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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Land: Afrika Ägypten

02.01.

Makarios

(Makarius), "Ureinsiedler", war ein (griechischer) Bäcker in Alexandria in Ägypten. Mit 40 Jahren zog er sich in die Sketische Wüste (Natrontal nordwestlich von Kairo) zurück und lebte hier 60 Jahre lang in strengster Askese. Er soll Kranke geheilt und Dämonen ausgetrieben haben. Da sich im Laufe der Zeit viele andere Einsiedler um ihn scharten und so eine kleine "Mönchsgemeinde" entstand, wird Makarius auch als "Mönchsvater" bezeichnet. + 394. Lostag: "Wie's Wetter um Makarius war, so wird der September: trüb oder klar."

07.01.

Raimund von Peñafort

Raimund von Peñafort, um 1175 in der Nähe von Barcelona geboren, trat 1222 in den Dominikanerorden ein und verfasste noch im selben Jahr die Statuten für den Orden der Mercedarier (zum Loskauf der Gefangenen), den er gemeinsam mit Petrus Nolascus ins Leben rief. 1230 holte ihn der Papst als Beichtvater und Ratgeber nach Rom. In den folgen-den Jahren verfasste der gelehrte Kirchenmann zahlreiche bedeutende Schriften, die u.a. klare Richtlinien für Beichtväter enthielten. Als dritter Ordensgeneral der Dominikaner überarbeiete Raimund die Regeln der Gemeinschaft und gründete in Spanien Schulen für orientalische Sprachen, um die Rückführung der Mauren in den Schoß der katholischen Kirche zu erleich-tern. Trotz seiner vielen Erfolge als Organisator und Schriftsteller wurde über den Ordens-mann berichtet: "Sein ganzes Leben stand im Zeichen der Hilfe für den Mitmenschen." Er starb am 6.Januar 1275, etwa 100 Jahre alt.

10.01.

Paulus von Theben

Paul der Einsiedler (Paulus von Theben), wurde um 228 in der Thebais in Oberägypten als Sohn vermögender Eltern geboren. Während einer Christenverfolgung um das Jahr 250 floh er, da ihn sein habgieriger Schwager als Christ zu denunzieren drohte, in die Gebirgswüste des heutigen Wadi Arab. Hier soll er 90 Jahre lang als Anachoret (Einsiedler) in einer Felsenhöhle gelebt haben. Nur der Einsiedler Antonius (siehe 17.1.) suchte ihn einmal auf und tauschte mit ihm asketische Erfahrungen aus. Als ihn dieser ein zweites Mal besuchen wollte, fand er nur noch seinen Leichnam und begrub ihn. Paulus, der auch als "Ureinsiedler" gilt, soll im Alter von 113 Jahren gestorben sein. Einsiedler erreichten, so wird mehrfach berich-tet, häufig ein recht hohes Alter. Es war kein Geringerer als der Kirchenlehrer Hieronymus, der um 375 eine Lebensbeschreibung des heiligen Asketen verfasste. Ihm ging es dabei aber in erster Linie um einen Lobpreis des Einsiedlerlebens. - Im frühen Christentum, besonders im 4./5.Jhdt, gab es nämlich eine sehr starke Neigung zur Weltflucht, d.h. zu einem Leben außerhalb der Gesellschaft mit all ihren Verlockungen. + um 341.

BesonderheitenEinsiedler

17.01.

Antonius der Große

Anton(ius) der Große, Einsiedler, wurde um 250 in Ägypten als Sohn wohlhabender Eltern geboren. Nach deren Tod - er war gerade 20 Jahre alt - verschenkte er sein Hab und Gut und zog sich als Einsiedler in die Wüste zurück, wo er viele Kämpfe mit "Dämonen" (d.h. Versuchungen) ausfechten musste. Zunächst brach er den Kontakt zur Welt nicht ganz ab - er kam gelegentlich nach Alexandria - doch schließlich blieb er bis an sein Lebensende in der Wüste, wo er im Alter von 105 Jahren starb. Im Laufe der Jahre sammelten sich um den wundertätigen Mann andere Einsiedler, so dass bald eine Mönchskolonie entstand. Damit wurde die bis dahin unbekannte Lebensform der Einsiedlergemeinde begründet. Später ließ der hl Pachomius (siehe 14.5.) die Einsiedelei mit Mauern umgeben, und so entstand das erste Kloster der Christenheit (Tabennísi). Antonius hatte auf seine Zeit und die nachfolgenden Generationen großen Einfluss. Tausende zogen nun nach dem Vorbild des "Mönchsvaters" als Einsiedler in die Wüste. Der heilige Mann starb um 356. - Antonius ist Patron der Korb-macher und Bürstenbinder, der Totengräber, der Metzger, der Schweinehirten, der Haustiere, besonders der Schweine, und gegen Viehseuchen. Zum Patronat der Haustiere kam der Heilige dadurch, dass er oft mit einem Schwein zu Füßen dargestellt wurde. Dieses sollte allerdings nur die Unreinheit, die Sünde, symbolisieren, die er überwunden hatte. - In Tirol wird Antonius von Ägypten zur Unterscheidung von Antonius von Padua "Fackentoni", im Münsterland "Swinetünnes" genannt. Wetterregel: Wenn an Antonius die Luft ist klar, so gibt es gern ein trockenes Jahr." - "Sankt Anton mit dem weißen Bart, wenn er nicht regnet, mit Schnee er nicht spart." - "Große Kälte am Antonitag - große Hitze am Laurenzitag (10.8.)."

BesonderheitenEinsiedler

09.02.

Apollonia (Lona, Loana, Lonny, Polly, Abelone)

Apollonia ist eine jener frühchristlichen Blutzeugen, über die wir authentische Zeugnisse besitzen. Sie betätigte sich wahrscheinlich als Diakonissin im ägyptischen Alexandria. Zu einer Zeit, in der es gar keine öffentlichen Christenverfolgungen gab, wurde Apollonia während eines vom heidnischen Pöbel der Stadt inszenierten Pogroms gemeinsam mit anderen Christen schwer misshandelt. Eine zeitgenössische Quelle berichtet, man habe der schon etwas älteren Frau alle Zähne ausgeschlagen und das Kinn zertrümmert. In einer späteren Überlieferung heißt es, sie sei nach den schwerem Misshandlungen verbrannt worden. Apollonia wurde zur Patronin der Zahnärzte und zur Schutzheiligen gegen Zahnschmerzen erwählt. Das Martyrium soll an einem 9.Februar um das 249 stattgefunden haben. Historischer Exkurs (Diakonissinnen arbeiteten als Seelsorgerinnen, sie erfüllten die Aufgaben eines Priesters - vor allem im karitativen Bereich. Sie betreuten die Mitglieder der Gemeinde, predigten, führten Beichtgespräche und spendeten die Kommunion. Nur das Messelesen war den Priestern vor-behalten.). Wetterregel: "Ist's an Apollonia feucht, der Winter erst sehr spät entfleucht." .

BesonderheitenMärtyrerin

20.02.

Corona (Korona; auch Stephana, Stephanie)

Corona, in der griechischen Kirche heißt sie Stephana (beides bedeutet "die Gekrönte"), stammte aus der Thebais in Ägypten. Sie soll, so wird berichtet, als junge Frau - der Gatte war schon kurze Zeit vorher als Märtyrer gestorben - im Alter von 17 Jahren wegen ihres Festhaltens am christlichen Glauben zum Tode verurteilt worden sein. Die Henker banden sie an den Spitzen zweier heruntergezogener Palmen fest, und beim Emporschnellen der Bäume wurde Corona zerrissen. Kaiser Otto III. brachte Reliquien der Märtyrin in das Aachener Münster. In Österreich, wo sie besondere Verehrung fand, wurde der Ort St.Corona am Wechsel nach der Heiligen benannt. Das Jahr ihres Martyriums war 177. Corona wurde besonders in Bayern, Österreich und Böhmen verehrt. Sie ist die Patronin der Schatzgräber, der Lotterie und in allen Geldangelegenheiten (weil die Währung in Österreich einst Krone [lat. =Corona] hieß).

BesonderheitenMärtyrerin

02.04.

Maria (Mirjam)

Maria (Mirjam) von Ägypten führte als junges Mädchen in Alexandria ein Leben als käufliche Dirne. Bei einem Besuch in Jerusalem wollte sie, die zwar eine getaufte Christin war, aber von Religion nichts hielt, aus Neugierde die Grabeskirche aufsuchen, wo gerade das Kreuz Christi ausgestellt wurde. Doch plötzlich, so wird berichtet, wurde sie von einer unsichtbaren Kraft zurückgehalten, und eine innere Stimme sprach zu ihr: „Du bist nicht wert, das Kreuz dessen zu sehen, der für dich in namenlosen Schmerzen gestorben ist.“ In dem Mädchen ging eine völlige innere Wandlung vor sich. Sie wurde von einer tiefen Reue ergriffen und beschloss, als Buße für ihr bisheriges Leben in Hinkunft als Einsiedlerin in der Wüste zu leben. 47 Jahre lang harrte sie in der Einsamkeit aus, bis zu ihrem Tod. + 430 Ihre außergewöhnliche Lebensgeschichte hat zu vielen Darstellungen in der Kunst angeregt. Sie ist Patronin der reuigen Sünderinnen.

BesonderheitenEinsiedlerin

22.04.

Leonidas

Leonidas (Leonides), Märtyrer zu Alexandria in Ägypten während der Christenverfolgung unter Kaiser Septimius Severus, war der Vater des berühmten Kirchenschriftstellers Origines. Seine Gemahlin blieb mit sechs unversorgten Kindern in großer Armut zurück. + 202. Historisches: Bekannt geworden ist der Name durch den spartanischn König Leonidas, der, als die Perser unter König Xerxes in Griechenland einfielen, mehrere Tage lang den strategisch wichtigen Thermopylenpass, eine Engstelle zwischen Meer und Gebirge, mit einem Häufchen von todesmutigen Verteidigern gegen die erdrückende persische Übermacht halten konnte. Durch Verrat eines Einheimischen konnten die Perser die Stellung der Griechen jedoch umgehen und ihnen in den Rücken fallen. Leonidas und seine (etwa 1.000) Gefährten fielen bis zum letzten Mann. Eine an der Stelle des Gemetzels angebrachte Inschrift hatte folgenden Wortlaut: „Wanderer, kommst du nach Sparta, so erzähle, du habest uns hier liegen gesehen, wie das Gesetz es befahl.“

StadtAlexandrien
BesonderheitenMärtyrer

02.05.

Athanasius

Athanasius, Patriarch von Alexandria, Kirchenlehrer, war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des christlichen Altertums. Man nannte ihn eine "Säule der Kirche" und gab ihm den Beinamen "der Große". Um das Jahr 295 wurde er als Sohn christlicher Eltern in Alexandria (Ägypten) geboren. Eine Zeitlang war er Schüler des "Mönchsvaters" Antonius (siehe 7.1.). Als Diakon des Patriarchen Alexander (siehe 18.4.) nahm Athanasius am berühmten und richtungweisenden Konzil von Nicäa (325) teil, ein Erlebnis das ihn sein ganzes Lebens lang prägen sollte. Von da an begann sein Kampf gegen die Arianer (nach ihrer Lehre war Christus nur ein außergewöhnlicher Mensch und nicht Gottes Sohn), der sein weiteres Leben beherrschen und ihm unsagbares Leid bringen sollte. Nach dem Tode des Patriarchen Alexander, 328, wurde Athanasius dessen Nachfolger und damit Oberhaupt der ägyptischen Kirche. - In den folgenden 38 Jahren wurde er insgesamt fünfmal von den Arianern vertrieben. In den Jahren 335 bis 337 fand er Aufnahme bei Bischof Maximin in Trier. Trotz der langen Verbannungen blieb Athanasius unbeugsam bei der Auffassung des Konzils von Nicäa von der Göttlichkeit Jesu. Im Jahr 366 konnte Athanasius nach Alexandria zurückkehren und bis zu seinem Tod am 2. Mai 373 ungestört arbeiten. Unsterblich wurde er durch seine zahlreichen Schriften und durch seinen Kampf um die Anschauung, dass Christus Gottes Sohn sei und mit Gottvater eine Wesenseinheit bilde.

StandBischof
StadtAlexandria
BesonderheitenKirchenlehrer

14.05.

Pachomius

Pachomius, Einsiedler, schuf in Tabennisi am rechten Ufer des Nils die erste Mönchsgemeinschaft, deren Wohnsitz mit einer Mauer umgeben wurde. Als Vorstand dieser Gemeinschaft verfasste er die ersten Regeln für das klösterliche Zusammenleben: Die Mönche wurden zur Gemeinsamkeit bei Gebet, Arbeit und Mahlzeiten sowie zum Gehorsam gegenüber dem Oberen verpflichtet. (Das abgelegte Gelübde galt noch nicht für das ganze Leben, so dass die Männer oder Frauen oft nur über einen begrenzten Zeitraum im Kloster blieben.). Dieser neuen Lebensweise schlossen sich so viele Menschen an, dass bis zum Tod des „Vaters des Mönchtums“ in Ägypten neun Männer- und zwei Frauenklöster entstanden. Die Klöster waren vollkommen eigenverantwortlich, von niemandem abhängig und versorgten sich ausschließlich selbst. Der Gründer des ersten Klosters starb am 14. Mai 347

BesonderheitenEinsiedler

02.06.

Armin (Arminius)

Armin war ein frühchristlicher Märtyrer, der vermutlich in Ägypten den Märtyrertod erlitt. Die alte Mutter wurde vor seinen Augen zu Tode gemartert. Dann kam er an die Reihe. Seine Verehrung im vorislamischen Ägypten und in Abessinien (Äthiopien) reicht bis in die Frühzeit des Christentums zurück.

BesonderheitenMärtyrer

03.06.

Silvia (Sylvia, Sylvie)

Silvia von Ägypten hatte sich als Büßerin in die Wüste zurückgezogen. Als Buße für ihre frühere Eitelkeit gelobte sie, sich ein ganzes Jahr lang nicht zu waschen. - Als Einsiedlerin in der Wüste lebend, wo ohnehin Wassermangel herrschte, konnte sie ihren guten Vorsatz lückenlos durchführen

BesonderheitenEinsiedler Büßerin

04.06.

Iona (Jona, Yona)

Iona (Jona, Yona) starb als Märtyrin gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Tochter zu Balbal in Ägypten.

BesonderheitenMärtyrerin

18.06.

Marina (Mara, Maren, Mascha, Marinella)

Marina starb vermutlich unter Kaiser Diokletian um 304 als Märtyrin zu Alexandria in Ägypten. Ihre Reliquien kamen später nach Venedig, wo sie besonders verehrt wurde. (Möglicherweise ist die Heilige identisch mit einer gleichnamigen Märtyrin, die im 3. Jhdt in Antiochia starb.)

StadtAlexandria Venedig
BesonderheitenMärtyrerin

27.06.

Cyrill

Cyrill, Bischof von Alexandria, Kirchenlehrer, war ein bedeutender Kirchenschriftsteller und ein - oft allzu fanatischer - Kämpfer gegen den Arianismus. + 27.6.444

StandBischof
StadtAlexandrien
BesonderheitenKirchenlehrer

15.08.

Napoleon

Napoleon war ein Märtyrer, der während der Dionkletianischen Christenverfolgung um das Jahr 300 in Alexandria (Ägypten) sterben musste. Anmerkung: Napoleon Bonaparte, der Kaiser der Franzosen, erhielt diesen Namen, weil der 15. August (1769) sein Geburtstag war.

StadtAlexandrien
BesonderheitenMärtyrer

11.09.

Paphnutius

Paphnutius, ein ägyptischer Christ, wurde durch das grausame Schicksal, das er unter dem Christenhasser Maximinus Daja erlitt, bekannt. Christenverfolger stachen ihm (um 308) das rechte Auge aus und durchtrennten ihm die linke Kniekehle. Da er dies alles überlebte, musste er als Krüppel in einem Bergwerk Zwangsarbeit leisten. Nach seiner Befreiung wurde er zum Bischof der Thebais (Ägypten) gewählt. + um 360.

StandBischof
BesonderheitenGewaltopfer

22.09.

Mauritius (Moritz, Maurice, Maurizio)

Mauritius (Moritz, Maurice) und Gefährten, Angehörige der "Thebaischen Legion", die aus Ägypten stammte, waren in der römischen Provinz Helvetien (der heutigen Schweiz) stationiert. Im Zuge der grausamen Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian wurde ihnen im Jahr 302 befohlen, in der Gegend um Agaunum (heute Saint Maurice im Kanton Wallis) gewaltsam gegen die Christen vorgehen. Doch die Soldaten, die selber Christen waren, weigerten sich, dem Befehl nachzukommen. Daraufhin wurde zur Abschreckung jeder zehnte Soldat vor den Augen seiner Gefährten niedergestochen. Die Überlebenden aber blieben standhaft. So wurde das Gemetzel fortgesetzt - bis keiner mehr übrig blieb.- Die bereits um das Jahr 380 an der Stelle, wo man die Gebeine der Ermordeten gefunden hatte, errichtete kleine Gedächtniskirche wurde bald zu einem beliebten Wallfahrtsort und schließlich zur Keimzelle des berühmten Klosters St. Maurice. Mauritius ist Patron der Soldaten, Waffenschmiede, Messerschmiede, Tuchmacher, Kaufleute und der Pferde sowie Schutzheiliger gegen Gicht, Ohrenleiden, Besessenheit und gegen Pferdekrankheiten. Historisches: Das Blutbad von Agaunum ist in die Geschichte eingegangen. Die von Kaiser Diokletian und seinem Mitregenten Maximian angeordnete "Säuberung des Heeres" von Christen, die nur Ver-teidigungskriege führen wollten und sich weigerten, gegen Aufständische vorzugehen, ist historisch bezeugt.) Bauernregeln: "Gewitter noch um Mauritius bringen Schaden uns und viel Verdruß."- "Ist Sankt Moritz hell und klar, stürmt der Winter, das ist wahr."

StandSoldat
BesonderheitenMärtyrer

10.10.

Viktor (Victor, Vico, Vittorio)

Viktor von Xanten war ein römischer Offizier, der mit seinen Soldaten zu der aus Ägypten stammenden "Thebaischen Legion", deren Mitglieder zumeist Christen waren, gehörte. Um das Jahr 302 hatten Kaiser Diokletian und sein Mitregent Maximian die grausamste aller Christenverfolgungen angeordnet. Auch das Heer sollte von Christen "gesäubert" werden. Zu den (historisch belegten) Massenmorden an den am Niederrhein stationierten Soldaten kam es wahrscheinlich daher, dass sie sich weigerten, gegen Aufständische zu kämpfen. In einem Rechtfertigungsbrief, der von Viktor stammen könnte, heißt es. "Wir verstehen es wohl, gegen die Feinde des Reiches zu kämpfen, doch können wir nicht Unschuldige töten. Um die Bürger zu schützen, nicht um sie zu ermorden, haben wir die Waffen ergriffen."

StandSoldat
StadtXanten
BesonderheitenMärtyrer

10.10.

Gereon

Gereon von Köln war ebenfalls ein Offizier in der "Thebaischen Legion". Auch er wurde mit zahlreichen Gefährten getötet. Dies geschah um das Jahr 304 auf einem Feld in der Nähe von Köln. Die Leichname wurden in einen Brunnen geworfen, über dem die Kaiserin Helena später die Kirche Sankt Gereon errichten ließ.

StandSoldat
StadtKln
BesonderheitenMärtyrer

10.10.

Cassius und Florentius

Cassius und Florentius sollen ebenfalls Soldaten der "Thebaischen Legion" gewesen sein. Sie erlitten das Martyrium um das Jahr 304 zu Bonn, zu dessen Stadtpatronen sie erhoben wurden.

StandSoldat
StadtBonn
BesonderheitenMärtyrer

25.10.

Darja (Daria) und Chrysanth (Chrysanthus)

Darja (Daria) und Chrysanth(us) waren ein junges Ehepaar aus Ägypten. Weil sie Christen waren, wurden sie unter Kaiser Diokletian festgenommen und lebendig begraben, ++ um 304.

BesonderheitenMärtyrer

11.11.

Mennas

Mennas erlitt in Ägypten im Jahr 295 das Martyrium. Zu seiner Grabstätte pilgerten zahlreiche Wallfahrer, weil sich dort viele Wunder ereigneten. Im christlichen (d.h. vorislamischen) Ägypten war Mennas der volkstümlichste Heilige.

BesonderheitenMärtyrer

25.11.

Katharina (Kathrin, Katja, Käthe, Karin, Karen, Katinka, Kitty, Kaja)

Katharina von Alexandria soll zu Beginn des 4.Jhdts in Ägypten gelebt haben. Die junge Frau stammte aus einer vornehmen, sehr reichen Familie. Ihre hervorstechendsten Eigenschaften waren eine außergewöhnlich hohe Intelligenz und ein übermäßiger Stolz. Gespräche mit einem Einsiedler sollen in der selbstbewussten Frau eine tiefe Nachdenklichkeit hervorgerufen und sie bewogen haben, Christin zu werden. Während eines Opferfestes für eine römische Gottheit soll es der auffallend schönen jungen Frau durch ihre außergewöhnliche Redegewandtheit und Schlagfertigkeit gelungen sein, Kaiser Maxentius in Verlegenheit zu bringen. Verärgert soll dieser daraufhin die 50 besten Philosophen und Meister der Rhetorik an den Hof gerufen haben, wo sie mit der jungen Christin über die römische Götterreligion und das Christentum diskutieren sollten. Katharina soll - zumindest erzählt das die Legende - die Argumente der weisen Männer mit einer solchen Brillanz und Eindringlichkeit widerlegt haben, dass sich alle 50 zum Christentum bekehrten. Daraufhin ließ, so wird weiter berichtet, der vor Wut rasende Kaiser die Christin Katharina auspeitschen und rädern, d.h. auf ein mit Nägeln besetztes Rad flechten. Katharinas Martyrium fand wahrscheinlich im Jahr 306 statt. Die Legende erzählt, Engel hätten den Leib der Märtyrin auf den Berg Sinai getragen, wo im 6.Jhdt das berühmte Katharinenkloster entstand. Katharina ist eine der drei weiblichen Nothelfer, Patronin der Lehrer, Studenten, Philosophen, Redner, Universitäten, Bibliotheken und Bibliothekare, Buchdrucker u.a.m. In Paris, wo sie als Schutzheilige der Näherinnen und Modistinnen, der "Cathérinettes", gefeiert wird, gibt es noch heute am Tag der Heiligen ein lebendiges Brauchtum. Bauernregeln: "Katharinenschnee tut den Saaten weh." Wie's Wetter ist zu Sankt Kathrein, wird auch der nächste Frühling sein." "Sankt Kathrein läßt den Winter herein." Sankt Kathrein sperrt die Geige ein (stellt den Tanz ein)." "Kathrein stellt Schiffahrt und Musik ein."

StadtAlexandria
BesonderheitenMärtyrerin

13.12.

Ottilia (Ottilie, Odilia, Odile)

Ottilia (Odilia, Odile) von Hohenburg war die Tochter eines elsässischen Herzogs. Da sie blind geboren wurde, verstieß sie der Vater. Doch als das Mädchen die christliche Taufe empfing, wurde es sehend. Der Vater schenkte ihr nach einem Gesinnungswandel später die Hohenburg bei Straßburg, wo Ottilia ein Kloster errichten ließ, in das sie selber eintrat. Als Äbtissin erlangte sie großes Ansehen. Um das Jahr 720 war ihre Lebensuhr abgelaufen. Ottilias Grab wurde zu einer viel besuchten Wallfahrtsstätte. Die hl Äbtissin wurde zur Patronin des Elsaß und zur Patronin der Blinden und Blindenheime sowie gegen Augenkrankheiten erhoben.

Datum: 21.01.

21.01.

Agnes

Agnes, die "Kind-Heilige", wurde im Alter von 12 Jahren zu Rom gemartert. Von ihrer außergewöhnlichen Schönheit und Anmut bezaubert, soll ihr der Sohn des römischen Stadtpräfekten einen Heiratsantrag gemacht haben. Doch sie lehnte diesen, so wird berichtet, mit dem Hinweis ab, sie sei schon mit einem anderen verlobt. Als der eifersüchtige Jüngling den Namen des Bräutigams erfahren wollte, gestand Agnes, sie sei ein Braut Christi. Daraufhin steckte der Statthalter - so erzählt es die Legende - das Mädchen in ein öffentliches Haus. Doch als sein Sohn das junge Mädchen dort schänden wollte, fiel er tot um. Erst durch Agnes' Gebet soll er wieder zum Leben erweckt worden sein. - Da das Feuer auf dem Scheiterhaufen der Jungfrau, die keine Angst vor dem Tod hatte, nichts anhaben konnte, wurde sie durch einen Dolchstoß in den Hals getötet. Agnes ist die Patronin der Jungfrauen und aller jungen Mädchen. In früherer Zeit wurde sie als Schutzheilige für die Bewahrung der Jungfräulichkeit angerufen. + 304 (?). Wetterregel: "Wenn Sankt Agnes ist gekommen, wird neuer Saft im Baum vernommen."

StadtRom
BesonderheitenGewaltopfer

21.01.

Epiphanius

Epiphanius Namenstag: 21.1 Namenspatron: Epiphanius, Bischof von Pavia, war einer der bedeutendsten Bischöfe in der Zeit der Völkerwanderung und stand sowohl bei Odoaker als auch bei Theoderich dem Großen in hohen Ehren, weshalb er als geschickter Unterhändler bei den Mächtigen seiner Zeit viel erreichen konnte. Man nannte ihn den „Friedensengel Italiens“. + 21.1496. - Seine Reliquien kamen 962 in den Dom zu Hildesheim.

21.01.

Ines

Ines de Beniganim (Ordensname: Sr.Josepha Maria von der hl Agnes) wurde 1625 als Tochter frommer Bauersleute in der Nähe von Valencia geboren. Als Laienschwester trat sie in das Kloster zu Beniganim ein. Sie war durch eine "Tiefe des Charakters" ausgezeichnet, besaß die Gabe der Prophetie und konnte Kranken erstaunliche Kraft und Zuversicht ver-leihen, was oft zu unerwarteten Heilungen führte. + 21.1.1696.

Besonderheiteneinfache, arme Leute

21.01.

Meinrad,

Meinrad, der im Kloster auf der Reichenau im Bodensee erzogen worden war, lebte als Einsiedler am Zürchersee in der Schweiz. Später ließ er sich in der Bergeinsamkeit (Finsterwald) nieder, wo er am 21. Januar 861 von Räubern, die er vorher noch freundlich bewirtet hatte, grundlos ermordet wurde

BesonderheitenEinsiedler Gewaltopfer

21.01.

Patroklus

Patroklus wurde in der Christenverfolgung durch Kaiser Valerian zu Troyes (F) getötet. Seine Reliquien kamen später nach Soest (Westfalen), wo er zum Stadtpatron erhoben wurde. + um 259.

StadtSoest in Westphalen
BesonderheitenGewaltopfer