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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Andreas

06.01.

Andreas Corsini

Andreas Corsini, Bischof von Fiesole, + 6.1.1374, siehe 4.2.!

04.02.

Andreas (Andrea, André, András, Andres, Andrej)

Andreas Corsini stammte aus Florenz, wurde 1328 Priester und 1349 zum Bischof von Fiésole (Toskana) erwählt. Er machte sich nicht nur um die Hebung der Disziplin im Klerus seiner Diözese verdient, er galt auch als Freund der Armen, hatte stets für die mit Mühsal Beladenen ein offenes Ohr und konnte immer wieder als Friedensstifter vermitteln. Er war ein Seelsorger im wahrsten Sinn des Wortes. Sein Leichnam blieb bis heute unverwest. + 6.1.(?) 1374. - Andreas Corsini wird als Schutzheiliger der Armen und Bedrängten angerufen.

StandBischof
BesonderheitenSozialengagement

19.06.

Andreas

Andreas Bauer, 1866 in Gebweiler (Guebwiller) im Elsass geboren, war in den Franziskanerorden eingetreten und als Missionar nach China in die Provinz Schansi gesandt worden. Während des Boxeraufstandes wurde er am 9. Juli 1900 im Gefängnis von Tae-yuen-fu mit zahlreichen Gefährtinnen und Gefährten grausam ermordet

Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

20.09.

Andreas, Paul

Die Märtyrer in Korea (Andreas Kim Taegon, Paul Chong Hasang und Gefährten)* starben in den Christenverfolgungen während der Jahre 1839, 1846 und 1866. – -
André (Andreas) Kim Taegon war der erste einheimische christliche Priester in Korea. Die Taufe hatte er von einem französischen Missionar empfangen. Da die französischen Patres am 22.9.1839 mit einem Beil hingerichtet worden waren, gingen einige christliche Koreaner über die Grenze nach China, wo André Kim in Shanghai zum Priester geweiht wurde. Heimlich kehrte er in seine Heimat zurück, konnte schließlich sogar andere Geistliche aus China ins Land schmuggeln, missionierte erfolgreich, aber unter ständiger Lebensgefahr. Bereits nach einem Jahr seines Wirkens als Glaubensverkünder wurde er gefangen genommen und grausam hingerichtet. + 16.9.1846. – 1984 wurde er gemeinsam mit 102 anderen namentlich bekannten Märtyrern in Korea, unter ihnen der Laie Paul Chong Hasang, Oberhaupt der Gemeinde in Seoul, heilig gesprochen. –
Susanna Ri (Oui), eine christliche Witwe in Korea, musste sich, obwohl sie schon recht alt war, ihren Lebensunterhalt als Dienstmagd verdienen. Am 20. September 1846 starb sie mit zahlreichen Leidensgefährtinnen zu Seoul ihres christlichen Glaubens wegen als Märtyrin.

10.11.

Andreas (Andrea)

Andreas (Andrea) Avellino, Doktor der Rechte, wurde, da ihn die Tätigkeit als Anwalt nicht befriedigte, Priester und ein begeisternder Prediger. Er wirkte in ganz Italien mehr als ein halbes Jahrhundert lang als Volksmissionar und Seelenführer. Am 10.November 1608 starb er, während er gerade die Messe las, 87 Jahre alt, in Neapel.

StadtNeapel

24.11.

Andreas

Andreas Dung-Lac und Gefährten starben in Vietnam als christliche Märtyrer. Um ihres Glaubens willen wurden die Bekenner gehenkt, enthauptet, verbrannt oder zerfleischt; andere starben bereits im Kerker. 117 dieser Märtyrer wurden von Papst Johannes Paul II. 1988 selig gesprochen. ++ 1839. Historisches: Im Jahr 1615 kamen aus Japan vertriebene französische Jesuiten nach Vietnam und errichteten hier Missionsstationen. Von Anfang an erzielten die christlichen Glaubensboten große Erfolge. Um 1700 gab es bereits 500.000 einheimische Christen, was aber bei den Buddhisten Missgunst und Eifersucht hervorrief. Die fremdenfeindlichen Nguyen-Kaiser nützten diese Stimmung aus, so dass es immer wieder zu Christenverfolgungen kam. Männer und Frauen, Geistliche und Laien, wurden dabei langen und ausgesucht grausamen Martern unterworfen. Etwa 130.000 (!) vietnamesische Christen kamen dabei ums Leben. Trotzdem stieg ihr Anteil an der Bevölkerung. - Um 1940 gab es in Französisch Indochina bereits 2,5 Millionen Christen

BesonderheitenMärtyrerin

24.11.

Andreas

Die Märtyrer von Vietnam:
Andreas Dung-Lac und Gefährten* starben in Vietnam als christliche Märtyrer. Um ihres Glaubens willen wurden sie gehenkt, enthauptet, verbrannt oder zerfleischt; andere starben bereits im Kerker. 117 dieser Märtyrer (8 Bischöfe, 50 Priester, 59 Laien) wurden von Papst Johannes Paul II. 1988 selig gesprochen. Sie starben in den immer wiederkehrenden Verfolgungen seit dem 17. Jhdt. Die letzten fanden während der Jahre 1832-1841 und 1847-1883 statt. - -
Anmerkung: Im Jahr 1615 kamen aus Japan vertriebene französische Jesuiten nach Vietnam und errichteten hier Missionsstationen. Von Anfang an erzielten die christlichen Glaubensboten große Erfolge. Um 1700 gab es bereits 500.000 einheimische Christen, was aber bei den Buddhisten Missgunst und Eifersucht hervorrief. Die fremdenfeindlichen Nguyen-Kaiser nützten diese Stimmung aus, so dass es immer wieder zu Christenverfolgungen kam. Männer und Frauen, Geistliche und Laien, wurden dabei langen, ausgesucht grausamen Martern unterworfen. Etwa 130.000 (!) vietnamesische Christen kamen dabei ums Leben. Trotzdem stieg ihr Anteil an der Bevölkerung. - Um 1940 gab es in Französisch Indochina bereits 2,5 Millionen Christen.

30.11.

Andreas (Andrea)

Andreas, Apostel, ist der erste namentlich genannte Jünger Jesu. Er lebte als Fischer in Kapharnaum am See Genesareth, war ein älterer Bruder des Simon-Petrus und ursprüng-lich ein Jünger Johannes des Täufers. Jesus sprach zu den Brüdern: "Folget mir nach, so will ich euch zu Menschenfischern machen!" Nach der Überlieferung führten seine Missionsreisen den Apostel ins Gebiet am Schwarzen Meer, nach Georgien und sogar ins wilde Kurdistan. Später soll Andreas auch nach Griechenland gekommen sein, wo er sich in Patras niederließ. Von hier aus konnte er jahrelang unbehelligt die Botschaft Christi verkünden. Um das Jahr 60 - es war während der Regierungszeit von Kaiser Nero - wurde Andreas auf Befehl des Statthalters verhaftet. Der Glaubenbote sollte gezwungen werden, den Göttern zu opfern, was er aber mit Entschiedenheit zurückwies. Doch das bedeutete für den Apostel das Todesurteil. Am 30.November des Jahres 60 wurde Andreas, wie sein Meister, ans Kreuz geschlagen. Die Hinrichtung wurde allerdings an einem schrägen Kreuz - seither heißt es "Andreaskreuz" - vollzogen. Reliquien des Märtyrers gelangten 1209 nach Amalfi südlich von Neapel, wo sie in der Krypta der Basilika San Andrea bis heute aufbewahrt sind. Andreas zählt zu den meistverehrten Heiligen. Er ist Schutzheiliger von Schottland, Russland und Griechenland, Patron der Fischer und Fischhändler, der Seiler, der Wasserträger und wurde als Helfer gegen Gicht und Halsschmerzen angerufen. Bauernregeln: "Andreasschnee tut dem Korne weh." - "Hält Sankt Andrä den Schnee zurück, so schenkt er reiches Saatenglück." - "Sankt Andris bringt den Winter g'wiß."

BesonderheitenBiblische Gestalt
Datum: 23.02.

23.02.

Polykarp

Polykarp, wurde vom Apostel Johannes zum Bischof von Smyrna (Izmir/Türkei) eingesetzt. Nach seiner Rückkehr von einer Reise zu Papst Anicet nach Rom (156) forderte der heidnische Pöbel seiner Stadt den Tod des alten Mannes. Der 86-Jährige wurde zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Im Amphitheater sollte er vor einem sensationsgierigen Publikum öffentlich verbrannt werden. Doch die Flammen verletzten den Bischof nicht, und deshalb wurde er erstochen. Die Beschreibung seines Martyriums, die noch in seinem Todesjahr verfasst wurde, ist der älteste Bericht über das Schicksal eines christlichen Märtyrers. + 23.2.156. Polykarp ist Schutzheiliger gegen Ohrenschmerzen und Ohrenkrankheiten.

StandBischof
StadtIzmir (Smyrna)
BesonderheitenMärtyrer

23.02.

Raffaela (Raphaela, Rafaela)

Raffaela Ybarra de Villalonga gründete in der spanischen Stadt Bilbao aus eigenen Mitteln die Kongregation "Asyl der Heiligen Familie" für die Betreuung von Frauen und Mädchen, die Hilfe benötigten. Über die Probleme misshandelter oder verstoßener Ehefrauen wurde damals in der Öffentlichkeit ebenso wenig gesprochen wie über das trostlose Leben alleinstehender mittelloser Frauen und Mädchen. + 23.2.1900.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement 20. Jahrhundert

23.02.

Romana (Romina)

Romana soll die Tochter eines hohen Staatsbeamten gewesen sein. Die christliche römische Jungfrau floh aus dem Elternhaus, um ihre Jungfräulichkeit zu bewahren und einer aufgezwungenen Heirat mit einem von ihr abgelehnten Mann zu entgehen. Viele Jahre verbrachte sie als Einsiedlerin in einer Felsenhöhle bei Todi in Umbrien. + um 335. (Romina).

StadtTodi
BesonderheitenEinsiedlerin

23.02.

Willigis

Willigis war als Sohn einer Handwerkerfamilie - der Vater soll Wagner gewesen sein - zur Welt gekommen. Auf Empfehlung des Bischofs von Meißen wurde der junge Geistliche 970 Erzieher des 15-järigen späteren Kaisers Otto II. Wegen seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten und seiner Vertrauenswürdigkeit wurde Willigis 975 zum Erzbischof von Mainz und zum Erzkanzler des Reiches, und schließlich zum päpstlichen Vikar für Deutschland ernannt. Der Bischof aus dem Handwerkerstand wurde immer mehr zum klugen und uneigennützigen Berater der kaiserlichen Familie. 996 zog er mit dem jungen Kaiser Otto III. (Kaiser Otto II. war bereits 983 gestorben) nach Rom, wo Bruno von Kärnten zum Papst gekrönt wurde (Als Gregor V. war dieser der erste „deutsche Papst“). - Willigis förderte verantwortungsbewusste Kleriker, war ein bedeutender Staatsmann, der stets um ein ausgewogenes Machtverhältnis zwischen Staat und Kirche bemüht war, der die Armut bekämpfte, das Schulwesen ausbaute und sich um die Zucht in den Klöstern sorgte. Seine ganze Kraft hat er dem Kaiserhaus und dem Reich zur Verfügung gestellt. Zu Recht wurde ihm daher der Ehrentitel „Vater des Reiches“ verliehen. + 23.2.1001.

StandBischof
StadtMainz
Besonderheiteneinfache, arme Leute