Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler
(Makarius), "Ureinsiedler", war ein (griechischer) Bäcker in Alexandria in Ägypten. Mit 40 Jahren zog er sich in die Sketische Wüste (Natrontal nordwestlich von Kairo) zurück und lebte hier 60 Jahre lang in strengster Askese. Er soll Kranke geheilt und Dämonen ausgetrieben haben. Da sich im Laufe der Zeit viele andere Einsiedler um ihn scharten und so eine kleine "Mönchsgemeinde" entstand, wird Makarius auch als "Mönchsvater" bezeichnet. + 394. Lostag: "Wie's Wetter um Makarius war, so wird der September: trüb oder klar."
Namenstag: 2.1 Namenspatron: Makarius (Makarios, Makaris), „Ureinsiedler“, war Bäcker in einer vornehmen Straße in der ägyptische Metropole Alexandria. Erst mit 40 Jahren wurde er Christ, verzichtete jetzt auf seinen einträglichen Beruf und zog sich als Einsiedler in die Sketische Wüste zurück, die in der Folge zum Hauptsammelpunkt des ägyptischen Mönchtums wurde. Mit seinem gewinnenden Wesen gelang es ihm immer wieder, Menschen, die in ihrer Not zu ihm pilgerten, mit neuer Hoffnung zu erfüllen. Es heißt, er habe die Gabe der Krankenheilung und der Weissagung besessen. Da sich im Laufe der Zeit viele andere Einsiedler um ihn scharten und so eine kleine „Mönchsgemeinde“ entstand, wird Makarius auch als „Mönchsvater“ bezeichnet. - - Wusste er einmal keinen Rat, wie er selber Versuchungen widerstehen könnte, so füllte er einen Sack mit Sand und schleppte ihn so lange in der heißen Sonne umher, bis die Begierden des Körpers wieder unter der Botmäßigkeit des Geistes standen. + 394 - Makarius ist Patron der Bäcker, der Mönche und Schutzheiliger gegen Versuchungen und Anfechtungen.
Margarita (Marguerite, Margot) Bourgeoys wurde 1620 in Troyes in der Champagne (Nordostfrankreich) geboren, wanderte 1653 nach Montreal im damals noch französischen Kanada aus und arbeitete dort unter den schwierigsten Umständen und großen Entbehrungen als Jugenderzieherin. Es gelang ihr schließlich sogar, Schulen und Missionsstationen ins Leben zu rufen. Zuletzt gründete sie die Schwesternkongregation Unserer Lieben Frau von Montreal, die bald im ganzen Land Niederlassungen aufweisen konnte. + 12.1.1700. -
Hilarius von Poitiers, Kirchenlehrer, stammte aus einer heidnischen Familie und war wahrscheinlich im höheren Verwaltungsdienst tätig. Immer wieder beschäftigte ihn die Frage nach dem Tod, nach der Bestimmung des Menschen und dem Sinn der menschlichen Existenz. Dann las er die Bibel - und fand eine Antwort auf seine Fragen. Im Jahr 345 ließ er sich taufen, und schon um 350 wurde er vom Volk zum Bischof seiner Heimatstadt ausgerufen. Sehr bald sah er sich in eine Auseinandersetzung mit dem Arianismus, dem der damalige römische Kaiser anhing, hineingezogen und wurde deshalb in den Osten des Reiches verbannt. Hier studierte Hilarius das Denken des Orients. In seiner im Exil verfaßten Schrift "De Trinitate" (Über die Dreifaltigkeit) bemühte er sich, die Lehre des Arius, für den Christus nur ein Mensch war, zu widerlegen. Doch trotz allem suchte der Bischof immer das Gespräch mit den Gegnern, verband östliche und westliche Theologie mit einander und setzte sich für die Vereinigung der beiden feindlichen christlichen Glaubensrichtungen ein. Gerade seine Versöhnlichkeit aber war führenden Arianern ein Dorn im Auge. So veranlassten sie den Kaiser, den "Unruhestifter" nach Gallien zurückzuschicken. In allen seinen Schriften betont Hilarius immer wieder die Verträglichkeit von Glauben und Vernunft und dass zu einem wahren Theologen nicht nur ein scharfer Verstand, sondern auch ein gläubiges Herz gehört. + 13.1.367.
Marius (Mario) und Martha, ein christliches Ehepaar aus Persien, war mit seinen beiden Söhnen zu den Apostelgräbern nach Rom gepilgert. Dort wurde die ganze Familie während einer Christenverfolgung aufgegriffen und am 13.Meilenstein der Via Cornelia gemartert und getötet. Mitleidige Christen begruben sie an der Stelle ihres Martyriums. ++ um 305. Historischer Exkurs (Marius hieß jener berühmte römische Feldherr (156-86 v.Chr.), der sich auf Grund seiner Tüchtig-keit vom Bauernsohn zu den höchsten Staatsämtern emporgearbeitet hatte. Er war siebenmal Konsul und galt als "Retter des Vaterlandes". Im Jahre 105 reformierte er das römische Heerwesen, indem er ein Berufsheer schuf, das seine Soldaten aus den untersten Volksschichten rekrutierte. Damit hatte er zwei Fliegen auf einen Schlag getroffen: Die freien römischen Bauern mussten nicht mehr ins Heer einrücken und die besitzlosen Proletariersöhne waren versorgt.)
Katharina de'Ricci (Taufname: Alessandra), eine Dominikanernonne, geboren 1522 in Florenz, gehörte zu den am meisten beachteten Kirchengestalten ihrer Zeit. Sie erlebte Visionen und trug die Wundmale Christi. Die Briefe, die sie an viele bekannte Persönlich-keiten ihrer Zeit schrieb, gelten heute als wichtige kirchengeschichtliche Zeugnisse. + 1.2.1590. .
Maria Katharina Kasper, eine Bauerntochter aus Dernbach im Westerwald, rief 1820 in ihrem Heimatort zusammen mit sechs Gefährtinnen eine Gemeinschaft ins Leben, die sich um Arme und Kranke kümmerte. Daraus entstand (1851) der Orden "Arme Dienstmägde Jesu Christi". Die sogenannten "Dernbacher Schwestern" hatten, als ihre Gründerin starb, bereits Niederlassungen in vielen Ländern, sogar in den U.S.A. + 2.2.1898. .
Anna Katharina Emmerick (Annekathrin), die Tochter armer Bauern, verdiente sich ihren Lebensunterhalt als Dienstmagd. 1802 konnte sie ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen und in das Kloster Dülmen (Westfalen) eintreten. 1813 wurde bekannt, dass die Ordensfrau die Wundmale Christi trug und schwere Schmerzen erdulden musste. Dies brachte ihr einerseits Verehrung ein, andererseits wurde sie von Spöttern belächelt. Anna Katharina Emmerick hatte die Gabe, weit von ihr entfernte Begebenheiten zu beobachten. Immer wieder bestätigten spätere Nachrichten ihre Angaben. Ein Rätsel blieb ebenso, wie die Frau, die nachweislich nur ein Jahr lang eine Schule besucht und nur die plattdeutsche westfälische Mundart gelernt hatte, ein ausgezeichnetes Hochdeutsch sprechen und sogar Latein verstehen konnte. Clemens Brantano, der bekannte Dichter der deutschen Romantik, zeichnete, allerdings mit großer dichterischer Freiheit, ihre Visionen auf. + 9.2.1824. - (Antje, Anke)
Maria Lourdes (Gedächtnis Unserer Lieben Frau in Lourdes). Am 11.2.1858 erschien der 14jährigen Bernadette Soubirous, einem einfachen Mädchen aus ärmlichsten Verhältnissen, das kaum lesen und schreiben konnte, zum ersten Mal in der Grotte von Massabielle - wie sie es selber ausdrückte - "eine schöne Dame". Während einer der 18 Erscheinungen - die letzte ereignete sich am 16.7.1858 - entsprang auf Geheiß der "Dame" in der Grotte eine Quelle, an der sich bald wunderbare Heilungen ereigneten. Nach dem Eintauchen der Beine konnte ein dreijähriges, lahm geborenes Kind plötzlich gehen, dann wurde ein blindes Mädchen sehend.
Margarita (Margherita, Margareta) von Cortona, ein bildhübsches Mädchen, dessen Eltern Bauern waren, lebte als Mätresse mit einem jungen Grafen, der sie wegen des Standesunterschiedes nicht heiraten durfte, zusammen. Als ihr Geliebter von Wegelagerern ermordet worden war und sie vor seinem entstellten Leichnam stand, wurde ihr die Vergänglichkeit des Lebens bewusst. Innerlich vollkommen verändert, trat sie in ein Kloster ein und führte fortan ein Leben der Buße und des Dienstes am Nächsten. + 22.2.1297.
Maria-Elisabeth Bönnemann wirkte als liebevolle Barmherzige Schwester zu Essen. + 10.3.1929. (Marlies, Marilies).
Zacharias, der letzte Papst, der aus Griechenland stammte; bemühte sich unermüdlich um einen Frieden mit den in Italien eingefallenen Langobarden. + 15.3.752 .
Katharina (Karin) von Schweden wurde im Jahre 1331 als Tochter der heiligen Brigitta (23.7.) geboren. Mit 14 Jahren wurde sie, wie damals üblich, verheiratet. 1349, sie war jetzt 18 Jahre alt, begleitete Karin ihre Mutter nach Rom, wo die Schönheit der Nordländerin bei vielen Römern offene Bewunderung hervorgerufen haben soll. In Rom erreichte sie die Nachricht, dass ihr Mann plötzlich gestorben sei. Die junge Witwe beschloss daraufhin, bei ihrer Mutter zu bleiben, der sie nun 23 Jahre lang als treue Weggefährtin zur Seite stand. Nach dem Tode der Mutter brachte Katharina unter größten Schwierigkeiten deren sterbliche Überreste in die schwedische Heimat nach Vadstena, wo die Verstorbene 30 Jahre zuvor das erste Kloster des von ihr ins Leben gerufenen „Erlöserordens“ hatte erbauen lassen. Katharina/Karin wurde hier Äbtissin. + 24.3.1381
Maria Rosa Flesch (On: Sr.Margaretha) gründete 1863 die Kongregation der "Franziskanerinnen von Waldbreitbach". Die Schwesterngemeinschaft betreut bis heute Kinder-gärten, widmet sich der Fürsorge um die Armen, heilpädagogischen Einrichtungen, der stationären Krankenpflege - besonders in der Psychiatrie - und ist im Krankensozialdienst tätig. Ihre Gründerin starb am 25.März 1906 in Waldbreitbach (Rheinland-Pfalz).
Larissa (Lara), Märtyrin auf der Halbinsel Krim, verbrannte (im 4. Jhdt) in einer Kirche, die auf Befehl eines Gotenführers verriegelt und angezündet worden war, gemeinsam mit anderen Gläubigen während eines Gottesdienstes bei lebendigem Leibe.
Maria Restituta Kafka (Taufname: Helene/Jelena), eine Schwester der „Franziskanerinnen von der christlichen Liebe (Hartmann-Schwestern)“, gehört zu jenen christlichen Bekennern, die während der Herrschaft des Nationalsozialismus für ihre Überzeugung in den Tod gegangen sind. Sie stammte aus Hussowitz bei Brünn in Mähren. In Wien, wo „Schwester Resoluta“, wie man sie wegen ihres resoluten Auftretens scherzhaft nannte, 23 Jahre lang als Kranken- und Operationsschwester tätig war, wurde sie wegen ihrer klaren Aussagen von den neuen Machthabern ständig mit Misstrauen beobachtet. Als ihr Spital 1938, nach dem Anschluss, aus öffentlichen Mitteln umgebaut wurde, widersetzte sie sich der Anordnung von Seiten der städtischen Behörden, alle Kreuze aus dem Krankenhaus zu entfernen. Schwester Restituta hängte eigenhändig in jedem Krankenzimmer ein Kruzifix auf. Die NS-Verwaltung forderte ihre Abberufung, der Orden weigerte sich, dem Befehl nachzukommen, Restituta blieb. Doch was noch blieb, war der Hass der Nationalsozialisten. - Jahre später kam dann die Antwort. Spitzel hatten bei ihr ein von einem Soldaten verfasstes Spottgedicht gegen das NS-Regime gefunden. Die Schwester wurde von der Gestapo verhaftet. Nach einem Schauprozess wegen „Hochverrats“ lautete das Urteil: Tod durch Enthauptung. Aus der Todeszelle schrieb die tapfere Frau: „Gott legt uns nicht mehr auf, als wir ertragen können.“ Am 30. März 1943 wurde Schwester Maria Restituta durch das Fallbeil hingerichtet.
Maria (Mirjam) von Ägypten führte als junges Mädchen in Alexandria ein Leben als käufliche Dirne. Bei einem Besuch in Jerusalem wollte sie, die zwar eine getaufte Christin war, aber von Religion nichts hielt, aus Neugierde die Grabeskirche aufsuchen, wo gerade das Kreuz Christi ausgestellt wurde. Doch plötzlich, so wird berichtet, wurde sie von einer unsichtbaren Kraft zurückgehalten, und eine innere Stimme sprach zu ihr: „Du bist nicht wert, das Kreuz dessen zu sehen, der für dich in namenlosen Schmerzen gestorben ist.“ In dem Mädchen ging eine völlige innere Wandlung vor sich. Sie wurde von einer tiefen Reue ergriffen und beschloss, als Buße für ihr bisheriges Leben in Hinkunft als Einsiedlerin in der Wüste zu leben. 47 Jahre lang harrte sie in der Einsamkeit aus, bis zu ihrem Tod. + 430 Ihre außergewöhnliche Lebensgeschichte hat zu vielen Darstellungen in der Kunst angeregt. Sie ist Patronin der reuigen Sünderinnen.
Rose-Marie Julie Billiart, 1751 in der Picardie (F) geboren, gab schon als Kind anderen Kindern Religionsunterricht. Durch einen Schock - sie musste einen Mordanschlag auf ihren Vater mit ansehen - wurde sie mit 23 Jahren plötzlich gelähmt. - Während der Französischen Revolution geriet die aktive Christin in den Verdacht, verfolgten Geistlichen Unterschlupf zu gewähren. Daher sollte die körperbehinderte "Hexe" auf dem Scheiter-haufen verbrannt werden. Mutige Freunde schmuggelten sie aber, in Strohballen versteckt, aus der Stadt. Immer auf der Flucht, konnte sie der Guillotine entgehen. In Amiens, wo die Frau endlich Ruhe gefunden hatte, rief sie 1804 die Kongregation der "Schwestern Unserer Lieben Frau" ins Leben, die sich der Mädchenerziehung widmen sollten. Doch die bekennende Christin wurde (1809) abermals vertrieben und fand in Namur (heute Belgien) Unterschlupf. Hier entstand das neue Mutterhaus des Ordens, der bald regen Zulauf zu verzeichnen hatte. Nach Jahren der Selbstaufgabe durfte Rose Marie Billiart im Alter noch erleben, dass sie völlig unerwartet von ihrer Lähmung geheilt wurde. + 8.4.1816.
Maria, Frau des Kleophas (oder Gattin des Alphäus und Tochter des Kleophas?), war eine Jüngerin Jesu und stand unter dem Kreuz Christi. Vermutlich war ihr Gemahl ein Bruder des hl Joseph. Ihr Sohn war wohl Simon der „Herrenbruder“ (18.2.), der nach dem Tode des Apostels Jakobus zum Bischof von Jerusalem gewählt wurde
Teresa-Maria a Cruce, geboren 1846 in Campi Bisenzio (I), gründete das "Institut der Karmelitinnen von der hl Theresia", das sich ganz der Betreuung von Kindern widmet. + 23.4.1910.
Katharina (Caterina) von Siena ist eine der außergewöhnlichsten Frauengestalten der Kirchengeschichte. „Sie war klein von Gestalt, aber groß von Geist und Würde.“ Wie Teresa von Àvila ist sie eine der beiden Kirchenlehrerinnen. Im Jahre 1324 erblickte Caterina als 24. (und letztes) Kind der Wollfärberfamilie Benincasa in Siena (Toskana) das Licht der Welt. Es war eine Zeit, in der Kirche und Papsttum stark an Ansehen verloren hatten. Unter dem Druck der Könige von Frankreich war die Residenz der Päpste nach Avignon in der Provence verlegt worden. In ganz Italien waren Städtekämpfe an der Tagesordnung, das einfache Volk litt unter der Bedrückung durch mächtige Herren. Als Caterina 12 Jahre alt war, suchten die Eltern für sie einen Bräutigam aus. Das Kind aber lehnte mit Nachdruck eine Heirat ab und musste nun deshalb ständig Vorwürfe der Eltern hinnehmen. Doch dann erkrankte sie an Pocken, die ihr Gesicht entstellten. Völlig zurück-gezogen lebte das Mädchen fortan in der häuslichen Abgeschiedenheit, nur mehr im elterlichen Betrieb mithelfend. Mit 18 Jahren verließ sie das Elternhaus und trat in das Kloster der Dominikanerinnen in der Stadt ein. Als 1374 die Pest ausbrach, kümmerte sich Caterina gemeinsam mit anderen Schwestern um die Opfer der verheerenden Epidemie Obwohl sie noch jung war, wurde die hochintelligente Frau mit der Zeit als Ratgeberin von hochgestellten Persönlichkeiten, kirchlichen wie weltlichen, geschätzt und respektiert. Es war hauptsächlich das Verdienst der weithin bekannten Ordensfrau, dass der Papst aus Avignon, dem „babylonischen Exil der Kirche“ nach Rom zurückkehrte. Dass Katharina von Siena die Wundmale des Gekreuzigten empfangen hatte, wurde erst nach ihrem Tod bekannt. Mit 33 Jahren starb die große Frau in Rom, wo sie in der Basilika Santa Maria sopra Minerva ihre letzte Ruhestätte fand, am 29. April 1380. Katharina von Siena ist Patronin von Italien, zweite Patronin von Rom und Schutzheilige der Sterbenden Anmerkung: Pest und andere Seuchen forderten besonders unter der Geistlichkeit zahllose Opfer, da sie zu den Sterbenden gerufen wurden und sich ansteckten. Viele Geistliche flohen daher - ebenso wie viele Ärzte - aus den Seuchengebieten, um das eigene Leben zu retten
Aribo (Arbeo), ein Schüler des hl Korbinian (siehe 20.11.), wurde 763 zum (ersten) Abt des Klosters Scharnitz in Oberbayern, zwei Jahre später zum Bischof von Freising ernannt. Bald zählte er zu den angesehensten Kirchenpersönlichkeiten seiner Zeit. Mehrere neue Klöster, so Schlier-see und Innichen, sind Aribos Gründungen. Literarische Berühmtheit erlangte der bayrische Bischof als Verfasser des Abrogans, des ersten deutsch-lateinischen Wörterbuchs. + 4.5.783 .
Maria-Caterina Troiani wurde 1813 in dem italienischen Städtchen Giuliano di Roma geboren. Aus Berufung und mit dem festen Willen, den Mitmenschen zu helfen, wurde sie Franziskanerschwester. - Obwohl christliche Missionare in islamischen Ländern vor fast unüberwindliche Schwierigkeiten gestellt wurden (werden), ging die junge Ordensfrau mit einigen Mitschwestern nach Ägypten. Hier wurde den italienischen Nonnen bald bewusst, wie rechtlos die moslemische Frau in der Öffentlichkeit war. Alleinstehende Frauen, besonders verstoßene Ehefrauen, lebten am Rande der Gesellschaft und wurden von dieser völlig ignoriert. Um diese Unglücklichen wollten sich die italienischen Schwestern kümmern. So rief Maria-Caterina Troiani in Kairo die Kongregation der "Franziskaner - Missionarinnen von Ägypten" ins Leben, die sich die Betreuung allein gelassener oder verstoßener Frauen und Mädchen zur Aufgabe machten und ein wirklich weites Betätigungsfeld fanden. Die Ordensfrau aus Italien, die für die Frauen in Ägypten so viel Gutes tun konnte, starb nach einem Leben der Aufopferung für die anderen am 6.Mai 1887..
Maria Domenica Mazzarello, 1837in Piemont (Norditalien) geboren, kümmerte sich schon als junges Mädchen um Waisenkinder, die nirgendwo ein richtiges Zuhause hatten. 1864 lernte sie den großen Pädagogen Johannes Bosco (siehe 31.1.) kennen, dessen Bemühungen, verwahrlosten Buben ein Heim zu geben, sie als Mitarbeiterin unterstützte. Damit auch ver-wahrloste Mädchen betreut werden konnten, gründete Domenica Mazzarello 1872 mit Don Boscos Unterstützung die Kongregation "Töchter Mariä, Hilfe der Christen", bekannter geworden als "Don Bosco Schwestern". + 14.5. 1881.
Maria-Magdalene de'Pazzi, die 1566 in Florenz geboren wurde, gilt als eine der bedeutendsten Mystikerinnen der katholischen Kirche. Ihre Visionen und Prophezeiungen wurden von Mitschwestern aufgezeichnet. + 25.5.1607.
Maria-Anna (Marianne) von Jesus hieß mit bürgerlichem Namen Mariana de Paredes y Flores und war 1618 in Ecuador zur Welt gekommen. Bereits mit sechs Jahren verlor sie ihre Eltern. Deshalb wurde das Waisenkind von einer älteren Schwester in ihrem Haus in Quito aufgenommen. Schon mit 12 Jahren wurde das fromme Mädchen Franziskanerterziarin. Von nun an wollte sie nur noch im Dienste Gottes und der Mitmenschen stehen. Auf Grund ihrer unzähligen Werke der Nächstenliebe nannte man das Mädchen aus Ecuador bald "die Lilie von Quito". Marianna wollte für andere Sühne leisten und strebte selbst nach immer größerer Vollkommenheit. Als Quito von einer Pestepidemie heimgesucht wurde, starb die Mystikerin, erst 26 Jahre alt, am 26.Mai 1645. Es hieß, die junge Frau habe ihr Leben für die Errettung ihrer Heimatstadt Gott angeboten, und er habe ihr Gebet erhört.
Marie, Gräfin Droste zu Vischering (On: Maria vom Göttlichen Herzen) war wegen eines Rückenmarkleidens jahrelang ans Bett gefesselt. Trotzdem erfüllte sie die ihr gestellten Aufgaben als Oberin und machte ihr Kloster zu einem geistigen und geistlichen Mittelpunkt. + 8.6.1899.
Anna-Maria Taigi wurde 1769 in der Stadt Siena in der Toskana geboren. Sie stammte aus einfachen Verhältnissen, heiratete, zog in ihrer kleinen, nur zwei Zimmer umfassenden Wohnung sieben Kinder groß, war ihrem Mann eine großartige Lebensgefährtin und trotz der ärmlichen Verhältnisse, mit denen sie zurecht kommen musste, eine zufriedene Hausfrau und Mutter. Ihre bescheiden-sympathische und freundlich-heitere Art wirkten wohl-tuend auf die gesamte Umgebung. hr Haus war ständig voll mit Besuchern; die kluge Frau war "jedermanns Trost", jeder konnte sich bei ihr aussprechen, jedem hörte sie zu. So war es nicht verwunderlich, dass man ihr nachsagte, sie könne Kranke heilen. Dass gerade dieser einfachen und bescheidenen Frau immer wieder mystische Erlebnisse zuteil wurden und sie zukünftige Ereignisse voraussah, ahnte lange Zeit niemand. Am 9. Juni 1837 starb die Frau nach einer langen, schmerzvollen Krankheit., ohne dass sie jemals Verbitterung gezeigt hätte. (Annemarie, Annamaria)
Anna-Maria (Annemarie) Scherer (On.: Maria Theresia) wurde 1825 in Meggen im Kanton Luzern als Kind einer recht armen Bauernfamilie geboren und verlor sehr früh den Vater. Schon als junges Mädchen kümmerte sie sich selbstlos um Kranke und Arme und schloss sich schließlich, unterstützt vom Kapuzinerpater Theodos Florentini, mit 4 Gefährtinnen zu einer Gemeinschaft zusammen, deren Mitglieder Armenfürsorge und Krankenpflege als ihren Lebensinhalt ansahen. Sie nannten sich „Ingenbohler Schwestern“. Mutter Maria Theresia, die Gründerin, die Herzensgüte mit großer Willensstärke verband, führte ihre Kongregation trotz vieler zu überwindender Schwierigkeiten zu großer Blüte. + 16.6.1888.
Marina starb vermutlich unter Kaiser Diokletian um 304 als Märtyrin zu Alexandria in Ägypten. Ihre Reliquien kamen später nach Venedig, wo sie besonders verehrt wurde. (Möglicherweise ist die Heilige identisch mit einer gleichnamigen Märtyrin, die im 3. Jhdt in Antiochia starb.)
Maria-Dolores, auch "Dolorosa" , d.i. "die Schmerzensreiche", genannt, war eine Jungfrau in Brabant (heute Belgien). Als sie die zudringlichen Angebote eines jungen Burschen scharf zurückwies, bezichtigte sie der gekränkte Liebhaber fälschlich des schweren Diebstahls. Das Mädchen wurde, trotz aller Beteuerungen, unschuldig zu sein, zum Tode verurteilt, gepfählt und lebendig begraben. Erst nach ihrem grausamen Tod kam die Wahrheit ans Tageslicht. An ihrem Grab sollen sich in der Folge zahlreiche Wunder ereignet haben. + 18.6.1290. Historischer Exkurs Im Mittelalter war das Begraben bei lebendigem Leibe eine Strafe, die bei schweren Vergehen auf Frauen angewandt wurde. Bevor die Verurteilte ganz zugeschüttet war, wurde sie "gepfählt", d.h. ihr wurde mit einem Pfahl oder einem Pfeil das Herz durchbohrt. Für Männer waren noch schrecklichere Todesarten vorgesehen.
Marie (Marion) von Oignies pflegte die Aussätzigen im Leprosenheim zu Willembroek in Brabant. + 23.6. 1213.
Maria (Marietta) Goretti, eine der jüngsten Heiligen unserer Zeit, war das älteste von fünf Kindern einer armen Landarbeiterswitwe, die sich nach dem Tod ihres Gatten in einem Dorf in der Nähe von Nettuno im Süden Italiens für ihre Kinder abrackerte und doch nur gerade das Lebensnotwendigste für die Familie erarbeiten konnte. - Der 16-jährige Sohn des Pacht-herrn stellte dem auffallend schönen Mädchen, sie war erst 12 Jahre alt, schon lange nach. Marietta erzählte nichts davon ihrer Mutter, um sie nicht noch mehr zu belasten. An einem Sonntag, es war der 5. Juli 1902, kam es zur Katastrophe. Alessandro, so hieß der Knabe, versuchte Marietta Gewalt anzutun. Als sie sich verzweifelt wehrte, stach der Bursche im Jähzorn mit dem Messer auf das heftigen Widerstand leistende Mädchen ein. Verwundet durch 14 Messerstiche wurde die Schwerverletzte ins Krankenhaus gebracht, wo sie am Tag darauf starb. Noch in der Todesstunde hat sie ihrem Mörder verziehen. - Ihre Heilig-sprechung am 24. Juni 1950 auf dem Petersplatz, im Beisein der alten Mutter, war eine der berührendsten Kanonisationsfeiern. Der junge Mörder aber hatte keinerlei Reue gezeigt und das Urteil - 30 Jahre Zwangsarbeit - gelassen hingenommen. Erst nach Jahren - er gab an, Marietta sei ihm im Traum erschienen - wurde ihm seine Tat wirklich bewusst. Nach seiner vorzeitigen Entlassung im Jahr 1928 wurde er Laienbruder im Kapuzinerorden.
Maria-Theresia Ledochowska, war eine österreichische, polnisch-stämmige Gräfin, die ihr Leben ganz der Missionierung Schwarzafrikas verschrieben hatte. Unermüdlich kämpfte sie gegen die Sklaverei und rief die gegen die Sklaverei gerichtete "Petrus-Claver-Solidarität" ins Leben. Die "Mutter der Schwarzen" kam später nach Europa zurück, richtete mehrere Druckereien ein und gab religiöse Schriften über und für Schwarzafrika heraus. Auch durch Vorträge förderte und unterstützte sie die Missionen. + 6.7.1922.
Maria ("Mitzerl") Lichtenegger verlebte ihre Kindheit in St. Marein nahe der steirischen Landeshauptstadt Graz. Ihr Leben war so voller Unschuld, dass man hätte meinen können, sie sei ein Engel. Eines Tages erzählte das junge Mädchen, dass Jesus, als sie vor dem Tabernakel kniete, zu ihr gesprochen habe: "Mein Kind, wenn die schönsten Blumen blühen, die Lilien und Rosen, dann wirst du bei mir sein." Und so kam es dann auch. Im Mai 1923, sie war noch nicht 17 Jahre alt, erkrankte das Mädchen schwer. Sie musste die schlimmsten Schmerzen erdulden, doch alles ertrug sie gottergeben, immer mit einem freundlichen Lächeln für die Mitmenschen auf den Lippen. Bevor sie am 8. Juli 1923 starb, sagte sie noch: "Ich weiß, ich muss sterben, aber der Gedanke, zu meinem lieben Jesus zu kommen, erfüllt mein Herz mit Freude."
Anne-Marie Javouhey, die Gründerin der "St.Josephs Missionsschwestern"; wirkte viele Jahre erfolgreich in Afrika (Senegal) für die Sklavenbefreiung. + 15.7.1851.
Marie-Madeleine Postel, kümmerte sich liebevoll um verwahrloste Jugendliche und versteckte unter Lebensgefahr während der Französischen Revolution verfolgte Priester. + 16.7.1846.
Gabriella Croissy, Charlotte Thouret, Angelika (Angélique) Roussell und 13 Gefährtinnen mussten als Märtyrinnen der Französischen Revolution zu Compiègne ihr Leben lassen. Die Karmelitinnen von Compiègne waren schon zu Beginn der Verfolgungen aus ihrem Kloster vertrieben worden und lebten nun versteckt in kleineren Gruppen zusammen. Am 22.Juni 1794, während der Zeit der Schreckensherrschaft ("La Grande Terreur") unter der Führung von Maximilien Robespierre, wurden 16 Schwestern aufgegriffen, verhaftet und in Ketten (!) gelegt, dann plötzlich nach Paris überstellt. Die Hände auf den Rücken gebunden, wurden die Ordensfrauen auf harte Pferdewagen geworfen und auf der Fahrt in die Hauptstadt von den bewaffneten Begleitern pausenlos schikaniert. Im Pariser Gefängnis litten sie unter Hunger und Durst und mussten die täglichen Quälereien der sadistischen Bewacher über sich ergehen lassen. Von einem Revolutionstribunal wurden sie am 17. Juli 1794 zum Tode ver-urteilt und noch am selben Tag durch das Schafott hingerichtet; Auf dem Blutgerüst beteten die Ordensfrauen gemeinsam, erneuerten Taufgelöbnis und Ordensgelübde. Dann mussten sie, eine nach der anderen, ihr Haupt unter das Fallbeil legen.
Marina von Bithynien wurde (im 5. Jhdt) als Knabe verkleidet vom Vater ins Kloster mit-genommen. Als man sie der Vaterschaft eines unehelichen Kindes beschuldigte, nahm sie die ungerechte Bestrafung mit Demut hin. Erst nach ihrem Tod erfuhr man ihr wahres Geschlecht.
Marina (Macrina) von Cäsarea war die Schwester des bedeutenden Kirchenlehrers Basilius des Großen. Die junge Frau galt als überaus gebildet und besaß eine außergewöhnlich hohe Intelligenz. Für viele Intellektuelle war sie daher eine gesuchte und geschätzte Gesprächspartnerin. Doch wenn ihr auch noch so viele weise Männer ihren Respekt zollten, Marina war nur eine Frau und konnte ihre Fähigkeiten nicht - so wie ihre Brüder - in der Öffentlich-keit einsetzen. Nachdem ihr Verlobter ganz unerwartet gestorben war, zog sie sich mit ihrer Mutter auf den Familienbesitz zurück und führte ein beschauliches, weltabgeschiedenes Leben. Am 19.Juli 380 war ihr Lebensweg auf dieser Welt zu Ende.
Margaretha (Margarete), Jungfrau und Märtyrin zu Antiochia (in der griechischen Kirche heißt sie Marina), war lange Zeit eine der populärsten Heiligen. Doch wohl gerade des-wegen ist ihre Lebensgeschichte von zahlreichen Legenden umrankt. Sie soll die Tochter vornehmer heidnischer Eltern gewesen sein, wurde aber von der Amme als Christin erzogen. Weil sie sich vom christlichen Glauben nicht abwenden wollte, wurde sie vom Vater verstoßen. Wegen ihrer außergewöhnlichen Schönheit hielt der Statthalter um ihre Hand an. Als er das Mädchen zum ersten Mal sah, soll er zu seinen Dienern gesagt haben: "Geht und holt mir die schöne Jungfrau! Ist sie von edler Geburt, so will ich sie zur Ehe nehmen, ist sie eine Magd, so soll sie meine Beischläferin sein." Da sich Margaretha aber weigerte, einen Heiden zum Mann zu nehmen, wurde sie - nach grausamen Martern - mit dem Schwert hingerichtet. Margarethas Attribut ist ein Drache ("Wurm"). Er ist das Symbol des Bösen, des Teufels, dessen Versuchungen sie widerstanden und den sie besiegt hatte. Ihr Martyrium soll um das Jahr 305 stattgefunden haben. Margaretha von Antiochia ist die Patronin der Bauern, der jungen Mädchen, aber auch der Ehefrauen und Ammen und wurde ebenso bei einer schweren Geburt wie bei Unfruchtbarkeit angerufen. Ihr Name war einer der ersten fremden Heiligennamen, die im Spätmittelalter die einheimischen zu verdrängen begannen. - Margaretha war, wie Katharina und Barbara, eine der drei weiblichen Nothelfer (von insge-samt 14). Ein altes Sprüchlein lautet: "Die Gretl mit dem Wurm, die Bärbl mit dem Turm, die Kathl mit dem Radl - das sind die drei heiligen Madl." Von den "drei heiligen Madln" ist Margaretha die Beschützerin des Nährstandes, Katharina Beschützerin des Lehrstandes und Barbara Beschützerin des Wehrstandes. (Margit, Greta, Margot, Marga, Meta, Grit(li), Marita, Marjorie, Greetje). Bauernregeln: "Hat Margaret keinen Sonnenschein, so kommt das Heu nicht trocken herein." "Margarete bringt den Flachs auf die Beete."
Maria von Bethanien war die Schwester von Martha und Lazarus. Möglicherweise hat sie Jesu Haupt und Füße gesalbt (reuigen Sünderin?). Sie wird oft - wohl fälschlich- mit Maria Magdalena gleichgesetzt. - Vielleicht war Maria, als sie ein uneheliches Kind erwartete, was als großes Vergehen galt, von einem Mann, den sie geliebt hatte, allein gelassen worden. (Jesus sagte: "Ihre Sünden sind ihr vergeben, denn sie hat viel geliebt."). Ein Mädchen, das von einem Mann verlassen wurde, zu dem sie engere Beziehungen gehabt hatte, war gesell-schaftlich erledigt; selbst auf ein vergewaltigtes Mädchen traf dies zu. - Jesus trat dieser verlogenen "Moral", als eine Ehebrecherin gesteinigt werden sollte, mit den Worten entgegen: "Wer von euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein!" - Die Männer aber schwiegen und gingen beschämt hinweg.
Apollinaris war der erste Bischof von Ravenna. Angeblich war er mit dem Apostel Petrus nach Rom gekommen und von diesem nach Oberitalien als Glaubensbote entsandt worden. Er wurde um das Jahr 75 von aufgebrachten Heiden überfallen und so schwer misshandelt, dass er starb. - Ihm zu Ehren wurde im 6. Jhdt die berühmte Basilika San Apollinare in Ravenna errichtet. Auch die arianische Hofkirche des Gotenkönigs Theoderichs des Großen wurde später Apollinaris geweiht (San Apollinare nuovo). Der Heilige ist Patron von Ravenna, Düsseldorf und Remagen, wo sich der Apollinarisberg zu einem beliebten Wallfahrtsort entwickelt hat. Weiters ist Apollinaris Schutzheiliger gegen Steinleiden (Gallen- und Nierensteine), Gicht und Geschlechtskrankheiten. Historisches: Schon im Jahre 534 wurde mit dem Bau der berühmten Basilika San Apollinare in Classe begonnen, die heute etwa 5 Kilometer außerhalb von Ravenna steht. Hier befand sich einst der geschäftige Adriahafen Classe, der durch die Anschüttungen des Po völlig versandete, so dass die Stadt weiter in Richtung Meer wandern musste
Maria-Graziella Tarallo, Mystikerin und Seherin zu Neapel, beendete ihr Leben im Rufe der Heiligkeit. + 27.7.1912.
Eva-Maria Buch, 1921 in Berlin geboren, stammte aus einer sehr religiösen katholischen Familie. Sie arbeitete in ihrer Heimatstadt als Buchhändlersgehilfin. Aus ihrer humanistisch-christlichen Einstellung heraus lehnte die junge Frau den Nationalsozialismus ab und schloss sich der Widerstandsgruppe Schulze-Boysen an. Wegen "Verbreitung illegaler Schriften" wurde sie von der Gestapo verhaftet und, erst 22 Jahre alt, nach einem demütigenden Prozess in Berlin-Plötzensee am 5.August 1943 hingerichtet.
Maria-Anna (Marianne) Cope aus Heppenheim in Hessen wollte ihr Leben den Leprakranken opfern und ging nach Molokai, auf die Insel der Aussätzigen. Sie starb dort im hohen Alter von 80 Jahren. + 9.8.1918.
Klara (Chiara, Clarissa) von Assisi stammte aus einer vornehmen Familie der Stadt. 1212 floh die 18-jährige nach dem Vorbild ihres Freundes Franz von Assisi aus dem Elternhaus und ließ sich mit ihrer Schwester Agnes, die ihr gefolgt war, beim Kirchlein von San Damiano nieder, wo in der Folgezeit ein recht ärmliches kleines Kloster entstand. Die Flucht der beiden Schwestern aus dem Reichtum in die Armut wurde zur Geburtsstunde des Klaris-senordens. Immer mehr junge Frauen schlossen sich den Mädchen aus Assisi an, und im Jahre 1216 erhielt Clara für ihren Orden das sogenannte Armutsprivileg, d.h. dass sie von niemandem gezwungen werden durfte, irgendwelche Besitztümer anzunehmen. Nach ihrem 30. Lebensjahr war die Ordensgründerin fast ständig ans Bett gefesselt. Nur von ihrem Krankenlager aus durfte sie miterleben, wie sich ihre Gemeinschaft immer weiter ausbreitete. Die Heilige soll auch viele Wunder gewirkt haben. Ihrem Gebet schrieb man es zu, dass das Kloster zweimal, ganz und gar unerwartet, von einer Plünderung durch die eingefallenen Sarazenen verschont blieb. Am 11. August 1253 erlosch das Lebenslicht der Frau, die viel bewirkt, aber auch viel gelitten hatte. Unversehrt ruht Klaras Leib bis heute in der Krypta des ihr zu Ehren errichteten Gotteshause Santa Clara in Assisi. Historisches: Dass Klara für ihren Orden das "Armutsprivileg" anstrebte, mag vielleicht etwas seltsam anmuten. Doch im Mittelalter war es üblich, dass reiche Leute sich durch Schenkungen an Klöster von ihren Sünden freikaufen wollten. Dadurch kamen die Orden oft zu großem Vermögen, was wiederum die Moral der Ordensleute, die ja das Armutsgelübde hatten ablegen müssen, untergrub und viel zum Verfall der Klöster beitrug.)
Caritas Pirckheimer, die Schwester des bekannten Humanisten Willibald Pirckheimer, war die Äbtissin des Klosters Sancta Clara zu Nürnberg. Als die Reichsstadt die Lehre Luthers angenommen hatte, kämpfte die nicht nur fromme, sondern auch verantwortungsvolle Frau - allerdings vergeblich - gegen die Auflösung ihres Klosters durch den evangelisch gewordenen Stadtrat. + 19.8.1532. Historisches: Für viel Ordensfrauen bedeutete die Schließung ihres Klosters, was in der Reformationszeit häufig der Fall war, den Verlust ihrer materiellen Existenz, da es in der Gesellschaft des 16.Jhdts für alleinstehende, unverheiratete Frauen keine finanzielle Absicherung gab.)
Cäsar(ius), Erzbischof von Arles, widmete sich mit besonderer Aufmerksamkeit der Landseelsorge und führte zahlreiche bedeutende Reformen erfolgreich durch. Für seine Priester verfasste er Predigtsammlungen, die noch lange nach seinem Tod verwendet wurden. + 27.8.542.
Guarin (Warin) war zuerst Benediktinermönch in Molesme, 1113 wurde er Abt des Klosters Aulps in Savoyen. Mit dem ganzen Konvent trat er zum Zisterzienserorden über, weil dieser eine strengere Lebensweise forderte. 1138 wurde der Abt zum Bischof von Sitten (Sion) berufen. + 27.8.1150.
Als Märtyrer der Französischen Revolution starben am 2.September 1792 im aufgelassenen Kloster der Karmelitinnen in Paris u.a. 95 Geistliche, deren Namen bekannt sind. 21 weitere Priester wurden am selben Tag mit anderen "Saboteuren" in der aufgelassenen Abtei von Saint Germain von Milizsoldaten und fanatisiertem Pöbel mit Bajonetten erstochen. Am 3. September waren unter den im Lazaristen-Seminar in Paris Ermordeten 72 namentlich bekannte Priester und Ordensleute. Eine genauere Zahl der Opfer der "Säuberungen" lässt sich nicht ermitteln. Die Massaker, die in den folgenden Tagen fortgesetzt wurden, gingen in die Geschichte als die "Septembermorde" ein. René Nativelle, war ein junger Kaplan, der gerade seine erste Stelle in der Pfarre Argenteuil nahe Paris angetreten hatte, + 2.9.1792, Oliver (Olivier) Lefebvre arbeitete als Seelsorger im Krankenhaus "A Misericordia" in Paris, + 2.9.1792 Salomon Leclercq (Taufname: Nicolas), war Lehrer und Sekretär der Christlichen Schul-brüder in Paris, + 2.9.1792 Apollinaris Morel (Taufname: Jean-Jacques), ein gebürtiger Schweizer, war Vikar für die deutsche Bevölkerung (rund 5 000 Katholiken) in Paris, + 2.9.1792. Gilbert Fautrel war Seelsorger im Hospiz für Findelkinder in Paris, + 3.9.1792, Denis Duval arbeitete als Seelsorger im "Krankenhaus der Unheilbaren" in Paris, +3.9.1792. Anmerkung: Als Märtyrer der Französischen Revolution starben am 2.September 1792 im aufgelassenen Kloster der Karmelitinnen in Paris u.a. 95 Geistliche, deren Namen bekannt sind. 21 weitere namentlich bekannte Priester wurden am selben Tag mit anderen „Saboteuren“ in der aufgelassenen Abtei von Saint Germain von Milizsoldaten und fanatisiertem Pöbel mit Bajonetten erstochen. Die Massaker, die in den folgenden Tagen fortgesetzt wurden, gingen in die Geschichte als die „Septembermorde“ ein. Historisches: Am 10. August 1792 hatten die Massen aus den Pariser Vorstädten, weil die Lebensmittelpreise gestiegen waren, die Tuilerien erstürmt und die Schweizer Garde niedergemetzelt. König Ludwig XVI. hatte, um Blutvergießen zu vermeiden, die Einstellung des Feuers befohlen. Der König und seine Familie, Königin Marie Antoinette und die beiden Kinder, Kronprinz Ludwig und Prinzessin Marie Thérèse, wurden in das Staatsgefängnis, den Temple, gebracht. Der führende Organisator des Umsturzes war der Volkstribun Georges Danton. Um das Volk von der katastrophalen wirtschaftlichen Lage abzulenken, benötigte man Sündenböcke, und daher ordnete er die Verhaftung und Ermordung von „Saboteuren“ an. So wurden im August und September 1792 in ganz Frankreich alle Geistlichen, die den Eid auf die „Zivilkonstitution“ verweigert hatten, von den Revolutionären verhaftet und gemeinsam mit anderen Bürgern, die sich in irgendeiner Weise „verdächtig“ gemacht hatten, in die Gefängnisse eingeliefert. Da in den Kerkern von Paris schon bald keine Platz mehr war, wurden die Inhaftierten in während der Revolution geschlossene, leere Klöster gesteckt, die schnell zu provisorischen Gefängnissen umfunktioniert wurden. Auf Befehl von Innen- und Justizminister Georges Danton wurden in der Zeit von 2. bis 6. September etwa 1.600 „Volksfeinde“, unter ihnen rund 300 Geistliche, mit Säbeln, Gewehrkolben und Bajonetten in beispiellosen Massakern hingeschlachtet. Da man für die Bluttat zu wenige Soldaten auftreiben konnte, setzte man, gegen Bezahlung, aus den Gefängnissen entlassene Kriminelle ein. Aufgeputschter Straßenpöbel machte freiwillig bei dem Gemetzel mit.
Hadrian (Adrian) stammte aus Nicomedia (heute Izmid/Türkei) und war Offizier im kaiserlich-römischen Heer. Als Kaiser Maximian Belohnungen für die Anzeige von Christen aussetzte, wurde der Soldat verraten und verhaftet. Von den grausamen Martern gezeichnet, konnten er und seine 23 Gefährten zum Richtplatz nur mehr geschleppt werden. Dem 28-jährigen Hadrian wurden dort die Arme abgehauen und die Beine zerschmettert, „dann gab er seinen Geist auf“. + um 305 (290?). Reliquien des Heiligen befinden sich in Geertsberg in Flandern, weshalb seine Verehrung in den Niederlanden und in Nordwestdeutschland besonders groß war.
Maria, Namensfest: : Die Einführung des Festes "Mariä Namen" hängt eng mit der österreichischen Geschichte zusammen. Es wurde zwar schon um 1500 in Spanien gefeiert, aber erst Papst Innozenz XI. führte es zum Dank für die Befreiung Wiens (und damit des christlichen Abendlandes) von der Türkengefahr - durch die Schlacht am Kahlenberg am 12. September 1683 - noch im selben Jahr für die gesamte katholische Kirche ein. Das Fest "Maria Namen" ist nicht nur Namenstag für alle, die Maria heißen, sondern auch für die zahlreichen von Maria abgeleiteten Namensformen . Bauernregeln: "Zu Maria Namen, sagt der Sommer "Amen"!" "An Maria Namen kommen die Schwalben z'sammen."
Ariane (Ariadne, Arianna) lebte in der Landschaft Phrygien und war die Sklavin eines Heiden, dem man vorwarf, er habe Christen in seinem Haus versteckt. Das Sklavenmädchen selbst wurde zum Tode verurteilt und starb um 140 als Märtyrin. Akten über den Prozess gegen die junge Christin sowie gegen ihren Herrn sind noch erhalten. Anmerkung: Ariadne heißt in der griechischen Mythologie die Tochter von König Minos von Kreta, die dem Helden Theseus das Garnknäuel gab („Ariadnefaden“), mit dessen Hilfe er dem Labyrinth entkommen konnte. Sie floh mit dem Geliebten, wurde aber von ihm treulos auf der Insel Naxos zurückgelassen.
Januarius (Gennaro), Bischof von Neapel, besuchte unter Lebensgefahr in der Verfolgung unter Diokletian eingekerkerte Christen und betreute sie als Seelsorger, bis er selber verhaftet wurde. Die Legende erzählt, hungrige Löwen, denen er zum Fraß vor-geworfen wurde, hätten ihn nicht angerührt, so dass er enthauptet werden musste. Er starb im Jahr 305. - Anmerkung: Im Dom von Neapel werden zwei Ampullen mit geronnenem Blut, das von San Gennaro stammen soll, aufbewahrt. Regelmäßig verflüssigt sich dieses Blut am Ge-denktag des Heiligen. Das "Blutwunder" ist seit 1389 bezeugt und öffentlich zu bestaunen - Eine natürliche Erklärung für dieses Geschehen wurde bisher nicht gefunden.
Adelrich (Alarich) lebte im 10. Jhdt als Einsiedler nahe Einsiedeln in der Schweiz. + 973.
Maria Faustina Kowalska (Taufname: Elena), 1905 in Glogowiece (Polen) geboren, war ein lebhaftes und begabtes Kind. Doch wegen der Armut der Eltern konnte sie nur die ersten Klassen der Grundschule besuchen. Als junges Mädchen verspürte sie den Wunsch, in ein Kloster einzutreten und ihr Leben ganz Gott zu weihen; doch die Eltern waren damit nicht einverstanden. 1924 erhielt sie dann doch die Erlaubnis und wurde schließlich in die „Kongregation der Muttergottes von der Barmherzigkeit“ in Warschau aufgenommen. Nach der Ablegung der Gelübde lebte sie in Klöstern in Krakau, Plozk und Wilna und war als Köchin, Gärtnerin und Pförtnerin tätig. Sie führte ein stark verinnerlichtes Leben mit mystischem Charakter und erlebte zahlreiche Visionen, deren Inhalt sie auf Anraten ihres Beichtvaters unter dem Titel „Die göttliche Barmherzigkeit in meiner Seele“ aufzeichnete. Die Mystikerin starb am 5. Oktober 1938 in Krakau, erst 33 Jahre alt, mit dem Wunsch, Gott ihre Seele als Opfergabe für die Sünder darzubringen.
Maria–Nicola (Nicoletta) Gallo (On: Sr. Maria Francesca von den 5 Wunden) wurde oft wegen ihrer besonderen Religiosität von ihrer Umgebung als Betschwester verspottet und hatte viel unter ihrem jähzornigen Vater zu leiden. Nach dem frühen Tod der Mutter hielt sie nichts mehr im Elternhaus. Sie trat, ihrer Berufung folgend, in das Franziskanerkloster in Neapel ein. + 6.10.1791.
Rosenkranzfest (Gedenktag Unserer Liebe Frau vom Rosenkranz), Rosa Maria, Rosario: Das zum Dank für den Sieg des Don Juan d'Austria am 7. Oktober 1571 über die türkische Flotte, der eine Beherrschung des westlichen Mittelmeers durch die Osmanen verhinderte, eingeführte Fest wurde 1716 auf die ganze katholische Kirche ausgedehnt. - Der Einführung des Rosenkranzfestes geht aber eine lange Tradition voraus. Seit dem Hochmittelalter galt die Rose als Symbol für die Gottesmutter, die Dornen sah man als Sinnbild für die Sünde und das Leid in der Welt an. Man nannte Maria "Rose ohne Dornen". Das bekannte Adventlied "Maria durch ein Dornwald ging" beinhaltet die allegorische Schilderung, wie Maria das göttliche Kind in die sündige und leidvolle Welt hineinträgt und ihr so die Erlösung bringt. - Das Rosenkranzgebet ent-wickelte sich aus Anrufungen, die zur besonderen Verinnerlichung mehrmals wiederholt wurden. Zum Abzählen der Wiederholungen benützte man Gebetsschnüre mit Knoten oder Perlen. Im 13.Jhdt nannte ein Mönch dieses Gebet einen "Kranz geistlicher Rosen". Davon leitete man später das Wort "Rosenkranz" ab. Seit 1493 ist das Rosenkranzgebet, mit je zehn Anrufungen pro Gesetzlein, im Wesentlichen gleich geblieben. Es soll dem Menschen helfen, sich meditativ in sich selbst zu versenken. .
Manuela Bibiana Torres Acosta (Ordensname: Sr.Maria Soledad d.i. "Maria von der Einsamkeit"), 1826 in Madrid geboren, war die Gründerin der Kongregation "Mägde Mariens, Dienerinnen der Kranken", die sie bis ans ihr Lebensende leitete. Die Schwestern der Ordensgemeinschaft wirken heute in fast allen Teilen der Welt, besonders aber in Lateinamerika. Die Ordensgründerin starb am 11.Oktober 1887 in Madrid.
Marie-Louise Vanot, Augusta Desjard, Gabrielle Bourlá und Gefährtinnen waren Ursulinen und als Lehrerinnen an einer Mädchenschule in Valenciennes (Nordfrankreich) tätig. Sie mussten am 17.Oktober 1794 als Märtyrinnen der Französischen Revolution das Schafott besteigen.
Blandina-Maria Ridder, 1871 in Düren in Westfalen geboren, war Ordensschwester geworden, da sie glaubte, als Krankenpflegerin den Menschen am besten helfen zu können. Im Bürgerspital zu Köln wurde sie 1898 als erste Röntgenschwester eingestellt. Lange Zeit übte sie ihren Dienst mit Freunde aus und war vom Fortschritt in der Medizin begeistert. Damals wusste man noch nichts von den schädlichen Auswirkungen der Röntgenstrahlen, und so konnte, als die Schwester zu kränkeln begann, kein Arzt, herausfinden, was die Ursache ihres Leidens war. Mit bewundernswerter Geduld und Ergebung in Gottes Willen ertrug sie all die Schmerzen, von denen sie niemand befreien konnte. Am 22. Oktober 1916 wurde das erste Opfer der Röntgenstrahlen von ihrem geheimnisvollen Leiden durch den Tod erlöst.
Darja (Daria) und Chrysanth(us) waren ein junges Ehepaar aus Ägypten. Weil sie Christen waren, wurden sie unter Kaiser Diokletian festgenommen und lebendig begraben, ++ um 304.
Elisabeth und Zacharias werden in der Bibel als Eltern Johannes des Täufers, des Vor-läufers Christi, genannt. Das Ehepaar war schon "betagt", als ihm durch den Erzengel Gabriel die Geburt eines Sohnes angekündigt wurde. Zacharias war ein jüdischer Priester, der besonders schwer unter der Unfruchtbarkeit seiner Ehe litt. Keine Kinder zu haben, galt bei den Juden als Schande und Strafe Gottes. Als ihm der Engel verkündete, dass ihm ein Sohn geboren werden sollte, zweifelte er an der Wahrheit der Botschaft. Daraufhin soll er stumm geworden sein und erst nach der Geburt des Sohnes die Sprache wiedergefunden haben. Elisabeth war eine Verwandte und mütterliche Freundin Marias, die sie aufsuchte, nachdem der Engel Gabriel ihr die Botschaft gebracht hatte, dass sie einen Sohn empfangen werde, dem sie den Namen Jesus geben solle. Die Worte, mit denen Elisabeth ihre Base Maria willkommen hieß, sind heute noch Bestandteil des Ave Maria: "Sei gegrüßt Maria, du bist auserwählt unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes."
Carina (Cara) starb unter Kaiser Julian dem Abtrünnigen zu Ankyra (Ankara) um die Mitte des 4.Jhdts als Märtyrin.
Marinus und Anianus waren im Jahr 655 als Pilger (vermutlich) aus Irland nach Rom gekommen. Der Papst weihte Marinus zum Wanderbischof und Anianus zu dessen Diakon. Auf ihren Missionsreisen kamen die beiden nach Bayern, wo sie bis an ihr Lebensende blieben. Täglich waren sie unterwegs, um das Evangelium zu verkünden, bis sie eines Tages überfallen, brutal misshandelt und zuletzt auf einem Scheiterhaufen verbrannt wurden.
Margarita (Margaret, Margit), Tochter des aus England verbannten Königs Edward Atheling, erblickte in Ungarn, im Lande ihrer Mutter, Prinzessin Ágata, das Licht der Welt. Mit 11 Jahren kam sie nach England, wo sie am Hofe König Edwards des Bekenners (siehe 13.10.) erzogen wurde. Nach der folgenschweren Schlacht von Hastings im Jahr 1066, als die Normannen England eroberten, floh die Königstochter nach Schottland, wo sie in der Folge die Gemahlin von König Malcolm III. wurde. Als Königin von Schottland war Margarita unermüdlich für die Reform des kirchlichen Lebens in ihrer neuen Heimat tätig und förderte Unterricht und christliche Erziehung. So gütig und liebevoll, wie sie als Familienmutter für ihre eigenen acht Kinder sorgte, so hilfreich stand sie auch als Landesmutter ihren Landeskindern bei und versuchte, wo immer es möglich war, Not zu lindern. Vom schottischen Volk tief betrauert, starb die großartige "Mutter des ganzen Volkes" am 16.November 1093 in Edinburgh.
Gedächtnis Unserer Lieben Frau in Jerusalem (Mariä Opferung) ist das Gedenken an den Tag, als Anna und Joachim (zum erstenmal werden hier im - apokryphen - Evangelium die Eltern Mariens mit ihrem Namen genannt) ihr dreijähriges Kind in den Tempel brachten, um es Gott zu weihen. Das Fest wurde 1166 zum erstenmal erwähnt.
Katharina von Alexandria soll zu Beginn des 4.Jhdts in Ägypten gelebt haben. Die junge Frau stammte aus einer vornehmen, sehr reichen Familie. Ihre hervorstechendsten Eigenschaften waren eine außergewöhnlich hohe Intelligenz und ein übermäßiger Stolz. Gespräche mit einem Einsiedler sollen in der selbstbewussten Frau eine tiefe Nachdenklichkeit hervorgerufen und sie bewogen haben, Christin zu werden. Während eines Opferfestes für eine römische Gottheit soll es der auffallend schönen jungen Frau durch ihre außergewöhnliche Redegewandtheit und Schlagfertigkeit gelungen sein, Kaiser Maxentius in Verlegenheit zu bringen. Verärgert soll dieser daraufhin die 50 besten Philosophen und Meister der Rhetorik an den Hof gerufen haben, wo sie mit der jungen Christin über die römische Götterreligion und das Christentum diskutieren sollten. Katharina soll - zumindest erzählt das die Legende - die Argumente der weisen Männer mit einer solchen Brillanz und Eindringlichkeit widerlegt haben, dass sich alle 50 zum Christentum bekehrten. Daraufhin ließ, so wird weiter berichtet, der vor Wut rasende Kaiser die Christin Katharina auspeitschen und rädern, d.h. auf ein mit Nägeln besetztes Rad flechten. Katharinas Martyrium fand wahrscheinlich im Jahr 306 statt. Die Legende erzählt, Engel hätten den Leib der Märtyrin auf den Berg Sinai getragen, wo im 6.Jhdt das berühmte Katharinenkloster entstand. Katharina ist eine der drei weiblichen Nothelfer, Patronin der Lehrer, Studenten, Philosophen, Redner, Universitäten, Bibliotheken und Bibliothekare, Buchdrucker u.a.m. In Paris, wo sie als Schutzheilige der Näherinnen und Modistinnen, der "Cathérinettes", gefeiert wird, gibt es noch heute am Tag der Heiligen ein lebendiges Brauchtum. Bauernregeln: "Katharinenschnee tut den Saaten weh." Wie's Wetter ist zu Sankt Kathrein, wird auch der nächste Frühling sein." "Sankt Kathrein läßt den Winter herein." Sankt Kathrein sperrt die Geige ein (stellt den Tanz ein)." "Kathrein stellt Schiffahrt und Musik ein."
Reinmar (Romaricus, Romarich) war Gründer und erster Abt des Klosters Reimersberg (Remiremont) in den Vogesen, das er auf einem eigenen Stück Land, das er dafür gerodet hatte, errichten ließ. + 8.12. 655.
Reinmar (Romaricus, Romarich, Raimarius) war Gründer und erster Abt des Klosters Reimersberg (Remiremont) in den Vogesen, das er auf einem eigenen Stück Land, das er dafür gerodet hatte, errichten ließ. + 8.12 655. Anmerkung: Der Name Reinmar wurde später durch einen anderen Elsässer, den Minnesänger Reinmar von Hagenau bekannt, dessen formal vollendete Lieder am reinsten den Begriff der „hohen Minne“ verkörpern. Walther von der Vogelweide rühmte ihn als seinen Lehrmeister.
Adelheid, die spätere Kaiserin, war eine Prinzessin von Burgund und wurde mit 16 Jahren König Lothar von Italien angetraut. Trotz ihrer Jugend wurde die Königin bald zum Vorbild für andere Frauen. Sie scheute nicht davor zurück, sich auch um die Geringsten der Gesellschaft zu bemühen, war besorgt um das Wohl der Armen, spendete Geld und Trost, wo immer sie konnte. Doch schon mit 19 wurde Adelheid Witwe. Markgraf Berengar von Friaul, dessen Sohn sie die Ehe verweigerte, nahm sie gefangen und ließ sie in den Kerker werfen. Mit Hilfe ihres Kaplans konnte sie mit ihrem kleinen Töchterchen Emma, das man ihr im Gefängnis gelassen hatte, entfliehen. Der deutsche König und spätere Kaiser Otto I., war auf das Schicksal der jungen Witwe aufmerksam geworden. Er wies Berengar in die Schranken und heiratete ein Jahr später die 20-jährige Königin von Italien. 962 wurde Adelheid an der Seite ihres Mannes in Rom vom Papst zur Kaiserin gekrönt. In der Folgezeit wurde Kaiserin Adelheid zur Förderin der Reform von Cluny und stattete kirchliche Einrichtungen großzügig aus. Als ihr Sohn Otto II. und dessen Gemahlin, die byzantinische Prinzessin Theophanu, gestorben waren, führte die intelligente, gebildete und besonnene Frau erfolgreich die Regentschaft für ihren minder-jährigen Enkel Otto III. Am 16. Dezember 999 starb Adelheid, die sich ebenso über-zeugend als Politikerin wie als gütige, sozial denkende Landesmutter erwiesen hatte, im Kloster Selz im Elsaß.
Makarius eingekerkert und gefoltert, dann in die Wüstenprovinz Mauretanien verschleppt und zuletzt enthauptet. ++ um 362. Historische Anmerkung Unter dem Soldatenkaiser Julian Apostata, d.i. "der Abtrünnige" (360-363), wurden die Christenverfolgungen mit unbarmherziger Härte wieder aufgenommen., obwohl dieser Kaiser so gar nicht in die Reihe der Christenverfolger passte. Er war selber christlich erzogen worden, wollte aber die altrömische Götterreligion wieder herstellen und ließ neue Göttertempel errichten. Über die Ursache seines Vorgehens kann man nur Vermutungen anstellen. Vielleicht fühlte er sich von den oft absurden, intellektuell überspitzten Streitigkeiten christlicher Theologen, die kaum noch eine sinnvolle Beziehung zur Lehre Christi hatten, abgestoßen. Persönlich wandte sich der Kaiser dem Neuplatonismus und dem Mithraskult zu. Beide Weltanschauungen hatten vieles mit dem Christentum gemeinsam. Obwohl Julian allgemeine Glaubensfreiheit verkündet hatte, ließ er die Christen unbarmherzig verfolgen.
Marian der Schotte lebte als Inkluse am Mainzer Dom. Er verfasste eine Weltchronik, deren Original in der Vatikanischen Bibliothek aufbewahrt wird. + 22.12.1082 (1083?).
Cathérine Labouré (Taufname: Zoë) wurde als neuntes von 17 Kindern einer armen Bauernfamilie in Ostfrankreich geboren. Sie arbeitete zuerst als Dienstmagd, wurde dann aber, 1830, bei den Barmherzigen Schwestern (Vinzentinerinnen) in Paris aufgenommen. Bis zu ihrem Tode kümmerte sich die Ordensfrau bis zur Selbstaufopferung um alte Menschen. Sie hatte mehrere Erscheinungen der Gottesmutter, was zur Prägung der sogenannten "Wundertätigen Medaille" führte, die große Verbreitung fand. Die Mystikerin starb am 31.Dezember 1876. Ihr Leib blieb bis heute unverwest.