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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Land: Europa Ungarn

18.01.

Margarethe (Margit, Margitta, Margarete)

Margarethe (Margit, Margitta) war die Tochter von König Béla IV. von Ungarn. Als die Mongolen 1241 mordend und plündernd in sein Land eingefallen waren, von den Nachbarn aber keinerlei Hilfe zu erwarten war, weihte der Ungarnkönig sein Töchterlein Gott und übergab es im Alter von drei Jahren den Nonnen von Veszprém zur Erziehung. Die Prinzessin blieb auf eigene Entscheidung hin im Kloster, lehnte alle Heiratsanträge zum Missfallen des Vaters ab, selbst den des Königs von Polen und den des mächtigen Karl von Anjou. Der später wieder versöhnte Vater baute für seine tief gläubige Tochter auf der Haseninsel in der Donau, die nach ihr später Margareteninsel (Margitsziget) genannt wurde, ein Kloster. Hier lebte die Königstochter freiwillig in Armut und pflegte Schwerstkranke und solche, die wegen ihres ekelerregenden Zustandes niemand anrührte. + 18.1.1270.

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

03.05.

Béla

Béla IV., König von Ungarn, stand dem Einfall der Mongolen (1241) trotz zahlreicher Hilferufe an Kaiser und Papst allein und hilflos gegenüber. Während der Schrecknisse der Mongoleneinfälle konnten nun König Béla und seine byzantinische Gemahlin Marina Laskaris nur noch Gott um Hilfe anrufen und weihten ihm ihr 3-jähriges Töchterchen Margitta (siehe 18.1.), das sie ins Kloster der Dominikanerinnen in Veszprém brachten. Zur selben Zeit starb der Groß-Khan der Mongolen in Innerasien, und der Mongolenhäuptling Batu, der Ungarn verwüstete, zog mit seinen Reiterhorden nach Osten ab, um bei der Verteilung des Erbes mitreden zu können. Ungarn war gerettet. + 3.5.1270

11.06.

Jolentha (Jolanthe, Jolantha)

Jolenta (Jolanthe), Tochter von König Béla IV. von Ungarn, trat nach dem Tode ihres Gemahls, eines polnischen Herzogs, als Büßerin in ein Kloster ein. + 11.61298

BesonderheitenBüßerin

29.07.

Ladislaus

Ladislaus (László), König von Ungarn, festigte und vollendete die von Stephan dem Heiligen begonnene Christianisierung seines Landes. + 29.7.1095.

16.08.

Stephan (Stefan, Steffen, Stepan, István); Stephanie (Stefanie)

Stephan war der erste christliche König von Ungarn. Sein Vater, der Arpadenfürst Géza, hatte sich nach der vernichtenden Niederlage der Magyaren in der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg (955) entschlossen, sesshaft zu werden und sein Land dem Christentum zu erschließen. So ließ er den um 969 geborenen kleinen Kronprinzen Vajk 974 auf den Namen des Erzmärtyrers Stephanus taufen und von einem Missionspriester christlich erziehen. Im Alter von 26 Jahren wurde der Thronfolger mit der bayrischen Prinzessin Gisela (siehe 7.5.), der Schwester des späteren Kaisers Heinrichs II., vermählt. - Der junge Fürst förderte von Anfang an, unterstützt von seiner Gemahlin, die Ausbreitung des Christentums in seinem Land. Er ließ Kirchen und Klöster erbauen, rief Missionare ins Land und teilte Ungarn in Bistümer und Erzbistümer ein. Zu Weihnachten des Jahres 1 000 wurde Stephan mit einer vom Papst übersandten Krone feierlich zum ersten König von Ungarn gekrönt. Vier Jahrzehnte lang regierte der Herrscher sein Land mit Besonnenheit und schloss es an die christliche europäische Kultur an. Der vom Volk verehrte und geliebte Monarch starb am 15. August 1145. Er wurde bald zum Patron Ungarns erhoben.

24.09.

Gerhard (Gellert)

Gerhard, die Ungarn nennen ihn Gellért, war aus Venetien gekommen und von König Stephan dem Heiligen, der Unterstützung bei der Missionierung des Landes benötigte, zum ersten Bischof von Csanád (Südost-Ungarn) ernannt worden. Während eines Heidenaufstandes wurde der Missionsbischof am 24.September 1046 durch Lanzenstiche getötet.

StandBischof
BesonderheitenMärtyrer

05.11.

Emmerich (Imre)

Emmerich (Imre), Kronprinz von Ungarn, war der Sohn von König Stephan dem Heiligen und der Gisela von Bayern, der Schwester von Kaiser Heinrich II. Er fiel schon als Kind durch seinen außergewöhnlichen Charakter auf. Der Vater wollte ihn zum Mitregenten erheben, doch wenige Tage vor der geplanten Krönung starb der Prinz an den Folgen eines Jagdunfalls am 2.September (?) im Jahre 1031.

15.11.

Ilona (Helena)

Ilona (Helena) von Ungarn war Dominikanernonne im Kloster Veszprém und trug die Wundmale Christi. Trotz ihrer mystischen Begnadigung war sie keineswegs weltentrückt, sondern zeigte im Gegenteil sehr viel praktischen Sinn für die Angelegenheiten des täglichen Lebens. + 15.11.1270.

StadtKöln Regensburg
BesonderheitenMystikerin
Datum: 20.11.

20.11.

Bernward

Bernward, Bischof von Hildesheim, ließ Kirchen und Klöster erbauen und war ein begab-ter Künstler. Er stellte selbst kunstvolle Goldschmieds- und Schmiedearbeiten her, gründete die später berühmt gewordene Kunstschule zu Hildesheim und war stark karitativ tätig. + 20.11.1022.

StandBischof
StadtHildesheim
BesonderheitenKünstler

20.11.

Edmund

Edmund war schon im Alter von 15 Jahren König von Ostanglien geworden. Als 870 die Dänen in sein Land einfielen, wurde er, da er sich weigerte, dem christlichen Glauben abzuschwören, von den heidnischen normannischen Eroberern gegeißelt, dann mit Pfeilen durchbohrt. + 870.

BesonderheitenMärtyrer

20.11.

Felix

Felix von Valois ging in die Geschichte als Mitbegründer des Trinitarierordens ein. Zuerst wollte er als Einsiedler leben. Doch dann lernte er einen jungen Doktor aus Paris kennen, Johannes von Matha (sieh 17. 12.). Die beiden Männer verstanden sich von Anfang an gut und beschlossen, ihr weiteres Leben einer großen Aufgabe zu widmen. Sie gründeten einen Orden, der sich für die Befreiung von Christen aus der Sklaverei einsetzen sollte, den Trinitarierorden. Diese Vereinigung machte es sich neben dem Einsatz für die als Sklaven in moslemische Länder verschleppten Christen zur Aufgabe, Gefangene und Sträflinge im eigenen Land zu betreuen. Die Arbeit der Trinitariermönche war bald, vor allem in Nordafrika, von Erfolg begleitet und breitete sich rasch auch über die Grenzen Frankreichs hinaus aus. Der Strafgefangenenseelsorger Felix von Valois starb im Jahr 1212 in Paris in dem Bewusstsein, vielen Unglücklichen geholfen zu haben.

StadtParis
BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

20.11.

Korbinian (Corvin)

Korbinian (Corvin), lebte schon als Jugendlicher in seiner gallischen Heimat als Einsiedler. Dann pilgerte er nach Rom und wurde vom Papst beauftragt, bei den Bayern zu missionieren. Später wurde er zum ersten Bischof von Freising ernannt. Als der Glaubensbote die unrechtmäßige Ehe des Bayernherzogs Grimwald verurteilte, musste er, verfolgt vom Hass der Herzogin, fliehen. Er lebte nun mehrere Jahre in Kains in Südtirol, wurde zuletzt aber vom Nachfolger des Herzogs nach Freising zurückberufen und konnte sein Werk fortsetzen. + 8.9. um 730. Im Bistum Bozen/Brixen wird das Gedächtnis Korbinians am 9. September begangen.

StandBischof
StadtFreising
BesonderheitenEinsiedler