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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Marina

18.06.

Marina (Mara, Maren, Mascha, Marinella)

Marina starb vermutlich unter Kaiser Diokletian um 304 als Märtyrin zu Alexandria in Ägypten. Ihre Reliquien kamen später nach Venedig, wo sie besonders verehrt wurde. (Möglicherweise ist die Heilige identisch mit einer gleichnamigen Märtyrin, die im 3. Jhdt in Antiochia starb.)

StadtAlexandria Venedig
BesonderheitenMärtyrerin

17.07.

Marina

Marina von Bithynien wurde (im 5. Jhdt) als Knabe verkleidet vom Vater ins Kloster mit-genommen. Als man sie der Vaterschaft eines unehelichen Kindes beschuldigte, nahm sie die ungerechte Bestrafung mit Demut hin. Erst nach ihrem Tod erfuhr man ihr wahres Geschlecht.

19.07.

Marina (Maren, Mascha, Mara)

Marina (Macrina) von Cäsarea war die Schwester des bedeutenden Kirchenlehrers Basilius des Großen. Die junge Frau galt als überaus gebildet und besaß eine außergewöhnlich hohe Intelligenz. Für viele Intellektuelle war sie daher eine gesuchte und geschätzte Gesprächspartnerin. Doch wenn ihr auch noch so viele weise Männer ihren Respekt zollten, Marina war nur eine Frau und konnte ihre Fähigkeiten nicht - so wie ihre Brüder - in der Öffentlich-keit einsetzen. Nachdem ihr Verlobter ganz unerwartet gestorben war, zog sie sich mit ihrer Mutter auf den Familienbesitz zurück und führte ein beschauliches, weltabgeschiedenes Leben. Am 19.Juli 380 war ihr Lebensweg auf dieser Welt zu Ende.

20.07.

Margaretha (Margarethe, Margareta, Margarete, Margit, Margot, Marga, Greta, Meta, Grit, Marita, Marina, Peggy)

Margaretha (Margarete), Jungfrau und Märtyrin zu Antiochia (in der griechischen Kirche heißt sie Marina), war lange Zeit eine der populärsten Heiligen. Doch wohl gerade des-wegen ist ihre Lebensgeschichte von zahlreichen Legenden umrankt. Sie soll die Tochter vornehmer heidnischer Eltern gewesen sein, wurde aber von der Amme als Christin erzogen. Weil sie sich vom christlichen Glauben nicht abwenden wollte, wurde sie vom Vater verstoßen. Wegen ihrer außergewöhnlichen Schönheit hielt der Statthalter um ihre Hand an. Als er das Mädchen zum ersten Mal sah, soll er zu seinen Dienern gesagt haben: "Geht und holt mir die schöne Jungfrau! Ist sie von edler Geburt, so will ich sie zur Ehe nehmen, ist sie eine Magd, so soll sie meine Beischläferin sein." Da sich Margaretha aber weigerte, einen Heiden zum Mann zu nehmen, wurde sie - nach grausamen Martern - mit dem Schwert hingerichtet. Margarethas Attribut ist ein Drache ("Wurm"). Er ist das Symbol des Bösen, des Teufels, dessen Versuchungen sie widerstanden und den sie besiegt hatte. Ihr Martyrium soll um das Jahr 305 stattgefunden haben. Margaretha von Antiochia ist die Patronin der Bauern, der jungen Mädchen, aber auch der Ehefrauen und Ammen und wurde ebenso bei einer schweren Geburt wie bei Unfruchtbarkeit angerufen. Ihr Name war einer der ersten fremden Heiligennamen, die im Spätmittelalter die einheimischen zu verdrängen begannen. - Margaretha war, wie Katharina und Barbara, eine der drei weiblichen Nothelfer (von insge-samt 14). Ein altes Sprüchlein lautet: "Die Gretl mit dem Wurm, die Bärbl mit dem Turm, die Kathl mit dem Radl - das sind die drei heiligen Madl." Von den "drei heiligen Madln" ist Margaretha die Beschützerin des Nährstandes, Katharina Beschützerin des Lehrstandes und Barbara Beschützerin des Wehrstandes. (Margit, Greta, Margot, Marga, Meta, Grit(li), Marita, Marjorie, Greetje). Bauernregeln: "Hat Margaret keinen Sonnenschein, so kommt das Heu nicht trocken herein." "Margarete bringt den Flachs auf die Beete."

LandAsien
StadtAntiochien

12.09.

Maria (Marika, Marilyn, Marlies, Marion, Maja, Mara, Marietta, Mariella, Marita, May, Marina, Mascha, Meika, Maruschka, Molly, Maureen u.a.)

Maria, Namensfest: : Die Einführung des Festes "Mariä Namen" hängt eng mit der österreichischen Geschichte zusammen. Es wurde zwar schon um 1500 in Spanien gefeiert, aber erst Papst Innozenz XI. führte es zum Dank für die Befreiung Wiens (und damit des christlichen Abendlandes) von der Türkengefahr - durch die Schlacht am Kahlenberg am 12. September 1683 - noch im selben Jahr für die gesamte katholische Kirche ein. Das Fest "Maria Namen" ist nicht nur Namenstag für alle, die Maria heißen, sondern auch für die zahlreichen von Maria abgeleiteten Namensformen . Bauernregeln: "Zu Maria Namen, sagt der Sommer "Amen"!" "An Maria Namen kommen die Schwalben z'sammen."

BesonderheitenBiblische Gestalt
Datum: 19.04.

19.04.

Arminia

Arminia starb in frühchristlicher Zeit mit 14 Gefährtinnen in Melitene in Cappadocien (heute Türkei) als Märtyrin für ihren Glauben

BesonderheitenMärtyrer

19.04.

Emma (Imma, Hemma)

Emma (Imma, Hemma) von Paderborn war die Gemahlin eines westfälischen Grafen. Nach dem frühen Tod des geliebten Gatten verteilte sie nach und nach ihr Vermögen unter den Bedürftigen. Sie selber behielt nur das zum Leben Notwendigste. Bei Auseinandersetzungen wurde die angesehene Witwe immer wieder wegen ihrer Unvoreingenommenheit als Friedensvermittlerin angerufen. Die rechte Hand der Wohltäterin ist bis heute unversehrt geblieben. + 19.4.1040

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

19.04.

Gerold (Gerald, Géraud, Giraldo)

Gerold war ein reich begüterter Adeliger im Großen Walsertal im heutigen Vorarlberg. Er verschenkte seinen ganzen Besitz und gründete die Propstei Frisun im Walgau, die später nach ihm St.Gerold benannt wurde. Er selber aber lebte fortan in der Einsamkeit der Berg-welt des Großen Walsertals. Er starb an einem 10.4.um 978. - Am 19.April 1663 wurden seine Gebeine in die Kirche von Frisun übertragen. Der fromme Einsiedler wird besonders in den Diözesen Feldkirch und Einsiedeln verehrt..

StandAdel
BesonderheitenEinsiedler

19.04.

Leo

Leo IX., der bedeutendste der "deutschen Päpste" (er kam aus Egisheim im Elsaß) im Mittelalter, trat immer für Reformen ein und kämpfte vor allem gegen Simonie (Käuflichkeit kirchlicher Ämter) und Priesterehe, die damals weit verbreitet waren. + 19.4.1054.

StandPapst
BesonderheitenReformer

19.04.

Timo (Timon)

Timo(n) war einer jener ersten sieben Diakone, die von den Aposteln als „Sozialfürsorger“ eingesetzt wurden, um die Witwen und Waisen der Heidenchristen zu versorgen. Er verkündete zuerst das Evangelium in Aleppo (Syrien), dann in Korinth, wo er von Christenverfolgern ans Kreuz geschlagen wurde.

BesonderheitenMärtyrer

19.04.

Werner

Werner von Oberwesel, Taglöhner, + 18./19.4. 1287, siehe 18.4.