im Jahre 240 zu Alexandria verbrannt worden sein.

StandKind
StadtAachen
BesonderheitenGewaltopfer
Datum: 12.12.

12.12.

Dietrich (Dieter, Dirk)

Dietrich (Theoderich), Mönch in der Reformabtei Gorze in Lothringen, wurde um 1082 zum Abt des Klosters in Kremsmünster (Oberösterreich) berufen, in dem er erfolgreich die Hirsauer Reform durchführte. Als Bischof Altmann von Passau (9.8) während des Investiturstreits von Kaiser Heinrich IV. aus seiner Bischofsstadt vertrieben wurde, fand er Zuflucht in Kremsmünster. + an einem 12..12. bald nach 1082

LandEuropa
BesonderheitenReformer

12.12.

Hartmann

Hartmann von Brixen, Propst in Herrenchiemsee, war von Markgraf Leopold III. von Österreich (siehe 15.11.) nach Klosterneuburg berufen worden. Wegen seiner Erfolge als Reformer wurde der Geistliche schließlich zum Bischof von Brixen erhoben. Er erneuerte auch hier überaus erfolgreich - vor allem durch sein eigenes Vorbild - das religiöse Leben. Der Ruf des großen Mannes drang weit über die Grenzen von Tirol und Österreich hinaus. + 23.12.1164.

StandBischof
StadtBrixen
BesonderheitenReformer

12.12.

Johanna (Hanna, Hannah, Jana, Janina, Janine, Joana, Joanna, Gianna, Jenny, Jovanka, Jeannette, Ivana)

Johanna Franziska von Chantal; stand nach 9 Jahren glücklicher Ehe, als ihr Gatte durch einen Jagdunfall ums Leben gekommen war, mit vier kleinen Kindern allein da. Von dem Schicksalsschlag zutiefst erschüttert, widmete sie sich ganz ihren Kindern und Werken der Barmherzigkeit. Nachdem sie im Jahr 1604 Franz von Sales (siehe 24.1.), den charismatischen Bischof von Genf, kennengelernt hatte, entwickelte sich zwischen beiden eine innige geistige Freundschaft. Gemeinsam gründeten sie den Orden "Von der Heimsuchung Mariä", deren Mitglieder heute meist "Salesianerinnen" genannt werden. Er sollte Mädchen und Frauen die Möglichkeit geben, ein gottgefälliges Leben zu führen, ohne strenge Ordensregeln erfüllen zu müssen. Die Schwestern kümmer(te)n sich um Arme und Kranke, die sie in deren Wohnungen und Häusern aufsuch(t)en. Schwere körperliche Leiden machten die letzten Lebensjahre der Johanna von Chantal zu einem Martyrium. Doch sie ertrug alles, ohne zu klagen, mit einer immer gleich bleibenden Sanftmut. Sie hatte ihr Leben in die Hände Gottes gelegt und sah jeden Schmerz als Prüfung an. Nach einem schweren, aber erfüllten Leben starb die Dulderin am 13.Dezember 1641. Franz von Sales hat einmal über Johanna geschrieben: "Ich habe in Madame de Chantal jene vollkommene Frau gefunden, die Salomon in Jerusalem gesucht, aber nicht gefunden hat." Historisches: Die im Mittelalter entstandenen Orden waren meist beschauliche Orden, für die das Gebot "Bete und arbeite" galt. Dazu kamen dann die Bettelorden. Erst in der Zeit der Gegenreformation (16./17. Jhdt) änderte sich das vollkommen. Jetzt wurden zahlreiche Orden ins Leben gerufen, die sich soziale Tätigkeit, vor allem Krankenpflege und Unterricht, zur Aufgabe machten. So entstanden die Orden der Ursulinen, der Barmherzigen Brüder und Schwestern und zahlreiche andere, die mitten unter den Menschen wirkten.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

12.12.

Konrad (Corrado)

Konrad (Corrado) von Offida, geboren 1237, trat bereits mit 15 Jahren in das Franziskaner-Kloster in Ascoli Piceno (Mittelitalien) ein. Er verzichtete auf seinen Besitz, brach sein Studium ab, entsagte Freunden und Familie und zog als Almosensammler durch die Straßen der Stadt. Vom Charisma des jungen Ordensmannes angezogen, strömten Scharen von Menschen zu seinen Predigten. Man nannte Konrad bald den „zweiten Franziskus“. + 12.121306.

12.12.

Vicelin (Witold, Wetzel)

Vicelin war 1126 von Norbert von Xanten zum Priester geweiht worden. Kurz darauf wurde ihm vom Erzbischof von Bremen der Auftrag erteilt, bei den Wenden in Ostholstein zu missionieren. + 12.12.1154..