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Der Heiligenkalender

Dieser Kalender bietet allen die Möglichkeit, etwas über ihren Namen und die dazugehörigen Heiligen oder Seligen zu erfahren. Hier finden sich Geschichten zu mehr als 1.800 Glaubensvorbildern. Es kann auch umgekehrt nach einem Datum gesucht werden, um die Namenspatrone eines bestimmten Tages zu erfahren. Autor der in der Datenbank vorliegenden Texte ist Mag. Josef Christian Kametler

Datum ausschliessen
Stand: Orden- und Klosterleben

02.01.

Makarios

(Makarius), "Ureinsiedler", war ein (griechischer) Bäcker in Alexandria in Ägypten. Mit 40 Jahren zog er sich in die Sketische Wüste (Natrontal nordwestlich von Kairo) zurück und lebte hier 60 Jahre lang in strengster Askese. Er soll Kranke geheilt und Dämonen ausgetrieben haben. Da sich im Laufe der Zeit viele andere Einsiedler um ihn scharten und so eine kleine "Mönchsgemeinde" entstand, wird Makarius auch als "Mönchsvater" bezeichnet. + 394. Lostag: "Wie's Wetter um Makarius war, so wird der September: trüb oder klar."

03.01.

Odilo

Odilo wurde 994 Abt des berühmten Klosters Cluny, von dem die fast ganz Europa umfassende "cluniazensische Klosterreform" ausging, die dem sittlichen Niedergang der Klöster äußerst erfolgreich entgegenwirkte. Abt Odilos Organisationstalent und seiner Integrität war es zu verdanken, dass die Reformbewegung einen noch größeren Aufschwung erlebte und in immer mehr Abteien durchgeführt wurde. Besonders setzte er sich auch für die Verbreitung des Gottesfriedensgedankens ein. Auf Odilo von Cluny geht die Einführung des Allerseelentages zurück. + 31.12. 1048.

StadtCluny
BesonderheitenReformer

04.01.

Angelika (Angela)

Angel(ik)a von Foligno, die spätere Mystikerin und Visionärin, wurde sehr früh mit einem wohlhabenden Bürger verheiratet und stand wegen ihres angenehmen Äußeren im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens ihrer Heimatstadt. Aber allmählich kamen der jungen Frau Zweifel, ob dieses Leben des oberflächlichen Genießens ihr die Erfüllung bringen könne. Nach dem plötzlichen Tod des Gatten und der geliebten Mutter beschloss sie ihr bisheriges Leben von Grund auf zu ändern: Bereits 40 Jahre alt, wurde Angelika Franziskanerterziarin. Ihr Leben bestand von da an nur noch aus Gebet und selbstlosem Dienst am Nächsten. Krankheiten und Schmerzen ertrug sie mit großer Geduld und unerschütterlichem Gottvertrauen. Bald erlebte sie Visionen, in denen ihr Christus als Lichtgestalt erschien. Über diese sagte sie: "Ich sah Gott, aber fragst du, was ich sah, so sage ich nur, ich sah I h n - Ich sah eine Fülle von Klarheit und Licht, die mich so erfüllte, dass ich nicht imstande bin, es mit Worten auszudrücken..." + 4.1.1309.

StadtFoligno
BesonderheitenMystikerin

05.01.

Roger

Roger (Ruggiero) von Todi war ein von großer Nächstenliebe geprägter Gefährte des hl Franz von Assisi, der ihn als Prediger nach Spanien entsandte. Nach seiner Rückkehr wurde Roger zum geistlichen Leiter des Klarissenklosters in Rieti bestellt. + 5.1.1237.

06.01.

Erminold

Erminold, ein Mönch aus dem Reformkloster Hirsau im Schwarzwald, wurde erster Abt des Klosters Prüfening bei Regensburg. Als der exkommunizierte Kaiser Heinrich V. das Kloster inspizieren wollte, verweigerte ihm Erminold den Zutritt. Ein Mönch, der damit und auch mit der strengen Einhaltung der Klosterregel nicht einverstanden war, misshandelte den Abt daraufhin so schwer, dass dieser am nächsten Tag seinen Verletzungen erlag. + 6.1.1121.

07.01.

Raimund von Peñafort

Raimund von Peñafort, um 1175 in der Nähe von Barcelona geboren, trat 1222 in den Dominikanerorden ein und verfasste noch im selben Jahr die Statuten für den Orden der Mercedarier (zum Loskauf der Gefangenen), den er gemeinsam mit Petrus Nolascus ins Leben rief. 1230 holte ihn der Papst als Beichtvater und Ratgeber nach Rom. In den folgen-den Jahren verfasste der gelehrte Kirchenmann zahlreiche bedeutende Schriften, die u.a. klare Richtlinien für Beichtväter enthielten. Als dritter Ordensgeneral der Dominikaner überarbeiete Raimund die Regeln der Gemeinschaft und gründete in Spanien Schulen für orientalische Sprachen, um die Rückführung der Mauren in den Schoß der katholischen Kirche zu erleich-tern. Trotz seiner vielen Erfolge als Organisator und Schriftsteller wurde über den Ordens-mann berichtet: "Sein ganzes Leben stand im Zeichen der Hilfe für den Mitmenschen." Er starb am 6.Januar 1275, etwa 100 Jahre alt.

09.01.

Adrian von Canterbury

Adrian (Hadrian) von Canterbury lebte zuerst als Mönch in einem Kloster in der Nähe von Neapel. Papst Vitalian wollte den tüchtigen Geistlichen zum Erzbischof von Canterbury weihen und als Missionar nach England senden. Doch Adrian fühlte sich für dieses Amt zu schwach und unwürdig und bat den Papst, die schwere Aufgabe einem anderen anzuvertrauen. Als einfacher Mönch begleitete er aber den an seiner Stelle zum Bischof erhobenen Theodor von Tarsos (siehe 19.9.) 669 nach England. Hier wirkte Adrian mit großem Einsatz als Glaubensbote und wurde zum treuesten und verlässlichsten Helfer des Erzbischofs. Schließlich wurde ihm die Leitung der Abtei St.Peter und Paul zu Canterbury anvertraut. Weil es ihm ein besonderes Anliegen war, dem Volk Bildung zu vermitteln, wurde Adrian zum Organisator des frühen angelsächsischen Schulwesens. + 9.1.709.

09.01.

Alice Le Clerc

Alice (Alexia, Alix) Le Clerc (Ordensname: Sr.Maria Theresia von Jesus), gründete 1589 den Schulorden der "Chorfrauen Unserer Lieben Frau", der sich um die Erziehung und Ausbildung junger Mädchen kümmerte. Erst jetzt, im Zeitalter der Gegenreformation, wurde dem Unterricht von Mädchen größere Aufmerksamkeit geschenkt. + 9.1.1622.

BesonderheitenSozialengagement

10.01.

Léonie Aviat

Léonie Aviat (Ordensname: Sr. Francisca Salesia), 1844 in Sézanne (F) geboren, hatte als junges Mädchen kennengelernt, unter welch unwürdigen Verhältnissen die Frauen und Mädchen in den Fabriken ihrer Arbeit nachgehen mussten. Mit 22 Jahren lernte sie Pater Alois Brisson kennen, der sich fürsorglich um die Arbeiterinnen kümmerte. Sogleich begann sie mit ihm zusammenzuarbeiten und gründete gemeinsam mit einer Gefährtin, unterstützt von Pater Brisson, die Kongregation "Oblatinnen des hl Franz von Sales", die bald überall im Land großes Echo fand. Ihre Mitglieder gründeten und unterhielten mit großem Einsatz Heime, Schulen und Internate für die von staatlichen Stellen völlig vernachlässigten Fabrikarbeiterinnen. Im Laufe der Jahre breitete sich die Kongregation über die halbe Welt aus. Ihre Gründerin starb am 10.Januar 1914.

BesonderheitenSozialengagement

11.01.

Thomas von Cori,

Thomas von Cori, 1655 südlich von Rom geboren, trat im Alter von 22 Jahren in den Franziskanerorden ein und wurde bald zum hochgeschätzten Novizenmeister seines Klosters. Doch er wollte kein Leben hinter Klostermauern führen und begab sich in die abgelegene, karge Gebirgslandschaft der Abruzzen. Zwanzig Jahre lang wirkte er hier als begeisternder Volksprediger und Volksmissionar. Besonders nahm er sich der Sorgen der wenig begüterten Bevölkerung in den Gebirgsdörfern an und konnte für sie sehr viel Gutes tun. + 11.1.1729.

BesonderheitenEinsiedler Sozialengagement

13.01.

Hilmar

Hilmar (Helmar, Hildemar) war der fromme, aber tatkräftige Hofkaplan Wilhelms des Eroberers in London. Gegen Ende seines Lebens ging er in seine Heimat zurück und gründete (um 1090) das Augustiner-Chorherrenstift Arrouaise nahe Arras in Nordfrankreich, wo er am 13. Januar 1198 verstarb.

13.01.

Gottfried, Graf von Cappenberg

Gottfried, Graf von Cappenberg, wandelte, nachdem ihn die Predigten des Norbert von Xanten (siehe 6.6.) so sehr begeistert und aufgerüttelt hatten, sein Schloss in ein Kloster um und trat dort selbst als Mönch ein. + 13.1.1127.

14.01.

Rainer

Rainer, der erste Propst des Stiftes Arnsberg in Westfalen, war seinen Mitbrüdern durch sein beispielhaftes Leben ein leuchtendes Vorbild. + 14.1.1184.

14.01.

Diomira (Mira, Mirella)

Maria Diomira Serri, geboren 1708 zu Genua, war eine wegen ihres liebevollen Wesens geliebte und geachtete Kapuzinernonne zu Fanano. + 14.1.1768. .

15.01.

Arnold Janssen

Arnold Janssen, 1837 nahe Xanten am Niederrhein geboren, wurde 1861 Priester und arbeitete dann als Lehrer an einem Realgymnasium in Bocholt. Doch bald verließ er die Schule und hob die Zeitschrift "Kleiner Herz-Jesu-Sendbote" aus der Taufe, mit der er für die Errichtung eines Seminars zur Ausbildung von Missionaren werben wollte. 1875 konnte er in Steyl in den Niederlanden das Missionshaus St.Michael errichten (- Wegen des in Preußen herrschenden Kulturkampfes musste er in die Niederlande ausweichen.), das zur Keimzelle des von ihm ins Leben gerufenen Ordens "Gesellschaft des Göttlichen Wortes" (Steyler Missionare) wurde. Von hier aus gründete er weitere Missionshäuser, d.h. Gymnasien (z.B. St.Gabriel in Mödling bei Wien), die Missionare ausbilden sollten. Bald gingen Steyler Missionare als Glaubensverkünder in alle Welt. Durch die Missionsdruckerei in Steyl und die Herausgabe populärer Zeitschriften religiösen Inhalts schuf er für sein Werk die wirtschaft-liche Grundlage und förderte zugleich die katholische Volksliteratur. + 15.1.1909.

BesonderheitenOrdensgründer

15.01.

Maurus (Mauro)

Maurus (Mauro), Sohn eines römischen Senators, lebte im 6. Jhdt und war Lieblingsschüler und Gefährte des hl. Benedikt von Nursia, der ihn zu seinem Nachfolger als Abt von Subiaco ernannte.

15.01.

Deïrdre

Deïrdre (Dierdre, Dirdre), auch Ita genannt, war Gründerin und erste Äbtissin des Klosters Clúaincredal, in Killeedy, Irland, wo ihr große Verehrung zuteil wurde. Um ihre Person ranken sich viele Legenden. Sie starb um das Jahr 570 (577?).

16.01.

Tilman (Till, Thilo, Tillmann)

Tilman wurde als junger Mann aus seiner Heimat Westfalen als Sklave nach Gallien verschleppt, dort vom hl Eligius (siehe 1.12.) freigekauft und als Goldschmied, der bald Berühmtheit erlangen sollte, ausgebildet. Trotz seines beruflichen Erfolges trat Tilman in das Kloster Solignac ein, wurde später dessen Abt und machte es zu einem Zentrum der Goldschmiedekunst. Gegen Ende seines Lebens zog er sich in die Einsamkeit zurück, um Gott näher zu sein und ihm ungestört dienen zu können. + 16.1. 702.

16.01.

Theobald von Geisling

Theobald (Dietwald) von Geisling, ein Franziskanerbruder; war als Prediger in den österreichischen Ländern unermüdlich tätig, um den Glauben in den Herzen der Menschen zu vertiefen. + 16.1. 1520.

17.01.

Mildwina (Malwina, Malvine)

Mildwina war eine Benediktinernonne von außergewöhnlicher Frömmigkeit und Güte zu Canterbury. Sie lebte im 7.Jhdt.

18.01.

Regina Protmann

Regina Protmann aus Braunsberg in Ostpreußen gründete 1571 die "Kongregation der Katharininnen" für Krankenpflege und Mädchenerziehung, die sich schnell ausbreitete und bald segensreich wirken konnte. Die Gründerin selbst opferte sich auf im Dienste an Kranken und Bedürftigen. + 18.1.1613.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

20.01.

Ursula Haider

Ursula Haider, mit neun Jahren Vollwaise geworden, wurde aus Mitleid in das Kloster Valduna (Vorarlberg) aufgenommen. Aus dem Waisenmädchen wurde später die hochgeachtete Äbtissin des Klosters Villingen in Württemberg. + 20.1.1498.

21.01.

Ines

Ines de Beniganim (Ordensname: Sr.Josepha Maria von der hl Agnes) wurde 1625 als Tochter frommer Bauersleute in der Nähe von Valencia geboren. Als Laienschwester trat sie in das Kloster zu Beniganim ein. Sie war durch eine "Tiefe des Charakters" ausgezeichnet, besaß die Gabe der Prophetie und konnte Kranken erstaunliche Kraft und Zuversicht ver-leihen, was oft zu unerwarteten Heilungen führte. + 21.1.1696.

Besonderheiteneinfache, arme Leute

22.01.

Vinzenz

Vinzenz von Saragossa, war Archidiakon (Prediger) des Bischofs der Stadt. In den Verfolgungen unter Kaiser Diokletian wurden beide in den Kerker geworfen. Der schon alte und gebrechliche Bischof wurde in die Verbannung geschickt, der junge Glaubensverkünder aber, obwohl er eine glänzende Verteidigungsrede gehalten hatte, den schlimmsten Martern ausgesetzt. Er wurde gegeißelt, in einen Haufen mit Glasscherben geworfen, in seine Wunden wurde Salz gestreut. Zuletzt erlag er seinen Verletzungen. Vincentius gilt als Erzmärtyrer, d.h. als erster Märtyrer Spaniens. Sein Name ist schon in den ältesten Martyrologien zu finden. + 22.1.304. Wetterregeln: "Vinzenz Sonnenschein bringt viel Korn und guten Wein." "Am Tag von Sankt Vinzent hat der Winter noch lang kein End'. "Watet Sankt Vinzenz im Schnee, dann gibt es viel Heu und viel Klee."

StadtSaragossa
BesonderheitenMärtyrer

22.01.

Walther von Bierbeeke

Walther von Bierbeeke, ein christlicher Ritter, trat in ein Kloster ein und wurde wegen seiner innigen Verehrung der Gottesmutter der "Mönch Mariens" genannt. Wegen seiner tiefen Frömmigkeit wurde er schon zu Lebzeiten vom Volk als Heiliger angesehen. + um 1220 (?)

22.01.

Vinzenz Palotti

Vinzenz Palotti, 1818 in seiner Heimatstadt Rom zum Priester geweiht, engagierte sich unermüdlich und aufopferungsvoll als Jugend- und Gefangenenseelsorger und Volksmissionar. Er war ein gesuchter Beichtvater, den man zu jeder Zeit aufsuchen konnte. Um noch wirkungsvoller seelsorgerisch tätig sein zu können, gründete er 1834 die "Gesellschaft des katholischen Apostolats", genannt "Palottiner". Sie nahmen auch Laien auf, die im Apostolat im karitativen Bereich mitarbeiten wollten. Damit wurde Vinzenz Palotti zum Bahnbrecher der Katholischen Aktion. + 22.1. 1850.

StadtRom
BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

23.01.

Heinrich (Heiko, Haiko, Heiner, Heino).

Heinrich Seuse, um 1295 zu Konstanz am Bodensee geboren, wurde Dominikanermönch und war ein Schüler des berühmten "Meister Ekkehard". Der begnadete Seelenführer, Mystiker und Asket durchzog als rastloser Prediger Schwaben, die Schweiz, das Rheinland und kam bis in die Niederlande. Wegen verschiedener Äußerungen in seinen Predigten und Schriften musste er, von der Inquisition als Ketzer angeklagt, einen Prozess über sich ergehen lassen. Sein "Büchlein der ewigen Weisheit" wurde trotzdem zu einem weit verbreiteten Andachtsbuch. + 25.1. 1366

BesonderheitenMystiker

23.01.

Hartmut

Hartmut, Mönch, ab 872 Abt zu St.Gallen, übte eine rege Bautätigkeit aus und war auch ein begabter Dichter. 883 dankte der bescheidene Mann als Abt ab und führte als Rekluse ein Leben der Zurückgezogenheit und Abtötung. Er starb an einem 23.Januar nach dem Jahr 905.

StadtSt. Gallen
BesonderheitenEinsiedler

24.01.

Thurid

Thurid (Theorigith) wirkte mit viel Liebe und Einfühlungsvermögen als Novizenmeisterin im Kloster Barking (GB). + 681.

24.01.

Theorigith

Thurid (Theorigith) wirkte mit viel Liebe und Einfühlungsvermögen als Novizenmeisterin im Kloster Barking (GB). + 681.

25.01.

Eberhard

Eberhard, Graf von Nellenburg war von einer Wallfahrt nach Santiago de Compostela (Spanien) so beeindruckt, dass er als Laienmönch in das von ihm selbst gegründete Kloster Allerheiligen bei Schaffhausen (CH) eintrat. + 25.1.1079. (Als Bistumsheiliger von Basel am 24.1.Gedenktag)

25.01.

Wolfram

Wolfram, der erste Abt der Prämonstratenserabtei Wadgassen (Saarland), starb nach einem arbeitsreichen Leben im Dienste Gottes am 25.1.1158.

26.01.

Alberich und Robert

Alberich gründete gemeinsam mit Robert von Molesme (+ 1111) den Zisterzienserorden und wurde nach diesem der zweite Abt des Stammklosters Citeaux. + 26.1.1109.

BesonderheitenOrdensgründer

27.01.

Angela Merici

Angela Merici, 1474 geboren, versammelte schon als junge Frau die Mädchen aus ihrem Heimatdorf südlich des Gardasees in ihrem Elternhaus, um sie zu unterrichten. Ab 1516 lebte sie in Brescia und widmete sich ganz karitativen Aufgaben. Aus der Fürsorge um die im Bildungsbereich stark benachteiligte weibliche Jugend entstand der Orden der "Ursulinen", der bald der berühmteste Frauenorden für Erziehung und Unterricht von Mädchen werden sollte. Lange Zeit wurde die Tätigkeit der Ordensschwestern behindert, da der Unterricht von Mädchen als unnötig angesehen wurde. Die Mitglieder des Ordens leb(t)en nicht abge-schlossen in einem Kloster, sondern mitten unter den Menschen. - Die Vorkämpferin für die Mädchenbildung starb am 27.Januar 1540.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

27.01.

Antonia

Antonia Werr, geboren 1843 in Würzburg, gründete 1855 die Kongregation der "Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu", die sich schließlich die Betreuung strafgefangener Frauen zur Aufgabe machen sollte. Zum Sitz der Schwestern, die sich bis heute des Schicksals entlassener weiblicher Häftlinge annehmen, wurde das 1902 gekaufte ehemalige Kloster in Zell am Main eingerichtet. Die Gründerin der Gemeinschaft starb am 27.Januar 1868.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

28.01.

Thomas von Aquin

Thomas von Aquin, Kirchenlehrer, in der Nähe von Neapel geboren, gilt als einer der größten Gelehrten des Mittelalters. Gegen den Willen seiner Familie trat er in den Dominikanerorden ein (Die adelige Familie empfand es als Schande, dass ihr Sohn ausgerechnet einen Bettelorden ausgewählt hatte.). Aus dem wortkargen Burschen, den seine Mitschüler einen "stummen Ochsen" nannten, wurde ein gewaltiger Prediger, ein Hochschulprofessor in Paris und Neapel und der Verfasser bedeutender theologischer Schriften (u.a. "Summa Theologica"). Trotz seiner allgemein anerkannten außergewöhnlichen Intelligenz blieb der große Mann immer bescheiden und freundlich. + 7.3.1274.

StadtNeapel Paris
BesonderheitenKirchenlehrer

29.01.

Gerhard (Gerd, Gert, Gero)

Gerhard wurde 1040 zum Abt des Benediktinerklosters in Kremsmünster (Oberösterreich) gewählt. Nach 10 Jahren segensreichen Wirkens als Abt und einem vorbildlichen Leben starb er. Sein Andenken wurde lange Zeit in Ehren gehalten. + 29.1.1050 .

29.01.

Josef

Josef Freinademetz, ein Bergbauernsohn aus Abtei in Südtirol, ging 1879 als Missionar nach China und verkündete dort in der Provinz Shantung unter vielen Leiden und Verfolgungen 30 Jahre lang das Evangelium. Ein besonderes Herzensanliegen war es ihm, einheimische Seelsorger heranzubilden. Einer seiner Schüler war der spätere Kardinal Tien. Der viel verehrte Chinamissionar starb am 28.Januar1908 (als Bistumsheiliger am 29.1., sonst auch am 28.1. Gedenktag).

Besonderheiten20. Jahrhundert

31.01.

Johannes (Don) Bosco

Johannes (Don) Bosco gilt als das Ideal eines modernen Priesters. 1815 wurde er in einem Dorf nahe Turin als Sohn armer Bauern geboren. Als er zwei Jahre alt war, starb der Vater, die Mutter musste die Kinder unter größten Entbehrungen allein großziehen. Erst mit 16 Jahren konnte das Arme-Leute-Kind eine Lateinschule besuchen, die er sich selber durch ver-schiedene Arbeiten finanzierte. 1841 ging sein Wunsch in Erfüllung: Er wurde zum Priester geweiht. Von Anfang an widmete er sich mit ganzem Herzen der Jugendseelsorge. Bereits 1846 gründete er - trotz des Widerstandes der Behörden - die Kongregation der "Salesianer" für die Erziehung und Betreuung verwahrloster Knaben und junger Männer. Großes psychologisches Einfühlungsvermögen, Vertrauen, Freiheit von Zwang, Vernunft und Liebe waren die Grundlagen seiner von weltlichen Stellen sehr lange und sehr scharf angefeindeten (- niemand wollte seine Schule in der Nachbarschaft haben), aber überaus erfolg-reichen Jugenderziehung. Don Bosco setzte alle seine Fähigkeiten ein, um die Herzen der oft schwer erziehbaren jungen Menschen zu gewinnen. Er betrieb mit ihnen Sport, konnte seil-tanzen, Zaubertricks vorführen, sang und musizierte mit seinen Schützlingen. Eine gute Schul- und Berufsbildung sollte ebenso wie die charakterliche Bildung den vom Leben Benachteiligten den Weg in ein normales Leben ebnen. Daher gründete Don Bosco Elementar-, Landwirtschafts- und Berufsschulen, ebenso eine Lateinschule und richtete zahl-reiche Lehrwerkstätten ein. Seine Mutter, Margareta Bosco, die schlichte Bäuerin, betreute seine Zöglinge, als wären es ihre eigenen Kinder und hatte an seinem Werk einen nicht un-wesentlichen Anteil. - Der große Pädagoge starb am 31.Januar 1888 in Turin. Die Salesianer aber arbeiten noch heute mit großem Einsatz für die Erziehung schwieriger Jugendlicher. Marcella, eine christliche römische Witwe, sammelte in ihrem Haus einen Kreis frommer und wohltätiger Frauen. Während der Plünderung Roms durch Alarich und seine Westgoten wurde sie brutal niedergeschlagen, konnte sich zwar noch in eine nahegelegene Kirche retten, erlag aber bald den Verletzungen. + 410. Emma (Hemma), Königin der Ostfranken, kümmerte sich - trotz sieben eigener Kinder - als herzensgute Landesmutter verantwortungsbewusst um die Bedürftigen. + 31.1.876. Eusebius, ein irischer Mönch, kam nach St.Gallen, wo er mehrere Jahre im Kloster lebte. Weil er lieber in der Einsamkeit Gott dienen wollte, ließ er sich auf dem Viktorsberg bei Rankweil (Vorarlberg) nieder, wo er von den Bewohnern, denen er geistliche und leibliche Hilfe gewährte, hoch verehrt wurde. + 31.1.884. Wetterregel: "Friert es auf Eusebius im Märzen Kälte kommen muß." ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

31.01.

Eusebius

Eusebius, ein irischer Mönch, kam nach St.Gallen, wo er mehrere Jahre im Kloster lebte. Weil er lieber in der Einsamkeit Gott dienen wollte, ließ er sich auf dem Viktorsberg bei Rankweil (Vorarlberg) nieder, wo er von den Bewohnern, denen er geistliche und leibliche Hilfe gewährte, hoch verehrt wurde. + 31.1.884. Wetterregel: "Friert es auf Eusebius im Märzen Kälte kommen muß."

BesonderheitenEinsiedler

01.02.

Name: Brigitta (Brigida, Brigitte, Britta, Gitta)

Brigitta (Brigida, Brigid) von Kildare, die zweite Patronin von Irland, wurde um das Jahr 453 geboren und soll noch vom hl Patrick, dem großen Apostel der Iren, getauft worden sein. Aus ihrer kleinen Zelle unter einer mächtigen Eiche entwickelte sich das berühmte frühchristliche Kloster Kildare (d.h. “Eichenzelle“), das erste Frauenkloster in Irland. Brigitta wurde dessen erste Äbtissin. Diese Abtei, zu der später noch ein Männerkloster hinzukam, spielte in der religiösen Geschichte Irlands eine wichtige Rolle. Die besondere Liebe der als Wundertäterin angesehen Frau galt den Kindern, vor allem den unehelich geborenen. Sie liebte aber nicht nur die Menschen, sie wird auch als eine besondere Freundin der Tiere dargestellt. - Als „Mary of the Gael“ scheint sie in alten Sagen auf. Brigida genoss, besonders als Patronin der Kinder, lange Zeit in ganz Westeuropa große Verehrung. + 1.2. 523. – Die Heilige ist Patronin der Kinder, der Wöchnerinnen, der Tiere, besonders der Haustiere, sowie Schutzheilige gegen Unglück und Verfolgung.

01.02.

Reginald

Reginald von St.Gilles unterrichtete als angesehener Hochschullehrer in Paris. Nachdem er den hl Dominikus persönlich kennengelernt hatte, schloss er sich dem Dominikanerorden an. In der Folge gründete er die Dominikanerklöster in Paris und Bologna. + 1.2.1220

StadtParis Bologna

01.02.

Katharina

Katharina de'Ricci (Taufname: Alessandra), eine Dominikanernonne, geboren 1522 in Florenz, gehörte zu den am meisten beachteten Kirchengestalten ihrer Zeit. Sie erlebte Visionen und trug die Wundmale Christi. Die Briefe, die sie an viele bekannte Persönlich-keiten ihrer Zeit schrieb, gelten heute als wichtige kirchengeschichtliche Zeugnisse. + 1.2.1590. .

BesonderheitenMystikerin

02.02.

Jakob (Jacques)

Jakob (Jacques) Libermann, 1802 in Zabern im Elsaß geboren, konvertierte vom jüdischen zum katholischen Glauben und wurde Priester. 1841 gründete er die Kongregation "Vom heiligen Herzen Mariens", die sich die in Vergessenheit geratene Missionierung Schwarzafrikas zur Aufgabe machen sollte. Er starb am 2.Februar 1852 in Paris.

BesonderheitenOrdensgründer

02.02.

Maria Katharina

Maria Katharina Kasper, eine Bauerntochter aus Dernbach im Westerwald, rief 1820 in ihrem Heimatort zusammen mit sechs Gefährtinnen eine Gemeinschaft ins Leben, die sich um Arme und Kranke kümmerte. Daraus entstand (1851) der Orden "Arme Dienstmägde Jesu Christi". Die sogenannten "Dernbacher Schwestern" hatten, als ihre Gründerin starb, bereits Niederlassungen in vielen Ländern, sogar in den U.S.A. + 2.2.1898. .

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

03.02.

Claudia (Claudine, Klaudia)

Maria-Claudia (Marie-Claudine) Thévenet, gründete zu Lyon (F) die „Kongregation der heiligsten Herzen Jesu und Mariä“, deren Mitglieder sich um die Mädchenerziehung, die Betreuung von Waisenkindern und um verlassene Mädchen kümmerten. + 3.2.1837.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

03.02.

Helene (Helena)

Maria Helena Stollenwerk war Mitbegründerin der von Arnold Janssen ins Leben gerufenen "Steyler Missionsschwestern". + 3.2. 1900..

BesonderheitenOrdensgründerin

04.02.

Gilbert

Gilbert von Sempringham war der einzige englische Ordensgründer ("Gilbertiner"). Er ließ - teilweise aus eigenen Mitteln - Spitäler, Armen- und Waisenhäuser errichten, die von seinem Orden betreut wurden. In der Reformationszeit fiel der rein englische Orden der gewaltsamen Klosteraufhebung unter Heinrich VIII. zum Opfer. + 4.2.1189.

BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

05.02.

Adelheid (Elke, Alke, Heidi)

Adelheid, erste Äbtissin des Klosters Vilich bei Bonn, dann von Sancta Maria am Capitol in Köln, war Beraterin von Erzbischof Heribert von Köln, des Kanzlers des Heiligen Römischen Reiches. Sie galt als weise Frau und als große Wohltäterin. In Hungerjahren verteilte sie die Vorräte ihres Klosters an Notleidende und rettete dadurch viele Menschen vor dem Hungertod. + an einem 5.2. zwischen 1008 und 1021. - Die Ordensfrau wird als Schutzheilige gegen Augenkrankheiten angerufen (Adelheid-Brunnen). - (Elke, Alke)

StadtKöln
BesonderheitenSozialengagement

06.02.

Aline (Alina, Alena)

Aline Bonzel (On: Sr. Maria Theresia), geboren 1830 zu Olpe in Westfalen, begann als junges Mädchen mit einigen Gefährtinnen verwahrloste Kinder zu betreuen. Als die Mitglieder der Gemeinschaft, die sich „Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung“ nannten, immer mehr wurden, wandten sie sich auch der Fürsorge um Arme und Kranke zu. Mit den Mitteln einer Erbschaft gründete Aline Bonzel Spitäler und trug Wesentliches zur Entwicklung des Gesundheitswesens in Deutschland bei. 1875 kamen die ersten Schwestern der Gemeinschaft nach Nordamerika. Sr. Maria Theresia selbst ging als Missionarin zu den Indianern. - Erschöpft und ausgezehrt, aber in tiefem Frieden, starb sie nach einem erfüllten Leben am 6. Februar 1905

BesonderheitenSozialengagement

08.02.

Elfrieda (Elfriede, Edelfrida, Elfreda, Frieda, Freda)

Elfrieda (Elfreda, Elfleda) von Whitby war schon als kleines Mädchen von ihrem Vater, dem angelsächsischen König Oswin, auf ein Gelübde hin ins Kloster Whitby gebracht worden. Das Kind wuchs bei den Schwestern auf, lernte Lesen und Schreiben, sang und malte und konnte besonders schöne Handarbeiten anfertigen. Als sie 30 Jahre alt war, wurde Elfriede zur Äbtissin gewählt. Wegen ihres freundlichen Wesens und ihre großen Liebe zu den Mitmenschen sprach es sich bald im Lande herum, daß die Oberin von Whitby ein Herz für alle Bedürftigen habe. So stand das Glöcklein an der Klosterpforte fast nicht mehr still, immer wieder kamen Notleidende und baten um Nahrung und Kleidung. Kein Bittsteller wurde ohne Almosen weggeschickt, denn in allen Armen und Verlassenen sah die Äbtissin Christus selbst. Unter einem Umstand aber litt Elfrieda besonders. Alle nannten sie, die sich als Schwester der Armen fühlte, "das Königskind", auch wenn sie die ältesten Kleider anzog und bedürfnisloser lebte als jede einfache Schwester. Die von jedermann geliebte und geachtete Wohltäterin starb, etwa 60 Jahre alt, in ihrem Kloster, das seit frühester Kindheit ihre Heimat gewesen war, am 8.Februar 714.

BesonderheitenSozialengagement

08.02.

Anna Margareta (Annegret)

Anna Margareta Lorger (Annegret) aus Offheim nahe Limburg an der Lahn trug die Wundmale Christi und erlitt große Schmerzen. Von vielen Mitmenschen wurde sie verspottet und als Wichtigtuerin verleumdet. Als sie später in ein Kloster eintrat, erhielt sie den Namen Sr. Maria Magdalena. + 8.2.1866.

StadtLimburg an der Lahn
BesonderheitenMystikerin

09.02.

Lambert

Lambert war der erste Propst des Klosters in Neuwerk (Sachsen-Anhalt). + 9.21123.

BesonderheitenMystikerin

09.02.

Anna Katharina (Annekathrin, Antje, Anke)

Anna Katharina Emmerick (Annekathrin), die Tochter armer Bauern, verdiente sich ihren Lebensunterhalt als Dienstmagd. 1802 konnte sie ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen und in das Kloster Dülmen (Westfalen) eintreten. 1813 wurde bekannt, dass die Ordensfrau die Wundmale Christi trug und schwere Schmerzen erdulden musste. Dies brachte ihr einerseits Verehrung ein, andererseits wurde sie von Spöttern belächelt. Anna Katharina Emmerick hatte die Gabe, weit von ihr entfernte Begebenheiten zu beobachten. Immer wieder bestätigten spätere Nachrichten ihre Angaben. Ein Rätsel blieb ebenso, wie die Frau, die nachweislich nur ein Jahr lang eine Schule besucht und nur die plattdeutsche westfälische Mundart gelernt hatte, ein ausgezeichnetes Hochdeutsch sprechen und sogar Latein verstehen konnte. Clemens Brantano, der bekannte Dichter der deutschen Romantik, zeichnete, allerdings mit großer dichterischer Freiheit, ihre Visionen auf. + 9.2.1824. - (Antje, Anke)

BesonderheitenMystikerin

10.02.

Scholastika

Scholastika wurde um 480 in Norcia in der italienischen Provinz Umbrien als Zwillingsschwester des Benedikt von Nursia, der später zum "Vater des abendländischen Mönchtums" werden sollte, geboren. Sie trat schon in jungen Jahren in ein Kloster ein, unweit von Montecassino, wo ihr Bruder lebte. Einmal jedes Jahr trafen die beiden Geschwister zu einem Gespräch zusammen. Während der letzten Zusammenkunft bat Scholastika den Bruder inständig, doch länger zu bleiben. Doch er durfte die Nacht nicht außerhalb des Klosters verbringen. Als er sich gerade verabschieden wollte, ging plötzlich ein sintflutartiger Regen nieder, der die ganze Nacht anhielt, so dass Benedikt bleiben und gemeinsam mit der Schwester die Nacht durchwachen musste. Drei Tag später kam die Nachricht, Scholastika sei, völlig unerwartet, ganz plötzlich gestorben. Benedikt bestattete seine Schwester in jenem Grab in Montecassino, das er für sich selbst bereitgestellt hatte und in dem er nach seinem Tode, fünf Jahre später, ebenfalls beigesetzt werden sollte. + um 542.

11.02.

Eleonora (Eleonore, Ella, Lore, Nora)

Eleonora Weiß (Ordensname: Sr. Maria Fidelis), war 1882 in der Stadt Kempten im Allgäu als Kind eines Schneidermeisters zur Welt gekommen. Sie war ein besonders fröhliches Mädchen, das am liebsten den ganzen Tag sang. Doch als sie 8 Jahre alt war, erlag der Vater einem Lungenleiden und die Familie war ihres Ernährers beraubt. Dazu kam noch, dass die kleine Lore an einem langwierigen Augenleiden erkrankte. Als sie der Schule entwachsen war, ging sie bei einem Kaufmann in den Dienst, bis sie sich entschloss, Franziskanernonne zu werden. - Jahre hindurch erlitt sie an jedem Freitag die Leiden Christi, ohne dass sie jemandem davon erzählte. Erst nach ihrem Tod erfuhren die Mitschwestern davon. + 11.2.1923. - (Lore, Ella, Nora)

BesonderheitenMystikerin

13.02.

Reinhilde

Reinhilde, die vom hl Bonifatius geweihte zweite Äbtissin des Klosters Aldeneyck an der Maas, war eine gebildete Frau und eine kunstfertige Buchmalerin und Stickerin. + um 780.

BesonderheitenKünstlerin

13.02.

Irmhild

Irmhild (Ermenhild) war Äbtissin der Benediktinerabtei Ely (GB). Sie starb um 700. Ihre Reliquien wurden in der Reformationszeit vernichtet.

13.02.

Jordan es)

Jordan(es) von Sachsen, der um 1200 in der Nähe von Paderborn geboren worden war, wurde 1221, nach dem Tode des hl Dominikus, zum Ordensgeneral der Dominikaner ernannt. Er schuf die Grundlagen für das Aufblühen des Ordens im 13. Jhdt und stach nicht nur durch seine Geistesbildung hervor, sondern vor allem auch durch seine Herzensbildung. Seine Ausstrahlung als Prediger war außerordentlich. So konnte er viele Persönlichkeiten seiner Zeit, vor allem prominente Professoren (wie Albert den Großen), für seinen Orden gewinnen. Auf einer seiner zahlreichen Reisen durch die halbe Welt ertrank Jordan auf der Rückreise aus dem Heiligen Land nach einem Schiffbruch am 13.Februar 1237 vor der Küste Syriens. .

14.02.

Maron

Maron war Mönch und Lehrer in Syrien. Von ihm leitet sich der Name der "Maroniten", einer christlichen Glaubensgemeinschaft im Libanon, ab. + vor 423

16.02.

Philippa (Pippa)

Philippa (Pippa) Mareri war eine fromme, von aufrichtiger Nächstenliebe erfüllte Klarissen-oberin und Klostergründerin zu Borgo San Pietro (I). Sie starb 1236, erst 26 Jahre alt.

17.02.

Alexius (Alexis, Alessio, Alexej, Lex)

Alexius Falconieri und seine sechs Gefährten nennt man die "Sieben Stifter des Servitenordens". In Florenz vereinigten sich im Jahre 1233 sieben vornehme Bürger zu einer religiösen Gemeinschaft. Daraus entstand der Orden der "Serviten" oder "Diener Mariens". Erst 1304 wurde die Bruderschaft, die man zu den Bettelorden zählte, vom Papst bestätigt. Heute haben die Serviten fast überall in Europa Niederlassungen, ebenso in Amerika, Australien und Südafrika. Alessio Falconieri starb am 17.Februar 1310. (Alexis, Alexej)

BesonderheitenOrdensgründer

17.02.

Lukas (Luca)

Lukas (Luca) Belludi, Schüler des hl Franz von Assisi und Gefährte des hl Antonius, von Padua, wurde als Wundertäter verehrt. + 17.2.1285..

StadtPadua Assisi

18.02.

Angelikus (Angelico); Angelika

Angelikus von Fiesole, bekannter unter dem Namen Fra Angelico, war einer der bedeutendsten Maler des 15.Jhdts. Seine Kunst ging völlig im Religiösen auf; seine Darstellungen sollten den Glauben stärken und vermehren. + 1455 zu Rom.

BesonderheitenKünstler

19.02.

Hedwig (Hadwig, Hedda, Edwiga)

Hedwig (Hadwig) lebte im 12. Jhdt und war die erste Priorin des Prämonstratenserinnen-klosters Cappenberg. Sie war ein "leuchtendes Vorbild an Frömmigkeit, Liebe und Demut".

20.02.

Jordan u. Heinrich

Heinrich Mai (Ordensname: Bruder Jordan) war ein gütiger und hilfsbereiter Franziskaner-Laienbruder, der von den Mitmenschen geliebt und verehrt wurde. Vor seinem Eintritt ins Kloster war er Sattlergeselle in Buer bei Gelsenkirchen in Westfalen. + 20.2.1922.

Besonderheiten20. Jahrhundert

21.02.

Gunhild (Gunthild, Gunilla, Gunna, Gunilda)

Gunhild (Gunthild) war die erste Äbtissin des Klosters Biblisheim im Elsass. Sie starb am 21. Februar 1231 „im Ruf der Heiligkeit und der Wunderkraft“. (Gunilla, Gunna).

21.02.

German (Germain)

German, war Abt des Klosters Granfelden (Grandval) im Münstertal in der Schweiz. Als er für die durch Kriegswirren ständig bedrohte Bevölkerung eintrat, wurde er von einem Fürsten gemeinsam mit dem Mönch Randoald in eine Falle gelockt und durch Soldaten getötet. + 21.2.675..

21.02.

Enrica (Henrike, Henrika, Henrietta, Henriette)

Enrica (Sr. Maria Henrike) Dominici, Annaschwester in Turin, bemühte sich unermüdlich um die Erziehung und Betreuung von Jugendlichen, leistete viel als Volksmissionarin und als Krankenbetreuerin während der großen Choleraepidemie von 1835 in Mittelitalien. Sie starb am 21. Februar 1894 im Alter von 64 Jahren.

BesonderheitenSozialengagement

22.02.

Marald (Marold); Maralda (Mara)

Marald (Marold), Laienbruder im Kloster Indersdorf (Bayern), fiel seine Arbeit als "Sammelbruder", die er nicht aufgeben wollte, immer schwerer. Eines Tages fand man den alten Mann, vor einem Weggkreuz kniend, tot auf. Er war an Erschöpfung gestorben. +1172.

23.02.

Raffaela (Raphaela, Rafaela)

Raffaela Ybarra de Villalonga gründete in der spanischen Stadt Bilbao aus eigenen Mitteln die Kongregation "Asyl der Heiligen Familie" für die Betreuung von Frauen und Mädchen, die Hilfe benötigten. Über die Probleme misshandelter oder verstoßener Ehefrauen wurde damals in der Öffentlichkeit ebenso wenig gesprochen wie über das trostlose Leben alleinstehender mittelloser Frauen und Mädchen. + 23.2.1900.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement 20. Jahrhundert

25.02.

Walburga (Walpurga, Walpurgis)

Walburga (Walpurga), Äbtissin von Heidenheim, war eine Nichte des Germanenapostels Winfried Bonifatius ( siehe 5.6.) und als Glaubensbotin nach Mainfranken gekommen. Sie war eine hervorragende Organisatorin, eine vorzügliche Lehrerin und "Beraterin und Helferin in leiblichen und geistigen Nöten". Ihr Kloster wurde zu einem religiösen und geistigen Mittelpunkt. Durch ihr vorbildliches Leben ebenso wie durch ihre Überzeugungskraft trug Walburga sehr viel zur Verbreitung der christlichen Lehre im späteren Deutschland bei. + 25.2.779. (Historischer Exkurs Im Mittelalter wurde das Fest der Glaubensbotin am 1.Mai gefeiert. Die sogenannte "Walpurgisnacht" vom 30.April auf den 1.Mai, in der das Treffen der Hexen und Zauberer auf dem Blocksberg im Harz stattfinden sollte, geht auf altgermanische Vorstellungen zurück und hat mit der Heiligen überhaupt nichts zu tun.) .

25.02.

Adeltrud

Adeltrud, eine Tochter der hl Waltraud (siehe 9.4.), war Äbtissin zu Maubeuge (Nordost-frankreich). + 25.2. um 696.

25.02.

Adelhelm

Adelhelm war der erste Abt des Klosters Engelberg im Kanton Obwalden. + 25.2.1131..

27.02.

Markward (Marko)

Markward (Marko) war der geistig sehr regsame und gebildete Abt des Klosters Prüm in der Eifel. Nach seinem Rücktritt erwies er sich als treuer und kluger Berater von Kaiser Ludwig dem Frommen. + 27.2.853.

27.02.

Gabriel (Gabriele)

Gabriel (italien.Gabriele) Posssenti, 1838 in Assisi geboren, führte als Student, obwohl er von Jesuiten erzogen worden war, ein ausgelassenes Leben. Bei der Betrachtung eines Bildes der Schmerzhaften Gottesmutter erlebte er einen Gesinnungswandel. Er trat in den Passionistenorden ein und "zeichnete sich aus durch Bußgeist und Gebetseifer". + 27.2.1862.

05.03.

Gerda (Garda, Gerta)

Gerda (Garda), die Äbtissin des Klosters Florival (Blumental, Bloemendael) bei Lüttich, war eine selbstlose und warmherzige Frau. Zu ihren Schwestern war sie wie eine wirkliche Mutter. + 5.(27.?) 3.1247.

05.03.

Ingmar (Hingmar)

Ingmar (Hingmar) war Abt des Klosters St.Remi zu Reims, das unter seiner Leitung zu hohem Ansehen gelangte. + 967.

07.03.

Volker (Folke, Fokke, Volko)

Volker von Segeberg starb als Glaubensbote und Märtyrer in Schleswig-Holstein bei einem Überfall der Slawen im Jahr 1132 (1138?). .

StadtSegeberg
BesonderheitenMärtyrer

07.03.

Jean (Johannes)

Jean (Johannes) de Vandières wurde 967 Abt des lothringischen Klosters Gorze, das zum Ausgangspunkt der Gorzer Reformbewegung wurde. + 7.3976

StadtGorze
BesonderheitenReformer

08.03.

Johannes (Juan, Johann, Hannes, Hanno, Hans, Jens, Jan, Jon)

Johannes von Gott, 1495 in Portugal geboren, gründete 1540, nach einer Jugend voller Abenteuer, in Granada (Spanien) ein Krankenhaus, in dem sich mit der Zeit der Orden der „Barmherzigen Brüder“ entwickelte, der ursprünglich nur für Laien gedacht war. Diese Gemeinschaft ist heute der bedeutendste Männerorden, der sich der Krankenpflege widmet, und auf der ganzen Welt verbreitet. Johannes von Gott war bahnbrechend in der Betreuung von Menschen mit seelischen Leiden, von Depressiven und „Geisteskranken“. Vor allem durch Aussprachen mit den Patienten versuchte er die körperliche u n d seelische Heilung des (ganzen) Menschen zu erreichen und wurde somit zum Vorkämpfer der erst sehr viel später in ihrer Bedeutung erkannten psychoanalytischen Behandlung. Der große Mann starb, nachdem er ein ertrinkendes Kind aus dem eisigen Wasser gerettet hatte, an hohem Fieber. Johannes von Gott ist Patron der Kranken, der Krankenpfleger und der Krankenhäuser. + 8.3.1550. Johannes von Gott ist Patron der Kranken, der Krankenhäuser und der Krankenpfleger, außerdem der Buchhändler, Buchdrucker und Papierherstellerer und der Krankenhäuser.

BesonderheitenSozialengagement

08.03.

Gerhard (Gerd, Gert)

Gerhard, Abt von Clairvaux (F), war der erste Märtyrer des Zisterzienserordens. Er wurde von einem aufsässigen Mönch, der die Klosterregeln nicht einhalten wollte, erdolcht. + 1177

StadtClairvaux
BesonderheitenMärtyrer

09.03.

Franziska (Francesca, Fanny, Fanni, Siska, Frances, Françoise)

Franziska (Francesca) von Rom wollte schon mit 11 Jahren in ein Kloster eintreten, doch die Eltern verweigerten die Zustimmung. Mit 12 Jahren wurde sie an einen Standesgenossen verheiratet. Die recht glückliche Ehe währte 40 Jahre. - Franziska war eine außergewöhnliche Persönlichkeit, eine Frau der Tat, die immer wieder Hilfesuchenden in leiblicher und geistiger Not zur Seite stand. Um besser Hilfe leisten zu können, gründete sie eine klösterliche Vereinigung. Nach dem Tode des Gatten wurde Francesca selbst Oberin dieser karitativen Gemeinschaft. Franziska von Rom ist die Patronin der Frauen. + 9.3.1440. (Fanni, Fanny).

StadtRom
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

10.03.

Emil (Ämilius, Emilio, Émile)

Emil (Aemilianus, Aemilius) von Lagny, war um 640 aus Irland als Glaubensbote ins Frankenreich nach Gallien gekommen. 633 wurde er zum Abt des Klosters Lagny (an der Marne östlich von Paris) gewählt. + 675.

10.03.

John (Johannes)

John (Johannes) Ogilvie war um das Jahr 1580 als Sohn eines calvinischen Hofbeamten in Schottland zur Welt gekommen. Nach dem Besuch mehrerer hervorragender Schulen auf dem Kontinent, u.a. in Regensburg, konvertierte er als 17-jähriger zum katholischen Glauben. 1599 trat der junge Schotte in den Jesuitenorden ein. Zehn Jahre verbrachte er in der Folge in Österreich, die meiste Zeit in Graz. Dann kehrte er heimlich in seine Heimat zurück und verdiente sich seinen Unterhalt als Hauslehrer. Immer wieder besuchte er gefan-gen gehaltene Katholiken in den Kerkern. 1614 wurde er denunziert. Obwohl er grausam gefoltert wurde, weigerte sich der standhafte Bekenner bis zuletzt, dem katholischen Glauben abzuschwören und die Namen weiterer Katholiken zu verraten. Am 10.März 1615 wurde John Ogilvie in Glasgow öffentlich gehängt..

BesonderheitenGewaltopfer

10.03.

Maria-Elisabeth (Marlies, Marilies)

Maria-Elisabeth Bönnemann wirkte als liebevolle Barmherzige Schwester zu Essen. + 10.3.1929. (Marlies, Marilies).

11.03.

Ulrich (Ulrik, Utz, Ole)

Ulrich war der erste Abt des Klosters Kaisheim bei Donauwörth. + 11.3.1165.

12.03.

Engelhard

Engelhard war einer der ersten Gefährten des Franz von Assisi, der ihn 1223 nach England schickte, damit er dort den Franziskaner-Orden einführe. + 12.31232

12.03.

Beatrix

Beatrix lebte als Chorfrau - diese hatten ihr Leben Gott geweiht und Jungfräulichkeit gelobt, waren aber nicht an monastische Grundsätze gebunden - im Kloster Engelport an der Mosel. Man nannte sie die "Engelgleiche". Während der Messe, als man gerade das "Sanctus" zur Wandlung betete, wurde sie aus diesem Leben abberufen. Ihre Verehrung setzte schon bald nach dem Tod ein. + nach 1275.

12.03.

Almut (Adelmut)

Almut (Adelmut) war Gründerin und erste Äbtissin des Chorfrauenstiftes Wetter (Hessen), + um 1015..

13.03.

Pauline (Paulina)

Pauline (Paulina), die fromme Tochter des kaiserlichen Truchsesses, zog sich nach dem Tode ihres Gemahls in die Einsamkeit des Thüringer Waldes zurück. Andere Frauen folgten ihr. 1106 gründete sie das Doppelkloster Paulinzelle bei Gera in Thüringen. + 14.3.1107. Während der Reformationszeit (1525) wurden Kloster und Klosterkirche, wo sich das Grab der Gründerin befand, zerstört. Heute erinnern nur noch Ruinen an den einst recht eindrucksvollen Bau

20.03.

Wolfram

Wolfram, ein fränkischer Benediktinermönch aus dem Kloster Fontenelle, wurde als Priester an den Hof des Merowingerkönigs Theoderich III. berufen. Um 690 wurde der angesehene Geistliche zum Erzbischof von Sens (an der Seine) gewählt und wirkte dann jahrelang erfolgreich als Glaubensbote und Glaubensfestiger in Gallien und bei den Friesen. + 20.3. um 700. Er ist Schutzheiliger gegen die Gefahren des Meeres und gegen Überschwemmungen. Name

21.03.

Christian

Christian war der erste Abt des 960 gegründeten, später berühmt gewordenen Klosters St.Pantaleon zu Köln. + 21.3.1002.

21.03.

Emilia

Emilia Julie Schneider, 1820 in Haaren (Niederrhein) geboren, trat 1845 in die Kongregation der „Töchter vom Heiligen Kreuz “ ein, denn sie wollte Kranken und Sterbenden beizustehen. Zur Oberin des Düsseldorfer Pflegehauses berufen (1852), konnte sie die schwierigsten Probleme mit fast übermenschlicher Kraft bewältigen. Die seelische Stärke dazu wurde ihr durch das Gebet gegeben. Ihr Hospital wurde bald als das beste weit und breit gerühmt. Doch das Leben der gütige Kreuzschwester war bereits mit 39 Jahren zu Ende. + 21.3.1859

BesonderheitenSozialengagement

22.03.

Elmar (Elko)

Elmar (Elko) war Abt des Klosters von Lidlom in den Niederlanden. Weil er die strenge Einhaltung der Klosterregeln forderte, wurde ihm von rebellischen Mönchen eine schwere Kopfwunde zugefügt, an der er starb. + 22.3.(?) 1332.

BesonderheitenGewaltopfer

22.03.

Reinhilde (Reinhild, Ragnhild, Reinelde, Relinde )

Reinhilde (Relindis, Relinde), die zweite Äbtissin des Klosters Aldeneyck an der Maas (Hennegau), soll noch von Winfried Bonifatius (5.6.) geweiht worden sein. Sie war nicht nur eine fromme, sondern auch eine gebildete Frau und eine kunstfertige Buchmalerin und Stickerin. Von ihr stammen zwei Evangeliarien, die beiden ältesten Denkmäler der belgischen Buchmalerei. + 22.3.(?) um 780.

BesonderheitenKünstlerin

24.03.

Elias

Elias war ein vorbildlicher Abt des Prämonstratenserstiftes zu Rommersdorf (Rheinland). + 24.3.1201.

25.03.

Lucia (Luzia, Lucie, Lucienne, Lucille)

Lucia (Luzia) Filippini, 1672 in der Toskana geboren, hatte früh die Eltern verloren und war doch ein ganz ungewöhnliches Kind. Atemlos hingen die Dorfkinder an ihren Lippen, wenn sie ihre phantasievollen Geschichtchen erzählte. Eines Tages kam der Bischof in den Ort und wunderte sich nicht wenig, als er Alt und Jung um ein zartes Mädchen versammelt sah, das die schwierigsten Katechismusfragen geschickt erklärte. Der Bischof nahm das Waisenkind mit in die Bischofsstadt und schickte es in die Dörfer der Umgebung, damit sie den Kindern religiösen Unterricht erteile. Schon die ersten Versuche waren ein großer Erfolg. Oft lauschten mehr Erwachsene als Kinder der jugendlichen Lehrerin. Sie übersetzte die gelehrten theologischen Weisheiten in die einfache Sprache des Volkes. Wo sie einige Wochen gelehrt hatte, war es, als hätte eine Volksmission die Menschen völlig umgewandelt. Papst Clemens XI. holte die begnadete Erzieherin 1707 nach Rom, und schon bald war sie als Lehrerin auch hier so bekannt wie in ihrer Heimat. Ihr Erfolgsgeheimnis formulierte sie mit den Worten: „Wer Liebe schenkt, dem wird auch Liebe gegeben.“ 1727 erkrankte Lucia Filippini an einem Krebsleiden. Den Tod bereits vor Augen, reiste sie weiter umher und bestärkte ihre Mitarbeiterinnen in ihrer Arbeit. Am Feste Mariä Verkündigung ging sie in die Ewigkeit hinüber. + 25.3.1732.

StadtRom
BesonderheitenSozialengagement

25.03.

Maria Rosa

Maria Rosa Flesch (On: Sr.Margaretha) gründete 1863 die Kongregation der "Franziskanerinnen von Waldbreitbach". Die Schwesterngemeinschaft betreut bis heute Kinder-gärten, widmet sich der Fürsorge um die Armen, heilpädagogischen Einrichtungen, der stationären Krankenpflege - besonders in der Psychiatrie - und ist im Krankensozialdienst tätig. Ihre Gründerin starb am 25.März 1906 in Waldbreitbach (Rheinland-Pfalz).

BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

27.03.

Frowin

Frowin war zuerst Mönch im Kloster St.Blasien im Schwarzwald, 1146 wurde er zum Abt des Klosters Engelberg in der Schweiz ernannt. Da der Abt ein begabter Maler und Schrift-steller war, eröffnete er in seinem Kloster eine Schreib- und Malschule, die bald Berühmtheit erlangte. + 27.3.1178.

30.03.

Diemut (Dietmut)

Diemut (Dietmut) von Wessobrunn, eine gelehrte Benediktinernonne und unermüdliche Schreiberin, kopierte mehr als 50 meist theologische Werke, um eine Weiterverbreitung zu ermöglichen und sie der Nachwelt besser erhalten zu können. + 30.3.1130. Historischer Exkurs Gebildete Ordensfrauen waren im Mittelalter durchaus keine Seltenheit, zumal man ja Bildung fast nur in Klöstern erwerben konnte. Daher schickten viele Adelige ihre Kinder, Knaben wie Mädchen, für einige Zeit ins Kloster, damit ihnen dort Wissen beigebracht werde. Schon Karl der Große sorgte für eine gute schulische Ausbildung seiner vier ehelich geborenen Töchter - Rotraud, Herta, Gisela und Hildegard - durch an den Hof berufene Gelehrte. Im Hochmittelalter war es sogar häufiger der Fall, dass Frauen lesen und schreiben konnten, während die Männer eher als Ritter für den Kriegsdienst erzogen wurden.

30.03.

Maria Restituta

Maria Restituta Kafka (Taufname: Helene/Jelena), eine Schwester der „Franziskanerinnen von der christlichen Liebe (Hartmann-Schwestern)“, gehört zu jenen christlichen Bekennern, die während der Herrschaft des Nationalsozialismus für ihre Überzeugung in den Tod gegangen sind. Sie stammte aus Hussowitz bei Brünn in Mähren. In Wien, wo „Schwester Resoluta“, wie man sie wegen ihres resoluten Auftretens scherzhaft nannte, 23 Jahre lang als Kranken- und Operationsschwester tätig war, wurde sie wegen ihrer klaren Aussagen von den neuen Machthabern ständig mit Misstrauen beobachtet. Als ihr Spital 1938, nach dem Anschluss, aus öffentlichen Mitteln umgebaut wurde, widersetzte sie sich der Anordnung von Seiten der städtischen Behörden, alle Kreuze aus dem Krankenhaus zu entfernen. Schwester Restituta hängte eigenhändig in jedem Krankenzimmer ein Kruzifix auf. Die NS-Verwaltung forderte ihre Abberufung, der Orden weigerte sich, dem Befehl nachzukommen, Restituta blieb. Doch was noch blieb, war der Hass der Nationalsozialisten. - Jahre später kam dann die Antwort. Spitzel hatten bei ihr ein von einem Soldaten verfasstes Spottgedicht gegen das NS-Regime gefunden. Die Schwester wurde von der Gestapo verhaftet. Nach einem Schauprozess wegen „Hochverrats“ lautete das Urteil: Tod durch Enthauptung. Aus der Todeszelle schrieb die tapfere Frau: „Gott legt uns nicht mehr auf, als wir ertragen können.“ Am 30. März 1943 wurde Schwester Maria Restituta durch das Fallbeil hingerichtet.

StadtBrünn Wien
Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

01.04.

Nunio (Nuño)

Nunio (Nuño) Álvarez Pereira, der angesehene Oberbefehlshaber der portugiesischen Armee, trat mit 62 Jahren in ein Kloster in Lissabon ein und verrichtete dort als Laienbruder auf eigenen Wunsch die niedrigsten Dienste. + 1.4.1431.

02.04.

Franz (Frank, Franco)

Franz von Paola, ein Asket, war der Gründer des äußerst strengen Ordens der "Mindersten Brüder", die noch weniger sein wollten als die "Minderen Brüder" des Franz von Assisi. In Cosenza, am geschichtsträchtigen Busento, in dessen Flussbett einst der Westgotenkönig Alarich mit all seinen Schätzen begraben worden sein soll, errichteten die Mönche das erste Kloster der Ordensgemeinschaft. Weil man Franz von Paola für einen Wundertäter hielt, wurde er 1452 vom französischen König Ludwig IX. ans Krankenbett gerufen. Heilen konnte der Ordensmann den Monarchen nicht, aber er erleichterte sein Gewissen, so dass der König im Frieden dahinschied. + 2.4.1507

BesonderheitenEinsiedler

03.04.

Josepha, Josefa

Josepha Koch (Ordensname: Sr.Elisabeth), 1815 in Aachen geboren, trat in Eupen (heute Belgien) in ein Kloster ein und arbeitete anschließend als Krankenpflegerin im dortigen Spital. 1856 gründete sie, die sich ganz dem Dienst am Mitmenschen hingeben wollte, die Kongregation "Franziskanerinnen von der Heiligen Familie". Die Schwestern widmen sich der ambulanten Pflege von Geisteskranken sowie der Armenfürsorge und erhalten und betreuen Armenküchen und Kindergärten. + 3.4.1899. Im ehemaligen Kalender: Christian: Bauernregel: "Sankt Christian fängt zu säen an." "Wer an Christian säet Lein', bringt schönen Flachs in seinen Schrein."

StadtAachen
BesonderheitenSozialengagement

04.04.

Heinrich (Heinz)

Heinrich Richter, 1898 geboren, war Priester in Köln und 1931 zum Lokalpräses der Kolpingfamilie ernannt worden. Im August 1944 wurde der hilfsbereite Seelsorger von der Gestapo verhaftet und ins KZ Ohrdruf in Thüringen eingeliefert.. Dort spendete er seinen Mitgefangenen Trost und verlieh ihnen Zuversicht. Seine Stärke schöpfte er aus dem tiefen und unerschütterlichen Glauben an Gott. Bei der Räumung des Konzentrationslagers wurde er erschossen, da er nicht mehr transportfähig war.+ 4.41945. ehemals: Ambrosius von Mailand: Bauernregeln: „Der heilige Ambrosius schneit oft dem Bauern auf den Fuß.“ „Zu Sankt Ambrosius Zwiebeln und Erbsen man säen muss.“

StadtKöln
Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

04.04.

Konrad (Kurt)

Konrad (Kurt), Abt des Klosters Weißenau (Württemberg) musste auf Grund von unhaltbaren Verleumdungen viele demütigende Kränkungen hinnehmen, bis seine Ehre wieder hergestellt wurde. +1241.

05.04.

Vinzenz (Vincent)

Vinzenz Ferrer, ein Dominikanerpriester von größter Opferbereitschaft, Lehrer an der Domschule von Valencia, war einer der gewaltigsten Bußprediger des späten Mittelalters und hatte großen Einfluss auf seine Zeit. Wegen seines anziehenden Äußeren war er oft Versuchungen ausgesetzt. + 5.4.1419. Er ist Patron der Dachdecker und der Ziegelmacher Lostag: "Bringt Sankt Vinzenz Sonnenschein, so gibt es vielen und guten Wein." "Wenn Sankt Vinzent tritt in die Hall', so bringt er uns die Nachtigall."

05.04.

Crescentia (Kreszentia)

Crescentia (Kreszentia) von Kaufbeuren kam als Anna Höß im Jahr 1682 als Kind einer sehr armen Weberfamilie im Allgäu zur Welt. Gern wäre sie ins Kloster der Franziskanerinnen in ihrer Heimatstadt eingetreten, aber ihre Aufnahmegesuche wurden immer wieder abgelehnt. Franziskanerklöster hatten keinen Besitz und waren auf die Mitgift der Schwestern und Brüder angewiesen - und die Webertochter war viel zu arm. Erst auf den ausdrücklichen Wunsch des Bürgermeisters, dem das Kloster viel zu verdanken hatte, wurde Anna Höß, inzwischen 21 Jahre alt, aufgenommen. - Doch die Oberin vergaß nie, dass die Aufnahme unter Druck erfolgt war. Der körperlich schwächlichen Novizin wurden die schwersten Arbeiten aufgebürdet, doch zur Verwunderung der Mitschwestern ertrug diese alle Quälereien, ohne sich zu beklagen. Schließlich wurde das Martyrium der Dulderin auch außerhalb des Klosters bekannt. Eine Untersuchung fand statt, die unwürdige Oberin wurde abgesetzt, die arme Webertochter aber zur Novizenmeisterin gewählt, später - 1741 - sogar zur Oberin. - Der Ruf der zarten, oft kränklichen, aber immer freundlichen Ordensfrau, die auch alle körperlichen Leiden mit unerschütterlicher Geduld ertrug - sie litt bis an ihr Lebensende unter fast unerträglichen Kopfschmerzen, die wohl psychischer Natur waren - drang schließlich auch über die Stadtgrenzen hinaus. Zuletzt standen sogar so hochgestellte Persönlichkeiten wie Kaiserin Maria Theresia, der Kurfürst von Bayern und der Kurfürst von Köln mit ihr in brieflichem Kontakt und suchten ihren Rat. Als Mutter Crescentia im Alter von 61 Jahren starb, wurde ihr Tod nicht nur im Orden, sondern auch von der ganzen Bevölkerung betrauert. Eine unüberschaubare Menschenmenge hatte sich zu ihrem Begräbnis eingefunden. + 5.4.1744

06.04.

Wilhelm

Wilhelm, Abt von Aebelholt, war im Mittelalter ein bedeutender Klosterreformer in Dänemark. Vom französischen König Philipp August, der seine dänische Gemahlin Ingeborg verstoßen hatte, wurde er, als er vermitteln wollte, in den Kerker geworfen und zwei Jahre lang in Haft gehalten. + 6.4.1203.

06.04.

Michael

Michael (Michele) Rua, 1837 in Turin geboren, „rechte Hand“ und Nachfolger Don Boscos (siehe 31.1.), wurde zum Vollender von dessen Werk. Bereits mit 18 Jahren hatte er sich Don Bosco angeschlossen und unterstützte ihn nun bei der schwierigen Aufgabe, die verwahrlosten Jugendlichen zu betreuen und sie zu unterrichten. 1859 wurde Michael Rua zum Priester geweiht und war in den folgenden 30 Jahren der wichtigste Mitarbeiter seines großen Vorbildes. Nach Don Boscos Tod übernahm er die Führung der Ordensgemeinschaft der Salesianer, die sich nun auch auf außereuropäische Länder ausbreitete. Die Zahl der Niederlassungen stieg unter seiner Leitung von 65 auf mehr als 300. + 6.4.1910.

BesonderheitenSozialengagement

08.04.

Walter (Walther, Wolter, Gautier, Gualtiero)

Walter, ein einfacher, aber angesehener Mönch aus der Picardie (F), wurde um 1060 zum ersten Abt des Benediktinerklosters von Pontoise berufen. Weil er sich für diese Aufgabe nicht stark genug fühlte, floh er, musste aber auf Geheiß des Papstes in sein Amt zurückkeh-ren und meisterte schließlich die schwere Bürde. - In seiner kleinen Welt galt er bald als Vorbild an Demut und Bescheidenheit. Trotzdem - oder gerade deswegen - war er ein ausgezeichneter und vielgepriesener Lehrer und ein von allen respektierter Vorgesetzter. + 8.4.1099.

08.04.

Rose Marie (Rosemarie, Rosa Maria)

Rose-Marie Julie Billiart, 1751 in der Picardie (F) geboren, gab schon als Kind anderen Kindern Religionsunterricht. Durch einen Schock - sie musste einen Mordanschlag auf ihren Vater mit ansehen - wurde sie mit 23 Jahren plötzlich gelähmt. - Während der Französischen Revolution geriet die aktive Christin in den Verdacht, verfolgten Geistlichen Unterschlupf zu gewähren. Daher sollte die körperbehinderte "Hexe" auf dem Scheiter-haufen verbrannt werden. Mutige Freunde schmuggelten sie aber, in Strohballen versteckt, aus der Stadt. Immer auf der Flucht, konnte sie der Guillotine entgehen. In Amiens, wo die Frau endlich Ruhe gefunden hatte, rief sie 1804 die Kongregation der "Schwestern Unserer Lieben Frau" ins Leben, die sich der Mädchenerziehung widmen sollten. Doch die bekennende Christin wurde (1809) abermals vertrieben und fand in Namur (heute Belgien) Unterschlupf. Hier entstand das neue Mutterhaus des Ordens, der bald regen Zulauf zu verzeichnen hatte. Nach Jahren der Selbstaufgabe durfte Rose Marie Billiart im Alter noch erleben, dass sie völlig unerwartet von ihrer Lähmung geheilt wurde. + 8.4.1816.

StadtAmiens
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

11.04.

Hildebrand

Hildebrand, ein Zisterziensermönch; wurde von Albigensern, Angehörigen einer Sekte, die lehrte, Christus sei nur ein Engel gewesen, gesteinigt. + 1209.

BesonderheitenGewaltopfer

12.04.

Joana

Joana Fernández Solar, (On: Sr.Teresa de Jesus de los Andes), die dem Orden der "Unbeschuhten Karmeliten" angehörte, wurde vom Papst als "Licht Christi für die ganze Kirche in Chile" bezeichnet. + 12.4.1920.

16.04.

Bernadette

Bernadette Soubirous erblickte am 17.Februar 1844 im Städtchen Lourdes, nahe der spanischen Grenze, das Licht der Welt. Das immer kränkelnde Mädchen wuchs in bitterster Armut auf. Der Familie, die eine heruntergekommene Mühle gepachtet hatte, fehlte oft das Notwendigste zum Leben. Die 14-jährige Bernadette sammelte am 11.Februar 1858 ge-meinsam mit ihrer Schwester und einer Freundin Holz in einem nahe gelegenen Wäldchen. Das an Asthma leidende Mädchen war hinter den anderen zurückgeblieben. Plötzlich hörte sie ein Rauschen und sah, wie sich in der nur wenige Meter entfernten Höhle Massabielle die Büsche heftig hin- und herbewegten. Und dann geschah, was sich in den folgenden fünf Monaten noch siebzehnmal ereignen sollte: In der Grotte erschien ihr auf einer golden schimmernden Wolke eine Frauengestalt von überirdischer Schönheit in einem langen weißen Gewand, einen Rosenkranz in den Händen. Die "schöne Dame", wie Bernadette sie lange Zeit nannte, sprach zu dem Mädchen und trug ihr auf, dass man an der Stelle eine Kapelle erbauen sollte. Die Menschen sollte sie aufrufen, Buße zu tun. Während der Erscheinung am 25.Februar 1858 sagte die "Dame" zu Bernadette: "Geh an die Quelle, trink daraus und wasch dich damit.!" Das Mädchen sah zwar keine Quelle, aber als sie im Boden grub, sprang an der Stelle plötzlich klares Wasser hervor. Als ein 3-jähriger lahm geborener, schwerkranker Junge von seine Mutter in das Wasser der Quelle getaucht wurde, konnte er wenige Tage später plötzlich gehen, ein blindes Mädchen, das sich mit dem Wasser der Quelle die Augen benetzt hatte, konnte plötzlich sehen. - Der Name des Ortes Lourdes war auf einmal in aller Munde, die Nachricht von der Heilkraft des Quellwassers ging in alle Welt. - Für Bernadette Soubirous aber waren diese Monate eine schwere Zeit. Von überall her wurde sie angefeindet, bedroht, verspottet, man bezeichnete sie als Lügnerin und Phantastin. Verhöre durch die Polizei folgten, Ärzte untersuchten ihren Geisteszustand, ja selbst der Ortspfarrer glaubte ihr nicht. - Nach der letzten Erscheinung in der Grotte am 16.Juli 1858 versuchte Bernadette wieder wie ein ganz normales Mädchen zu leben und sprach nie mehr über das, was sie in der Grotte erlebt hatte. - Um der Neugier der Touristen und der Journalisten zu entgehen, trat sie 1866 in das Kloster der Kranken- und Schul-schwestern in Nevers ein. Von nun an lebte das Gnadenmädchen nur noch für die Betreuung der Kranken, wurde aber selber ständig von Schmerzen gepeinigt, bis ihr kurzes Leben -sie wurde nur 35 Jahre alt - zu Ende ging. Am 16.April 1879 schloss Bernadette für immer die Augen. - Ihre sterblichen Überreste ruhen - bis heute unverwest - in einem Glasschrein in der öffentlich zugänglichen Klosterkirche von Nevers .

StadtLourdes
BesonderheitenMystikerin

17.04.

Eberhard (Ebert, Evert)

: Eberhard, Graf von Wolfegg, hatte als Archidiakon ein hohes kirchliches Amt inne. Doch er verzichtete auf alle Würden und wurde Prämonstratenser-Mönch. 1175 setzte man den frommen Mann als ersten Prior der Neugründung Obermarchtal (Schwaben) ein. + 17.4.1183

18.04.

Werner

Werner war ein charismatischer Prior der Zisterzienserabtei Himmerod in der Eifel, der schon zu Lebzeiten wie ein Heiliger verehrt wurde. Er starb an einem 18.April (?) im 12. Jhdt. Historischer Exkurs Bekannter geworden als der Kölner Ordensmann ist Werner von Oberwesel, dessen am 18. oder 19.April gedacht wurde. Er war ein erst 14 Jahre alter Taglöhner, der sich als Weingartenarbeiter sein Brot verdienen musste. Um Ostern 1287, es soll der 18.oder 19. April gewesen sein, wurde der allseits beliebte, sympathische junge Mann in einem Weingarten bei Bacharach am Rhein ermordet aufgefunden. Niemand konnte sich vorstellen, warum die Mordtat geschehen war. Am wahrschein-lichsten war zwar, dass der junge Bursche von herumziehenden Vagabunden erschlagen worden war. Aber bald ging das Gerücht um, so berichtet zumindest eine spätere Legende, die Juden aus dem benachbarten Oberwesel hätten den Knaben als "Ritualopfer" für das bevorstehende Passahfest getötet, da sie für die Feier das Blut eines unschuldigen Christenkindes benötigt hätten. - Merk-würdig ist aber, dass in der kurz nach 1300 verfassten "Gesta Treverorum" im Bericht von Werners Tod von einem Ritualmord überhaupt nicht die Rede ist und dieses Motiv erst Jahrzehnte später in einer breit ausgeschmückten Werner-Legende aufscheint. Weiters ist nicht uninteressant, dass eine andere Version berichtet, der junge Landarbeiter sei seiner Frömmigkeit wegen vom Dienstgeber, einem zutiefst religionsfeindlichen Mann, verspottet und zum Schluss sogar erschlagen worden. Den Leichnam habe man dann, um die Aufklärung des Totschlags zu erschweren, auf das Feld gebracht. - Obwohl der junge Weingartenarbeiter aus dem Hunsrück offiziell nie selig gesprochen wurde, verehrte ihn das Volk wie einen Heiligen.

20.04.

Odetta (Odette, Oda, Uta, Ute)

Odetta (Odette, Oda, Uta) von Rivreulle, die Tochter einer hochgestellten Familie in Brabant im heutigen Belgien, hatte sich schon als junges Mädchen ganz Gott geweiht. Als sie die Eltern zu einer Ehe zwingen wollten, verweigerte sie vor dem Traualtar das Ja-Wort und begründete ihr Handeln in aller Öffentlichkeit. Daraufhin erhielt sie endlich die Erlaubnis der Eltern, in ein Kloster einzutreten, wo sie am 20.April 1158 im Ruf der Heiligkeit starb.

21.04.

Konrad

Konrad von Parzham wurde 1818 bei Passau geboren und war als Laienbruder 41 Jahre Pförtner im Kapuzinerkloster in Altötting. Mit grosser Liebe und Dienstbereitschaft sorgte er sich um Pilger, Bettler und andere Hilfesuchende. Von tiefer Frömmigkeit und Gebetseifer erfüllt war Konrad unermüdlich für die Menschen tätig. Er starb am 21. April 1894 und wurde 1934 heiliggesprochen. Sein Grab in der Klosterkirche zu Altötting wird hoch verehrt.

23.04.

Teresa Maria

Teresa-Maria a Cruce, geboren 1846 in Campi Bisenzio (I), gründete das "Institut der Karmelitinnen von der hl Theresia", das sich ganz der Betreuung von Kindern widmet. + 23.4.1910.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

25.04.

Franka (Franca)

Franka (Franca) Vitaldo, eine angesehene Ordensfrau zu Piacenza, wurde oft als Friedens-vermittlerin angerufen. + 25.4.1218. Sie ist Schutzheilige gegen Augenkrankheiten und gegen Albträume. + 25.4.1218.

26.04.

Helene (Helena, Elena, Jelena, Ilona, Ilka, Jelka, Eileen, Eleni, Helen)

Helene Leuther, Franziskanerschwester zu Aachen, führte ein Leben in strengster Askese. +26.4.1662.

29.04.

Roswitha

Roswitha, eine Verwandte Karls des Großen, war die erste Äbtissin des Klosters Lisborn in Westfalen. Sie lebte um 815.

06.05.

Markward

Markward war der erste Abt des Prämonstratenserstiftes Wilten in Tirol. + 6.5.1142.

06.05.

Maria Caterina

Maria-Caterina Troiani wurde 1813 in dem italienischen Städtchen Giuliano di Roma geboren. Aus Berufung und mit dem festen Willen, den Mitmenschen zu helfen, wurde sie Franziskanerschwester. - Obwohl christliche Missionare in islamischen Ländern vor fast unüberwindliche Schwierigkeiten gestellt wurden (werden), ging die junge Ordensfrau mit einigen Mitschwestern nach Ägypten. Hier wurde den italienischen Nonnen bald bewusst, wie rechtlos die moslemische Frau in der Öffentlichkeit war. Alleinstehende Frauen, besonders verstoßene Ehefrauen, lebten am Rande der Gesellschaft und wurden von dieser völlig ignoriert. Um diese Unglücklichen wollten sich die italienischen Schwestern kümmern. So rief Maria-Caterina Troiani in Kairo die Kongregation der "Franziskaner - Missionarinnen von Ägypten" ins Leben, die sich die Betreuung allein gelassener oder verstoßener Frauen und Mädchen zur Aufgabe machten und ein wirklich weites Betätigungsfeld fanden. Die Ordensfrau aus Italien, die für die Frauen in Ägypten so viel Gutes tun konnte, starb nach einem Leben der Aufopferung für die anderen am 6.Mai 1887..

BesonderheitenOrdensgründerin

06.05.

Markward (Marko, Mark, Markwart, Marquard)

Markward war der erste Abt des Prämonstratenser-Stiftes Wilten in Tirol. + 6.51142

08.05.

Ulrike (Ulrika, Ulla)

Ulrike (Ulrika) Nisch wurde 1882 in Mittelbiberach in Oberschwaben als uneheliches Kind geboren. Eine Heirat der Eltern war erst ein Jahr nach der Geburt des Kindes möglich, da sie zu arm waren, um einen eigenen Hausstand zu gründen. Doch Franziska, wie das Mädchen mit dem Taufnamen hieß, bekam dann im Lauf der Zeit noch 12 Geschwister. Die bittere Armut zwang sie, sich mit 15 Jahren als Dienstmädchen ihr Brot zu verdienen. Dann erkrankte sie so schwer, dass man um ihr Leben fürchtete und sie ins Spital bringen musste. Dort war sie von den Kreuz-Schwestern so sehr beeindruckt, dass sie 1902, nach ihrer Genesung, im Alter von 20 Jahren in Hegne am Bodensee in die Gemeinschaft der „Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz“ (Ingenbohler Schwestern) eintrat. Die bescheidene und hilfsbereite junge Ordensfrau arbeitete dann als Küchenschwester in Bühl und Baden/Baden und lebte stets nach dem Leitspruch: „Ganz dem Gekreuzigten, und darum ganz dem Nächsten als seinem Stellvertreter.“ Schwere Arbeit und ein Leben der Entsagung hatten ihre Gesundheit geschwächt und ihre Lebenskräfte frühzeitig aufgezehrt. Schwer krank kehrte Schwester Ulrika 1912 zurück nach Hegne ins Krankenhaus. Dort starb sie an Lungentuberkulose, erst 31 Jahre alt. + 8.5.1913

Besonderheiten20. Jahrhundert Sozialengagement

08.05.

Friedrich (Fritz, Fred);

Friedrich wurde 1065 der erste Abt des wieder errichteten Klosters Hirsau im Schwarzwald. Obwohl er die Abtei zur Blüte brachte, musste er auf Grund von Verleumdungen missgünstiger Mönche 1069 zurücktreten. + 8.5.1071.

08.05.

Klara

Klara Fey war in ihrer Jugendzeit stark von ihrer Lehrerin und Erzieherin Luise Hensel (siehe 18.12.) beeindruckt und zeigte schon sehr früh Interesse für soziale Aufgaben. Liebevoll kümmerte sie sich um Jugendliche aus trostlosen Verhältnissen. Erst 22 Jahre alt, eröffnete die begeisterte Erzieherin in ihrer Heimatstadt Aachen (Niederrhein) eine Schule für vernachlässigte und verwahrloste Mädchen. Andere christlich denkende Frauen unterstützten das Schulprojekt und unterrichteten hier mit großem sozialen Einsatz. 1844 schlossen sich die Erzieherinnen zu einer klösterlichen Gemeinschaft zusammen, 1848 entstand daraus die Kongregation der „Schwestern vom Armen Kinde Jesus“, die sich nun ganz der Fürsorge um vernachlässigte und verwahrloste Mädchen und junge Frauen annahmen. Immer mehr Armenschulen entstanden, Kinderhorte und Heime für Waisenkinder wurden ins Leben gerufen, schulentlassene Mädchen wurden zu Dienstmädchen und mustergültigen Hausfrauen ausgebildet (andere berufliche Möglichkeiten gab es zumindest für Mädchen aus ärmeren Verhältnissen nicht). Während des Kulturkampfes in Preußen musste Klara Fey das Mutterhaus des Ordens von Aachen nach Simpelveld in Holland verlegen, wo es sich bis heute befindet. Hier fand die begnadete Erzieherin auch ihre letzte Ruhestätte. + 8.5.1894.

StadtAachen
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

09.05.

Volkmar

Volkmar, Reformabt von Niederaltaich, wollte die Mönche zwingen, die Ordensregeln strikt einzuhalten. Doch einige waren dazu nicht bereit und leisteten Widerstand. Als Abt Volkmar in einem Boot die Donau überqueren wollte, wurde er von einem Pfeil in den Rücken getroffen und tödlich verwundet. + 9.5.1282.

BesonderheitenGewaltopfer Reformer

14.05.

Ismar (Iso)

IIsmar (Iso), nach 830 im Thurgau in der Schweiz geboren, war ein bedeutender und angesehener Lehrer an der Klosterschule in St. Gallen und der Erzieher von Notker dem Stammler (siehe 7. Mai). Der fromme Gelehrte war ein musikalisches Genie und hatte (für die damalige Zeit) hervorragende Kenntnisse über Medizin und Geschichte. + 14.5.871, erst 42 Jahre alt.

BesonderheitenKünstler

14.05.

Maria Domenica

Maria Domenica Mazzarello, 1837in Piemont (Norditalien) geboren, kümmerte sich schon als junges Mädchen um Waisenkinder, die nirgendwo ein richtiges Zuhause hatten. 1864 lernte sie den großen Pädagogen Johannes Bosco (siehe 31.1.) kennen, dessen Bemühungen, verwahrlosten Buben ein Heim zu geben, sie als Mitarbeiterin unterstützte. Damit auch ver-wahrloste Mädchen betreut werden konnten, gründete Domenica Mazzarello 1872 mit Don Boscos Unterstützung die Kongregation "Töchter Mariä, Hilfe der Christen", bekannter geworden als "Don Bosco Schwestern". + 14.5. 1881.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

16.05.

Brendan (Brandon)

Brendan (Brandon) war Abt der Abtei Clonfert in Irland und ein bedeutender Klostergründer. In seiner irischen Heimat sowie in Schottland und Wales gehört(e) er zu den am meisten verehrten Heiligen. Weit über Irland hinaus bekannt war im Mittelalter die Legende von „Brandons Meerfahrt“ mit zahlreichen phantastischen Abenteuern. + um 575.

17.05.

Walter

Walter war Abt des Klosters Mondsee in Oberösterreich. + 17.5.1158.

18.05.

Felix

Felix von Cantalize war ein Kapuzinermönch aus Umbrien (I), der von seinem Orden als „Sammelbruder“ ausgesandt wurde, um für seine Mitbrüder - wie es in den Bettelorden üblich war - die tägliche Nahrung zu erbetteln. Mehr als 40 Jahre lang wanderte er durch die Straßen Roms, wurde oft von der Tür gewiesen, beschimpft und bedroht. Doch Bruder Felix hatte stets nur zwei Worte bereit: „Deo gratias“ („Vergelt ‘s Gott“), so dass er bald überall „Frater Deogratias“ (Bruder Vergelt ‘s Gott!) genannt wurde. Er konnte immer wieder Verzweifelten, Kranken und Sterbenden Zuversicht und inneren Frieden vermitteln, so dass sie ihr Leben in Gottes Hände legten. Im Alter von 72 Jahren starb der freundliche Mönch in seinem Kloster in der Ewigen Stadt, wo er die Herzen vieler Menschen gewonnen hatte, am 18. Mai 1587

BesonderheitenSozialengagement

19.05.

Verena

Verena Bütler (On: Sr.Bernarda), eine Missionsschwester aus der Schweiz, war zuerst in Ecuador, dann in Kolumbien in Krankenhäusern und Schulen tätig. Um die Krankenpflege und Schulbildung in ihrem Gastland verbessern zu können, rief sie die Genossenschaft der "Franziskaner - Missionsschwestern von Maria-Hilf" ins Leben. Die Schweizer Missionsschwester, für die Kolumbien zur zweiten Heimat geworden war, starb am 19.Mai 1924 zu Cartagena in Kolumbien.

20.05.

Bernhardin (Bernardino, Dino)

Bernhardin (Bernardino) von Siena, geboren 1380 in Massa-Carrara (Toskana), begann bereits mit 11 Jahren sein Universitätsstudium. Die Begabungen des „Wunderkindes“ waren außergewöhnlich. 1397 schloss er - im Alter von 17 Jahren - sein Studium ab, und alle Türen zu einer erfolgreichen Karriere standen ihm offen. Noch im selben Jahr brach in Siena eine Pestepidemie aus. Der junge Gelehrte fühlte sich als Christ dazu verpflichtet, Kranken und Sterbenden beizustehen. Als die Seuche bereits abgeklungen war, erkrankte Bernardino selbst schwer und schwebte monatelang zwischen Leben und Tod. Während dieser schweren Zeit reifte in ihm der Plan, Franziskanermönch zu werden. Nach seiner Genesung nahm er (1402) das Ordenskleid der „Minderbrüder“ entgegen. - Ab 1417 zog er als Volksmissionar und Bußprediger durch ganz Italien und rüttelte die Menschen aus ihrer religiösen Gleichgültigkeit auf. Ein Zeitgenosse schrieb über Bernhardin: „Er war klug und geistreich, heiter und liebenswürdig im Umgang mit den Menschen, klar und überzeugend in der Sprache. Es gelang ihm, das einfache Volk ebenso zu ergreifen wie die Gebildeten zu fesseln.“. Seinen Bemühungen um eine Wiedervereinigung der römischen und der griechischen Kirche war jedoch kein Erfolg beschieden. Der große Prediger und Volksmissionar starb am 20.Mai 1444. San Bernardino ist Schutzheiliger gegen Heiserkeit, Brust- und Lungenkrankheiten und Blutungen.

21.05.

Hermann (Hermo, Harm, Herman, Armand, Ermanno, Ermino)

Hermann Joseph von Steinfeld wurde um 1150 als Sohn armer Handwerker in Köln geboren. Die Legende erzählt, als kleiner Junge sei Hermann einmal vor einer Marienstatue gekniet. Da er einen schönen Apfel bei sich hatte, wollte er ihn dem Kind auf dem Arm der Gottesmutter schenken. Daraufhin habe der Jesusknabe den Arm ausgestreckt und den Apfel freudig entgegen genommen. Zuerst lernte der spätere Mystiker und begnadete Seelenführer das Uhrmacherhandwerk. Weil er sich aber zum Priester berufen fühlte, trat er in das Prämonstratenser-Stift Steinfeld in der Eifel ein. Doch das Klosterleben begann für ihn mit einer großen Enttäuschung. Der Abt übertrug ihm das Amt des Speisenmeisters, und so blieb für Gebet und geistliche Übungen nie genug Zeit übrig. Eines Tages soll er sich darüber im Gebet bei der Gottesmutter beklagt haben. Diese soll ihm daraufhin geantwortet haben: „Wisse, dass du mir nichts Angenehmeres tun kannst, als deinen Brüdern in aller Liebe zu dienen.“ - Als Lohn für seine Dienste an der Klostergemeinschaft wurde Bruder Hermann zum Sakristan ernannt und lebte von nun an in einer anderen Welt. Er schrieb innige Hymnen, hatte oft Visionen, die er vor seinen Mitbrüdern geheim hielt, fastete, betete und durchwachte ganze Nächte. Damit hatte sein Leben doch noch die Erfüllung gefunden. Er starb, dieser Welt schon lange entrückt, am 7. April 1252. - Hermann von Steinfeld ist Patron der Uhrmacher sowie der Mütter und Kinder.

StadtKöln
BesonderheitenKünstler Mystiker

23.05.

Bartholomäus

Bartholomäus Agricola, ein Bauernsohn aus Bayern wurde Franziskanerpriester und ein glänzender Volksprediger. Ganz besonders nahm er sich der in Not Geratenen und der Gefangenen an. + 23.5.1621.

BesonderheitenSozialengagement

24.05.

Sophie (Sofie, Sophia, Sofia, Sonja)

Sophie Barat (On: Mutter Magdalena), die Tochter eines Weinbauern in Burgund, unter-stützte mit großem pädagogischen Geschick ihren Bruder, einen Landgeistlichen, der den Schergen der Jakobiner nur wie durch ein Wunder entgangen war, bei seinen Bemühungen um die durch die Französische Revolution völlig verwahrloste Jugend. In diesem Sinn gründete sie den Orden "Vom Heiligsten Herzen Jesu" (Dames du Sacré Coeur), dessen Schwestern die Errichtung von Pensionaten, Internaten und Externaten für Mädchen aus allen sozialen Schichten veranlassten und vor allem Lehrerinnen ausbilde(te)n. Der "Sacré-Coeur"- Orden war einer der ersten, dessen Schwestern normale weltliche Kleidung tragen durften. Nach 62 Jahren Amtszeit als Generaloberin des Ordens starb Magdalena Sophie Barat am 24.Mai 1865 im Alter von 85 Jahren in Paris

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

24.05.

Franz ( Wendelin )

Wendelin Pfanner (Taufname: Franz) wurde 1825 in Langen nahe Bregenz (Vorarlberg) geboren. Der Österreicher sollte als einer der erfolgreichsten Missionare in die Geschichte eingehen. 1850 wurde er zum Priester geweiht, 1863 trat er bei den Trappisten in Mariawald in der Eifel ein. 20 Jahre später, er war inzwischen als Missionar nach Südafrika gegangen, gründete er in Natal (Südafrika) die Trappistenabtei Marianhill, die sich unter seiner Führung zu einem der bedeutendsten Missionszentren im Süden Afrikas entwickelte. Von Marianhill aus gründete Vater Franz Pfanner noch 11 weitere Missionsstationen in Südafrika. Bahnbrechend wurden die Ordensniederlassungen vor allem im Schulwesen und in der Ausbildung von einheimischen Lehrern und Priestern. Der erfolgreiche Missionar starb am 24.Mai 1909.

BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

25.05.

Heribert (Herbert)

Heribert (Herbert), ein Gefährte des hl Norbert von Magdeburg (6.6), wurde der erste Propst des Prämonstratenser-Stiftes Knechtsteden (Niederrhein). + 25.51150.

25.05.

Maria Magdalene

Maria-Magdalene de'Pazzi, die 1566 in Florenz geboren wurde, gilt als eine der bedeutendsten Mystikerinnen der katholischen Kirche. Ihre Visionen und Prophezeiungen wurden von Mitschwestern aufgezeichnet. + 25.5.1607.

BesonderheitenMystikerin

25.05.

Eilhard (Egilhard),

Eilhard (Egilhard), Abt und Märtyrer am Niederrhein, wurde im Jahr 881 von den eingefallenen Normannen erschlagen.

StadtCornelimünster Aachen
BesonderheitenGewaltopfer

26.05.

Maria Anna (Marianne, Marianna, Marie-Anne)

Maria-Anna (Marianne) von Jesus hieß mit bürgerlichem Namen Mariana de Paredes y Flores und war 1618 in Ecuador zur Welt gekommen. Bereits mit sechs Jahren verlor sie ihre Eltern. Deshalb wurde das Waisenkind von einer älteren Schwester in ihrem Haus in Quito aufgenommen. Schon mit 12 Jahren wurde das fromme Mädchen Franziskanerterziarin. Von nun an wollte sie nur noch im Dienste Gottes und der Mitmenschen stehen. Auf Grund ihrer unzähligen Werke der Nächstenliebe nannte man das Mädchen aus Ecuador bald "die Lilie von Quito". Marianna wollte für andere Sühne leisten und strebte selbst nach immer größerer Vollkommenheit. Als Quito von einer Pestepidemie heimgesucht wurde, starb die Mystikerin, erst 26 Jahre alt, am 26.Mai 1645. Es hieß, die junge Frau habe ihr Leben für die Errettung ihrer Heimatstadt Gott angeboten, und er habe ihr Gebet erhört.

StadtQuito
BesonderheitenMärtyrerin Sozialengagement

26.05.

Regentraud (Regintrud)

Regentraud (Regintrud) lebte in der ersten Hälfte des 8. Jhdts und war Mitbegründerin des Klosters auf dem Nonnberg in Salzburg und möglicherweise dessen (vierte) Äbtissin.

26.05.

Elvin (Alwin)

Elvin (Alwin) war ein frommer und bescheidener Benediktinermönch im Kloster Ely (GB). + vor 1035

29.05.

Irmtraud (Irmtrud)

Irmtraud (Irmtrudis) von Millendonck lebte im 13. Jhdt und war Äbtissin zu Bonn. Sie starb nach einem heiligmäßigen Leben

03.06.

Morand

Morand war zuerst Mönch in der berühmten Reformabtei Cluny. Dann kam er ins Elsaß, wo er eine so hingebungsvolle seelsorgerische Tätigkeit ausübte, dass man ihn bald den "Apostel des Sundgaus" nannte. + 3. Juni um 1115..

StadtCluny
BesonderheitenReformer

04.06.

Werner

Werner von Ellerbach war der erste Abt des Klosters Wiblingen nahe Ulm in Schwaben. + 4.6.(?) 1126.

04.06.

Franz (Francesco)

Franz (Francesco) Carácciolo verteilte, nachdem er von einer lebensgefährlichen Krankheit wie durch ein Wunder genesen war, sein Hab und Gut unter die Armen und empfing 1587 die Priesterweihe. Dann schloss er sich einer Gemeinschaft von Priestern an, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, zum Tode Verurteilte auf ihren letzten Gang vorzubereiten und Galeerensträflinge seelsorgerisch zu betreuen. Zur besseren Unterstützung ihrer Tätigkeit rief Francesco Carácciolo 1588 den Orden der „Minderen Regularkleriker“ ins Leben. Es war ein dorniger Weg, den er ausgewählt hatte, denn seine Bemühungen waren, auch wenn er seine ganze Liebe hingab, nur zu oft ohne jeden Erfolg. Der aufopferungsvolle Seelsorger und Freund der Ärmsten der Gesellschaft starb im Alter von 44 Jahren am 4. Juni 1608.

BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

06.06.

Falk (Falko)

Falk(o), der wegen seines heiligmäßigen Lebens bewunderte Abt von Cava (südlich von Neapel), war auch ein begnadeter, mitreißender Redner. + 6.6.1146.

07.06.

Robert (Bob, Robin)

Robert, ein Angelsachse, hatte in Paris studiert, war danach einige Zeit als Weltpriester tätig, wurde dann aber um 1135 Zisterziensermönch. Mit eigenen Händen erbaute er in Northumberland, mitten in der Wildnis, mit wenigen Gefährten, die Abtei Newminster, deren erster Abt er wurde. Das Kloster blühte unter seiner Führung rasch auf, sodass er innerhalb kurzer Zeit drei Tochtergründungen ins Leben rufen konnte. Der rührige Zister-zienserabt starb nach einem arbeitsreichen, aber erfüllten Leben am 7. Juni 1159 in seiner Gründung Newminster.

07.06.

Anna (Ana, Anita)

Ana (Anna) vom hl Bartholomäus, ihr bürgerlicher Name war Anita García, Ordensfrau bei den Unbeschuhte Karmelitinnen, war Sekretärin, Beraterin und Begleiterin der hl Teresa von Ávila, die in ihren Armen verstarb. Sie führte die von Teresa eingeleitete Ordensreform weiter und gründete mehrere im Geist der Reform geführte Klöster. + 7.6.1626

BesonderheitenReformerin

08.06.

Giselbert

Giselbert war Diener des Gottfried von Cappenberg (siehe 13.1.), folgte diesem ins Kloster und wurde Laienbruder. + um 1150.

10.06.

Diana

Diana Andaló war als junges Mädchen in das Kloster der Dominikanerinnen in Bologna (Norditalien) eingetreten, wurde daraufhin aber von ihren Verwandten mit Gewalt aus dem Kloster gezerrt, so dass sie ernstliche Verletzungen davontrug. Bald jedoch kehrte sie heimlich in das Kloster zurück und blieb für immer dort. + 10.6.1236.

10.06.

Josef

Josef Kugler (On: Eustachius), 1867 als Bauernsohn in der Oberpfalz geboren, war von Kindheit an behindert. Erst im Alter von 26 Jahren durfte er dem Spitalsorden der "Barmherzigen Brüder" beitreten und konnte so seinen Wunsch, Kranken und Behinderten bei- zustehen, Wirklichkeit werden lassen. Zwölf Jahre später ernannte man ihn zum Prior der Pflegeanstalt in Straubing, nach weiteren acht Jahren zum Prior des Krankenhauses in Neuburg an der Donau. 1925 wählte man den bescheidenen Bauernsohn zum ersten Mal zum Provinzial der bayrischen Ordensprovinz; viermal wurde er wiedergewählt. Seine Mitbrüder bescheinigten ihm Weitblick, Disziplin, Fleiß und Herzenswärme. Sein bleibendstes Werk war wohl der Bau des riesigen Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Regensburg, wofür er so viel Kritik hatte einstecken müssen. Am 10. Juni 1946, es war gerade Pfingstmontag, wurde der trotz seiner körperlichen Behinderung so tatkräftige Geistliche in die ewige Heimat abberufen. Im ehemaligen Kalender: Margarita von Schottland: Bauernregel: "Hat Margret keinen Sonnenschein, dann kommt das Heu nie trocken ein."

BesonderheitenSozialengagement

12.06.

Guido (Wido, Witold)

Guido Vagnotelli, um 1190 im Städtchen Cortona hoch über dem Trasimensichen See geboren, hatte einen berühmten Lehrmeister: Franz von Assisi. Als junger Mann von etwa 20 Jahren schloss sich der Bürgersohn (1211) dem Ordensgründer an. Francesco selbst erwählte ihn bald zum Prediger. Guido, den ein starkes Charisma umgab und um dessen Person sich augenscheinliche Wunder ereigneten, wurde schon zu Lebzeiten wie ein Heiliger verehrt. Das Grab des am 12. Juni 1250 verstorbenen leidenschaftlichen Verkünders des Wortes Gottes war lange Zeit das Ziel vieler Wallfahrer.

12.06.

Florinda (Florida, Fiorina)

Florinda Cevoli, geboren in Siena, war eine mystisch begnadete Kapuzinernonne. Sie hinterließ eine Vielzahl geistlicher Schriften. + 12.6.1767.

StadtSiena
BesonderheitenMystikerin

12.06.

Mercedes

Mercedes Maria Molina war zuerst Missionarin bei den Jivaras-Indianern. 1873 gründete sie die Kongregation "Schwestern von der heiligen Marianna von Jesus" zur Betreuung von Waisen und allein gelassenen Kindern. Sie starb am 12. Juni 1883 zu Rio Bamba in Ecuador..

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

13.06.

Antonius (Anton, Antonio, Tonio, Anthony, Antoine, Ante, Antal)

Antonius von Padua (Taufname: Fernando) war ein Franziskaner-Mönch aus Portugal und wurde als Missionar nach Nordafrika entsandt. Doch kaum war er in Marokko eingetroffen, erkrankte er schwer und sollte in die Heimat zurückkehren. Doch das Schiff wurde auf der Heimfahrt von einem gewaltigen Sturm an die Küste von Sizilien verschlagen. - Antonius blieb in Italien und wurde hier - obwohl es heißt, er habe anfangs aus Mangel an Zuhörern zu den Fischen gepredigt - zu einem der begeisterndsten Prediger der Kirchengeschichte. Bis zu 30.000 Menschen sollen seinen Worten gelauscht haben. Daher war es nicht verwunderlich, dass sein Ordensgründer Franz von Assisi auf ihn aufmerksam wurde und ihn schließlich als Lehrer für Theologie an die Universität Padua entsandte. Doch viel Zeit blieb dem charismatischen Geistlichen nicht mehr. Ausgelaugt und gezeichnet von den jahrelangen beschwerlichen Reisen als Volksmissionar, musste er seine Lehrtätigkeit bald einstellen. Als er, erst 35 Jahre alt, den Tod herannahen fühlte, zog er sich in ein Kloster nahe Padua zurück. Dort starb er am 13 .Juni 1231. Bereits elf Monate später wurde er - der vielen Wunder wegen, die an seinem Grab geschahen - heilig gesprochen. Dies war der kürzeste Heiligsprechungsprozess der Geschichte. Der „Vater der Armen“ wurde zum Kirchenlehrer erhoben. Antonius ist Patron von Padua, Lissabon, der Diözesen Paderborn und Hildesheim, der Liebenden, der Eheleute, der Kinder, der Armen, der Sozialarbeiter, der Fayencefabrikanten, der Bäcker, gegen Schiffbruch, gegen Pest und Krieg, sowie Schutzheiliger für das Auffinden verlorener Sachen. Kurzum: Er ist „Helfer gegen alle Nöte“ und einer der am meisten verehrten Heiligen. Bauernregeln: „Hat Antonius starken Regen, geht ‘s mit der Gerste wohl daneben.“ „Wenn zu Antonius schön Wetter lacht, Sankt Peter (29.6.) uns viel Wasser macht.“

17.06.

Ramwold

Ramwold war Mönch im Kloster St. Maximin in Trier. Er war bereits etwa 70 Jahre alt, als er von Bischof Wolfgang (sie 31.10) nach Regensburg berufen wurde, um hier die Abtei St. Emmeram im Sinn der Reform von Gorze zu erneuern. 975 wurde er Abt des Klosters, das er sowohl in geistlicher wie auch in wissenschaftlicher Hinsicht zu einer Hochblüte führte und zu einem religiösen und geistigen Zentrum in der Karolingerzeit machte. Er starb am 17.61000, beinahe hundert Jahre alt.

StadtTrier Gorze
BesonderheitenReformer

18.06.

Elisabeth (Ilsa, Ilse, Elsa, Else, Elisa, Elise)

Elisabeth von Schönau wurde 1128 in Bingen am Rhein (Pfalz) geboren. Bereits mit 12 Jahren trat sie in das Benediktinerinnenkloster Schönau in Hessen ein und legte mit 18 Jahren die Gelübde ab. 10 Jahre später wurde sie zur Äbtissin gewählt. Die von Kindheit auf kränkliche, überaus bescheidene junge Frau war stark in sich gekehrt und besaß die Gabe der Visionen. Während der Ekstasen begann sie plötzlich fließend Latein zu sprechen, obwohl sie diese Sprache nie gelernt hatte. Die Niederschriften ihrer Visionen fanden im Mittelalter weite Verbreitung, wurden aber von kirchlicher Seite nie offiziell anerkannt. Die Mystikerin starb am 18. Juni 1164. Sie war erst 35 Jahre alt. (In ihrem Heimatbistum Limburg an der Lahn ist ihr Gedenktag der 19.6.)

StadtBingen Limburg
BesonderheitenMystikerin

18.06.

Roxana (Osanna, Oxana, Rossana)

Roxana (Osanna, Oxana, Rossana) von Mantua, 1449 geboren, war mit 15 Jahren in das Dominikanerinnen-Kloster ihrer Heimatstadt eingetreten. Die charismatisch stark begnadete Frau wurde ihrer geistigen Fähigkeiten wegen immer wieder als Beraterin des Herrscherhauses der Gonzaga herangezogen, stand aber genauso den einfachen Menschen mit ihrem Rat zur Seite. + 18.6.1505

19.06.

Andreas

Andreas Bauer, 1866 in Gebweiler (Guebwiller) im Elsass geboren, war in den Franziskanerorden eingetreten und als Missionar nach China in die Provinz Schansi gesandt worden. Während des Boxeraufstandes wurde er am 9. Juli 1900 im Gefängnis von Tae-yuen-fu mit zahlreichen Gefährtinnen und Gefährten grausam ermordet

Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

19.06.

Romuald

Romuald erblickte im Jahr 952 in einem Dorf in der Nähe von Ravenna (I) das Licht der Welt. Nach dem Vorbild seiner Familie gab er sich ganz den weltlichen Genüssen hin. Nach einem erschütternden Erlebnis - er hatte zusehen müssen, wie sein Vater in einer Auseinandersetzung einen Verwandten tötete - flüchtete der junge Mann ins Kloster San Apollinare in Classe bei Ravenna. Dort reifte in ihm langsam der Entschluss, nicht mehr in seine alte Welt zurückzukehren, und er legte schließlich die Ordensgelübde ab. Nach einigen Jahren verließ er das Kloster und lebte an verschiedenen Orten als Einsiedler. Schließlich kam er in das einsame Gebirgsland von Camáldoli in der Toskana. Hier ließ er sich endgültig nieder - und hier entstand die Keimzelle des Kamaldulenserordens, dem er eine überaus strenge Regel gab. Die Mönche mussten in voneinander abgesonderten Zellen wohnen, hatten strengstes Stillschweigegebot und mussten ständig fasten. Romuald selbst gab ihnen durch sein eigenes Leben ein Vorbild. Am 19.Juni1027 starb der Ordensgründer, allein und in Frieden, wie er es sich immer gewünscht hatte .

StadtRavenna
BesonderheitenEinsiedler Ordensgründer

19.06.

Juliana (Giuliana, Gillian, Jill, Liane, Iliana, Julischka)

Juliana (Giuliana) Falconieri war eine Nichte des Alexius Falconieri (siehe 7.2.), des Mitbegründers des Servitenordens. Sie wurde 1284 die erste Oberin des weiblichen Servitenordens, der sich Krankenpflege und Jungenderziehung zur Aufgabe machte. Als Äbtissin führte Giuliana ihren Orden zur höchsten Blüte. Sie ist die einzige Heilige der Servitinnen. Trotz vieler Entbehrungen und ständiger Ansteckungsgefahr bei der Krankenpflege erreichte sie ein Alter von mehr als 70 Jahren. + 19.6.1341 in Florenz

StadtFlorenz
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

20.06.

Margaretha (Margarete)

Margaretha (Margarete) Ebner stammte aus Donauwörth in Schwaben und trat mit 15 Jahren in das Dominikanerinnen-Kloster Maria Medingen bei Dillingen (Schwaben) ein. Ab 1312, sie war etwa 20 Jahre alt, war sie 14 Jahre lang durch eine schwere Krankheit ans Bett gefesselt. Mit fast unglaublicher Ergebenheit in Gottes Willen ertrug sie ihr Leiden und opferte ihre Schmerzen für die Armen Seelen auf. Sie erlebte zahlreiche Visionen und empfing die Wundmale Christi. + 20.61351

StadtDillingen
BesonderheitenMystikerin

20.06.

Florentina (Florence, Florencia)

Florentina (Florencia), Schwester von Leander und Isidor von Sevilla, war eine Ordensfrau von hoher Bildung und großem Wissen. + nach 600 zu Sevilla. - (Florence, Fiorina, Fiona)

22.06.

Rotraud (Rotrud)

Rotraud (Rotrud) lebte im 9. Jhdt und war die erste Äbtissin des Klosters Erstein im Elsaß..

26.06.

Konstantin

Konstantin Craemer wurde 1878 in Memmingen im Allgäu geboren. Nach der schulischen Ausbildung wurde er als Handelsschullehrer in seiner Heimatstadt eingestellt. Doch immer mehr verspürte er den Wunsch, hilfsbedürftigen Menschen zur Seite zu stehen, mehr als sein Beruf ihm dazu die Möglichkeit gab. So entschloss er sich nach reiflicher Überlegung in den Krankenpflegeorden der "Barmherzigen Brüder" einzutreten. Von den Patienten im Hospital in Neuburg an der Donau (Oberbayern) wurde der sich im Dienste an den Kranken aufopfernde Bruder Konstantin bald als ein mit fast übermenschlicher Stärke und Geduld ausgestatteter Helfer und Tröster bewundert. Auf seine eigene Gesundheit achtete der Krankenpfleger aber zu wenig. so dass seine Lebenskraft allzu früh verbraucht war. Konstantin Craemer starb am 26. Juni 1920, noch nicht ganz 42 Jahre alt.

Besonderheiten20. Jahrhundert Sozialengagement

27.06.

Benvenuto

Benvenuto von Gubbio, ein Franziskanerbruder; kümmerte sich mit großer Geduld um die Aussätzigen, da er gerade in ihnen Christus sah. + 27.6.1232..

BesonderheitenSozialengagement

29.06.

Notker (Gernot)

Notker (Notger) Labeo stammte aus dem (heutigen) Schweizer Kanton Thurgau, kam als Knabe in die Klosterschule von St. Gallen, wurde dort Benediktinermönch und zuletzt Leiter der Klosterschule. Er war ein überragender Gelehrter, bewandert in allen Wissenschaften seiner Zeit, in Theologie, Philosophie, Dichtkunst, Musik, Mathematik und Astronomie. Sein größtes Verdienst war es, dass er Teile der Heiligen Schrift sowie mehrere Werke lateinischer und griechischer Klassiker ins Althochdeutsche übersetzte. „Er machte als erster die barbarische Sprache schmackhaft“ und gilt als Schöpfer der althochdeutschen wissenschaftlichen Prosa. Er starb am 29. Juni 1022 n seinem Kloster in St. Gallen

30.06.

Ehrentrud (Erentrudis, Arntraud)

Ehrentrud (Erentrudis, Arntraud), eine Nichte von Bischof Rupert von Salzburg, war die erste Äbtissin des Klosters auf dem Nonnberg. Sie unterstützte ihren Onkel bei der Missionsarbeit und nahm sich besonders der weiblichen Jugend an. + 30.6.718.

01.07.

Eckhard (Eckart)

Eckhard (Eckart) war einer jener Mönche, die mit eigenen Händen die Abtei Scheda in Westfalen aufbauten. + um 1160.

03.07.

Ramon (Ramona, Mona).

Ramón Llul (Raimund Lullus), ein Franziskanermissionar aus Palma de Mallorca, hatte arabische Sprache und Philosophie studiert, weil er als Ziel die Bekehrung der Moslems zum christlichen Glauben vor Augen hatte. Aus seiner Feder stammen mehr als 300 philosophische und theologische Schriften. Er lehrte an Universitäten und unternahm ausgedehnte Missionsreisen in den ganzen Mittelmeerraum. Als Greis von mehr als 80 Jahren ging er noch einmal nach Nordafrika, wo er schon dreimal missioniert hatte. Doch in Tunis wurde er von Moslems gesteinigt und erlag auf der Rückreise in die Heimat seinen schweren Verletzungen. + 1316. – (Ramona, Mona)

BesonderheitenGewaltopfer

04.07.

Wilhelm (Wiliam)

Wilhelm von Hirsau war als Kind zur Erziehung in das berühmte Regensburger Kloster Sankt Emmeram gekommen, wurde schließlich selber Benediktinermönch, arbeitete als Lehrer für Mathematik und Astronomie und verfasste naturwissenschaftliche Werke. Um das Jahr 1069 wurde er zum Abt des Klosters Hirsau im Schwarzwald ernannt, das er in der Folge nach dem Beispiel von Cluny zu einem beispielgebenden Reformkloster machte. Die "Hirsauer Reform" umfasste bald auch andere Klöster. In Hirsau selbst wollten so viele als Mönch aufgenommen werden, dass schließlich ein weiteres Kloster errichtet werden musste. + 4.(5.?) Juli 973. .

StadtRegensburg
BesonderheitenReformer

07.07.

Walfried (Waltfried, Waldefried)

Walfried (Waltfried, Waldefried), ein angelsächsischer Mönch, wirkte zu Anfang des 8. Jhdts als Glaubensbote in den Niederlanden..

09.07.

Veronica (Veronika, Verona, Frauke, Vera, Véronique, Veruschka)

Veronika Giuliani war im Jahre 1676 mit 16 Jahren in das Kapuziner-Kloster in Città di Castello nördlich von Perugia (I) eingetreten und dort 1694 Novizenmeisterin geworden. Am Karfreitag des Jahres 1697 empfing sie an ihrem Körper die Wundmale des Gekreuzigten, die ihr qualvolle Schmerzen bereiteten. Vergeblich versuchte sie, die Stigmata vor den Mitschwestern geheim zu halten, doch nun begann für Veronika ein richtiger Leidensweg. Die Ordensfrau musste sich den schwersten Prüfungen unterwerfen, ihr Amt zurücklegen und wurde wie eine Betrügerin behandelt. Alle Demütigungen, so berichtete der Bischof an das Offizium, ertrage sie aber mit unbeschreiblicher Gelassenheit, nie habe sie ihr fröhliches Wesen verloren. Erst nach Jahren wurden die Stigmata offiziell anerkannt. Nun wurde die vorher so verachtete Schwester zur Äbtissin gewählt und von allen mit Ehrfurcht behandelt. - Am 9 .Juli 1727 ging sie, nach einem Leben voller Höhen und Tiefen, ins ewige Leben ein. - Veronika ist Schutzheilige gegen Verleumdungen.

BesonderheitenMystikerin

09.07.

Hermine (Ermina, Herma, Mina, Minna, Minka) und Pauline (Paulina, Paolina, Paulette)

Hermine Grivot, Pauline Jeuris und fünf weitere Franziskanerschwestern arbeiteten als Lehrerinnen auf einer Missionsstation in der Provinz Shiansi in China. Während des "Boxer-aufstandes" wurden sie gemeinsam mit 20 Europäern und chinesischen Christen, nachdem Aufständische das Missionsgebäude besetzt hatten, "hingerichtet". Sie starben am 9.Juli 1900. Historisches: Im 19.Jhdt wurde das große, aber schwache Chinesische Reich, "der tönerne Koloss", immer mehr von fremden Mächten bedroht. Als der Kaiser ein Opiumverbot erließ, erklärte Großbritannien 1840 den Krieg. China musste danach nicht nur die uneingeschränkte Opiumeinfuhr aus Britisch Indien gestatten, sondern auch noch Hongkong an England verpachten. Japan eignete sich Formosa (Taiwan) und Korea an. Auch Rußland annektierte chinesisches Gebiet. Die Mandschu-Kaiserin war aber nicht gewillt, längst fällige Reformen durchzuführen, um das Land im Inneren zu stärken. - Im Frühjahr 1900 leitete die Besetzung des Gesandtschaftsviertels in Peking durch Angehörige eines ausländerfeindlichen Geheimbundes den "Boxeraufstand" ein. Das gab den Auftakt zu einem fürchterlichen Blutbad unter den schutzlosen Missionaren auf dem offenen Lande und chinesischen Christen, die als "Kollaborateure" beschimpft wurden. Zwischen 50 000 und 100 000 Christen starben unter den grausamsten Martern. Nicht nur Kirchen und Missionsstationen wurden zerstört, auch Waisen- und Krankenhäuser. Deren Insassen, selbst kleine Kinder, wurden niedergemacht. - Die Großmächte aber triumphierten: Eine "Strafexpedition" konnte dem Aufstand in der Hauptstadt nach 55 Tagen ein Ende setzen.)

BesonderheitenGewaltopfer

10.07.

Engelbert

Engelbert (Taufname: Michael) Kolland, ein Bauernsohn aus dem Zillertal in Tirol, war 1847 in den Franziskanerorden eingetreten. 1855 wurde er als Missionar nach Syrien gesandt, wo er in Damaskus unter christlichen Arabern und Armeniern als Seelsorger tätig war. Er starb gemeinsam mit sieben anderen Franziskanern in dem Blutbad, das fanatische Drusen am 10. Juli 1860 in seinem Kloster anrichteten. Historisches: Auf Betreiben der Westmächte hatte der türkische Sultan 1856 ein Dekret unterzeichnet, wonach alle religiösen Minderheiten den moslemischen Staatsbürgern gleichgestellt werden sollten. Viele rechtgläubige Moslems empfanden das als Schmach, denn 1200 Jahre lang waren die Christen Bürger zweiter Klasse gewesen und außerhalb des Gesetzes gestanden. – Die Moslems in Syrien, vor allem die Drusen, eine Art schiitischer Geheimsekte im Libanon, gingen zum offenen Angriff gegen die Christen über. Vom 30. Mai bis 26. Juni 1860 wurde fast jedes christliche Dorf im Libanon überfallen und durch fanatische Drusenhorden geplündert und gebrandschatzt. Etwa 6.000 Christen verloren dabei ihr Leben. – Der Gouverneur von Beirut, Khursud Pascha, ein fanatischer Moslem, marschierte am 9. Juli 1860 mit 600 Soldaten in Damaskus ein und überfiel die Häuser der Christen. Der Stadtgouverneur ließ ihn gewähren. In drei Tagen wurden unzählige Christen niedergemacht, an Männern allein 3.000 (Frauen und Kinder wurden nicht gezählt). Viele arabische Christen hatten sich in das Franziskanerkloster, das uneinnehmbar schien, zurückgezogen. Doch ein Bettler, der von den Mönchen noch am Vortag ein Almosen erhalten hatte, zeigte den aufgeputschten Horden eine von außen nicht erkennbare kleine Tür, die in das Kloster führte, wo die Eindringliche ein Blutbad anrichteten.

StadtDamaskus
BesonderheitenMärtyrer

11.07.

Benedikt

Benedikt von Nursia, Abt von Montecassino, wird der "Vater des abendländischen Mönchtums" genannt. In den kleinen Ort Nursia (heute Norcia) in den Bergen von Umbrien, waren um das Jahr 480 die Zwillinge Benedikt und Scholastika (siehe 10.2.) zur Welt gekommen. Als der junge Benedikt zur Ausbildung nach Rom kam, fühlte er sich bald vom lauten und sittenlosen Leben seiner Mitstudenten abgestoßen und sehnte sich in die Abgeschiedenheit seiner heimatlichen Bergwelt zurück. So war es nicht verwunderlich, dass sich der junge Mann in ein abgelegenes Tal bei Subiaco als Einsiedler zurückzog. Nach und nach sammel-ten sich andere Männer um den Eremiten, und so bildeten sich mit der Zeit zwölf kleine Mönchsgemeinschaften, die alle von Benedikt organisiert wurden. Im Jahr 529 verließ er Subiaco und gründete auf einem Berg südlich von Rom das später weltberühmt gewordene Kloster Montecassino. Hier arbeitete er seine Ordensregel aus, die man auf einen Satz zusammenfassen kann: "Ora et labora!", d.h. "Bete und arbeite!" Sie forderte im Gegensatz zum beschaulichen Klosterleben der orientalischen Mönche auch körperliche und wissen-schaftliche Betätigung. Bald entstanden überall in Italien Klöster, die nach der Ordensregel Benedikts leben wollten. Mit Gregor dem Großen wurde zum ersten Mal ein Benediktinermönch Papst. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Benediktinerklöster zu Zentren von Kultur und Bildung. Bereits Ende des 6. Jhdts missionierten Benediktiner in England. Die benediktinische Ordensregel wurde in der Westkirche schließlich zur vorherrschenden. So hatte der "Vater des abendländischen Mönchtums" auf das geistliche Leben des Mittelalters Einfluss wie kaum eine andere Persönlichkeit. Der erfolgreiche Organisator des abendländischen Klosterwesens starb am Gründonnerstag, dem 21. März des Jahres 547, als er gerade vor dem Altar der Klosterkirche im Gebet versunken kniete. Während des Wieder-aufbaus des im Zweiten Weltkrieg (1944) durch Bomben völlig zerstörten Klosters Montecassino entdeckte man Benedikts verschollenes Grab. Benedikt ist Patron des Abendlandes, von Europa, der Lehrer, der Schulkinder, Bergleute, Kupferschmiede, Höhlenforscher und der Sterbenden.

BesonderheitenOrdensgründer

12.07.

Johannes (Johann, Giovanni)

Johannes Gualbertus, um das Jahr 1000 in der Nähe von Florenz geboren, wurde Benediktinermönch. Da er die hier übliche Ämterkäuflichkeit (Simonie) verurteilte, verließ er das Kloster und zog sich in die Einsamkeit zurück. Aus seiner Einsiedelei entstand um 1039 eine Abtei. Von hier aus reformierte er mehrere Klöster und wurde schließlich zum Gründer des Vallombrosanerordens (Vallombrosa = schattiges Tal). Johannes Gualbertus führte erstmals eine Trennung zwischen Chormönchen und Laienbrüdern durch. + 12.71073

BesonderheitenEinsiedler

13.07.

Mildred (Mildreda)

Mildred (Mildreda) war 695 zur Äbtissin des englischen Klosters Minster (Grafschaft Kent) geworden. Sie starb, hoch verehrt, an einem 13. Juli um das Jahr 734. Das Grab der hochverehrten Ordensfrau in Canterbury war lange Zeit eine beliebte Wallfahrtsstätte. Während der Reformationszeit wurde es zerstört

14.07.

Roland

Roland, der charismatische Abt der Zisterzienserabtei Chézery (Genf),wurde wegen seines vorbildlichen Lebenswandels schon zu Lebzeiten vom Volk wie ein Heiliger verehrt. + 14.7.um 1200. Anmerkung: bekannter geworden als die Heiligen und Seligen dieses Namens ist Roland, Markgraf der Bretagne. Dieser wurde beim Rückzug des Heeres Karls des Großen über die Pyrenäen mit der Führung der Nachhut betraut und geriet mit seinen Männern im Tal von Roncevalles durch Verrat seines Stiefvaters in einen Hinterhalt räuberischer Basken. Er fiel im Kampf am 15.8.778 als Letzter seiner Mannschaft. In seinem Todesmut hatte er es unterlassen, rechtzeitig mit dem Horn Olifant den rettenden Ruf auszustoßen, um Hilfe herbeizurufen. - Die Sage machte Roland zum Helden im Kreuzzug gegen die Sarazenen

BesonderheitenSozialengagement

14.07.

Ulrich

Ulrich von Zell, Mönch des berühmten Reformklosters Cluny, wurde von Abt Hugo (siehe 28.4.) ausgesandt, um die cluniazensichen Reformideen im deutschen Sprachraum zu verbreiten. + 14.7.1093.

BesonderheitenReformer

15.07.

Egon (Egino)

Egon (Egino), Mönch zu St.Ulrich in Augsburg, musste im Investiturstreit, weil er sich auf die Seite des Papstes gestellt hatte, sein Kloster verlassen. Als er wieder zurückkehren durfte, wurde er zum Abt gewählt. Als solcher war ihm besonders die Wiederherstellung der Klosterzucht in seiner Abtei ein großes Anliegen. + 15.7.1120.

BesonderheitenReformer

15.07.

Gumbert (Guntbert)

Gumbert (Guntbert) war Gründer und erster Abt des Benediktinerklosters zu Ansbach in Mainfranken. + um 790.

15.07.

Ceslaus

Ceslaus, ein polnischer Dominikanerpriester, gründete 1224 das Dominikanerkloster in Breslau in Schlesien, dessen Prior er wurde. Bekanntheit erlangte er vor allem als "Retter der Breslauer Burg" während des Mongolensturms. + 15.7.1242.

16.07.

Irmgard (Irmengard)

Irmgard (Irmengard), die angesehene Äbtissin zu Frauenchiemsee; wurde schon zu Leb-zeiten wie eine Heilige verehrt. Sie war die Tochter von Ludwig dem Deutschen, König der Ostfranken und der hl Emma von Regensburg (siehe 31.1.). + 16.7.866. (Ihre Schwestern Hildegard, Gisela und Herta waren ebenfalls fromme Ordensfrauen.).

17.07.

Gabriella (Gabriela, Gabrielle, Gabriele), Charlotte (Carlotta), Angelika (Angélique), Marianne (Marie-Anne)

Gabriella Croissy, Charlotte Thouret, Angelika (Angélique) Roussell und 13 Gefährtinnen mussten als Märtyrinnen der Französischen Revolution zu Compiègne ihr Leben lassen. Die Karmelitinnen von Compiègne waren schon zu Beginn der Verfolgungen aus ihrem Kloster vertrieben worden und lebten nun versteckt in kleineren Gruppen zusammen. Am 22.Juni 1794, während der Zeit der Schreckensherrschaft ("La Grande Terreur") unter der Führung von Maximilien Robespierre, wurden 16 Schwestern aufgegriffen, verhaftet und in Ketten (!) gelegt, dann plötzlich nach Paris überstellt. Die Hände auf den Rücken gebunden, wurden die Ordensfrauen auf harte Pferdewagen geworfen und auf der Fahrt in die Hauptstadt von den bewaffneten Begleitern pausenlos schikaniert. Im Pariser Gefängnis litten sie unter Hunger und Durst und mussten die täglichen Quälereien der sadistischen Bewacher über sich ergehen lassen. Von einem Revolutionstribunal wurden sie am 17. Juli 1794 zum Tode ver-urteilt und noch am selben Tag durch das Schafott hingerichtet; Auf dem Blutgerüst beteten die Ordensfrauen gemeinsam, erneuerten Taufgelöbnis und Ordensgelübde. Dann mussten sie, eine nach der anderen, ihr Haupt unter das Fallbeil legen.

BesonderheitenMärtyrerin

20.07.

Volkmar (Volmar, Wulmar)

Volkmar (Volmar, Wulmar) von Samer (Picardie), Sproß einer fränkischen Adelsfamilie, verließ Braut und Angehörige, Reichtum und Sicherheit und trat in ein Kloster ein. In besonderer Demut verrichtete er als Mönch den niedrigen Dienst als Schweinehirt. Wegen seines starken Charismas wurde er bald von zahllosen Kranken und Rat Suchenden aufgesucht. + 20.Juli um 710.

23.07.

Marcia (Marciana)

Marcia(na) Valtiera Tordesillas und Gefährtinnen waren Ordensfrauen in Guadalajara. Im Spanischen Bürgerkrieg wurden sie am 23. Juli 1936 von kommunistischen Milizen als "Volksfeinde" hingerichtet.

Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

25.07.

Thomas

Thomas von Kempen, der Verfasser der "Nachfolge Christi", war einer der wichtigsten Vertreter der sogenannten "Devotio moderna", einer im Spätmittelalter aufgekommenen religiösen Bewegung, die auf die persönliche, innerliche Frömmigkeit des Einzelnen besonders großen Wert legte. + 25. 7. 1471.

27.07.

Berthold

Berthold war der erste Abt des Klosters Garsten in Oberösterreich, das er zu einem Zentrum der Klosterreform machte. Der eifrige Seelenhirte war sehr gebildet, als großer Wohltäter bekannt und wegen seiner Gerechtigkeit geschätzt. Durch seine Predigten konnte er die Zuhörer begeistern; stundenlang saß der charismatische Priester im Beichtstuhl. Reuigen Sündern gegenüber war er nachsichtig, aber streng, was die Einhaltung der Ordensregel betraf. Pilgern und Bettlern, die den Weg zu seiner Klosterpforte fanden, gewährte er Gastfreundschaft und Hilfe. + 27.7.1142

BesonderheitenSozialengagement

28.07.

Ada (Adele, Adela)

Ada (Adele, Adela), war die hochangesehene Äbtissin des Benediktinerinnenklosters Saint Julien zu Le Mans (F). + Ende 7.Jhdt.

28.07.

Alphonsa

Alphonsa Anna Muttathupandathu ist die erste selig gesprochene Inderin. Die Ordensfrau hatte jahrelang schwere körperliche Schmerzen und auch seelische Qualen, ohne zu klagen und voller Gottvertrauen hingenommen. Für sie war das Leiden etwas von Gott Gegebenes, der die Menschen mit Prüfungen heimsuchen wollte. Die Dulderin starb am 28.Juli 1946 zu Bharananganam.

01.08.

Kenneth (Kenned, Kined)

Kenneth (Kenned, Kined), Mönch und Klostergründer in Wales (GB), lebte im 6.Jhdt.

02.08.

Adriana (Adrienne, Adriane)

Adriana war eine wegen ihrer Frömmigkeit und ihres liebevollen Wesens geachtete und verehrte Ordensfrau zu Cortona in der Toskana. + 2.8.1292

04.08.

Sidney (Sid)

Sidney (Sid), ein Mönch aus Cornwall, wirkte in frühchristlicher Zeit in England und in der Bretagne, wo er heute noch verehrt wird, als Glaubensbote.

04.08.

Cäcilia (Cecilia, Celina)

Cecilia Cesarini wurde 1220 vom hl Dominikus persönlich in den Orden aufgenommen. Sie lebte bis zu ihrem Tod (mit 87 Jahren) im Agnes-Kloster in Bologna. + 4.81290. (Celia, Celina)

06.08.

Gilbert

Gilbert war der erste Abt des Klosters Maria Laach in der Eifel. + 6.8.1152.

06.08.

Hermann

Hermann von Köln war jüdischer Abstammung. Nach langem Schwanken ließ er sich 1131 taufen. In der Folge wurde er Prämonstratensermönch in Cappenberg und zuletzt zum Propst der Abtei Scheda (Westfalen) berufen. + 6.8.1173.

06.08.

Jacqueline

Jacqueline Marie Arnauld (On: Mère Angélique, d.i. "Mutter Angelika") wurde 1608 zur Äbtissin von Port-Royal-des-Champs berufen. Die weitblickende Frau wurde in der Zeit der religiösen Wirren und der Glaubenskriege zu einer der bedeutendsten Klosterreformerinnen Frankreichs. Sie starb hochgeachtet am 6. August1661.

BesonderheitenReformerin

07.08.

Albert

Albert von Trapani, ein Karmelitermönch, bekehrte auf Sizilien viele Menschen durch seine eindrucksvollen Predigten zu einem Leben nach den christlichen Geboten. + 7.8.1307

08.08.

Dominikus (Dominik, Domingo, Domenico, Dominic)

Dominikus, der Gründer des Dominikanerordens, wurde um 1170 als Domingo Guzmán, in Kastilien (Spanien) geboren. Nach einer hervorragenden schulischen Ausbildung ließ er sich - nach langem Suchen nach einem Sinn für sein Leben - zum Priester weihen. Auf einer Reise nach Rom an der Seite von Bischof Diégo von Azevedo kam er 1206 nach Südfrank-reich, wo die Lehren der Albigenser und Waldenser die Einheit der abendländischen Kirche bedrohten. Von der allgemeinen Orientierungslosigkeit und Gehässigkeit abgestoßen, erwachte in dem jungen Priester der Wunsch, hier als Missionar zu vermitteln und den Hass zu besiegen. Domingo war fest davon überzeugt, dass nicht Gewalt, sondern nur gegenseitige Achtung und das eigene gute Vorbild eine Versöhnung bringen konnten. Zusammen mit Bischof Diégo gründete er nahe Toulouse eine Missionsstation. Von nun an zogen Dominikus und seine Gefährten Tag für Tag durch die Dörfer und Städte, demütig und einfach, gekleidet wie Bettler. Durch ihr bescheidenes Auftreten und ihre berührenden Predigten schafften es die Brüder, viele "verirrte Schäflein" wieder in den Schoß der Kirche zurückzuführen. Mit großer Liebe zu den Menschen und einem erstaunlichen Einfühlungs-vermögen gelang es dem Missionar aus Spanien, die Herzen der Franzosen zu gewinnen. Die Missionsstation in Südfrankreich wurde zur Keimzelle des Prediger- und Bettelordens der Dominikaner. Der neue Orden sollte die Kirche gegen alle Angriffe von außen verteidi-gen und bereits Verlorenes zurückgewinnen. Mit einer kaum vorhersehbaren Geschwindig-keit breitete sich der Predigerorden, der bald auch ein Seelsorgeorden wurde, über ganz Europa aus. Doch nicht lange durfte Dominikus die Erfolge seiner Gemeinschaft miterleben. Bereits sechs Jahre nach der Ordensgründung starb er 1221 während einer Missionsreise in Bologna (Italien), wo er seine letzte Ruhestätte fand. - Von der großen Liebe des Ordensgründers zu den Mitmenschen, auch zu Andersdenkenden, den sogenannten "Häretikern", die das ganze Handeln des Heiligen bestimmt hatte, war in späterer Zeit beim Vorgehen vieler Dominikaner gegenüber "Ketzern" kaum noch etwas zu bemerken. Bauernregeln: "Wird's an Dominik sehr heiß, dann bleibt der Winter lange weiß." - "Zu Sankt Dominik wachsen die Rüben dick." - "Hitze an Dominikus, ein strenger Winter kommen muß."

StadtMadrid Cordoba
BesonderheitenOrdensgründer

08.08.

Hartwig

Hartwig, Abt von Tegernsee, war der Reformator seines Klosters; + 8.8982

09.08.

Edith (Editha) und Rosa

Edith Stein erblickte 1891 als Tochter strenggläubiger jüdischer Eltern in Breslau (Schlesien) das Licht der Welt. Nachdem sie den Doktor der Philosophie erworben hatte, war sie für einige Jahre Mitarbeiterin des berühmten Philosophen Edmund Husserl an der Universität Freiburg im Breisgau. Nach der Lektüre christlicher Schriften, vor allem einer Lebensbeschreibung der hl Theresia von Ávila, stand für die junge Frau der Entschluss fest: Sie wurde katholisch und ließ sich, inzwischen 31 Jahre alt, taufen. In den folgenden Jahren arbeitete sie als Dozentin und Lehrerin. Trotz der Schuldgefühle gegenüber ihrer alten Mutter trat Edith Stein 1933 in das Kloster der Karmelitinnen in Köln ein und erhielt den Ordensnamen Teresa Benedicta. Nach dem Tode der Mutter, 1936, folgte Ediths jüngere Schwester Rosa ihrem Beispiel. Als die Juden in Deutschland der Ächtung verfielen, emigrierten die beiden Schwestern in das niederländische Kloster Echt, um die Mitschwestern in Köln nicht zu gefährden. Doch auch die Niederlande sollten nicht mehr lange vom nationalsozialistischen Rassenwahn verschont bleiben. Als das „Hirtenwort“ des Bischofs von Utrecht, das die NS-Rassenpolitik öffentlich verurteilte, am 26. Juli 1942 von allen Kanzeln der Diözese verlesen wurde, ließen die Nationalsozialisten als Antwort darauf „alle katholischen Nichtarier Hollands“ verhaften. Edith Stein arbeitete gerade an einem Buch über Johannes vom Kreuz, den Reformator des Karmeliterordens, als sie und ihre Schwester am 2. August 1942 von der Gestapo abgeholt wurden. Fünf Tage später wurden die beiden Ordensfrauen - ihrer jüdischen Abstammung wegen - ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Zwei Tage später, am 9. August 1942, starben sie mit einer Gruppe anderer jüdischer Christen in der Gaskammer.

StadtBreslau Köln
Besonderheiten20. Jahrhundert Gewaltopfer

11.08.

Klara (Clara, Chiara, Clarissa)

Klara (Chiara, Clarissa) von Assisi stammte aus einer vornehmen Familie der Stadt. 1212 floh die 18-jährige nach dem Vorbild ihres Freundes Franz von Assisi aus dem Elternhaus und ließ sich mit ihrer Schwester Agnes, die ihr gefolgt war, beim Kirchlein von San Damiano nieder, wo in der Folgezeit ein recht ärmliches kleines Kloster entstand. Die Flucht der beiden Schwestern aus dem Reichtum in die Armut wurde zur Geburtsstunde des Klaris-senordens. Immer mehr junge Frauen schlossen sich den Mädchen aus Assisi an, und im Jahre 1216 erhielt Clara für ihren Orden das sogenannte Armutsprivileg, d.h. dass sie von niemandem gezwungen werden durfte, irgendwelche Besitztümer anzunehmen. Nach ihrem 30. Lebensjahr war die Ordensgründerin fast ständig ans Bett gefesselt. Nur von ihrem Krankenlager aus durfte sie miterleben, wie sich ihre Gemeinschaft immer weiter ausbreitete. Die Heilige soll auch viele Wunder gewirkt haben. Ihrem Gebet schrieb man es zu, dass das Kloster zweimal, ganz und gar unerwartet, von einer Plünderung durch die eingefallenen Sarazenen verschont blieb. Am 11. August 1253 erlosch das Lebenslicht der Frau, die viel bewirkt, aber auch viel gelitten hatte. Unversehrt ruht Klaras Leib bis heute in der Krypta des ihr zu Ehren errichteten Gotteshause Santa Clara in Assisi. Historisches: Dass Klara für ihren Orden das "Armutsprivileg" anstrebte, mag vielleicht etwas seltsam anmuten. Doch im Mittelalter war es üblich, dass reiche Leute sich durch Schenkungen an Klöster von ihren Sünden freikaufen wollten. Dadurch kamen die Orden oft zu großem Vermögen, was wiederum die Moral der Ordensleute, die ja das Armutsgelübde hatten ablegen müssen, untergrub und viel zum Verfall der Klöster beitrug.)

13.08.

Marco , Markus

Marco d’Aviano (Markus von Aviano), 1631 in Friaul geboren, trat mit 17 Jahren in den Kapuzinerorden ein. Bald wurde aus dem jungen Mann ein gewaltiger Prediger, von dem man erzählte, er könne Wunderheilungen vollbringen. Kaiser Leopold I. rief den charismatischen Verkünder des Wortes Gottes zu sich. Als Wien 1683 zum zweiten Mal von den Türken belagert wurde, stärkte Marco d’Aviano den Widerstandswillen der Verteidiger und trug auf seine Weise viel zum Entsatz der Kaiserstadt am 12. September 1683 bei. Als der große „Türkenprediger“ gestorben war, drängten sich an seinem Grab so viele Menschen, dass Militär eingesetzt werden musste. + 13.8.1699.

14.08.

Eberhard

Eberhard war Mitbegründer und erster Abt des Klosters Einsiedeln in der Schweiz. + 14.8.958.

15.08.

Mechthild

Mechthild von Magdeburg zeichnete ihre mystischen Erfahrungen in dem Buch "Das fließende Licht der Gottheit" auf. Es war das erste in deutscher Sprache verfasste Werk der Mystik. + 1294.

StadtMagdeburg
BesonderheitenMystikerin

17.08.

Hyazinth

Hyazinth wurde (vor 1200) in Schlesien geboren, studierte in Krakau und ging dann nach Rom, wo er dem Dominikanerorden beitrat. Auf ihn geht wahrscheinlich die Gründung des ersten Dominikanerklosters auf deutschem Gebiet in Friesach (Kärnten) zurück. In seine Heimat zurückgekehrt, rief Hyazinth mehrere Dominikanerkonvente ins Leben, schuf die polnische Ordensprovinz und wirkte als Glaubensbote in Südrussland. Der Dominikanermönch war nicht nur ein unermüdlicher Seelsorger, sondern auch ein großer und erfolgreicher Prediger. + 15.8. 1257. Hyazinth ist einer der Schutzheiligen Polens und Litauens

17.08.

Jeannine (Janine)

Jeannine (Janine) Delanoue (Ordensname: Sr. Johanna vom Kreuz), wurde 1666 in der französichen Stadt Saumur geboren. Immer wieder kam ihr zu Bewusstsein, wie viele hilfsbedürftige Menschen es gab, die niemanden hatten, der sich um sie kümmerte. 1704 gründe-te die mitfühlende Frau die Kongregation der "Schwestern von der Vorsehung", deren Mitglieder sich seither alter und hilfsbedürftiger Menschen annehmen. + 17.8.1736.

StadtSaumur
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

18.08.

Claudia

Claudia war die erste Äbtissin des Klarissenklosters zu Genf. Sie starb Ende des 15. Jhdts.

19.08.

Caritas

Caritas Pirckheimer, die Schwester des bekannten Humanisten Willibald Pirckheimer, war die Äbtissin des Klosters Sancta Clara zu Nürnberg. Als die Reichsstadt die Lehre Luthers angenommen hatte, kämpfte die nicht nur fromme, sondern auch verantwortungsvolle Frau - allerdings vergeblich - gegen die Auflösung ihres Klosters durch den evangelisch gewordenen Stadtrat. + 19.8.1532. Historisches: Für viel Ordensfrauen bedeutete die Schließung ihres Klosters, was in der Reformationszeit häufig der Fall war, den Verlust ihrer materiellen Existenz, da es in der Gesellschaft des 16.Jhdts für alleinstehende, unverheiratete Frauen keine finanzielle Absicherung gab.)

20.08.

Bernhard (Bernd, Björn)

Bernhard von Clairvaux, Kirchenlehrer und "zweiter Gründer des Zisterzienserordens", wurde um das Jahr 1090 in der französischen Landschaf t Bourgogne (Burgund) geboren. Mit 22 Jahren trat er in das Reformkloster Citeaux ein. Bereits drei Jahre später wurde er Abt des von ihm gegründeten Zisterzienserklosters Clairvaux. Fast 70 weitere eigene Klostergründungen erfolgten noch zu Bernhards Lebzeiten. Der Abt und Klostergründer gilt als der "geistige Führer seiner Zeit" und hatte bis zu seinem Tod Beziehungen zu den meisten bedeutenden zeitgenössischen Persönlichkeiten. Nicht nur Papst und Bischöfe fragten den weisen Kirchenmann um Rat, auch viele weltliche Herrscher. Große Berühmtheit erlangte Bernhard als Kreuzzugsprediger und groß waren Enttäuschung und Schmerz über das völlige Scheitern des Zweiten Kreuzzugs. Im Alter von 63 Jahren starb der angesehene Ordensmann an einer schweren Magenkrankheit am 20.August 1153, erschöpft und ausgezehrt. Beigesetzt wurde sein Leib in der berühmten Reformabtei Cluny. Bernhard ist Patron von Burgund, Ligurien und Genua, der Bienen, der Imker und Wachszieher, Schutzheiliger gegen Kinderkrankheiten, Besessenheit, Unwetter und Fürbitter für eine friedliche Todesstunde.

BesonderheitenKirchenlehrer

21.08.

Baldwin (Balduin)

Baldwin (Balduin) von Rieti, ein Zisterziensermönch, war ein eifriger Schüler Bernhards von Clairvaux. + 1140

22.08.

Siegfried,

Siegfried, ein angelsächsischer Benediktinermönch, zeichnete sich nicht nur durch besondere Frömmigkeit, sondern auch durch sein großes Organisationstalent aus, weshalb er zum Mitabt des Kloster Wearmouth (GB) ernannt wurde. Er erlag 689/90 (?) einem schweren Lungenleiden.

23.08.

Isolde (Ansoalda)

Isolde (Ansoalda) lebte als Ordensfrau um das Jahr 1 000 zu Maubeuge in Nordostfrank-reich. Sie erneuerte durch ihr Wort, vor allem aber durch ihr persönliches Vorbild , das Leben und den Geist in ihrer Gemeinschaft. Sieben Jahre lang litt sie mit unerschütterlicher Gottergebenheit an einer schmerzhaften, unheilbaren Krankheit, bis der Tod sie erlöste. + (23.8.?) 1040.

24.08.

Johanna-Antida (Jeanne-Antide)

Johanna-Antida (Jeanne-Antide) Thouret war 1788 in Paris Vinzentiner-Schwester gewor-den. 1795 musste sie vor der Französischen Revolution in die Schweiz fliehen, um ihr Leben zu retten. Am Bieler See arbeitete sie dann als Lehrerin. 1799 gelang es ihr, nach der Rück-kehr in die Heimat, in Besançon (Franche Comté) ein Haus zu erwerben und eine Kongre-gation zu gründen, die sich karitativen Werken und der Mädchenerziehung widmen sollte. Dabei fand die Ordensfrau sogar die Unterstützung von Letizia Buonaparte, Napoleons Mutter. In Neapel, wo sie ein weiteres Ordenshaus errichtet hatte, starb Mutter Thouret nach einem erfüllten Leben im Dienste der Mitmenschen am 24. August 1826.

BesonderheitenSozialengagement

25.08.

Ebba

Ebba die Ältere, Gründerin und erste Äbtissin des schottischen Klosters Coldingham, stand Bischof Wilfried von York im Kampf um seine religiösen Reformen hilfreich zur Seite. + um 681. Ebba die Jüngere, Äbtissin des Klosters Coldingham, kam mit all ihren Schwestern ums Leben, als dänische Normannen 870 das Kloster überfielen und brandschatzten.

BesonderheitenGewaltopfer Reformer

26.08.

Gregor

Gregor von Pfalzel, Abt zu Utrecht (NL), war als Glaubensbote zu den Friesen gesandt worden. Er starb an einem 25.8. um 777.

StadtUtrecht

26.08.

Miriam

Miriam Bouardy, ein christliches arabisches Waisenmädchen, kam als Hausgehilfin nach Frankreich. Sie wollte unbedingt eine geistliche Schwester werden, doch überall wurde sie zuletzt weggeschickt, weil sie immer wieder in ekstatische Zustände verfiel. 1875 ging sie nach Palästina zurück und wollte dort mit mehreren Gefährtinnen in Bethlehem ein Karmeliterkloster erbauen. Dabei stürzte die junge Frau eines Tages unglücklich und zog sich eine schwere Wunde zu, die sich so sehr infizierte, dass sie daran starb. + 26.8.1878.

StadtBethlehem
Besonderheiteneinfache, arme Leute Mystikerin

26.08.

Teresa

Teresa Jornet y Ybars, eine spanische Ordensfrau aus Katalonien, gründete die Kongregation der "Kleinen Schwestern für die verlassenen Greise", die sich aufopferungsvoll der Betreuung alleinstehender alter Menschen widmen. + 26.8.1897.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

28.08.

Alina (Aline, Adeline)

Alina (Aline, Adeline), die angesehene Äbtissin des Zisterzienserstiftes von Poulangy, war eine Nichte des berühmten Bernhard von Clairvaux (siehe 20.8.). + um 1170.

29.08.

Beatrice (Beatrix)

Beatrice (Beatrix) von Tienen, Tochter einer wohlhabenden Bürgerfamilie; ließ das Leben im Wohlstand hinter sich und wurde Nonne im Zisterzienserkloster Bloemendael (heute in Belgien). Sie verfasste mehrere Schriften und war mystisch begnadet. + 29.8.1268.

BesonderheitenMystikerin

04.09.

Remaklus

Remaklus (Rimagil) wurde nach dem Jahr 624 Mönch in Luxeuil (Lothringen). Gemeinsam mit Eligius (siehe 1.12) gründete er das Kloster Solignac, dessen erster Abt er 632 wurde. Einige Jahre später wirkte er als Glaubensbote in den Ardennen (Belgien). Um 650 gründete er auf Anregung von König Siegbert III. (siehe 1.2) das Doppelkloster Stablo und Malmedy (heute Belgien), das er bis zu seinem Tode leitete. Er starb zwischen 670 und 676.

04.09.

Suitbert (Swidbert)

Suitbert (Swidbert) gehörte zu jenen Benediktinermönchen, die im Jahr 690 als Missionare aus Britannien an den Niederrhein gekommen waren. Seine Missionserfolge in Westfalen wurden durch die Sachseneinfälle zunichte gemacht. Resignierend zog er sich zurück und errichtete auf der Rheininsel Kaiserwerth bei Düsseldorf ein Kloster. Hier starb er am 1.März 713.

05.09.

Roswitha (Hrotsvith)

Roswitha (Hrotsvith) von Gandersheim, vielen wahrscheinlich aus der Literaturgeschichte bekannt, wurde um 935 (vermutlich) als Tochter des Herzogs von Sachsen geboren und war somit die Schwester des späteren Kaisers Otto I., der als "der Große" in die Geschichte eingehen sollte. Noch sehr jung trat sie in das Stift Gandersheim (Niedersachsen) ein und erhielt hier eine gediegene Ausbildung. Roswitha wurde schließlich zur ersten deutschen Dichterin. Ihre zahlreichen Werke schrieb sie allerdings, wie damals üblich, in lateinischer Sprache. Die Frau, die meist biblische Texte oder Heiligenlegenden bearbeitete und erbau-liche Schriften verfasste, gilt auch als die erste Dramatikerin des deutschen Mittelalters. Doch sind ihre Dramen, die immer religiöse Themen zum Inhalt haben, eher wie Zwiegespräche aufgebaut. Die Nonne, die als Mystikerin und Dichterin Berühmtheit erlangte, starb vermutlich an einem 5. September zu Anfang des 11. Jhdts.

StadtGandersheim
BesonderheitenKünstler Mystiker

05.09.

Therese

Therese Wüllenweber (Ordensname: Sr.Maria von den Aposteln), 1833 nahe Mönchengladbach geboren, gründete nach vielen Schwierigkeiten im Jahr 1888 die Genossenschaft der "Schwestern vom Göttlichen Heiland", genannt "Salvatorianerinnen", die in Alters-heimen und Waisenhäusern wirken. + 25.12. 1907.

BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

06.09.

Alexis (Alexius)

Alexis (Alexius) von Tamsweg und Gefährten, Franziskanerbrüder, wurden während der Ersten Türkenbelagerung Wiens von Muselmanen im Wiener Wald aufgegriffen und getötet. ++ 6.9(?)1529.

BesonderheitenGewaltopfer

06.09.

Magnus (Mang)

Magnus, auch Sankt Mang genannt, war vermutlich ein Rätoromane. Gemeinsam mit einigen Gefährten wurde er vom Bischof von Augsburg um 730 als Glaubensbote in das (heute) bayrische Allgäu gesandt. An der Stelle, wo jetzt die Stadt Füssen liegt, erbaute er am Ufer des Lech eine Zelle, aus der sich im Lauf der Zeit ein stattliches Kloster entwickelte. Es hatte sich herumgesprochen, der Fremde könne Wunder wirken; und so kamen bald Scharen von Hilfe Suchenden und Neugierigen zur Behausung des "heiligen Mannes". Die Legende erzählt, Magnus habe allein mit seinem Hirtenstab die Schlangen und Bären, die das Dorf Kempten bedrohten, vertrieben und einen gefährlichen Drachen bezwungen. - Der "Apostel des Allgäus" starb an einem 6. September um das Jahr 772. Er ist der Patron des Allgäus, Schutzheiliger des Viehs und gegen Würmer und Ungeziefer. Bauernregel: Wie's Wetter am Sankt Magnustag, so es vier Wochen bleiben mag." - "An Sankt Mang (Magnus), sät der Bauer den ersten Strang."

06.09.

Bertram (Bertrand)

Bertram (Bertrand) von Garrigue war einer der ersten und am meisten geschätzten Gefährten des hl Dominikus (8.8.), wurde Prior des ersten Dominikaner-Klosters in Toulouse und zuletzt Provinzial der Provençe. + um 1233.

09.09.

Otmar (Othmar, Ottmar, Omer)

Otmar (Audomar), von den Franzosen Saint Omér genannt, war Mönch in Luxeuil. Der angesehene Priester wurde als Missionsbischof in die Artois nach Nordfrankreich entsandt, wo es ihm gelang, das religiöse Leben zu erneuern und das Christentum zu festigen. Er starb an einem 1. November nach 667 und wurde in der Abtei Sithiu, die später nach ihm Saint Omer benannt wurde, bestattet.

09.09.

Emma

Emma Üffing (On: Sr.Maria Euthymia) "war bei aller Schlichtheit und Alltäglichkeit ihres Lebens von einer herausragenden menschlichen und christlichen Größe geprägt". Das unscheinbare Mädchen aus Westfalen war 1934, knapp 20 Jahre alt, in den Orden der Barmherzigen Schwestern in Münster eingetreten. Unermessliche Verdienste erwarb sich die stille, fast schüchterne Ordensfrau während des Zweiten Weltkrieges, als sie sich aufopferungsvoll, trotz schwerster Anfeindungen, Behinderungen und Drohungen, um kranke Kriegsgefangene aus allen Nationen, besonders um Russen kümmerte. Bald nannte man Schwester Euthymia den "Engel der Liebe". "In ihrer Sorge um die Kriegsgefangenen schuf sie mitten im Krieg eine Atmosphäre des Friedens. Ihre Liebe überwand die Grenzen der Volkszugehörigkeit und der Sprache". Sie starb am 9.September 1955.

Besonderheiten20. Jahrhundert Sozialengagement

17.09.

Hildegard (Hilde, Hildga)

Hildegard von Bingen, die bekannte Mystikerin, zog als Predigerin durch das Land und wurde von Teilen des Klerus wegen ihrer Sittenstrenge gefürchtet, aber von allen respektiert. Von Päpsten, Bischöfen, Königen und Fürsten wurde sie, ebenso wie vom einfachen Volk, um Rat befragt. Ja, die kluge Frau gehörte in ihrem Jahrhundert zu den am meisten beachteten und geachteten Persönlichkeiten. Hildegard, die um 1098 in der Rheinpfalz geboren worden war, hatte schon seit ihrer Kindheit regelmäßig Visionen, die sie auf-zeichnen ließ, da sie selbst die lateinische Sprache nicht gut genug beherrschte. Sie ging auch als erste schreibende Ärztin in die Geschichte ein. Ihre medizinischen Werke, die sich vor allem mit Themen über Gesundheit, besonders mit gesunder Ernährung befassen, stoßen heute noch auf großes Interesse und sind gerade in unserer Zeit von einer erstaunlichen Aktualität. So lebt die große mittelalterliche Predigerin und Medizinerin, die am 17.September 1179 in ihrem Kloster auf dem Rupertsberg bei Bingen (Pfalz) starb, in ihren Werken fort bis auf den heutigen Tag. Sie ist die Patronin der Naturwissenschafter, der Sprachforscher und der Esperantisten.

StadtBingen
BesonderheitenMystikerin

17.09.

Colomba (Paloma)

Colomba (Paloma) lebte zur Zeit der Araberherrschaft im 9.Jhdt in einem Kloster in der spanischen Stadt Córdoba. Der Kalif Mohammed I. ließ ihr Kloster zerstören, die Ordensfrauen flohen. Da sich Colomba aber offen zu ihrem Glauben bekannte, wurde sie am 17.September 853 öffentlich hingerichtet.

StadtCordoba
BesonderheitenMärtyrerin

23.09.

Rotraud (Rotrud, Rotraut)

Rotraud (Rotrud) war die erste Äbtissin des von Kaiser Heinrich II. gegründeten Klosters in Neuburg an der Donau (Bayern). Sie wurde als weise Ratgeberin von allen Ständen geschätzt. + um 1020.

25.09.

Irmfried (Immo)

Irmfried (Immo), Mönch in Luxeuil, war Gründer und erster Abt des Klosters Cusance in Burgund. + 25.9. um 670

26.09.

Eugenie

Eugenie war Nichte und Nachfolgerin der hl Ottilia als Äbtissin von Hohenburg, + um 735

01.10.

Theresia

Theresia vom Kinde Jesus, auch die "kleine heilige Theresia" genannt, kam 1873 in einem Dorf in der Normandie zur Welt. Nach dem frühen Tod der Mutter zog die Familie nach Lisieux, wo das Mädchen nur mit päpstlicher Sondergenehmigung bereits mit 15 Jahren in das Karmeliterkloster eintreten durfte. Von den Mitschwestern wurde sie mit wenig Begeisterung aufgenommen, die Oberin erschwerte ihr das Leben durch ständige Demütigungen, da man sie wegen ihres zurückhaltenden, weltabgewandten Wesens für eingebildet hielt. Niemand ahnte etwas von den inneren Kämpfen, den seelischen Leiden und Gewissensängsten, die das Mädchen durchmachen musste. Dazu kam noch, dass sie tuberkulosekrank wurde. Alle Leiden opferte sie Gott auf, weil sie damit Arme Seelen retten wollte. In der Nacht vom 30.September zum 1.Oktober 1896 endete das junge Leben der Mystikerin, die schon früh ihre Gedanken schriftlich niedergelegt hatte, nach einem schweren Anfall von Bluthusten. Sie war erst 24 Jahre alt. In ihrem bedeutend-sten Werk "Geschichte einer Seele" betont die Schreiberin immer wieder, dass die Liebe zu Gott an der Liebe zum Nächsten gemessen wird und dass Gott in seiner unendlichen Liebe und Güte auch dem größten Sünder verzeiht, wenn er seine Taten aufrichtig bereut und den ehrlichen Vorsatz fasst, sich zu bessern. Theresia ist Patronin der Weltmission, zweite Patronin von Frankreich und wurde zuletzt zur Kirchenlehrerin erhoben.

01.10.

Werner

Werner, Abt von Wilten bei Innsbruck, wirkte durch seinen starken apostolischen und karitativen Einsatz beispielgebend für seine Mitbrüder und wurde schon zu Lebzeiten wie ein Heiliger verehrt. + 1.10.1332.

BesonderheitenSozialengagement

02.10.

Gottfried

Gottfried von Villers (Götz), war ein Zisterziensermönch in Brabant. Er soll die Gabe der "Wunder und der Herzensschau" besessen haben. + 2.10.1170.

03.10.

Ewald

Ewald sollen angeblich zwei "Brüder" - gemeint sind wohl Klosterbrüder - geheißen haben, man nannte sie nach ihrer Haarfarbe den weißen und den schwarzen Ewald. Sie waren Ende des 7.Jhdts aus England nach Nordwestdeutschland gekommen, um bei den stammesverwandten Sachsen das Evangelium zu verkünden. Die Missionare sahen sich aber bald vor unüberwindliche Schwierigkeiten gestellt! Sie wurden von der Bevölkerung abgelehnt und bedroht. Doch die beiden ließen sich durch alle Drohungen nicht entmuti-gen und verkündeten voller Begeisterung das Wort Gottes. Als die "fremden Männer" wieder einmal predigten, wurden sie überfallen, schwer misshandelt und schließlich ermordet. Es war im Jahr 695. Jahrhunderte später, am 3. Oktober 1074 wurden die Gebeine der beiden Märtyrer durch Erzbischof Anno von Köln erhoben und in der Kirche St. Kunibert in Köln beigesetzt.

03.10.

Udo (Utto)

Udo (Utto), ein "Rodungsmönch", wurde der erste Abt des Klosters Metten in Niederbayern. Er rodete mit seinen Mitbrüdern große Gebiete und machte sie so der Besiedlung durch bayrische Bauern zugänglich. + 3.10.829.

04.10.

Aurea (Aurora)

Aurea (Aurora) war Äbtissin eines vom hl Eligius gegründeten Klosters in Paris. Sie starb an einer Seuche um das Jahr 665.

05.10.

Placido (Placidus)

Placido (Placidus) von Subiaco, war ein Schüler Benedikts von Nursia. Er lebte im 6.Jhdt.

06.10.

Maria Nicola (Nicoletta)

Maria–Nicola (Nicoletta) Gallo (On: Sr. Maria Francesca von den 5 Wunden) wurde oft wegen ihrer besonderen Religiosität von ihrer Umgebung als Betschwester verspottet und hatte viel unter ihrem jähzornigen Vater zu leiden. Nach dem frühen Tod der Mutter hielt sie nichts mehr im Elternhaus. Sie trat, ihrer Berufung folgend, in das Franziskanerkloster in Neapel ein. + 6.10.1791.

06.10.

Melanie

Melanie Durocher (On: Sr.Eulalia), eine Franko-Kanadierin, gründete 1843 die erste Gemeinschaft von Schulschwestern in Kanada. Mit ihren Ordensangehörigen widmete sich die Oberin intensiv dem Aufbau des kanadischen Schulwesens. + 6.10.1849

11.10.

Edelburga (Ethelburga, Edda, Ethel)

Edelburga (Edda, Ethel, Ethelburg) war die erste Äbtissin von Barking (östlich von London). Sie galt als besonders weise und brachte ihr Kloster zu hoher Blüte. Sie starb 664 an einer Seuche

12.10.

Herlinde

Herlinde war die erste Äbtissin des Klosters Aldeneyck an der Maas (Belgien). + 12.10. um 750.

15.10.

Thekla

Thekla, Äbtissin von Kitzingen, war auf Wunsch des Winfried Bonifatius aus England gekommen, um bei der Missionierung Deutschlands mitzuhelfen. + um 790.

16.10.

Gallus

Gallus gehörte zu den zwölf Mönchen, die um das Jahr 550 aus Irland gemeinsam mit Kolumban (siehe 23.11.) als Glaubensboten auf das Festland gekommen waren. Zuerst missionierten sie in Gallien, dann kamen sie zu den Alemannen in das Gebiet der Alpen. Doch ihre Predigten waren nicht von Erfolg begleitet. Kolumban zog weiter nach Italien, Gallus blieb, da seine Gesundheit angeschlagen war, zurück. In einer einsamen Gegend südlich des Bodensees, baute er sich eine Klause. Im Lauf der Zeit wurde der Einsiedler zu einem begehrten Ratgeber für das Volk. Alle Anträge, Bischof oder Abt zu werden, lehnte er ab. Er war glücklich und zufrieden in seinem Wald, wo sich inzwischen eine Schar Gleichgesinnter um ihn gesammelt hatte. Am 16.Oktober 640 starb er. Über dem Grab des Einsiedlers entstand in der Folge die Abtei St.Gallen. Und schließlich wurden auch die hier entstehende Stadt und ein Kanton nach ihm benannt. Bauernregeln: "Gießt Sankt Gallus wie ein Faß, so ist der nächste Sommer naß. Ist er aber trocken, folgt vom Sommer noch ein Brocken." "Sankt Gall' treibt die Kuh in den Stall." Um den Sankt Gallus-Tag, den Nachsommer man erwarten mag." "Bis Sankt Gallus müssen alle Früchte aus dem Garten in den Keller." "Auf Sankt Gallus Tag muß der Apfel in den Sack." "Zu Sankt Gallen muß der Apfel fallen." "Auf den Tag Sankt Gallus, die Weidekuh in den Stall muß."

17.10.

Astrud (Anstrud)

Astrud (Anstrud) war Äbtissin zu Langres. Jahrelang wurde sie vom Hausmeier Ebroin dem Schrecklichen, der ihren Bruder ermordet hatte, mit Hass verfolgt. Sie starb an einem 17.Oktober vor dem Jahr 709.

19.10.

Paul (Paulus, Paolo)

: Paul vom Kreuz wurde 1694 als erstes von 16 Kindern einer verarmten Adelsfamilie in Ovada (Piemont, Norditalien) geboren. Schon als Jugendlicher erteilte er in seiner Heimatgemeinde Katechismus-Unterricht. Im Alter von 23 Jahren beschloss der zutiefst gläubige junge Mann nach einer Vision, sein Leben ganz Gott zu weihen. Er zog sich in die Einsamkeit zurück und verfasste eine Ordensregel, die später die Grundlage für den Passionisten-Orden, den „Orden vom Leiden Christi“, werden sollte. Er selbst sagte dazu: „Ich fühlte die Worte mir aus dem Herzen kommen.“ Bereits 1725 erhielt der nun 30-Jährige vom Papst die Zustimmung zur Gründung einer Ordensgemeinschaft. Die Absicht des jungen Idealisten war, eine Gemeinschaft zu gründen, in der sich die Tatkraft der Jesuiten mit der Zurückgezogenheit der Karthäuser verband. Bis zur Errichtung des ersten Klosters des Passionisten-Ordens auf dem Monte Argentario in der Toskana zog der Ordensgründer als Prediger durch das Land, unterrichtete das Volk, forderte die Menschen auf, Buße zu tun und erzählte den Zuhörern immer wieder von der Passion, dem Leiden, das Christus für die Erlösung der Menschen auf sich genommen hatte. Das Volk achtete und liebte den Priester. 1769 wurde Paul vom Kreuz Ordensgeneral und zog nach Rom in das ihm vom Papst geschenkte Kloster San Giovanni e Paolo, wo der mystisch hoch Begnadete am 18. Oktober 1775 im Alter von 81 Jahren eines friedlichen Todes starb. Das Sterbezimmer ist bis heute so geblieben, wie es der heilige Mann an seinem Sterbetag für immer verlassen hat

BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

19.10.

Laura

Laura war Äbtissin eines Klosters in Córdoba. Sie starb im Jahr 864 als Märtyrin der maurischen (arabischen) Christenverfolgungen.

StadtCordoba
BesonderheitenMärtyrerin

20.10.

Anna (Annina, Nina)

Anna (Annina, Nina) Boscardin (Sr. Maria Bertilla) wurde 1888 in einem Dorf nahe Vicenza (Venetien) als Tochter einer sehr armen Kleinhäuslerfamilie geboren. Mit 17 Jahren wurde sie Dorotheer-Schwester. Während des Ersten Weltkrieges pflegte sie in den Lazaretten mit unvorstellbarer Geduld und Aufopferungsbereitschaft Schwerverwundete und Sterbende, obwohl sie selbst schwer leidend war. Alles opferte sie Jesus auf, in dessen Hände sie ihr Schicksal legte. + 20.101922

Besonderheiten20. Jahrhundert

21.10.

Celina (Celine)

Celina (Celine), eine Jungfrau zu Meaux, floh aus dem Elternhaus, weil man ihr eine Vermählung aufzwingen wollte, und zog sich in ein Kloster zurück, wo sie ein gottgefälliges Leben führte. + um 500.

23.10.

Johannes (Johann, Hans, Hanno, Hannes, Jan, Jens, János, Ion, Jovan)

Johannes von Capestrano, 1386 geboren, studierte in Perugia die Rechte und wurde hier mit 26 Jahren zum Bürgermeister der Stadt gewählt. Von Söldnern in die Gefangenschaft geschleppt; wurde er nach der Befreiung aus einer langen Kerkerhaft Franziskanerpater und ein gewaltiger Prediger. 40 Jahre lang zog er als Wanderprediger durch Italien, die habsburgischen Länder und fast ganz Deutschland. Wo er hinkam, strömten die Menschen zusammen und waren von seinem Charisma begeistert. In einer Zeit, in der das Ansehen des Papsttums an einem Tiefpunkt angelangt war und der hohe Klerus nur noch wenig Beziehung zur christlichen Religion hatte, begeisterte der fromme Mann die Menschen für Christus, trat für Reformen innerhalb der Kirche ein, konnte immer wieder erfolgreich Frieden vermitteln, organisierte karitative Werke, predigte von Frieden, Liebe und Gerechtigkeit, gegen Wucher und Zinsen und rief zum gemeinsamen Widerstand gegen die Türken auf. Er starb bald nach dem Sieg über die Türken in der Schlacht um Belgrad (1456), in der er - mit dem Kreuz in der Hand - den fast schon besiegten Soldaten Mut zugesprochen hatte, am 23.Oktober 1456 in Südungarn. Seine sterblichen Überreste konnten später in dem während der Türkenkriege heiß umkämpften Landstrich nicht mehr aufgefunden werden.

23.10.

Bertrand

Bertrand wurde 1228 zweiter Abt von Grandselve (Südfrankreich). Er verfügte nicht nur über ein außergewöhnliches Predigertalent, er besaß auch die Gabe der „Beschauung“, d.h. er konnte in die Menschen „hineinschauen

BesonderheitenMystiker

24.10.

Anton (Antonio)

Anton(io) Maria Claret, 1807 in Spanien geboren, empfing mit 28 Jahren die Priesterweihe. Ab 1843 zog er als Volksmissionar durch das Land. Um Helfer für seine Tätigkeit zu gewinnen, gründete er 1849 den Missionsorden "Söhne des Unbefleckten Herzens Mariä", genannt Claretiner. Ein weiblicher Ordenszweig folgte. Dann ging er als Volks-missionar nach Kuba. 1850 wurde der hoch geachtete Missionar zum Erzbischof von Santiago de Cuba gewählt. Doch schon 1857 wurde der geistliche Oberhirte, der für die Menschen auf der "Zuckerinsel" soviel Gutes tun konnte, von Königin Isabella II. als ihr Beichtvater nach Spanien zurückberufen. Hier verfasste Antonio Claret zahlreiche viel beachtete Schriften über Volkserziehung und gründete eine Vereinigung für christliche Künstler und Schriftsteller. Auf der Reise zum ersten Vatikanischen Konzil nach Rom starb er in einem südfranzösischen Zisterzienserkloster am 24.Oktober 1870.

StadtSantiago di Cuba
BesonderheitenOrdensgründer

24.10.

Armella (Armilla)

Armella (Armilla) Nicolas wurde als Kind armer Kleinbauern 1609 in der Bretagne geboren. Fast noch ein Kind, musste sie sich schon das zum Leben Notwendige durch eigener Hände Arbeit verdienen. Die Eltern hatten noch für zahlreiche jüngere Geschwister zu sorgen, und nie war genug zum Essen da. Zuerst arbeitete das bescheiden Mädchen, das keine großen Ansprüche an das Leben stellte, als Magd. Dann kam für sie ein Augenblick höchsten Glücks: Die Ursulinen von Vannes, die auf das stille Mädchen, das jeden Tag voller Andacht der Heiligen Messe beiwohnte, aufmerksam gemacht worden waren, stellten es als Torhüterin ein. Armella war nur eine arme Bedienstete, sie konnte weder lesen noch schreiben und hatte dennoch ein erstaunlich großes Wissen, ganz besonders über religiöse Themen. Vor allem aber besaß sie einen hohen charakterlichen Adel. Am 24. Oktober 1671 starb sie, die Wohlstand nie kennen gelernt hatte und dennoch immer zufrieden gewesen war, im Ruf der Heiligkeit.

StadtVannes
Besonderheiteneinfache, arme Leute

26.10.

Wigand (Wiland, Wigland)

Wigand (Wigland) führte als Zisterziensermönch im Kloster Waldsassen (Bayern) ein heiligmäßiges Leben. + 1133. (Wieland)

26.10.

Josephine und Eloïse

Josephine Leroux und Eloïse Barré waren zwei der Ursulinen, die an der Mädchenschule in Valenciennes unterrichteten. Während der Französichen Revolution, zur Zeit der Schreckensherrschaft unter Robespierre und Saint Juste, wurden 1794 die Ursulinen, wie die meisten Geistlichen, die sich nicht auf die Revolution hatten vereidigen lassen, gefangen genommen, in den Kerker geworfen, schwer misshandelt und schließlich mit dem Fallbeil hingerichtet. Währen der Hinrichtung sangen die Ordensfrauen auf dem Blutgerüst das Te deum ("Großer Gott, wir loben dich"), bis ihre Stimmen, eine nach der anderen, verstummten. "Die gaffende Menge stand ergriffen da, und selbst der Henker konnte sich des Eindrucks nicht entziehen". ++ 26.10.1794.

StadtValenciennes
BesonderheitenGewaltopfer

26.10.

Josephine und Eloïse

Josephine Leroux und Eloïse Barré waren zwei der Ursulinen, die an der Mädchen-schule in Valenciennes unterrichteten. Während der Französichen Revolution, zur Zeit der Schreckensherrschaft unter Robespierre und Saint Juste, wurden 1794 die Ursulinen, wie die meisten Geistlichen, die sich nicht auf die Revolution hatten vereidigen lassen, gefangen genommen, in den Kerker geworfen, schwer misshandelt und schließlich mit dem Fallbeil hingerichtet. Währen der Hinrichtung sangen die Ordensfrauen auf dem Blutgerüst das Te deum ("Großer Gott, wir loben dich"), bis ihre Stimmen, eine nach der anderen, verstummten. "Die gaffende Menge stand ergriffen da, und selbst der Henker konnte sich des Eindrucks nicht entziehen". ++ 26.10.1794.

StadtValenciennes
BesonderheitenGewaltopfer

29.10.

Berengar (Bernger)

Berengar (Bernger) war der erste Abt des Benediktinerklosters Formbach bei Passau (Niederbayern). "Er stach hervor durch seinen Reformeifer und seine Liebe zu den Armen". + 29.10.1108.

StadtPassau
BesonderheitenReformer

30.10.

Angelo

Angelo von Acri, ein Kapuzinerpriester, konnte als Volksmissionar durch die herzliche und volkstümliche Art seiner Predigten viele Menschen für seine Überzeugung gewinnen und ihnen Trost spenden. + 30.10. 1739.

31.10.

Notburga

Notburga war Ordensfrau zu Sancta Maria am Kapitol in Köln. Sie wurde schon zu Lebzeiten wie eine Heilige verehrt. + um 700

31.10.

Christoph

Christoph von Romandiola, ein Gefährte des hl Franz von Assisi, wurde von diesem als Volksmissionar nach Südwestfrankreich entsandt. Er starb am 31.Oktober 1272 zu Cahors.

01.11.

Wolfhold

Wolfhold lebte als Benediktinermönch im Kloster St. Georgen im Schwarzwald. 1115 wurde er zum Abt des Stiftes Admont in der Steiermark berufen, das er zu einem bedeutenden Zentrum der cluniazensichen Klosterreform machte. + 1.11.1137.

03.11.

Pirmin

Pirmin, Glaubensbote bei den Alemannen, war vermutlich westgotischer oder keltischer (schottischer) Abstammung. Sein Name ist wohl keltisch. Er kam um 720 an den Oberrhein und missionierte im Elsass, in Südwestdeutschland und in der Schweiz. Der Glaubensverkünder rodete die Bodensee-Insel Reichenau und gründete hier das später berühmt gewordene Kloster. Weitere Klöster, wie das bekannte Murbach im Elsass, führen ihre Gründung auf den Glaubensboten zurück. Reliquien befinden sich in Speyer, St. Paul (Kärnten), Weißenburg im Elsass, Bern und Augsburg. Die Stadt Pirmasens (Pfalz) ist nach dem hl Pirmin benannt. + 3.11.753. Er ist Patron der Pfalz, des Elsass und der Bodenseeinsel Reichenau, Schutzheiliger gegen Pest, Schlangenbisse und Wurmbefall sowie gegen Augenleiden und Rheumatismus.

03.11.

Martin

Martin von Porres, Laienbruder zu Lima (Peru), war der Sohn eines spanischen Ritters und einer schönen Mulattin. Der Vater nahm sich zuerst seiner hübschen Mischlings-kinder an (Martin hatte noch eine Schwester), kümmerte sich allerdings später, weil sie überall wegen ihrer Hautfarbe, obwohl sie mehr weiß als schwarz waren, diskriminiert wurden, nicht mehr um sie. Mit 15 Jahren trat der Mischlingsjunge in den Dominikanerorden ein, widmete sich von Anfang an der Krankenpflege und machte aus dem Haus seiner Schwester ein Spital. Es war das einzige Krankenhaus in Lima, in dem es keine Unterscheidung der Patienten nach der Hautfarbe gab. Am 3.November 1639 starb der Menschenfreund an Typhus.

StadtLima
BesonderheitenSozialengagement

04.11.

Modesta

Modesta war Anfang des 7.Jhdts Äbtissin des Klosters Oeren (später Sankt Hirminen) in Trier. Sie starb an einem 4.November nach 659.

04.11.

Reinhard (Reginhard)

Reinhard (Reginhard) war der zweite Abt des Benediktinerklosters Siegburg (Niederrhein). + 4.11. 1105.

05.11.

Berthilde (Bertilda, Bertilla)

Berthilde (Bertilda) wurde um 649 zur Äbtissin des neugegründeten Klosters Chelles berufen, das unter ihrer klugen und mütterlichen Leitung einen großen Aufschwung erlebte. + 5.11.um 1083.

06.11.

Sibylle

Sibylle Rodenbaum war die geachtete Äbtissin und Reformerin des Klosters St.Johannis bei Trier. In der schrecklichen Zeit des Dreißigjährigen Krieges, der längst zu einer rein politischen Auseinandersetzung ausgeartet war, kämpfte sie um das Überleben ihres Klosters. Das Ende des fürchterlichen (angeblichen) Glaubenskrieges, in dessen Verlauf das katholische Frankreich mit dem evangelischen Schweden Seite an Seite gegen den katholischen Kaiser und seine Verbündeten kämpfte, erlebte sie nicht mehr. Sie starb am 6.November 1644.

08.11.

Maximiliane (Maximiliana)

: Maximiliane (Maximiliana) von Wartenberg, Äbtissin im Angerkloster in München, starb nach einem Leben der Nächstenliebe und des Leidens im Jahre 1638

09.11.

Herfried

Herfried lebte als Einsiedler in Northumberland (GB). Später wurde er (vermutlich) Abt des berühmten Klosters Lindisfarne. + 747.

BesonderheitenEinsiedler

09.11.

Roland

Roland lebte zunächst als Mönch im Kloster Elno in Nordostfrankreich. 1069 wurde er zum Abt der Benediktinerabtei Hasnon (heute Belgien) gewählt. Das Kloster blühte unter Rolands Leitung derart auf, dass es den Nachwuchs nicht mehr fassen konnte. Zubauten größeren Umfang waren daher notwendig. Hundert Jahre nach seinem Tod am 9.November 1084 wurde der Leib des verehrten Abtes völlig unversehrt aufgefunden.

12.11.

Christian (Christinus, Carsten, Karsten, Kirsten, Kristian)

Christian (Christinus) von Meseritz stammte aus einfachen Verhältnissen und hatte sich, wie einige andere bereits christliche Polen, dem Mönch Benedikt, der aus Italien als Missionar nach Polen gesandt worden war, angeschlossen. Die Männer fristeten als Glaubensboten und Einsiedlermönche unter ärmlichen Bedingungen ein recht karges Leben. Eines Abends kamen fremde Männer zu ihnen, die sie freundlich aufnahmen und sie mit dem Wenigen, das sie hatten, bewirteten. Doch die Besucher gehörten zu einer Räuberbande, zeigten plötzlich ihr wahres Gesicht, misshandelten die Mönche und suchten "Schätze". Da sie aber bei den mittellosen Missionaren nichts Wertvolles finden konnten, gerieten die Räuber in Wut und erschlugen die frommen Männer. Dies geschah in der Nacht des 12.November 1003. Die sterblichen Überreste der ermordeten Glaubens-boten wurden später im Dom von Gnesen (Polen) beigesetzt.

12.11.

Diégo

Diégo von Alcalá, ein Franziskanerbruder aus Andalusien, kam 1441 als Glaubensbote auf die Kanarischen Inseln. Er soll die Fähigkeit besessen haben, Kranke zu heilen. + 12.11.1463.

13.11.

Sieghard (Siard)

Sieghard (Siard) war das Kind friesischer Eltern. Er trat in den Prämonstratenserorden ein und wurde schließlich Abt von Mariengaarde (NL). Auch jetzt lebte er wie ein einfacher Mönch, arbeitete selbst auf dem Feld und schlief zumeist auf bloßer Erde. + 13.11. 1230.

13.11.

Livia

Livia Pietrantone (On: Sr.Augusta) wirkte als Barmherzige Schwester (Suore della Caritá) in Rom. Mit großer Hingabe arbeitete sie schon seit ihrer Jugendzeit als Pflegerin der Tuberkulosekranken. Am 13.November 1894, sie war 30 Jahre alt, wurde sie in Rom von einem wegen seines aufdringlichen Benehmens aus dem Krankenhaus verwiesenen Rekonvaleszenten mit einem Dolch erstochen.

StadtRom
BesonderheitenSozialengagement

14.11.

Sidonius

Sidonius von Fécamp war aus Irland gekommen und wirkte als Abt und Glaubensbote in Nordgallien. + nach 689. (Sidonia, Sidonie)

14.11.

Serapion

Serapion war der erste Märtyrer des Mercedarier-Ordens. Er wurde im Jahr 1240 in Algier, wo er missionieren und Sklaven loskaufen wollte, ans Kreuz geschlagen.

StadtAlgier
BesonderheitenMärtyrer

14.11.

Nikolaus (Nikolaj, (Klaus, Nico, Miklos)

Nikolaus (Nikolaj) Tavelic, ein Franziskanerpater aus Kroatien, wirkte jahrelang als Volksmissionar in Bosnien, ging dann aber nach Jerusalem. Voll Übereifer wollte er vor oder in der Omar-Moschee predigen und sich dafür vom lokalen religiösen Oberhaupt der Moslems die Genehmigung einholen. Doch er wurde vom Kadi davongejagt, dann aber vor dem Amtsgebäude mit drei anderen Franziskanerbrüdern von aufgebrachten Moslems schwer misshandelt und eingekerkert. Die Patres erhielten keine Nahrung und wurden immer wieder misshandelt. Nach drei Tagen Haft wurden sie am 14. November 1391 mit dem Schwert hingerichtet.

15.11.

Ilona (Helena)

Ilona (Helena) von Ungarn war Dominikanernonne im Kloster Veszprém und trug die Wundmale Christi. Trotz ihrer mystischen Begnadigung war sie keineswegs weltentrückt, sondern zeigte im Gegenteil sehr viel praktischen Sinn für die Angelegenheiten des täglichen Lebens. + 15.11.1270.

StadtKöln Regensburg
BesonderheitenMystikerin

15.11.

Arthur

Arthur Whiting, Abt des englischen Klosters Gladstonebury, gehört zu den Blutzeugen der Reformationszeit in England. + 15.11.1539 (Nachdem König Heinrich VIII. von England (1509-1547), weil der Papst seine Scheidung von Katharina von Aragon nicht genehmigte, sich selbst zum Oberhaupt der englischen Kirche erklärt hatte, wurden zahllose Geistliche, die den Eid auf den König verweigerten, verhaftet und hingerichtet. Die Klöster wurden geplündert und aufgehoben, ihr Vermögen vom König eingezogen. Heinrich VIII. fiel dadurch großer Besitz zu, den er zum Teil an Günstlinge verteilte und sich damit viele neue Freunde schaffen und alte Freundschaften vertiefen konnte.)

16.11.

Othmar (Otmar)

Othmar war Alemanne und um 690 (in der Schweiz?) geboren worden. Er übernahm die Führung jener Mönche, die sich um das Grab des hl Gallus gesammelt hatten, baute die Einsiedelei zum Kloster St.Gallen aus und ließ das erste Aussätzigenheim in der Schweiz errichten. Als er die Rechte seines Klosters verteidigte, wurde er von weltlichen Gegnern gefangen genommen, falscher Tatsachen beschuldigt und verbannt. Er starb am 16.November 759 gedemütigt und vereinsamt auf der Rheininsel Werd bei Stein. Seine sterblichen Überreste wurden 867, nachdem man sie noch völlig unverwest aufgefunden hatte, in der St.Othmar-Kirche in St. Gallen beigesetzt. + 16.11.759. St. Othmar ist Patron des Bistums St. Gallen, für kranke Kinder, für Schwangere und für Menschen, die unter Verleumdungen zu leiden haben.

17.11.

Gertrud

Gertrud die Große, wie die Mystikerin allgemein genannt wird, kam 1256 in der späteren Lutherstadt Eisleben zur Welt. Die Eltern gaben sie schon als kleines Mädchen zur Ausbildung und Erziehung in das Kloster der Zisterzienserinnen zu Helfta in Thüringen, das damals als das führende Frauenkloster in Deutschland angesehen wurde. Das Mädchen fühlte sich hier glücklich, und als sie alt genug war, wurde sie selber Nonne. Mit 25 Jahren hatte sie die erste Christusvision. Von da an erlebte sie bis zu ihrem Tode mystische Schauen, deren Inhalt sie selber niederschrieb. Aber trotz ihrer Begnadigung zog sie jederzeit auch den kleinsten Dienst der Nächstenliebe mystischer Betrachtung vor. Besondere Verehrung genießt die Theologin und Schriftstellerin in den spanisch sprechenden Ländern Lateinamerikas. Sie ist u.a. Patronin von Peru. + 13.11.1302. Bauernregel: "Tummeln sich an Gertrud noch Haselmäuse, dann ist's noch weit mit des Winters Eise."

17.11.

Hilda

Hilda von Whitby, Äbtissin und Klostergründerin; nahm im frühchristlichen England eine bedeutende Stellung ein. + 17.11.680. Historisches: Es war im Mittelalter gar nicht so selten der Fall, dass Frauen eine anerkannte und angesehene Position einnahmen wie z.B. Hildegard von Bingen, Gertrud von Nivelles, Hertrada von Landsperg u.a. Allerdings handelte es sich dabei ausschließlich um Ordensfrauen, denn nur im Kloster konnte man Bildung erwerben. Menschen aus einfachen Verhältnissen bot das Kloster die Möglichkeit, zu Bildung und Ansehen zu gelangen.

BesonderheitenReformerin

18.11.

Odo

Odo, zweiter Abt von Cluny, geboren um 878, der Begründer der sogenannten cluniazensischen Reform, machte seine Abtei zum Mittelpunkt einer Klosterreformbewegung, die im folgenden Jhdt auf das gesamte Abendland übergreifen sollte. Der so bedeutende Mann, dessen besondere Liebe der Musik galt, war äußerst bescheiden und lebte asketisch. + 18.11.942 Historisches: Die Kirche des 9.Jhdts hatte eine Periode starker Verweltlichung durchgemacht; Die Haupt-ursache dafür war ihre Abhängigkeit von weltlichen Gewalten. Grundbesitz und Einkünfte der Klöster dienten nur zu oft der Versorgung von Söhnen aus dem Adel, die oft wenig Beziehung zur Religion hatten. Um diesem Übel abzuhelfen, gründete Herzog Wilhelm von Aquitanien um 908 das Musterkloster Cluny. Hier führten mehrere heiligmäßige Äbte mit ihren Mönchen, unabhängig von weltlicher Einmischung, ein beispielhaftes Leben nach dem Vorbild Christi. Der von hier ausgehenden Reformbewegung schlossen sich etwa 3 000 Klöster an. - Im Spätmittel-alter begann aber ein neuer Niedergang des geistlichen Lebens, was schließlich zur Reformation führte. Das Kloster Cluny wurde während der Französischen Revolution zum Teil nieder-gerissen, die Kunstschätze wurden verschleudert.

StadtCluny
BesonderheitenReformer

19.11.

Mechthild

Mechthild von Hackeborn war die künstlerisch außergewöhnlich begabte Leiterin der Klosterschule Helfta in Thüringen. Ihre Mitschwestern zeichneten heimlich ihre mystischen Visionen auf. + 19.11.1299.

BesonderheitenMystikerin Künstlerin

20.11.

Felix

Felix von Valois ging in die Geschichte als Mitbegründer des Trinitarierordens ein. Zuerst wollte er als Einsiedler leben. Doch dann lernte er einen jungen Doktor aus Paris kennen, Johannes von Matha (sieh 17. 12.). Die beiden Männer verstanden sich von Anfang an gut und beschlossen, ihr weiteres Leben einer großen Aufgabe zu widmen. Sie gründeten einen Orden, der sich für die Befreiung von Christen aus der Sklaverei einsetzen sollte, den Trinitarierorden. Diese Vereinigung machte es sich neben dem Einsatz für die als Sklaven in moslemische Länder verschleppten Christen zur Aufgabe, Gefangene und Sträflinge im eigenen Land zu betreuen. Die Arbeit der Trinitariermönche war bald, vor allem in Nordafrika, von Erfolg begleitet und breitete sich rasch auch über die Grenzen Frankreichs hinaus aus. Der Strafgefangenenseelsorger Felix von Valois starb im Jahr 1212 in Paris in dem Bewusstsein, vielen Unglücklichen geholfen zu haben.

StadtParis
BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

21.11.

Amalia (Alma, Elma, Amélie, Amelia, Amelina, Melina, Amelita, Malika, Amy)

Amalia (Amalberga), Äbtissin von Susteren, lebte zur Zeit Karls des Großen, um 800, in den Niederlanden. Über sie ist nicht allzu viel überliefert, denn berichtet wird zumeist nur über große, Aufsehen erregende Taten. Amalia von Susteren aber gehört zu jenen stillen Heiligen, die von der großen Welt unbemerkt blieben, aber in ihrer kleinen Welt unsagbar viel Gutes tun konnten. Sie lebte vor, wie man als Vorgesetzte nicht nur durch Strenge und Distanz Anerkennung finden kann, sondern dass Autorität auch durch einfache "Menschlichkeit", vielleicht sollte man es Persönlichkeit nennen, erworben werden kann.

23.11.

Columban, Kolumban

Columban war im Jahr 590 zusammen mit 12 Gefährten aus dem Kloster Bangor in Irland als Glaubensbote auf das Festland gekommen Bald zogen seine leidenschaftlichen Predigten die Zuhörer in ihren Bann. Überall, wo Columban und seine Gefährten starken Zustrom zu verzeichnen hatten, gründeten sie Klöster. Die wichtigste Klostergründung war (593) Luxeuil in Lothringen, dessen erster Abt Columban wurde. Als er dann 610 den Frankenkönig Theoderich II. wegen seines Konkubinats kritisierte, musste der Abt fliehen. Er ließ sich in Bregenz, im Gebiet der Alemannen, nieder. Doch bereits 613 zog der Missionar mit einigen Mönchen weiter ins langobardische Oberitalien. Sein treuer Freund und Gefährte Gallus blieb bei den Alemannen zurück. Im friedlichen, abgeschie-denen Tal der Trebbia gründete Columban das Kloster Bobbio. Damit war er am Ende seiner Reise angekommen, aber auch am Ende seiner Lebensreise. Zwei Jahre nach der Gründung seines letzten Klosters starb der Glaubensverkünder am 23.November 615.

23.11.

Trudo

Trudo von Haspengau hatte im Jahr 662 östlich von Brüssel auf seinem eigenen Land, eine Abtei gegründet, die später nach ihm Sint-Truiden genannt wurde. Er wurde selber Mönch und war daraufhin in seiner Heimat als Glaubensbote tätig. + um695.

25.11.

Egbert

Egbert war zuerst Mönch in der Reformabtei Gorze in Lothringen, dann Abt von Münsterschwarzach. Als solcher reformierte er nicht nur sein eigenes Kloster, sondern ließ auch durch seine Mönche den Erneuerungsgedanken verbreiten. + 25.11.1076/1077.

StadtMünsterschwarzach
BesonderheitenReformer

26.11.

Anna-Elisabeth

Anna-Elisabeth Gottrau (Anneliese) war die mütterliche und gütige Äbtissin des Klosters Meyerau bei Freiburg im Üchtland. Sie starb am 26.11.1657 im Rufe der Heiligkeit.

26.11.

Niko (Nikon)

Niko(n), ein Mönch aus Kleinasien, wirkte als Glaubensbote auf der Insel Kreta. + um 998.

28.11.

Stephan (Stefan)

Stephan, Abt in Nicomedia (heute Izmid, nahe Konstantinopel) wurde unter dem bilderstürmerischen Kaiser Konstantin V. (genannt "Koprónymos", d.i. "Dreckskerl") als Anführer jener Partei, welche die Bilderverehrung verteidigte, mit etwa 300 Mönchen ins Gefängnis geworfen, elf Monate in Haft gehalten, schließlich am 28.November 764 in Konstantinopel von aufgehetztem Straßenpöbel schwer misshandelt und zuletzt getötet.

StadtKonstantinopel

29.11.

Friedrich (Frederik, Fred, Frido, Fredo, Fritz, Federico); Friederike (Frederica, Frieda, Rica)

Friedrich von Regensburg muss eine überaus liebenswerte Persönlichkeit gewesen sein. Er stammte aus sehr einfachen Verhältnissen und hatte den Beruf des Schreiners (Tischlers) erlernt. Aus Sehnsucht, ein Gott gefälliges Leben zu führen, trat der schlichte bayrische Handwerker in das Regensburger Kloster der Augustiner-Eremiten ein und arbeitete hier meist in der Klosterschreinerei. Nicht nur sein bescheidenes, freundliches Wesen machte ihn bei den Menschen beliebt, vor allem waren es seine selbstlose Hilfsbereitschaft und sein Mitleid gegenüber allen Hilfsbedürftigen. So wurde der einfache Laienbruder, der nie eine Schulbildung genossen hatte, schon zu Lebzeiten als "Volksheiliger" verehrt. Sein Sterbetag war der 29.November 1329. (Friederike, Frieda, Rica)

StadtRegensburg
Besonderheiteneinfache, arme Leute

29.11.

Jutta

Jutta war die erste Äbtissin des Klosters Heiligental in Mainfranken. + um 1250.

29.11.

Christine (Christina, Kerstin, Kirstin)

Christine von Retters trug die Wundmale Christi. Sie pflegte die Kranken im Seuchenhaus ihres Klosters und starb schon im Alter von 22 Jahren um 1291.

BesonderheitenMystikerin

01.12.

Charles (Karl, Charlotte)

Charles de Foucauld, 1858 in Straßburg geboren, war Offizier geworden. Wegen seines nicht standesgemäßen Lebens wurde er aber bald vom Dienst suspendiert. Als er 30 Jahre alt war, nahm er an einer abenteuerlichen Expedition nach Marokko teil. Der Anblick betender Moslems beeindruckte ihn so sehr, dass er sich stärker seiner christlichen Religion zuwandte. Charles de Foucauld wurde Trappist, lebte dann als Einsiedler in Nazareth und ging schließlich in die algerische Sahara, wo er unter den Wüstenstämmen missionieren wollte. Seine liebevolle Fürsorge um die Armen, Kranken und Schwachen, brachte ihm zwar viele Freunde, nur Missionserfolge konnte er keine aufweisen. Am 1.Dezember 1916 wurde der gütige Missionar, der noch keinen einzigen Moslem für seinen Glauben gewonnen hatte, von Tuaregs erschossen.

StadtSoldat
BesonderheitenEinsiedler Gewaltopfer

03.12.

Franz Xaver

Franz Xaver, geboren 1506 auf Schloß Xavier in Navarra (Spanien), lernte als Student in Paris seinen Landsmann Ignatius von Loyola kennen und unterstützte ihn bei der Grün-dung des Jesuitenordens. 1541 ging Franciscus Xaverius als Missionar nach Indien, wo er nach einer 13-monatigen, beschwerlichen Schiffsreise in Goa an Land ging. Zuerst missionierte er bei den Perlenfischern 1544 konnte er in einem einzigen Monat 10 000 Inder taufen. Dann begab sich der Missionar auf die Molukken (Indonesien) und später nach Japan. Der junge Jesuit interpretierte den Begriff "Mission" völlig neu. Sein großer Erfolg unter der einheimischen Bevölkerung war vor allem darauf zurückzuführen, dass er die Sprachen der Eingeborenen lernte - er war ein richtiges Sprachengenie -, ihre Sitten und Religionen und damit ihr Denken erforschte. Er bildete überall einheimische Helfer heran und organisierte das Missionsgebiet auf hervorragendste Weise. Durch seine enthusiastischen Berichte löste der Missionar in Europa eine wahre Missionsbegeisterung aus und wurde zum Vorbild für Tausende, die ihm nacheiferten. - Völlig erschöpft und am Ende seiner Kräfte, starb er am 3.Dezember 1552 nahe Kanton, als er in China sein Missionswerk fortsetzen wollte. Franz Xaver wurde zum Patron aller Missionen und Missionare ernannt.

06.12.

Henrike (Heike)

Henrike Faßbender ('Heike) war eine Franziskanernonne aus Aachen. Mit vier Gefährtinnen wollte sie 1875 auf dem Dampfer "Deutschland" in die U.S.A. (nach St.Louis) reisen, um u.a. deutsche Auswanderer seelsorgerisch zu betreuen. Als das Schiff am 6.Dezember in Seenot geriet und kein anderes Schiff in der Nähe war, um die Passagiere aufzunehmen, verzichteten die Frauen zugunsten von Familienvätern auf einen Platz in den Rettungsbooten. Die Geretteten hörten noch lange, wie die Schwestern gemeinsam mit anderen dem Untergang Geweihten laut beteten und das Lied "Näher mein Gott zu dir" sangen, bis das Schiff versank und Stille eintrat.

07.12.

Benedikte (Benedetta)

Benedikte (Benedetta) Rossello (On: Sr.Maria Josefa), eine kinderliebende junge Frau, hatte 1837 in Savona (Italien) mit Hilfe einiger Freundinnen und mit Unterstützung des Bischofs zwei Schulen für kleine Mädchen eröffnet. Aus der Begeisterung für den Lehrerberuf entstand schließlich das Institut "Töchter der Barmherzigkeit", das sich bald bis nach Übersee ausbreitete, wo ihre besonderen Bemühungen dem Freikauf von schwarzen Sklavenkindern galten. + 7.12.1880.

BesonderheitenSozialengagement

08.12.

Reinmar (Romaricus, Romarich)

Reinmar (Romaricus, Romarich) war Gründer und erster Abt des Klosters Reimersberg (Remiremont) in den Vogesen, das er auf einem eigenen Stück Land, das er dafür gerodet hatte, errichten ließ. + 8.12. 655.

09.12.

Reinmar (Romaricus, Romarich, Raimarius)

Reinmar (Romaricus, Romarich, Raimarius) war Gründer und erster Abt des Klosters Reimersberg (Remiremont) in den Vogesen, das er auf einem eigenen Stück Land, das er dafür gerodet hatte, errichten ließ. + 8.12 655. Anmerkung: Der Name Reinmar wurde später durch einen anderen Elsässer, den Minnesänger Reinmar von Hagenau bekannt, dessen formal vollendete Lieder am reinsten den Begriff der „hohen Minne“ verkörpern. Walther von der Vogelweide rühmte ihn als seinen Lehrmeister.

11.12.

David

David, Mönch in Clairvaux; gründete und errichtete mit anderen Mönchen die Abtei Himmerod (Eifel). + 11.12.1179.

12.12.

Dietrich (Dieter, Dirk)

Dietrich (Theoderich), Mönch in der Reformabtei Gorze in Lothringen, wurde um 1082 zum Abt des Klosters in Kremsmünster (Oberösterreich) berufen, in dem er erfolgreich die Hirsauer Reform durchführte. Als Bischof Altmann von Passau (9.8) während des Investiturstreits von Kaiser Heinrich IV. aus seiner Bischofsstadt vertrieben wurde, fand er Zuflucht in Kremsmünster. + an einem 12..12. bald nach 1082

LandEuropa
BesonderheitenReformer

13.12.

Edburga (Edda)

Edburga (Edda) war die hochgebildete Äbtissin von Minster (GB). Sie unterstützte (auch finanziell) das Missionswerk des Winfried Bonifatius in Deutschland. + 751

14.12.

Franziska

Franziska Schervier (1819-1876) erkannte als Tochter eines Nadelfabrikanten in Aachen schnell die Probleme der sozialen Randgruppen in der aufstrebenden Industriegesellschaft. Sie kümmerte sich um Wohnungen für Arbeiterfamilien, regelmäßigen Schulunterricht der Fabrikarbeiterkinder, errichtete Suppenküchen, pflegte Cholera- und Pockenkranke. Mit 26 Jahren gründete sie die Ordensgemeinschaft der Armen-Schwestern vom heiligen Franziskus. Die Hilfe für Bedürftige schloss auch weibliche Häftlinge und Prostituierte ein sowie die Begleitung von zum Tode Verurteilten. Das Wort Jesu "Ihr sollt meine Wunden heilen und Seelen retten" ist seit Gründung bis heute das geistliche Motiv für die sozial-karitativ tätige Ordensgemeinschaft. Am 14. Dezember 1876 starb Franziska Schervier. Sie wurde 1974 von Papst Paul VI. selig gesprochen.

StadtAachen
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

15.12.

Wunibald

Wunibald war der Bruder des hl Willibald (siehe 7.7.) und der hl Walburga (siehe 25.2.). Winfried Bonifatius, der "Apostel der Deutschen", gewann ihn 737/738 für die Mission in Thüringen und Mainfranken, wo Wunibald das später berühmt gewordene Kloster Heidenheim gründete, in dem er seine letzten Lebensjahre verbrachte und am 18.Dezember 761 dahinschied.

16.12.

Dankrad (Tankred, Tanko)

Dankrad (Tankred, Tanko), Abt von Amorbach, wirkte als Glaubensbote bei den Sachsen um Verden an der Weser. + 16.12.808.

17.12.

Johannes

Johannes von Matha, 1160 in der Provence geboren, gründete gemeinsam mit Felix von Valois (siehe 20.11.) den Trinitarierorden, der es sich zur Aufgabe machte, Menschen aus der Gefangenschaft zu befreien und Sklaven loszukaufen. Der "Engel der Sklaven" starb am 17.Dezember 1213 in Rom.

BesonderheitenSozialengagement

18.12.

Samthanna (Samantha)

Samthanna (Samantha), eine im 7./8. Jhdt lebende irische Klostergründerin, gehört in ihrer Heimat zu den meist verehrten Heiligen. Sie starb 739 in dem von ihr selbst gegründeten Kloster Clonbroney.

19.12.

Edwina (Winnie)

Edwina Pull war eine mit besonderer Güte ausgestattete Borromäerschwester zu Trier. "Sie führte ein vorbildliches Leben im Dienste Gottes und des Nächsten". + 19.12.1926.

21.12.

Peter (Peer)

Peter Friedhofen war Schornsteinfeger (Rauchfangkehrer) in der rheinländischen Stadt Ahrweiler. Er war früh Vollwaise geworden und hatte alle Nöte des täglichen Lebens kennengelernt. Als ein älterer Bruder völlig unerwartet starb, übernahm er, ohne zu zögern, die Versorgung der Witwe und ihrer 11 unmündige Kinder. Der junge Mann, der schon von Kindheit auf immer anderen hatte helfen wollen, sammelte um sich Gleichgesinnte und gründete mit ihnen die Kongregation der "Barmherzigen Brüder von Maria Hilf", deren Mitglieder sich ganz der Krankenpflege verschrieben. 1850 erfolgte die Bestätigung von kirchlicher Seite. Da die Wertschätzung durch Ärzte und Bevölkerung bald sehr groß war, hatte die Bruderschaft so starken Zulauf, dass sie sogar im Ausland Niederlassungen errichten konnte. Doch Peter Friedhofen konnte den Aufschwung seiner Gemeinschaft nicht mehr lange miterleben. Eine Lungentuberkulose zehrte mehr und mehr an seinen Kräften. Am 21.Dezember 1860 starb er in seinem neuen Ordenshaus in Koblenz.

StadtBistum Trier Ahrweiler Koblenz
BesonderheitenOrdensgründer Sozialengagement

22.12.

Jutta (Jütte)

Jutta von Sponheim ließ sich auf dem Disibodenberg bei Kreuznach in der Pfalz in eine Klause einschließen. Durch das Ansehen, das sie sich als Lehrerin und Ratgeberin erwarb, wurde aus der Klause bald ein bekanntes Nonnenkloster, das sie selber als Äbtissin leitete. Ihre berühmteste Schülerin war Hildegard von Bingen. Jutta von Sponheim starb am 22. Dezember 1136 - Da sich am Grab der Äbtissin viele Wunder ereigneten, wurde es bald zu einer viel besuchten Wallfahrtsstätte.

StadtBingen
BesonderheitenMystikerin Künstlerin

22.12.

Francesca-Saveria (Franziska Xaveria)

Francesca-Saveria (Franziska Xaveria) Cabrini war die Tochter einfacher italienischer Bauern aus der Lombardei und war eines von 13 Geschwistern. Schon als junges Mädchen kümmerte sie sich fürsorglich um verwahrloste Kinder. Deshalb übertrug man ihr, als sie 24 Jahre alt war, die Leitung eines Pensionats. Mit 30 rief sie die Kongregation "Missionarinnen vom Heiligsten Herzen" ins Leben. 1888 ging sie nach New York und gründete mit ihren Helferinnen in vielen Großstädten der U.S.A. (später auch in Süd-amerika) Spitäler, Schulen und Heime. Vor allem kümmerten sich die Schwestern aber um Einwanderer, die mit den Verhältnissen in der neuen Heimat nicht zurechtkamen. Die erste Heilige der Vereinigten Staaten starb am 22.Dezember 1917 in Chikago.

StadtChikago
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

22.12.

Cäcilie

Cäcilie Maria Autsch (On.: Sr. Angela) stammte aus Westfalen und war 1933 in Mötz in Tirol in den Trinitarierorden eingetreten. Als Ordensfrau erhielt sie den Namen Angela, das heißt "Engel", und kein anderer Name wäre für diese Frau passender gewesen. 1940 wurde Schwester Angela von der Gestapo verhaftet, weil sie vom Ortsgruppenleiter denunziert worden war. Sie hatte gesagt: "Hitler ist eine Geißel für ganz Europa." Man brachte sie ins KZ Ravensbrück, 1942 nach Auschwitz, wo sie für die Wäschekammer und die Verteilung des Essens zuständig wurde. Sie tat alles, um ihren Mithäftlingen helfen zu können. Unter höchster Lebensgefahr besorgte sie für die Frauen warmes Wasser und Seife, steckte ihnen, wann immer es möglich war, Extrarationen zu, nähte heimlich die zerrissenen Kleidungsstücke und versteckte erkrankte Häftlinge in der Wäschekammer. Bald nannte man Schwester Angela den "Engel von Auschwitz". Kurz vor Weihnachten, am 22.Dezember 1944 war ihre Lebensuhr abgelaufen. Ihr Herz hatte versagt. Die sterblichen Überreste der Wohltäterin wurden im Krematorium verbrannt. Eine überlebende jüdische Ärztin schrieb später über sie: "In dieses Irrenhaus kam Schwester Angela wie ein Lächeln der Morgenröte, wie ein Strahl des Sonnenlichts. Inmitten des fürchterlichen Elends entstand hier eine Insel der Zärtlichkeit."

Besonderheiten20. Jahrhundert Sozialengagement Gewaltopfer

26.12.

Richlinde

Richlinde war die Stifterin und erste Äbtissin der Abtei Ormersheim bei Worms (Pfalz). + 26.12.1150.

27.12.

Rutger (Rüdiger)

Rutger (Rüdiger) lebte zuerst am kaiserlichen Hof, wurde dann Prämonstratensermönch und schließlich Abt des Klosters in Verdun. + 27.12.1140.

27.12.

Balto (Baldo, Walto)

Balto (Baldo, Walto), der hochgebildeter Abt des Klosters Wessobrunn, gab der Nonne Diemut (siehe 30.3.) den Auftrag, etwa 50 meist theologische Werke abzuschreiben, um sie weiterzuverbreiten und sie besser für die Nachwelt erhalten zu können. + 27.12.1156.

28.12.

Thaddäus

Thaddäus Studites war ein Sklave aus dem Skythenland. Nachdem die christlich gewordene Familie ihm die Freiheit geschenkt hatte, wurde er Mönch. Als er im Bilderstreit dem oströmischen Kaiser mutig entgegentrat, erhielt er 130 Hiebe mit dem Ochsenziemer. Zwei Tage später, am 28.Dezember 816, starb er an Wundfieber.

LandAsien
Besonderheiteneinfache, arme Leute Gewaltopfer

28.12.

Mattéa (Matthäa)

Mattéa (Matthäa) aus Matelica in Mittelitalien trat gegen den Willen des Vaters, der für sie eine "gute Partie" ausgesucht hatte, in das nahe Klarissenkloster ein. Dort war sie "durch Visionen und Wunder ausgezeichnet." + 28.12.1320.

BesonderheitenMystikerin

31.12.

Apollonia (Lona, Loana, Lonny, Polly)

Apollonia Radermecher (Lona), betreute schon in jungen Jahren Bedürftige und Vereinsamte. In ihrer Heimatstadt Aachen (Niederrhein) gründete sie eine Gemeinschaft für Krankenpflege ("Hospitalschwestern der hl Elisabeth"), die sich später bis nach Amerika ausbreitete. Wie ihre Ordensschwestern widmete sich die Ordensgründerin in der Folge besonders der Altenpflege und Altenbetreuung. Am letzten Tag des Jahres 1626 starb die selbstlose Wohltäterin an einer Infektion, die sie sich bei der Pflege von Pestkranken zugezogen hatte.

StadtAachen
BesonderheitenOrdensgründerin Sozialengagement

31.12.

Cathérine (Katharina)

Cathérine Labouré (Taufname: Zoë) wurde als neuntes von 17 Kindern einer armen Bauernfamilie in Ostfrankreich geboren. Sie arbeitete zuerst als Dienstmagd, wurde dann aber, 1830, bei den Barmherzigen Schwestern (Vinzentinerinnen) in Paris aufgenommen. Bis zu ihrem Tode kümmerte sich die Ordensfrau bis zur Selbstaufopferung um alte Menschen. Sie hatte mehrere Erscheinungen der Gottesmutter, was zur Prägung der sogenannten "Wundertätigen Medaille" führte, die große Verbreitung fand. Die Mystikerin starb am 31.Dezember 1876. Ihr Leib blieb bis heute unverwest.

Besonderheiteneinfache, arme Leute Mystikerin
Datum: 27.05.

27.05.

Augustin (August)

Augustin (August), später Erzbischof von Canterbury, war von Papst Gregor dem Großen im Jahr 596 mit 40 anderen Mönchen als Glaubensbote nach Britannien entsandt worden. In Kent, dem größten Teilkönigreich der Angelsachsen, wurden die christlichen Missionare von König Edelbert, der mit der christlichen fränkischen Prinzessin Bertha verheiratet war, freundlich aufgenommen. Nicht nur, weil die christliche Königin die fremden Priester maßgeblich unterstützte, war ihre Missionsarbeit so erfolgreich. Augustin, der bald zum Erzbischof von Canterbury ernannt wurde, verbot die Zerstörung der heidnischen Göttertempel und Kultstätten und ließ diese in christliche Gotteshäuser umgestalten. Ebenso versuchte er germanische und keltische Elemente in die christliche Religionsausübung einzubeziehen. Und gerade diese Toleranz und Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Religionen war die Hauptursache für die großen Missionserfolge der christlichen Glaubensboten. Der erfolgreiche "Apostel Englands" starb vermutlich an einem 26.Mai um 604 in der jungen Bischofsstadt Canterbury.

StandBischof
StadtCanterbury

27.05.

Bruno

Bruno (Brun), Bischof von Würzburg, der Sohn Herzog Konrads von Kärnten, galt als einer der bedeutendsten und geachtetsten Kirchenvertreter seiner Zeit, denn er hatte eine hohe Auffassung von den Aufgaben seines bischöflichen Amtes. Er begann mit dem Bau des Würzburger Domes und förderte Bildung und Moral des Klerus. Mit Kaiser Heinrich III. zog er 1045 nach Ungarn. In Persenbeug an der Donau brach, während der Kaiser mit seinen Begleitern zu Tische saß, die Decke des Saales ein und begrub die Anwesenden unter den Trümmern. + 27.5.1045.

StandBischof
StadtWürzburg

27.05.

Margaret

Margaret Pole war zur Erzieherin von Maria (der Katholischen), der ältesten Tochter König Heinrichs VIII. von England bestellt worden. Nachdem ihr Sohn, Erzbischof Reginald, gegen die Kirchenpolitik des Königs Stellung bezogen hatte, wurde auch die Mutter verhaftet und am 27. Mai 1541, ohne irgendwelchen Schuldbeweis, hingerichtet..

BesonderheitenGewaltopfer

27.05.

Matthias (Mathias)

Matthias Kalemba, ein afrikanischer Christ, war Leiter des Trommelorchesters am Hof des Königs von Uganda. Er hatte eine Verschwörung des Katikiro, des obersten Hofbeamten, gegen den König aufgedeckt. Seltsamerweise war es dem Hofschranzen aber wieder gelungen, sich beim König einzuschmeicheln. In einer vom Katikiro inszenierten Aktion musste Matthias Kalemba, wie viele andere Christen (siehe Karl Lwanga u. Gef. siehe 3.6.), auf eine unglaublich grausame Weise sterben. Sie hatten nämlich, wie der Hofbeamte dem König erfolgreich eingeredet hatte, „die Götter erzürnt“. + 27.5.1886.

BesonderheitenMärtyrer

27.05.

Randolph

Randolph, ein vorbildlicher christlicher Vater, starb um 700 zu Arras (F) als Märtyrer.