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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Name: Maria

02.02.

Maria Katharina

Maria Katharina Kasper, eine Bauerntochter aus Dernbach im Westerwald, rief 1820 in ihrem Heimatort zusammen mit sechs Gefährtinnen eine Gemeinschaft ins Leben, die sich um Arme und Kranke kümmerte. Daraus entstand (1851) der Orden "Arme Dienstmägde Jesu Christi". Die sogenannten "Dernbacher Schwestern" hatten, als ihre Gründerin starb, bereits Niederlassungen in vielen Ländern, sogar in den U.S.A. + 2.2.1898. .

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

11.02.

Maria Lourdes (Gedächtnis Unserer Lieben Frau in Lourdes)

Maria Lourdes (Gedächtnis Unserer Lieben Frau in Lourdes). Am 11.2.1858 erschien der 14jährigen Bernadette Soubirous, einem einfachen Mädchen aus ärmlichsten Verhältnissen, das kaum lesen und schreiben konnte, zum ersten Mal in der Grotte von Massabielle - wie sie es selber ausdrückte - "eine schöne Dame". Während einer der 18 Erscheinungen - die letzte ereignete sich am 16.7.1858 - entsprang auf Geheiß der "Dame" in der Grotte eine Quelle, an der sich bald wunderbare Heilungen ereigneten. Nach dem Eintauchen der Beine konnte ein dreijähriges, lahm geborenes Kind plötzlich gehen, dann wurde ein blindes Mädchen sehend.

10.03.

Maria-Elisabeth (Marlies, Marilies)

Maria-Elisabeth Bönnemann wirkte als liebevolle Barmherzige Schwester zu Essen. + 10.3.1929. (Marlies, Marilies).

25.03.

Maria Rosa

Maria Rosa Flesch (On: Sr.Margaretha) gründete 1863 die Kongregation der "Franziskanerinnen von Waldbreitbach". Die Schwesterngemeinschaft betreut bis heute Kinder-gärten, widmet sich der Fürsorge um die Armen, heilpädagogischen Einrichtungen, der stationären Krankenpflege - besonders in der Psychiatrie - und ist im Krankensozialdienst tätig. Ihre Gründerin starb am 25.März 1906 in Waldbreitbach (Rheinland-Pfalz).

BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

30.03.

Maria Restituta

Maria Restituta Kafka (Taufname: Helene/Jelena), eine Schwester der „Franziskanerinnen von der christlichen Liebe (Hartmann-Schwestern)“, gehört zu jenen christlichen Bekennern, die während der Herrschaft des Nationalsozialismus für ihre Überzeugung in den Tod gegangen sind. Sie stammte aus Hussowitz bei Brünn in Mähren. In Wien, wo „Schwester Resoluta“, wie man sie wegen ihres resoluten Auftretens scherzhaft nannte, 23 Jahre lang als Kranken- und Operationsschwester tätig war, wurde sie wegen ihrer klaren Aussagen von den neuen Machthabern ständig mit Misstrauen beobachtet. Als ihr Spital 1938, nach dem Anschluss, aus öffentlichen Mitteln umgebaut wurde, widersetzte sie sich der Anordnung von Seiten der städtischen Behörden, alle Kreuze aus dem Krankenhaus zu entfernen. Schwester Restituta hängte eigenhändig in jedem Krankenzimmer ein Kruzifix auf. Die NS-Verwaltung forderte ihre Abberufung, der Orden weigerte sich, dem Befehl nachzukommen, Restituta blieb. Doch was noch blieb, war der Hass der Nationalsozialisten. - Jahre später kam dann die Antwort. Spitzel hatten bei ihr ein von einem Soldaten verfasstes Spottgedicht gegen das NS-Regime gefunden. Die Schwester wurde von der Gestapo verhaftet. Nach einem Schauprozess wegen „Hochverrats“ lautete das Urteil: Tod durch Enthauptung. Aus der Todeszelle schrieb die tapfere Frau: „Gott legt uns nicht mehr auf, als wir ertragen können.“ Am 30. März 1943 wurde Schwester Maria Restituta durch das Fallbeil hingerichtet.

StadtBrünn Wien
Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

02.04.

Maria (Mirjam)

Maria (Mirjam) von Ägypten führte als junges Mädchen in Alexandria ein Leben als käufliche Dirne. Bei einem Besuch in Jerusalem wollte sie, die zwar eine getaufte Christin war, aber von Religion nichts hielt, aus Neugierde die Grabeskirche aufsuchen, wo gerade das Kreuz Christi ausgestellt wurde. Doch plötzlich, so wird berichtet, wurde sie von einer unsichtbaren Kraft zurückgehalten, und eine innere Stimme sprach zu ihr: „Du bist nicht wert, das Kreuz dessen zu sehen, der für dich in namenlosen Schmerzen gestorben ist.“ In dem Mädchen ging eine völlige innere Wandlung vor sich. Sie wurde von einer tiefen Reue ergriffen und beschloss, als Buße für ihr bisheriges Leben in Hinkunft als Einsiedlerin in der Wüste zu leben. 47 Jahre lang harrte sie in der Einsamkeit aus, bis zu ihrem Tod. + 430 Ihre außergewöhnliche Lebensgeschichte hat zu vielen Darstellungen in der Kunst angeregt. Sie ist Patronin der reuigen Sünderinnen.

BesonderheitenEinsiedlerin

08.04.

Rose Marie (Rosemarie, Rosa Maria)

Rose-Marie Julie Billiart, 1751 in der Picardie (F) geboren, gab schon als Kind anderen Kindern Religionsunterricht. Durch einen Schock - sie musste einen Mordanschlag auf ihren Vater mit ansehen - wurde sie mit 23 Jahren plötzlich gelähmt. - Während der Französischen Revolution geriet die aktive Christin in den Verdacht, verfolgten Geistlichen Unterschlupf zu gewähren. Daher sollte die körperbehinderte "Hexe" auf dem Scheiter-haufen verbrannt werden. Mutige Freunde schmuggelten sie aber, in Strohballen versteckt, aus der Stadt. Immer auf der Flucht, konnte sie der Guillotine entgehen. In Amiens, wo die Frau endlich Ruhe gefunden hatte, rief sie 1804 die Kongregation der "Schwestern Unserer Lieben Frau" ins Leben, die sich der Mädchenerziehung widmen sollten. Doch die bekennende Christin wurde (1809) abermals vertrieben und fand in Namur (heute Belgien) Unterschlupf. Hier entstand das neue Mutterhaus des Ordens, der bald regen Zulauf zu verzeichnen hatte. Nach Jahren der Selbstaufgabe durfte Rose Marie Billiart im Alter noch erleben, dass sie völlig unerwartet von ihrer Lähmung geheilt wurde. + 8.4.1816.

StadtAmiens
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

09.04.

Maria (Mirjam)

Maria, Frau des Kleophas (oder Gattin des Alphäus und Tochter des Kleophas?), war eine Jüngerin Jesu und stand unter dem Kreuz Christi. Vermutlich war ihr Gemahl ein Bruder des hl Joseph. Ihr Sohn war wohl Simon der „Herrenbruder“ (18.2.), der nach dem Tode des Apostels Jakobus zum Bischof von Jerusalem gewählt wurde

BesonderheitenBiblische Gestalt

23.04.

Teresa Maria

Teresa-Maria a Cruce, geboren 1846 in Campi Bisenzio (I), gründete das "Institut der Karmelitinnen von der hl Theresia", das sich ganz der Betreuung von Kindern widmet. + 23.4.1910.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

06.05.

Maria Caterina

Maria-Caterina Troiani wurde 1813 in dem italienischen Städtchen Giuliano di Roma geboren. Aus Berufung und mit dem festen Willen, den Mitmenschen zu helfen, wurde sie Franziskanerschwester. - Obwohl christliche Missionare in islamischen Ländern vor fast unüberwindliche Schwierigkeiten gestellt wurden (werden), ging die junge Ordensfrau mit einigen Mitschwestern nach Ägypten. Hier wurde den italienischen Nonnen bald bewusst, wie rechtlos die moslemische Frau in der Öffentlichkeit war. Alleinstehende Frauen, besonders verstoßene Ehefrauen, lebten am Rande der Gesellschaft und wurden von dieser völlig ignoriert. Um diese Unglücklichen wollten sich die italienischen Schwestern kümmern. So rief Maria-Caterina Troiani in Kairo die Kongregation der "Franziskaner - Missionarinnen von Ägypten" ins Leben, die sich die Betreuung allein gelassener oder verstoßener Frauen und Mädchen zur Aufgabe machten und ein wirklich weites Betätigungsfeld fanden. Die Ordensfrau aus Italien, die für die Frauen in Ägypten so viel Gutes tun konnte, starb nach einem Leben der Aufopferung für die anderen am 6.Mai 1887..

BesonderheitenOrdensgründerin

14.05.

Maria Domenica

Maria Domenica Mazzarello, 1837in Piemont (Norditalien) geboren, kümmerte sich schon als junges Mädchen um Waisenkinder, die nirgendwo ein richtiges Zuhause hatten. 1864 lernte sie den großen Pädagogen Johannes Bosco (siehe 31.1.) kennen, dessen Bemühungen, verwahrlosten Buben ein Heim zu geben, sie als Mitarbeiterin unterstützte. Damit auch ver-wahrloste Mädchen betreut werden konnten, gründete Domenica Mazzarello 1872 mit Don Boscos Unterstützung die Kongregation "Töchter Mariä, Hilfe der Christen", bekannter geworden als "Don Bosco Schwestern". + 14.5. 1881.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

25.05.

Maria Magdalene

Maria-Magdalene de'Pazzi, die 1566 in Florenz geboren wurde, gilt als eine der bedeutendsten Mystikerinnen der katholischen Kirche. Ihre Visionen und Prophezeiungen wurden von Mitschwestern aufgezeichnet. + 25.5.1607.

BesonderheitenMystikerin

26.05.

Maria Anna (Marianne, Marianna, Marie-Anne)

Maria-Anna (Marianne) von Jesus hieß mit bürgerlichem Namen Mariana de Paredes y Flores und war 1618 in Ecuador zur Welt gekommen. Bereits mit sechs Jahren verlor sie ihre Eltern. Deshalb wurde das Waisenkind von einer älteren Schwester in ihrem Haus in Quito aufgenommen. Schon mit 12 Jahren wurde das fromme Mädchen Franziskanerterziarin. Von nun an wollte sie nur noch im Dienste Gottes und der Mitmenschen stehen. Auf Grund ihrer unzähligen Werke der Nächstenliebe nannte man das Mädchen aus Ecuador bald "die Lilie von Quito". Marianna wollte für andere Sühne leisten und strebte selbst nach immer größerer Vollkommenheit. Als Quito von einer Pestepidemie heimgesucht wurde, starb die Mystikerin, erst 26 Jahre alt, am 26.Mai 1645. Es hieß, die junge Frau habe ihr Leben für die Errettung ihrer Heimatstadt Gott angeboten, und er habe ihr Gebet erhört.

StadtQuito
BesonderheitenMärtyrerin Sozialengagement

09.06.

Anna Maria (Annemarie, Annamaria)

Anna-Maria Taigi wurde 1769 in der Stadt Siena in der Toskana geboren. Sie stammte aus einfachen Verhältnissen, heiratete, zog in ihrer kleinen, nur zwei Zimmer umfassenden Wohnung sieben Kinder groß, war ihrem Mann eine großartige Lebensgefährtin und trotz der ärmlichen Verhältnisse, mit denen sie zurecht kommen musste, eine zufriedene Hausfrau und Mutter. Ihre bescheiden-sympathische und freundlich-heitere Art wirkten wohl-tuend auf die gesamte Umgebung. hr Haus war ständig voll mit Besuchern; die kluge Frau war "jedermanns Trost", jeder konnte sich bei ihr aussprechen, jedem hörte sie zu. So war es nicht verwunderlich, dass man ihr nachsagte, sie könne Kranke heilen. Dass gerade dieser einfachen und bescheidenen Frau immer wieder mystische Erlebnisse zuteil wurden und sie zukünftige Ereignisse voraussah, ahnte lange Zeit niemand. Am 9. Juni 1837 starb die Frau nach einer langen, schmerzvollen Krankheit., ohne dass sie jemals Verbitterung gezeigt hätte. (Annemarie, Annamaria)

Besonderheiteneinfache, arme Leute Mystikerin

16.06.

Anna-Maria (Annemarie)

Anna-Maria (Annemarie) Scherer (On.: Maria Theresia) wurde 1825 in Meggen im Kanton Luzern als Kind einer recht armen Bauernfamilie geboren und verlor sehr früh den Vater. Schon als junges Mädchen kümmerte sie sich selbstlos um Kranke und Arme und schloss sich schließlich, unterstützt vom Kapuzinerpater Theodos Florentini, mit 4 Gefährtinnen zu einer Gemeinschaft zusammen, deren Mitglieder Armenfürsorge und Krankenpflege als ihren Lebensinhalt ansahen. Sie nannten sich „Ingenbohler Schwestern“. Mutter Maria Theresia, die Gründerin, die Herzensgüte mit großer Willensstärke verband, führte ihre Kongregation trotz vieler zu überwindender Schwierigkeiten zu großer Blüte. + 16.6.1888.

18.06.

Maria Dolores

Maria-Dolores, auch "Dolorosa" , d.i. "die Schmerzensreiche", genannt, war eine Jungfrau in Brabant (heute Belgien). Als sie die zudringlichen Angebote eines jungen Burschen scharf zurückwies, bezichtigte sie der gekränkte Liebhaber fälschlich des schweren Diebstahls. Das Mädchen wurde, trotz aller Beteuerungen, unschuldig zu sein, zum Tode verurteilt, gepfählt und lebendig begraben. Erst nach ihrem grausamen Tod kam die Wahrheit ans Tageslicht. An ihrem Grab sollen sich in der Folge zahlreiche Wunder ereignet haben. + 18.6.1290. Historischer Exkurs Im Mittelalter war das Begraben bei lebendigem Leibe eine Strafe, die bei schweren Vergehen auf Frauen angewandt wurde. Bevor die Verurteilte ganz zugeschüttet war, wurde sie "gepfählt", d.h. ihr wurde mit einem Pfahl oder einem Pfeil das Herz durchbohrt. Für Männer waren noch schrecklichere Todesarten vorgesehen.

BesonderheitenGewaltopfer

06.07.

Maria (Marietta, Marita)

Maria (Marietta) Goretti, eine der jüngsten Heiligen unserer Zeit, war das älteste von fünf Kindern einer armen Landarbeiterswitwe, die sich nach dem Tod ihres Gatten in einem Dorf in der Nähe von Nettuno im Süden Italiens für ihre Kinder abrackerte und doch nur gerade das Lebensnotwendigste für die Familie erarbeiten konnte. - Der 16-jährige Sohn des Pacht-herrn stellte dem auffallend schönen Mädchen, sie war erst 12 Jahre alt, schon lange nach. Marietta erzählte nichts davon ihrer Mutter, um sie nicht noch mehr zu belasten. An einem Sonntag, es war der 5. Juli 1902, kam es zur Katastrophe. Alessandro, so hieß der Knabe, versuchte Marietta Gewalt anzutun. Als sie sich verzweifelt wehrte, stach der Bursche im Jähzorn mit dem Messer auf das heftigen Widerstand leistende Mädchen ein. Verwundet durch 14 Messerstiche wurde die Schwerverletzte ins Krankenhaus gebracht, wo sie am Tag darauf starb. Noch in der Todesstunde hat sie ihrem Mörder verziehen. - Ihre Heilig-sprechung am 24. Juni 1950 auf dem Petersplatz, im Beisein der alten Mutter, war eine der berührendsten Kanonisationsfeiern. Der junge Mörder aber hatte keinerlei Reue gezeigt und das Urteil - 30 Jahre Zwangsarbeit - gelassen hingenommen. Erst nach Jahren - er gab an, Marietta sei ihm im Traum erschienen - wurde ihm seine Tat wirklich bewusst. Nach seiner vorzeitigen Entlassung im Jahr 1928 wurde er Laienbruder im Kapuzinerorden.

BesonderheitenGewaltopfer

06.07.

Maria Theresia (Marie Theres, Maresa, Marisa)

Maria-Theresia Ledochowska, war eine österreichische, polnisch-stämmige Gräfin, die ihr Leben ganz der Missionierung Schwarzafrikas verschrieben hatte. Unermüdlich kämpfte sie gegen die Sklaverei und rief die gegen die Sklaverei gerichtete "Petrus-Claver-Solidarität" ins Leben. Die "Mutter der Schwarzen" kam später nach Europa zurück, richtete mehrere Druckereien ein und gab religiöse Schriften über und für Schwarzafrika heraus. Auch durch Vorträge förderte und unterstützte sie die Missionen. + 6.7.1922.

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

08.07.

Maria

Maria ("Mitzerl") Lichtenegger verlebte ihre Kindheit in St. Marein nahe der steirischen Landeshauptstadt Graz. Ihr Leben war so voller Unschuld, dass man hätte meinen können, sie sei ein Engel. Eines Tages erzählte das junge Mädchen, dass Jesus, als sie vor dem Tabernakel kniete, zu ihr gesprochen habe: "Mein Kind, wenn die schönsten Blumen blühen, die Lilien und Rosen, dann wirst du bei mir sein." Und so kam es dann auch. Im Mai 1923, sie war noch nicht 17 Jahre alt, erkrankte das Mädchen schwer. Sie musste die schlimmsten Schmerzen erdulden, doch alles ertrug sie gottergeben, immer mit einem freundlichen Lächeln für die Mitmenschen auf den Lippen. Bevor sie am 8. Juli 1923 starb, sagte sie noch: "Ich weiß, ich muss sterben, aber der Gedanke, zu meinem lieben Jesus zu kommen, erfüllt mein Herz mit Freude."

StandKind
BesonderheitenMystikerin

17.07.

Gabriella (Gabriela, Gabrielle, Gabriele), Charlotte (Carlotta), Angelika (Angélique), Marianne (Marie-Anne)

Gabriella Croissy, Charlotte Thouret, Angelika (Angélique) Roussell und 13 Gefährtinnen mussten als Märtyrinnen der Französischen Revolution zu Compiègne ihr Leben lassen. Die Karmelitinnen von Compiègne waren schon zu Beginn der Verfolgungen aus ihrem Kloster vertrieben worden und lebten nun versteckt in kleineren Gruppen zusammen. Am 22.Juni 1794, während der Zeit der Schreckensherrschaft ("La Grande Terreur") unter der Führung von Maximilien Robespierre, wurden 16 Schwestern aufgegriffen, verhaftet und in Ketten (!) gelegt, dann plötzlich nach Paris überstellt. Die Hände auf den Rücken gebunden, wurden die Ordensfrauen auf harte Pferdewagen geworfen und auf der Fahrt in die Hauptstadt von den bewaffneten Begleitern pausenlos schikaniert. Im Pariser Gefängnis litten sie unter Hunger und Durst und mussten die täglichen Quälereien der sadistischen Bewacher über sich ergehen lassen. Von einem Revolutionstribunal wurden sie am 17. Juli 1794 zum Tode ver-urteilt und noch am selben Tag durch das Schafott hingerichtet; Auf dem Blutgerüst beteten die Ordensfrauen gemeinsam, erneuerten Taufgelöbnis und Ordensgelübde. Dann mussten sie, eine nach der anderen, ihr Haupt unter das Fallbeil legen.

BesonderheitenMärtyrerin

22.07.

Maria

Maria von Bethanien war die Schwester von Martha und Lazarus. Möglicherweise hat sie Jesu Haupt und Füße gesalbt (reuigen Sünderin?). Sie wird oft - wohl fälschlich- mit Maria Magdalena gleichgesetzt. - Vielleicht war Maria, als sie ein uneheliches Kind erwartete, was als großes Vergehen galt, von einem Mann, den sie geliebt hatte, allein gelassen worden. (Jesus sagte: "Ihre Sünden sind ihr vergeben, denn sie hat viel geliebt."). Ein Mädchen, das von einem Mann verlassen wurde, zu dem sie engere Beziehungen gehabt hatte, war gesell-schaftlich erledigt; selbst auf ein vergewaltigtes Mädchen traf dies zu. - Jesus trat dieser verlogenen "Moral", als eine Ehebrecherin gesteinigt werden sollte, mit den Worten entgegen: "Wer von euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein!" - Die Männer aber schwiegen und gingen beschämt hinweg.

BesonderheitenBiblische Gestalt

27.07.

Maria Graziella

Maria-Graziella Tarallo, Mystikerin und Seherin zu Neapel, beendete ihr Leben im Rufe der Heiligkeit. + 27.7.1912.

StadtNeapel
BesonderheitenMystikerin

05.08.

Eva Maria

Eva-Maria Buch, 1921 in Berlin geboren, stammte aus einer sehr religiösen katholischen Familie. Sie arbeitete in ihrer Heimatstadt als Buchhändlersgehilfin. Aus ihrer humanistisch-christlichen Einstellung heraus lehnte die junge Frau den Nationalsozialismus ab und schloss sich der Widerstandsgruppe Schulze-Boysen an. Wegen "Verbreitung illegaler Schriften" wurde sie von der Gestapo verhaftet und, erst 22 Jahre alt, nach einem demütigenden Prozess in Berlin-Plötzensee am 5.August 1943 hingerichtet.

StadtBerlin
Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

09.08.

Maria-Anna (Marianne)

Maria-Anna (Marianne) Cope aus Heppenheim in Hessen wollte ihr Leben den Leprakranken opfern und ging nach Molokai, auf die Insel der Aussätzigen. Sie starb dort im hohen Alter von 80 Jahren. + 9.8.1918.

12.09.

Maria (Marika, Marilyn, Marlies, Marion, Maja, Mara, Marietta, Mariella, Marita, May, Marina, Mascha, Meika, Maruschka, Molly, Maureen u.a.)

Maria, Namensfest: : Die Einführung des Festes "Mariä Namen" hängt eng mit der österreichischen Geschichte zusammen. Es wurde zwar schon um 1500 in Spanien gefeiert, aber erst Papst Innozenz XI. führte es zum Dank für die Befreiung Wiens (und damit des christlichen Abendlandes) von der Türkengefahr - durch die Schlacht am Kahlenberg am 12. September 1683 - noch im selben Jahr für die gesamte katholische Kirche ein. Das Fest "Maria Namen" ist nicht nur Namenstag für alle, die Maria heißen, sondern auch für die zahlreichen von Maria abgeleiteten Namensformen . Bauernregeln: "Zu Maria Namen, sagt der Sommer "Amen"!" "An Maria Namen kommen die Schwalben z'sammen."

BesonderheitenBiblische Gestalt

05.10.

Maria

Maria Faustina Kowalska (Taufname: Elena), 1905 in Glogowiece (Polen) geboren, war ein lebhaftes und begabtes Kind. Doch wegen der Armut der Eltern konnte sie nur die ersten Klassen der Grundschule besuchen. Als junges Mädchen verspürte sie den Wunsch, in ein Kloster einzutreten und ihr Leben ganz Gott zu weihen; doch die Eltern waren damit nicht einverstanden. 1924 erhielt sie dann doch die Erlaubnis und wurde schließlich in die „Kongregation der Muttergottes von der Barmherzigkeit“ in Warschau aufgenommen. Nach der Ablegung der Gelübde lebte sie in Klöstern in Krakau, Plozk und Wilna und war als Köchin, Gärtnerin und Pförtnerin tätig. Sie führte ein stark verinnerlichtes Leben mit mystischem Charakter und erlebte zahlreiche Visionen, deren Inhalt sie auf Anraten ihres Beichtvaters unter dem Titel „Die göttliche Barmherzigkeit in meiner Seele“ aufzeichnete. Die Mystikerin starb am 5. Oktober 1938 in Krakau, erst 33 Jahre alt, mit dem Wunsch, Gott ihre Seele als Opfergabe für die Sünder darzubringen.

06.10.

Maria Nicola (Nicoletta)

Maria–Nicola (Nicoletta) Gallo (On: Sr. Maria Francesca von den 5 Wunden) wurde oft wegen ihrer besonderen Religiosität von ihrer Umgebung als Betschwester verspottet und hatte viel unter ihrem jähzornigen Vater zu leiden. Nach dem frühen Tod der Mutter hielt sie nichts mehr im Elternhaus. Sie trat, ihrer Berufung folgend, in das Franziskanerkloster in Neapel ein. + 6.10.1791.

07.10.

Rosa Maria (Rosemarie, Rosario, Rosaria, Romy)

Rosenkranzfest (Gedenktag Unserer Liebe Frau vom Rosenkranz), Rosa Maria, Rosario: Das zum Dank für den Sieg des Don Juan d'Austria am 7. Oktober 1571 über die türkische Flotte, der eine Beherrschung des westlichen Mittelmeers durch die Osmanen verhinderte, eingeführte Fest wurde 1716 auf die ganze katholische Kirche ausgedehnt. - Der Einführung des Rosenkranzfestes geht aber eine lange Tradition voraus. Seit dem Hochmittelalter galt die Rose als Symbol für die Gottesmutter, die Dornen sah man als Sinnbild für die Sünde und das Leid in der Welt an. Man nannte Maria "Rose ohne Dornen". Das bekannte Adventlied "Maria durch ein Dornwald ging" beinhaltet die allegorische Schilderung, wie Maria das göttliche Kind in die sündige und leidvolle Welt hineinträgt und ihr so die Erlösung bringt. - Das Rosenkranzgebet ent-wickelte sich aus Anrufungen, die zur besonderen Verinnerlichung mehrmals wiederholt wurden. Zum Abzählen der Wiederholungen benützte man Gebetsschnüre mit Knoten oder Perlen. Im 13.Jhdt nannte ein Mönch dieses Gebet einen "Kranz geistlicher Rosen". Davon leitete man später das Wort "Rosenkranz" ab. Seit 1493 ist das Rosenkranzgebet, mit je zehn Anrufungen pro Gesetzlein, im Wesentlichen gleich geblieben. Es soll dem Menschen helfen, sich meditativ in sich selbst zu versenken. .

11.10.

Manuela Maria Soledat

Manuela Bibiana Torres Acosta (Ordensname: Sr.Maria Soledad d.i. "Maria von der Einsamkeit"), 1826 in Madrid geboren, war die Gründerin der Kongregation "Mägde Mariens, Dienerinnen der Kranken", die sie bis ans ihr Lebensende leitete. Die Schwestern der Ordensgemeinschaft wirken heute in fast allen Teilen der Welt, besonders aber in Lateinamerika. Die Ordensgründerin starb am 11.Oktober 1887 in Madrid.

StadtMadrid
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

22.10.

Blandina-Maria

Blandina-Maria Ridder, 1871 in Düren in Westfalen geboren, war Ordensschwester geworden, da sie glaubte, als Krankenpflegerin den Menschen am besten helfen zu können. Im Bürgerspital zu Köln wurde sie 1898 als erste Röntgenschwester eingestellt. Lange Zeit übte sie ihren Dienst mit Freunde aus und war vom Fortschritt in der Medizin begeistert. Damals wusste man noch nichts von den schädlichen Auswirkungen der Röntgenstrahlen, und so konnte, als die Schwester zu kränkeln begann, kein Arzt, herausfinden, was die Ursache ihres Leidens war. Mit bewundernswerter Geduld und Ergebung in Gottes Willen ertrug sie all die Schmerzen, von denen sie niemand befreien konnte. Am 22. Oktober 1916 wurde das erste Opfer der Röntgenstrahlen von ihrem geheimnisvollen Leiden durch den Tod erlöst.

StadtFreising
Besonderheiten20. Jahrhundert Sozialengagement

21.11.

Maria Opferung

Gedächtnis Unserer Lieben Frau in Jerusalem (Mariä Opferung) ist das Gedenken an den Tag, als Anna und Joachim (zum erstenmal werden hier im - apokryphen - Evangelium die Eltern Mariens mit ihrem Namen genannt) ihr dreijähriges Kind in den Tempel brachten, um es Gott zu weihen. Das Fest wurde 1166 zum erstenmal erwähnt.

22.12.

Marian

Marian der Schotte lebte als Inkluse am Mainzer Dom. Er verfasste eine Weltchronik, deren Original in der Vatikanischen Bibliothek aufbewahrt wird. + 22.12.1082 (1083?).

Datum: 12.12.

12.12.

Dietrich (Dieter, Dirk)

Dietrich (Theoderich), Mönch in der Reformabtei Gorze in Lothringen, wurde um 1082 zum Abt des Klosters in Kremsmünster (Oberösterreich) berufen, in dem er erfolgreich die Hirsauer Reform durchführte. Als Bischof Altmann von Passau (9.8) während des Investiturstreits von Kaiser Heinrich IV. aus seiner Bischofsstadt vertrieben wurde, fand er Zuflucht in Kremsmünster. + an einem 12..12. bald nach 1082

LandEuropa
BesonderheitenReformer

12.12.

Hartmann

Hartmann von Brixen, Propst in Herrenchiemsee, war von Markgraf Leopold III. von Österreich (siehe 15.11.) nach Klosterneuburg berufen worden. Wegen seiner Erfolge als Reformer wurde der Geistliche schließlich zum Bischof von Brixen erhoben. Er erneuerte auch hier überaus erfolgreich - vor allem durch sein eigenes Vorbild - das religiöse Leben. Der Ruf des großen Mannes drang weit über die Grenzen von Tirol und Österreich hinaus. + 23.12.1164.

StandBischof
StadtBrixen
BesonderheitenReformer

12.12.

Johanna (Hanna, Hannah, Jana, Janina, Janine, Joana, Joanna, Gianna, Jenny, Jovanka, Jeannette, Ivana)

Johanna Franziska von Chantal; stand nach 9 Jahren glücklicher Ehe, als ihr Gatte durch einen Jagdunfall ums Leben gekommen war, mit vier kleinen Kindern allein da. Von dem Schicksalsschlag zutiefst erschüttert, widmete sie sich ganz ihren Kindern und Werken der Barmherzigkeit. Nachdem sie im Jahr 1604 Franz von Sales (siehe 24.1.), den charismatischen Bischof von Genf, kennengelernt hatte, entwickelte sich zwischen beiden eine innige geistige Freundschaft. Gemeinsam gründeten sie den Orden "Von der Heimsuchung Mariä", deren Mitglieder heute meist "Salesianerinnen" genannt werden. Er sollte Mädchen und Frauen die Möglichkeit geben, ein gottgefälliges Leben zu führen, ohne strenge Ordensregeln erfüllen zu müssen. Die Schwestern kümmer(te)n sich um Arme und Kranke, die sie in deren Wohnungen und Häusern aufsuch(t)en. Schwere körperliche Leiden machten die letzten Lebensjahre der Johanna von Chantal zu einem Martyrium. Doch sie ertrug alles, ohne zu klagen, mit einer immer gleich bleibenden Sanftmut. Sie hatte ihr Leben in die Hände Gottes gelegt und sah jeden Schmerz als Prüfung an. Nach einem schweren, aber erfüllten Leben starb die Dulderin am 13.Dezember 1641. Franz von Sales hat einmal über Johanna geschrieben: "Ich habe in Madame de Chantal jene vollkommene Frau gefunden, die Salomon in Jerusalem gesucht, aber nicht gefunden hat." Historisches: Die im Mittelalter entstandenen Orden waren meist beschauliche Orden, für die das Gebot "Bete und arbeite" galt. Dazu kamen dann die Bettelorden. Erst in der Zeit der Gegenreformation (16./17. Jhdt) änderte sich das vollkommen. Jetzt wurden zahlreiche Orden ins Leben gerufen, die sich soziale Tätigkeit, vor allem Krankenpflege und Unterricht, zur Aufgabe machten. So entstanden die Orden der Ursulinen, der Barmherzigen Brüder und Schwestern und zahlreiche andere, die mitten unter den Menschen wirkten.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

12.12.

Konrad (Corrado)

Konrad (Corrado) von Offida, geboren 1237, trat bereits mit 15 Jahren in das Franziskaner-Kloster in Ascoli Piceno (Mittelitalien) ein. Er verzichtete auf seinen Besitz, brach sein Studium ab, entsagte Freunden und Familie und zog als Almosensammler durch die Straßen der Stadt. Vom Charisma des jungen Ordensmannes angezogen, strömten Scharen von Menschen zu seinen Predigten. Man nannte Konrad bald den „zweiten Franziskus“. + 12.121306.

12.12.

Vicelin (Witold, Wetzel)

Vicelin war 1126 von Norbert von Xanten zum Priester geweiht worden. Kurz darauf wurde ihm vom Erzbischof von Bremen der Auftrag erteilt, bei den Wenden in Ostholstein zu missionieren. + 12.12.1154..