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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Urban

25.05.

Urban

Urban I., war einer der frühchristlichen Päpste. Er hatte dieses Amt in der Zeit zwischen 222 und 230 inne - in einer Zeit der Verfolgungen - und der Führer der Christenheit musste viele Leiden erdulden. Über Urbans Leben gibt es zwar ausführliche Legenden, aber nur wenig historisch Gesichertes. Besonders groß war und ist seine Verehrung in den europäischen Weinbaugebieten, wo sich um seine Gestalt ein reiches Brauchtum entwickelt hat. Warum der Papst zum Patron des Weinbaus und der Winzer erwählt wurde, ist nicht ganz klar. Es heißt einerseits, er habe sich auf der Flucht vor Verfolgern in einem Weingarten versteckt, eine andere Deutung besagt, Urban sei mit dem Weinbau nur deshalb in Verbindung gebracht worden, weil sein Tag als Ende der Fröste und als Beginn der warmen Frühlingszeit angesehen wurde. Ein alter Spruch lautet nämlich: "Sankt Urban steigt vom Ofen herunter".+ 25.5.230. Bauernregeln: "Wie's Wetter sich um Sankt Urban verhält, so ist's noch 20 Tage bestellt." "Die Witterung an Sankt Urban zeigt des Herbstes Wetter an." "Scheint am Urbanstag die Sonne, so gerät der Wein zur Wonne. Regnet's aber, nimmt er Schaden und wird selten wohl geraten." "Danket Sankt Urban, dem Herrn, denn er bringt dem Getreide den Kern." "Urban den Sommer send't, Symphorian (22.8.) behält das End'."

StandPapst
StadtRom

19.12.

Urban

Urban V., um 1310 in Südfrankreich geboren, wurde 1362 zum Papst gewählt. Er wollte sich mit der Tatsache, dass die Päpste im "Babylonischen Exil" in Avignon unter der Aufsicht der französischen Könige residierten, nicht abfinden. So entschloss er sich, als Ober-hirte der Christenheit nach Rom zurückzukehren. Am 16.Oktober 1367 zog er unter dem Jubel der Bevölkerung in Rom ein. Doch schon bald brachen hier Unruhen und Parteienkämpfe aus. Enttäuscht und unglücklich darüber, dass es ihm nicht gelang, Ordnung zu schaffen, kehrte der Papst 1370 nach Avignon zurück. Schon drei Monate danach erkrankte er schwer und starb am 19.Dezember 1370. Man sah dies als Strafe Gottes an. Historische Anmerkung 1305 wurde nach fast einjährigem Konklave der Erzbischof von Bordeaux zum Papst gewählt. Clemens V., wie er sich nannte, entpuppte sich aber bald als ängstlicher, gehorsamer Gefolgsmann des französischen Königs Philipps des Schönen und brachte das Papsttum in engste Abhängigkeit von Frankreich. Die Weihe zum Papst fand in Lyon statt, wohin alle Kardinäle zitiert wurden. Der französische König verstand es schließlich sogar, mit Versprechungen und Drohungen, den Papst zum Verbleiben in Frankreich zu bewegen. Er bot ihm das Reichslehen Avignon als Sitz an, wo Clemens V. dann ab 1309 residierte. Die späteren Päpste blieben in Avignon, teils unter dem Druck der französischen Krone, teils aus Furcht vor den zerrütteten Verhältnissen in Rom und der unsicheren politischen Lage in Italien. So kam es zur "Babylonischen Gefangenschaft der Kirche", die schließlich bis 1377 andauerte und einen Tiefpunkt in der Geschichte des Papsttums darstellte.

StandPapst
StadtAvignon Rom
Datum: 17.01.

17.01.

Antonius der Große

Anton(ius) der Große, Einsiedler, wurde um 250 in Ägypten als Sohn wohlhabender Eltern geboren. Nach deren Tod - er war gerade 20 Jahre alt - verschenkte er sein Hab und Gut und zog sich als Einsiedler in die Wüste zurück, wo er viele Kämpfe mit "Dämonen" (d.h. Versuchungen) ausfechten musste. Zunächst brach er den Kontakt zur Welt nicht ganz ab - er kam gelegentlich nach Alexandria - doch schließlich blieb er bis an sein Lebensende in der Wüste, wo er im Alter von 105 Jahren starb. Im Laufe der Jahre sammelten sich um den wundertätigen Mann andere Einsiedler, so dass bald eine Mönchskolonie entstand. Damit wurde die bis dahin unbekannte Lebensform der Einsiedlergemeinde begründet. Später ließ der hl Pachomius (siehe 14.5.) die Einsiedelei mit Mauern umgeben, und so entstand das erste Kloster der Christenheit (Tabennísi). Antonius hatte auf seine Zeit und die nachfolgenden Generationen großen Einfluss. Tausende zogen nun nach dem Vorbild des "Mönchsvaters" als Einsiedler in die Wüste. Der heilige Mann starb um 356. - Antonius ist Patron der Korb-macher und Bürstenbinder, der Totengräber, der Metzger, der Schweinehirten, der Haustiere, besonders der Schweine, und gegen Viehseuchen. Zum Patronat der Haustiere kam der Heilige dadurch, dass er oft mit einem Schwein zu Füßen dargestellt wurde. Dieses sollte allerdings nur die Unreinheit, die Sünde, symbolisieren, die er überwunden hatte. - In Tirol wird Antonius von Ägypten zur Unterscheidung von Antonius von Padua "Fackentoni", im Münsterland "Swinetünnes" genannt. Wetterregel: Wenn an Antonius die Luft ist klar, so gibt es gern ein trockenes Jahr." - "Sankt Anton mit dem weißen Bart, wenn er nicht regnet, mit Schnee er nicht spart." - "Große Kälte am Antonitag - große Hitze am Laurenzitag (10.8.)."

BesonderheitenEinsiedler

17.01.

Mildwina (Malwina, Malvine)

Mildwina war eine Benediktinernonne von außergewöhnlicher Frömmigkeit und Güte zu Canterbury. Sie lebte im 7.Jhdt.

17.01.

Rosalind

Rosalind (Rosalina) war die charismatische Priorin des Karthäuserklosters zu Celle-Roubaud in der Provence. Sie war mit großem Einfühlungsvermögen ausgestattet und soll die Gabe der Krankenheilung besessen haben. Ihr Leichnam blieb lange Zeit unversehrt. + 17.1.1329.