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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Stand: Soldat

05.01.

Gerlach

Gerlach war ein niederländischer Ritter, der nur am Kriegsdienst Freude fand und ein ausgelassenes Leben führte. Doch dann erschütterte ihn der plötzlichen Tod seiner Gattin so sehr, dass er sein bisheriges Leben aufgab, nach Rom und Jerusalem pilgerte, jahrelang als Buße Kranke pflegte und zuletzt 14 Jahre lang zu Houthem nahe Maastricht (NL) in einer hohlen Eiche ein asketisches Leben führte. + 5.1.1172 (1177?).

StandSoldat
StadtMaastricht

12.01.

Ernst von Rom

Ernst (Ernestus) von Rom war vermutlich ein junger germanischer Soldat in römischen Diensten, der sich zum Christentum bekannte und zu einer nicht mehr feststellbaren Zeit das Martyrium erlitt. Der römische Märtyrer gilt auch als österreichischer Heiliger, denn seine Reliquien wurden 1694 dem Salzburger Erzbischof Ernst von Thun, der ihn als Namenspatron verehrte, übergeben. Sie befinden sich seither in der Dreifaltigkeitskirche in Salzburg.

StandSoldat
StadtRom Salzburg
BesonderheitenMärtyrer

20.01.

Sebastian

Sebastian, einer der volkstümlichsten Heiligen, soll ein junger Offizier der kaiserlichen Leibgarde in Rom gewesen sein. Als der Christenhasser Diokletian eines Tages erfuhr, dass der von ihm geschätzte Soldat ein Christ war, ließ er ihn verhaften, an eine Säule binden und von Bogenschützen mit zahllosen Pfeilen durchbohren. Als tot liegengelassen, wurde der noch Lebende von der christlichen Witwe Irene (siehe 21.2.) geborgen und gesundgepflegt. Als der tot Geglaubte später mutig vor den zutiefst erschrockenen Kaiser hintrat und ihn wegen seines grausamen Vorgehens gegen die Christen anklagte, wurde er in den Circus, die Rennbahn von Rom, abgeführt und von ehemaligen Soldatenkollegen mit Stöcken zu Tode geprügelt. Sebastian ist Patron der Sterbenden, gegen die Pest, Schutzheiliger der Eisenhändler, Töpfer, Zinngießer, Gerber, Soldaten und Kriegsinvaliden. + 20.1.288. Bauernregel: "Wenn am Baum anklopft der Bastl, steigt der Saft schon in die Astl." "Sebastian, je kälter und heller, Scheunen und Fässer desto völler."

StandSoldat
StadtRom
BesonderheitenMärtyrer

08.02.

Hieronymus (Geronimo, Girolamo)

Hieronymus (Girolamo) Aemiliani, 1486 in Venedig geboren, trat bereits mit 15 Jahren in den Kriegsdienst ein, wurde Offizier und später General. 1508 geriet er in Gefangenschaft, aus der er auf wunderbare Weise befreit wurde. Dies fasste er als Zeichen dafür auf, dass er sein Leben ändern sollte. Er verließ das Heer und rief die „Gesellschaft der Diener der Armen“ („Somasker“) ins Leben. In mehreren oberitalienischen Städten kaufte er Häuser und gestaltete sie in Waisen-, Armen- und Krankenhäuser oder in Internate um, die alle von Mitgliedern seines Ordens betreut wurden.. Dafür verwendete er sein ganzes Vermögen und wurde deswegen von vielen nur ausgelacht. + 8.2.1537.

StandSoldat
BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

10.03.

Die 40 Märtyrer zu Sebaste in Armenien waren junge christliche Soldaten und gehörten der zwölften römischen Legion an. Sie wurden zum Tod durch Erfrieren verurteilt und in einer bitterkalten Winternacht auf einem zugefrorenen Teich unbekleidet ausgesetzt. Nur einer der 40 soll abgefallen sein, doch, so heißt es, ein von der Standhaftigkeit der christlichen Männer beeindruckter Wachsoldat soll an seine Stelle getreten sein. ++ um 320. Lostag: "Wie's Wetter auf 40 Märtyrer fällt, so es sich noch 40 Tage verhält." "Vierzig Ritter mit Eis und Schnee, tun dem Ofen noch 40 Tage weh."

StandSoldat
BesonderheitenMärtyrer

23.04.

Georg: (Jörg, Jürgen, Jürg, Jörgen, Jürn, Jörn, Jöran, Giorgio)

Georg zählt zu den bekanntesten und am meisten verehrten Heiligen. Er ist einer der 14 Nothelfer und Patron zahlreicher Berufsstände. Doch seine Lebensgeschichte wurde so sehr mit Legenden ausgeschmückt, dass nur noch wenige fassbare Fakten übrigbleiben Georgius war Oberst einer römischen Legion und sogar Tribun, bis sein Herr, Kaiser Diokletian, herausfand, dass der von ihm so geschätzte Mann ein Christ war. Auf kaiserlichen Befehl wurde der verdiente Soldat festgenommen, gefoltert, und, da er seinen Glauben nicht verleugnete, auf ein Rad gebunden, um ihm die Knochen zu brechen. Zuletzt warf man den geschundenen Körper in eine Grube mit glühendem Kalk. Das Martyrium soll sich im Jahre 304 in Nicomedien (Kleinasien) zugetragen haben, nach anderen Quellen in Lydda in Palästina. - Kaiserin Alexandra (siehe 21.4.), so heißt es, die bei dem Martyrium als Zuschauerin anwesend war, zeigte sich von der Charakterfestigkeit des christlichen Offiziers so sehr beeindruckt, dass sie selber Christin wurde. St. Georg mag zwar wegen seines hohen Ranges bekannt geworden sein, aber seine große Popularität ist wohl der Tatsache zu verdanken, dass er zur mythischen Figur, zum „Drachentöter“, d.h. zum Besieger des Bösen (der Drache steht symbolisch für den Teufel) geworden ist. Daher wählten ihn die Ritter, die - zumindest in der Theorie - den Kampf gegen das Böse auf ihre Fahnen geschrieben hatten, zu ihrem Patron. So kam es absurderweise auch dazu, dass der kaiserliche Offizier, der für seinen Glauben gestorben war, als Schutzherr für die Ritter der Kreuzzüge herhalten musste, die in ihrem Wahn, gegen das Böse - in diesem Fall gegen die „Ungläubigen“ - kämpfen zu müssen, dem Ideal eines christlichen Rittertums (als Beschützer der Bedrängten und Schwachen) vollkommen entgegengesetzt waren. Der englische König und Kreuzzugsritter Richard Löwenherz erwählte Sankt Georg zu seinem persönlichen Schutzherrn; auf einer Synode von Oxford, 1222, wurde Ritter Georg zum Schutzpatron von ganz England erhoben; das Land Georgien im Kaukasus wurde nach Sankt Georg benannt. Nur seine Erwählung zum Bauernpatron hat mit Kampf und Krieg nichts zu tun, sie kam nur des Namens wegen zustande. Georgios bedeutet nämlich „der Landmann“. (Jörg, Jürg, Jürgen, Jörn) Bauernregeln: „Ist Georgi warm und schön, wird man raues Wetter sehn.“ „Wenn vor Georgi Regen fehlt, wird man hernach damit gequält.“ „Auf St. Georgs Güte stehn alle Bäum’ in Blüte.“ „Zu Georgi hinaus, zu Michaeli wieder nach Haus.“ „Ist zu Sankt Georg das Korn so hoch, dass sich ein Rabe darin verstecken kann, so gibt es ein gutes Getreidejahr.“ „Gewitter am Sankt Jürgentag folgt gewiss noch Kälte nach.“ „Die Wiese geht ins Heu, ist Sankt Jürgentag vorbei.“ „Zu Georgi blinde Reben, später volle Trauben geben.“

StandSoldat

04.05.

Florian

Florian, der wohl bekannteste und beliebteste österreichische Heilige, stammte aus (dem heutigen) Zeiselmauer in der Provinz Norikum und war in einer christlichen Familie aufgewachsen. Er hatte im römischen Heer eine hohe Offiziersstelle inne und war zuletzt zum Leiter der Kanzlei des kaiserlichen Statthalters in Lauriacum (dem heutigen Lorch in Oberösterreich), der Hauptstadt von Norikum, ernannt worden. Damit war er der höchste Beamte der Provinz.. Als unter Diokletian auch in Norikum Anhänger der christlichen Lehre ins Gefängnis geworfen wurden, wollte Florian den Unglücklichen helfen und plante ihre Befreiung. Bei dem Versuch, heimlich in den Kerker zu gelangen, wurde der Helfer aber festgenommen und vor den erstaunten Statthalter, seinen direkten Vorgesetzten, gebracht. Da Florian sich weigerte, seinem Glauben abzuschwören und den Göttern zu opfern, der Statthalter ihn aber wie die anderen Christen behandeln musste, wurde der Bekenner gefoltert und mit einem Mühlstein um den Hals am 4. Mai 304 in die Enns geworfen. Sein Leichnam wurde von der christlichen Witwe Valeria geborgen. Im 8. Jhdt ließen Passauer Bischöfe über der Begräbnisstätte Florians und der anderen Märtyrer von Lorch, für die er sein Leben eingesetzt und verloren hatte, das Stift Sankt Florian errichten. Der Märtyrer ist der Heilige der Bayern, Österreicher, Böhmen und Ungarn. Im 15.Jhdt wurde er zum Patron gegen Feuergefahr und Hochwasser auserkoren. Später wählte man den „Wasserkübelmann“ zum Schutzheiligen der Feuerwehr. Außerdem ist Florian Patron von Oberösterreich bzw. der Diözese Linz, von Bologna und Krakau, Patron der Kaminkehrer, der Schmiede, Seifensieder, Hafner, Bierbrauer und Böttcher (Fassbinder) sowie Schutzheiliger gegen Dürre, Sturm und für das Heilen von Brandwunden. + 4.5.304. Wetterregel: „Der Florian, der Florian, noch einen Schneehut tragen (oder: Schneemann setzen) kann!“ „Florian und Gordian (10.4.) richten oft noch Schaden an.“

StandSoldat
BesonderheitenMärtyrer

28.05.

Wilhelm (Willem, Wilke, Guillaume, Guglielmo, Guillermo, William, Vilmos)

Wilhelm von Aquitanien, ein Enkel von Karl Martell, war ein gefeierter Feldherr von Karl dem Großen im Kampf gegen den vorrückenden Islam, vor allem als Verteidiger der Spanischen Grenzmark. Trotz seiner großen militärischer Erfolge und obwohl er als einer der fähigsten Berater des Kaisers angesehen wurde, kehrte der Offizier dem Heer wie dem Hofleben den Rücken und trat 806 als einfacher Laienbruder in das von ihm gegründete Kloster Gellone in Südfrankreich ein, wo er bis zu seinem Lebensende am 28. Mai 812 die niedrigsten Arbeiten verrichtete. Anmerkung: Der ritterlich-höfische Epiker Wolfram von Eschenbach hat dem Staats- und Gottesmann, der das Musterbeispiel eines christlichen Ritters darstellte, mit seinem Versepos „Willehalm“ ein bleibendes Denkmal gesetzt

StandSoldat

22.06.

Achatius (Achaz)

Achatius (Achaz) soll im 2. Jhdt als angesehener Offizier im römischen Heer gedient haben. Als Kaiser Hadrian (117-138) Christenverfolgungen angeordnet hatte, kündigte er ihm die Treue auf und bekannte sich offen zum Christentum. Daher soll er (auf dem Berge Ararat?) - wie viele andere christliche Soldaten, die seinem Beispiel gefolgt waren - mit Dornen ausgepeitscht und gekreuzigt worden sein. Achatius zählt zu den 14 Nothelfern und ist Schutzheiliger in aussichtslosen Situationen, in Verzweiflung, bei schwerer Krankheit und in Todesangst

StandSoldat
BesonderheitenMärtyrer

14.07.

Camillo (Camillus, Kamillus)

Camillo (Kamillus) de Lellis wurde 1550 als Sohn eines Offiziers in der Nähe der Stadt Pescara an der Adriaküste geboren. Nach dem frühen Tod seiner Eltern wurde er Soldat, führte ein zügelloses Leben und verspielte innerhalb kurzer Zeit sein ganzes Vermögen. Wegen einer Verletzung, die nie mehr ganz ausheilte, musste er, völlig mittellos, das Heer verlassen und konnte sich nur mühsam mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser halten. So ver-diente er auch beim Bau eines Klosters in Manfredonia in Apulien Geld. Während dieser Zeit änderte sich der junge Mann, den bisher Religion und Kirche überhaupt nicht interessiert hatten, innerlich immer mehr. Nachdem in einem Klosterspital seine wieder aufgebrochenen Wunden behandelt worden waren, blieb er hier als Krankenpfleger. 1582, er war jetzt 32 Jahre alt, gründete er eine Genossenschaft von Krankenpflegern. Die "Kamillaner" mussten das Gelübde ablegen, allen Kranken, auch den Pestkranken, "geistig und leiblich" beizu-stehen. Das große Verdienst der Kamillaner lag in der von ihnen durchgeführten Reform der Krankenhauspflege. Patienten mit ansteckenden Krankheiten wurden von den übrigen ge-trennt, das Essen wurde auf die Leiden der Kranken abgestimmt, Sterbende wurden bis zu ihrem Ende umsorgt und erhielten geistlichen Beistand. Heroische Dienste leisteten Kamillaner-Brüder während mehrerer Pest- und Choleraepidemien in Italien, die vielen Ordensmitgliedern das Leben kosteten. Camillo, inzwischen zum Priester geweiht und Leiter des Ordens, pflegte bis zu seinem Tod am 14. Juli 1614 selber Schwerkranke und Sterbende. Anmerkung: Er ist Patron der Kranken, der Krankenhäuser, der Krankenpfleger und der Sterbenden. Anmerkung: Pest und andere Seuchen forderten besonders unter der Geistlichkeit zahllose Opfer, da sie zu den Sterbenden gerufen wurden und sich ansteckten. Viele Geistliche flohen daher - ebenso wie viele Ärzte - aus den Seuchengebieten, um das eigene Leben zu retten

StandSoldat
BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

21.08.

Maximilian

Maximilian von Antiochia, ein christlicher römischer Offizier, hatte auf seinem Feldzeichen das Kreuz angebracht und weigerte sich, ungerechte Kriege zu führen. Deshalb musste er 363 als Märtyrer sein Leben lassen.

StandSoldat
BesonderheitenMärtyrer

01.09.

Ägidius (Gilg, Gilles)

Ägidius (Gilg, Gilles) war als Pilger aus Griechenland in das Tal der Rhône gekommen und hatte sich als Einsiedler am Rande der Camargue bei Arles niedergelassen. Die Legende erzählt, der Eremit habe sich von der Milch einer Hirschkuh ernährt, die täglich zu seiner Höhle kam. Die Jäger des Königs hätten das Tier gerne erlegt, doch es schien, als ob eine unsichtbare Kraft sie daran hindere. Als dann der König selber das geheimnisvolle Wild als Beute nach Hause mitnehmen wollte, verfolgte er es, bis es im Gestrüpp vor der besagten Höhle verschwand. Der König schoss, ohne zu zielen in die Höhlenöffnung. Als er nachschaute, ob er getroffen hatte, fand er jedoch den Eremiten in seinem Blut daliegend, die Hirschkuh unverletzt an ihn geschmiegt. Der König war betroffen und bot Ägidius ärztliche Hilfe und Geld als Sühne an. Doch der Einsiedler bat nur um eines: Der König sollte an der Stelle seiner Behausung ein Kloster errichten lassen. So entstand hier in der Provence um das Jahr 680 das Kloster Saint Gilles, das Ägidius als erster Abt bis zu seinem friedlichen Tod am 1. September 720 leitete. Das Grab des Heiligen, der zu den 14 Nothelfern zählt, war lange Zeit eine vielbesuchte Wallfahrtsstätte. Der "Volksheilige" wird um Hilfe angerufen bei Dürre, Sturm, Unglück und Furcht vor den Menschen sowie in seelischer Not und Verlassenheit. Wetterregel: "Wie der Sankt Ägidiustag, so der ganze Monat mag." "Wer's Korn schon um Ägidius sät, im nächsten Jahr viel Frucht abmäht." "Säst du Korn am Ägidiustag, so es dir wohl geraten mag." "Willst du Korn im Überfluß, so sä' es an Ägidius." "Kommt Ägidius mit dem Krüglein (d.h. mit Regen) an, zeigt einen nassen Herbst er an." "Ist 's an Sankt Ägidius rein, wird's so bis Sankt Michael (29.9.) sein."

StandSoldat
BesonderheitenEinsiedler

08.09.

Adrian (Hadrian, Adriano, Adrien, Arian)

Hadrian (Adrian) stammte aus Nicomedia (heute Izmid/Türkei) und war Offizier im kaiserlich-römischen Heer. Als Kaiser Maximian Belohnungen für die Anzeige von Christen aussetzte, wurde der Soldat verraten und verhaftet. Von den grausamen Martern gezeichnet, konnten er und seine 23 Gefährten zum Richtplatz nur mehr geschleppt werden. Dem 28-jährigen Hadrian wurden dort die Arme abgehauen und die Beine zerschmettert, „dann gab er seinen Geist auf“. + um 305 (290?). Reliquien des Heiligen befinden sich in Geertsberg in Flandern, weshalb seine Verehrung in den Niederlanden und in Nordwestdeutschland besonders groß war.

StandSoldat
BesonderheitenMärtyrer

20.09.

Eustachius (Stachus)

Eustachius ist einer der 14 Nothelfer. Er wurde wahrscheinlich um die Mitte des ersten Jhdts in Rom zur Zeit Kaiser Trajans geboren. Da er sich als begeisterter Soldat schon als junger Mann in mehreren Feldzügen durch besondere Tapferkeit auszeichnete, wurde er vom Kaiser bald zum Oberst einer in Kleinasien stationierten römischen Legion ernannt und war mit sich und der Welt zufrieden. Als er dann schon verheiratet und Vater zweier Söhne war, kam die Wende in seinem Leben. Die Legende erzählt, auf einer Jagd sei ihm mitten im Wald ein weißer Hirsch erschienen, zwischen dessen Geweih ein Kreuz aufleuchtete. Dieses Erlebnis habe ihn veranlasst, Christ zu werden. Der Übertritt zum Christentum aber brachte ihm und seiner Familie großes Leid. Die Gattin wurde in die Sklaverei verkauft, seine Söhne kamen in der Wüste um. Er selbst, der vorher so erfolgreiche kaiserliche Feldherr, musste jahrelang als Knecht bei einem ägyptischen Bauern schwerste Arbeiten verrichten. Als die Grenzen des Römischen Reiches wieder einmal von Feinden bedroht wurden, erinnerte sich der Kaiser seines sieggewohnten Feldherrn, ließ dessen Aufenthaltsort ausforschen und holte ihn ins Heer zurück. Im Triumph kehrt Eustachius bald als Sieger nach Rom zurück und wurde vom Kaiser geehrt. Doch als Kaiser Hadrian, der Nachfolger von Kaiser Trajan, erfuhr, dass Eustachius Christ war, wollte er ihn zwingen, den heidnischen Göttern zu opfern. Der siegreiche Feldherr aber weigerte sich. Daher wurde er zum Tode verurteilt und im Jahr 118 in der Arena wilden Tieren vorgeworfen. Eustachius ist Patron der Förster und Jäger, der Krämer, Tuchhändler, Klempner, Schlosser und Schutzheiliger bei Trauer in der Familie, in schwierigen Lebenslagen und gegen schädliche Insekten

StandSoldat
BesonderheitenMärtyrer

22.09.

Mauritius (Moritz, Maurice, Maurizio)

Mauritius (Moritz, Maurice) und Gefährten, Angehörige der "Thebaischen Legion", die aus Ägypten stammte, waren in der römischen Provinz Helvetien (der heutigen Schweiz) stationiert. Im Zuge der grausamen Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian wurde ihnen im Jahr 302 befohlen, in der Gegend um Agaunum (heute Saint Maurice im Kanton Wallis) gewaltsam gegen die Christen vorgehen. Doch die Soldaten, die selber Christen waren, weigerten sich, dem Befehl nachzukommen. Daraufhin wurde zur Abschreckung jeder zehnte Soldat vor den Augen seiner Gefährten niedergestochen. Die Überlebenden aber blieben standhaft. So wurde das Gemetzel fortgesetzt - bis keiner mehr übrig blieb.- Die bereits um das Jahr 380 an der Stelle, wo man die Gebeine der Ermordeten gefunden hatte, errichtete kleine Gedächtniskirche wurde bald zu einem beliebten Wallfahrtsort und schließlich zur Keimzelle des berühmten Klosters St. Maurice. Mauritius ist Patron der Soldaten, Waffenschmiede, Messerschmiede, Tuchmacher, Kaufleute und der Pferde sowie Schutzheiliger gegen Gicht, Ohrenleiden, Besessenheit und gegen Pferdekrankheiten. Historisches: Das Blutbad von Agaunum ist in die Geschichte eingegangen. Die von Kaiser Diokletian und seinem Mitregenten Maximian angeordnete "Säuberung des Heeres" von Christen, die nur Ver-teidigungskriege führen wollten und sich weigerten, gegen Aufständische vorzugehen, ist historisch bezeugt.) Bauernregeln: "Gewitter noch um Mauritius bringen Schaden uns und viel Verdruß."- "Ist Sankt Moritz hell und klar, stürmt der Winter, das ist wahr."

StandSoldat
BesonderheitenMärtyrer

30.09.

Urs und Victor

Urs und Victor gehörten nach der Überlieferung der Thebaischen Legion um den heiligen Mauritius (siehe 22.9.) an. Ihnen gelang mit mehreren Kameraden vor der Abschlachtung der christlichen Soldaten auf Befehl von Kaiser Maximian die Flucht nach Solothurn. Doch wurden sie auch hier ergriffen und, weil sie ihren Glauben nicht verleugneten, um das Jahr 302, indem man sie gefesselt ins Feuer stieß, hingerichtet.

StandSoldat
BesonderheitenMärtyrer

10.10.

Viktor (Victor, Vico, Vittorio)

Viktor von Xanten war ein römischer Offizier, der mit seinen Soldaten zu der aus Ägypten stammenden "Thebaischen Legion", deren Mitglieder zumeist Christen waren, gehörte. Um das Jahr 302 hatten Kaiser Diokletian und sein Mitregent Maximian die grausamste aller Christenverfolgungen angeordnet. Auch das Heer sollte von Christen "gesäubert" werden. Zu den (historisch belegten) Massenmorden an den am Niederrhein stationierten Soldaten kam es wahrscheinlich daher, dass sie sich weigerten, gegen Aufständische zu kämpfen. In einem Rechtfertigungsbrief, der von Viktor stammen könnte, heißt es. "Wir verstehen es wohl, gegen die Feinde des Reiches zu kämpfen, doch können wir nicht Unschuldige töten. Um die Bürger zu schützen, nicht um sie zu ermorden, haben wir die Waffen ergriffen."

StandSoldat
StadtXanten
BesonderheitenMärtyrer

10.10.

Gereon

Gereon von Köln war ebenfalls ein Offizier in der "Thebaischen Legion". Auch er wurde mit zahlreichen Gefährten getötet. Dies geschah um das Jahr 304 auf einem Feld in der Nähe von Köln. Die Leichname wurden in einen Brunnen geworfen, über dem die Kaiserin Helena später die Kirche Sankt Gereon errichten ließ.

StandSoldat
StadtKöln
BesonderheitenMärtyrer

10.10.

Cassius und Florentius

Cassius und Florentius sollen ebenfalls Soldaten der "Thebaischen Legion" gewesen sein. Sie erlitten das Martyrium um das Jahr 304 zu Bonn, zu dessen Stadtpatronen sie erhoben wurden.

StandSoldat
StadtBonn
BesonderheitenMärtyrer

09.11.

Theodor

Theodor von Euchaita war ein einfacher Soldat im Heer von Kaiser Maximian in Pontus am Schwarzen Meer und ein überzeugter Christ. Beim Ausbruch der Christenverfolgungen wurde er 306 "verhört, grausam zerfleischt und lebendig verbrannt". Man hatte ihm u.a. vorgeworfen, er habe einen römischen Tempel in Brand gesteckt. In der Ostkirche wird Theodor als "Großmärtyrer" verehrt.

StandSoldat
BesonderheitenMärtyrer

03.12.

Jason

Jason, ein christlicher römischer Soldat, wurde im Jahr 285 (?), während der Verfolgung unter Kaiser Numerian enthauptet.

StandSoldat
BesonderheitenMärtyrer

20.12.

Julius

Julius von Gelduba (Gildup) war wohl einer jener am Rhein stationierten christlichen Soldaten der aus Ägypten stammenden Thebaischen Legion, die in den Verfolgungen unter Kaiser Diokletian das Martyrium erlitten, weil sie sich weigerten, Angriffskriege zu führen und gegen Aufständische, die berechtigte Anliegen vorbrachten, mit Waffengewalt vorzugehen. Nach einer anderen Deutung wird Gelduba, der Ort des Martyriums, nicht mit Gelb am Rhein gleichgesetzt, sondern als ein Ort in Thrazien (heute Bulgarien) angesehen. + um 302. Historische Anmerkung: In den Märtyrerverzeichnissen begegnen uns erstaunlich oft Soldaten. Diese lernten viele Gegenden und Kulturen des römischen Imperiums kennen und waren oft die Vermittler des aus der Osthälfte des Reiches kommenden Christentums. Für Soldaten, die jeden Tag mit dem Tod in Berührung kommen konnten, war eine Erlöserreligion wie das Christentum, die ein besseres Leben nach dem Tod und Belohnung für gute Taten versprach, besonders anziehend. Für Kaiser Diokletian hingegen waren christliche Soldaten, die nur Verteidigungskriege führen wollten, Angriffskriege aber ablehnten, eine Gefahr. Daher wollte er zu allererst im römischen Heer das Christentum mit Stumpf und Stiel ausrotten. - In einem zeitgenössischen Bericht heißt es z.B.: „In Augusta Treverorum wurden 302 Christen hingeschlachtet, so dass sich das Wasser der Mosel rot färbte.“

StandSoldat
BesonderheitenMärtyrer
Datum: 20.11.

20.11.

Bernward

Bernward, Bischof von Hildesheim, ließ Kirchen und Klöster erbauen und war ein begab-ter Künstler. Er stellte selbst kunstvolle Goldschmieds- und Schmiedearbeiten her, gründete die später berühmt gewordene Kunstschule zu Hildesheim und war stark karitativ tätig. + 20.11.1022.

StandBischof
StadtHildesheim
BesonderheitenKünstler

20.11.

Edmund

Edmund war schon im Alter von 15 Jahren König von Ostanglien geworden. Als 870 die Dänen in sein Land einfielen, wurde er, da er sich weigerte, dem christlichen Glauben abzuschwören, von den heidnischen normannischen Eroberern gegeißelt, dann mit Pfeilen durchbohrt. + 870.

BesonderheitenMärtyrer

20.11.

Felix

Felix von Valois ging in die Geschichte als Mitbegründer des Trinitarierordens ein. Zuerst wollte er als Einsiedler leben. Doch dann lernte er einen jungen Doktor aus Paris kennen, Johannes von Matha (sieh 17. 12.). Die beiden Männer verstanden sich von Anfang an gut und beschlossen, ihr weiteres Leben einer großen Aufgabe zu widmen. Sie gründeten einen Orden, der sich für die Befreiung von Christen aus der Sklaverei einsetzen sollte, den Trinitarierorden. Diese Vereinigung machte es sich neben dem Einsatz für die als Sklaven in moslemische Länder verschleppten Christen zur Aufgabe, Gefangene und Sträflinge im eigenen Land zu betreuen. Die Arbeit der Trinitariermönche war bald, vor allem in Nordafrika, von Erfolg begleitet und breitete sich rasch auch über die Grenzen Frankreichs hinaus aus. Der Strafgefangenenseelsorger Felix von Valois starb im Jahr 1212 in Paris in dem Bewusstsein, vielen Unglücklichen geholfen zu haben.

StadtParis
BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

20.11.

Korbinian (Corvin)

Korbinian (Corvin), lebte schon als Jugendlicher in seiner gallischen Heimat als Einsiedler. Dann pilgerte er nach Rom und wurde vom Papst beauftragt, bei den Bayern zu missionieren. Später wurde er zum ersten Bischof von Freising ernannt. Als der Glaubensbote die unrechtmäßige Ehe des Bayernherzogs Grimwald verurteilte, musste er, verfolgt vom Hass der Herzogin, fliehen. Er lebte nun mehrere Jahre in Kains in Südtirol, wurde zuletzt aber vom Nachfolger des Herzogs nach Freising zurückberufen und konnte sein Werk fortsetzen. + 8.9. um 730. Im Bistum Bozen/Brixen wird das Gedächtnis Korbinians am 9. September begangen.

StandBischof
StadtFreising
BesonderheitenEinsiedler