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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Stand: Adel Orden- und Klosterleben

03.01.

Adele

(Adula), die Witwe eines Edelmannes, trat nach der Ermordung ihres einzigen Sohnes in das von ihr gegründete Kloster Pfalzel bei Trier ein. Später wurde sie dessen Äbtissin. + 24. 12.(?) um 734.

27.01.

Alrun (Adelrun, Alraune),

Alrun (Adelrun, Alraune), Gräfin von Cham, führte als Witwe in einer Zelle nahe dem Kloster Niederaltaich (Niederbayern) ein Leben der Zurückgezogenheit, des Gebets und der Wohltätigkeit. Für die einfachen Menschen, die großes Vertrauen zu ihr hatten, war sie eine gesuchte Ratgeberin und Trösterin. + 27.1.1045.

28.01.

Caroline (Carola, Karla)

Caroline de Malberg, eine nicht sehr glücklich verheiratete Frau aus Metz (Lothringen), gründete 1872 für weltliche Frauen, die lernen wollten, sich zu vervollkommnen, ihre Kinder richtig zu erziehen und den christlichen Geist in ihrer Familie zu fördern, die "Gesellschaft der Töchter des hl Franz von Sales". + 28.1.1891.

StadtMetz
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

30.01.

Adelgunde

Adelgunde stammte angeblich aus dem merowingischen Königshaus. Sie war Gründerin und Äbtissin des Klosters Maubeuge (F). + an einem 30.Januar um 700.

30.01.

Balthilde

Balthilde war von Wikingern als kleines Mädchen aus ihrer englischen Heimat entführt und in Gallien als Sklavin verkauft worden. 641 kam sie als Magd des Haushofmeisters an den fränkischen Königshof. Der jugendliche König Chlodwig II. wurde auf das Mädchen aufmerksam und war von ihrem anmutigen Wesen so sehr beeindruckt, dass er sie 649 zu Gemahlin nahm. Als der König bereits 657 starb, übernahm die junge Königin für den unmündigen Sohn, den späteren Lothar III., die Regentschaft. Balthilde sorgte während dieser Jahre für Notleidende und Kranke, ließ zahlreiche Klöster reformieren, gründete die später berühmt gewordenen Abteien Corbie und Chelles - und verbot die Sklaverei im Fränkischen Reich. Doch die sozial denkende Königswitwe wurde 675 von dem berüchtigten Hausmeier Ebroin, der mit ihrer Politik nicht einverstanden war, und einer Gruppe von aufständischen Adeligen gestürzt und in das Kloster Chelles eingewiesen, wo sie, wohltätig bis an ihr Lebensende, am 30.Januar 689 zur ewigen Ruhe einging.

30.01.

Jacinta

Jacinta Clarissa Marescotti (On: Sr.Hyazintha), das eitle Töchterlein eines Grafen, trat, weil die Eltern es so wollten, in Viterbo in ein Kloster ein. Dort lebte sie gleichgültig dahin, immer unzufrieden und auf ihre hohe Abkunft pochend. Die Heilung von einer schweren Krankheit änderte das Leben der jungen Ordensfrau von Grund auf. Sie gründete und betreute nun mit großem Einsatz wohltätige Vereine, sammelte Almosen, kümmerte sich um Gefangene, um Kranke und hilflose alte Menschen, die mit ihrer Unterstützung in einem Spital untergebracht wurden. Sie starb nach einem Leben, das ihr doch noch die Erfüllung gebracht hatte, am 30.Januar 1640.

BesonderheitenSozialengagement

11.02.

Theodora (Fedora)

Theodora die Jüngere war seit 830 Gattin des oströmischen Kaisers. Nach seinem Tode führte sie mit viel Geschick die Regentschaft für ihren minderjährigen Sohn und verstand es, den Frieden aufrecht zu erhalten. Nach ihrem Rücktritt lebte sie in Zurückgezogenheit in einem Kloster. + 11.2.867

StadtKonstantinopel

12.02.

Benedikt (Bengt, Bent, Bennet, Benedetto, Benito)

Benedikt von Aniane, der bedeutende Reformator der fränkischen Klöster, wird der "erste große Mönchsvater germanischer Abstammung" genannt. Eigentlich hieß er Witiza und war der Sohn eines westgotischen Adeligen in Aquitanien (Südfrankreich). Nach seiner Erziehung am fränkischen Königshof und dem anschließenden Kriegsdienst trat Witiza/Benedikt in ein Kloster ein. Bereits sechs Jahre später (779) gründete er auf seinem eigenen Besitz in der Nähe der Stadt Montpellier das Kloster Aniane. Von hier sollte bald die Reform sämtlicher Klöster im Frankenreich ausgehen. Als Grundregel übernahm Benedikt von Aniane die Ordensregel seines Namenspatrons Benedikt von Nursia ("Ora et labora!" d.h. "Bete und arbeite!"), die auf späteren Synoden zur im Frankenreich allein geltenden erklärt wurde. Auf Benedikts Reformwerk konnte später die große cluniazensische Klosterreform aufbauen. + 11.2.821. .

StadtAniane, Montpellier
BesonderheitenOrdensgründer

17.03.

Gertrud (Gertraud)

Gertrud (Gertraud), eine Tochter des einflussreichen fränkischen Hausmeiers Pippins des Älteren, lehnte eine glänzende Heirat ab und trat in das von ihrer Mutter Ida (siehe 8.5.) gestiftete Kloster Nivelles ein, dessen Äbtissin sie später wurde. Die überaus intelligente Frau eignete sich eine für die damalige Zeit ungewöhnlich hohe Bildung an und war auch als Schriftstellerin und Lehrerin tätig. Besonders bemühte sie sich, der weiblichen Jugend Wissen und Fertigkeiten beizubringen. Einer Legende nach soll Gertrud durch ihr Gebet das Land von einer Mäuseplage befreit und die Ernte und damit viele Menschen vor dem Hungertod gerettet haben. + 17.3. 659. - St. Gertraud ist Schutzheilige der Gärtner, der Feld- und Wiesenfrüchte sowie gegen Ratten- und Mäuseplagen. Bauernregel: „Sankt Gertraud den Garten anbaut.“ „Es führt St. Gertraud die Kuh zum Kraut, die Biene zum Flug und die Pferde zum Zug.“ „St. Gertraud mit der Maus treibt die Spinnerinnen aus dem Haus.“ (d.h. die Feldarbeit beginnt) „Bringt St. Gertraud noch Eis, wird der ganze Sommer nicht heiß.“

24.03.

Karin (Katharina, Karen, Kaja)

Katharina (Karin) von Schweden wurde im Jahre 1331 als Tochter der heiligen Brigitta (23.7.) geboren. Mit 14 Jahren wurde sie, wie damals üblich, verheiratet. 1349, sie war jetzt 18 Jahre alt, begleitete Karin ihre Mutter nach Rom, wo die Schönheit der Nordländerin bei vielen Römern offene Bewunderung hervorgerufen haben soll. In Rom erreichte sie die Nachricht, dass ihr Mann plötzlich gestorben sei. Die junge Witwe beschloss daraufhin, bei ihrer Mutter zu bleiben, der sie nun 23 Jahre lang als treue Weggefährtin zur Seite stand. Nach dem Tode der Mutter brachte Katharina unter größten Schwierigkeiten deren sterbliche Überreste in die schwedische Heimat nach Vadstena, wo die Verstorbene 30 Jahre zuvor das erste Kloster des von ihr ins Leben gerufenen „Erlöserordens“ hatte erbauen lassen. Katharina/Karin wurde hier Äbtissin. + 24.3.1381

08.06.

Marie

Marie, Gräfin Droste zu Vischering (On: Maria vom Göttlichen Herzen) war wegen eines Rückenmarkleidens jahrelang ans Bett gefesselt. Trotzdem erfüllte sie die ihr gestellten Aufgaben als Oberin und machte ihr Kloster zu einem geistigen und geistlichen Mittelpunkt. + 8.6.1899.

11.06.

Jolentha (Jolanthe, Jolantha)

Jolenta (Jolanthe), Tochter von König Béla IV. von Ungarn, trat nach dem Tode ihres Gemahls, eines polnischen Herzogs, als Büßerin in ein Kloster ein. + 11.61298

BesonderheitenBüßerin

20.06.

Mafalda

Mafalda, eine portugiesische Königstochter, konnte in ihrem Land erfolgreich mehrere Klöster reformieren und trat dann, ebenso wie ihre Schwestern Sancha (Sancia) und Teresa in ein Kloster ein. + 1256

07.07.

Edda (Edelburga, Ethel, Etta)

Edelburga (Edda, Ethel) war die Tochter des Königs von Essex (GB). Sie kam nach Frankreich und wurde Ordensfrau (später Äbtissin) im Kloster Faremoutier. + Ende 7.Jhdt.

24.07.

Sieglinde (Siglind, Selinde)

Sieglinde (Siglind, Selinde) lebte im 7. Jhdt und stammte aus einer adeligen Familie in Aquitanien in Südfrankreich. Nach dem frühen Tod ihres Gatten wurde sie Diakonissin (Seelsorgerin) und später Äbtissin im Kloster Troclar. "Sie diente den Mitmenschen in aller Demut"

16.09.

Edith (Edgitha, Editha)

Edith (Edgitha) von Wilton war die Tochter von König Edgar. Als ihr Bruder ermordet worden war, sollte sie Königin werden. Sie lehnte dieses Ansinnen jedoch ab, denn sie lebte lieber in der Stille des Klosters. Sie starb, erst 33 Jahre alt, am 16.September 984.

19.09.

Wilhelmine (Wilhelmina, Wilhelma, Wilma, Vilma, Helma)

Wilhelmine von Villefranche (On: Sr.Maria Wilhelma), 1787 geboren, war das leichtlebige Töchterlein des Grafen de Rodat. Angesichts einer Fronleichnamsprozession machte sie mit 18 Jahren eine spontane Wandlung durch. Ihren Wunsch, in ein Kloster einzutreten, konnte sie zunächst nicht verwirklichen, da man ihn nur für eine Laune der als leichtfertig bekannten Grafentochter hielt. Doch Wilhelmine gab deswegen nicht auf, der Bruch mit dem bisherigen Leben war endgültig. So begann sie auf eigene Initiative hin, gemeinsam mit drei anderen Mädchen, in ihrem Haus verwahrloste Kinder zu unterrichten. Die jungen Frauen, denen sich bald andere anschlossen, machten auch Hausbesuche bei einsamen Menschen und widmeten sich immer mehr der Hauskrankenpflege. Sie besuchten außerdem Gefangene und nahmen sich "gefallener" Mädchen an. Aus dieser anfangs rein privaten Tätigkeit entwickelte sich schließlich in dem südfranzösischen Städtchen Villefranche das "Institut von der Heiligen Familie", dessen erste Oberin Wilhelmine de Rodat wurde. Sie starb nach einem erfüllten Leben am 19.September 1852.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

26.09.

Justine

Justine, die Tochter eines heidnischen Priesters in Nicomedien (heute Izmid/Türkei), war Christin geworden. Sie starb um das Jahr 304 als Märtyrin.

StadtAmiens
BesonderheitenKirchenlehrerin

27.09.

Hiltrud (Heltraud)

Hiltrud (Heltraud) entstammte dem fränkischen Hochadel. Sie schlug die Hand des mächtigen Burgunderfürsten aus und zog ein Leben strengster Askese in einer Zelle in der Nähe des Klosters in Lissiès im Hennegau (heute Belgien) vor. + um 790.

09.10.

Emanuela

Emanuela Theresia von Wittelsbach, Tochter des bayrischen Kurfürsten, lebte in strengster Askese als demütige Ordensfrau im Angerkloster in München. + 9.10.1750.

15.10.

Aurelia

Aurelia von Regensburg lebte als Reklusin beim Kloster St.Emmeran. Sie soll eine Tochter des Grafen von Paris gewesen sein, die vor einer Heirat geflohen war, um ihre Jungfräulichkeit zu bewahren. + 15.10 1027(?).

20.10.

Wendelin

Wendelin soll der Legende nach ein schottischer Königssohn gewesen sein, der auf der Rückreise von einer Pilgerfahrt nach Rom in die Gegend von Trier kam und hier verblieb. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, musste er sich bei einem reichen Grund-herrn als Hirte verdingen. Immer wieder soll er mit der Herde zu einem weit vom Landgut entfernten Berg gezogen sein, wo er in der Einsamkeit ungestört zu Gott beten konnte. Als der Dienstherr einmal an dem vom Hirten bevorzugten Weideplatz vorbeikam, wurde er sehr zornig, weil er glaubte, dass Wendelin mit der Herde von so weit weg abends nicht rechtzeitig zu Hause sein könne. Doch, so berichtet die Legende weiter, als der Grundherr nach Hause kam, war Wendelin mit seiner Herde schon längst da. Nun erkannte der Gutsherr, dass dieser Viehhirte ein ganz besonderer Mensch war. Um ihm eine Freude zu bereiten, erbaute er für den Fremden in der Nähe des Landgutes eine Einsiedlerzelle. Hier konnte Wendelin in Frieden leben und sich ganz dem Gebet und der Besinnung hingeben. Als Mönche des nahe gelegenen Klosters Tholey von dem frommen Mann hörten, baten sie ihn, ihr Abt zu werden. So soll er fortan im Kloster gelebt haben, wo er im Jahr 617 starb. An seiner Begräbnisstätte entstand bald die Wallfahrtskirche Sankt Wendel, die im Lauf der Zeit von Tausenden von Pilgern aufgesucht wurde. An der Wallfahrtskirche entstand die Stadt St.Wendel (im Saarland). Wendelin zählt zu den besonders volkstümlichen Heiligen und ist Patron der Bauern, Hirten, Schäfer, des Viehs sowie Schutzheiliger gegen Viehseuchen. Wendelin-Kirchen gibt es sogar in Afrika, Lateinamerika und in China. Bauernregel: "Lacht Wendelin mit Sonnenschein, wird wenig Schnee vor'm Christfest sein." .

StadtRom Trier Tholey St. Wendel

13.11.

Stanislaus

Stanislaus Kostka war ein junger polnischer Edelmann. 1564 war er mit einem älteren Bruder zum Studium ins Jesuitenkolleg nach Wien gekommen. Bald schon erwachte in dem 14-jährigen der Wunsch, dem Jesuitenorden beizutreten. Weil er aber nicht in den Orden eintreten durfte - die Eltern waren dagegen und ohne ihre Zustimmung war eine Aufnahme nicht möglich - floh der Junge aus Wien und kam nach einer langen, entbehrungsreichen Flucht nach Rom, wo er schließlich, inzwischen 17 Jahre alt, endlich in den Jesuitenorden aufgenommen wurde. Binnen kurzer Zeit hatte sich der junge Pole wegen seines fröhlichen, bescheidenen und hilfsbereiten Wesens die Herzen der Mitbrüder erobert. Doch er starb bereits nach nicht einmal einem Jahr als Novize am 15.August 1568.

07.12.

Fara (Farah)

Fara(h) stammte aus einer burgundischen Adelsfamilie. 40 Jahre lang leitete sie als Äbtissin pflichtbewusst das östlich von Paris gelegene Kloster Evory, das nach ihrem Tod in Faremoutier umbenannt wurde. Farah starb im Jahr 656. Jahrhunderte nach dem Tod der Äbtissin wurde eine blinde Ordensfrau bei der Berührung der Reliquien sehend.

10.12.

Emma (Imma)

Emma (Imma) von Würzburg, die Tochter des letzten Stammesherzogs der Thüringer, war als Wohltäterin bekannt. Sie schenkte ihre Feste Marienburg dem Glaubensboten und ersten Bischof von Würzburg, Burkhard, damit er dort ein Kloster errichte. Ihr ganzes Leben lang sorgte sich die Herzogstochter um Hilfsbedürftige. Ihr Erdendasein beendete sie als bescheidene und bedürfnislose Ordensfrau im Kloster Karlsburg in Mainfranken. + 10.12.(?) um 750. (Gedächtnis auch am 25.11.)

13.12.

Ottilia (Ottilie, Odilia, Odile)

Ottilia (Odilia, Odile) von Hohenburg war die Tochter eines elsässischen Herzogs. Da sie blind geboren wurde, verstieß sie der Vater. Doch als das Mädchen die christliche Taufe empfing, wurde es sehend. Der Vater schenkte ihr nach einem Gesinnungswandel später die Hohenburg bei Straßburg, wo Ottilia ein Kloster errichten ließ, in das sie selber eintrat. Als Äbtissin erlangte sie großes Ansehen. Um das Jahr 720 war ihre Lebensuhr abgelaufen. Ottilias Grab wurde zu einer viel besuchten Wallfahrtsstätte. Die hl Äbtissin wurde zur Patronin des Elsaß und zur Patronin der Blinden und Blindenheime sowie gegen Augenkrankheiten erhoben.

14.12.

Johannes

Johannes vom Kreuz kam 1542 in der spanischen Provinz Kastilien zur Welt. Der adelige Vater hatte ein einfaches Mädchen geheiratet und war deshalb von seiner Familie verstoßen worden. Der Mann aus dem Adelsstand, der seine Heirat trotzdem nicht bereute, musste sich seinen Lebensunterhalt, auch wenn er das als sehr demütigend empfand, als Weber verdienen. Für den Sohn Juan (Johannes) schien die Laufbahn eines armen Handwerkers vorausbestimmt. Doch dieser arbeitete schon in frühester Jugend viel lieber als Krankenpfleger im nahen Spital von Medina del Campo. Da er sich dabei sehr geschickt anstellte und wegen seines liebevollen Umgangs mit den Kranken war er bald bei jedermann beliebt. Um sich ein bisschen Bildung anzueignen, besuchte der junge Krankenpfleger in den freien Stunden das örtliche Jesuitenkolleg. Im Jahr 1563 trat er - inzwischen 21 Jahre alt - in das Karmeliterkloster zu Medina del Campo ein. Da man hier sehr bald seine große Begabung erkannte, wurde Juan zum Theologie- und Philosophiestudium nach Salamanca geschickt. 1568 wurde er zum Priester geweiht. Mit größtem Missfallen beobachtete der junge Ordenspriester die Verfallserscheinungen im Karmeliterorden. Dessen Reform setzte er sich nun als sein Lebensziel. Aber genauso wie Teresa von Ávila (siehe 15.10.), die das selbe Ziel verfolgte, stieß er auf großen Widerstand. Er wurde sogar festgenommen und misshandelt. Weil er viele seiner Reformpläne nicht verwirklichen konnte, starb Johannes vom Kreuz enttäuscht und verbittert am 14.Dezember 1591. Erst nach seinem Tod wurde die Bedeutung des großen Theologen erkannt, dessen Pläne man auf so kurzsichtige Weise hintertrieben hatte.

BesonderheitenReformer

16.12.

Sturmius

Sturmius, der wahrscheinlich um 715 in Lorch im heutigen Oberösterreich geboren wurde, schloss sich 733/35 Winfried Bonifatius (siehe 5.6.) an und arbeitete als Glaubensbote bei den Hessen. 744 gründete er die später berühmt gewordene Abtei Fulda, als dessen erster Abt er das Kloster zur geistigen und wirtschaftlichen Blüte führte. + 17.12.779.

17.12.

Jolanda (Jolantha)

Jolanda (Jolantha), die fromme Tochter des Grafen von Vianden, erhielt erst nach vielen Schwierigkeiten von Seiten der Eltern die Erlaubnis, in das Kloster Marienthal (heute Luxemburg) einzutreten, wo sie später als Priorin die Abtei zur Blüte brachte. + 17.12. 1283.

30.12.

Elfrieda (Alfreda),

Elfrieda (Alfreda), eine englische Königstochter, lebte als jungfräuliche Klausnerin zu Croyland. + 30.12.(?) 834.

30.12.

Lothar

Lothar, Kaiser, Sohn Ludwigs des Frommen, hatte seinen Vater bekämpft und ihn sogar gefangen genommen. Doch er bereute sein Verhalten, entsagte der Herrschaft und zog sich als Büßer in ein Kloster zurück. + 29./30.12. 855.

BesonderheitenBüßer
Datum: 13.12.

13.12.

Edburga (Edda)

Edburga (Edda) war die hochgebildete Äbtissin von Minster (GB). Sie unterstützte (auch finanziell) das Missionswerk des Winfried Bonifatius in Deutschland. + 751

13.12.

Jodok (Jobst, Jost)

Jodok (Jobst, Jost) war der Sohn eines Fürsten aus der Bretagne. Um nicht die Nachfolge des Vaters antreten zu müssen, floh er von zu Hause und wurde Einsiedler. Er starb 668 oder 669.

StandAdel
BesonderheitenEinsiedler

13.12.

Lucia

Lucia (Luzia) war um 286 in Syrakus auf Sizilien zur Welt gekommen. Schon als Kind legte sie das Gelübde der Keuschheit ab (Im frühen Christentum hatte das Jungfräulichkeits-Ideal einen besonders hohen Stellenwert). Als Lucia ins heiratsfähige Alter kam, suchte ihre Mutter für sie einen Bräutigam aus einem vornehmen Haus aus. Dem Mädchen gelang es zunächst, die Verlobung immer weiter hinauszuzögern. Als die Mutter dann schwer erkrankte, überredete Lucia sie zu einer Wallfahrt zum Grab der hl Agatha in Catania. Da die Mutter daraufhin ganz plötzlich gesund wurde, erfüllte sie ihrer Tochter schweren Herzens den sehnlichsten Wunsch, zurückgezogen ein jungfräuliches Leben führen zu dürfen. Doch der Bräutigam war mit dieser Entscheidung keineswegs einverstanden. Gekränkt und in seinem männlichen Stolz verletzt, zeigte er die Braut beim Statthalter von Kaiser Diokletian als Christin an. Als die junge Frau sich trotz Kerkerhaft und Folterungen standhaft zu ihrem Glauben bekannte, starb sie im Jahr 304 als Märtyrin. Lucia ist Patronin der kranken Kinder, der reuigen Dirnen, der Sattler, Polsterer, Kutscher, Schneider, Näherinnen, Weber, Schreiber, Notare, Anwälte, Schuldiener, Türhüter sowie Schutzheilige gegen Augenleiden, Halsschmerzen, Infektionen, Blutfluss und Ruhr. Anmerkung: Im evangelischen Schweden hat sich bis heute der Brauch erhalten, am 13. Dezember das Fest der „Lichtbraut“ (Lucia bedeutet „die Leuchtende“) zu feiern. Weiß gekleidete Mädchen tragen einen Kranz mit brennenden Kerzen auf dem Kopf, einen zweiten in den Händen. Bauernregeln: „Kommt die heilige Lucia, so ist die Kälte auch schon da.“ „Geht zu Sankt Lucia die Gans im Dreck, so geht sie am Christtag auf Eis.“ „Sankt Lucia kürzt den Tag, so viel sie ihn nur kürzen mag.“ „An Sankt Lucia, ist der Abend dem Morgen nah.“

BesonderheitenGewaltopfer

13.12.

Ottilia (Ottilie, Odilia, Odile)

Ottilia (Odilia, Odile) von Hohenburg war die Tochter eines elsässischen Herzogs. Da sie blind geboren wurde, verstieß sie der Vater. Doch als das Mädchen die christliche Taufe empfing, wurde es sehend. Der Vater schenkte ihr nach einem Gesinnungswandel später die Hohenburg bei Straßburg, wo Ottilia ein Kloster errichten ließ, in das sie selber eintrat. Als Äbtissin erlangte sie großes Ansehen. Um das Jahr 720 war ihre Lebensuhr abgelaufen. Ottilias Grab wurde zu einer viel besuchten Wallfahrtsstätte. Die hl Äbtissin wurde zur Patronin des Elsaß und zur Patronin der Blinden und Blindenheime sowie gegen Augenkrankheiten erhoben.