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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Stand: Adel

02.01.

Adelhard

(Adalhard), ein Cousin Karls des Großen, von dem er oft als Gesandter in kirchlichen und politischen Angelegenheiten eingesetzt wurde, gründete die westfälischen Abteien Corvey und Herford. + 2.1.826.

StandAdel
StadtCorvey Herford

07.01.

Reinhold von Köln

Reinhold von Köln war, so heißt es in der Überlieferung, als junger Mann ein begeisterter Ritter, der unbedingt ein Held werden wollte. Doch allmählich änderte er sein Lebensziel: Er wollte nur noch für Gott kämpfen und wurde Mönch im Kölner Kloster St. Pantaleon. Voll Eifer arbeitete er unter größten körperlichen Anstrengungen beim Bau des Kölner Doms mit und wurde daher beauftragt, die Arbeit der Steinmetze und Maurer zu überwachen. Wegen seines Fleißes, seines Pflichtbewusstseins und seiner absoluten Unbestechlichkeit wurde Reinhold eines Nachts von einem Steinmetz, der ihm in der Dunkelheit aufgelauert hatte, mit einem Hammer erschlagen. Reinhold ist der Patron der Stadt Dortmund, der Steinmetze, Maurer und Bildhauer. + 960 (?).

StandAdel
StadtKöln Dortmund
BesonderheitenGewaltopfer

07.01.

Knud Lavard

Knud Lavard, Sohn des Königs von Dänemark, setzte sich unermüdlich für die Verbreitung des christlichen Glaubens und der europäischen Kultur in seinem Land ein. Am 7.Jänner 1131 wurde er von einem auf seine Popularität eifersüchtigen Verwandten ermordet.

StandAdel
BesonderheitenGewaltopfer

08.01.

Gudula von Nivelles

Gudula von Nivelles, Patronin der Stadt Brüssel, war die Tochter eines brabantischen Fürsten. Durch ihre werktätige Nächstenliebe erregte sie großes Aufsehen; denn dass eine Fürstentochter sich um Arme und Kranke kümmerte, war nicht alltäglich. Zuletzt führte Gudula in einer von ihr selbst errichteten Zelle ein strenges Büßerleben. + 712. (Gudrun),

StandAdel
StadtBrüssel
BesonderheitenBüßerin

15.01.

Romed (Romedius)

Romed(ius) von Thaur in Tirol war vermutlich ein Grafensohn, der seinen gesamten Besitz an Bedürftige verschenkte und Einsiedler wurde. Die Legende erzählt: "Als sich der Heilige auf dem Weg nach Rom befand, riss ihm ein wilder Bär sein Pferd. Empört legte er mit dem Ruf: Du hast mir mein Pferd getötet, nun sollst du mein Reittier sein! dem Bären seinen Sattel auf." Ohne zu murren soll ihn das Tier - langsam aber sicher - nach Rom gebracht haben. Die Zeit, in der dies geschehen sein soll, ist nicht mehr feststellbar.

18.01.

Margarethe (Margit, Margitta, Margarete)

Margarethe (Margit, Margitta) war die Tochter von König Béla IV. von Ungarn. Als die Mongolen 1241 mordend und plündernd in sein Land eingefallen waren, von den Nachbarn aber keinerlei Hilfe zu erwarten war, weihte der Ungarnkönig sein Töchterlein Gott und übergab es im Alter von drei Jahren den Nonnen von Veszprém zur Erziehung. Die Prinzessin blieb auf eigene Entscheidung hin im Kloster, lehnte alle Heiratsanträge zum Missfallen des Vaters ab, selbst den des Königs von Polen und den des mächtigen Karl von Anjou. Der später wieder versöhnte Vater baute für seine tief gläubige Tochter auf der Haseninsel in der Donau, die nach ihr später Margareteninsel (Margitsziget) genannt wurde, ein Kloster. Hier lebte die Königstochter freiwillig in Armut und pflegte Schwerstkranke und solche, die wegen ihres ekelerregenden Zustandes niemand anrührte. + 18.1.1270.

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

22.01.

Dietlinde

Dietlinde (Theodelinde), Tochter des christlichen Bayernherzogs Garibald, wurde durch Heirat Königin der Langobarden. Durch ihren unermüdlichen Einsatz und ihr beispielhaftes Leben gelang es ihr, den arianischen Gatten und sein Volk für den katholischen Glauben zu gewinnen. Papst Gregor der Große widmete der Langobardenkönigin drei Bücher. Das später berühmt gewordene Kloster Bobbio verdankt ihr seine Existenz. Ebenso geht der Bau des Doms von Monza (Lombardei) auf Theodelinde zurück. + 22.1.627

28.01.

Manfred

Manfred (Manfredo) wurde als Sohn einer reichen, adeligen Familie in Mailand geboren. Er hatte alles, was er sich nur wünschen konnte, ein Leben in Wohlstand und eine glänzende Karriere erwarteten ihn. Doch der junge Edelmann verzichtete auf Reichtum und Luxus und zog sich als Einsiedler in eine Höhle am Lago di Como zurück. Er ernährte sich nur von dem, was ihm die Natur darbot und von Almosen. Allen Hilfsbedürftigen und Betrübten, die bald zur Behausung des als heiligmäßig geltenden Eremiten pilgerten, konnte er mit großem Ein-fühlungsvermögen Trost und Rat spenden und sie in ihrer Verzweiflung wieder aufrichten, + 28.1.1230 (?). Historischer Exkurs Vermutlich wurde der Stauferkönig Manfred von Sizilien , dessen Mutter Bianca Lancia aus Mailand stammte, nach dem heiligen Einsiedler benannt.)

StandAdel
BesonderheitenEinsiedler

28.01.

Karl der Große

(Karl der Große wird nicht mehr als Heiliger verehrt)

StandAdel

31.01.

Emma (Hemma)

Emma (Hemma), Königin der Ostfranken, kümmerte sich - trotz sieben eigener Kinder - als herzensgute Landesmutter verantwortungsbewusst um die Bedürftigen. + 31.1.876.

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

01.02.

Siegbert (Sigibert)

Siegbert (Sigibert) von Austrasien, König der Franken, war ein besonderer Wohltäter und Beschützer der Kirche. Er stiftete 12 Abteien, zahlreiche Kirchen, Spitäler und Wohlfahrtseinrichtungen. + 1.2.656.

LandEuropa
StandAdel

18.02.

Constanze (Constantia, Konstanze, Constanzia)

Constanze (Constantia) war der Überlieferung nach die früh verstorbene Tochter (nach einem anderen Bericht eine jüngere Schwester) von Kaiser Konstantin dem Großen, die durch die hl Agnes von einer gefährlichen Krankheit geheilt worden war. Sie soll viel zur Anerkennung und Förderung des Christentums im Römischen Reich beigetragen haben. Aus Schmerz über ihren plötzlichen Tod ließ der Kaiser ihr zu Ehren in Rom eine prächtigen Rundbau errichten, wo ihre sterblichen Überreste beigesetzt wurden. Später wurde daraus die Kirche Santa Constanza. + an einem 18.2. um 340.

StandAdel
StadtRom

19.02.

Irmgard (Irma, Irmela, Armgard)

Irmgard (Irma), die fromme Gräfin von Aspel war auf der Stammburg ihrer Familie bei Rees am Niederrhein zur Welt gekommen. Nach dem Tode der Eltern verteilte sie ihr Erbe an Krankenhäuser, Kirchen und Einrichtungen für Bedürftige. In Rees ließ sie die zerstörte Kirche wieder aufbauen, gründete ein Chorherrenstift und pilgerte dann nach Rom. Einige Zeit lebte sie als Einsiedlerin. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte die großzügige Wohltäterin in Köln, wo sie weiterhin zahlreiche gute Werke vollbrachte. + 19.2. vor 1065.

StandAdel
StadtKöln
BesonderheitenEinsiedlerin Sozialengagement

19.02.

Konrad (Corrado)

Konrad (Corrado) von Piacenza, ein reicher Adeliger, war ein leidenschaftlicher Jäger. Er war schuld an einem Waldbrand, für den ein armer Bauer unschuldig zur Rechenschaft gezogen wurde. Erst als dieser zum Tode verurteilt worden war, klärte der Mann aus dem Adel den Tatbestand auf. Nach Verbüßung der Strafe, die für ihn weit geringer ausfiel als für den Bauern, zog er sich als Einsiedler auf einen hohen Berg zurück und führte ein strenges Büßerleben. + 1351. Sein Leib wurde 1485 völlig unverwest aufgefunden.

StandAdel
BesonderheitenEinsiedler Büßer

22.02.

Isabella (Elisabeth, Isabeau, Isabelle)

Isabella (Elisabeth, Isabeau), die Schwester König Ludwigs IX. von Frankreich, gründete in der Nähe ihres Hauses in Paris-Longchamp ein Kloster und führte als Klarissin ein strenges Büßerleben. + 22.2.1270.

StandAdel
BesonderheitenBüßerin

22.02.

Margarita (Margaretha, Margarete)

Margarita (Margherita, Margareta) von Cortona, ein bildhübsches Mädchen, dessen Eltern Bauern waren, lebte als Mätresse mit einem jungen Grafen, der sie wegen des Standesunterschiedes nicht heiraten durfte, zusammen. Als ihr Geliebter von Wegelagerern ermordet worden war und sie vor seinem entstellten Leichnam stand, wurde ihr die Vergänglichkeit des Lebens bewusst. Innerlich vollkommen verändert, trat sie in ein Kloster ein und führte fortan ein Leben der Buße und des Dienstes am Nächsten. + 22.2.1297.

StandAdel
BesonderheitenBüßerin

24.02.

Edelbert (Adelbert)

Edelbert, der erste christliche König von Kent, war mit der christlichen Frankenprinzessin Bertha vermählt. Die von Papst Gregor dem Großen nach England entsandten Glaubensboten nahm er freundlich auf und ließ ihnen jegliche Unterstützung zukommen. + 24.2.616.

26.02.

Gerlinde (Gerlind)

Gerlinde, die Tochter eines reichen Grafen, lebte als asketische Reklusin, von der Welt abgeschieden, in einer Zelle neben dem Kloster in Sponheim (Pfalz). + Ende 12.Jhdt.

StandAdel
StadtSponheim
BesonderheitenEinsiedlerin

26.02.

Edigna (Edna, Edina)

Edigna (Edna, Edina), lebte im 11. Jhdt in einer hohlen Linde bei Puch nahe Fürstenfeldbruck in Oberbayern als Einsiedlerin. Angeblich war sie eine Tochter des französischen Königs, die vor einer Verheiratung geflohen war. Die Menschen aus der Umgebung pilgerten zu der aus der Fremde gekommenen Frau, um Lesen und Schreiben zu lernen und sich in ihren Sorgen beraten zu lassen. Auch ihr Unterricht über die christliche Religion wurden von den Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung mit Begeisterung aufgenommen. + 26.2.1109.

StandAdel
BesonderheitenEinsiedlerin

02.03.

Karl

Karl der Gute, geboren 1024 als Sohn von König Knud von Dänemark und der Adele von Flandern, wurde in der Heimat seiner Mutter erzogen und Nachfolger des letzten Grafen von Flandern. Er unterstützte die „Gottesfriedensbewegung“ und setzte sich gegen Ungerechtigkeiten ein. Die einfachen Menschen liebten und verehrten ihn; doch er wurde von einem Gefolgsmann, den er wegen Friedensbruchs zur Rechenschaft gezogen und bestraft hatte, ermordet. + 2.3.1127

StandAdel

02.03.

Agnes

Agnes von Böhmen, verzichtete auf alle ihr als Königstochter zustehenden Privilegien und Würden. Sie lebte in freiwilliger Armut, gründete Spitäler und Klöster und trat zuletzt gegen den Willen ihrer Familie - Prinzessinnen waren ein wichtiges "Kapital" für dynastische Heiratsverbindungen - in ein Kloster ein. + 2.3.1282.

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

03.03.

Kunigunde

Kunigunde, Kaiserin, Tochter des Grafen von Lützelburg (Luxemburg), heiratete 999 Herzog Heinrich von Bayern, der nach dem Tod des kinderlosen Otto III. deutscher König bzw. römischer Kaiser wurde. An der Seite ihres Gemahls wurde sie im Jahre 1014 in Rom zur Kaiserin gekrönt. Mehrere Male führte sie während der Abwesenheit des Gatten die Staatsgeschäfte und unterstützte ihn bei seinem religiösen und sozialen Engagement. Kunigunde war „das Gewissen des Kaisers“ und „der Schutzengel des Volkes“. Dass Heinrich II. das Hauptziel seiner Regierung nicht in kriegerischer Expansion, sondern in der Sicherung des inneren Friedens und der sozialen Gerechtigkeit sah, war hauptsächlich das Verdienst seiner Gemahlin. Auch schwerste Heimsuchungen und bitterste Enttäuschungen (sie musste angeblich wegen der falscher Anschuldigung der ehelichen Untreue in einem „Gottesgericht“ über glühendes Eisen gehen; ihre Ehe blieb kinderlos) konnten ihr das Gottvertrauen nicht nehmen. Gemeinsam mit ihrem Gemahl gründete sie das Bistum Bamberg (Mainfranken). - Nach dem Tode des geliebten Ehegatten lebte Kunigunde als einfache Ordensfrau im von ihr selbst gegründeten Kloster Kaufungen nahe Kassel in Hessen. + 3.31039. Lostagsregeln: „Wenn es donnert um Kunigund, treibt ‘s der Winter noch lange bunt.“ - „Lachende Kunigunde bringt frohe Kunde. Kunigunde tränenschwer, bleiben oft die Scheunen leer.“ - „Zu Kunigunten wird ‘s warm von unten.“

04.03.

Kasimir

Kasimir, war Kronprinz von Polen. Seine Menschenliebe, seine Fürsorge um die Notleidenden, seine ausgeprägter Gerechtigkeitssinn sowie Erfolge bei der Bekämpfung des Räuber-Unwesens verschafften dem Prinzen den Respekt und die aufrichtige Liebe seines Volkes. Die Gewohnheit, im Vorhof des königlichen Palastes in Krakau Almosen zu verteilen, wurde von der Hofgesellschaft mit größtem Missfallen beobachtet und als äußerst „unköniglich“ empfunden. Der mildtätige Kronprinz starb auf einer Reise nach Litauen, wohl an den Folgen eines Lungenleidens, erst 26 Jahre alt. + 4.3.1484. - Er ist Patron von Polen und Litauen sowie Patron der Jugend

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

04.03.

Humbert (Umberto)

Humbert (Umberto), Herzog von Savoyen, war ein frommer und gerechter Landesvater, der oft als Friedensvermittler Erfolg hatte. + 4.3.1189.

06.03.

Fridolin (Frido)

Fridolin von Säckingen kam in der Zeit der Merowinger (6./7. Jhdt) als Glaubensbote zu den Alemannen am Oberrhein, zog predigend durch das Elsass, den Schwarzwald und die Schweiz und konnte viele für das Christentum gewinnen. Er rodete, ließ Kapellen erbauen und gründete Klöster. Die Menschen waren ihm wegen seiner großen Güte und Hilfsbereitschaft zugetan und verehrten ihn. Auf der Rheininsel Säckingen errichtete er das Hilarius-Kloster, in dem er nach seinem Tod bestattet wurde.- Fridolin ist Patron des Kantons Glarus, von Säckingen und der Schneider, Schutzheiliger gegen Viehseuchen, Feuer- und Wassergefahr, Bein- und Armleiden sowie für eine günstige Witterung. Historischer Exkurs (Friedrich Schiller hat mit seiner Ballade "Der Gang zum Eisenhammer" zur Bekanntheit des Alemannenmissionars beigetragen)

14.03.

Mathilde (Thilde, Hilde, Matilda, Tilda, Maud).

Mathilde, deutsche Königin, stammte aus westfälischem Adel und heiratete im Jahr 909 Herzog Heinrich von Sachsen, den späteren deutschen König und römischen Kaiser. Das älteste ihrer fünf Kinder war (der spätere) Kaiser Otto I., der Große. Besonders gerühmt wurden die Klugheit und Weltoffenheit der Königin. - Nach dem Tode des Ehegatten war Mathilde hauptsächlich karitativ tätig, half den Notleidenden, unterstützte kirchliche Ein-richtungen und gründete Klöster. + 14.3.968. Historischer Exkurs ( Als Herzogtum Sachsen bezeichnete man im Mittelalter Nordwestdeutschland, etwa das heutige Niedersachsen. Mittelpunkt des alten Stammesgebietes war Braunschweig. Das heutige Sachsen in Ostdeutschland, früher "Kursachsen" genannt, hieß zuerst Markgrafschaft Meißen und erbte den Namen erst im 15. Jhdt mit der sächsischen Kurwürde.).

18.03.

Eduard (Edward)

Eduard (Edward), der liebenswürdige und fromme englische Kronprinz, der älteste Sohn von König Edgar dem Friedfertigen, wurde nach dessen Tod auf Befehl seiner herrschsüch-tigen Stiefmutter Alfrida ermordet, da sie selbst die Regentschaft führen und den Thron für den eigenen Sohn gewinnen wollte. + 18.3.978.

20.03.

Irmgard

Irmgard von Tours, die wohltätige Gattin von Kaiser Lothar I., war Gründerin des Klosters Erstein im Elsaß und eine große Förderin der Kirche. + 20.3.851

21.03.

Richeza (Rizza);

Richeza (Rizza); die Tochter des lothringischen Pfalzgrafen Erenfried (siehe 21.5.) und der Königstochter Mathilde, wurde mit dem polnischen König Mieszko II. vermählt. Sie ver-suchte an der Seite ihres Gemahls, dem Christentum auch in Polen zum Sieg zu verhelfen. Doch nach dem frühen Tod des Gatten wurde sie (1031) wurde sie gemeinsam mit ihrem Sohn Kasimir (der später doch noch König wurde) von der heidnischen Reaktion vertrieben. In ihrer alten Heimat führte sie bis zu ihrem Tod am 21.März 1063 ein Leben der Wohltätigkeit. .

24.03.

Hidelinde (Heidelinde)

Hidelinde (Heidelinde), die dem angelsächsischen Hochadel entstammte, war mehr als 60 Jahre lang Äbtissin des Klosters Barking (GB). + um 717.

28.03.

Guntram

Guntram war der Sohn des als gewalttätig bekannten Frankenkönigs Lothar I. und der hl Radegunde (siehe 12.8.). Bei der Reichsteilung nach Lothars Tod bekam er Burgund als Teilkönigreich. Der junge König erwies sich als geschickter Diplomat, dem es immer wieder gelang, Schwierigkeiten durch Verhandlungen aus dem Weg zu räumen. Sein Volk war ihm zugetan, denn er war freigebig und gerecht. Die Geistlichkeit brachte ihm große Ehrerbie-tung entgegen, denn er tat viel für die kirchliche Ordnung, wandte sich scharf gegen die Käuflichkeit kirchlicher Ämter und verbot die Sonntagsarbeit. Der allgemein als sehr um-gänglich geschilderte König hatte aber auch eine dunkle Charakterseite: Er war jähzornig und konnte im Zorn gewalttätig werden, was wohl ein väterliches Erbe war. + 28.3.592.

29.03.

Gladys (Claudia)

Gladys (Claudia), eine Fürstin in Wales (GB), führte ein nur auf Vergnügen ausgerichtetes Leben. Dann wurde sie Christin und zog sich zuletzt in die Einsamkeit der Berge von Wales zurück, wo sie um 500 ihr Leben im Ruf der Heiligkeit beendete.

StandAdel
BesonderheitenEinsiedlerin

30.03.

Amadeus (Amadeo, Gottlieb)

Amadeus IX. war Herzog von Savoyen. Das Grundprinzip seiner Herrschaft war das Streben nach “Liebe und Gerechtigkeit“, er regierte sein Land mit religiösem Verantwortungsgefühl und großem karitativen Einsatz. Seine Wohltätigkeit machte das Land zum „Paradies der Armen“. Seine lebenslange Epilepsie sah er als „Gnade Gottes“ an. + 30.3.1472. - Amadeus ist Patron von Savoyen

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

08.04.

Beate (Beata)

Beate (Beata) war Klarissenoberin zu Ribnitz in Mecklenburg. Die Herzogstochter war ein leuchtendes Beispiel an Friedfertigkeit und Liebe zu den Mitmenschen. + 8.4.1399.

09.04.

Casilda

Casilda, eine Tochter des Emirs von Toledo (Spanien), sie lebte im 11. Jhdt, kümmerte sich heimlich um christliche Gefangene und wurde nach einer wunderbaren Heilung selber Christin. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie als Einsiedlerin. Über ihrem Grab entstand die Kirche Santa Casilda (nördlich von Burgos in Kastilien), die zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort wurde

StandAdel
StadtToledo
BesonderheitenEinsiedlerin

13.04.

Hermenegild; Hermenegilda (Gilda, Gildis)

Hermenegild, der junge König der Westgoten in Spanien, Sohn des arianischen Königs Leowigild, vermählte sich 579 mit der katholischen Frankenprinzessin Ingunde. Die Stiefmutter Sinta (Goesintha) forderte, dass die junge Königin zum arianischen Glauben übertrete. Doch Ingunde hielt an ihrem Glauben fest, ja es gelang ihr im Laufe der Zeit sogar, den Gemahl für den katholischen Glauben zu gewinnen. Als der alte König vom Gesinnungs-wandel seines Sohnes erfuhr, drohte er ihm mit dem Verlust des Erbes. Doch Hermenegild ließ sich nicht einschüchtern. Die väterliche Wut wäre wahrscheinlich verraucht, hätte die Stiefmutter es nicht verstanden, durch dauernde Intrigen Vater und Sohn völlig zu entzweien. Der Kronprinz wurde gefangen genommen und, da ihn nichts von seiner Entscheidung abbringen konnte, am 13. April 585 öffentlich enthauptet. Prinzessin Ingunde konnte vor der Hinrichtung ihres Gemahls noch rechtzeitig mit den Kindern fliehen. (Gilda) Historischer Exkurs Im Laufe der germanischen Völkerwanderung waren die Westgoten 418/419 über die Pyrenäen nach Spanien vorgedrungen. 475 musste Rom die Selbstständigkeit des Reiches der Westgoten auf ehemaligem Reichsgebiet anerkennen. West- und Ostgoten, Vandalen und andere ostgermanische Völker waren zwar bereits Christen, gehörten aber dem arianischen Bekenntnis an , was einer Vermischung der Eroberer mit der katholischen romanischen Bevölkerung im Wege stand. Nur die westgermanischen Franken nahmen das katholische Christentum an

15.04.

Una (Unna, Huna, Oona)

Una (Unna, Huna, Oona) die Wäscherin, war die Witwe eines vornehmen Edelmanns im Elsass. Sie betreute alleinstehende und allein gelassene Kranke mit großer Hingabe und wusch auch ihre Wäsche. + um 687. Sie ist die Patronin der Wäscherinnen

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

19.04.

Gerold (Gerald, Géraud, Giraldo)

Gerold war ein reich begüterter Adeliger im Großen Walsertal im heutigen Vorarlberg. Er verschenkte seinen ganzen Besitz und gründete die Propstei Frisun im Walgau, die später nach ihm St.Gerold benannt wurde. Er selber aber lebte fortan in der Einsamkeit der Berg-welt des Großen Walsertals. Er starb an einem 10.4.um 978. - Am 19.April 1663 wurden seine Gebeine in die Kirche von Frisun übertragen. Der fromme Einsiedler wird besonders in den Diözesen Feldkirch und Einsiedeln verehrt..

StandAdel
BesonderheitenEinsiedler

19.04.

Emma (Imma, Hemma)

Emma (Imma, Hemma) von Paderborn war die Gemahlin eines westfälischen Grafen. Nach dem frühen Tod des geliebten Gatten verteilte sie nach und nach ihr Vermögen unter den Bedürftigen. Sie selber behielt nur das zum Leben Notwendigste. Bei Auseinandersetzungen wurde die angesehene Witwe immer wieder wegen ihrer Unvoreingenommenheit als Friedensvermittlerin angerufen. Die rechte Hand der Wohltäterin ist bis heute unversehrt geblieben. + 19.4.1040

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

30.04.

Hildegard

Hildegard, Tochter des Herzogs von Schwaben, wurde die zweite Gemahlin von Kaiser Karl dem Großen und Mutter von Kaiser Ludwig dem Frommen. Sie war eine große Wohltäterin, stiftete die Abtei Kempten (Allgäu) und förderte besonders das Kloster Reichenau (Bodensee). + 30.4783.

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

30.04.

Quirin und Balbina

Quirin, ein römischer Tribun, starb gemeinsam mit seiner Tochter Balbina als christlicher Märtyrer unter Kaiser Hadrian in Rom. Die Reliquien schenkte Papst Leo IX. 1050 seiner Schwester Gepa, die Äbtissin in Neuß (nahe Köln) war. Seitdem wurde der römische Märtyrer in Nordwestdeutschland besonders stark verehrt. ++ 130. - Quirin ist Patron der Ritter, der Pferde und Rinder und Schutzheiliger gegen Pocken und Knochenfraß, gegen Lähmungen, Bein- und Fußleiden sowie gegen Eitergeschwüre und Hautausschlag.

StandAdel
StadtKöln
BesonderheitenMärtyrer

02.05.

Siegmund (Sigmund, Sigismund)

Siegmund (Sigmund, Sigismund), der erste katholische König von Burgund, hatte ohne Wissen seines Vaters und gegen dessen Willen mit seiner Familie die Taufe empfangen und wurde daraufhin zum Beschützer und Förderer des christlichen Glaubens. Doch auf den jungen König der Burgunden wartete ein grausames Schicksal. Im Jahr 523 wurde er vom Frankenkönig Chlodomer besiegt und in die Gefangenschaft geführt. Ein Jahr später, am 1.Mai 524 , wurde er mit seiner gesamten Familie auf Befehl des fränkischen Eroberers in der Nähe von Orléans in einem Brunnen ertränkt. Damit war die burgundische Königsdynastie ausgerottet, das Land Burgund wurde in das Frankenreich eingegliedert. - Reliquien des ermordeten Königs gelangten später in den Veitsdom nach Prag und in die Kathedrale von Plozk in Polen. Daher wurde Siegmund von Burgund von Polen und Tschechen besonders verehrt. Polnische und böhmische Fürsten erhielten seinen Namen.

StandAdel
BesonderheitenGewaltopfer

02.05.

Boris (Borislav)

Boris (Borislav) war der erste christliche Fürst von Bulgarien. Als sein Taufpate fungierte (864) der oströmische Kaiser Michael III. (genannt „der Trunkenbold“). Da die römische Kirche nicht bereit war, ein eigenes bulgarisches Patriarchat mit einem Bischofssitz zu errichten, wandte sich der Fürst der Ostkirche zu und führte mit Hilfe der Slawenapostel Cyrill und Methodius slawische Liturgie und kyrillische Schrift ein. Zuletzt entsagte Boris der Herrschaft und zog sich als Mönch in ein Kloster zurück

03.05.

Béla

Béla IV., König von Ungarn, stand dem Einfall der Mongolen (1241) trotz zahlreicher Hilferufe an Kaiser und Papst allein und hilflos gegenüber. Während der Schrecknisse der Mongoleneinfälle konnten nun König Béla und seine byzantinische Gemahlin Marina Laskaris nur noch Gott um Hilfe anrufen und weihten ihm ihr 3-jähriges Töchterchen Margitta (siehe 18.1.), das sie ins Kloster der Dominikanerinnen in Veszprém brachten. Zur selben Zeit starb der Groß-Khan der Mongolen in Innerasien, und der Mongolenhäuptling Batu, der Ungarn verwüstete, zog mit seinen Reiterhorden nach Osten ab, um bei der Verteilung des Erbes mitreden zu können. Ungarn war gerettet. + 3.5.1270

04.05.

Briktius

Briktius, ein dänischer Prinz, soll auf dem Rückweg von einer Wallfahrt ins Heilige Land eine Ampulle mit wundertätigem Blut des Heilands, das aus seinem Kreuz geflossen sein soll, bei sich geführt haben. In Kärnten wurde er von einer Lawine verschüttet. Aus dem Schnee sollen drei Ähren herausgewachsen sein, so dass man den Pilger fand und bestatten konnte. An der besagten Stelle entstanden in der Folge Kirche und Ort Heiligenblut. Das alles soll sich um das Jahr 900 zugetragen haben.

04.05.

Martin

Martin Moyë, 1730 als Sohn einer Bauernfamilie in Lothringen geboren, entschied sich für den geistlichen Stand und wurde 1754 in Metz zum Priester geweiht. Da er als Bauernsohn wusste, wie mangelhaft die schulische Ausbildung der Landkinder war, gründete er die Kongregation der „Schwestern von der Vorsehung“, die sich der Schulen in den ländlichen Gemeinden annahmen. Über Widerstände gegen seine Reformen in seinem Heimatbistum Metz erbittert, ging er 1771 als Missionar nach China. 1783 kehrte er in die Heimat zurück und widmete sich nun ganz der Predigt und der Leitung seiner Gemeinschaft. Die Französische Revolution zwang ihn, abermals sein Land zu verlassen und nach Trier (Rheinland) zu fliehen, wo er sich bei Krankenbesuchen ansteckte und am 4. Mai 1793 starb.

StandAdel
StadtMetz Trier

05.05.

Sigrid (Sirid, Sigreda)

Sigrid war die Gemahlin des christlichen Wendenfürsten Gottschalk (siehe 14.6.). Nach seiner Ermordung wurde sie von der heidnischen Partei samt ihren Kindern vertrieben. Sie starb in der zweiten Hälfte des 11.Jhdts.

09.05.

Ottokar

Ottokar III., Markgraf von Traungau, ließ am Semmering-Pass ein Hospital erbauen und übergab 1163 seinen Besitz Vorau (Steiermark) an Erzbischof Eberhard von Salzburg, damit dieser dort ein Augustiner-Chorherrenstift errichte. + 1164.

StandAdel
StadtSalzburg

12.05.

Joanna (Joana, Johanna)

Joan(n)a (Johanna) war die älteste Tochter von König Alfons V. von Portugal und als solche die gesetzliche Thronfolgerin. Aber sie verzichtete auf ihr Recht und zog sich in die Stille eines Kloster zurück.. + 12.5.1490..

13.05.

Rolanda (Rolendis)

Rolanda (Rolendis), Tochter eines Grafen, die im 8. Jhdt in Brabant lebte, floh vor der Zwangsheirat mit einem ungeliebten Mann. Auf der Flucht erkrankte sie schwer und starb.

15.05.

Hertrud (Hertraud)

Hertr(a)ud (auch Gertrud) von Brabant lebte im 5. Jhdt und war die christliche Tochter eines heidnischen Germanenfürsten. Weil sie einer vom Vater aufgezwungenen "politischen" Heirat entgehen wollte, wurde sie auf der Flucht aufgespürt und von den eigenen Brüdern - wegen Ungehorsams gegenüber dem Vater - mit Pfeilschüssen getötet.

StandAdel
BesonderheitenGewaltopfer

15.05.

Heinrich

Heinrich von Riedenburg war der Sohn eines bayrischen Grafen. 40 Jahre lang soll er als Pilger durch die Lande gezogen sein. Dann ließ er sich als Einsiedler bei Ebrantshausen in Niederbayern nieder. Sein Grab war im Mittelalter ein viel besuchter Wallfahrtsort. + um 1150.

StandAdel
BesonderheitenEinsiedler

18.05.

Erich (Erik, Eric)

Erich (Erik) IX., König von Schweden, war bei seiner Thronbesteigung noch sehr jung. Er förderte in seinem Land das noch nicht gefestigte Christentum und trug viel zur Christianisierung Finnlands bei. Der wahrhaft christlich gesinnte König machte sich zum Anwalt der Unterdrückten, zog sich damit aber den Hass des mächtigen Adels zu, mit dem es immer wieder zu Konflikten kam. Dies wollte der eifersüchtige dänische Thronfolger Magnus, der sich das Nachbarland gerne einverleibt hätte, ausnützen, zettelte eine Verschwörung an und gab Meuchelmördern den Auftrag, den Schwedenkönig zu beseitigen. Während eines Gottesdienstes wurde der beliebte Monarch am 18. Mai 1160 zu Uppsala von gedungenen Mördern erdolcht. (Erika) m deutschen Regionalkalender ist der Gedenktag des Schwedenkönigs, gemeinsam mit Knud von Dänemark und Olaf von Norwegen, am 10. 7. eingetragen

StandAdel
BesonderheitenGewaltopfer

19.05.

Alkuin (Alkwin)

Alkuin, der einem angelsächsischen Adelsgeschlecht entstammte und seine Ausbildung an der Domschule zu York erhalten hatte, war ein bedeutender Gelehrter. Auf einer Romreise im Jahr 781 traf er in der norditalienischen Stadt Parma mit Karl dem Großen zusammen., der ihn an seine Hofschule nach Aachen berief, wo der Angelsachse bald zum Mittelpunkt eines Kreises von Gelehrten wurde. Er unterrichtete nicht nur Mitglieder der Königsfamilie, sondern er war auch der Lehrer von später so berühmten Persönlichkeiten wie Einhard (siehe 14.3.) oder Rabanus Maurus (siehe 4.1.). 796 wurde er Abt des Klosters St. Martin in Tours, wo er eine Schule errichtete, die bald Berühmtheit erlangte. Der Abt machte sich verdient um die Liturgie, das Bildungswesen, die Missionierung und die Bekämpfung der Irrlehren. + 19.5.804

StandAdel
StadtTours

21.05.

Konstantin

Konstantin der Große, römischer Kaiser, war am Hofe des Christenhassers Diokletian, der die Christen gänzlich ausrotten wollte, aufgewachsen. Doch gerade er war es, der eine vollkommene Kehrtwendung in der Haltung des Römischen Reiches gegenüber den Christen einleitete. Im Jahre 313 unterzeichnete er gemeinsam mit seinem Mitkaiser Licinius das Toleranzedikt von Mailand (Edictum Mediolanum), das den Christen freie Religionsausübung gestattete. Vor dem Sieg an der Milvischen Brücke vor Rom (312) über seinen Widersacher Maxentius soll er am Himmel ein Lichtkreuz erblickt haben, auf dem geschrieben stand: „In hoc signo vinces.“, d.h. „In diesem Zeichen wirst du siegen“. 330 verlegte Konstantin den Sitz des Kaisers nach Byzanz, das von da an „Konstantinopel“ (heute Istanbul) hieß. Er führte den Sonntag als „heiligen Tag“ ein, förderte das Christentum, ließ zahlreiche Kirchen errichten (Lateran und Peterskirche in Rom, Grabeskirche in Jerusalem u.v.a.) und stärkte die Kirche durch umfangreiche Schenkungen Konstantin zog die Christen, da sie ihm vertrauenswürdig schienen und sein Vertrauen auch rechtfertigten, immer häufiger für staatliche Aufgaben heran. Der Kaiser selber blieb aber Anhänger des Sonnengottes (Mithras-Kult) und ließ sich erst auf dem Sterbebett taufen. + 22.5.337. Obwohl Kaiser Konstantin unsagbar viel für das Christentum getan hat, wurde er von der Kirche nie offiziell als Heiliger anerkannt, da sein Leben alles andere als heiligmäßig war.

LandEuropa
StandAdel
StadtRom

21.05.

E(h)renfried (Ehrenfried)

E(h)renfried, Pfalzgraf in Lothringen, führte ein Leben ganz nach christlichen Grundsätzen. Er war der Gründer der Abtei Brauweiler bei Köln. + 21.5.1035.

StandAdel
StadtKöln

24.05.

Dagmar

Dagmar, Königin von Dänemark, starb nach einem kurzen, aber von der Liebe zu Gott und den Mitmenschen erfüllten Leben am 24.Mai 1212.

29.05.

Erwin (Irwin, Irving)

Erwin (Erbin) wird im "Martyrologium Germaniae" genannt. Er war vermutlich der erste christliche König von Wales (GB) und unterstützte mit großem Einsatz die Missionierung seines Landes. Um das Jahr 480 starb er.

30.05.

Ferdinand (Fernando, Fernand, Fernão, Fernandez, Ferrante, Nándor)

Ferdinand (Fernando), ein spanischer Herrscher, der 1230 die Königreiche Kastilien und León vereinigte, war mit der Stauferprinzessin Beatrix verheiratet. Sein ganzes Leben lang kämpfte der König gegen das Vordringen des Islam. Er eroberte von den Arabern die König-reiche Córdoba und Sevilla zurück. Aber Ferdinand war nicht nur ein Kämpfer für das Christentum, er zeigte auch als Feldherr eine wahrhaft christliche Gesinnung. Seine Soldaten hatten die strikte Anweisung, sich gegenüber den Besiegten jeglicher Grausamkeit zu enthalten, was damals - nicht nur von den Soldaten - als ganz und gar unangebracht angesehen wurde und viel Widerspruch hervorrief. Der König ließ die Domschule in Salamanca in eine allgemeine Lehranstalt, d.h in eine Universität umwandeln, legte den Grundstein für die Kathedrale von Burgos und gab ein Zivilgesetzbuch heraus, das Rechtsunsicherheiten beseitigen und der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen sollte. Am 30. Mai 1252 starb König Ferdinand zu Sevilla, wo er in der Kathedrale seine letzte Ruhestätte fand. Er ist Patron der Gefangenen und der Armen. Wetterregel: „Der Ferdinand, der schlimme Mann, manchmal noch Fröste bringen kann.“

31.05.

Mechthild

Mechthild von Andechs war die Tochter eines bayrischen Grafen. Schon sehr früh wurde sie den Nonnen im nahen Kloster Dießen zur Erziehung übergeben, wie es zu jener Zeit in Adelskreisen üblich war. Doch die Grafentochter entwickelte bald eine tiefe Frömmigkeit, und nachdem sie das notwendige Alter erreicht hatte, wurde sie selbst Augustiner-Chorfrau. Als sie vom Bischof von Augsburg zur Äbtissin des Klosters Edelstätten ernannt wurde, lehnte sie die Berufung zunächst ab, musste aber auf persönliche Aufforderung des Papstes hin gehorchen. Binnen kurzer Zeit reformierte die junge Äbtissin nun nicht nur das eigene Kloster, sondern war auch anderswo als erfolgreiche Klosterreformerin tätig. Als Mechthild ihre Aufgabe erfüllt sah, kehrte sie in ihr früheres Kloster Dießen zurück und lebte dort bis zu ihrem Tod am 31. Mai 1160 als einfache Nonne

StandAdel
BesonderheitenReformer

04.06.

Klothilde (Clothilde, Clotilde)

Klothilde (Chlothilde), Prinzessin von Burgund, wurde im Jahr 493 die Gemahlin des mächtigen Frankenherrschers Chlodwigs I. Der Heirat hatte die christliche Königstochter nur unter der Bedingung zugestimmt, dass der heidnische Gemahl ihren Glauben respektiere. Chlodwig tolerierte nicht nur die Religion seiner Gattin, er gab auch die Zustimmung, dass sein erster Sohn die Taufe empfing. Als der kleine Thronfolger aber starb, schrieb der König dies dem Zorn der germanischen Götter zu und stand dem Christentum nunmehr ablehnend gegenüber. Doch Klothilde ließ auch den zweiten Sohn taufen. Auch dieses Kind erkrankte schwer. Erst als der Knabe überraschend wieder gesund wurde, gelang es der Königin, den Gemahl wieder dem Christentum gegenüber freundlich zu stimmen. Weil dem Frankenkönig eine schwere Niederlage durch die Alemannen drohte, gelobte Chlodwig, falls er den (kaum zu erwartenden) Sieg davontrage, die Religion der Christen anzunehmen. Das Unwahrscheinliche geschah: Chlodwig verließ als Sieger das Schlachtfeld. Am Weihnachtstag des Jahres 498 ließ sich der Frankenkönig zusammen mit 3 000 Gefolgsleuten in der Kathedrale von Reims von Bischof Remigius (siehe 1.10.) taufen. Es war das erste Mal, dass ein germanischer Stamm den katholischen Glauben annahm. Damit wurden Zusammenleben und Vermischung der bereits christlichen gallo-romanischen Bevölkerung mit den germanischen Franken ermöglicht. Viele Historiker nennen dieses Ereignis mit Recht die „Geburt des christlichen Mittelalters“. Die Frau, der das alles zu verdanken war, starb am 3. Juni 544. Ihre Reliquien in St-Pierre in Paris gingen während der Französischen Revolution verloren. Klothilde ist Patronin der Frauen, der Notare, gegen Fieber und Kinderkrankheiten sowie gegen einen plötzlichen Tod.

05.06.

Ferdinand (Fernando, Fernand, Fernandez, Fernão, Ferrante)

Ferdinand der Standhafte, Prinz von Portugal, war in Nordafrika in die Gefangenschaft der Mauren geraten. In Fez (Marokko) musste er die schwersten Arbeiten verrichten und wurde wie ein Sklave behandelt. Portugal war bereit, die Stadt Ceuta für die Freilassung des Prinzen herauszugeben, die Mauren forderten aber eine unerschwinglich hohe Summe an Lösegeld. Der Prinz selber wollte lieber sterben als seinem Land Schaden zuzufügen. - Nach schrecklichen Martern gab er am 5.Juni 1443 den Geist auf. Anmerkung: Der berühmte spanische Dichter Calderón de la Barca setzte Ferdinand dem Standhaften in seinem Drama "El principe constante" ("Der standhafte Prinz") ein bleibendes Denkmal.

StandAdel
BesonderheitenGewaltopfer

14.06.

Gottschalk

Gottschalk, der junge Fürst der slawischen Obotriten, verheiratet mit der christlichen Prinzessin Sigrid (siehe 5.5.), war im Kloster St. Michael in Lüneburg im christlichen Glauben erzogen worden und unterstützte daher die christliche Mission in seinem Land. Er war maßgeblich an der Gründung der Bistümer Ratzeburg und Mecklenburg, das später dem Land den Namen geben sollte, beteiligt. Doch der Wendenfürst hatte auch viele Gegner. Die nationale, an der alten slawischen Götterreligion festhaltende Opposition erhob sich gegen den christlichen Fürsten, und Gottschalk wurde während des Aufstandes am 14.Juni 1066 getötet. Das christliche Missionswerk in Mecklenburg hatte damit einen schweren Rückschlag erlitten.

StandAdel
BesonderheitenGewaltopfer

19.06.

Rasso (Ratold)

Rasso (Ratold) aus dem bayrischen Geschlecht der Grafen von Andechs, er soll von Gestalt ein wahrer Riese gewesen sein, unternahm nach einem erfolgreich beendeten Krieg gegen die eingefallenen Ungarn eine Wallfahrt nach Rom, und anschließend ins Heilige Land. Von dort brachte er zahlreiche wertvolle Reliquien von Märtyrern mit. Für deren Aufbewahrung ließ er ein eigenes Kloster errichten, in das er zuletzt selber als Laienbruder eintrat. Doch noch ehe der Klosterbau vollendet war, starb der fromme Graf am 19. Juni 954.

StandAdel
StadtAndechs

28.06.

Diethild (Diethilde)

Diethild von Sens, eine Enkelin des Frankenkönigs Chlodwig, unterstützte Kirchen und Klöster und gründete in Sens (F) aus eigenen Mitteln eine Abtei. + um 563.

05.07.

Albrecht

Albrecht VI., Herzog von Bayern, genannt der "Leuchtenberger", war ein friedliebender und gerechter Landesvater, wie es zu seiner Zeit nur wenige gab. + 5.7. 1666.

06.07.

Maria Theresia (Marie Theres, Maresa, Marisa)

Maria-Theresia Ledochowska, war eine österreichische, polnisch-stämmige Gräfin, die ihr Leben ganz der Missionierung Schwarzafrikas verschrieben hatte. Unermüdlich kämpfte sie gegen die Sklaverei und rief die gegen die Sklaverei gerichtete "Petrus-Claver-Solidarität" ins Leben. Die "Mutter der Schwarzen" kam später nach Europa zurück, richtete mehrere Druckereien ein und gab religiöse Schriften über und für Schwarzafrika heraus. Auch durch Vorträge förderte und unterstützte sie die Missionen. + 6.7.1922.

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

08.07.

Edgar

Edgar der Friedfertige, König der Angelsachsen, trug viel zur religiösen Erneuerung seines Landes bei und bescherte ihm eine lange Zeit des Friedens. Seine Regierungszeit war der Höhepunkt der englischen Königsmacht vor der Herrschaft durch die Normannen. + 8.7.975

10.07.

Knud

Knud IV. war im Jahr 1080 König von Dänemark geworden. Er war ein tatkräftiger und weitblickender Herrscher, der auch für die Kirche seines Landes segensreich wirkte; er ließ konsequent Reformen durchführen und viele neue Gotteshäuser errichten. Der christliche Glaube wurde zum Maßstab für seine Regierung. Wegen seiner Konsequenz und Unnach-giebigkeit bei der Durchführung von Neuerungen auf verschiedenen Gebieten kam es aber zu Aufständen des um seine Macht fürchtenden Adels. Während eines Gottesdienstes in der St.Alban-Kirche in Odense fiel der Monarch, der sein Land durch sinnvolle und folge-richtige Reformen verändern wollte, einem Mordanschlag zum Opfer. + 10.7.1086. Im deutschen Regionalkalender ist der 10.7. auch Gedenktag für Erich von Schweden und Olaf von Norwegen.

StandAdel
BesonderheitenGewaltopfer Reformer

11.07.

Olga

Olga, die Großfürstin von Känugaard, dem heutigen Kiew, war die Gattin des Waräger-fürsten Igor (Ingmar) geworden. Ihre Vorfahren waren als normannische Eroberer aus Schweden gekommen. Nach Igors Ermordung führte die junge Witwe als Regentin für den minderjährigen Sohn die Regierungsgeschäfte. Großfürstin Olga war eine kluge und energische Frauenpersönlichkeit, die es verstand, die auseinanderstrebenden Kräfte des noch jungen Reiches von Kiew zusammenzuhalten. Während ihrer Regentschaft drang zum ersten Mal das Christentum in Osteuropa ein. Die Wikingerfürstin ließ sich 957 taufen und bemühte sich um die Ausbreitung des christlichen Glaubens in Russland. Doch die Zeit war noch nicht reif, ein nachhaltiger Erfolg blieb aus. Die normannisch-russische Großfürstin starb um das Jahr 970. Die Christianisierung des Reiches im Osten Europas sollte erst Olgas Sohn und ihrem Enkel gelingen. Historisches: Slawische Teilfürsten hatten 862 schwedische Normannen nach Russland gerufen, die sich als Waräger bezeichneten und zu Staatsgründern wurden. Zuerst errichteten sie ein Reich um Holmgard (Nowgorod), dann um Känugard (Kiew). Die Finnen nannten die Normannen Ruotsi oder Rodse (=Ruderer). Davon leitet sich der Name der Russen, mit denen sich die Wikinger bald vermischten, ab

StandAdel
StadtKiew

13.07.

Heinrich

Heinrich II. ging als der "heilige Kaiser" in die Geschichte ein. Er wurde 973 als Sohn des Bayernherzogs geboren und war ab 995 selber Herzog von Bayern. Nach dem Tod des mit ihm verwandten Kaisers Otto III. wählten die Fürsten den Bayernherzog zum deutschen König. Im Jahr 1004 wurde Heinrich in Rom, an der Seite seiner Gemahlin Kunigunde, zum römisch - deutschen Kaiser gekrönt. Der neue Kaiser war eine starke Persönlichkeit, ein ziel-bewusster Staatsmann, gebildet, humorvoll, alles in allem ein kluger und weitsichtiger Real-politiker. Geschickt beraten von seiner besonnenen Gemahlin, sicherte der Kaiser dem Reich eine ungewöhnlich lange Friedenszeit. Als tiefreligiöser Herrscher gründete er das Bistum Bamberg im Herzogtum Mainfranken, unterstützte mit viel Einsatz die Klosterreform-bewegung und hatte dabei engen Kontakt zum Reformabt Odilo von Cluny (siehe 3.1.). Heinrich II. war der letzte Kaiser aus dem Geschlecht der Ottonen. Er nannte sich Herrscher "von Gottes Gnaden", weil er seine kaiserliche Würde als Verpflichtung gegenüber Gott ansah. In späteren Jahrhunderten wurde dieser Titel von anderen Herrschern vollkommen anders ausgelegt und aufgefasst. - Der "heilige Kaiser" starb am 13. Juli 1024. Seine Ver-ehrung breite sich bald über ganz Mitteleuropa aus. (Im Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet wird der Gedenktag von Kaiserin Kunigunde (siehe 3.3.) gemeinsam mit dem ihres Gatten am 13. Juli begangen.) Heinrich und seine Gemahlin Kunigunde sind Patrone von Stadt und Diözese Bamberg. Der Kaiser ist außerdem Patron von Stadt und Bistum Basel.

StandAdel
StadtBamberg

15.07.

Waldemar (Wladimir)

Waldemar (Wladimir) der Große, Großfürst von Kiew, Enkel der Großfürstin Olga ( siehe 11.7.), ließ sich 989 taufen und erhob in der Folgezeit das Christentum zur Staatsreligion. + 15.7.1015.

24.07.

Kunigunde

Kunigunde, die Tochter von König Béla IV. von Ungarn, war als Königin von Polen eine mildtätige und hilfsbereite Landesmutter. + 24.7.1292.

24.07.

Luise (Louise)

Luise (Louise), Tochter des Herzogs von Savoyen, führte mit ihrem Gemahl ein Leben, das ganz im Dienste der Nächstenliebe stand. + 24.7.1503.

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

29.07.

Olaf

Olaf, König von Norwegen, fuhr zuerst als Wikinger auf Raubzüge. In der Normandie lernte er das Christentum kennen, das ihn tief beeindruckte. Er ließ sich taufen, unterstützte die (in seiner Heimat schon anwesenden) christlichen Missionare und wurde zum Vollender der Christianisierung Norwegens. Von der heidnischen Partei vertrieben, fiel der christliche König beim Versuch, sein Land wiederzugewinnen, am 29.Juli 1029: (Nach dem deutschen Regionalkalender wird sein Gedächtnis am 10.7.begangen.)

29.07.

Ladislaus

Ladislaus (László), König von Ungarn, festigte und vollendete die von Stephan dem Heiligen begonnene Christianisierung seines Landes. + 29.7.1095.

30.07.

Ingeborg (Inga, Inge, Inger)

Ingeborg von Dänemark, Königin von Frankreich, wurde von ihrem Gatten Philipp August einer besseren Partie wegen verstoßen und lange Zeit inhaftiert. Erst als der Papst über Frankreich ein Interdikt verhängte, erlangte die Dulderin ihre Freiheit wieder. + 30.7.1237 .

05.08.

Oswald

Oswald, der erste christliche König von Northumbrien, dem nördlichsten der sieben angelsächsischen Königreiche, widmete sich ganz der Christianisierung seiner Heimat. Er galt als besonders mildtätig und gründete 635 das berühmte Benediktinerkloster Lindisfarne auf Holy Island, das bald zum Mittelpunkt der christlichen Missionstätigkeit in England wurde. Oswald fiel im Kampf gegen den heidnischen König von Mercia in der Schlacht auf dem Maserfelth. + 5.8.642. Oswald ist Patron der Könige von England, von Stadt und Kanton Zug (Schweiz), der Ritter, der Kreuzfahrer und der Schnitter sowie Schutzheiliger gegen die Pest und gegen schlechte Witterung. Anmerkung: Durch die berühmten „Schottenmönche“, die als Glaubensboten nach Deutschland und Frankreich kamen, verbreitete sich die Verehrung des angelsächsischen Königs auch auf dem Kontinent, insbesondere in den Alpenländern. Zeitweise wurde er sogar zu den 14 Nothelfern gezählt. Lostagsregeln: „Der Oswaldtag muss trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein.“ - „Wenn ‘s an Oswald regnet, wird teuer das Getreid’, und wären alle Berge aus Mehl bereit't.“ - „Wenn Oswald regnet, wird das Getreide teurer, und wenn alle Berge aus Mehl wären.“

10.08.

Erik (Erich, Erika)

Erik (Erich), der fromme König von Dänemark, wurde auf Anstiften eines eifersüchtigen Bruders ermordet. + 10.8.1250.

StandAdel
BesonderheitenGewaltopfer

12.08.

Radegunde (Radegund)

Radegunde von Thüringen war 13 Jahre alt, als das Reich ihres Vaters von den Franken erobert wurde. Ihr Bruder wurde getötet; sie selbst als Geisel ins Frankenreich verschleppt. In einer Zwangsehe mit dem rohen und grausamen jungen Frankenkönig Lothar I. unglück-lich verheiratet, stellte sie ihr Leben ganz in den Dienst der Nächstenliebe. Nachdem ihr Gemahl ihr aus dem Schädel des ermordeten Bruders zugetrunken hatte, floh Radegunde vom Königshof. Lange Zeit musste sie sich vor den vom König ausgesandten Häschern verborgen halten, bis sie im Kloster in Poitiers Ruhe und Sicherheit fand. Die unglückliche Königin, die von ihrem Gatten oft grausam misshandelt worden war, starb am 13. August 587. Der Dichter Venantius Fortunatus hat ihr Leben beschrieben.

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

16.08.

Stephan (Stefan, Steffen, Stepan, István); Stephanie (Stefanie)

Stephan war der erste christliche König von Ungarn. Sein Vater, der Arpadenfürst Géza, hatte sich nach der vernichtenden Niederlage der Magyaren in der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg (955) entschlossen, sesshaft zu werden und sein Land dem Christentum zu erschließen. So ließ er den um 969 geborenen kleinen Kronprinzen Vajk 974 auf den Namen des Erzmärtyrers Stephanus taufen und von einem Missionspriester christlich erziehen. Im Alter von 26 Jahren wurde der Thronfolger mit der bayrischen Prinzessin Gisela (siehe 7.5.), der Schwester des späteren Kaisers Heinrichs II., vermählt. - Der junge Fürst förderte von Anfang an, unterstützt von seiner Gemahlin, die Ausbreitung des Christentums in seinem Land. Er ließ Kirchen und Klöster erbauen, rief Missionare ins Land und teilte Ungarn in Bistümer und Erzbistümer ein. Zu Weihnachten des Jahres 1 000 wurde Stephan mit einer vom Papst übersandten Krone feierlich zum ersten König von Ungarn gekrönt. Vier Jahrzehnte lang regierte der Herrscher sein Land mit Besonnenheit und schloss es an die christliche europäische Kultur an. Der vom Volk verehrte und geliebte Monarch starb am 15. August 1145. Er wurde bald zum Patron Ungarns erhoben.

20.08.

Ronald

Ronald, um 1100 geboren, war Herzog der Orkney Inseln (Schottland). 1137 begann er mit dem Bau der Kathedrale von Kirkwall am Sitz des Bischofs. Nach der Rückkehr von einer Wallfahrt ins Heilige Land wurde der christliche Landesfürst in Caithness, Schottland, ermordet. Gleich danach setzte eine starke Verehrung ein

StandAdel
BesonderheitenGewaltopfer

20.08.

Oswin

Oswin, König der Angelsachsen, war ein gütiger und wohltätiger Herrscher. Auf Anstiften seiner Feinde wurde er von Gegnern ermordet. + 20.8.(?)651

StandAdel
BesonderheitenGewaltopfer

24.08.

Michaela (Miguela)

Michaela (Miguela) Desmaisières, 1809 als Tochter eines Grafen in Madrid geboren, zeigte schon als Kind, wie sehr ihr Leid und Not anderer Menschen zu Herzen gingen. Das Mitleid mit dem Nächsten sollte auch für die erwachsene Frau der Anstoß für ihr Handeln sein. So gründete die sozial denkende Gräfin in Madrid 1845 ein Haus für "gefallene" und gefährdete Mädchen und rief die Kongregation "Dienerinnen des Heiligsten Sakraments" ins Leben. Sie selbst opferte sich regelrecht auf im Einsatz für Gestrauchelte und Außenseiter, wofür sie (wegen ihres "fragwürdigen Umgangs") oft nur beschimpft, verleumdet und auch verachtet wurde. Sie starb am 24.August 1865 in Valencia während einer Choleraepidemie.

StandAdel
StadtMadrid
BesonderheitenSozialengagement

25.08.

Ludwig (Louis)

Ludwig (Louis) IX., König von Frankreich, 1215 geboren, war von seiner klugen und tatkräftigen Mutter Blanka (siehe 1.12.) zu einer verantwortungsbewussten Persönlichkeit erzogen worden und stand zeit seines Lebens unter ihrem günstigen Einfluss. Durch seine klugen, von großem Verantwortungsgefühl getragenen Reformen gewann er höchstes Ansehen. Der tief religiöse Herrscher kümmerte sich um die Bedürftigen, ließ in jeder Pfarre ein Verzeichnis der Armen anlegen, die ihres Alters oder eines Gebrechens wegen nicht mehr arbeiten konnten, errichtete fromme Stiftungen wie eine Anstalt für 300 Blinde, beschränkte das Fehderecht, verbot (1260) den Zweikampf, setzte an dessen Stelle den Zeugenbeweis und bewirkte damit eine völlige Umwälzung des französischen Gerichtswesens. benso lagen ihm die Wissenschaften am Herzen, und er schritt auch unnachgiebig gegen alle kirchlichen Missbräuche ein. König Ludwig galt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten seiner Zeit und wurde der „ungekrönte Kaiser des Abendlandes“ genannt. + 25.8.1270 während eines Kreuzzugs vor Tunis an einer Seuche. Er ist Patron von Paris, der Wissenschaft, der Buchbinder, Buchdrucker, Knopfmacher, Juweliere, Gerichtsdiener sowie Schutzheiliger gegen Blindheit und Gehörlosigkeit.

StandAdel
StadtAachen
BesonderheitenReformer Sozialengagement

26.08.

Patricia (Patrizia)

Patricia hieß eine junge, als Wohltäterin bekannte Frau, die am oströmischen Kaiserhof lebte und wahrscheinlich eine nähere Verwandte des Kaisers war. Da sie eine "Braut Christi" werden wollte, widersetzte sie sich einer politisch motivierten Heirat, verteilte heimlich ihr ganzes Vermögen unter die Armen und begab sich auf eine Pilgerfahrt, die sie nach Jerusalem führen sollte. Doch das Schiff geriet in einen schweren Sturm, wurde vom Kurs abgetrieben und strandete an der Küste von Neapel. Die Pilgerin Patricia war zwar mit dem Leben davongekommen, starb aber kurze Zeit später am 25. oder 26. August 665. (In der Diözese Neapel, wo Patricia Bistumspatronin ist, wird ihr Fest traditionell am 26.8. gefeiert, sonst ist als Gedenktag auch der 25.8. üblich.)

StandAdel
StadtNeapel Konstantinopel (Byzanz)
BesonderheitenSozialengagement

29.08.

Verona

Verona war die fromme Tochter König Ludwigs des Deutschen. An ihrem Grab entsprang eine Quelle, die Fieberkranken geholfen haben soll. + um 900.

StandAdel

04.09.

Rosalie (Rosalia)

Rosalie (Rosalia) von Palermo, die Tochter eines Grafen, verließ ihr reiches Elternhaus und lebte fortan als Einsiedlerin auf dem Monte Pellegrino in Sizilien. Einsam, wie sie ge-lebt hatte, starb sie an einem 4. September um das Jahr 1160 in ihrer Grotte. Barmherzige Christen begruben ihre sterbliche Hülle. Im Juli 1624, als in Palermo die Pest wütete, entdeckte man das Grab der Einsiedlerin, deren Name in der Erinnerung der Menschen noch fortlebte, in der Höhle. Da die Frau schon zu Lebzeiten als Heilige gegolten hatte, übertrug man ihre sterblichen Überreste am 15. Juli in den Dom von Palermo. Mit einem Mal ver-siegte die in der Stadt wütende Pest. Diese Tatsache schrieb man den Fürbitten der Einsiedlerin zu, und so wurde Rosalia bald weit über die Grenzen Siziliens hinaus als Schutzpatronin gegen die Pest angerufen. Ihr Grabmal im Dom von Palermo wurde zum Ziel unzähliger Wallfahrer. Lostagsregel: Zu St. Veit (15.6.) geht das Vieh auf die Weid, zu St. Rosal’ treib ‘s (Vieh) wieder ins Tal.“

StandAdel
StadtPalermo
BesonderheitenEinsiedlerin

11.09.

Helga (Hilga, Hildga); Helge

Helga (Hildga, Hilga) war die zutiefst fromme Tochter des Grafen von Bregenz. Sie lebte um 1115 als Einsiedlerin bedürfnislos bei Alberschwende im Bregenzer Wald.

StandAdel
BesonderheitenEinsiedlerin

11.09.

Ludwig (Lutz)

Ludwig IV. von Thüringen, genannt "der Heilige", wurde nie offiziell heilig gesprochen. Doch das Volk verehrte den jung verstorbenen Landgrafen wie einen Heiligen. Ludwig war 1221 mit Elisabeth von Ungarn vermählt worden, die als eine der größten christlichen Frauenpersönlichkeiten in die Geschichte eingehen sollte (siehe 19.11.). Der tiefreligiöse Landesfürst unterstützte die Wohltätigkeit seiner Gemahlin aus christlicher Überzeugung. Als er mit Kaiser Friedrich II. zu einem Kreuzzug ins Heilige Land aufbrechen wollte, er-krankte er schwer und starb am 11. September 1227 in Apulien.

15.09.

Oranna (Oranda)

Oranna (Oranda) soll eine schottische Königstochter gewesen sein, die von ihrem Vater verstoßen wurde, weil sie schwerhörig war. Sie zog sich daraufhin in die Einsamkeit zurück und wurde von ihrer Schwerhörigkeit geheilt. Im Gefolge des hl Fridolin (6.3) kam sie ins Frankenreich und wirkte im Gebiet an der oberen Mosel und an der Saar (Lothringen, Saarland) mit einer Gefährtin als Missionarin. + 6. Jhdt. - - Anmerkung: Nicht nur im Urchristentum, auch noch im frühen Mittelalter, bei der Missionierung der Germanen, finden wir – gar nicht so selten - Frauen, die als Glaubensboten das Evangelium verkündeten und bei der Missionierung mithalfen.

LandEuropa
StandAdel
BesonderheitenEinsiedlerin

16.09.

Ludmilla (Milena, Milla)

Ludmilla, Herzogin in Böhmen (Milla, Milena), wurde gemeinsam mit ihrem Gatten Boriwoj vom Slawenapostel Methodius (siehe 14.2.) für den christlichen Glauben gewonnen. Ihren Enkel Wenzel, den späteren Heiligen (siehe 28.9.) erzog sie nach christlichen Wertvorstellungen. Doch ihre Schwiegertochter Drahomira war eifersüchtig auf die beim Volk beliebte Herzogin und hasste Ludmilla wegen ihres Einflusses auf den minderjährigen Sohn. Daher ließ die der alten slawischen Götterreligion anhängende junge Herzogin die Schwiegermutter am 15.September 921 erdrosseln. (traditionell und als Bistumsheilige Gedenktag am 16.9., sonst auch am 15.9.) Wetterregeln: "Sankt Ludmilla, das fromme Kind, bringt gerne Regen und viel Wind." - "Ludmilla will oft nicht artig sein und bringt viel Wind und Regen herein."

StandAdel
BesonderheitenGewaltopfer

19.09.

Igor (Ingvar, Ingmar)

Igor (Ingmar), der von den normannischen Warägern abstammende Großfürst von Kiew, wurde während eines Aufstandes von einer aufgehetzten Volksmenge, als er gerade in der Kirche betete, ermordet. + 19.9.1147.

StandAdel
StadtKiew
BesonderheitenGewaltopfer

28.09.

Wenzel (Wenzeslaus)

Wenzel (Wenzeslaus), Herzog von Böhmen, war durch seine Großmutter Ludmilla (siehe 16.9.) christlich erzogen worden. Nach dem Tode seines Vaters ließ Drahormira, Wenzels heidnische Mutter, aus Eifersucht und Hass ihre Schwiegermutter erdrosseln; um allein die Regentschaft ausüben zu können. Nur durch das Eingreifen des deutschen Königs konnte die machtbesessene Herzogin gezwungen werden, die Regierung an den Sohn abzugeben. Der junge Herzog übte seine Macht mit großem Sinn für Recht und Gerechtigkeit aus, verfolgte eine Politik des Friedens, bemühte sich um die Christianisierung des Landes und schloss somit das tschechische Volk an die abendländische Kulturgemeinschaft an. Die national-slawische Oppositionspartei, angeführt von Wenzels Bruder Boleslaw, wollte an die Macht kommen und die alte Religion und Kultur bewahren. So wurde der beliebte Böhmenherzog am 28.September 929 ermordet.

StandAdel
BesonderheitenGewaltopfer

04.10.

Edwin

Edwin bestieg 617 den Königsthron von Northumbrien. Im Laufe seiner Regierungszeit konnte er seine Herrschaft fast über ganz England ausdehnen. Auf Zureden seiner zweiten Gattin Ethelburga ließ er sich 627 taufen. Der ganze Hofstaat und viele Adelige folgten seinem Beispiel. Allmählich wurde auch, vom Königspaar gefördert, das Volk missioniert. Doch im Oktober 633 wurde der christliche Monarch vom heidnischen König von Mercia besiegt und getötet. Die Königin musste fliehen; das aufblühende Missionswerk erlitt einen gewaltigen Rückschlag.

05.10.

Herwig (Gerwig)

Gerwig (Herwig) von Waldsassen, Edler von Volmundstein, stammte aus einem reich begüterten westfälischen Adelsgeschlecht. Er war ein stolzer Ritter, dem ritterlicher Kampf und ritterliche Ehre das Wichtigste im Leben waren. In unzähligen Turnieren hatte er, wie es die Pflicht eines Ritters war, seine Tapferkeit und Geschicklichkeit immer wieder aufs Neue bewiesen. Doch gerade dieses ständige Kräftemessen im Kampfesspiel sollte seinem Leben eine vollkommene Wende geben. Eines Tages, als er wieder zu einem Turnier angetreten war, verletzte er unbeabsichtigt seinen besten Freund lebensgefährlich. Die Angst, der Gefährte könnte durch seine Schuld sterben, erschütterte den jungen Ritter so sehr, dass er als Büßer in das Kloster Siegburg (nahe Köln) eintrat. Jahre später kam Herwig nach Bayern, wo er im Kloster Waldsassen am 5.Oktober 1133 sein Leben als einfacher Mönch, als "geistlicher Ritter", beendete..

StandAdel
BesonderheitenBüßer

13.10.

Edward (Eduard)

Edward (Eduard) der Bekenner, König von England, förderte kirchliche und klösterliche Einrichtungen, ließ die Westminster Abbey erbauen und war ein frommer Mann, der es mit allen gut meinte. Aber den Parteikämpfen zwischen Normannen und Angelsachsen war er nicht gewachsen. Er starb am 5.Januar1066. Seine Reliquien wurden am 13.Oktober 1163 durch Thomas Becket (siehe 29.12.) in die Westminster Abbey übertragen.

13.10.

Gerald (Gerold, Giraud, Géraud),

Gerold (Giraud,Géraud), Graf von Aurillac, blieb zeitlebens unverheiratet. Er lebte nur für seine Untertanen, denen er ein gerechter und fürsorglicher Landesvater sein wollte. Mit eigenen Mitteln finanzierte der gütige Graf verschiedene karitative Einrichtungen. + 13.10.909.

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

18.10.

Gwenn (Gwen, Gwenda, Gwendolyn, Gwennifer = Jennifer)

Gwenn, auch Gwendolyn, Gwenda oder Gwennifer(= Jennifer) genannt, war vermutlich Königin im damals noch keltischen Cornwall und eine eifrige Förderin des jungen Christentums. + vor 500.

21.10.

Ursula (Ulla, Orsola, Orsina)

Ursula und Gefährtinnen sollen als Märtyrinnen im 5. Jhdt (?) zu Köln gestorben sein. Ursula war der Überlieferung nach eine englische Königstochter, die mit 11 Gefährtinnen (die Legende berichtet von 11 000 Jungfrauen, was wohl auf einem Lesefehler zu beruhen scheint) eine Wallfahrt nach Rom unternommen hatte. Auf der Rückreise zu Schiff den Rhein abwärts kamen die Pilgerinnen nach Köln, in dessen Umgebung Horden von Hunnen umherstreiften. Diese fielen über die Mädchen, die heftigen Widerstand leisteten, her, misshandelten und ermordeten sie schließlich auf brutale Weise. Bürger von Köln begruben die jungen Frauen und errichteten über ihren Gräbern die Kirche St.Ursula. Bei späteren Bauarbeiten soll man mehrere Skelette, die von jungen Frauen stammten, gefunden haben. Eine alte Inschrift am gotischen Chor von St. Ursula in Köln berichtet, dass ein Kölner Bürger schon sehr früh hier eine Kapelle habe wiederherstellen lassen, "wo heilige Jungfrauen für den Namen Christi ihr Blut vergossen haben". Die heilige Ursula wurde zur Schutzheiligen von Köln und zur Patronin der Jugend, der Lehrerinnen und Erzieherinnen und der Universität von Paris erhoben. Die Ordensgründerin Angela Merici (siehe 27.1.) hat ihren 1535 gegründeten Schuldorden nach der Heiligen Ursula "Ursulinen" benannt. Bauernregeln: "Sankt Ursulas Beginn, zeigt auf den Winter hin." - "An Ursula muß das Kraut herein, sonst schneien es Simon und Juda (28.10.) ein."

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StadtRom Köln Paris
BesonderheitenMärtyrerin

28.10.

Alfred

Alfred der Große, ab 871 König der Angelsachsen, musste sein Land ständig gegen die Dänen verteidigen. Er gründete Schulen und Klöster, befestigte Städte, baute das von den dänischen Normannen zerstörte London wieder auf, zog viele Gelehrte an seinen Hof, sammelte die angelsächsischen Gesetze und ließ bedeutende theologische und geschichtliche Werke aus dem Lateinischen in die Sprache des Volkes übersetzen. König Alfred ließ in seinem verzweifelten Kampf gegen die Dänen die erste englische Flotte aufbauen und gilt daher als „Vater der englischen Marine“. + 28.10.900

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StadtLondon

01.11.

Harald

Harald Blawtand (Blauzahn) war der erste christliche König von Dänemark. Er empfing mit seiner Familie 960 die Taufe und bemühte sich um die Ausbreitung des Christentums in seinem Land. 986 wurde er durch seinen Sohn Sven Gabelbart vom Thron gestoßen und von Angehörigen der heidnischen Reaktion ermordet.

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BesonderheitenGewaltopfer

02.11.

Margarethe (Margot, Marguerite)

Margarethe (Margot, Marguerite), Herzogin von Lothringen, sah von Kindheit an die hl Elisabeth von Thüringen (siehe 19.11.) als ihr angestrebtes Vorbild an. Und so war es nicht verwunderlich, dass auch sie weithin als Wohltäterin bekannt wurde. + 2.11.1521.

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BesonderheitenSozialengagement

05.11.

Emmerich (Imre)

Emmerich (Imre), Kronprinz von Ungarn, war der Sohn von König Stephan dem Heiligen und der Gisela von Bayern, der Schwester von Kaiser Heinrich II. Er fiel schon als Kind durch seinen außergewöhnlichen Charakter auf. Der Vater wollte ihn zum Mitregenten erheben, doch wenige Tage vor der geplanten Krönung starb der Prinz an den Folgen eines Jagdunfalls am 2.September (?) im Jahre 1031.

06.11.

Leonhard (Léonard, Lennart)

Leonhard (Léonard, Lennart) von Limoges stammte aus einem fränkischen Adelsgeschlecht, verzichtete aber auf eine glänzende Stellung am königlichen Hof und zog sich in eine Einsiedlerzelle bei Noblac zurück. Seine Behausung wurde im Laufe der Zeit zum Ziel von Rat Suchenden und Verzweifelten. Besonders lagen ihm die Gefangenen am Herzen. Durch seinen persönlichen Einsatz gelang es ihm immer wieder, zumal er bei der Obrigkeit großes Ansehen genoss, zahlreiche Unglückliche aus der Gefangenschaft zu befreien. - Aus der Zelle Leonhards entwickelte sich im Laufe der Zeit das Kloster St.Léonard-de-Noblac. Nach seinem Tode wurde der Menschenfreund zu einem der meistverehrten bäuerlichen Patrone (- weil man sein Attribut, die Ketten der Gefangenen, mit denen er dargestellt wurde, für Viehketten hielt), um den sich bald ein farben-prächtiges Brauchtum, z.B. die Leonardi-Umritte, entwickelte. Er starb 559. Leonhard ist Patron der Bauern, der Knechte, für alle bäuerlichen Anliegen, der Fuhrleute, Lastenträger, Kohlenträger, Obsthändler, Butterhändler, Schmied und Schlosser und der Gefangenen. Am bekanntesten wurde er als Schutzheiliger der Pferde, weshalb noch heute Leonardi-Ritte und Leonardi-Fahrten an seinem Gedenktag als beliebte Volksbräuche abgehalten werden. Bauernregel : "Hängt das Laub bis Leonardi hinein, so wird der Winter ein langer sein."

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StadtLimoge
BesonderheitenEinsiedler Sozialengagement

15.11.

Leopold (Leopoldine)

Leopold III., Markgraf von Österreich, trug maßgeblich zur späteren Größe seines Heimatlandes bei. Der charakterlich und geistig hochstehende Babenberger wurde um 1075 geboren. Verheiratet war er mit Agnes, der Tochter Kaiser Heinrichs V., was viel über Leopolds politische Bedeutung aussagt. Aus der sehr glücklichen Ehe mit der Kaisertochter gingen 18 Kinder hervor. - Im Investiturstreit stand der Babenberger, trotz seiner Verwandtschaft mit dem Kaiser, immer treu zum Papst. Auf Grund seines hohen Ansehens wurde dem Markgrafen sogar die Kaiserkrone angeboten, ein Ansinnen, das er aber bescheiden zurückwies. Vom Papst erhielt Markgraf Leopold wegen seines beispielgebenden Lebens den Titel "Filius Sancti Petri", d.i. "Sohn des hl Petrus". Leopold III. ist der eigentliche Begründer der Größe Österreichs. Er war der Erneuerer der Stifte Melk und Klein-Mariazell im Wienerwald sowie Gründer des Stiftes Heiligenkreuz und seiner Residenzstadt Klosterneuburg. Am 15. November 1136 kam der hervorragende Landesfürst durch einen Jagdunfall ums Leben. Kaiser Leopold I.(von Habsburg) erhob seinen Namenspatron 1663 zum Landespatron von Österreich. (Vorher war es Koloman). Weiters ist Leopold Patron von Wien, Nieder- und Oberösterreich sowie der Diözesen St.Pölten und Klagenfurt-Gurk. Bauernregel: "Sankt Leopold ist dem Altweibersommer hold."

16.11.

Margarita (Margaret, Margit)

Margarita (Margaret, Margit), Tochter des aus England verbannten Königs Edward Atheling, erblickte in Ungarn, im Lande ihrer Mutter, Prinzessin Ágata, das Licht der Welt. Mit 11 Jahren kam sie nach England, wo sie am Hofe König Edwards des Bekenners (siehe 13.10.) erzogen wurde. Nach der folgenschweren Schlacht von Hastings im Jahr 1066, als die Normannen England eroberten, floh die Königstochter nach Schottland, wo sie in der Folge die Gemahlin von König Malcolm III. wurde. Als Königin von Schottland war Margarita unermüdlich für die Reform des kirchlichen Lebens in ihrer neuen Heimat tätig und förderte Unterricht und christliche Erziehung. So gütig und liebevoll, wie sie als Familienmutter für ihre eigenen acht Kinder sorgte, so hilfreich stand sie auch als Landesmutter ihren Landeskindern bei und versuchte, wo immer es möglich war, Not zu lindern. Vom schottischen Volk tief betrauert, starb die großartige "Mutter des ganzen Volkes" am 16.November 1093 in Edinburgh.

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StadtEdingburgh
BesonderheitenSozialengagement

22.11.

Cäcilia (Cecilia, Silja, Celia, Sheila, Silka, Lia, Lilli, Cilla, Cécile)

Cäcilia (Cecilia), Märtyrin zu Rom, ist eine der bekanntesten Heiligen. Zur Patronin der Musik wurde sie auserwählt, weil es in einem Bericht heißt, dass bei ihrer Hochzeit "die Instrumente ertönten". Cäcilia war eine reiche Patriziertochter aus einem alten römischen Adelsgeschlecht, die heimlich Christin geworden war. Von den Eltern wurde sie gezwungen, einen jungen Heiden, der ebenfalls aus einem angesehenen und ver-mögenden Hause stammte, zu heiraten. Als Valerian, so hieß ihr Gemahl, Christ geworden war, standen die beiden jungen Eheleute gefangenen Christen bei, die sie in den Kerkern besuchten (- sie bestachen die Gefängniswächter). Heimlich begruben sie die Hingerichteten. Da für die Ergreifung von Christen Prämien ausgesetzt waren, stießen die Häscher auf der Suche nach reichen Christen und deren Besitztümern auf Cäcilia, die Tochter vermögender Eltern. Die junge Frau wurde gefangengenommen und enthauptet (Römische Bürger durften "nur" durch Enthauptung gewaltsam sterben). Da der Henker Cäcilias Haupt nicht mit einem Hieb vom Leib trennen konnte, wurde die einfach liegen gelassene junge Märtyrin mit ihrer tödlichen Verletzung in ihr Haus zurückgebracht, wo sie noch drei Tage, von Schmerzen gepeinigt, lebte. Am 22.November 230 hauchte sie ihr junges Leben aus. Über dem Haus der Märtyrin wurde später die Kirche Santa Cecilia errichtet. Als man 1595 den Sarg öffnete, wurde Cäcilias Leichnam noch so vorgefunden, wie man ihn viele Jahrhunderte vorher bestattet hatte. Zur Patronin der Musik, der Musiker, der Musikinstrumente-Bauer, Orgelbauer und Sänger wurde die Heilige auserwählt, weil es in einem Bericht heißt, dass bei ihrer Hochzeit „die Geigen sangen und Saitenspiel erklang“. Die Legende machte Cäcilia zur Erfinderin der Orgel. Bauernregeln: "Fliegen die Bienen um Cäcilia, ist's nächste Jahr ein Hungerjahr." "Wenn's um Cäcilien regnet und frostet, dies der Saat das Leben kostet."

StandAdel
StadtRom
BesonderheitenMärtyrerin

11.12.

Tassilo

Tassilo III., frühmittelalterlicher Herzog von Bayern, war ein eifriger Kirchenförderer und maßgeblich an der Gründung der Klöster Kremsmünster (Oberösterreich) und Wessobrunn (Oberbayern) beteiligt. Karl der Große, der Bayern dem Frankenreich einverleibte, verurteilte den Bayernherzog, den er aus dem Weg schaffen wollte, zu lebenslanger Klosterhaft. + 11.12.um 800.

13.12.

Jodok (Jobst, Jost)

Jodok (Jobst, Jost) war der Sohn eines Fürsten aus der Bretagne. Um nicht die Nachfolge des Vaters antreten zu müssen, floh er von zu Hause und wurde Einsiedler. Er starb 668 oder 669.

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BesonderheitenEinsiedler

23.12.

Dagobert

Dagobert II. war der fränkischer Teilkönig von Austrasien. Der ihm feindlich gesinnte Hausmeier Ebroin der Schreckliche ließ ihn knapp vor Weihnachten 679 auf der Jagd, unter Vortäuschung eines Unfalls, ermorden.

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BesonderheitenGewaltopfer
Datum: 20.09.

20.09.

Andreas, Paul

Die Märtyrer in Korea (Andreas Kim Taegon, Paul Chong Hasang und Gefährten)* starben in den Christenverfolgungen während der Jahre 1839, 1846 und 1866. – -
André (Andreas) Kim Taegon war der erste einheimische christliche Priester in Korea. Die Taufe hatte er von einem französischen Missionar empfangen. Da die französischen Patres am 22.9.1839 mit einem Beil hingerichtet worden waren, gingen einige christliche Koreaner über die Grenze nach China, wo André Kim in Shanghai zum Priester geweiht wurde. Heimlich kehrte er in seine Heimat zurück, konnte schließlich sogar andere Geistliche aus China ins Land schmuggeln, missionierte erfolgreich, aber unter ständiger Lebensgefahr. Bereits nach einem Jahr seines Wirkens als Glaubensverkünder wurde er gefangen genommen und grausam hingerichtet. + 16.9.1846. – 1984 wurde er gemeinsam mit 102 anderen namentlich bekannten Märtyrern in Korea, unter ihnen der Laie Paul Chong Hasang, Oberhaupt der Gemeinde in Seoul, heilig gesprochen. –
Susanna Ri (Oui), eine christliche Witwe in Korea, musste sich, obwohl sie schon recht alt war, ihren Lebensunterhalt als Dienstmagd verdienen. Am 20. September 1846 starb sie mit zahlreichen Leidensgefährtinnen zu Seoul ihres christlichen Glaubens wegen als Märtyrin.

20.09.

Candida (Kandida)

Candida, Märtyrin zu Karthago, starb im Jahre 303 während der von Kaiser Diokletian ange-ordneten großen Christenverfolgung.

LandAfrika
StadtKarthago
BesonderheitenMärtyrerin

20.09.

Eustachius (Stachus)

Eustachius ist einer der 14 Nothelfer. Er wurde wahrscheinlich um die Mitte des ersten Jhdts in Rom zur Zeit Kaiser Trajans geboren. Da er sich als begeisterter Soldat schon als junger Mann in mehreren Feldzügen durch besondere Tapferkeit auszeichnete, wurde er vom Kaiser bald zum Oberst einer in Kleinasien stationierten römischen Legion ernannt und war mit sich und der Welt zufrieden. Als er dann schon verheiratet und Vater zweier Söhne war, kam die Wende in seinem Leben. Die Legende erzählt, auf einer Jagd sei ihm mitten im Wald ein weißer Hirsch erschienen, zwischen dessen Geweih ein Kreuz aufleuchtete. Dieses Erlebnis habe ihn veranlasst, Christ zu werden. Der Übertritt zum Christentum aber brachte ihm und seiner Familie großes Leid. Die Gattin wurde in die Sklaverei verkauft, seine Söhne kamen in der Wüste um. Er selbst, der vorher so erfolgreiche kaiserliche Feldherr, musste jahrelang als Knecht bei einem ägyptischen Bauern schwerste Arbeiten verrichten. Als die Grenzen des Römischen Reiches wieder einmal von Feinden bedroht wurden, erinnerte sich der Kaiser seines sieggewohnten Feldherrn, ließ dessen Aufenthaltsort ausforschen und holte ihn ins Heer zurück. Im Triumph kehrt Eustachius bald als Sieger nach Rom zurück und wurde vom Kaiser geehrt. Doch als Kaiser Hadrian, der Nachfolger von Kaiser Trajan, erfuhr, dass Eustachius Christ war, wollte er ihn zwingen, den heidnischen Göttern zu opfern. Der siegreiche Feldherr aber weigerte sich. Daher wurde er zum Tode verurteilt und im Jahr 118 in der Arena wilden Tieren vorgeworfen. Eustachius ist Patron der Förster und Jäger, der Krämer, Tuchhändler, Klempner, Schlosser und Schutzheiliger bei Trauer in der Familie, in schwierigen Lebenslagen und gegen schädliche Insekten

StandSoldat
BesonderheitenMärtyrer

20.09.

Hertha (Herta, Hereswitha)

Hertha, mit vollem Namen hieß sie Hereswitha, war Ende des 7. Jhdts Königin der Angeln. Vor allem aber war sie eine Mutter, die ihre Kinder mit großem Verantwortungsgefühl zu verantwortungsvollen Menschen erzog. Daher ist es auch gar nicht erstaunlich, dass vier ihrer Kinder heilig gesprochen wurden. Als ihr Gemahl von politischen Gegnern ermordet worden war, musste die Königin aus England fliehen und fand in Frankreich Zuflucht. Hier trat sie in das Kloster Chelles ein, wo sie als Ordensfrau, immer eine natürliche Würde ausstrahlend, ein heiligmäßiges Leben führte. Sie starb gegen Ende des 7. Jhdts. (weitere mögliche Gedenktage: 3.9 und 2.12.)

20.09.

Susanna

Susanna Ri (Oui), eine christliche Witwe in Korea, musste sich, obwohl sie schon recht alt war, ihren Lebensunterhalt als Dienstmagd verdienen. Am 20.(26?) September 1846 starb sie mit zahlreichen Leidensgefährtinnen zu Seoul ihres christlichen Glaubens wegen als Märtyrin.

20.09.

Traugott (Theopist)

Traugott (Theopist) starb zu Anfang des 2. Jhdts als Märtyrer zu Rom. Er soll ein Sohn des hl Eustachius gewesen sein.

StadtRom
BesonderheitenMärtyrer