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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Land: Europa Frankreich

02.01.

Adelhard

(Adalhard), ein Cousin Karls des Großen, von dem er oft als Gesandter in kirchlichen und politischen Angelegenheiten eingesetzt wurde, gründete die westfälischen Abteien Corvey und Herford. + 2.1.826.

StandAdel
StadtCorvey Herford

03.01.

Genoveva

(Ginevra), die Schutzpatronin von Paris, wurde um das Jahr 422 geboren. Sie war schon früh Vollwaise geworden und sah ihre Lebensaufgabe fast nur darin, den Mitmenschen zu helfen, sich um Kranke zu kümmern und Gefangenen beizustehen. - Durch ihre Fürbitten sollen die mordenden und plündernden Horden der Hunnen im Jahre 451 an Paris vorüber-gezogen sein. Seit jener Zeit wurde die bescheidene junge Frau von der Bevölkerung bewundert und mit Ehrfurcht behandelt. Als Paris von den damals noch heidnischen Franken belagert wurde, soll Genoveva gemeinsam mit anderen mutigen Frauen den Belagerungsring durchbrochen und die Bevölkerung heimlich nachts - mit Kähnen über die Seine - mit den lebensnotwendigen Nahrungsmitteln versorgt haben. Über dem Grab der Heiligen ließ schon der Frankenkönig Chlodwig I. die Kirche Sainte Geneviève erbauen. Während der Französi-schen Revolution wurde das Gotteshaus "zur Ehre aller Götter und zum Begräbnis berühmter Männer der französischen Nation" zum "Panthéon" umgewandelt. Die Reliquien und der kostbare Reliquienschrein fielen der Zerstörungswut der Revolutionäre zum Opfer. + 3.1.502. Wetterregel: "Bringt Genoveva uns Sturm und Wind, so ist uns Waltraud (9.April) oft gelind."

StadtParis

07.01.

Sigrid

Sigrid lebte als Schafhirtin anspruchslos, aber glücklich, nahe Poitiers (F). 5.Jhdt (?)

Besonderheiteneinfache, arme Leute

09.01.

Alice Le Clerc

Alice (Alexia, Alix) Le Clerc (Ordensname: Sr.Maria Theresia von Jesus), gründete 1589 den Schulorden der "Chorfrauen Unserer Lieben Frau", der sich um die Erziehung und Ausbildung junger Mädchen kümmerte. Erst jetzt, im Zeitalter der Gegenreformation, wurde dem Unterricht von Mädchen größere Aufmerksamkeit geschenkt. + 9.1.1622.

BesonderheitenSozialengagement

10.01.

Léonie Aviat

Léonie Aviat (Ordensname: Sr. Francisca Salesia), 1844 in Sézanne (F) geboren, hatte als junges Mädchen kennengelernt, unter welch unwürdigen Verhältnissen die Frauen und Mädchen in den Fabriken ihrer Arbeit nachgehen mussten. Mit 22 Jahren lernte sie Pater Alois Brisson kennen, der sich fürsorglich um die Arbeiterinnen kümmerte. Sogleich begann sie mit ihm zusammenzuarbeiten und gründete gemeinsam mit einer Gefährtin, unterstützt von Pater Brisson, die Kongregation "Oblatinnen des hl Franz von Sales", die bald überall im Land großes Echo fand. Ihre Mitglieder gründeten und unterhielten mit großem Einsatz Heime, Schulen und Internate für die von staatlichen Stellen völlig vernachlässigten Fabrikarbeiterinnen. Im Laufe der Jahre breitete sich die Kongregation über die halbe Welt aus. Ihre Gründerin starb am 10.Januar 1914.

BesonderheitenSozialengagement

10.01.

Wilhelm von Bourges

Wilhelm, Erzbischof von Bourges, war ein mildtätiger und warmherziger Seelenhirte. Reuige Sünder behandelte er mit großer Nachsicht und Güte. + 10.1.1209.

StandBischof
StadtBourges

13.01.

Hilarius von Poitiers

Hilarius von Poitiers, Kirchenlehrer, stammte aus einer heidnischen Familie und war wahrscheinlich im höheren Verwaltungsdienst tätig. Immer wieder beschäftigte ihn die Frage nach dem Tod, nach der Bestimmung des Menschen und dem Sinn der menschlichen Existenz. Dann las er die Bibel - und fand eine Antwort auf seine Fragen. Im Jahr 345 ließ er sich taufen, und schon um 350 wurde er vom Volk zum Bischof seiner Heimatstadt ausgerufen. Sehr bald sah er sich in eine Auseinandersetzung mit dem Arianismus, dem der damalige römische Kaiser anhing, hineingezogen und wurde deshalb in den Osten des Reiches verbannt. Hier studierte Hilarius das Denken des Orients. In seiner im Exil verfaßten Schrift "De Trinitate" (Über die Dreifaltigkeit) bemühte er sich, die Lehre des Arius, für den Christus nur ein Mensch war, zu widerlegen. Doch trotz allem suchte der Bischof immer das Gespräch mit den Gegnern, verband östliche und westliche Theologie mit einander und setzte sich für die Vereinigung der beiden feindlichen christlichen Glaubensrichtungen ein. Gerade seine Versöhnlichkeit aber war führenden Arianern ein Dorn im Auge. So veranlassten sie den Kaiser, den "Unruhestifter" nach Gallien zurückzuschicken. In allen seinen Schriften betont Hilarius immer wieder die Verträglichkeit von Glauben und Vernunft und dass zu einem wahren Theologen nicht nur ein scharfer Verstand, sondern auch ein gläubiges Herz gehört. + 13.1.367.

StandBischof
StadtPoitiers
BesonderheitenKirchenlehrer

13.01.

Hilmar

Hilmar (Helmar, Hildemar) war der fromme, aber tatkräftige Hofkaplan Wilhelms des Eroberers in London. Gegen Ende seines Lebens ging er in seine Heimat zurück und gründete (um 1090) das Augustiner-Chorherrenstift Arrouaise nahe Arras in Nordfrankreich, wo er am 13. Januar 1198 verstarb.

17.01.

Rosalind

Rosalind (Rosalina) war die charismatische Priorin des Karthäuserklosters zu Celle-Roubaud in der Provence. Sie war mit großem Einfühlungsvermögen ausgestattet und soll die Gabe der Krankenheilung besessen haben. Ihr Leichnam blieb lange Zeit unversehrt. + 17.1.1329.

21.01.

Patroklus

Patroklus wurde in der Christenverfolgung durch Kaiser Valerian zu Troyes (F) getötet. Seine Reliquien kamen später nach Soest (Westfalen), wo er zum Stadtpatron erhoben wurde. + um 259.

StadtSoest in Westphalen
BesonderheitenGewaltopfer

24.01.

Vera

Vera , eine vorbildliche gallische Christin und Wohltäterin, lebte um 400 zu Clermont (F)

BesonderheitenSozialengagement

26.01.

Alberich und Robert

Alberich gründete gemeinsam mit Robert von Molesme (+ 1111) den Zisterzienserorden und wurde nach diesem der zweite Abt des Stammklosters Citeaux. + 26.1.1109.

BesonderheitenOrdensgründer

27.01.

Julian

Julian (Julien), der erste Bischof von Le Mans (F), soll um 250 gelebt haben. Reliquien befinden sich in der westfälischen Bischofsstadt Paderborn.

StandBischof
StadtLe Mans

28.01.

Caroline (Carola, Karla)

Caroline de Malberg, eine nicht sehr glücklich verheiratete Frau aus Metz (Lothringen), gründete 1872 für weltliche Frauen, die lernen wollten, sich zu vervollkommnen, ihre Kinder richtig zu erziehen und den christlichen Geist in ihrer Familie zu fördern, die "Gesellschaft der Töchter des hl Franz von Sales". + 28.1.1891.

StadtMetz
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

30.01.

Adelgunde

Adelgunde stammte angeblich aus dem merowingischen Königshaus. Sie war Gründerin und Äbtissin des Klosters Maubeuge (F). + an einem 30.Januar um 700.

31.01.

Emma (Hemma)

Emma (Hemma), Königin der Ostfranken, kümmerte sich - trotz sieben eigener Kinder - als herzensgute Landesmutter verantwortungsbewusst um die Bedürftigen. + 31.1.876.

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

01.02.

Reginald

Reginald von St.Gilles unterrichtete als angesehener Hochschullehrer in Paris. Nachdem er den hl Dominikus persönlich kennengelernt hatte, schloss er sich dem Dominikanerorden an. In der Folge gründete er die Dominikanerklöster in Paris und Bologna. + 1.2.1220

StadtParis Bologna

02.02.

Jakob (Jacques)

Jakob (Jacques) Libermann, 1802 in Zabern im Elsaß geboren, konvertierte vom jüdischen zum katholischen Glauben und wurde Priester. 1841 gründete er die Kongregation "Vom heiligen Herzen Mariens", die sich die in Vergessenheit geratene Missionierung Schwarzafrikas zur Aufgabe machen sollte. Er starb am 2.Februar 1852 in Paris.

BesonderheitenOrdensgründer

03.02.

Claudia (Claudine, Klaudia)

Maria-Claudia (Marie-Claudine) Thévenet, gründete zu Lyon (F) die „Kongregation der heiligsten Herzen Jesu und Mariä“, deren Mitglieder sich um die Mädchenerziehung, die Betreuung von Waisenkindern und um verlassene Mädchen kümmerten. + 3.2.1837.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

04.02.

Name: Johanna (Jeanne, Jeannette)

ohanna von Valois wurde, weil sie missgestaltet war, herumgestoßen und verachtet. Sie starb am 4.Februar 1505 nach einem Leben voller Demütigungen und Entsagung.

Besonderheiteneinfache, arme Leute

06.02.

Gaston (Vedast, Foster)

Gaston (Vedast, Foster), ein Priester, war ein rastloser Organisator der durch die Hunneneinfälle weitgehend zerstörten Gebiete der Diözese Arras (F). Schon früh wurde er als "Volksheiliger" verehrt. + 6.2.540.

14.02.

Licinius

Licinius (Lézin), der Sohn eines Grafen, wurde nach dem Jahr 590 zum Bischof von Angers (Anjou, Westfrankreich) erhoben. Viel lieber hätte er ein beschauliches Leben geführt, weshalb er sich immer wieder in das von ihm gegründete Kloster Sankt Johannes Baptist, das außerhalb der Stadt lag, zurückzog. Als er auf sein Amt verzichten wollte, waren weder der König noch die Bischöfe damit einverstanden. + vor 610. – Licinius ist Patron der Schieferdecker (Dachdecker).

StandBischof
StadtAnjou

15.02.

Georgia

Georgia, Jungfrau zu Clermont (F), lebte in großer Zurückgezogenheit bei Fasten und Gebet. Ihren Sarg sollen weiße Tauben zum Friedhof begleitet haben. + um 600.

BesonderheitenEinsiedlerin

22.02.

Isabella (Elisabeth, Isabeau, Isabelle)

Isabella (Elisabeth, Isabeau), die Schwester König Ludwigs IX. von Frankreich, gründete in der Nähe ihres Hauses in Paris-Longchamp ein Kloster und führte als Klarissin ein strenges Büßerleben. + 22.2.1270.

StandAdel
BesonderheitenBüßerin

25.02.

Adeltrud

Adeltrud, eine Tochter der hl Waltraud (siehe 9.4.), war Äbtissin zu Maubeuge (Nordost-frankreich). + 25.2. um 696.

27.02.

Baldomer (Baldur, Balder)

Baldomer (Baldur, Balder), lebte als Schmied zu Lyon (F). Da er Armut nicht mit ansehen konnte, verteilte er den Lohn für seine Arbeit meist unter den Notleidenden. Wenn ihm das Geld einmal ausgegangen war, soll er auch noch sein Werkzeug verschenkt haben. + um 660..

StadtLyon
BesonderheitenSozialengagement

28.02.

Roman (Romanus, Romano, Romain)

Roman stammte aus der Gegend von Lyon (F) und zog mit 35 Jahren in die Einsamkeit der Bergwildnis des Juragebirges. Gemeinsam mit seinem Bruder Lupicin., der ihm gefolgt war, gründete er das Kloster Condat (Burgund), dessen erster Abt Roman wurde. Da das Kloster die große Zahl der Eintrittswilligen bald nicht mehr fassen konnte, musste der charismatische Abt ein zweites Kloster errichten. + 464. Lostag: "Ist Sankt Roman hell und klar, bedeutet das ein gutes Jahr." .

BesonderheitenEinsiedler

01.03.

Albin (Albinus, Aubin)

Albin (Albinus, Aubin) von Angers war ein Augustiner-Chorherr, der aus der Bretagne stammte. Um 529 wurde der hochgeschätzte Ordensmann zum Bischof von Angers (an der Loire, Westfrankreich) berufen. Er war streng zu sich selbst, betete, fastete und durchwachte ganze Nächte im Gebet, aber er war auch konsequent bei der Wiederherstellung der Moral des Klerus in seinem Bistum. Die Legende berichtet, der bescheidene Mann habe die Gabe der Wunderheilung besessen. + um 550. Lostagsregeln: „Wenn es an Sankt Albin regnet, gibt es weder Heu noch Stroh.“ - „Regen an Sankt Albinus bringt dem Bauern viel Verdruss.“

01.03.

Roger

Roger Le Fort, Erzbischof von Bourges (F), galt als großer Wohltäter. Er nahm sich der Menschen seines Bistums wie ein Vater an und rief viele soziale Einrichtungen ins Leben. + 1368

StandBischof
StadtBourges
BesonderheitenSozialengagement

02.03.

Volker (Fulker, Fulko, Foulques, Fouquier)

Volker (Fulker, Fulko, Foulques, Fouquier), Pfarrer von Neuilly (nahe Paris), war ein mit-reißender Prediger. Sein immer wieder propagierter Leitsatz für das menschliche Zusammen-leben lautete: "Lebe so, dass du deinem Nächsten keinen Schaden zufügst!" - Er rief die Verantwortlichen zum Kampf gegen die Armut auf und trat für eine gerechte Verteilung der Güter ein. Ständig wiederholte er in seinen Predigten den Satz: "Vom Überfluss der Reichen könnten sich die Armen ernähren!". Am schärfsten griff Volker von Neuilly Wucherer und Spekulanten an, die bis zu 60% Zinsen verlangten und unzählige Existenzen ruinierten. Der Priester war so beliebt, dass er ständig von Menschen umgeben war. Man brachte Kranke und Bettlägerige zu ihm, und wenn er auch nie einen heilen konnte, so ging doch keiner ohne Trost von ihm. Insbesondere nahm er sich auch der Prostituierten an, deren Zahl im auf-strebenden Paris ständig anwuchs. Es gelang ihm, viele der Mädchen, die von der Armut zur Prostitution gezwungen worden waren, wieder in die Gesellschaft zurückzuführen. + 2.3.1201.

StadtParis
BesonderheitenSozialengagement

03.03.

Camilla

Camilla lebte als christliche Jungfrau in Auxerre (Zentralfrankreich) und genoss bei der Bevölkerung wegen ihres vorbildlichen Lebenswandels großes Ansehen. + 457.

StadtAuxerre

05.03.

Ingmar (Hingmar)

Ingmar (Hingmar) war Abt des Klosters St.Remi zu Reims, das unter seiner Leitung zu hohem Ansehen gelangte. + 967.

06.03.

Chrodegang

Chrodegang, Bischof von Metz, gründete zahlreiche Klöster und wurde zum Erneuerer des kirchlichen Lebens in seiner Diözese. + 6.3766.

StandBischof
StadtMetz
BesonderheitenReformer

08.03.

Gerhard (Gerd, Gert)

Gerhard, Abt von Clairvaux (F), war der erste Märtyrer des Zisterzienserordens. Er wurde von einem aufsässigen Mönch, der die Klosterregeln nicht einhalten wollte, erdolcht. + 1177

StadtClairvaux
BesonderheitenMärtyrer

09.03.

Anne (Annette)

Anne(tte) Eugénie Milleret (On: Sr.Eugenia Maria), kam aus einer reichen, aber völlig zerrütteten Familie. Der Vater war ein einflussreicher Politiker, die Mutter eine Dame der Gesellschaft. Um die Kinder - oder gar um deren religiöse Erziehung - kümmerten sich beide nicht. Nach einer ziellosen Jugend kam für die 22-jährige Anne eine plötzliche Wende. Die bis dahin an religiösen Dingen desinteressierte junge Frau hörte eher zufällig von einem charismatischen Priester, dessen Predigten sie dann so tief berührten, dass sie ein vollkommen anderer Mensch wurde. Sie entschloss sich, Ordensfrau zu werden und rief schließlich 1839 in Paris die Vereinigung der "Schwestern von der Himmelfahrt" (Assumptionistinnen) ins Leben, die sich vor allem um die Mädchenerziehung kümmern sollte. Schwester Eugenia Maria von Jesus wollte mithelfen, anderen Mädchen ein Schicksal wie das ihre zu ersparen. + 9.3.1898..

BesonderheitenSozialengagement

10.03.

Emil (Ämilius, Emilio, Émile)

Emil (Aemilianus, Aemilius) von Lagny, war um 640 aus Irland als Glaubensbote ins Frankenreich nach Gallien gekommen. 633 wurde er zum Abt des Klosters Lagny (an der Marne östlich von Paris) gewählt. + 675.

17.03.

Gertrud (Gertraud)

Gertrud (Gertraud), eine Tochter des einflussreichen fränkischen Hausmeiers Pippins des Älteren, lehnte eine glänzende Heirat ab und trat in das von ihrer Mutter Ida (siehe 8.5.) gestiftete Kloster Nivelles ein, dessen Äbtissin sie später wurde. Die überaus intelligente Frau eignete sich eine für die damalige Zeit ungewöhnlich hohe Bildung an und war auch als Schriftstellerin und Lehrerin tätig. Besonders bemühte sie sich, der weiblichen Jugend Wissen und Fertigkeiten beizubringen. Einer Legende nach soll Gertrud durch ihr Gebet das Land von einer Mäuseplage befreit und die Ernte und damit viele Menschen vor dem Hungertod gerettet haben. + 17.3. 659. - St. Gertraud ist Schutzheilige der Gärtner, der Feld- und Wiesenfrüchte sowie gegen Ratten- und Mäuseplagen. Bauernregel: „Sankt Gertraud den Garten anbaut.“ „Es führt St. Gertraud die Kuh zum Kraut, die Biene zum Flug und die Pferde zum Zug.“ „St. Gertraud mit der Maus treibt die Spinnerinnen aus dem Haus.“ (d.h. die Feldarbeit beginnt) „Bringt St. Gertraud noch Eis, wird der ganze Sommer nicht heiß.“

19.03.

Marcel

Marcel Callot, Sohn einer Arbeiterfamilie in Rennes (Bretagne), war Mitglied der Christ-lichen Arbeiterjugend. Nach der Niederlage Frankreichs durch Hitler-Deutschland kam er als Zwangsarbeiter in die Waffenfabrik Zella-Mehlis im Thüringer Wald. Da er hier heimlich eine religiös aktive Gruppe, die sich "Katholische Aktion" nannte, gegründet hatte, wurde er in das österreichische KZ Mauthausen abtransportiert und starb dort am 19.März 1945 an den erlittenen Misshandlungen.

Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

20.03.

Wolfram

Wolfram, ein fränkischer Benediktinermönch aus dem Kloster Fontenelle, wurde als Priester an den Hof des Merowingerkönigs Theoderich III. berufen. Um 690 wurde der angesehene Geistliche zum Erzbischof von Sens (an der Seine) gewählt und wirkte dann jahrelang erfolgreich als Glaubensbote und Glaubensfestiger in Gallien und bei den Friesen. + 20.3. um 700. Er ist Schutzheiliger gegen die Gefahren des Meeres und gegen Überschwemmungen. Name

30.03.

Armand

Armand Vallée, war ein französischer Militärpfarrer. Weil er von einer Fluchthilfeorganisation wusste, dies aber nicht "meldete", wurde er 1942 verhaftet und zu zwei Jahren Zucht-haus verurteilt, kam aber in mehrere KZs. Am Karfreitag, dem 30.März 1945, endete sein Leidensweg in der Totenbaracke des Lagers Mauthausen.

Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

01.04.

Hugo (Ugo)

Hugo von Grenoble, der Mitbegründer des Karthäuser-Ordens, war einer der am längsten amtierenden Bischöfe seiner Zeit. 52 Jahre lang hatte er in der Stadt in den französischen Alpen das Bischofsamt inne. Nicht überall war er, der immer energisch für eine Kirchenreform eintrat, Ämterkäuflichkeit und Priester-Ehe verurteilte, gern gesehen. Für viele hohe Herren war er nur ein lästiger Mahner, und sie hätten ihm gern das Schicksal Johannes des Täufers gegönnt. Schon zwei Jahre nach seinem Tod wurde der Bischof heiliggesprochen. + 1.41132

StandBischof
StadtGrenoble

07.04.

Johann Baptist

Johann Baptist de la Salle ist als Gründer des Ordens der „Schulbrüder“ in die Geschichte eingegangen. Er schuf 1679 in seiner Geburtsstadt Reims eine Freischule für Knaben aus den ärmeren Schichten, dann auch Schulen für berufstätige Jugendliche und Seminare für künftige Lehrer. Der Seelsorger hatte ein Herz für die unteren Bevölkerungsschichten, vor allem berührte ihn das Leid der vielen Kinder und Jugendlichen, die ihrem Milieu ohne Schulbildung nicht entfliehen konnten. Besonders setzte sich der Lehrer aus dem geistlichen Stand für den Unterricht in der Muttersprache - statt, wie damals üblich, in Latein - ein. Die Mitarbeiter, die an den „Armenschulen“ unterrichteten, nahm er im eigenen Haus auf und sorgte für sie. Aus der Gemeinschaft dieser unter einem Dach lebenden Lehrer entwickelte sich schließlich die Genossenschaft der „Brüder der christlichen Schule“ (Schulbrüder), die ihren Zöglingen ein „lebendiges“ Christentum vermitteln wollten. + 7.4.1719. Der französische Priester ist Patron der Lehrer und Erzieher

BesonderheitenSozialengagement

08.04.

Walter (Walther, Wolter, Gautier, Gualtiero)

Walter, ein einfacher, aber angesehener Mönch aus der Picardie (F), wurde um 1060 zum ersten Abt des Benediktinerklosters von Pontoise berufen. Weil er sich für diese Aufgabe nicht stark genug fühlte, floh er, musste aber auf Geheiß des Papstes in sein Amt zurückkeh-ren und meisterte schließlich die schwere Bürde. - In seiner kleinen Welt galt er bald als Vorbild an Demut und Bescheidenheit. Trotzdem - oder gerade deswegen - war er ein ausgezeichneter und vielgepriesener Lehrer und ein von allen respektierter Vorgesetzter. + 8.4.1099.

08.04.

Rose Marie (Rosemarie, Rosa Maria)

Rose-Marie Julie Billiart, 1751 in der Picardie (F) geboren, gab schon als Kind anderen Kindern Religionsunterricht. Durch einen Schock - sie musste einen Mordanschlag auf ihren Vater mit ansehen - wurde sie mit 23 Jahren plötzlich gelähmt. - Während der Französischen Revolution geriet die aktive Christin in den Verdacht, verfolgten Geistlichen Unterschlupf zu gewähren. Daher sollte die körperbehinderte "Hexe" auf dem Scheiter-haufen verbrannt werden. Mutige Freunde schmuggelten sie aber, in Strohballen versteckt, aus der Stadt. Immer auf der Flucht, konnte sie der Guillotine entgehen. In Amiens, wo die Frau endlich Ruhe gefunden hatte, rief sie 1804 die Kongregation der "Schwestern Unserer Lieben Frau" ins Leben, die sich der Mädchenerziehung widmen sollten. Doch die bekennende Christin wurde (1809) abermals vertrieben und fand in Namur (heute Belgien) Unterschlupf. Hier entstand das neue Mutterhaus des Ordens, der bald regen Zulauf zu verzeichnen hatte. Nach Jahren der Selbstaufgabe durfte Rose Marie Billiart im Alter noch erleben, dass sie völlig unerwartet von ihrer Lähmung geheilt wurde. + 8.4.1816.

StadtAmiens
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

13.04.

Ida

Ida von Boulogne war die Mutter des Gottfried von Bouillon, des späteren Königs von Jerusalem. Sie förderte Kirchen und Klöster und unterstützte insbesondere die Reform von Cluny. + 13.4.1113

BesonderheitenReformer

16.04.

Bernadette

Bernadette Soubirous erblickte am 17.Februar 1844 im Städtchen Lourdes, nahe der spanischen Grenze, das Licht der Welt. Das immer kränkelnde Mädchen wuchs in bitterster Armut auf. Der Familie, die eine heruntergekommene Mühle gepachtet hatte, fehlte oft das Notwendigste zum Leben. Die 14-jährige Bernadette sammelte am 11.Februar 1858 ge-meinsam mit ihrer Schwester und einer Freundin Holz in einem nahe gelegenen Wäldchen. Das an Asthma leidende Mädchen war hinter den anderen zurückgeblieben. Plötzlich hörte sie ein Rauschen und sah, wie sich in der nur wenige Meter entfernten Höhle Massabielle die Büsche heftig hin- und herbewegten. Und dann geschah, was sich in den folgenden fünf Monaten noch siebzehnmal ereignen sollte: In der Grotte erschien ihr auf einer golden schimmernden Wolke eine Frauengestalt von überirdischer Schönheit in einem langen weißen Gewand, einen Rosenkranz in den Händen. Die "schöne Dame", wie Bernadette sie lange Zeit nannte, sprach zu dem Mädchen und trug ihr auf, dass man an der Stelle eine Kapelle erbauen sollte. Die Menschen sollte sie aufrufen, Buße zu tun. Während der Erscheinung am 25.Februar 1858 sagte die "Dame" zu Bernadette: "Geh an die Quelle, trink daraus und wasch dich damit.!" Das Mädchen sah zwar keine Quelle, aber als sie im Boden grub, sprang an der Stelle plötzlich klares Wasser hervor. Als ein 3-jähriger lahm geborener, schwerkranker Junge von seine Mutter in das Wasser der Quelle getaucht wurde, konnte er wenige Tage später plötzlich gehen, ein blindes Mädchen, das sich mit dem Wasser der Quelle die Augen benetzt hatte, konnte plötzlich sehen. - Der Name des Ortes Lourdes war auf einmal in aller Munde, die Nachricht von der Heilkraft des Quellwassers ging in alle Welt. - Für Bernadette Soubirous aber waren diese Monate eine schwere Zeit. Von überall her wurde sie angefeindet, bedroht, verspottet, man bezeichnete sie als Lügnerin und Phantastin. Verhöre durch die Polizei folgten, Ärzte untersuchten ihren Geisteszustand, ja selbst der Ortspfarrer glaubte ihr nicht. - Nach der letzten Erscheinung in der Grotte am 16.Juli 1858 versuchte Bernadette wieder wie ein ganz normales Mädchen zu leben und sprach nie mehr über das, was sie in der Grotte erlebt hatte. - Um der Neugier der Touristen und der Journalisten zu entgehen, trat sie 1866 in das Kloster der Kranken- und Schul-schwestern in Nevers ein. Von nun an lebte das Gnadenmädchen nur noch für die Betreuung der Kranken, wurde aber selber ständig von Schmerzen gepeinigt, bis ihr kurzes Leben -sie wurde nur 35 Jahre alt - zu Ende ging. Am 16.April 1879 schloss Bernadette für immer die Augen. - Ihre sterblichen Überreste ruhen - bis heute unverwest - in einem Glasschrein in der öffentlich zugänglichen Klosterkirche von Nevers .

StadtLourdes
BesonderheitenMystikerin

18.04.

Barbara (Barbe)

Barbara (Barbe) Acarie, die mit ihrer Familie in Paris lebte, galt als das Musterbeispiel einer nach den christlichen Wertvorstellungen lebenden Ehefrau und Mutter. Als Witwe trat sie in ein Kloster ein (On: Sr.Maria von der Menschwerdung). + 18.4.1618.

24.04.

Virginia

Virginia Rosa Pelletier (On: Sr.Maria Euphrasia) gründete die Genossenschaft der "Magdalena-Schwestern" als Hilfe für Straßenmädchen und andere vom rechten Weg ab-gekommene Frauen und Mädchen, die wieder in die Gesellschaft zurückfinden sollten. + 24.4.1868 zu Angers (F)

StadtAngers
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

26.04.

Ratbert (Paschasius Ratbertus)

Ratbert (Paschasius Ratbertus), um 790 bei Soissons geboren, wurde Mönch in Corbie und bald ein angesehener Lehrer. Um 844 wurde er zum Abt seines Klosters gewählt, verzichtete aber bald auf die Würde, um sich ganz seinen Studien hingeben zu können. Seine theo-logischen Schriften, u.a. seine Stellungnahme zum Abendmahlsstreit, trugen viel zur kirchlichen Entwicklung in seiner Zeit bei. + um 859.

28.04.

Hugo (Hauke, Ugo, Hugbert)

Hugo war jener bedeutende Abt des Reformklosters Cluny, unter dem sich die „cluniazensische Reformbewegung“ auf ihrem Höhepunkt befand. 60 Jahre lang war er im Amt, alle neun Päpste, die während dieser Zeit regierten, hatten zu ihm großes Vertrauen und schätzten ihn ebenso sehr wie viele weltliche Herrscher. Ein Denkmal setzte sich der Abt durch den Bau der gewaltigen Abteikirche, die von Anhängern der Französischen Revolution geplündert und zuletzt völlig zerstört wurde. + 28.4.1109. - Hugo von Cluny wurde als Schutzheiliger gegen Fieber angerufen.

StadtCluny
BesonderheitenReformer

28.04.

Ludwig

Ludwig Maria Grignion de Montfort, 1673 in der Bretagne geboren, gründete - gemeinsam mit Marie-Louise Trichet - den Orden der „Montfort-Schwestern“ für Krankenpflege, die Betreuung von Behinderten und den Unterricht von Kindern aus ärmlichen Verhältnissen. Die Schwestern sind heute hauptsächlich in den Elendsvierteln der Großstädte in Südamerika, Indien und Afrika tätig. + 28.4.1715

BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

30.04.

Rosamunde

Rosamunde fand in ihrem Beruf als Mutter und Gattin die Erfüllung. Als die Kinder dem Elternhaus entwachsen und der Mann gestorben war, lebte sie als Einsiedlerin in einer Klause bei Vernion an der Seine bis zu ihrem Tod um das Jahr 1100. Im ehemaligem Kalender: Walpurga von Heidenheim (Walpurgisnacht): Wetterregel: "Regen auf Walpurgisnacht hat immer ein gutes Jahr gebracht." - "Um Sankt Walpurgis fährt der Saft in die Birken." (Nach altem heidnischen Glauben gaben sich in dieser Nacht auf dem Blocksberg im Harz Hexen und Zauberer ein Stelldichein. Literarisch wurde die Walpurgisnacht u.a. durch Johann Wolfgang Goethe in seinem Drama "Faust" verewigt. - Nach altem Volksglauben sollten Lärm und allerlei Unfug in der Walpurgisnacht die bösen Geister aus Stall und Feld vertreiben.)

BesonderheitenEinsiedlerin

08.05.

Ida (Iduberga, Idisa, Ita, Itta)

IIda (Iduberga) von Nivelles war die geistig und charakterlich hochstehende Gemahlin des fränkischen Hausmeiers Pippins des Älteren (von Landen) und damit Stammmutter Karls des Großen. Die gebildete, aufgeschlossene Frau war eine unermüdliche Förderin der Kirche und des geistlichen und geistigen Lebens. Sie war eine starke Persönlichkeit und trug viel zum Ansehen ihres Gatten bei, der als Berater zweier Frankenkönige großen Einfluss auf die Staatsgeschäfte erlangte. Auf sie geht die Gründung des berühmt gewordenen Klosters Nivelles (südlich von Brüssel) zurück, in dem ihre Tochter Gertrud, eine der bemerkenswertesten Frauengestalten des Mittelalters, Äbtissin wurde. Nachdem Ida Witwe geworden war, zog sie sich in dieses Kloster zurück und lebte dort als einfache Nonne in großer Bescheidenheit. + 8.5.652. Bauernregeln: „Wenn um Sankt Ida die Wachteln schlagen, dann künden sie von Regentagen.“ „Um Sankt Ida gesteckte Zwiebel, werden groß fast wie ein Butterkübel.“ „Um den 8. Mai’n, müssen Gurken und Bohnen in den Boden hinein.“

10.05.

Solange (Solangia)

Solange (Solangia) von Bourges (Zentralfrankreich) war ein Mädchen aus dem fränkischen Adel. Weil sie das Gelübde der Jungfräulichkeit abgelegt hatte und sich weigerte, eine Vernunftehe einzugehen, ließ sie der gekränkte Brautwerber, ein vermögender Graf, ermorden, + 878

StadtBourges
BesonderheitenGewaltopfer

13.05.

André Hubert

André-Hubert Fournet, 1752 im französischen Städtchen Maillé zur Welt gekommen, war ein schwieriges Kind. Aus dem Kolleg lief er davon, im Studium hatte er keinen Erfolg. Dann fühlte er sich plötzlich zum Priester berufen, studierte jetzt erfolgreich und wurde schließlich Pfarrer seines Heimatortes. Doch der verwöhnte Sohn aus gutem Hause benahm sich noch immer wie ein feiner Herr. Erst als er einem Bettler ein Almosen verweigerte, und dieser ihm eine demütigende Antwort gab, ging der junge Priester in sich und erkannte, wie falsch und hohl seine bisheriges Leben gewesen war. Von einem Tag auf den anderen verschenkte er sein persönliches Eigentum an Bedürftige und lebte von da an ärmer als die Ärmsten. Als die Französische Revolution ausbrach, verweigerte er den Eid auf die Konstitution und musste 1792 nach Spanien fliehen. Nach dem Sturz von Robespierre kehrte er in die Heimat zurück und ging weiter seiner Arbeit als Seelsorger nach. Aus Sorge um die Hilfsbedürftigen ent-stand unter seiner Leitung, unterstützt von der Ordensfrau Elisabeth Bichier, die Kongregation der "Kreuztöchter vom heiligen Andreas", allgemein "Andreas-Schwestern" genannt. Sie sollten sich ganz der Pflege der Kranken und der Fürsorge um die Armen widmen. Der Ordensgründer starb am 13.Mai 1834.

BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

16.05.

Adolf (Adelphus)

Adolf (Adelphus), wirkte um 400 als Glaubensbote in Lothringen und war einer der frühchristlichen Bischöfe von Metz. Im 11. Jhdt wurde der vielen Wallfahrer wegen über dem Grab des Bischofs ein Gotteshaus errichtet.

StandBischof
StadtMetz

19.05.

Ivo (Yvon, Yvonne)

Ivo (Yvon) Hélory erblickte 1253 in der Bretagne als Sohn eines reichen Grundherrn das Licht der Welt. Der begabte junge Mann studierte und wurde Advokat. Doch der zutiefst christlich denkende Rechtsanwalt übte seinen Beruf ganz anders aus als seine Standesgenossen: Immer häufiger trat er unentgeltlich vor den Gerichten als Anwalt der Armen auf, die sich keinen Rechtsbeistand leisten konnten. Es gelang ihm immer wieder, Unterdrückte und Unterprivilegierte aus einer aussichtslos scheinenden Lage zu befreien und in Not Geratenen zum Lebensnotwendigen zu verhelfen. Der „Armenanwalt“, wie er bald genannt wurde, der immer ein Kämpfer für Gleichheit und Gerechtigkeit sein wollte, lebte seines geringen Einkommens wegen selbst in recht bescheidenen Verhältnissen. + 19.5.1303. Ivo ist der Patron der Bretagne, der Juristen, der juridischen Fakultäten und der armen Leute. In Frankreich und Italien bestehen noch heute Ivo-Bruderschaften, die sich zum Rechtsschutz von Armen verpflichtet haben. - (Yvonne)

23.05.

Désiré (Desiderius; Désirée)

Desiderius (Désiré), seit 595 Bischof von Vienne, war ein in allen Wissenschaften bewanderter, gebildeter Mann. Auf Betreiben der Königin Brunhild wurde er abgesetzt und aus seinem Bistum verwiesen. Er konnte zwar für kurze Zeit wieder in sein Amt zurückkehren, wurde aber, da er weiterhin freimütig die von der germanischen Blutrache diktierte Rachsucht der Königin und ihres Gatten verurteilte, ermordet. + 611 (Désirée) Historisches: Brunhild, eine westgotische Königstochter, hatte 567 Siegbert, den König des fränkischen Teilkönigreiches Austrasien, geheiratet. Als Chilperich, der Herrscher des Teilkönigreichs Neustrien, seine Gemahlin, Brunhilds Schwester, auf Anstiften seiner Nebenfrau Fredegunde hatte ermorden lassen, trat das altgermanische Gebot der Blutrache in Kraft, und beide Könige fielen ihr zum Opfer. Brunhilde aber gelang es 596, das ganze Frankenreich zu vereinigen und als Regentin für lange Zeit die Herrschaft auszuüben. Zahlreiche weitere Mitglieder des merowingischen Königshauses wurden in der Folge Opfer der Blutrache der einen oder der anderen Partei. Als bereits 80-Jährige geriet Brunhild in Gefangenschaft des Sohnes ihrer Kontrahentin und wurde auf dessen Befehl an den Schweif eines Pferdes gebunden und zu Tode geschleift. - In ihrem Hass gegenüber Feinden, aber auch in ihrer Treue gegenüber Freunden war Königin Brunhild ganz ein Kind ihrer Zeit. Das Christentum war bei den Franken erst an der Oberfläche eingedrungen und konnte die heidnisch-germanische Auffassung von Ehre noch lange nicht verdrängen. - Der unbarmherzige Kampf der Königinnen und die als unvermeidlich angesehene Ausübung der Blutrache haben das Grundmotiv für das Nibelungenlied abgegeben, in das freilich auch christliche Motive eingeflochten sind. Brunhild, die von der anmutigen jungen Königin zur fürchterlichen Rächerin wurde, hat in der Heldensage in der Gestalt der Kriemhild (in geringerem Maße der Brunhild) ihren Niederschlag gefunden.

StandBischof
StadtVienne

24.05.

Sophie (Sofie, Sophia, Sofia, Sonja)

Sophie Barat (On: Mutter Magdalena), die Tochter eines Weinbauern in Burgund, unter-stützte mit großem pädagogischen Geschick ihren Bruder, einen Landgeistlichen, der den Schergen der Jakobiner nur wie durch ein Wunder entgangen war, bei seinen Bemühungen um die durch die Französische Revolution völlig verwahrloste Jugend. In diesem Sinn gründete sie den Orden "Vom Heiligsten Herzen Jesu" (Dames du Sacré Coeur), dessen Schwestern die Errichtung von Pensionaten, Internaten und Externaten für Mädchen aus allen sozialen Schichten veranlassten und vor allem Lehrerinnen ausbilde(te)n. Der "Sacré-Coeur"- Orden war einer der ersten, dessen Schwestern normale weltliche Kleidung tragen durften. Nach 62 Jahren Amtszeit als Generaloberin des Ordens starb Magdalena Sophie Barat am 24.Mai 1865 im Alter von 85 Jahren in Paris

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

27.05.

Randolph

Randolph, ein vorbildlicher christlicher Vater, starb um 700 zu Arras (F) als Märtyrer.

28.05.

German (Germain, Germano)

Germa(i)n, Bischof von Paris (ab 550), wurde besonders wegen seiner Freigebigkeit und seines bescheidenen Wesens vom Volk schon zu Lebzeiten wie ein Heiliger verehrt. Von überall her kamen Menschen, um seine Predigten zu hören. In der Abteikirche des von ihm errichteten Klosters, das später nach ihm Saint-Germain-des Prés genannt wurde, fand er seine letzte Ruhe. Damals stand die heute älteste Kirche von Paris noch weit draußen vor der Stadt auf der Wiese (prés). + 28.5.576.

StandBischof
StadtParis

30.05.

Johanna (Jeanne)

Johanna (Jeanne d'Arc), die "Jungfrau von Orléans" (la Pucelle) ist die französische Nationalheilige. Die sehr religiös erzogene Bauerntochter aus Domrémy in Lothringen fühlte sich durch überirdische Stimmen berufen, als gerade der Hundertjährige Krieg zwischen England und Frankreich das Land verwüstete, dem König zu Hilfe zu kommen und die Heimat vor den fremden Eroberern zu retten. Ihre Lebensgeschichte klingt wie ein Märchen, beruht aber auf vielfach bestätigten, historischen Tatsachen. Johanna kam an den Königs-hof, wurde beim Dauphin (Kronprinz) vorgelassen und am 23.April 1429 als Befehlshaberin eines kleinen Heeres nach Orléans geschickt, das gerade von englischen Truppen belagert wurde. Binnen kurzer Zeit war der Feind in die Flucht geschlagen und die Stadt befreit. - Die Mutlosigkeit der französischen Soldaten war verflogen, ein Sieg der "Jungfrau von Orléans" - sie war erst 17 oder 18 Jahre alt - folgte dem anderen. Am 17.Juli 1429 führte Johanna König Karl VII. nach Reims, wo er gekrönt wurde. Durch Verrat eifersüchtiger männlicher Konkurrenten fiel die Befreierin Frankreichs 1430 bei Compiégne in die Hände der Burgunden, die sie gegen Zahlung einer hohen Summe als "Lösegeld" an die Engländer aus-lieferten. Nach einem groß aufgemachten Schauprozess, dessen Ausgang von vornherein feststand, wurde Johanna am 30.Mai 1431 zu Rouen nach monatelanger Kerkerhaft und dauernden Verhören, in denen sie sich den ihr bildungsmäßig weit überlegenen Richtern gewachsen zeigte, als "Ketzerin und Zauberin" auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die Engländer hatten ein Inquisitionsgericht vorgeschoben, damit die Verurteilung nicht wie ein politische Handlung aussehen sollte. Nur wenige Jahre nach ihrem Tod wurde das Urteil durch den Papst aufgehoben. (Historischer Exkurs Das Spätmittelalter war eine Zeit des religiösen und kulturellen Verfalls, in dem ein in allen Bevölkerungsschichten tief verwurzelter Aberglaube die christlichen Wertvorstellungen immer mehr unterwanderte und in den Hintergrund drängte. Zauberei, durch "wissenschaftliche" Thesen unter-mauert, wurde zum verbrecherischen Tatbestand erklärt und damit zu einer strafbaren Handlung. Im hohen Mittelalter war die Frau im Minnesang noch auf einen Sockel der Anbetung gehoben worden, in der spätmittelalterlichen Dichtung wird sie meist als dummes und zänkisches Geschöpf dargestellt. Dazu kam noch die Vorstellung, dass die Frau als sexuelles Wesen ein "Gefäß der Sünde" sei und für den Mann eine Versuchung darstelle ( vergleiche die Redewendung "Wein, Weib und Gesang"). - - Der eigentliche Beginn der systematisch betriebenen Hexenverfolgungen fällt in die Zeit um 1430 . Das unmenschlich grausame Vorgehen gegen die der Hexerei bezichtigten Frauen wurde 1484 durch den vollkommen weltlich eingestellten Renaissancepapst Innozenz VIII., eine der unwürdigsten Gestalten auf dem Stuhl Petri, mit der "Hexenbulle" von kirchlicher Seite abgesegnet und damit begünstigt. Darauf folgte die theoretische Untermauerung des Hexenglaubens durch den von zwei greisen Kölner Dominikanern herausgegebenen "Hexenhammer". Die beiden fanatisch religiösen Mönche, die überall Feindbilder zu sehen glaubten, fassten in ihrem als wissenschaftlich ange-sehenen Werk alle Formen der Zauberei und ihre mögliche Bekämpfung zusammen. - Einen wirklichen "Siegeszug" konnte der Hexenglaube aber erst antreten, als man die Denunziation, d.h. die Verleumdung, zur wichtigsten Grundlage der Hexenverfolgungen machte und die Denunzianten mit dem Vermögen der Verurteilten belohnte. Ab dem 16. Jhdt wurden die Hexenprozesse, die Zehntausenden das Leben kosteten, unter Anwendung der Folter ausschließlich von weltlichen Gerichten durchgeführt und erhielten gerade durch die gebildeten Juristen eine besondere Förderung. Seinen Höhepunkt erreichte der Hexenwahn in der Zeit zwischen 1590 und 1630, im Zeitalter der Glaubenskriege. Evangelische Länder beteiligten sich daran genauso wie katholische. Nur Spanien und Italien, hier hatten schon vorher die "Ketzerverfolgungen" ihre Opfer gefordert, sowie Osteuropa waren davon ausgenommen. Besonders betroffen waren Frankreich, Deutschland, Skandinavien und die Britischen Inseln, von wo die Puritaner den Hexenglauben sogar noch nach Nordamerika mitnahmen. Seit dem 16. Jhdt herrschte der Hexenwahn in allen gesellschaftlichen Schichten vor. - Nur vereinzelt gab es Kämpfer dagegen; der bekannteste ist wohl der Jesuitenpater Friedrich von Spee (siehe 7.8.), der allerdings sein Eintreten für die Verfemten mit dem Leben bezahlten musste. Da jeder, der sich gegen die Hexenprozesse aussprach, in der Regel selber verdächtigt wurde, mit den Teufel im Bunde zu stehen, war die Angst der Kritiker bald größer als ihr Mut. Erst nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges (1648) gab es größeren Widerstand gegen den Hexenwahn. Einzelne Fürsten (Königin Kristina von Schweden, Erzbischof Philipp Schönborn von Mainz u.a.) verboten in ihren Ländern Hexenverfolgungen. Aber erst im 18. Jhdt wurde durch die Ideen der Aufklärung dem Glauben an Zauberei ein Ende gesetzt. Unter Maria Theresia wurden in Österreich diejenigen, die andere der Hexerei beschuldigten, wegen böswilliger Verleumdung angeklagt.)

StadtRouen
Besonderheiteneinfache, arme Leute Mystikerin

02.06.

Blandina (Blandine)

Blandina, ein Sklavenmädchen von zarter körperlicher Statur; erlitt nach langen, entsetzlichen Qualen - man warf sie u.a., in einem Netz gefangen, einem wilden Stier vor - mit zahlreichen Leidensgefährten zu Lugdunum (Lyon) den Märtyrertod. Die mit fast unglaublicher Grausamkeit durchgeführte Christenverfolgung - unter reger Anteilnahme der Bevölkerung der Stadt - ist durch schriftliche Quellen belegt. Das Christenpogrom in Lyon in der Zeit von Kaiser Mark Aurel war durch private Initiative eingeleitet worden, weil die Christen sich geweigert hatten, an einem heidnischen Fest teilzunehmen und daher als Außenseiter betrachtet wurden. + 177. Historische Anmerkung: Die authentischen Berichte darüber zeigen, dass die uns oft unglaubwürdig scheinenden Grausamkeiten, die den Christen gegenüber angewendet wurden, tatsächlich gang und gäbe waren und von großen Teilen der Bevölkerung mit Begeisterung mitverfolgt wurden. Besonders an rechtlosen Sklaven, in erster Linie an jungen Mädchen, konnten sich der Sadismus der Peiniger und die Gier des Pöbels nach „Unterhaltung“ austoben

StadtLyon
BesonderheitenMärtyrerin

03.06.

Hildburg (Hildburga)

Hildburg, eine wegen ihrer Mildtätigkeit bekannte Witwe zu Chartres (Isle de France), brachte u.a. die Mittel zur Gründung eines Hospitals auf. + nach 1115

StandWitwe
StadtChartres

04.06.

Klothilde (Clothilde, Clotilde)

Klothilde (Chlothilde), Prinzessin von Burgund, wurde im Jahr 493 die Gemahlin des mächtigen Frankenherrschers Chlodwigs I. Der Heirat hatte die christliche Königstochter nur unter der Bedingung zugestimmt, dass der heidnische Gemahl ihren Glauben respektiere. Chlodwig tolerierte nicht nur die Religion seiner Gattin, er gab auch die Zustimmung, dass sein erster Sohn die Taufe empfing. Als der kleine Thronfolger aber starb, schrieb der König dies dem Zorn der germanischen Götter zu und stand dem Christentum nunmehr ablehnend gegenüber. Doch Klothilde ließ auch den zweiten Sohn taufen. Auch dieses Kind erkrankte schwer. Erst als der Knabe überraschend wieder gesund wurde, gelang es der Königin, den Gemahl wieder dem Christentum gegenüber freundlich zu stimmen. Weil dem Frankenkönig eine schwere Niederlage durch die Alemannen drohte, gelobte Chlodwig, falls er den (kaum zu erwartenden) Sieg davontrage, die Religion der Christen anzunehmen. Das Unwahrscheinliche geschah: Chlodwig verließ als Sieger das Schlachtfeld. Am Weihnachtstag des Jahres 498 ließ sich der Frankenkönig zusammen mit 3 000 Gefolgsleuten in der Kathedrale von Reims von Bischof Remigius (siehe 1.10.) taufen. Es war das erste Mal, dass ein germanischer Stamm den katholischen Glauben annahm. Damit wurden Zusammenleben und Vermischung der bereits christlichen gallo-romanischen Bevölkerung mit den germanischen Franken ermöglicht. Viele Historiker nennen dieses Ereignis mit Recht die „Geburt des christlichen Mittelalters“. Die Frau, der das alles zu verdanken war, starb am 3. Juni 544. Ihre Reliquien in St-Pierre in Paris gingen während der Französischen Revolution verloren. Klothilde ist Patronin der Frauen, der Notare, gegen Fieber und Kinderkrankheiten sowie gegen einen plötzlichen Tod.

07.06.

Sophie (Sophia) Thérèse (Theresia)

Sophie-Thérèse de Soubiran (On: Sr.Maria Theresia), gründete 1855 in ihrer Heimatstadt Castelnaudary (Südfrankreich) die „Gemeinschaft Mariens für die immerwährende Hilfe“, deren Mitglieder sich der großstädtischen Arbeiterinnen annahmen. + 7.61889 in Paris.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

08.06.

Medard (Medardus)

Medardus, Glaubensbote in Gallien, wurde um 473 in der Picardie (Nordfrankreich) geboren, empfing 505 die Priesterweihe und wurde 545 zum Bischof von Noyon gewählt. Medardus war ein erfolgreicher Seelsorger und ein selbstloser Wohltäter, der wegen seines freundlichen Wesens bei Alt und Jung beliebt war. Schon als Kind war er wegen seines Mitgefühls aufgefallen. So soll er seinen neuen Rock einem frierenden Buben und ein Pferd aus dem Stall seines Vaters einem armen Krüppel, der sich nur schwer fortbewegen konnte, geschenkt haben. Der „liebenswürdige Heilige“, wie er genannt wurde, soll viel und oft gelacht haben. Deshalb ist er auf allen Abbildungen mit lachendem Mund dargestellt. - Hochbetagt starb er um das Jahr 560 in seiner Bischofsstadt. Eine Legende erzählt, der Heilige sei als kleiner Junge einmal auf den Feldern spazieren gegangen, als ein fürchterliches Gewitter losbrach und schwere Regengüsse niedergingen. Plötzlich habe ein Adler über dem Knaben seine mächtigen Schwingen ausgebreitet, so dass er nicht nass wurde. - Medardus ist Patron der Bauern, Schutzheiliger für trockenes Heuwetter, gegen Regen, für eine gute Feld- und Weinernte, aber auch gegen Wahnsinn und gegen Zahnschmerzen - weil er immer lachend dargestell wird und daher auf allen Porträts seine Zähne zu sehen sind. Lostags- und Bauernregeln: "Regnet's am Medardustag, so regnet's noch 40 Tage darnach." "Ist Medardus feucht und naß, so regnet's ohne Unterlaß." "Regen am Medardustag verdirbt den ganzen Heuertrag." "Medardusregen bringt der Gerste keinen Segen." "Was Medardus für Wetter hält, solch's Wetter auch in die Ernte fällt."

09.06.

Liborius,

Liborius, Bischof von Le Mans, +9.6. um 397, siehe 23. 7.!

StandBischof
StadtLe Mans

15.06.

Lothar (Lothaire, Chlotar, Lüder)

Lothar von Sees war ein Ritter aus dem Moselgau. Vom Tod seiner Gemahlin erschüttert, trat er in ein Kloster ein. Gegen seinen Willen wurde der angesehene Mönch dann zum Bischof von Sees in der Normandie bestellt. Nach 32 Jahren segensreicher Tätigkeit verzichtete er auf alle Würden und zog sich in die Einsamkeit seines früheren Klosters zurück. + 15.6.756.

StandBischof
BesonderheitenEinsiedler

15.06.

Germaine (Germana)

Germaine (Germana) Cousin, das drüsenkranke Kind armer Bauern, musste von ihrer Stiefmutter viel Bitteres erdulden und durfte nur im Stall schlafen. Trotzdem war das Hirtenmädchen immer voller Gelassenheit und ungezwungener Heiterkeit. Sie starb ver-lassen auf ihrem Strohlager im Viehstall, ihr Leib blieb bis heute unverwest. + 15.6.1601.

Besonderheiteneinfache, arme Leute

17.06.

Volker (Fulko, Fulker, Foulques)

Volker (Fulko, Fulker) Erzbischof von Reims war ein unbequemer Mahner und wurde auf Anstiften weltlicher Großer ermordet. + 17.6.900.

StandBischof
StadtReims
BesonderheitenGewaltopfer

21.06.

Radulf (Ralf)

Radulf (Ralf), Erzbischof von Bourges, war ein tatkräftiger Seelsorger und ein Förderer der Klöster. + 21.6.866..

StandBischof
StadtBourges

25.06.

Prosper

Prosper von Aquitanien, Laienmönch in Marseille, besaß eine hervorragender Bildung und war auch ein talentierter Schriftsteller. Um das Jahr 440 wurde er von Papst Leo I. zum persönlichen Berater erwählt. + 25.6. um 463.

BesonderheitenKünstler

28.06.

Diethild (Diethilde)

Diethild von Sens, eine Enkelin des Frankenkönigs Chlodwig, unterstützte Kirchen und Klöster und gründete in Sens (F) aus eigenen Mitteln eine Abtei. + um 563.

30.06.

Bertram (Bertechram)

Bertram (Bertechram), 586 zum Bischof von Le Mans berufen, verwendete seinen großen Besitz zur Errichtung von Kirchen, Klöstern und sozialen Einrichtungen. + 30.6. vor 627.

StandBischof
StadtLe mans

01.07.

Dietrich (Dieter, Dirk, Dietz, Derek, Theoderich, Thierry)

Dietrich (Theoderich, Thierry, Dirk, Dieter, Derek) lebte im 5. Jhdt in der gallischen Bischofsstadt Reims und war ein Lieblingsschüler des großen Remigius (siehe 1.10.). Er gründete in der Einsamkeit des Mont d'Or (nordöstlich von Reims) ein Kloster, dessen erster Abt er wurde. Schon bald nach dem Tod des frommen Mannes setzte seine Verehrung ein. Die Stadt Reims erhob ihn zu einem ihrer Stadtpatrone. + 1.7.533

StadtReims

04.07.

Berta

Berta war Stifterin und erste Äbtissin des Klosters Blangy (nahe Arras). + um 725.

12.07.

Henriette (Henrietta, Henrike), Eleonore (Eleonora, Ella, Lore, Nora, Ellen), Andrée (Andrea)

Henriette Faurie, Eleonore Justamond und Andréa (Andrée) Minute starben als Märtyrinnen der Französischen Revolution am 12. Juli 1794. Historisches: Zu den grausamsten Revolutions- Sondertribunalen zählte das von Orange in Südfrankreich. In der kurzen Zeit vom 19. Juni bis zum 5. August wurden insgesamt 595 Personen vor Gericht geschleppt, 332 von ihnen waren Priester und Ordensleute, die wegen Verweigerung des Eides auf die Zivilkonstitution zum Tod verurteilt wurden. Am 22. April 1794 waren in einer Großrazzia alle Priester und Ordensleute der Umgebung verhaftet und in das Gefängnis von Orange eingeliefert worden, wo bereits zahlreiche andere Inhaftierte auf ihr Urteil warteten. - Unter den zum Tod durch die Guillotine Verurteilten befanden sich 32 Ordensfrauen, die meisten von ihnen waren Ursulinen und Don-Bosco-Schwestern, die in der Stadt als Lehrerinnen und Erzieherinnen gearbeitet hatten. Die Hinrichtungen durch die Guillotine begannen am 6. Juli 1794 und wurden drei Wochen lang fortgesetzt.

BesonderheitenMärtyrerin

14.07.

Wando (Wanda, Wandregisel))

Wando (Wandregisel), um das Jahr 600 geboren, war Hausmeier des Frankenkönigs Dagobert I.. Doch er wurde Mönch und lebte zeitweise als Einsiedler im Jura-Gebirge. Zuletzt gründete er das Kloster Fontenelle, das er als Abt leitete. + 22.7.668.

BesonderheitenEinsiedler

16.07.

Marie Madeleine

Marie-Madeleine Postel, kümmerte sich liebevoll um verwahrloste Jugendliche und versteckte unter Lebensgefahr während der Französischen Revolution verfolgte Priester. + 16.7.1846.

BesonderheitenSozialengagement

17.07.

Gabriella (Gabriela, Gabrielle, Gabriele), Charlotte (Carlotta), Angelika (Angélique), Marianne (Marie-Anne)

Gabriella Croissy, Charlotte Thouret, Angelika (Angélique) Roussell und 13 Gefährtinnen mussten als Märtyrinnen der Französischen Revolution zu Compiègne ihr Leben lassen. Die Karmelitinnen von Compiègne waren schon zu Beginn der Verfolgungen aus ihrem Kloster vertrieben worden und lebten nun versteckt in kleineren Gruppen zusammen. Am 22.Juni 1794, während der Zeit der Schreckensherrschaft ("La Grande Terreur") unter der Führung von Maximilien Robespierre, wurden 16 Schwestern aufgegriffen, verhaftet und in Ketten (!) gelegt, dann plötzlich nach Paris überstellt. Die Hände auf den Rücken gebunden, wurden die Ordensfrauen auf harte Pferdewagen geworfen und auf der Fahrt in die Hauptstadt von den bewaffneten Begleitern pausenlos schikaniert. Im Pariser Gefängnis litten sie unter Hunger und Durst und mussten die täglichen Quälereien der sadistischen Bewacher über sich ergehen lassen. Von einem Revolutionstribunal wurden sie am 17. Juli 1794 zum Tode ver-urteilt und noch am selben Tag durch das Schafott hingerichtet; Auf dem Blutgerüst beteten die Ordensfrauen gemeinsam, erneuerten Taufgelöbnis und Ordensgelübde. Dann mussten sie, eine nach der anderen, ihr Haupt unter das Fallbeil legen.

BesonderheitenMärtyrerin

18.07.

Arnulf (Ulf, Arnulfo, Arne)

Arnulf von Metz wurde um 570 in Lothringen geboren. Er sollte zum Stammvater der Karolinger werden, jenes Geschlechtes, dem Karl der Große angehörte. Zunächst diente er als Hausmeier dem Frankenkönig Lothar II. und wurde von der Königsfamilie als geradliniger, mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit ausgestatteter Berater geschätzt. Doch die hohen weltlichen Würden befriedigten den angesehenen Staatsmann nicht. Nachdem seine Gemahlin sich in ein Kloster zurückgezogen hatte, ließ sich Arnulf zum Priester weihen. Später (614) wurde er zum Bischof von Metz ernannt. Doch auch ein hohes geistliches Amt war nicht sein Ziel; er wollte lieber arm und unbedeutend sein, verzichtete bald auch auf die Bischofswürde und zog sich als Einsiedler in das Bergland der Vogesen zurück. Hier wollte er Gott dienen, indem er sich der Hilfsbedürftigen und Kranken annahm. Bis zu seinem Tod war nun sein Leben vor allem der Fürsorge um die Aussätzigen gewidmet, die er liebevoll pflegte. Am 18. Juli 614 ging das Leben des Mannes, der einst zu den Mächtigsten des Reiches gehört, der aber gerade in den Verlassenen und von der Gesellschaft Ausgestoßenen seine Brüder und Schwestern gesehen hatte, zu Ende. St. Arnulf ist Patron der Müller und Bierbrauer sowie Schutzheiliger für das Wiederauffinden verlorener Sachen.

BesonderheitenSozialengagement

21.07.

Julia

Julia erlitt nach ihrer Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft unter Kaiser Aurelian (270-275) zu Troyes (östlich von Paris) um das Jahr 270 das Martyrium..

StadtTroyes
BesonderheitenMärtyrerin

23.07.

Liborius (Börries).

Liborius war von 348 bis 397 Bischof von Le Mans (F). Er ließ zahlreiche Gotteshäuser er-bauen, half den Notleidenden und soll Wunderheilungen vollbracht haben. Seine Reliquien kamen am 23.7.836 als Geschenk nach Paderborn in Westfalen, wo er zum Bistumspatron erhoben wurde. + 9.6.397.

StandBischof
StadtLe Mans Paderborn

28.07.

Ada (Adele, Adela)

Ada (Adele, Adela), war die hochangesehene Äbtissin des Benediktinerinnenklosters Saint Julien zu Le Mans (F). + Ende 7.Jhdt.

31.07.

German (Germain)

German (Germain), Bischof von Auxerre, einer der meistverehrten Heiligen Frankreichs, war erst im Mannesalter zum christlichen Glauben übergetreten. 418 wurde er zum Bischof seiner Geburtsstadt ernannt. Er trennte sich von seiner Ehegattin und stellte sein Vermögen der Gemeinde zur Verfügung. Er ließ zahllose Klöster und Gotteshäuser errichten und wurde zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der frühen Kirche in Gallien. + 31.7.448.

StadtAuxerre

03.08.

Benno

Benno war Domherr in Straßburg. Doch er verzichtete auf sein Amt und ließ sich (906) als Einsiedler am Grab des hl Meinrad (siehe 21.1.) "im finstern Walde" (Finsterwald) nieder. Vom König selbst wurde der fromme Mann 927 zum Bischof von Metz (Lothringen) be-rufen, aber kurz danach von Feinden des Königs geblendet und vertrieben. Bischof Benno kehrte in seine Einsiedelei zurück und wurde mit seinem Gefährten Eberhard (siehe 14.8.) zum Gründer der Abtei Einsiedeln. + 3..8.940.

StandBischof
StadtStrassbourg Metz
BesonderheitenEinsiedler

04.08.

Johannes (Johann, Jean, Hannes, Hans, Jan, Jens, Hanno, Nino, Jannick)

Johannes Maria Vianney; Pfarrer von Ars, war als Sohn einfacher Bauern 1786 in einem Dorf nahe Lyon (F) zur Welt gekommen. Als Kind konnte er während der Französischen Revolution nur in aller Heimlichkeit Religionsunterricht erhalten und die Erste Heilige Kom-munion empfangen. Wegen zu geringer intellektueller Begabung war er nur mit größter Mühe in der Lage, das Theologiestudium zu bewältigen. 1818 wurde der Jungpriester in der recht lauen Pfarre Ars eingesetzt und wirkte hier unermüdlich als Seelsorger und Beichtvater. - Nach wenigen Jahren war das Dorf völlig verwandelt. Die unerschöpfliche Geduld und Güte des jungen Geistlichen hatten die religiöse Gleichgültigkeit besiegt. Von seinem starken Charisma angezogen, pilgerten bald von überall her Gläubige zu dem verehrten Pfarrer nach Ars. Die an ihn gestellten Aufgaben konnte er kaum noch erfüllen. Nächtelang musste er oft im Beichtstuhl sitzen. Mit Hilfe von Spenden gelang es dem begnadeten Seelsorger, zahl-reiche Wohlfahrtseinrichtungen zu schaffen. Seine eigenen Ansprüche aber musste er völlig in den Hintergrund drängen. Der hochverehrte Pfarrer von Ars, der einst den "intellektuellen Anforderungen" des Priesterstudiums nicht entsprochen hatte, starb als eine der herausragendsten Kirchenpersönlichkeiten seiner Zeit an völliger Erschöpfung. Sein Grab in der Basilika von Ars ist noch immer das Ziel zahlreicher Wallfahrer. - Johannes Vianney wurde zum Patron der Priester erhoben. + 4.8.1859.

StadtArs

06.08.

Jacqueline

Jacqueline Marie Arnauld (On: Mère Angélique, d.i. "Mutter Angelika") wurde 1608 zur Äbtissin von Port-Royal-des-Champs berufen. Die weitblickende Frau wurde in der Zeit der religiösen Wirren und der Glaubenskriege zu einer der bedeutendsten Klosterreformerinnen Frankreichs. Sie starb hochgeachtet am 6. August1661.

BesonderheitenReformerin

11.08.

Donald (Donwald)

Donald (Donwald), starb im 5. Jhdt in Beauvais (F) den Märtyrertod..

BesonderheitenMärtyrer

16.08.

Rochus (Rocco, Rock)

Rochus (Rocco, Roche), 1295 in der südfranzösischen Stadt Montpellier geboren, verlor früh seine Eltern, verteilte seinen Besitz unter den Bedürftigen und zog als mittelloser Pilger nach Rom. In Italien pflegte er aufopfernd Pestkranke und wurde schließlich selbst todkrank. Doch niemand war jetzt bereit, ihn zu pflegen, nur ein Hund war bei ihm geblieben. Auf wunderbare Weise genas Rochus aber wieder. Daher wurde er zum populären „Pestheiligen“. - Als er in seine Heimatstadt zurückkehrte, kannte ihn niemand mehr, ja Rochus wurde als vermeintlicher Spion in den Kerker geworfen, wo ihn nach fünf qualvollen Jahren der Gefangenschaft der Tod erlöste. Erst auf dem Sterbebett soll man Rochus’ wahre Identität (an einem kreuzförmigen Muttermal) erkannt haben. . + 16.8.1327. Reliquien wurden nach Venedig übertragen, wo man 1485 für ihn die Kirche San Rocco erbaute. Eine bekannte Kultstätte in Deutschland ist die Kapelle auf dem Rochusberg bei Bingen. - Der Heilige ist Patron von Venedig, Montpellier und Parma, der Ärzte, Apotheker, Chirurgen, der Kranken und Krankenhäuser. Besonders verehrt wurde er aber als Schutzheiliger gegen Pest, Cholera und andere Seuchen. Lostagsregeln: Wenn Sankt Rochus trübe schaut, kommen die Raupen in das Kraut.“ „Wenn es um Sankt Rochus regnet, so folgt ein warmer Winter.“

StadtMontpellier
BesonderheitenSozialengagement

17.08.

Jeannine (Janine)

Jeannine (Janine) Delanoue (Ordensname: Sr. Johanna vom Kreuz), wurde 1666 in der französichen Stadt Saumur geboren. Immer wieder kam ihr zu Bewusstsein, wie viele hilfsbedürftige Menschen es gab, die niemanden hatten, der sich um sie kümmerte. 1704 gründe-te die mitfühlende Frau die Kongregation der "Schwestern von der Vorsehung", deren Mitglieder sich seither alter und hilfsbedürftiger Menschen annehmen. + 17.8.1736.

StadtSaumur
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

23.08.

Isolde (Ansoalda)

Isolde (Ansoalda) lebte als Ordensfrau um das Jahr 1 000 zu Maubeuge in Nordostfrank-reich. Sie erneuerte durch ihr Wort, vor allem aber durch ihr persönliches Vorbild , das Leben und den Geist in ihrer Gemeinschaft. Sieben Jahre lang litt sie mit unerschütterlicher Gottergebenheit an einer schmerzhaften, unheilbaren Krankheit, bis der Tod sie erlöste. + (23.8.?) 1040.

24.08.

Emilia (Emilie, Emily, Milena, Milla)

Emilia de Vialar war ein Mädchen aus einer reichen und angesehenen Familie im Städtchen Gaillac in Südfrankreich. Als sie nach der Ausbildung in einem Mädchenpensionat nach Hause zurückgekehrt war, wurde ihr Elternhaus bald zum Sammelpunkt für Arme und Kranke. Aus dieser Sorge um die Bedürftigen entwickelte sich der Orden der "St.Josephs-Schwestern", die sich besonders der Armen und Kranken annehmen und heute hauptsächlich in Afrika und Indien tätig sind. + 24.8.1856.

BesonderheitenSozialengagement

24.08.

Johanna-Antida (Jeanne-Antide)

Johanna-Antida (Jeanne-Antide) Thouret war 1788 in Paris Vinzentiner-Schwester gewor-den. 1795 musste sie vor der Französischen Revolution in die Schweiz fliehen, um ihr Leben zu retten. Am Bieler See arbeitete sie dann als Lehrerin. 1799 gelang es ihr, nach der Rück-kehr in die Heimat, in Besançon (Franche Comté) ein Haus zu erwerben und eine Kongre-gation zu gründen, die sich karitativen Werken und der Mädchenerziehung widmen sollte. Dabei fand die Ordensfrau sogar die Unterstützung von Letizia Buonaparte, Napoleons Mutter. In Neapel, wo sie ein weiteres Ordenshaus errichtet hatte, starb Mutter Thouret nach einem erfüllten Leben im Dienste der Mitmenschen am 24. August 1826.

BesonderheitenSozialengagement

25.08.

Ludwig (Louis)

Ludwig (Louis) IX., König von Frankreich, 1215 geboren, war von seiner klugen und tatkräftigen Mutter Blanka (siehe 1.12.) zu einer verantwortungsbewussten Persönlichkeit erzogen worden und stand zeit seines Lebens unter ihrem günstigen Einfluss. Durch seine klugen, von großem Verantwortungsgefühl getragenen Reformen gewann er höchstes Ansehen. Der tief religiöse Herrscher kümmerte sich um die Bedürftigen, ließ in jeder Pfarre ein Verzeichnis der Armen anlegen, die ihres Alters oder eines Gebrechens wegen nicht mehr arbeiten konnten, errichtete fromme Stiftungen wie eine Anstalt für 300 Blinde, beschränkte das Fehderecht, verbot (1260) den Zweikampf, setzte an dessen Stelle den Zeugenbeweis und bewirkte damit eine völlige Umwälzung des französischen Gerichtswesens. benso lagen ihm die Wissenschaften am Herzen, und er schritt auch unnachgiebig gegen alle kirchlichen Missbräuche ein. König Ludwig galt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten seiner Zeit und wurde der „ungekrönte Kaiser des Abendlandes“ genannt. + 25.8.1270 während eines Kreuzzugs vor Tunis an einer Seuche. Er ist Patron von Paris, der Wissenschaft, der Buchbinder, Buchdrucker, Knopfmacher, Juweliere, Gerichtsdiener sowie Schutzheiliger gegen Blindheit und Gehörlosigkeit.

StandAdel
StadtAachen
BesonderheitenReformer Sozialengagement

25.08.

Elvira

Elvira lebte in der französischen Landschaft Périgord und starb in einer nicht mehr feststell-baren Zeit als christliche Märtyrin.

BesonderheitenMärtyrerin

27.08.

Cäsar (Caecarius),

Cäsar(ius), Erzbischof von Arles, widmete sich mit besonderer Aufmerksamkeit der Landseelsorge und führte zahlreiche bedeutende Reformen erfolgreich durch. Für seine Priester verfasste er Predigtsammlungen, die noch lange nach seinem Tod verwendet wurden. + 27.8.542.

StandBischof
StadtArles
BesonderheitenReformer

27.08.

Vivian

Vivian (Vivianus) war Bischof von Saintes (Westfrankreich), als die Westgoten in sein Land einfielen und viele Gefangene wegschleppten. Nach langen, mit unerschütterlicher Geduld geführten Verhandlungen konnte er deren Freilassung erreichen. + um 450 (490?).

StandBischof
BesonderheitenSozialengagement

28.08.

Alina (Aline, Adeline)

Alina (Aline, Adeline), die angesehene Äbtissin des Zisterzienserstiftes von Poulangy, war eine Nichte des berühmten Bernhard von Clairvaux (siehe 20.8.). + um 1170.

30.08.

Ingeborg (Ingoberg)

Ingeborg (Ingoberg) von Tours war die Gemahlin des Frankenkönigs Charibert. Ohne dass sie ihrem Gatten auch nur den geringsten Anlass dazu gegeben hätte, verstieß er sie, um eine Magd, die ihn mit ihrer Schönheit betört hatte, zu sich zu nehmen. Die verstoßene Königin starb nach einem Leben des Gebetes und der Wohltätigkeit, völlig vereinsamt um das Jahr 594.

StadtTours
BesonderheitenSozialengagement

03.09.

Gilbert Denis Yvon

Gilbert Fautrel war Seelsorger im Hospiz für Findelkinder in Paris, + 3.91792 als Märtyrer der Französischen Revolution. Denis Duval war als Kaplan in der Pfarre St.Stephan in Paris eingestellt worden, + 3.91792 als Märtyrer der Französischen Revolution. Yvon Rey arbeitete als Seelsorger im „Krankenhaus der Unheilbaren“ in Paris, + 3.91792 als Märtyrer der Französischen Revolution. Am 3. September waren unter den im Lazaristen-Seminar in Paris von Revolutionären Ermordeten 72 (namentlich bekannte) Priester und Ordensleute. Eine genauere Zahl der Opfer der „Säuberungen“ („Septembermorde“) lässt sich nicht ermitteln

BesonderheitenMärtyrer

06.09.

Gundolf

Gundolf, Bischof von Metz, musste während seiner Amtszeit ständig gegen adelige Be-drücker der Bevölkerung kämpfen. + um 823. "

StandBischof
StadtMetz

06.09.

Bertram (Bertrand)

Bertram (Bertrand) von Garrigue war einer der ersten und am meisten geschätzten Gefährten des hl Dominikus (8.8.), wurde Prior des ersten Dominikaner-Klosters in Toulouse und zuletzt Provinzial der Provençe. + um 1233.

07.09.

Regina (Regine, Ina, Gina, Renja, Rina)

Regina, (Régine, Reine), Märtyrin in Alesia (heute Alise-Ste-Reine) in Gallien, war das Kind heidnischer Eltern. Sie hatte sehr früh die Mutter verloren und wurde von einer Amme im christlichen Glauben erzogen. Da der Vater als römischer Staatsbeamter das Christentum scharf ablehnte, die Tochter sich aber nicht von ihrem Glauben abbringen ließ, verstieß er sie. So hütete das Kind, da es für andere Arbeiten noch zu schwach war, die Schafe der Pflegemutter. Während der Verfolgung unter Diokletian wurde das inzwischen 15-jährige Hirtenmädchen als Christin denunziert und nach unmenschlichen Foltern, die sie mit Todesverachtung über sich ergehen ließ, enthauptet (Christen, die das römische Bürgerrecht besaßen, durften nur durch Enthauptung gewaltsam zum Tode befördert werden.). Da sich am Grab der jungen Märtyrin viele wundersame Begebenheiten ereigneten, wurde es schon bald zum Ziel vieler Hilfesuchender und schließlich zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort, an dem eine Wallfahrtskirche und zuletzt auch noch ein Kloster entstanden. + um 300. Regina ist Patronin ihres Heimatlandes Burgund (Bourgogne), der Zimmerleute und Schutzheilige gegen Geschlechtskrankheiten. - (Ina, Gina, Renja, Rina)

BesonderheitenMärtyrerin

08.09.

Belina

Belina starb in unbekannter Zeit als Märtyrin für Christus zu Troyes in Frankreich.

BesonderheitenMärtyrerin

08.09.

Allan (Alan, Alain, Allen)

Allan (Alain) de la Roche, Theologieprofessor an der Sorbonne, gründete die Rosenkranzbruderschaft von Douai. + 8.9.1475 zu Zwolle in den Niederlanden.

StadtParis

09.09.

Otmar (Othmar, Ottmar, Omer)

Otmar (Audomar), von den Franzosen Saint Omér genannt, war Mönch in Luxeuil. Der angesehene Priester wurde als Missionsbischof in die Artois nach Nordfrankreich entsandt, wo es ihm gelang, das religiöse Leben zu erneuern und das Christentum zu festigen. Er starb an einem 1. November nach 667 und wurde in der Abtei Sithiu, die später nach ihm Saint Omer benannt wurde, bestattet.

19.09.

Wilhelmine (Wilhelmina, Wilhelma, Wilma, Vilma, Helma)

Wilhelmine von Villefranche (On: Sr.Maria Wilhelma), 1787 geboren, war das leichtlebige Töchterlein des Grafen de Rodat. Angesichts einer Fronleichnamsprozession machte sie mit 18 Jahren eine spontane Wandlung durch. Ihren Wunsch, in ein Kloster einzutreten, konnte sie zunächst nicht verwirklichen, da man ihn nur für eine Laune der als leichtfertig bekannten Grafentochter hielt. Doch Wilhelmine gab deswegen nicht auf, der Bruch mit dem bisherigen Leben war endgültig. So begann sie auf eigene Initiative hin, gemeinsam mit drei anderen Mädchen, in ihrem Haus verwahrloste Kinder zu unterrichten. Die jungen Frauen, denen sich bald andere anschlossen, machten auch Hausbesuche bei einsamen Menschen und widmeten sich immer mehr der Hauskrankenpflege. Sie besuchten außerdem Gefangene und nahmen sich "gefallener" Mädchen an. Aus dieser anfangs rein privaten Tätigkeit entwickelte sich schließlich in dem südfranzösischen Städtchen Villefranche das "Institut von der Heiligen Familie", dessen erste Oberin Wilhelmine de Rodat wurde. Sie starb nach einem erfüllten Leben am 19.September 1852.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

21.09.

Maura (Moira, Maureen)

Maura (Moira, Maureen), Jungfrau zu Troyes, führte ein Leben des Gebetes und war durch Wunder und Visionen ausgezeichnet. + um 850.

BesonderheitenMystikerin

27.09.

Vinzenz (Vincent)

Vinzenz (Vincent) von Paul stammte aus einer kinderreichen französischen Bauernfamilie. Schon mit 19 Jahren empfing er die Priesterweihe. 1612 übernahm er die Pfarre Clichy in Paris. Erschüttert von den trostlosen sozialen Verhältnissen, legte er das Gelübde ab, sein ganzes künftiges Leben der Bekämpfung der Armut zu widmen. Er missionierte bei der not-leidenden Landbevölkerung und rief eine gut organisierte Armenfürsorge ins Leben. Von vielen Weltpriestern unterstützt, gründete Vincent von Paul die Kongregation der "Serviteurs des Pauvres", zu Deutsch "Diener der Armen", die heute meist nach ihrem Sitz im Lazaristenkloster in Paris "Lazaristen" genannte werden. Von ihnen wurden gefordert: Herzlichkeit, volksnahe, einfache Predigten, apostolischer Eifer, Verzicht auf kirchliche Würden und Hingabe an die (Volks-)Mission. 1633 erfolgte, unter maßgeblicher Beteiligung der Louise de Marillac (sieh 15.3.), die Gründung der "Filles de la Charité", die heute meist unter dem Namen "Barmherzige Schwestern" oder "Vinzentinerinnen" bekannt sind. Ihre Gemeinschaft hatte sich aus einer Vereinigung weltlicher Frauen entwickelt, die alleinstehende Kranke betreuten. Es war der erste Orden ohne Profess (Gelübde) und Klausur (Abgeschlossenheit in einem Kloster). Der Dienst am Nächsten sollte die ausschließliche Aufgabe der Schwestern sein; Sie betreuten nicht nur Kranke in den Spitälern, sondern auch Findel- und Waisenkinder, Sträflinge, allein-stehende Alte und Hilflose, Behinderte, Geisteskranke und andere Hilfsbedürftige. Somit war der einfache französische Bauernsohn zum Begründer der organisierten Caritas geworden. Der aktive Menschenfreund starb am 27.September 1660, sein Werk aber breitete sich über die gesamte christliche Welt aus. Vinzenz von Paul ist Patron der karitativen Einrichtungen, der Waisen- und Krankenhäuser und der Gefangenen.

BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

01.10.

Remigius (Remi, Remo)

Remigius von Reims (Saint Remi), der "Apostel der Franken", stammte aus einer christ-lichen Familie im Norden Galliens. Wegen seiner Bildung und seines Ansehens wurde er bereits mit 22 Jahren zum Bischof von Reims gewählt. Als solcher bemühte er sich unermüdlich um die Ausbreitung des Christentums unter den meist noch heidnischen Franken. D a s große Ereignis seines Lebens war die Taufe des Frankenkönigs Chlodwig, der unter dem Einfluss seiner Gemahlin Klothilde (siehe 4.6.) Christ geworden war, am Weih-nachtstag des Jahres 498. Auch wenn König Chlodwig nicht gerade wie ein Christ lebte, so waren jetzt doch die Weichen gestellt für die Christianisierung der germanischen Franken, die damit bald der selben Religion angehörten wie die gallo-romanische Bevöl-kerung. Beide Bevölkerungsgruppen lebten nun nicht mehr nebeneinander, sie lebten von nun an miteinander. Das Volk der Franzosen konnte entstehen. + 13.1.533. (?) Remigius ist Patron von Stadt und Diözese Reims und Schutzheiliger gegen Pest, Epidemien, Fieber, Halsschmerzen, gegen Gleichgültigkeit, Verzagen und Versuchungen. Bauernregel Bauernregel: "Regen an Sankt Remigius, bringt für den ganzen Monat Verdruß."

StandBischof
StadtReims

04.10.

Aurea (Aurora)

Aurea (Aurora) war Äbtissin eines vom hl Eligius gegründeten Klosters in Paris. Sie starb an einer Seuche um das Jahr 665.

09.10.

Dionys (Dionysius, Denis, Dennis)

Dionys(ius) von Paris, die Franzosen nennen ihn Saint Denis, ist einer der französi-schen Nationalheiligen und zählt zu den 14 Nothelfern. Papst Fabian hatte ihn um die Mitte des 3.Jhdts nach Gallien entsandt, um in und um Lutetia, dem späteren Paris, zu missionieren. Der "große Apostel Frankreichs", wie er genannt wird, erbaute die erste christliche Kirche von Paris auf der Seine-Insel. Auch viele andere Kirchenbauten gehen auf ihn zurück. Die Arbeit des christlichen Glaubensboten war von erstaunlich großem Erfolg begleitet. Doch als um das Jahr 280 eine furchtbare Christenverfolgung ausbrach, wurde sein segensreiches Wirken jäh beendet. Dionys, der erste Bischof (Vorstand der Kirche) von Paris wurde zusammen mit mehreren Gefährten verhaftet und zuletzt grausam zu Tode gemartert. Die über seinem Grab erbaute Kathedrale Saint-Denis, deren Anfänge bereits auf das Jahr 625 zurückgehen, ist eine der berühmtesten Kirchen Frank-reichs. Hier wurden jahrhundertelang die französischen Könige beigesetzt, von Chlodwig I. über Karl Martell bis zu Ludwig XIV. Dionys war Patron des Fränkischen Reiches und ist Schutzheiliger gegen Kopfschmerzen, Hundebiss und Syphilis Wetterregel: "Regnet's an Sankt Dionys, wird der Winter naß gewiß."

StadtParis
BesonderheitenMärtyrer

09.10.

Sibylle

Sibylle von Nivelles, eine Zisterziensernonne; fand als Krankenpflegerin den Weg zur Demut und Selbstverleugnung. + um 1250. Historisches: Im Altertum galten 12 Sibyllen als weissagende Frauen. Wahrscheinlich geht ihr Name auf eine legendäre Prophetin zurück, die in einer Quellengrotte in Eretria (Griechenland) ihre Orakel verkündet haben soll. Nach der Besiedelung Unteritaliens durch Griechen (im 7./6. Jhdt v.Chr.) verkündete die berühmte Sibylle von Cumae ihre Orakel. Dieser schrieb man die Sibyllinischen Bücher zu, die nach Rom gelangten und im kapitolinischen Tempel aufbewahrt wurden, wo das Orakel in allen Notfällen angerufen und auch befolgt wurde. - Die Sibyllinischen Sprüche stammen erst aus dem 2. nachchristlichen Jhdt und sind eine christliche Überarbeitung älterer jüdischer Vorlagen, die Mahnungen zur Buße und Weissagungen über den kommenden Messias und das Weltende beinhalten

13.10.

Gerald (Gerold, Giraud, Géraud),

Gerold (Giraud,Géraud), Graf von Aurillac, blieb zeitlebens unverheiratet. Er lebte nur für seine Untertanen, denen er ein gerechter und fürsorglicher Landesvater sein wollte. Mit eigenen Mitteln finanzierte der gütige Graf verschiedene karitative Einrichtungen. + 13.10.909.

StandAdel
BesonderheitenSozialengagement

16.10.

: Margareta (Margaretha, Margarete, Marguerite, Margot)

Margareta Maria (Marguerite-Marie) Alacoque, 1647 in der Stadt Lauthecour (Bourgogne) als Tochter eines Richters geboren, musste schon als Kind schwere Schicksalsschläge hinnehmen. Als sie 8 Jahre alt war, starb der Vater; mit 10 Jahren erkrankte sie an Kinderlähmung, von der sie aber einige Jahre später plötzlich auf unerklärliche Weise geheilt wurde. Sie war glücklich, als sie 1671 in den Orden der Salesianerinnen aufgenommen wurde. Nach dem Eintritt ins Kloster häuften sich ihre schon vorher aufgetretenen Visionen und Ekstasen. Am 16. Juni 1675 erblickte die Ordensfrau in einer Vision Jesus Christus, der ihr auftrug, den Freitag nach dem Oktavtag von Fronleichnam als Herz-Jesu-Freitag (als Symbol seiner Liebe zu den Menschen) einführen zu lassen. Obwohl die Mystikerin schwersten Anfeindungen ausgesetzt war, verfolgte sie ihr Ziel, die Verbreitung der Andacht zum heiligsten Herzen Jesu bis an ihr Lebensende. Doch als sie am 16. Oktober 1690 starb, war ihre Aufgabe noch immer nicht erfüllt. Es vergingen mehr als 150 Jahre, bis Papst Pius IX. um die Mitte des 19. Jhdts das Herz-Jesu-Fest offiziell einführte. Seither wird das Herz-Jesu-Fest jeweils am dritten Freitag nach Pfingsten gefeiert

17.10.

Astrud (Anstrud)

Astrud (Anstrud) war Äbtissin zu Langres. Jahrelang wurde sie vom Hausmeier Ebroin dem Schrecklichen, der ihren Bruder ermordet hatte, mit Hass verfolgt. Sie starb an einem 17.Oktober vor dem Jahr 709.

18.10.

Justus

Justus (Just, Jost) von Beauvais erlitt als 9-Jähriger das Martyrium. Er hatte mit seinem Vater einen gefangen gehaltenen Onkel befreit und war danach mit ihnen davongerannt. Als sie merkten, dass sie verfolgt wurden, versteckten sich die beiden Erwachsenen, während der Knabe unbekümmert auf der Straße weiterging. Doch er wurde von den Verfolgern gefasst und, obwohl er noch ein Kind war, bald darauf enthauptet. + 287

StandKind
StadtBeauvais
BesonderheitenMärtyrer

21.10.

Celina (Celine)

Celina (Celine), eine Jungfrau zu Meaux, floh aus dem Elternhaus, weil man ihr eine Vermählung aufzwingen wollte, und zog sich in ein Kloster zurück, wo sie ein gottgefälliges Leben führte. + um 500.

23.10.

Bertrand

Bertrand wurde 1228 zweiter Abt von Grandselve (Südfrankreich). Er verfügte nicht nur über ein außergewöhnliches Predigertalent, er besaß auch die Gabe der „Beschauung“, d.h. er konnte in die Menschen „hineinschauen

BesonderheitenMystiker

25.10.

Crispin, Crispinian

Crispin arbeitete mit seinem Bruder Crispinian in Gallien als Verkünder des christlichen Glaubens. Beide waren Schuhmacher und bei der ärmeren Bevölkerung besonders beliebt, weil sie für Bedürftige umsonst arbeiteten. Um 287 wurden die Brüder in der Christenverfolgung unter Maximian zu Soissons gefangengenommen und gemartert. Bauernregel: "Mit Sankt Krispin sind alle Fliegen (da)hin."

StadtSoisson
BesonderheitenMärtyrer

26.10.

Amand (Amandus, Amanda, Amandina)

Amand(us) ist der erste historisch bezeugte Bischof von Straßburg. Er wird als Teilnehmer an Kirchenversammlungen genannt. + um 355.

StandBischof
StadtStraßburg

26.10.

Josephine und Eloïse

Josephine Leroux und Eloïse Barré waren zwei der Ursulinen, die an der Mädchenschule in Valenciennes unterrichteten. Während der Französichen Revolution, zur Zeit der Schreckensherrschaft unter Robespierre und Saint Juste, wurden 1794 die Ursulinen, wie die meisten Geistlichen, die sich nicht auf die Revolution hatten vereidigen lassen, gefangen genommen, in den Kerker geworfen, schwer misshandelt und schließlich mit dem Fallbeil hingerichtet. Währen der Hinrichtung sangen die Ordensfrauen auf dem Blutgerüst das Te deum ("Großer Gott, wir loben dich"), bis ihre Stimmen, eine nach der anderen, verstummten. "Die gaffende Menge stand ergriffen da, und selbst der Henker konnte sich des Eindrucks nicht entziehen". ++ 26.10.1794.

StadtValenciennes
BesonderheitenGewaltopfer

26.10.

Josephine und Eloïse

Josephine Leroux und Eloïse Barré waren zwei der Ursulinen, die an der Mädchen-schule in Valenciennes unterrichteten. Während der Französichen Revolution, zur Zeit der Schreckensherrschaft unter Robespierre und Saint Juste, wurden 1794 die Ursulinen, wie die meisten Geistlichen, die sich nicht auf die Revolution hatten vereidigen lassen, gefangen genommen, in den Kerker geworfen, schwer misshandelt und schließlich mit dem Fallbeil hingerichtet. Währen der Hinrichtung sangen die Ordensfrauen auf dem Blutgerüst das Te deum ("Großer Gott, wir loben dich"), bis ihre Stimmen, eine nach der anderen, verstummten. "Die gaffende Menge stand ergriffen da, und selbst der Henker konnte sich des Eindrucks nicht entziehen". ++ 26.10.1794.

StadtValenciennes
BesonderheitenGewaltopfer

29.10.

Ingold (Ingwald)

Ingold (Ingwald), ein frommer und weiser Mann, lebte im 7. Jhdt im Kloster Montreuil. (Ingolf)

31.10.

Quentin (Quintinius)

Quentin (Quintinius) von Amiens wirkte in Gallien als Glaubensbote. Um das Jahr 300 wurde er von Christenhassern mit Nägeln zerfleischt und mit siedendem Pech übergossen.

StadtAmiens
BesonderheitenMärtyrer

01.11.

Otmar

Otmar, Bischof von Thérouanne, + 1.11. nach 667, siehe 9.9.!

05.11.

Berthilde (Bertilda, Bertilla)

Berthilde (Bertilda) wurde um 649 zur Äbtissin des neugegründeten Klosters Chelles berufen, das unter ihrer klugen und mütterlichen Leitung einen großen Aufschwung erlebte. + 5.11.um 1083.

06.11.

Leonhard (Léonard, Lennart)

Leonhard (Léonard, Lennart) von Limoges stammte aus einem fränkischen Adelsgeschlecht, verzichtete aber auf eine glänzende Stellung am königlichen Hof und zog sich in eine Einsiedlerzelle bei Noblac zurück. Seine Behausung wurde im Laufe der Zeit zum Ziel von Rat Suchenden und Verzweifelten. Besonders lagen ihm die Gefangenen am Herzen. Durch seinen persönlichen Einsatz gelang es ihm immer wieder, zumal er bei der Obrigkeit großes Ansehen genoss, zahlreiche Unglückliche aus der Gefangenschaft zu befreien. - Aus der Zelle Leonhards entwickelte sich im Laufe der Zeit das Kloster St.Léonard-de-Noblac. Nach seinem Tode wurde der Menschenfreund zu einem der meistverehrten bäuerlichen Patrone (- weil man sein Attribut, die Ketten der Gefangenen, mit denen er dargestellt wurde, für Viehketten hielt), um den sich bald ein farben-prächtiges Brauchtum, z.B. die Leonardi-Umritte, entwickelte. Er starb 559. Leonhard ist Patron der Bauern, der Knechte, für alle bäuerlichen Anliegen, der Fuhrleute, Lastenträger, Kohlenträger, Obsthändler, Butterhändler, Schmied und Schlosser und der Gefangenen. Am bekanntesten wurde er als Schutzheiliger der Pferde, weshalb noch heute Leonardi-Ritte und Leonardi-Fahrten an seinem Gedenktag als beliebte Volksbräuche abgehalten werden. Bauernregel : "Hängt das Laub bis Leonardi hinein, so wird der Winter ein langer sein."

StandAdel
StadtLimoge
BesonderheitenEinsiedler Sozialengagement

08.11.

Gottfried (Geoffrey)

Gottfried (Geoffrey) von Amiens, um 1065 geboren, trat als junger Mann auf eigenen Wunsch in das Kloster St.Quentin ein. Wegen seines kompromisslosen Eintretens für die Reform des verweltlichten Klerus wurde er zum Bischof von Amiens gewählt. Er musste das Amt trotz heftiger Weigerung - er fühlte sich nicht würdig genug - annehmen. Im Büßergewand und bloßfüßig zog er in seine Bischofsstadt ein und lebte auch als Bischof genauso einfach und bescheiden, wie er zuvor als Mönch gelebt hatte. Beim Volk war er wegen seiner großen Wohltätigkeit beliebt, musste sich aber ständig mit dem Klerus seiner Diözese auseinandersetzen, der seiner Meinung nach viel zu weltlich lebte. Daher enthob er unwürdige Kleriker, die nicht bereit waren, ihr Leben zu ändern, ihres Amtes. Einen Giftanschlag überstand er auf recht wunderbare Weise. Im Streit der Bürger mit den adeligen Vögten unterstützte der Bischof nachdrücklich die Anliegen des Volkes, musste daher fliehen und sich verborgen halten. Der "Mann des Volkes" wurde zwar wieder in sein Amt zurückberufen, doch wurden seine Güte und Geradlinigkeit von allen Seiten nur mit Undank belohnt. Am 8.November 1115 starb Gottfried von Amiens, noch nicht ganz 50 Jahre alt.

StandBischof
StadtAmiens
BesonderheitenReformer

09.11.

Rainulf (Ragnulf)

Rainulf (Ragnulf) soll um das Jahr 700 bei Arras als Märtyrer gestorben sein.

BesonderheitenMärtyrer

11.11.

Martin

Martin von Tours wurde im Jahr 316 in Sabaria, dem heutigen Steinamanger/ Szombathely in der Provinz Pannonien, im heutigen Ungarn, geboren. Seine Familie stammte aus Italien, der Vater, ein Christ, war, nachdem er seine Jahre als römischer Offizier abgedient hatte, als Veteran in Pannonien angesiedelt worden. Da der Vater wollte, dass der Sohn in seine Fußstapfen trete, musste Martin bereits mit 15 Jahren in das römische Heer eintreten und kam mit einem Regiment nach Gallien. An einem kalten Winterabend, so erzählt es die Legende, flehte am Stadttor von Amiens ein nur mit Lumpen bekleideter Bettler den jungen Soldaten um ein Almosen an. Da Martinus kein Geld bei sich hatte, der arme Mann ihm aber leid tat, nahm er sein Schwert, teilte seinen Mantel und gab die eine Hälfte dem frierenden Bettler. In der folgenden Nacht erschien ihm Jesus Christus, der mit der Hälfte des Mantels bekleidet war und sprach: "Was du dem geringsten meiner Brüder tust, das hast du mir getan." Diese "Mantellegende" gehört sicherlich zu den bekanntesten Erzählungen um einen Heiligen. Nachdem der junge Soldat die Taufe empfangen hatte, im Urchristentum war die Erwachsenentaufe üblich, zu der man erst nach längerer Vorbereitungszeit zugelassen wurde, verließ er bald darauf das Heer, weil sich in seinen Augen Christentum und Kriegsdienst nicht mit einander verbinden ließen. Er kehrte nach Pannonien zurück, begab sich aber bald wieder nach Gallien, wo er sich als Einsiedler niederließ und erfolgreich als Glaubensbote wirkte. Von Volk und Klerus wurde der angesehene Mann zum Bischof von Tours berufen. Er nahm das Amt aber nur sehr widerwillig an. Die Legende erzählt, Gänse hätten das Versteck, in dem sich Martin verborgen hielt, um der Berufung zu entgehen, verraten (Möglicherweise wurde die Gans aber nur deshalb zum Attribut des Heiligen, weil die Bauern später am Martinitag dem Grundherrn Gänse und Hühner als Zins abliefern mussten). Als Bischof lebte Martin in einer Holzhütte vor der Stadt. Daraus entwickelte sich später das Kloster Marmoutier. Dreißig Jahre lang bekleidete der bescheidene Mann sein Bischofsamt, kümmerte sich persönlich um die Armen und Schwachen und beseitigte, wann immer es möglich war, Missstände. Durch keinen auch noch so hinterhältig geführten Angriff ließ er sich entmutigen oder gar einschüchtern. Er wollte den Auftrag Gottes, so wie er ihn verstand, voll und ganz erfüllen. Auf einer seiner fast zahllosen Seelsorgereisen starb Martin von Tours am 8.November 397 im hohen Alter von (etwa) 80 Jahren. Zur Beisetzung des "Bischofs der Armen", wie er längst schon genannt wurde, strömte eine riesige Menschenmenge nach Tours. Der Tag des Begräbnisses, der 11. November, wurde zu seinem Gedenktag.- Aus einer kleinen Kapelle, die man über Martins Grab errichtete, wurde später die prachtvolle Martinsbasilika. Anmerkung: Dass der Fasching am 11.11. um11 Uhr 11 beginnen soll, ist ein Pseudo-Brauch, der überhaupt keine historische Tradition hat und als Zahlenspiel erst in jüngster Zeit von den Karnevalsgilden eingeführt wurde. Früher war der Advent eine stille Zeit, Tanzunterhaltungen fanden erst wieder am Stephanitag, dem zweiten Weihnachtstag, statt. Das Faschingstreiben begann überhaupt erst nach dem Dreikönigstag, dem Ende der weihnachtliche Zeit.) Bauernregeln: "Wenn's Laub nicht vor Martini fällt, kommt eine große Winterkält" "Sankt Martin kommt nach alten Sitten gern auf 'nem Schlitten angeritten." "Hart Martin einen weißen Bart, so wird der Winter lang und hart." Schneit es um Martini ein, so werden weiße Weihnachten sein." "Nach Martini scherzt der Winter nicht mehr." "Um Martin Laub an Blumen und Reben, das wird einen strengen Winter geben."

17.11.

Gregor von Tour

Gregor von Tours hinterließ aufschlussreiche Schriften über das christliche Leben im 6.Jhdt. Sein bedeutendstes Werk ist die "Historia Francorum", eine Geschichte der Franken. Gregor wurde 573 zum Bischof von Tours ernannt, das durch den hl Martin ein religiöser Mittelpunkt Galliens geworden war. Er war eine der einflussreichsten Persönlich-keiten seiner Zeit. + 17.11.594.

StandBischof
StadtTours

18.11.

Odo

Odo, zweiter Abt von Cluny, geboren um 878, der Begründer der sogenannten cluniazensischen Reform, machte seine Abtei zum Mittelpunkt einer Klosterreformbewegung, die im folgenden Jhdt auf das gesamte Abendland übergreifen sollte. Der so bedeutende Mann, dessen besondere Liebe der Musik galt, war äußerst bescheiden und lebte asketisch. + 18.11.942 Historisches: Die Kirche des 9.Jhdts hatte eine Periode starker Verweltlichung durchgemacht; Die Haupt-ursache dafür war ihre Abhängigkeit von weltlichen Gewalten. Grundbesitz und Einkünfte der Klöster dienten nur zu oft der Versorgung von Söhnen aus dem Adel, die oft wenig Beziehung zur Religion hatten. Um diesem Übel abzuhelfen, gründete Herzog Wilhelm von Aquitanien um 908 das Musterkloster Cluny. Hier führten mehrere heiligmäßige Äbte mit ihren Mönchen, unabhängig von weltlicher Einmischung, ein beispielhaftes Leben nach dem Vorbild Christi. Der von hier ausgehenden Reformbewegung schlossen sich etwa 3 000 Klöster an. - Im Spätmittel-alter begann aber ein neuer Niedergang des geistlichen Lebens, was schließlich zur Reformation führte. Das Kloster Cluny wurde während der Französischen Revolution zum Teil nieder-gerissen, die Kunstschätze wurden verschleudert.

StadtCluny
BesonderheitenReformer

18.11.

Alda

Alda, Jungfrau, soll eine Gefährtin der hl Genoveva von Paris (siehe 3.1.) gewesen sein. + um 500.

StadtParis

20.11.

Felix

Felix von Valois ging in die Geschichte als Mitbegründer des Trinitarierordens ein. Zuerst wollte er als Einsiedler leben. Doch dann lernte er einen jungen Doktor aus Paris kennen, Johannes von Matha (sieh 17. 12.). Die beiden Männer verstanden sich von Anfang an gut und beschlossen, ihr weiteres Leben einer großen Aufgabe zu widmen. Sie gründeten einen Orden, der sich für die Befreiung von Christen aus der Sklaverei einsetzen sollte, den Trinitarierorden. Diese Vereinigung machte es sich neben dem Einsatz für die als Sklaven in moslemische Länder verschleppten Christen zur Aufgabe, Gefangene und Sträflinge im eigenen Land zu betreuen. Die Arbeit der Trinitariermönche war bald, vor allem in Nordafrika, von Erfolg begleitet und breitete sich rasch auch über die Grenzen Frankreichs hinaus aus. Der Strafgefangenenseelsorger Felix von Valois starb im Jahr 1212 in Paris in dem Bewusstsein, vielen Unglücklichen geholfen zu haben.

StadtParis
BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

29.11.

Saturnin (Sernin)

Saturnin (Sernin), Glaubensbote in Gallien, war der erste Bischof von Toulouse. Er wurde wegen seines christlichen Glaubens an einen wilden Stier gebunden, von diesem zu Tode geschleift und zertrampelt. + um 250.

StandBischof
StadtToulouse
BesonderheitenGewaltopfer

01.12.

Eligius (Éloi)

Eligius (Éloi) von Noyon war ein überaus begabter Goldschmied, der als Münzmeister an den fränkischen Königshof berufen worden war. Aus Mitleid kaufte der gütige Mann immer wieder Sklaven frei. Weil er aber nach Höherem strebte, gab er seine einträgliche Stellung auf, ließ sich zum Priester weihen und widmete sich ganz der Bekehrung der noch heidnischen Franken. Eligius starb am 1.Dezember 660. Er ist der Patron der Münzmeister, der Goldschmiede, Silberschmiede, Huf- und Nagelschmiede, Tierärzte, Pferdehändler, Uhrmacher, Metallarbeiter, Büchsenmacher, Graveure und Numismatiker sowie Schutzheiliger gegen Pferdekrankheiten Historisches: Ein eigenes Priesterstudium gab es damals noch nicht. Priester mussten aber fromme, gebildete, anständige und von der Bevölkerung geachtete Männer sein. Wetterregel: "Ist Eligius ein kalter Wintertag, die Kälte noch vier Monde dauern mag."

BesonderheitenKünstler Sozialengagement

16.12.

Reinhold (Reinaud, Renauld, Rainald)

Reinhold (Reinaud, Renauld, Rainald) wurde 1133 Abt der berühmten Abtei Citeaux (südlich von Dijon). Am 16.12.1150 starb er auf einer Visitationsreise in der Provence.

18.12.

Gratian (Gatien)

Gratian (Gatien) wurde um 249 von Papst Fabian als Glaubensbote nach Gallien entsandt und dort vom Volk zum ersten Bischof von Tours gewählt. Zu Bischöfen (anfangs waren sie bloß Vorsteher der christlichen Gemeinde) wählte man damals verantwortungsvolle, angesehene Männer, die meist ein schweres Leben voll Mühsal und Gefahren vor sich hatten. Bischof Gratian konnte der Verfolgung unter Kaiser Decius entkommen und überlebte sogar die grausamste aller Christenverfolgungen unter Diokletian. + 18.12.301.

StandBischof
StadtTour
BesonderheitenMärtyrer

19.12.

Urban

Urban V., um 1310 in Südfrankreich geboren, wurde 1362 zum Papst gewählt. Er wollte sich mit der Tatsache, dass die Päpste im "Babylonischen Exil" in Avignon unter der Aufsicht der französischen Könige residierten, nicht abfinden. So entschloss er sich, als Ober-hirte der Christenheit nach Rom zurückzukehren. Am 16.Oktober 1367 zog er unter dem Jubel der Bevölkerung in Rom ein. Doch schon bald brachen hier Unruhen und Parteienkämpfe aus. Enttäuscht und unglücklich darüber, dass es ihm nicht gelang, Ordnung zu schaffen, kehrte der Papst 1370 nach Avignon zurück. Schon drei Monate danach erkrankte er schwer und starb am 19.Dezember 1370. Man sah dies als Strafe Gottes an. Historische Anmerkung 1305 wurde nach fast einjährigem Konklave der Erzbischof von Bordeaux zum Papst gewählt. Clemens V., wie er sich nannte, entpuppte sich aber bald als ängstlicher, gehorsamer Gefolgsmann des französischen Königs Philipps des Schönen und brachte das Papsttum in engste Abhängigkeit von Frankreich. Die Weihe zum Papst fand in Lyon statt, wohin alle Kardinäle zitiert wurden. Der französische König verstand es schließlich sogar, mit Versprechungen und Drohungen, den Papst zum Verbleiben in Frankreich zu bewegen. Er bot ihm das Reichslehen Avignon als Sitz an, wo Clemens V. dann ab 1309 residierte. Die späteren Päpste blieben in Avignon, teils unter dem Druck der französischen Krone, teils aus Furcht vor den zerrütteten Verhältnissen in Rom und der unsicheren politischen Lage in Italien. So kam es zur "Babylonischen Gefangenschaft der Kirche", die schließlich bis 1377 andauerte und einen Tiefpunkt in der Geschichte des Papsttums darstellte.

StandPapst
StadtAvignon Rom

21.12.

Ingmar (Ingemar, Ingo, Ingomar, Hingmar, Hinkmar)

Ingmar (Hingmar, Hinkmar), Erzbischof von Reims, war ein angesehener Gelehrter und ein gesuchter Ratgeber. Er trat energisch gegen die Einflussnahme weltlicher Gewalten auf kirchliche Angelegenheiten auf und erinnerte die weltliche Obrigkeit immer wieder daran, dass es ihre Aufgabe sei, die Schwachen gegen die Starken zu beschützen und den Witwen, Waisen und Fremden beizustehen. Der König müsse, so führte er aus, ein gerechter Richter sein, die Armenfürsorge im Staat einen wichtigen Platz einnehmen. Der weithin als Autorität angesehene Bischof starb am 21.Dezember 882 auf der Flucht vor den eingefallenen Normannen. (Ingo, Ingomar, Ingemar) Historische Anmerkung: Die Sozialfürsorge wurde im Mittelalter und auch noch später zumeist Klöstern sowie anderen kirchlichen Institutionen und Privatinitiativen überlassen. Es war nur selten der Fall, dass sich weltliche Herrscher um die Bedürftigen kümmerten. Die Herrscher "von Gottes Gnaden" leiteten von ihrer Stellung meist nur Rechte, selten aber Pflichten ab. Wenn die Armen, meist waren es alleinstehende alte Leute, auf die Unterstützung der Gemeinde angewiesen waren , konnte von echter sozialer Fürsorge oft deshalb nicht die Rede sein, weil die meisten der zu ihrem Unterhalt verpflichteten Gemeindemitglieder nicht bereit waren, etwas abzugeben, oft allerdings auch deshalb, weil sie selber nicht viel hatten. Erst im 18./19.Jhdt begann sich die Meinung durchzusetzen, dass der Staat für das Wohl seiner Bürger Verantwortung trage und sich um die Notleidenden kümmern müsse.

StandBischof
StadtReims
BesonderheitenSozialengagement

23.12.

Dagobert

Dagobert II. war der fränkischer Teilkönig von Austrasien. Der ihm feindlich gesinnte Hausmeier Ebroin der Schreckliche ließ ihn knapp vor Weihnachten 679 auf der Jagd, unter Vortäuschung eines Unfalls, ermorden.

StandAdel
BesonderheitenGewaltopfer

23.12.

Ivo (Yves)

Ivo (Yves), Bischof von Chartres wurde von König Philipp I. von Frankreich gefangen genommen und in den Kerker geworfen, weil er dessen unerlaubtes Verhältnis mit der ebenfalls verheirateten Hert(rad)a von Anjou angeprangert hatte. + 23.12. 1116.

StandBischof
StadtChartres

27.12.

Rutger (Rüdiger)

Rutger (Rüdiger) lebte zuerst am kaiserlichen Hof, wurde dann Prämonstratensermönch und schließlich Abt des Klosters in Verdun. + 27.12.1140.

30.12.

Germar

Germar war ein einflussreicher Staatsmann am fränkischen Königshof. Er verzichtete auf seine angesehene Stellung, verließ Frau und (die erwachsene) Tochter und trat in das von ihm gegründete Kloster Flay (nordöstlich von Paris) ein. + 30.12. um 660

30.12.

Lothar

Lothar, Kaiser, Sohn Ludwigs des Frommen, hatte seinen Vater bekämpft und ihn sogar gefangen genommen. Doch er bereute sein Verhalten, entsagte der Herrschaft und zog sich als Büßer in ein Kloster zurück. + 29./30.12. 855.

BesonderheitenBüßer
Datum: 28.07.

28.07.

Ada (Adele, Adela)

Ada (Adele, Adela), war die hochangesehene Äbtissin des Benediktinerinnenklosters Saint Julien zu Le Mans (F). + Ende 7.Jhdt.

28.07.

Alphonsa

Alphonsa Anna Muttathupandathu ist die erste selig gesprochene Inderin. Die Ordensfrau hatte jahrelang schwere körperliche Schmerzen und auch seelische Qualen, ohne zu klagen und voller Gottvertrauen hingenommen. Für sie war das Leiden etwas von Gott Gegebenes, der die Menschen mit Prüfungen heimsuchen wollte. Die Dulderin starb am 28.Juli 1946 zu Bharananganam.

28.07.

Beat (Beatus) und Bantus

Beat(us) und Bantus waren Brüder und lebten im 7. Jhdt als Einsiedler bei Trier.

StadtTrier
BesonderheitenEinsiedler

28.07.

Innozenz

Innozenz I. (402-417) war Papst in einer sehr schweren Zeit, als der Niedergang des Weströmischen Reiches immer deutlicher sichtbar wurde. Rom wurde von Alarich und seinen Westgoten erobert und trotz Verhandlungen geplündert. - Innozenz I. arbeitete zielbewusst am Ausbau des päpstlichen Primats in der christlichen Gesamtkirche und wehrte sich gegen weltliche Eingriffe in wichtigen Kirchenangelegenheiten, vor allem durch den oströmischen Kaiser. Auch als Johannes Chrysostomus (siehe 13.9.) vom Kaiser als Patriarch von Konstantinopel abgesetzt und in die Verbannung geschickt wurde, protestierte Innozenz gegen das Unrecht. Doch sein Ruf verhallte unbeachtet. + 12.3.417

StandPapst
StadtRom

28.07.

Manuel

Manuel Barbal-Cosán (Ordensname: Jaime-Ilario), geb. 1898, war Priester des Ordens der „Christlichen Schulbrüder“. Er wurde 1936 während des Spanischen Bürgerkrieges von kommunistischen Milizionären verhaftet, eingekerkert und am 28.7.1937 in Taragona als „Konterrevolutionär“ erschossen.

28.07.

Samson

Samson wirkte als Glaubensbote in Wales und war i, 6. Jhdt einer der bedeutendsten Missionare auf den britischen Inseln. + an einem 28.7 um 565