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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Stand: Priester

02.07.

Jakob

Jakob Friedrich Bussereau, ein Priester aus der Pfalz, widmete sein ganzes Leben der Sorge um die vom Leben Benachteiligten. Der Seelsorger im wahrsten Sinn des Wortes nahm sich besonders der Gebrechlichen und körperlich oder (und) geistig Behinderten an und gründete für ihre Unterbringung Heime und Pflegeanstalten. Man nannte ihn den "Apostel der Caritas". + 2.7.1919.

BesonderheitenSozialengagement

01.08.

Alfons (Alfonso)

Alfons Maria Liguori, Kirchenlehrer, kam 1696 in einem kleinen Ort nahe Neapel zur Welt. Er war schon mit 16 Doktor der Rechtswissenschaft, wurde aber aus Enttäuschung über den Juristenberuf - er hatte einen Prozess verloren, und war verbittert, weil die Gerechtigkeit nicht gesiegt hatte - mit 30 Jahren Priester. Schon als Jungpriester verschrieb er sich ganz der Missionierung der Landbevölkerung rund um Neapel und legte den Grundstein für das Laienapostolat in den kleineren Gemeinden. Um Mitarbeiter für seine Aufgabe zu gewinnen, gründete Alfons Liguori 1732 die Kongregation der "Redemptoristen", zog als Volks-missionar, Prediger und Beichtvater durch ganz Italien und verfasste vielgelesene theo-logische Werke. Obwohl seine Gesundheit schwer angeschlagen war, musste Liguori die Ernennung zum Bischof von Santa Agata dei Goti (nördlich von Neapel) annehmen. Die letzten Jahre seiner Amtszeit war er so krank, dass er die Messe nur noch sitzend lesen konnte. Erst mit 79 Jahren durfte er sich aus seinem Amt zurückziehen. Sein bedeutendstes Werk ist die Schrift "Homo Apostolicus", eine Anleitung für Beichtväter, die insgesamt 118 Auflagen erreichte. Papst Pius IX. nannte Alfons Liguori einmal den "hervorragendsten und mildesten unter den Moraltheologen". Der große Volksmissionar starb am 1.August 1797. Er war trotz schwerer Krankheit 91 Jahre alt geworden. Alfons Liguori ist Patron der Beichtväter und Seelenführer.

BesonderheitenKirchenlehrer

02.08.

Peter Julian

Peter Julian (Pierre-Julien) Eymard, 1811 in Savoyen geboren, 1834 zum Priester geweiht, war ein großer Verehrer des Altarsakraments und gründete 1856 in Paris die Kongregation der Eucharistiner. 1858 erfolgte die Gründung des weiblichen Zweigs der Ordensgemeinschaft. Er starb am 1. August 1868 in seiner Heimatstadt. Zehn Jahre später wurde der unversehrte Leichnam in die Corpus-Christi-Kirche in Paris übertragen

BesonderheitenOrdensgründer

04.08.

Johannes (Johann, Jean, Hannes, Hans, Jan, Jens, Hanno, Nino, Jannick)

Johannes Maria Vianney; Pfarrer von Ars, war als Sohn einfacher Bauern 1786 in einem Dorf nahe Lyon (F) zur Welt gekommen. Als Kind konnte er während der Französischen Revolution nur in aller Heimlichkeit Religionsunterricht erhalten und die Erste Heilige Kom-munion empfangen. Wegen zu geringer intellektueller Begabung war er nur mit größter Mühe in der Lage, das Theologiestudium zu bewältigen. 1818 wurde der Jungpriester in der recht lauen Pfarre Ars eingesetzt und wirkte hier unermüdlich als Seelsorger und Beichtvater. - Nach wenigen Jahren war das Dorf völlig verwandelt. Die unerschöpfliche Geduld und Güte des jungen Geistlichen hatten die religiöse Gleichgültigkeit besiegt. Von seinem starken Charisma angezogen, pilgerten bald von überall her Gläubige zu dem verehrten Pfarrer nach Ars. Die an ihn gestellten Aufgaben konnte er kaum noch erfüllen. Nächtelang musste er oft im Beichtstuhl sitzen. Mit Hilfe von Spenden gelang es dem begnadeten Seelsorger, zahl-reiche Wohlfahrtseinrichtungen zu schaffen. Seine eigenen Ansprüche aber musste er völlig in den Hintergrund drängen. Der hochverehrte Pfarrer von Ars, der einst den "intellektuellen Anforderungen" des Priesterstudiums nicht entsprochen hatte, starb als eine der herausragendsten Kirchenpersönlichkeiten seiner Zeit an völliger Erschöpfung. Sein Grab in der Basilika von Ars ist noch immer das Ziel zahlreicher Wallfahrer. - Johannes Vianney wurde zum Patron der Priester erhoben. + 4.8.1859.

StadtArs

07.08.

Kajetan (Cajetan, Gaetano)

Kajetan (Cajetan) von Thiene, 1480 in der Nähe von Vicenza (Norditalien) geboren, wurde schon als Kind „der kleine Heilige“ genannt. Nach Beendigung der Schulzeit studierte er an der berühmten Universität Padua die Rechtswissenschaften. Dann wurde er von Papst Julius II. als sein Sekretär nach Rom berufen. Nach der Weihe zum Priester setzte sich Kajetan in den folgenden Jahren (zu dieser Zeit trat auch Martin Luther als Reformator in die Öffentlichkeit) unermüdlich für eine dringend notwendige Reform innerhalb der katholischen Kirche ein. Gemeinsam mit Gianpietro Caraffa, dem Bischof von Theate, gründete er 1524 die Kongregation der „Regulierten Kleriker“, meist „Theatiner“ genannt, deren Mitglieder sich vor allem die geistige und moralische Hebung des Priesterstandes und die Förderung des religiösen Lebens innerhalb des Volkes zur Aufgabe machten. Kajetan selbst war unermüdlich, auch durch sein eigenes Vorbild, für die Reform des Klerus tätig. Der demütige und bescheidene Reformpriester starb am 7.August 1547. Kajetan war Patron der bayrischen Kurfürsten und Altbayerns und wurde als Schutzheiliger gegen die Pest angerufen

BesonderheitenReformer

12.08.

Leo (Leon)

Leo Dehon, ein französischer Priester, wollte der religiösen Verwahrlosung in seinem Heimatland entgegenwirken. 1868 gründete er nach vielen ihm in den Weg gelegten Schwierigkeiten die Kongregation der „Priester des heiligsten Herzen Jesu“. Besonders die Sorge um die großstädtischen Arbeiter wurde den Herz-Jesu-Priestern ans Herz gelegt. - Die Gemeinschaft hat sich bis heute über ganz Westeuropa, Nord- und Südamerika und in die Missionsgebiete ausgebreitet. Der „Vater“ der Herz-Jesu-Priester“ starb am 12.August 1925.

Besonderheiten20. Jahrhundert Sozialengagement

12.08.

Karl

Karl Leisner, geboren 1915, war Jugendführer in Cleve (Niederrhein) und Leiter der katho-lischen Jungschar des Bistums Münster (Niederrhein-Westfalen). Als er 1939 während des Aufenthalts in einem Sanatorium das missglückte Attentat auf Hitler mit dem Wort "schade" kommentierte, erzählte ein Kurgast dies weiter. Noch am selben Tag wurde Karl Leisner verhaftet. Im Lager Dachau wurde er tuberkulosekrank, erlebte zwar noch die Befreiung des Lagers, starb aber wenige Monate später, völlig ausgezehrt, am 12.August 1945. Als der Denunziant nach dem Krieg vom Leid und Tod des einstigen Mitpatienten erfuhr, brach er zusammen.

LandAfrika
StadtMünster
Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

14.08.

Maximilian

Maximilian Kolbe, ein polnischer Priester; der aus einer armen Arbeiterfamilie stammte, durfte wegen seiner auffallenden Begabung am Gregorianum in Rom studieren. Nach der Beendigung des Studiums, 1922, widmete er sich in seiner Heimat besonders dem Aufbau des katholischen Schrifttums. Nachdem Polen 1939 von Nazideutschland besiegt und besetzt worden war, fiel der unbequeme Priester bald wegen seiner Predigten und Schriften auf, in denen er ganz entschieden gegen den Nationalsozialismus als Weltanschauung Stellung nahm. Im September 1940 wurde der unerschrockene Priester von der Gestapo verhaftet und ins Lager Oranienburg gebracht. Er wurde wieder freigelassen (sein Vater war deutscher Abstammung, daher galt Kolbe nicht als "slawischer Untermensch"), aber fünf Monate später abermals inhaftiert. Diesesmal kam er in das KZ Auschwitz, das er nie mehr lebend verlassen sollte. Als im Juni 1941 ein Gefangener seines Blocks (dem die Vergeltungsmaßnahmen der Lagerleitung sehr wohl bekannt waren) geflohen war, wurden zehn Häftlinge als "Vergeltung" zum Tod durch Verhungern verurteilt. Pater Kolbe trat freiwillig an die Stelle eines jungen Familienvaters. Mithäftlinge berichteten, sie hätten aus dem Hungerbunker tagelang lautes Beten gehört, bis schließlich völlige Stille eintrat. Am 14. August 1941 verabreichte der Lagerhenker dem zum Skelett abgemagerten Priester, der als einzige der Geiseln noch ein Lebenszeichen von sich gab, eine tödliche Phenolspritze.

Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

19.08.

Johann (Jean, Johannes)

Jean (Johannes) Eudes, ein charismatischer Priester, stammte aus einem kleinen Ort in der Normandie. Nach dem Abschluss seines Studiums wurde er in Paris Mitglied der Oratorianer, einer Weltpriestervereinigung. Als in der Normandie eine Pestepidemie aus-brach, kehrte in seine Heimat zurück, um Kranken und Sterbenden in ihrer schweren Stunde beizustehen. Bald schon eilte dem charismatischen Priester und Prediger der Ruf eines großen Volksmissionars voraus, den die Menschen schätzten und liebten. Zu seinen Missionen, 110 an der Zahl, strömten riesige Menschenmassen zusammen. Da Jean Eudes sehr bald bewusst wurde, welch wichtige Rolle einem Seelsorger zukam, gründete er 1643 die "Kongregation von Jesus und Maria". Diese war eine Vereinigung von Weltpriestern, die sich vor allem die Ausbildung von Priestern und Volksmissionaren zur Aufgabe machten. Jean Eudes hat nicht nur für die Erneuerung des religiösen Lebens im Frankreich des 17. Jhdts Großes geleistet, er wird auch als der bedeutendste Volksmissionar der Franzosen angesehen. Er starb , knapp 80-jährig, am 19.August 1680 in Caen.

BesonderheitenReformer

21.08.

Franz

Franz Reinisch, 1903 in Feldkirch im österreichischen Vorarlberg geboren, war 1928 zum Priester geweiht und zwei Jahre später Mitglied des Palottinerordens geworden. Da er sich nicht scheute, gegen den Nationalsozialismus Stellung zu beziehen, erhielt er 1940 Predigt - und Redeverbot. Zu Ostern 1942 wurde er zur deutschen Armee einberufen. Nur wenige Monate sollte sein Leben nun noch dauern. Als er den Fahneneid auf Adolf Hitler verweigerte und dies mit sehr offenen Worten begründete, wurde er verhaftet und ins Wehrmachtsgefängnis Berlin-Tegel überwiesen. Das Reichskriegsgericht verurteilte den Priester zum Tode. Am 21. August 1942 erfolgte die Hinrichtung. Pater Reinisch hatte nach seiner Verurteilung vor dem Gericht öffentlich erklärt: "Ich bin kein Revolutionär, das heißt ein Staats- und Volksfeind, der mit Faust und Gewalt kämpft; ich bin ein katholischer Priester, der die Waffen des Geistes und des Glaubens gebraucht. Und ich weiß, wofür ich kämpfe."

Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

25.08.

Joseph (José)

Josef (José) Calasanz, der Patron der katholischen Volksschulen, war 1592 aus Spanien nach Rom gekommen. Angesichts des Elends zahlloser verwahrloster Kinder, die während der großen Seuchen ihre Eltern verloren hatten, gründete der spanische Priester 1597 im Pfarrhaus von Santa Dorotea im römischen Stadtteil Trastevere die erste unentgeltliche Volksschule Europas. Da immer mehr geistliche und weltliche Lehrer ohne Lohn an den Armenschulen unterrichten wollten, konnte man bald täglich mehr als 1.000 Kinder betreuen. Für seine Mitarbeiter rief José Calasanz den „Piaristenorden“ ins Leben. der im Laufe der Jahre in mehreren europäischen Ländern Schulhäuser errichten konnte, von denen viele heute noch bestehen. Der Ordensgründer starb, 92 Jahre alt, am 25. August 1648 zu Rom. Er ist der Patron der christlichen Volksschulen.

StadtRom
BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

30.08.

Felix

Felix, ein römischer Christ, wahrscheinlich war er Priester, starb als Märtyrer in der Christenverfolgung Diokletians. Auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte soll sich ein Mann aus der Zuschauermenge, der von der Standhaftigkeit des Bekenners beeindruckt war, zum Christentum bekannt und danach ebenfalls das Martyrium erlitten haben. Da man seinen Namen nicht kannte, nannte man ihn Adauctus, d.i. „der Mutige“. ++ um 303. Ihre Reliquien befinden sich in der Apostelkirche in Köln. Lostagsregeln: „Bischof Felix zeiget an, was wir in vierzig Tag für Wetter ha‘n.“ „Wenn Felix nicht glückhaft, der Michael (29.9.) keinen Tischwein schafft.“ „Regen zu St. Felix verdirbt die Nüsse.“

StadtRom
BesonderheitenMärtyrer

07.09.

Stefan (Stephan István, Stepan), Markus (Marko, Marek) und Melchior

Stefan (István) Pongrácz, ein gebürtiger Ungar, Markus (Marko) Crisinus, ein Slowene, und Melchior Grodecz, ein österreichischer Pole, waren Schüler des Grazer Jesuitenkollegs. Gemeinsam kamen die jungen Priester in das damals fast völlig protestantische Kaschau (heute Kosice, Slowakei). Als die Stadt durch Truppen des Fürsten von Siebenbürgen, Bethlen Gabór, besetzt wurde, gerieten die Priester in Gefangenschaft und wurden von calvinischen Fanatikern am 7./8. September 1619 zu Tode gequält.

BesonderheitenGewaltopfer

10.09.

Nikolaus (Nicolas, Nikolaj)

Nikolaus war 1275 Pfarrer des kleines Städtchens Tolentino in der Region Marken geworden. In kürzester Zeit gewann er die Herzen der Bewohner seiner Pfarre, kaum jemand konnte sich dem gewinnenden Wesen des Priesters entziehen. Zu den täglichen Predigten in der Ortskirche strömten immer mehr Menschen zusammen, und bald verehrte man den Pfarrer wie einen Heiligen. Als sich dann auch noch Wunder um seine Person ereigneten, kannte die Verehrung keine Grenzen. Die besondere Liebe des streng asketisch lebenden Priesters galt den Kranken. Und so sollen Nikolaus von Tolentino mehrere überraschende Krankenheilungen gelungen sein. Nach 30-jährigem unermüdlichen Wirken für seine Gemeinde starb der Seelsorger am 10. September 1305.

11.09.

Josef

Josef Christian Müller, Priester in Groß-Düngen (Niedersachsen) wurde wegen Weiter-erzählens eines politischen Witzes von der Gestapo verhaftet. Weil er den Urheber des Witzes, einen Lehrer und mehrfachen Familienvater, nicht verriet, wurde er zum Tode verurteilt. + 11.9.1944.

Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

14.09.

Cornelius (Conan, Cornelia)

Cornelius (Conan) O'Rourke, ein noch sehr junger irischer Priester; starb nach grausamen Martern unter Königin Elizabeth I. von England am 14. September 1578.

BesonderheitenMärtyrer

15.09.

Gustav

Gustav Görsmann war Pfarrer in Gellenbeck bei Osnabrück (N-Sachsen). Weil er russische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter als Seelsorger betreute und sie freundlich und verständnisvoll behandelte, wurde er zum Feind des NS-Regimes erklärt. Er starb am 15.September 1942 im KZ Dachau.

StadtOsnabrück
Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

16.09.

André

André Kim war der erste einheimische Priester in Korea. Er missionierte in seiner Heimat unter ständiger Lebensgefahr. Schon bald wurde er gefangen genommen und am 16. September 1846 unter grausamen Martern ermordet. Er war erst 25 Jahre alt.

BesonderheitenMärtyrer

25.09.

Sergej (Sergius, Serge, Sergio)

Sergej (Serge, Sergius) von Radonesch, ein russischer Priester; gründete mehr als 40 Klöster und war ein angesehener und begehrter Ratgeber. Trotz seines großen Einflusses blieb er immer bescheiden. Das ihm angebotene hohe Amt des Metropoliten von Moskau lehnte er ab. + 25.9.1392.

27.09.

Vinzenz (Vincent)

Vinzenz (Vincent) von Paul stammte aus einer kinderreichen französischen Bauernfamilie. Schon mit 19 Jahren empfing er die Priesterweihe. 1612 übernahm er die Pfarre Clichy in Paris. Erschüttert von den trostlosen sozialen Verhältnissen, legte er das Gelübde ab, sein ganzes künftiges Leben der Bekämpfung der Armut zu widmen. Er missionierte bei der not-leidenden Landbevölkerung und rief eine gut organisierte Armenfürsorge ins Leben. Von vielen Weltpriestern unterstützt, gründete Vincent von Paul die Kongregation der "Serviteurs des Pauvres", zu Deutsch "Diener der Armen", die heute meist nach ihrem Sitz im Lazaristenkloster in Paris "Lazaristen" genannte werden. Von ihnen wurden gefordert: Herzlichkeit, volksnahe, einfache Predigten, apostolischer Eifer, Verzicht auf kirchliche Würden und Hingabe an die (Volks-)Mission. 1633 erfolgte, unter maßgeblicher Beteiligung der Louise de Marillac (sieh 15.3.), die Gründung der "Filles de la Charité", die heute meist unter dem Namen "Barmherzige Schwestern" oder "Vinzentinerinnen" bekannt sind. Ihre Gemeinschaft hatte sich aus einer Vereinigung weltlicher Frauen entwickelt, die alleinstehende Kranke betreuten. Es war der erste Orden ohne Profess (Gelübde) und Klausur (Abgeschlossenheit in einem Kloster). Der Dienst am Nächsten sollte die ausschließliche Aufgabe der Schwestern sein; Sie betreuten nicht nur Kranke in den Spitälern, sondern auch Findel- und Waisenkinder, Sträflinge, allein-stehende Alte und Hilflose, Behinderte, Geisteskranke und andere Hilfsbedürftige. Somit war der einfache französische Bauernsohn zum Begründer der organisierten Caritas geworden. Der aktive Menschenfreund starb am 27.September 1660, sein Werk aber breitete sich über die gesamte christliche Welt aus. Vinzenz von Paul ist Patron der karitativen Einrichtungen, der Waisen- und Krankenhäuser und der Gefangenen.

BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

27.09.

Siegmund

Siegmund war Priester in Heilbronn in Neckarfranken. Am 27.September 1529 wurde er von die Kirche plündernden Türken erschlagen.

StadtHeilbronn
BesonderheitenGewaltopfer

09.10.

Johannes

Johannes Leonardi war Apothekergehilfe in einer kleinen Stadt nahe Lucca in der Toskana. Erst mit 32 Jahren empfing er die Priesterweihe. Doch schon ein Jahr später, 1574, gründete er für die Erziehung Jugendlicher die "Gesellschaft von der christlichen Lehre" sowie für die Seelsorge und den Armenschulunterricht die Kongregation der "Reformierten Priester". Das Mutterhaus verlegte er nach Rom, wo er 1603 auch noch ein Missionskolleg ins Leben rief. Darüber hinaus förderte Leonardi das Schulwesen in Rom und reformierte im Auftrag des Papstes verschiedene Ordensgemeinschaften. Der große Neuerer starb am 9.Oktober 1609 in Rom.

BesonderheitenReformer

10.10.

Daniel (Daniele, Daniela, Danielle, Dana, Danuta)

Daniel(e) Comboni stammte aus Limone am Gardasee. Schon als Theologiestudent hatte er einen Wunschtraum: die Missionierung Afrikas. So rief der ambitionierte Priester 1867 in Verona den "Missionsverein vom Guten Hirten" für die Missionierung Schwarzafrikas ins Leben. 1873 ging er selbst als Missionar nach Afrika, und zwar nach Khartum im Sudan. Doch nur wenige Jahre blieben ihm noch, um seine Pläne auf dem Schwarzen Kontinent Wirklichkeit werden zu lassen. Schon am 10.Oktober 1881 starb er. Daniele Combonis größtes Verdienst aber blieb die Wiederaufrichtung der damals bereits fast völlig aufgegebenen Missionierung Schwarzafrikas. Noch heute arbeiten über 4 000 Comboni-Missionare und Comboni-Misionarinnen in 24 Ländern Afrikas. Unter den schwarz-afrikanischen Christen ist die Erinnerung an den großen Missionar bis heute wach geblieben.

BesonderheitenOrdensgründer

20.10.

Franz Alexander

Franz Alexander Kern (On: Jakob), 1897 in Wien geboren, hatte schon als Kind den sehnlichsten Wunsch, Priester zu werden. Er besuchte schließlich das Knabenseminar in Hollabrunn (Niederösterreich), musste aber 1915, er war jetzt 18 Jahre alt, in den Weltkrieg einrücken. 1916 wurde er so schwer verwundet, dass er nicht mehr an die Front zurückkehren konnte und daher 1917 wieder in das Priesterseminar eintreten durfte. Die Kriegsverletzung aber sollte nie mehr ausheilen. Nach dem Ende des Krieges trat der junge Geistliche in das Prämonstratenserstift Geras im Waldviertel ein und wirkte voller Hingabe als Seelsorger seiner Pfarre. Doch dann brach die Kriegsverletzung wieder auf, er kränkelte ständig und erlitt große Schmerzen. Alle Leiden ertrug er mit einer bewundernswerten Geduld und opferte sie Gott auf. Am 20. Oktober 1924, an dem Tag, an dem Bruder Jakob, wie er jetzt im Kloster hieß, seine Ordensgelübde hätte ablegen sollen, schloss er für immer die Augen.

Besonderheiten20. Jahrhundert

25.10.

Arnold

Arnold Knapper war ein katholischer Priester in den Niederlanden. Am 25.Oktober 1671 wurde er von calvinischen Fanatikern zu Oudenaarde gefangengenommen und unter lautem Gejohle als lebende Zielscheibe benützt.

BesonderheitenGewaltopfer

28.10.

Georg

Georg Wilberg, ein katholischer Priester aus Koblenz (Rheinland) wurde am 28.Oktober 1635, während des Dreißigjährigen Krieges, von evangelischen Soldaten zuerst gequält und anschließend "hingerichtet"..

StadtKoblenz
BesonderheitenGewaltopfer

10.11.

Andreas (Andrea)

Andreas (Andrea) Avellino, Doktor der Rechte, wurde, da ihn die Tätigkeit als Anwalt nicht befriedigte, Priester und ein begeisternder Prediger. Er wirkte in ganz Italien mehr als ein halbes Jahrhundert lang als Volksmissionar und Seelenführer. Am 10.November 1608 starb er, während er gerade die Messe las, 87 Jahre alt, in Neapel.

StadtNeapel

13.11.

Carl

Carl Lampert, ein Priester aus Vorarlberg, seit 1930 Provikar der Apostolischen Administration Innsbruck, wurde mehrmals von der Gestapo in Schutzhaft genommen und schließlich ins KZ Dachau eingeliefert. Einige Zeit später schickte man ihn in die Verbannung, und zwar in die Diaspora ins evangelische Pommern. Dort wurde er auf die Verleumdung eines Spitzels hin verhaftet und nach einem Schauprozeß am 13. November 1944 in Halle an der Saale hingerichtet. Carl Lampert war der ranghöchste Geistliche Österreichs, der unter dem Hitler-Regime seiner religiösen Überzeugung wegen das Leben lassen musste.

StadtHalle Insbruck Dachau
Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

13.11.

Herbert

Herbert Simoleit stammte aus Berlin und war als Kaplan nach Stettin (Pommern) gekom-men. Auch er wurde durch einen Spitzel denunziert. Er starb gemeinsam mit Carl Lampert am 13.November 1944 in Halle unter dem Fallbeil.

StadtBerlin Stettin
Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

14.11.

Wilfried

Wilfried Roger James, starb während der Katholikenverfolgungen unter König Heinrich VIII. von England am 14.November 1539. Man hatte ihn und andere Geistliche im Gefängnis verhungern lassen. Historisches: Nachdem König Heinrich VIII. von England (1509-1547), weil der Papst seine Scheidung von Katharina von Aragon nicht genehmigte, sich selbst zum Oberhaupt der englischen Kirche erklärt hatte, wurden zahllose Geistliche, die den Eid auf den König verweigerten, verhaftet und hingerichtet. Die Klöster wurden geplündert und aufgehoben, ihr Vermögen vom König eingezogen. Heinrich VIII. fiel dadurch großer Besitz zu, den er zum Teil an Günstlinge verteilte und sich damit viele neue Freunde schaffen und alte Freundschaften vertiefen konnte

BesonderheitenGewaltopfer

27.11.

Albrecht (Adalbert)

Albrecht (Adalbert), 1239 in Haigerloch in Schwaben geboren, war Seelsorger in Oberaltaich in Bayern. Er kümmerte sich besonders um die Aussätzigen und war der Begründer der Leprosenseelsorge im Donaugau. + 27.111311

BesonderheitenSozialengagement

02.12.

Jan (Johannes)

Jan (Johannes) van Ruysbroek war zunächst Kaplan an der Domkirche in Brüssel. Erst mit 50 Jahren, 1343, zog er sich mit einigen Gefährten in einen einsamen Wald bei Waterloo im Süden von Brüssel, zurück, wo in der Folge aus der Einsiedelei die Abtei Groenendael entstand. Er verfasste zahlreiche mystische Schriften, die weite Verbreitung fanden. + 2.12.1381.

StadtBrüssel
BesonderheitenMystiker Einsiedler

04.12.

Johannes

Johannes von Damaskus, um 650 geboren, stammte aus einer vornehmen arabischen Familie, die sich zum Christentum bekannte. Der Vater stand aber im Dienste des Kalifen. Als die Christen in Damaskus immer schwereren Verfolgungen durch die Moslems ausgesetzt waren, ging die ganze Familie nach Palästina. Der hochintelligente junge Johannes wurde Priester und bald - vor allem wegen seines Ansehens als theologischer Schriftsteller - eine der angesehensten und einflussreichsten Persönlichkeiten seiner Zeit. Er starb um das Jahr 750, angeblich 104 Jahre alt.

09.12.

Liborius

Liborius Wagner, Priester in Würzburg in Mainfranken, stammte aus einer evangelischen Familie in Thüringen. 1631, während des Dreißigjährigen Krieges wurde er von schwedischen Soldaten festgenommen und ins Gefängnis geworfen. Weil er sich weigerte, zum evangelischen Glauben zurückzukehren, wurde er erstochen, seine Leiche wurde in den Main geworfen. + 9.12.1631.

StadtWürzburg
BesonderheitenGewaltopfer

09.12.

Pierre (Peter)

Pierre (Peter) Fourier war eine außergewöhnliche Priesterpersönlichkeit. Er wirkte 40 Jahre lang als Seelsorger in Mattaincourt in Lothringen und brachte die heruntergekommene Pfarre durch eine fast unglaubliche Aktivität zur Blüte. Besonders nahm er sich der Jugendlichen an, errichtete eine Darlehenskasse, um die Bevölkerung vor Wucherern zu schützen, rief ein Schiedsgericht ins Leben, richtete frei zugängliche Schulen für alle Bevölkerungsschichten ein und gründete eine Frauen- und eine Männerkongregation für die Erziehung junger Menschen. Der Priester starb hochgeachtet am 9.Dezember 1640.

BesonderheitenSozialengagement

10.12.

Johann Georg (Hansjörg, Hansjürgen)

Johann-Georg Seidenbusch war 1667 Pfarrer von Aufhausen in der Oberpfalz geworden. Er gewann mit seiner aufrichtigen Frömmigkeit und liebenswürdigen Bescheidenheit die Herzen seiner Pfarrkinder. + 10.12.1729.

12.12.

Vicelin (Witold, Wetzel)

Vicelin war 1126 von Norbert von Xanten zum Priester geweiht worden. Kurz darauf wurde ihm vom Erzbischof von Bremen der Auftrag erteilt, bei den Wenden in Ostholstein zu missionieren. + 12.12.1154..

20.12.

Eugen (Eugène, Eugenio, Evgenij, Jenö)

Eugen(ius) war ein Priester in Antiochia im heutigen Syrien. Er wurde während der Christenverfolgung unter Julian dem Abtrünnigen gemeinsam mit dem Priester Makarius eingekerkert und gefoltert, dann in die Wüstenprovinz Mauretanien verschleppt und zuletzt enthauptet. ++ um 362. Historische Anmerkung Unter dem Soldatenkaiser Julian Apostata, d.i. "der Abtrünnige" (360-363), wurden die Christenverfolgungen mit unbarmherziger Härte wieder aufgenommen., obwohl dieser Kaiser so gar nicht in die Reihe der Christenverfolger passte. Er war selber christlich erzogen worden, wollte aber die altrömische Götterreligion wieder herstellen und ließ neue Göttertempel errichten. Über die Ursache seines Vorgehens kann man nur Vermutungen anstellen. Vielleicht fühlte er sich von den oft absurden, intellektuell überspitzten Streitigkeiten christlicher Theologen, die kaum noch eine sinnvolle Beziehung zur Lehre Christi hatten, abgestoßen. Persönlich wandte sich der Kaiser dem Neuplatonismus und dem Mithraskult zu. Beide Weltanschauungen hatten vieles mit dem Christentum gemeinsam. Obwohl Julian allgemeine Glaubensfreiheit verkündet hatte, ließ er die Christen unbarmherzig verfolgen.

BesonderheitenMärtyrer
Datum: 20.11.

20.11.

Bernward

Bernward, Bischof von Hildesheim, ließ Kirchen und Klöster erbauen und war ein begab-ter Künstler. Er stellte selbst kunstvolle Goldschmieds- und Schmiedearbeiten her, gründete die später berühmt gewordene Kunstschule zu Hildesheim und war stark karitativ tätig. + 20.11.1022.

StandBischof
StadtHildesheim
BesonderheitenKünstler

20.11.

Edmund

Edmund war schon im Alter von 15 Jahren König von Ostanglien geworden. Als 870 die Dänen in sein Land einfielen, wurde er, da er sich weigerte, dem christlichen Glauben abzuschwören, von den heidnischen normannischen Eroberern gegeißelt, dann mit Pfeilen durchbohrt. + 870.

BesonderheitenMärtyrer

20.11.

Felix

Felix von Valois ging in die Geschichte als Mitbegründer des Trinitarierordens ein. Zuerst wollte er als Einsiedler leben. Doch dann lernte er einen jungen Doktor aus Paris kennen, Johannes von Matha (sieh 17. 12.). Die beiden Männer verstanden sich von Anfang an gut und beschlossen, ihr weiteres Leben einer großen Aufgabe zu widmen. Sie gründeten einen Orden, der sich für die Befreiung von Christen aus der Sklaverei einsetzen sollte, den Trinitarierorden. Diese Vereinigung machte es sich neben dem Einsatz für die als Sklaven in moslemische Länder verschleppten Christen zur Aufgabe, Gefangene und Sträflinge im eigenen Land zu betreuen. Die Arbeit der Trinitariermönche war bald, vor allem in Nordafrika, von Erfolg begleitet und breitete sich rasch auch über die Grenzen Frankreichs hinaus aus. Der Strafgefangenenseelsorger Felix von Valois starb im Jahr 1212 in Paris in dem Bewusstsein, vielen Unglücklichen geholfen zu haben.

StadtParis
BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

20.11.

Korbinian (Corvin)

Korbinian (Corvin), lebte schon als Jugendlicher in seiner gallischen Heimat als Einsiedler. Dann pilgerte er nach Rom und wurde vom Papst beauftragt, bei den Bayern zu missionieren. Später wurde er zum ersten Bischof von Freising ernannt. Als der Glaubensbote die unrechtmäßige Ehe des Bayernherzogs Grimwald verurteilte, musste er, verfolgt vom Hass der Herzogin, fliehen. Er lebte nun mehrere Jahre in Kains in Südtirol, wurde zuletzt aber vom Nachfolger des Herzogs nach Freising zurückberufen und konnte sein Werk fortsetzen. + 8.9. um 730. Im Bistum Bozen/Brixen wird das Gedächtnis Korbinians am 9. September begangen.

StandBischof
StadtFreising
BesonderheitenEinsiedler