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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Land: Europa Deutschland (Bayern)

02.04.

Eustasius

Eustasius, ein Schüler des hl Columban (siehe 23.11), wurde 615 dessen Nachfolger als Abt des berühmten Reformklosters Luxeuil. Er kam als Glaubensbote nach Bayern und gründete dort gemeinsam mit Agilus das Kloster Weltenburg. + 2.4659.

05.04.

Crescentia (Kreszentia)

Crescentia (Kreszentia) von Kaufbeuren kam als Anna Höß im Jahr 1682 als Kind einer sehr armen Weberfamilie im Allgäu zur Welt. Gern wäre sie ins Kloster der Franziskanerinnen in ihrer Heimatstadt eingetreten, aber ihre Aufnahmegesuche wurden immer wieder abgelehnt. Franziskanerklöster hatten keinen Besitz und waren auf die Mitgift der Schwestern und Brüder angewiesen - und die Webertochter war viel zu arm. Erst auf den ausdrücklichen Wunsch des Bürgermeisters, dem das Kloster viel zu verdanken hatte, wurde Anna Höß, inzwischen 21 Jahre alt, aufgenommen. - Doch die Oberin vergaß nie, dass die Aufnahme unter Druck erfolgt war. Der körperlich schwächlichen Novizin wurden die schwersten Arbeiten aufgebürdet, doch zur Verwunderung der Mitschwestern ertrug diese alle Quälereien, ohne sich zu beklagen. Schließlich wurde das Martyrium der Dulderin auch außerhalb des Klosters bekannt. Eine Untersuchung fand statt, die unwürdige Oberin wurde abgesetzt, die arme Webertochter aber zur Novizenmeisterin gewählt, später - 1741 - sogar zur Oberin. - Der Ruf der zarten, oft kränklichen, aber immer freundlichen Ordensfrau, die auch alle körperlichen Leiden mit unerschütterlicher Geduld ertrug - sie litt bis an ihr Lebensende unter fast unerträglichen Kopfschmerzen, die wohl psychischer Natur waren - drang schließlich auch über die Stadtgrenzen hinaus. Zuletzt standen sogar so hochgestellte Persönlichkeiten wie Kaiserin Maria Theresia, der Kurfürst von Bayern und der Kurfürst von Köln mit ihr in brieflichem Kontakt und suchten ihren Rat. Als Mutter Crescentia im Alter von 61 Jahren starb, wurde ihr Tod nicht nur im Orden, sondern auch von der ganzen Bevölkerung betrauert. Eine unüberschaubare Menschenmenge hatte sich zu ihrem Begräbnis eingefunden. + 5.4.1744

14.04.

Ernestine (Erna, Ernesta)

Ernestine (Erna), die Tochter des Herzogs von Pfalz-Sulzbach, trat 1731 als Witwe in Neuburg an der Donau (Oberbayern) in den Karmeliterorden ein. Sie war den Mit-schwestern ein Vorbild an Demut und Gehorsam. + 14.4.1775.

04.05.

Aribo (Arbeo)

Aribo (Arbeo), ein Schüler des hl Korbinian (siehe 20.11.), wurde 763 zum (ersten) Abt des Klosters Scharnitz in Oberbayern, zwei Jahre später zum Bischof von Freising ernannt. Bald zählte er zu den angesehensten Kirchenpersönlichkeiten seiner Zeit. Mehrere neue Klöster, so Schlier-see und Innichen, sind Aribos Gründungen. Literarische Berühmtheit erlangte der bayrische Bischof als Verfasser des Abrogans, des ersten deutsch-lateinischen Wörterbuchs. + 4.5.783 .

05.05.

Gotthard (Godehard)

Gotthard (Godehard) wurde um 960 in einem Dorf in Niederbayern als Sohn armer Bauern geboren. Er durfte die Klosterschule in Niederaltaich besuchen, weil der geistig sehr rege Knabe den Mönchen, für die sein Vater arbeitete, aufgefallen war. Als Erwachsener trat Gotthard auf eigenen Wunsch in das Kloster ein und wurde innerhalb weniger Jahre zum Prior, dann zum Abt ernannt. Auf Grund seiner geistigen Fähigkeiten und seines großartigen Charakters wurde Gotthard von Kaiser Heinrich II. zum Bischof von Hildesheim im Herzogtum Sachsen (heute Niedersachsen) ernannt. In seinem neuen Amt wurde der Kirchenfürst aus dem Bauernstand ein eifriger Kämpfer für die cluniazensische Klosterreform. Er ließ 30 neue Kirchen erbauen, war insbesondere ein Förderer des Schulwesens und errichtete u.a. die bekannt gewordene Schule für Schreib- und Malkunst in Hildesheim. Nach dem populären Bischof wurde (wahrscheinlich) der Sankt-Gotthard-Pass benannt. - Trotz seines hohen Ansehens bewahrte sich der Gottesmann immer sein liebenswürdiges und bescheidenes Wesen, das die Mitmenschen so sehr an ihm mochten. Er starb im Alter von 78 Jahren am 5. Mai 1038 in seiner Bischofsstadt Hildesheim. Sankt Gotthard war der erste Bayer, der offiziell heilig gesprochen wurde. - Gotthard ist Patron des Bistums Hildesheim, gegen Gicht und Rheumatismus, gegen Kinderkrankheiten sowie gegen Blitz und Hagel

07.05.

Helga (Heilika, Heilke, Olga)

Heilika (Helga, Olga) war Äbtissin von Niedernburg (Passau), wo. Königin Gisela nach ihrer Befreiung Zuflucht fand. + 1020.

09.05.

Volkmar

Volkmar, Reformabt von Niederaltaich, wollte die Mönche zwingen, die Ordensregeln strikt einzuhalten. Doch einige waren dazu nicht bereit und leisteten Widerstand. Als Abt Volkmar in einem Boot die Donau überqueren wollte, wurde er von einem Pfeil in den Rücken getroffen und tödlich verwundet. + 9.5.1282.

BesonderheitenGewaltopfer Reformer

15.05.

Heinrich

Heinrich von Riedenburg war der Sohn eines bayrischen Grafen. 40 Jahre lang soll er als Pilger durch die Lande gezogen sein. Dann ließ er sich als Einsiedler bei Ebrantshausen in Niederbayern nieder. Sein Grab war im Mittelalter ein viel besuchter Wallfahrtsort. + um 1150.

StandAdel
BesonderheitenEinsiedler

19.05.

Kuno,

Kuno, Bischof von Regensburg, vorher Abt des Klosters Siegburg, war nicht nur ein gottesfürchtiger Mann, sondern auch ein großer Förderer der Wissenschaft, der um sich viele geistige Größen seiner Zeit versammelte. + 19.5.1132

StandBischof
StadtRegensburg

23.05.

Bartholomäus

Bartholomäus Agricola, ein Bauernsohn aus Bayern wurde Franziskanerpriester und ein glänzender Volksprediger. Ganz besonders nahm er sich der in Not Geratenen und der Gefangenen an. + 23.5.1621.

BesonderheitenSozialengagement

31.05.

Mechthild

Mechthild von Andechs war die Tochter eines bayrischen Grafen. Schon sehr früh wurde sie den Nonnen im nahen Kloster Dießen zur Erziehung übergeben, wie es zu jener Zeit in Adelskreisen üblich war. Doch die Grafentochter entwickelte bald eine tiefe Frömmigkeit, und nachdem sie das notwendige Alter erreicht hatte, wurde sie selbst Augustiner-Chorfrau. Als sie vom Bischof von Augsburg zur Äbtissin des Klosters Edelstätten ernannt wurde, lehnte sie die Berufung zunächst ab, musste aber auf persönliche Aufforderung des Papstes hin gehorchen. Binnen kurzer Zeit reformierte die junge Äbtissin nun nicht nur das eigene Kloster, sondern war auch anderswo als erfolgreiche Klosterreformerin tätig. Als Mechthild ihre Aufgabe erfüllt sah, kehrte sie in ihr früheres Kloster Dießen zurück und lebte dort bis zu ihrem Tod am 31. Mai 1160 als einfache Nonne

StandAdel
BesonderheitenReformer

10.06.

Josef

Josef Kugler (On: Eustachius), 1867 als Bauernsohn in der Oberpfalz geboren, war von Kindheit an behindert. Erst im Alter von 26 Jahren durfte er dem Spitalsorden der "Barmherzigen Brüder" beitreten und konnte so seinen Wunsch, Kranken und Behinderten bei- zustehen, Wirklichkeit werden lassen. Zwölf Jahre später ernannte man ihn zum Prior der Pflegeanstalt in Straubing, nach weiteren acht Jahren zum Prior des Krankenhauses in Neuburg an der Donau. 1925 wählte man den bescheidenen Bauernsohn zum ersten Mal zum Provinzial der bayrischen Ordensprovinz; viermal wurde er wiedergewählt. Seine Mitbrüder bescheinigten ihm Weitblick, Disziplin, Fleiß und Herzenswärme. Sein bleibendstes Werk war wohl der Bau des riesigen Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Regensburg, wofür er so viel Kritik hatte einstecken müssen. Am 10. Juni 1946, es war gerade Pfingstmontag, wurde der trotz seiner körperlichen Behinderung so tatkräftige Geistliche in die ewige Heimat abberufen. Im ehemaligen Kalender: Margarita von Schottland: Bauernregel: "Hat Margret keinen Sonnenschein, dann kommt das Heu nie trocken ein."

BesonderheitenSozialengagement

19.06.

Rasso (Ratold)

Rasso (Ratold) aus dem bayrischen Geschlecht der Grafen von Andechs, er soll von Gestalt ein wahrer Riese gewesen sein, unternahm nach einem erfolgreich beendeten Krieg gegen die eingefallenen Ungarn eine Wallfahrt nach Rom, und anschließend ins Heilige Land. Von dort brachte er zahlreiche wertvolle Reliquien von Märtyrern mit. Für deren Aufbewahrung ließ er ein eigenes Kloster errichten, in das er zuletzt selber als Laienbruder eintrat. Doch noch ehe der Klosterbau vollendet war, starb der fromme Graf am 19. Juni 954.

StandAdel
StadtAndechs

02.07.

Wiltrud

Wiltrud war die Gründeräbtissin des Klosters Hohenwart in Oberbayern. + 2.7.(?) 1081.

04.07.

Hasso (Hatto)

Hasso (Hatto) schenkte seinen gesamten Besitz dem Kloster Ottobeuren und wurde Mönch, + 4.7.985.

04.07.

Wilhelm (Wiliam)

Wilhelm von Hirsau war als Kind zur Erziehung in das berühmte Regensburger Kloster Sankt Emmeram gekommen, wurde schließlich selber Benediktinermönch, arbeitete als Lehrer für Mathematik und Astronomie und verfasste naturwissenschaftliche Werke. Um das Jahr 1069 wurde er zum Abt des Klosters Hirsau im Schwarzwald ernannt, das er in der Folge nach dem Beispiel von Cluny zu einem beispielgebenden Reformkloster machte. Die "Hirsauer Reform" umfasste bald auch andere Klöster. In Hirsau selbst wollten so viele als Mönch aufgenommen werden, dass schließlich ein weiteres Kloster errichtet werden musste. + 4.(5.?) Juli 973. .

StadtRegensburg
BesonderheitenReformer

05.07.

Albrecht

Albrecht VI., Herzog von Bayern, genannt der "Leuchtenberger", war ein friedliebender und gerechter Landesvater, wie es zu seiner Zeit nur wenige gab. + 5.7. 1666.

13.07.

Heinrich

Heinrich II. ging als der "heilige Kaiser" in die Geschichte ein. Er wurde 973 als Sohn des Bayernherzogs geboren und war ab 995 selber Herzog von Bayern. Nach dem Tod des mit ihm verwandten Kaisers Otto III. wählten die Fürsten den Bayernherzog zum deutschen König. Im Jahr 1004 wurde Heinrich in Rom, an der Seite seiner Gemahlin Kunigunde, zum römisch - deutschen Kaiser gekrönt. Der neue Kaiser war eine starke Persönlichkeit, ein ziel-bewusster Staatsmann, gebildet, humorvoll, alles in allem ein kluger und weitsichtiger Real-politiker. Geschickt beraten von seiner besonnenen Gemahlin, sicherte der Kaiser dem Reich eine ungewöhnlich lange Friedenszeit. Als tiefreligiöser Herrscher gründete er das Bistum Bamberg im Herzogtum Mainfranken, unterstützte mit viel Einsatz die Klosterreform-bewegung und hatte dabei engen Kontakt zum Reformabt Odilo von Cluny (siehe 3.1.). Heinrich II. war der letzte Kaiser aus dem Geschlecht der Ottonen. Er nannte sich Herrscher "von Gottes Gnaden", weil er seine kaiserliche Würde als Verpflichtung gegenüber Gott ansah. In späteren Jahrhunderten wurde dieser Titel von anderen Herrschern vollkommen anders ausgelegt und aufgefasst. - Der "heilige Kaiser" starb am 13. Juli 1024. Seine Ver-ehrung breite sich bald über ganz Mitteleuropa aus. (Im Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet wird der Gedenktag von Kaiserin Kunigunde (siehe 3.3.) gemeinsam mit dem ihres Gatten am 13. Juli begangen.) Heinrich und seine Gemahlin Kunigunde sind Patrone von Stadt und Diözese Bamberg. Der Kaiser ist außerdem Patron von Stadt und Bistum Basel.

StandAdel
StadtBamberg

02.08.

Gundaker (Gundekar)

Gundaker (Gundekar), der tatkräftige Bischof von Eichstätt (Bayern), ließ während seiner Amtszeit mehr als 100 Gotteshäuser errichten. + 2.8.1075.

StandBischof
StadtEichstätt

06.08.

Berta

Berta von Biburg ermöglichte nicht nur durch den Einsatz ihres persönlichen Besitzes, die Gründung des niederbayrischen Klosters Biburg, sie half auch durch eigener Hände Arbeit beim Bau mit und schleppte mit großer Ausdauer Bausteine zur Baustelle. + um 1130..

08.08.

Altmann

Altmann, Bischof von Passau, + 8.8.1091, siehe 9.8.! .

08.08.

Hartwig

Hartwig, Abt von Tegernsee, war der Reformator seines Klosters; + 8.8982

23.08.

Richilde

Richilde lebte als Rekluse (freiwillig Eingemauerte) beim Kloster Hohenwart in Oberbayern. Da sich an ihrer Begräbnisstätte zahlreiche Wunder ereigneten, wandelte man die Zelle der schon zu Lebzeiten verehrten Frau in eine Kapelle um.. + 23.8.1100.

BesonderheitenEinsiedlerin

12.09.

Denhard (Degenhard, Deinhard

Denhard (Degenhard, Deinhard) war zunächst Laienbruder zu Niederaltaich. Dann zog er sich als Einsiedler in die Einsamkeit des Bayrischen Waldes zurück. + 12.9.1374.

BesonderheitenEinsiedler

23.09.

Rotraud (Rotrud, Rotraut)

Rotraud (Rotrud) war die erste Äbtissin des von Kaiser Heinrich II. gegründeten Klosters in Neuburg an der Donau (Bayern). Sie wurde als weise Ratgeberin von allen Ständen geschätzt. + um 1020.

27.09.

Eberhard

Eberhard von Tüntenhausen, auch Erhard genannt, war ein frommer Hirte, der mit seiner Schafherde in der Gegend zwischen Freising und München umherzog. Er starb um 1370. Die Bauern der Gegend beteten zu ihm, wenn Tiere erkrankt waren, entnahmen seinem Grab Erde und mengten es unter das Futter der kranken Tiere. Es ist offiziell bestätigt, dass die grauweiße Erde das Heilverfahren tatsächlich positiv beeinflusst hat. Der heilige Hirte ist Patron der Haustiere und Schutzheiliger gegen Viehseuchen

StadtFreising
Besonderheiteneinfache, arme Leute

02.10.

Balthasar

Balthasar Werner, ein bayrischer Franziskanerpater, lebte 25 Jahre als „Sammelbruder“ im Annenkloster in München und war als Pförtner seines Klosters, der auch als Schuhmacher arbeitete; wegen seines freundlichen, gutmütigen Charakters allseits beliebt, + 2.101943.

StadtMünchen
Besonderheiten20. Jahrhundert

03.10.

Udo (Utto)

Udo (Utto), ein "Rodungsmönch", wurde der erste Abt des Klosters Metten in Niederbayern. Er rodete mit seinen Mitbrüdern große Gebiete und machte sie so der Besiedlung durch bayrische Bauern zugänglich. + 3.10.829.

05.10.

Anna

Anna Schäffer, geboren 1882 in Mindelstetten in Bayern, erduldete 25 Jahre lang heroisch die schlimmsten Schmerzen. 15 Jahre lang trug sie, von der Umwelt unbemerkt, die Wundmale Christi. Die junge Frau schrieb ihre mystischen Erlebnisse nieder und tröstete andere Schwerkranke in zahllosen Briefen. Alle, die das Leiden der Anna Schäffer mit-erlebten, fragten sich, wie ein Mensch so viele Qualen ertragen könne. An ihrem Sterbe-tag, dem 5. Oktober 1925, empfing die Dulderin noch einmal die Heilige Kommunion, machte unter größten Anstrengungen das Kreuzzeichen und betete: "Jesus dir leb' ich, Jesus, dir sterb' ich, Jesus dein bin ich im Leben wie im Tod.". Dann schloss sie die Augen für immer.

BesonderheitenMystikerin

09.10.

Günther (Gunther, Gunnar)

Günther von Niederaltaich wurde nach persönlichen Enttäuschungen Einsiedler und war schließlich mit großem Einsatz als "Rodungsmönch" im Böhmerwald tätig. Der "heilige Mann" genoss so großes Ansehen, dass er mehrfach als Vermittler zwischen Bayern und Böhmen, sogar vom Kaiser, angerufen wurde. + 9.10.1045.

BesonderheitenEinsiedler

09.10.

Emanuela

Emanuela Theresia von Wittelsbach, Tochter des bayrischen Kurfürsten, lebte in strengster Askese als demütige Ordensfrau im Angerkloster in München. + 9.10.1750.

15.10.

Aurelia

Aurelia von Regensburg lebte als Reklusin beim Kloster St.Emmeran. Sie soll eine Tochter des Grafen von Paris gewesen sein, die vor einer Heirat geflohen war, um ihre Jungfräulichkeit zu bewahren. + 15.10 1027(?).

04.11.

Eilbert

Eilbert (Egilbert), von 1002-1005 Vorstand der kaiserlichen Kanzlei und ständiger Begleiter von Kaiser Heinrich II., wurde 1006 zum Bischof von Freising ernannt. Er gründete in seiner Bischofsstadt die Benediktiner-Abtei Weihenstephan. + 4.111039

Datum: 13.12.

13.12.

Edburga (Edda)

Edburga (Edda) war die hochgebildete Äbtissin von Minster (GB). Sie unterstützte (auch finanziell) das Missionswerk des Winfried Bonifatius in Deutschland. + 751

13.12.

Jodok (Jobst, Jost)

Jodok (Jobst, Jost) war der Sohn eines Fürsten aus der Bretagne. Um nicht die Nachfolge des Vaters antreten zu müssen, floh er von zu Hause und wurde Einsiedler. Er starb 668 oder 669.

StandAdel
BesonderheitenEinsiedler

13.12.

Lucia

Lucia (Luzia) war um 286 in Syrakus auf Sizilien zur Welt gekommen. Schon als Kind legte sie das Gelübde der Keuschheit ab (Im frühen Christentum hatte das Jungfräulichkeits-Ideal einen besonders hohen Stellenwert). Als Lucia ins heiratsfähige Alter kam, suchte ihre Mutter für sie einen Bräutigam aus einem vornehmen Haus aus. Dem Mädchen gelang es zunächst, die Verlobung immer weiter hinauszuzögern. Als die Mutter dann schwer erkrankte, überredete Lucia sie zu einer Wallfahrt zum Grab der hl Agatha in Catania. Da die Mutter daraufhin ganz plötzlich gesund wurde, erfüllte sie ihrer Tochter schweren Herzens den sehnlichsten Wunsch, zurückgezogen ein jungfräuliches Leben führen zu dürfen. Doch der Bräutigam war mit dieser Entscheidung keineswegs einverstanden. Gekränkt und in seinem männlichen Stolz verletzt, zeigte er die Braut beim Statthalter von Kaiser Diokletian als Christin an. Als die junge Frau sich trotz Kerkerhaft und Folterungen standhaft zu ihrem Glauben bekannte, starb sie im Jahr 304 als Märtyrin. Lucia ist Patronin der kranken Kinder, der reuigen Dirnen, der Sattler, Polsterer, Kutscher, Schneider, Näherinnen, Weber, Schreiber, Notare, Anwälte, Schuldiener, Türhüter sowie Schutzheilige gegen Augenleiden, Halsschmerzen, Infektionen, Blutfluss und Ruhr. Anmerkung: Im evangelischen Schweden hat sich bis heute der Brauch erhalten, am 13. Dezember das Fest der „Lichtbraut“ (Lucia bedeutet „die Leuchtende“) zu feiern. Weiß gekleidete Mädchen tragen einen Kranz mit brennenden Kerzen auf dem Kopf, einen zweiten in den Händen. Bauernregeln: „Kommt die heilige Lucia, so ist die Kälte auch schon da.“ „Geht zu Sankt Lucia die Gans im Dreck, so geht sie am Christtag auf Eis.“ „Sankt Lucia kürzt den Tag, so viel sie ihn nur kürzen mag.“ „An Sankt Lucia, ist der Abend dem Morgen nah.“

BesonderheitenGewaltopfer

13.12.

Ottilia (Ottilie, Odilia, Odile)

Ottilia (Odilia, Odile) von Hohenburg war die Tochter eines elsässischen Herzogs. Da sie blind geboren wurde, verstieß sie der Vater. Doch als das Mädchen die christliche Taufe empfing, wurde es sehend. Der Vater schenkte ihr nach einem Gesinnungswandel später die Hohenburg bei Straßburg, wo Ottilia ein Kloster errichten ließ, in das sie selber eintrat. Als Äbtissin erlangte sie großes Ansehen. Um das Jahr 720 war ihre Lebensuhr abgelaufen. Ottilias Grab wurde zu einer viel besuchten Wallfahrtsstätte. Die hl Äbtissin wurde zur Patronin des Elsaß und zur Patronin der Blinden und Blindenheime sowie gegen Augenkrankheiten erhoben.