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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Rita

12.01.

Margarita (Marguerite, Margot)

Margarita (Marguerite, Margot) Bourgeoys wurde 1620 in Troyes in der Champagne (Nordostfrankreich) geboren, wanderte 1653 nach Montreal im damals noch französischen Kanada aus und arbeitete dort unter den schwierigsten Umständen und großen Entbehrungen als Jugenderzieherin. Es gelang ihr schließlich sogar, Schulen und Missionsstationen ins Leben zu rufen. Zuletzt gründete sie die Schwesternkongregation Unserer Lieben Frau von Montreal, die bald im ganzen Land Niederlassungen aufweisen konnte. + 12.1.1700. -

22.02.

Margarita (Margaretha, Margarete)

Margarita (Margherita, Margareta) von Cortona, ein bildhübsches Mädchen, dessen Eltern Bauern waren, lebte als Mätresse mit einem jungen Grafen, der sie wegen des Standesunterschiedes nicht heiraten durfte, zusammen. Als ihr Geliebter von Wegelagerern ermordet worden war und sie vor seinem entstellten Leichnam stand, wurde ihr die Vergänglichkeit des Lebens bewusst. Innerlich vollkommen verändert, trat sie in ein Kloster ein und führte fortan ein Leben der Buße und des Dienstes am Nächsten. + 22.2.1297.

StandAdel
BesonderheitenBüßerin

22.05.

Rita

Rita von Cascia, um 1380 in der Nähe von Spoleto in Umbrien geboren, wurde gegen ihren Willen von den Eltern verheiratet. In der Ehe mit dem rohen und brutalen Mann, der sie oft misshandelte, musste sie ein Martyrium erdulden. Nach 18 Jahren Ehehölle wurde ihr Mann von einem seiner zahlreichen Feinde ermordet. Die beiden Söhne schworen Blutrache. In ihrer Verzweiflung betete die Mutter zu Gott, er möge ihre Söhne lieber sterben als zu Mördern werden lassen. Innerhalb kurzer Zeit kamen die beiden jungen Männer ums Leben. Nach diesen Schicksalsschlägen bat Rita in Cascia im Alter von etwa 33 Jahren bei den Augustiner-Eremitinnen um Aufnahme. Im Jahr 1443 empfing die Ordensfrau, die besonders innig den gekreuzigten Heiland anbetete, während einer Vision die Wundmale der Dornenkrone, die sich für ihr ganzes Leben auf ihrem Haupt einprägten. + 22.5.1437. - Rita ist Schutzheilige bei schweren Prüfungen, in aussichtlosen Situationen und gegen Pocken.

06.07.

Maria (Marietta, Marita)

Maria (Marietta) Goretti, eine der jüngsten Heiligen unserer Zeit, war das älteste von fünf Kindern einer armen Landarbeiterswitwe, die sich nach dem Tod ihres Gatten in einem Dorf in der Nähe von Nettuno im Süden Italiens für ihre Kinder abrackerte und doch nur gerade das Lebensnotwendigste für die Familie erarbeiten konnte. - Der 16-jährige Sohn des Pacht-herrn stellte dem auffallend schönen Mädchen, sie war erst 12 Jahre alt, schon lange nach. Marietta erzählte nichts davon ihrer Mutter, um sie nicht noch mehr zu belasten. An einem Sonntag, es war der 5. Juli 1902, kam es zur Katastrophe. Alessandro, so hieß der Knabe, versuchte Marietta Gewalt anzutun. Als sie sich verzweifelt wehrte, stach der Bursche im Jähzorn mit dem Messer auf das heftigen Widerstand leistende Mädchen ein. Verwundet durch 14 Messerstiche wurde die Schwerverletzte ins Krankenhaus gebracht, wo sie am Tag darauf starb. Noch in der Todesstunde hat sie ihrem Mörder verziehen. - Ihre Heilig-sprechung am 24. Juni 1950 auf dem Petersplatz, im Beisein der alten Mutter, war eine der berührendsten Kanonisationsfeiern. Der junge Mörder aber hatte keinerlei Reue gezeigt und das Urteil - 30 Jahre Zwangsarbeit - gelassen hingenommen. Erst nach Jahren - er gab an, Marietta sei ihm im Traum erschienen - wurde ihm seine Tat wirklich bewusst. Nach seiner vorzeitigen Entlassung im Jahr 1928 wurde er Laienbruder im Kapuzinerorden.

BesonderheitenGewaltopfer

20.07.

Margaretha (Margarethe, Margareta, Margarete, Margit, Margot, Marga, Greta, Meta, Grit, Marita, Marina, Peggy)

Margaretha (Margarete), Jungfrau und Märtyrin zu Antiochia (in der griechischen Kirche heißt sie Marina), war lange Zeit eine der populärsten Heiligen. Doch wohl gerade des-wegen ist ihre Lebensgeschichte von zahlreichen Legenden umrankt. Sie soll die Tochter vornehmer heidnischer Eltern gewesen sein, wurde aber von der Amme als Christin erzogen. Weil sie sich vom christlichen Glauben nicht abwenden wollte, wurde sie vom Vater verstoßen. Wegen ihrer außergewöhnlichen Schönheit hielt der Statthalter um ihre Hand an. Als er das Mädchen zum ersten Mal sah, soll er zu seinen Dienern gesagt haben: "Geht und holt mir die schöne Jungfrau! Ist sie von edler Geburt, so will ich sie zur Ehe nehmen, ist sie eine Magd, so soll sie meine Beischläferin sein." Da sich Margaretha aber weigerte, einen Heiden zum Mann zu nehmen, wurde sie - nach grausamen Martern - mit dem Schwert hingerichtet. Margarethas Attribut ist ein Drache ("Wurm"). Er ist das Symbol des Bösen, des Teufels, dessen Versuchungen sie widerstanden und den sie besiegt hatte. Ihr Martyrium soll um das Jahr 305 stattgefunden haben. Margaretha von Antiochia ist die Patronin der Bauern, der jungen Mädchen, aber auch der Ehefrauen und Ammen und wurde ebenso bei einer schweren Geburt wie bei Unfruchtbarkeit angerufen. Ihr Name war einer der ersten fremden Heiligennamen, die im Spätmittelalter die einheimischen zu verdrängen begannen. - Margaretha war, wie Katharina und Barbara, eine der drei weiblichen Nothelfer (von insge-samt 14). Ein altes Sprüchlein lautet: "Die Gretl mit dem Wurm, die Bärbl mit dem Turm, die Kathl mit dem Radl - das sind die drei heiligen Madl." Von den "drei heiligen Madln" ist Margaretha die Beschützerin des Nährstandes, Katharina Beschützerin des Lehrstandes und Barbara Beschützerin des Wehrstandes. (Margit, Greta, Margot, Marga, Meta, Grit(li), Marita, Marjorie, Greetje). Bauernregeln: "Hat Margaret keinen Sonnenschein, so kommt das Heu nicht trocken herein." "Margarete bringt den Flachs auf die Beete."

LandAsien
StadtAntiochien

19.08.

Caritas

Caritas Pirckheimer, die Schwester des bekannten Humanisten Willibald Pirckheimer, war die Äbtissin des Klosters Sancta Clara zu Nürnberg. Als die Reichsstadt die Lehre Luthers angenommen hatte, kämpfte die nicht nur fromme, sondern auch verantwortungsvolle Frau - allerdings vergeblich - gegen die Auflösung ihres Klosters durch den evangelisch gewordenen Stadtrat. + 19.8.1532. Historisches: Für viel Ordensfrauen bedeutete die Schließung ihres Klosters, was in der Reformationszeit häufig der Fall war, den Verlust ihrer materiellen Existenz, da es in der Gesellschaft des 16.Jhdts für alleinstehende, unverheiratete Frauen keine finanzielle Absicherung gab.)

12.09.

Maria (Marika, Marilyn, Marlies, Marion, Maja, Mara, Marietta, Mariella, Marita, May, Marina, Mascha, Meika, Maruschka, Molly, Maureen u.a.)

Maria, Namensfest: : Die Einführung des Festes "Mariä Namen" hängt eng mit der österreichischen Geschichte zusammen. Es wurde zwar schon um 1500 in Spanien gefeiert, aber erst Papst Innozenz XI. führte es zum Dank für die Befreiung Wiens (und damit des christlichen Abendlandes) von der Türkengefahr - durch die Schlacht am Kahlenberg am 12. September 1683 - noch im selben Jahr für die gesamte katholische Kirche ein. Das Fest "Maria Namen" ist nicht nur Namenstag für alle, die Maria heißen, sondern auch für die zahlreichen von Maria abgeleiteten Namensformen . Bauernregeln: "Zu Maria Namen, sagt der Sommer "Amen"!" "An Maria Namen kommen die Schwalben z'sammen."

BesonderheitenBiblische Gestalt

16.11.

Margarita (Margaret, Margit)

Margarita (Margaret, Margit), Tochter des aus England verbannten Königs Edward Atheling, erblickte in Ungarn, im Lande ihrer Mutter, Prinzessin Ágata, das Licht der Welt. Mit 11 Jahren kam sie nach England, wo sie am Hofe König Edwards des Bekenners (siehe 13.10.) erzogen wurde. Nach der folgenschweren Schlacht von Hastings im Jahr 1066, als die Normannen England eroberten, floh die Königstochter nach Schottland, wo sie in der Folge die Gemahlin von König Malcolm III. wurde. Als Königin von Schottland war Margarita unermüdlich für die Reform des kirchlichen Lebens in ihrer neuen Heimat tätig und förderte Unterricht und christliche Erziehung. So gütig und liebevoll, wie sie als Familienmutter für ihre eigenen acht Kinder sorgte, so hilfreich stand sie auch als Landesmutter ihren Landeskindern bei und versuchte, wo immer es möglich war, Not zu lindern. Vom schottischen Volk tief betrauert, starb die großartige "Mutter des ganzen Volkes" am 16.November 1093 in Edinburgh.

StandAdel
StadtEdingburgh
BesonderheitenSozialengagement
Datum: 17.01.

17.01.

Antonius der Große

Anton(ius) der Große, Einsiedler, wurde um 250 in Ägypten als Sohn wohlhabender Eltern geboren. Nach deren Tod - er war gerade 20 Jahre alt - verschenkte er sein Hab und Gut und zog sich als Einsiedler in die Wüste zurück, wo er viele Kämpfe mit "Dämonen" (d.h. Versuchungen) ausfechten musste. Zunächst brach er den Kontakt zur Welt nicht ganz ab - er kam gelegentlich nach Alexandria - doch schließlich blieb er bis an sein Lebensende in der Wüste, wo er im Alter von 105 Jahren starb. Im Laufe der Jahre sammelten sich um den wundertätigen Mann andere Einsiedler, so dass bald eine Mönchskolonie entstand. Damit wurde die bis dahin unbekannte Lebensform der Einsiedlergemeinde begründet. Später ließ der hl Pachomius (siehe 14.5.) die Einsiedelei mit Mauern umgeben, und so entstand das erste Kloster der Christenheit (Tabennísi). Antonius hatte auf seine Zeit und die nachfolgenden Generationen großen Einfluss. Tausende zogen nun nach dem Vorbild des "Mönchsvaters" als Einsiedler in die Wüste. Der heilige Mann starb um 356. - Antonius ist Patron der Korb-macher und Bürstenbinder, der Totengräber, der Metzger, der Schweinehirten, der Haustiere, besonders der Schweine, und gegen Viehseuchen. Zum Patronat der Haustiere kam der Heilige dadurch, dass er oft mit einem Schwein zu Füßen dargestellt wurde. Dieses sollte allerdings nur die Unreinheit, die Sünde, symbolisieren, die er überwunden hatte. - In Tirol wird Antonius von Ägypten zur Unterscheidung von Antonius von Padua "Fackentoni", im Münsterland "Swinetünnes" genannt. Wetterregel: Wenn an Antonius die Luft ist klar, so gibt es gern ein trockenes Jahr." - "Sankt Anton mit dem weißen Bart, wenn er nicht regnet, mit Schnee er nicht spart." - "Große Kälte am Antonitag - große Hitze am Laurenzitag (10.8.)."

BesonderheitenEinsiedler

17.01.

Mildwina (Malwina, Malvine)

Mildwina war eine Benediktinernonne von außergewöhnlicher Frömmigkeit und Güte zu Canterbury. Sie lebte im 7.Jhdt.

17.01.

Rosalind

Rosalind (Rosalina) war die charismatische Priorin des Karthäuserklosters zu Celle-Roubaud in der Provence. Sie war mit großem Einfühlungsvermögen ausgestattet und soll die Gabe der Krankenheilung besessen haben. Ihr Leichnam blieb lange Zeit unversehrt. + 17.1.1329.