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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Datum: 16.10.

16.10.

: Margareta (Margaretha, Margarete, Marguerite, Margot)

Margareta Maria (Marguerite-Marie) Alacoque, 1647 in der Stadt Lauthecour (Bourgogne) als Tochter eines Richters geboren, musste schon als Kind schwere Schicksalsschläge hinnehmen. Als sie 8 Jahre alt war, starb der Vater; mit 10 Jahren erkrankte sie an Kinderlähmung, von der sie aber einige Jahre später plötzlich auf unerklärliche Weise geheilt wurde. Sie war glücklich, als sie 1671 in den Orden der Salesianerinnen aufgenommen wurde. Nach dem Eintritt ins Kloster häuften sich ihre schon vorher aufgetretenen Visionen und Ekstasen. Am 16. Juni 1675 erblickte die Ordensfrau in einer Vision Jesus Christus, der ihr auftrug, den Freitag nach dem Oktavtag von Fronleichnam als Herz-Jesu-Freitag (als Symbol seiner Liebe zu den Menschen) einführen zu lassen. Obwohl die Mystikerin schwersten Anfeindungen ausgesetzt war, verfolgte sie ihr Ziel, die Verbreitung der Andacht zum heiligsten Herzen Jesu bis an ihr Lebensende. Doch als sie am 16. Oktober 1690 starb, war ihre Aufgabe noch immer nicht erfüllt. Es vergingen mehr als 150 Jahre, bis Papst Pius IX. um die Mitte des 19. Jhdts das Herz-Jesu-Fest offiziell einführte. Seither wird das Herz-Jesu-Fest jeweils am dritten Freitag nach Pfingsten gefeiert

16.10.

Gallus

Gallus gehörte zu den zwölf Mönchen, die um das Jahr 550 aus Irland gemeinsam mit Kolumban (siehe 23.11.) als Glaubensboten auf das Festland gekommen waren. Zuerst missionierten sie in Gallien, dann kamen sie zu den Alemannen in das Gebiet der Alpen. Doch ihre Predigten waren nicht von Erfolg begleitet. Kolumban zog weiter nach Italien, Gallus blieb, da seine Gesundheit angeschlagen war, zurück. In einer einsamen Gegend südlich des Bodensees, baute er sich eine Klause. Im Lauf der Zeit wurde der Einsiedler zu einem begehrten Ratgeber für das Volk. Alle Anträge, Bischof oder Abt zu werden, lehnte er ab. Er war glücklich und zufrieden in seinem Wald, wo sich inzwischen eine Schar Gleichgesinnter um ihn gesammelt hatte. Am 16.Oktober 640 starb er. Über dem Grab des Einsiedlers entstand in der Folge die Abtei St.Gallen. Und schließlich wurden auch die hier entstehende Stadt und ein Kanton nach ihm benannt. Bauernregeln: "Gießt Sankt Gallus wie ein Faß, so ist der nächste Sommer naß. Ist er aber trocken, folgt vom Sommer noch ein Brocken." "Sankt Gall' treibt die Kuh in den Stall." Um den Sankt Gallus-Tag, den Nachsommer man erwarten mag." "Bis Sankt Gallus müssen alle Früchte aus dem Garten in den Keller." "Auf Sankt Gallus Tag muß der Apfel in den Sack." "Zu Sankt Gallen muß der Apfel fallen." "Auf den Tag Sankt Gallus, die Weidekuh in den Stall muß."

16.10.

Gordon

Gordon lebte zu einer nicht mehr feststellbaren Zeit als Einsiedler im Hennegau. Er wurde von Hunnen (oder Normannen ?) ermordet.

BesonderheitenEinsiedler Gewaltopfer

16.10.

Hedwig

Hedwig, Herzogin von Schlesien, wurde 1174 auf Schloss Andechs am Ammersee in Oberbayern geboren. Bereits in ihrem 13. Lebensjahr wurde sie, wie es damals üblich war, verheiratet, und zwar mit Herzog Heinrich von Schlesien, den sie noch nie zuvor gesehen hatte (Auch das war damals üblich). Mit 14 wurde sie zum ersten Mal Mutter. Die vom Vater gestiftete Kinder-Ehe wurde überaus glücklich. Die Herzogin wurde eine vorbildliche Gattin und Mutter. Nach der Geburt des siebenten Kindes bat sie ihren Gatten, mit ihm enthaltsam leben zu dürfen. Der Herzog respektierte ihren Wunsch. Während ihres ganzen Lebens widmete sich die Herzogin dem Wohl ihres Volkes. Von ihren Einkünften verwendete sie nur einen kleinen Teil für sich, mit dem anderen stiftete und erhielt sie soziale Einrichtungen. Mit viel Klugheit, großem Weitblick, charakterlicher Festigkeit und Organisationstalent unterstützte sie ihren Gatten bei der Vertiefung des christlichen Lebens und der kulturellen Förderung ihrer neuen Heimat. Sie rief mehrere Orden ins Land, stiftete Spitäler und andere Krankenpflegeeinrichtungen, war eine große Wohltäterin und wurde vom Volk bald wie eine Heilige verehrt. 1238 starb der geliebte Gatte, 1241 fiel ihr ältester Sohn im Kampf gegen die eingefallenen Mongolen. Nach diesen schweren Schicksalsschlägen zog sich die gütige Landesmutter in das Kloster Trebnitz zurück, wo sie bereits zwei Jahre später, am 14.Oktober 1243 im Alter von 70 Jahren starb. Hedwig ist die Schutzheilige von Polen und von Schlesien, die Patronin der Brautleute und der aus ihrer Heimat Vertriebenen. Bauernregeln: "Hedwig und Galle (Gallus) machen das schöne Wetter alle." - "Sankt Hedwige gibt den Zucker in die Rübe." - "Wenn Hedwig kommt, schneid' ab den Kohl, er schmeckt im Winter trefflich wohl." - "Mit Sankt Hedwig und Sankt Gall', schweigt der Vögel Sang und Schall."

BesonderheitenSozialengagement

16.10.

Lullus

Lullus, der um 737 aus England gekommen war, wurde der erste Erzbischof von Mainz. + 16.10.786.